"Hohe Preise sind Piraterie-Ursache" meint Charles Cecil

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BigBamDaddy
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Beitrag von BigBamDaddy »

Mindflare hat geschrieben: @BigBamDaddy
Natürlich gehen die Verkaufszahlen dann hoch. Spielen ist doch ncith für alle Leute nur eine "ausweichbeschäftigung" sonder ein eigenständiges Hobby. Bestimme Gruppen spielen vielleicht nicht mehr (wie von dir beschrieben) andere werden aber zugreifen.
Es geht da speziell um Jugendliche bzw. Kinder.

Für das Thema ist übrigends die Bedürfnispyramide nach Maslow interessant.
http://www.dolceta.eu/deutschland/Mod5/ ... mide-2.jpg

Letztendlich haben Videospiele für die meisten Menschen eine geringere Priorität als soziale Bedürfnisse. Da zählen eben auch Aktivitäten mit sozialen Kontakten (von mir genannte Beispiele) zu diesen Bedürfnissen. Erst wenn diese weitesgehend erfüllt sind, wird man sich Videospielen annehmen.
Umso geringer also das Budget ist (und gerade bei Kindern und Jugendlichen ist es sehr gering) desto weniger wird in der Regel für Videospiele ausgegeben.

Reine Raubkopierer sind doch eh die Ausnahme. Auch Jugendliche kaufen sich Spiele, aber sie kaufen sich wenige Spiele. Egal ob man nun am Preis dreht, Raubkopien verhindert oder sonstwas anstellt, man wird dieser Zielgruppe nicht signifikant mehr Geld "abzweigen" können als das jetzt der Fall ist.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

crackajack hat geschrieben:Na wie, und an diesen R4-Modulen verdient niemand etwas? Der eine gibt halt etwas weniger für den illegalen Speicherort aus, während der andere eben pro Spiel sowas braucht.
R4-Module und Kollegen sind aber nicht illegal. Auch wird seitens der Hersteller nicht explizit damit geworben, dass man sie zum Abspielen von ROMs verwenden kann.
...schaden tut es immer dem Rechteinhaber.
Tut es das?
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

BigBamDaddy hat geschrieben:Sparen funktioniert doch nur wirklich, wenn man genug Einkommen zum Sparen hat.
und das hätten wohl 99% aller die raubkopieren, wenn sie wirklich müssten. Auf Pump leben ist aber genauso wie Raubkopieren In, von daher dürften das viele einfach so oder so nicht richtig können.
einbußen in der Lebensqualität und das braucht man auch gar nicht auf Markenkonsum zu reduzieren. Hier geht es auch um ganz andere Dinge: Soziale Kontakte sind mit Ausgaben verbunden - da trinkt man mal Auswärts einen Kaffee, geht ins Kino, besucht ein Konzert usw.
Dann trinke ich halt nichts, gehe nicht mit ins Kino und kann immer noch über den gestern bei Pro7 gelaufenen Film quatschen und kaufe statt dem Konzertticket bloß die CD die ich dann gar öfter hören kann. Auf soziale Kontakte die mich nur dann akzeptieren wenn ich alles mitmachen und mitzahlen kann, kann ich verzichten.
Statt Friseur kann man sich auch einmal ein Haarschneidegerät gönnen. Spart über die Jahre immens.
Wer immaterielle Güter und Materielle Güter bzw. Dienstleistungen auf eine Ebene stellt, der geht grundlegend falsch an die Sache ran.
Warum?
Wenn beides nicht kopierbar wäre, dann würden einige auch mal ihre Jeans, muss ja auch keine Levis sein, und den Pullover ein paar Monate länger tragen. Ich habe auch Schuhe zu Hause die mehr als 10 Jahre alt sind. Solange die nicht kaputt, völlig beschissen aussehen, muss ich keinen Nachfolger kaufen.
Selbst bei einer Unmöglichkeit des Raubkopierens werden die Verkaufszahlen nicht nach oben gehen, weil andere Güter eine viel höhere Priorität besitzen als ein Videospiel.
es wird nicht 1:1 nach oben schnellen, klar, aber es wird merkbar mehr sein.
Kajetan hat geschrieben:Auch wird seitens der Hersteller nicht explizit damit geworben, dass man sie zum Abspielen von ROMs verwenden kann.
lol
Kajetan hat geschrieben:
crackajack hat geschrieben:...schaden tut es immer dem Rechteinhaber.
Tut es das?
Deiner Ansicht nach wohl niemals.
NForcer
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Beitrag von NForcer »

Sagen wir es mal anders:

Die Preise für die Spiele (ich beziehe mich auf PC, weil so ne Konsole kommt mir nicht ins Haus) sind in der Regel okay, da diese normalerweise zwischen 30 - 50 € liegen (auch wenn es komisch ist das die Preise z.B. zwischen der Insel GB und DE so unterschiedlich ist, aber das sei jetzt mal dahingestellt).

Aber (ja, jetzt kommt das große ABER):
Leider gibt es eine Menge Spiele, deren minderwertige Qualität oder sonstigen bescheuerten Kopierschtutzmaßnahmen (ich sag nur C&C 4, AC2, S7 und Konsorten in der Art mit Online Zwang für SinglePlayer Games), dies nicht rechtfertigt, da das meiner Meinung nach eine Nötigung ist, die nicht sein muß, da auch jeder normaler Gamer auch mal an "nicht Internet verbundenen Orten" hängen und die Spiele dennoch spielen wollen, es aber nicht können.

Und bei der angesprochenen Qualtität hängt es damit zusammen, daß die Spiele heutzutage sowas von kurz gehalten werden (8-10 Stunden sind echt ein Witz) nur um überhaupt etwas auf den Markt zu schmeißen. Kein Wunder, daß sich die Spieler 2x überlegen das Spiel entweder zu kaufen oder einfach auf gewissen Seiten herunterladen. Dabei waren die Spiele mal viel länger (grade wenn diese bei 20-50 Std. oder mehr liegen, sind diese sie dann erst das Geld auch wert, wenn dann noch das drum herum -also das spielerische an sich- paßt), aber daß kann man heutzutage echt vergessen. Auch hat das schon erwähnte drum herum (das spielerische also) abgenommen: Also keine tolle Story mehr, sondern nur etwas dahingeklatschtes, was man den Spielern vorwirft (ohne mal dran zu denken, was man eigentlich aus einem Spiel machen könnte (siehe Spore, was als super toller Hype kundgetan wurde, aber einfach nur Sauschlecht war) oder nur ein Bugverseuchtes Programm, weil es keiner mehr vernünftig testet und so schnell wie möglich alles auf dem Markt haben will (auf die Publisher guck) und man ewig warten kann, bis das Spiel doch mal vernünftig funktioniert.

Ein super sauberes programmiertes Spiel (okay, Fehler gibt es immer, aber man kann so etwas mit Sicherheit reduzieren) mit ordentlicher Story und einem schönen drum herum (die Grafik ist, wie ich finde, nicht das Maß aller Dinge, woran man ein Spiel festmachen sollte, da auch Spiele mit minderer Grafik, aber mit einer ausgeklügelten Spielemechanik, sehr viel Spaß machen können), zumal man selbst bei den heutzutag auffallenden Schwierigkeitsgraden sehen kann, daß die Spiele so Casualisiert werden, damit auch wirklich jeder Idiot damit spielen kann, damit die Masse an potenziellen Spielern die Verblödung auf niedrigsten Niveau miterleben kann. Sehr schade. Wie schön war es wo die Spiele noch ihre einzigartigen Möglichkeiten entfalten konnten und man zufrieden war.
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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

NForcer hat geschrieben: Die Preise für die Spiele (ich beziehe mich auf PC, weil so ne Konsole kommt mir nicht ins Haus) sind in der Regel okay, da diese normalerweise zwischen 30 - 50 € liegen (auch wenn es komisch ist das die Preise z.B. zwischen der Insel GB und DE so unterschiedlich ist, aber das sei jetzt mal dahingestellt).
Das liegt an dem starken Euro im Verhältnis zum Pfund. Vor 2 Jahren hat man beim Import noch nichts gespart. Für den Engländer selbst ist der Spielepreis sogar auf einem Höheren Niveau als hier.


Spiele werden auch nicht wirklich kürzer. Dadurch, dass sie zugänglicher werden, um eine Story schöner zu erzählen kommt man nur flüssiger durch. Das geniale Max Payne war auch nur 4 Stunden lang, aber dadurch nicht weniger grandios.
Zuletzt geändert von Mindflare am 11.05.2010 15:55, insgesamt 1-mal geändert.
NForcer
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Beitrag von NForcer »

@Mindflare,

naja, dennoch könnte man versuchen, Third Person/Ego Shooter gestalterischer und umfangreicher zu machen und das nett verpacken. Das funktionierte z.B. ganz gut bei Strategie Games wie SpellForce (da war man schon eine Weile dran, weil man den großen Dialogen gelauscht hat und das drum herum eben gepaßt hat.).

Aber selbst die Strategie Games werden verkürzt und das ist halt recht schade. Ich will beschäftigt sein und das mehr als nur 4 Stunden. Weil für tatsächliche 4 Stunden (je nachdem wie man es anstellt halt dann 6-7 Std.) ist das einfach nur unangemessen und steht zu keinem Verhältnis.
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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

NForcer hat geschrieben:@Mindflare,

naja, dennoch könnte man versuchen, Third Person/Ego Shooter gestalterischer und umfangreicher zu machen und das nett verpacken. Das funktionierte z.B. ganz gut bei Strategie Games wie SpellForce (da war man schon eine Weile dran, weil man den großen Dialogen gelauscht hat und das drum herum eben gepaßt hat.).
Zusätzliche Gestaltung will bezahlt werden. Wenn man beim gegebenen Preis jetzt aber einfach Autoheal und Quicksave rausnimmt, werden auch wieder alle auf die Barrikaden gehen.

Bei Rollenspielen hast du heutzutage ja immer noch enormen Umfang, die würde ich also garnciht in den Vergleich mit reinnehmen.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

crackajack hat geschrieben: lol
Es ist schön zu sehen, mit welcher Sachkenntnis Du hier argumentierst. Meinen Glückwunsch!
crackajack hat geschrieben: Deiner Ansicht nach wohl niemals.
Meine Ansicht zu diesem Thema basiert auf Fakten, nicht religiöser oder ideologischer Weltanschauung. Derzeit sprechen die Fakten nicht für die Behauptung, dass privates Kopieren und Filesharen für Umsatzverluste verantwortlich sind.
NForcer
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Beitrag von NForcer »

Okay, anders, nehmen wir Just Cause 2. Hier geht es doch auch (mit dem Open World System), ein Spiel schön zu initialisieren. Okay, Storytechnisch hinkt das ein wenig,aber der Suchtfaktor bleibt (zumindest bei mir), da ich mit allem möglichem über die Karten düsen kann um mich auszulassen, Chaos zu verursachen, Militärbasen platt zu machen und zwischendurch eben mal Aufträge durchzuführen.

Wenn ich bedenke, daß ich dieses Spiel derzeit 32 Stunden spiele und noch lange nicht mal die Hälfte des Spiels durch hab, ist dies für mich genial und so, finde ich, sollte man auch andere Games (nur halt mit interessanter Story und Erzählweise) mal handhaben (je nachdem wie es jemand machen will), damit man länger an einem Spiel gefesselt ist, als nach 4 Stunden eben wieder das Ding zu deinstallieren, weil man es durch hat und erst einmal damit nix mehr machen will.
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Kajetan hat geschrieben:Derzeit sprechen die Fakten nicht für die Behauptung, dass privates Kopieren und Filesharen für Umsatzverluste verantwortlich sind.
Dieser "Fakt" beruht nur auf deiner Ansicht...
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Kajetan hat geschrieben: Meine Ansicht zu diesem Thema basiert auf Fakten, nicht religiöser oder ideologischer Weltanschauung. Derzeit sprechen die Fakten nicht für die Behauptung, dass privates Kopieren und Filesharen für Umsatzverluste verantwortlich sind.
meine güte, kommt das wieder, du argumentierst genauso wie deine Gegenseite nur auf Annahmen, nicht auf Fakten.
ich dachte das hätten wir bereits geklärt.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

crackajack hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Derzeit sprechen die Fakten nicht für die Behauptung, dass privates Kopieren und Filesharen für Umsatzverluste verantwortlich sind.
Dieser "Fakt" beruht nur auf deiner Ansicht...
Ich habe zur Genüge dargelegt, wie ich zu dieser Meinung komme. Kommt Dir von Dir auch etwas in der Richtung?
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Boesor hat geschrieben:meine güte, kommt das wieder, du argumentierst genauso wie deine Gegenseite nur auf Annahmen, nicht auf Fakten.
Im Gegensatz zur "Gegenseite" kann ich eine Reihe von Indizien und Untersuchungen anführen, die wissenschaftlich stichhaltig sind. Eine endgültige Aussage lässt sich noch nicht treffen, das stimmt. Jedoch gibt es mehr Indizien für die These, dass private Kopien keinen Schaden verursachen als für die Gegenthese.

Haben wir das jetzt endlich auch geklärt? :)
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Boesor
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Beitrag von Boesor »

Kajetan hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:meine güte, kommt das wieder, du argumentierst genauso wie deine Gegenseite nur auf Annahmen, nicht auf Fakten.
Im Gegensatz zur "Gegenseite" kann ich eine Reihe von Indizien und Untersuchungen anführen, die wissenschaftlich stichhaltig sind. Eine endgültige Aussage lässt sich noch nicht treffen, das stimmt. Jedoch gibt es mehr Indizien für die These, dass private Kopien keinen Schaden verursachen als für die Gegenthese.

Haben wir das jetzt endlich auch geklärt? :)
Nein, da deine Studien sich leider nicht auf den PC markt beziehen und längst nicht alle Fragen dieses Themas klären.
Daher wäre es sehr viel seriöser von "Glauben" zu sprechen als von "Fakten"
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crackajack
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Beitrag von crackajack »

Kajetan hat geschrieben:Ich habe zur Genüge dargelegt, wie ich zu dieser Meinung komme.
Du hast immer mal wieder deine Meinung als Fakt dargestellt, klar, aber Fakten gibt es weder von mir noch von dir, weil es die nicht geben kann, weil wir nur eine Welt haben und in der wird raubkopiert.

Wenn es kein Schaden wäre dann würden die Hersteller aber wohl kaum dagegen aufbegehren, wäre ja unnütze Mühe, allein deshalb ist es schon unlogisch das dem nicht so wäre. Man bekämpft nichts das einem nicht schadet, ev. sogar nützt (so stellst du es ja gerne dar).

Zweite Sache über die du vielleicht nachdenken kannst: Wenn R4 nicht illegal ist, nachgemachte Kopien aber wie du sagtest schon, dann sind R4s sobald ein Spiel drauf geladen wird auch illegal? De Facto ist das ja dann dasselbe.
Es wird in beiden Fällen Geld für etwas ausgegeben das illegale Spielmöglichkeiten bietet. Nachbaus hast du illegal und schädlich eingestuft und ROMs samt gekauften R4 nicht. Für beides wird gezahlt, und du hast den Schaden allein damit beziffert dann man den Nachbau kauft. Gekauft wird aber beides.

an sich habe ich das schon vorhin geschildert, aber mit deiner ideologischen (!) Meinung übersiehst du das natürlich.