Frag mal Frau von der Leyen oder den Polizeichef, die Musikindustrie, namhafte Firmen, die Publisher...Tapetenmetzger hat geschrieben:"Internet - Spielplatz der Angst"
Streng genommen kann ich jeden Tag froh sein, dass ich den Weg zur Arbeit überlebe, wenn man sich die Statistiken so ansieht.Entweder, einige gehen hier gerade ihrer sehr ausgeprägten paranoiden Ader nach oder aber es ist wirklich so dermaßen schlimm, dass man jeden Tag aufs neue darüber froh sein kann, wenn man seine Anonymität einmal mehr bewahrt hat.
Nein, ernsthaft, natürlich passiert Dir im und durchs Internet herzlich wenig. Das liegt aber halt zum großen Teil daran, dass man sich untereinander nicht wirklich kennt. Ein Spruch wie "Hassu mein Freundin guckt?" wirkt halt nicht, wenn dahinter keine Bande pupertierender Jugendlicher steht.
Das "Problem" kommt (meiner Erfahrung nach) halt immer dann zustande, wenn die Leute sich näher kennen lernen, wenn nicht mehr die Wand aus Monitor und Leitung dazwischen ist. Wenn die Leute feststellen, dass sie eigentlich nichts miteinander anfangen können. (Oder, bzw. besonders, wenn es um Frauen/Männer geht.)
Wenn man mit seinem Klarnamen postet, dann kommt man den Anderen halt schon näher. Auch wenn das nur gefühlt ist, aber es geht ja um den psychologischen Effekt.
Ich denke übrigens nicht, dass Blizzard auf die Angst vor anderen Usern setzt, sondern auf die Angst vor Blizzard.
Ungeachtet der Tatsache, dass Blizzard eh schon weiß, wer gerade postet, ist es was anderes, wenn es dem Nutzer auch klar wird, indem er mit seinem Klarnamen postet.
So unrecht hast Du nicht, 4chan hat das das eine oder andere Mal bewiesen.Aber mal im Ernst:
Wenn man wirklich den Entschluss gefasst hat, jemandem ein Messer in die Brust zu rammen, ist es dann nicht völlig egal, ob er nun seinen echten Namen oder lediglich einen Nick angegeben hat?
Wenn man demjenigen wirklich Schaden zufügen will, dann kommt man an die nötigen Informationen so oder so.
Könnte ich mir vorstellen.
Blizzard selbst hat aber bereits nachgewiesen, dass es die Dinge deutlich vereinfacht, denn kurz nachdem ein Mitarbeiter seinen Namen gepostet hat, waren plötzlich die komplette Adresse, Telefonnummer, Namen der Eltern, Bilder des Hauses, Bilder von Facebook, etc. im Netz.
Ich möchte wetten, dass er seinen Entschluss bereut hat.
Zu dem Argument, man hat einen Namen, der nicht gerade selten ist.
Das würde mir NOCH mehr Sorgen machen.
Stell Dir vor ich heiße Hans Müller und lasse mal so richtig vom Leder. Der Andere ist sauer, sucht ein wenig rum, findet einen Hans Müller, der auch noch in seiner Nähe wohnt und kackt ihm vor die Haustür.
War blöderweise nicht meine. Da werden dann "unschuldige" mit reingezogen...?!
Nö. Das sind tatsächlich die schlimmsten. Denn die scheuen den Aufwand nicht.Vielleicht bin ich da aber auch sehr blauäugig und sehe die größte Bedrohung meiner Sicherheit eher auf der Seite staatlicher Einrichtungen oder - wie schon von anderer Seite erwähnt - im beruflichen Bereich.
Einmal im Gulli Board das falsche gesagt und morgens um sechs klingelts bei einem mit Deinem Namen. Der Polizei ist das völlig egal, obs der richtige ist.
Selbst wenn das Verfahren eingestellt wird, weil sich nun wirklich nichts finden läßt, nach einer HD kannst Du am Besten gleich umziehen, das Stigma wirst Du nicht los.
(Für Fallbeispiele empfehle ich das lawblog.)
