Michael Pachter und seine Vision der Multiplayer-Gebühren

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Worrelix
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Re: Michael Pachter und seine Vision der Multiplayer-Gebühren

Beitrag von Worrelix »

"Würden die 7,5 Millionen Leute nur fünf Dollar pro Monat (11,5 Cent pro Stunde) zahlen, könnten die Publisher ihren operativen Gewinn um bis zu 450 Millionen Dollar steigern."
Ja, und würden sie 50€ pro Monat zahlen, wäre das sogar 10mal so viel!!!

Wenn sich das Geschäftsmodell "Geld für nix, nur weil online" verbreiten sollte, dann wird ein Großteil der Spieler halt auf andere noch free2play Titel ausweichen.

Das einzige, was damit erreicht werden würde, wäre eine weitere Verbreitung von Authentifizierungsserver Emulatioren und damit eine Verbreitung des Wissens um Bezugsquellen und Funktion derselben.


Gratulation, noch mehr potentielle Kunden einen Schritt weiter in die Raubkopiererecke geschubst.

Was kommt als nächstes? Spiele werden nur entwickelt, wenn man vor Entwicklungsbeginn den vollen Preis zahlt? Vollversionen, die nach 5 h Spielzeit eine Geldabbuchung machen wollen, weil das Spiel sonst nicht mehr spielbar ist (Spielhallenautomat, ick hör dir trapsen)? Einzelne Level für 20€? Tastaturnutzungssteuer? Kaufbare Bugfix DLCs?
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mk4play
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Beitrag von mk4play »

Ich finde, man kann Map-Packs und DLC nicht direkt mit Online-Gebühren auf der anderen Seite vergleichen.
DLC und Maps müssen ja manuell erstellt werden und dafür müssen halt auch Leute bezahlt werden. Betrogen kommt man sich natürlich vor, wenn man den Eindruck gewinnt, es wurde dem Spiel nichts hinzugefügt, sondern vorab etwas entnommen und später extra verkauft.
Für Online-Gaming entstehen dem Publisher keine Kosten, es sei denn, er zwingt die Spieler auf Publisher-eigenen Servern zu spielen. Deshalb finde ich diese Gebühren nicht gerechtfertigt.
Das Problem wird außerdem sein, dass zunächst geringe Gebühren nur für Premiuminhalte verlangt werden, dann irgendwann grundsätzlich für alles geringe Gebühren und im 3. Schritt wird dann geschaut, wie hoch man die Gebühren noch schrauben kann. Es müsste allerdings doch jedem klar sein, dass das Geld der Spieler, was für Gebühren mehr eingenommen wird, dann an anderer Stelle, z.B. bei Neukäufen von diesen eingespart wird. Unter dem Strich wird dadurch doch nicht mehr Umsatz generiert.
Wenn ich noch an früher denke, wo man z.B. bei Warcraft und Starcraft mit einer gekauften CD das Spiel für LAN-Multiplayer auf 7 PCs installieren durfte. Jetzt gibt es nicht mal mehr einen LAN-Modus. Wo soll das alles noch hinführen...
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Termix hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:
Termix hat geschrieben:
Also es gibt in Korea/China schon etliche Online-Games die stündlich bezahlt werden.
Achso, Beispiel fehlt. Wie wärs mit dem Aktuellsten?
Starcraft 2
Btw aus dem Beitrag:
Und wie wird dort bezahlt? Mit "Timecards", die, vermute ich jetzt einfach mal, im Vorraus einmalig bezahlt werden.
Also gehe ich einmal zur kasse, zahle 20€ für 40 Stunden.

Im grunde also auch keine stündliche bezahlung.
..................................
http://starcraft.incgamers.com/blog/com ... -in-korea/
Letzter Absatz und das ist nur eins von vielen Beispielen.
Konkret?
ich lese da nur einen stündlichen preis, der aber nach wie vor nichts über die Zahlung aussagt.
ich weiß zwar nicht, warum dir das so wichtig ist, aber ich fürchte ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass jemand bezahlt, eine stunde spielt, wieder bezahlt etc.
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TheHarth81
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Beitrag von TheHarth81 »

mk4play hat geschrieben:Ich finde, man kann Map-Packs und DLC nicht direkt mit Online-Gebühren auf der anderen Seite vergleichen.
DLC und Maps müssen ja manuell erstellt werden und dafür müssen halt auch Leute bezahlt werden. Betrogen kommt man sich natürlich vor, wenn man den Eindruck gewinnt, es wurde dem Spiel nichts hinzugefügt, sondern vorab etwas entnommen und später extra verkauft.
Für Online-Gaming entstehen dem Publisher keine Kosten, es sei denn, er zwingt die Spieler auf Publisher-eigenen Servern zu spielen. Deshalb finde ich diese Gebühren nicht gerechtfertigt.
Das Problem wird außerdem sein, dass zunächst geringe Gebühren nur für Premiuminhalte verlangt werden, dann irgendwann grundsätzlich für alles geringe Gebühren und im 3. Schritt wird dann geschaut, wie hoch man die Gebühren noch schrauben kann. Es müsste allerdings doch jedem klar sein, dass das Geld der Spieler, was für Gebühren mehr eingenommen wird, dann an anderer Stelle, z.B. bei Neukäufen von diesen eingespart wird. Unter dem Strich wird dadurch doch nicht mehr Umsatz generiert.
Wenn ich noch an früher denke, wo man z.B. bei Warcraft und Starcraft mit einer gekauften CD das Spiel für LAN-Multiplayer auf 7 PCs installieren durfte. Jetzt gibt es nicht mal mehr einen LAN-Modus. Wo soll das alles noch hinführen...

genau so meinte ich das ja auch,bei DLC usw,habe ich immer noch die möglichkeit zu entscheiden ob ich es will oder nicht.
gebe dir aber da vollkommen recht,das die entwicklung in der spieleindustrie eine negative richtung einschlägt.
ich sehe da immer das bessere bsp von BFBC2,das funktioniert doch auch,ohne extra kosten,jedenfalls auf dem pc
Zuletzt geändert von TheHarth81 am 03.08.2010 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
Torkum
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Beitrag von Torkum »

Boesor hat geschrieben:
Termix hat geschrieben: Sprich die stündliche Bezahlung ist durchaus ein Modell, welches zumindest auf dem Papier existiert.
Du kannst den monatlichen preis der letztlich verlangt wird auch auf Sekunden runterrechnen, dann haste den Sekundenpreis, der zumindest auf dem Papier existiert.

So oder so, es wird logischerweise auf einen monatlichen beitrag rauslaufen, alles andere ist unrealistisch.
Ich weiss nicht, als Casual-Gamer mit Familie würde ich eine sekundengenaue Abrechnung der Spielzeit durchaus begrüßen.
Wenn ich mal nur eine Stunde in der Woche spiele, oder im Urlaub bin, dann zahle ich auch nichts, oder sehr wenig. Und wer viel spielt und die Server belastet, der zahlt entsprechend mehr.

Finde ich in Ordnung.

Gruß
Torkum
dabrain00
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Beitrag von dabrain00 »

Boesor hat geschrieben:
dabrain00 hat geschrieben:
Das ist das Problem, denn derjenige denkt _nicht_. Würde er sich wirklich gedanken machen, und nicht sabbern den nächsten Schuss hinterlaufen, sähe es vllt anders aus.
Eine arrogante Einstellung. kannst du dir wirklich nicht vorstellen, dass es Menschen gibt die andere Prioritäten haben? Denen es egal ist ob sie ihr Spiel verkaufen können, denen egal ist ob sie ihr Spiel in 5 Jahren noch online aktivieren können usw.? Die hier vorherrschende meinung ist nicht automatisch die richtige.
Es geht nicht darum welche Prioritäten sie haben, es geht darum ob es Ihnen egal ist, dass sie über den Tisch gezogen werden werden und ja, es scheint so. Denn, wie ich schon erwähnte, zahlen sie von mal zu mal mehr für weniger - und es stört nicht. Nur darum gehts.

Wer heute eine Bratwurst für 1€ kauft, und morgen nur 2 halbe für jeweils 1€ der kann das nicht gutheissen mit dem Argument das sein Prioritäten anders liegen - da man ihm nur in die Tasche greifen möchte. Aus Konsumenten sicht ist das immer schlecht.
Ja so sieht das aus. Aber die Frage nach dem was man bekommt, lässt sich damit beantworten das man von Jahr zu Jahr schlicht weniger für sein Geld bekommt. Muss wirklich erst der Break-Even Point des Bezahlbaren erreicht werden bevor man reagiert?
Auch das muss jeder so sehen wie er es für richtig hält. Nimm dein Beispiel des Bezahlbaren. Die Schmerzgrenze liegt da zwischen einem schüler, einem Arbeiter, einem Angestellten usw. sehr weit auseinander.

Spielen ist nunmal nicht mehr das Nischenhobby für eine homogene gemeinschaft. [/b]
Du hast es nicht verstanden - war vllt schlecht ausgedrückt. Jeder hat andere möglichkeiten, ja. Aber muss die Entwicklung erst bei einem Individuum den Break-Even Point erreichen, bevor er sich Gedanken macht? Oder reicht ihm schon das erkennen des blossen Trends, damit er sagt da mach ich nicht mit!?
Termix
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Beitrag von Termix »

Boesor hat geschrieben:
Termix hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben: Und wie wird dort bezahlt? Mit "Timecards", die, vermute ich jetzt einfach mal, im Vorraus einmalig bezahlt werden.
Also gehe ich einmal zur kasse, zahle 20€ für 40 Stunden.

Im grunde also auch keine stündliche bezahlung.
..................................
http://starcraft.incgamers.com/blog/com ... -in-korea/
Letzter Absatz und das ist nur eins von vielen Beispielen.
Konkret?
ich lese da nur einen stündlichen preis, der aber nach wie vor nichts über die Zahlung aussagt.
ich weiß zwar nicht, warum dir das so wichtig ist, aber ich fürchte ich kann mir nach wie vor nicht vorstellen, dass jemand bezahlt, eine stunde spielt, wieder bezahlt etc.
Ist bei WOW und vielen anderen Spielen auch so, da du vermutlich kein Chinesisch kannst:
Quelle 1
The game has been so successful that over 12 million people across the world pay Blizzard a monthly or, in parts of Asia, an hourly fee for the privilege of spending time in lands of Azeroth.
Ob du es nun wahrhaben willst oder nicht, es ist so.

PS: Ob man nun stündlich bezahlt (was man in Internetcafes muss) oder ob man seine Spielstunden am Ende des Monats / mit einer Timecard im Voraus bezahlt ist doch irrelevant, denn die Abrechnung bleibt stündlich.
Oder würdest du sagen das Internet wurde damals auch monatlich bezahlt, obwowhl nach Minuten abgerechnet wurde?
Zuletzt geändert von Termix am 03.08.2010 14:23, insgesamt 4-mal geändert.
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mk4play
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Beitrag von mk4play »

Ich weiss nicht, als Casual-Gamer mit Familie würde ich eine sekundengenaue Abrechnung der Spielzeit durchaus begrüßen.
Wenn ich mal nur eine Stunde in der Woche spiele, oder im Urlaub bin, dann zahle ich auch nichts, oder sehr wenig. Und wer viel spielt und die Server belastet, der zahlt entsprechend mehr.
Genau solche Beiträge sind das Problem (nicht böse gemeint(!)). Wir reden hier darüber, dass wir KEINE Online-Gebühren wollen und die ersten machen sich schon Gedanken darüber, wie man diese unerwünschten Gebühren ausgestalten sollte.
corvex
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Beitrag von corvex »

der typ geht mir dermaßen aufn sack!
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

dabrain00 hat geschrieben:
Du hast es nicht verstanden - war vllt schlecht ausgedrückt. Jeder hat andere möglichkeiten, ja. Aber muss die Entwicklung erst bei einem Individuum den Break-Even Point erreichen, bevor er sich Gedanken macht? Oder reicht ihm schon das erkennen des blossen Trends, damit er sagt da mach ich nicht mit!?
das kommt wie gesagt immer drauf an.
natürlich kann ich als CoD "hasser" leicht sagen, dass ich niiiiiiiiemals etwas für den MP ausgeben würde.
Was aber wenn mir das Spiel online soviel Spaß macht und ich stehe vor der Frage "Zahlen - oder aufhören"?

Diese Frage stellt sich jeder user und derjenige, der dann die Zusatzzahlungen akzeptiert ist in deinen Augen dumm...in meinen Augen ist das seine Entscheidung und ich kann nicht beurteilen ob er persönlich das richtige tut oder nicht.
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TheHarth81
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Beitrag von TheHarth81 »

ich hätte da vielleicht eine idee wie man es besser machen könnte.
also erstmal sollten sich alle hersteller von games und software auf einen einheitlichen multiplayer dienst einigen,worüber jedes entwickelte spiel läuft....nennen wir es einfach mal online gaming portal :D
dafür könnte man ja dann eine montaliche gebühr verlangen,weil server,personal usw kosten ja auch geld.
im gegensatz dazu dürften antülich die spiele nicht mehr weit über 50 euro kosten,als bsp vielleicht 30euro.in dem portal müsste man jedoch jede plattform unterstützen pc und konsole und hersteller würde monatlich an den einnahmen beteiligt.
dann währe ich auch eventuell bereit dafür was zu bezahlen.
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proghead
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Beitrag von proghead »

Hätte Wedbush Morgan Securities darauf verzichtet einen Dummschwätzer wie Michael Pachter zu beschäftigen (50$ pro Stunde), hätten die Analysten ihren operativen Gewinn in der Zeitspanne eines Jahres um bis zu 96.000$ Dollar steigern können. Damit haben sie die großartige Chance verpasst, dieses monetäre Potenzial zu nutzen.
johndoe460366
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Beitrag von johndoe460366 »

Durchaus eine vorstellbare, wenn auch miserable Zukunftsvision.
Es gab schließlich auch bereits 360-Titel, bei denen der monatliche Beitrag die Kosten für die Goldmitgliedschaft ersetzte (zumindest bei FF XI und PSO war es so, wenn ich mich recht entsinne - zwar MMOs, aber hey...^^).
Wenn nun die Publisher der großen Marken hergehen würden und einen moderaten Betrag für den Genuss ihres erhabenen Multiplayers und irgendwelchen Premium-Schnickschnack verlangen würden, fände das sicher bei loyalen Fans Anklang.
Eine stündliche Abrechnung kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber auf monatlicher Basis ließe sich mit entsprechendem Marketing sicher etwas bewerstelligen.
Wir Konsoleros haben uns in dieser Generation leider viel zu konsumfreudig gezeigt (Mikrotransaktionen sind doch was tolles, oder?) und derlei Vorstellungen sind daher gar nicht mal mehr so abwegig.
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AIex
Beiträge: 333
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Beitrag von AIex »

Das schlimme ist, der hat wahrscheinlich sogar recht, dass die Gewinne trotz allen Protesten ansteigen würden. Akzeptabel würde ich sowas nur finden wenn das Spiel ohne MP Teil billiger wäre.
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GamePrince
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Michael Pachter und seine Vision der Multiplayer-Gebühren

Beitrag von GamePrince »

Zinssm hat geschrieben:viele blechen doch schon für xbox live.also klappe zu :lol:
Richtig ... ich bezahle seit Jahren Onlinegebühren ... aber eine für alle.

Bei XBL ist das mit den Gebühren okay und gerechtfertigt ... aber wenn man dazu dann noch extra für einen Titel Onlinegebühren zahlen MUSS, dann können dich mich einfach am 4rsch lecken.

Das werde ich ganz sicher NICHT tun.
Ich liebe den MW2-MP, keine frage ... aber mehr als die XBL-Gebühren werd ich nie für sowas zahlen!!!

Naja, sollen sie es einführen, auf die hässliche Schnautfe fallen und hinterher den Zockern wieder in den Arsch kriechen, weil sie gemerkt haben, wie beschissen sie sind. :roll: