"Hohe Preise sind Piraterie-Ursache" meint Charles Cecil

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
4P|BOT2
Beiträge: 149236
Registriert: 10.07.2002 12:27
Persönliche Nachricht:

"Hohe Preise sind Piraterie-Ursache" meint Charles Cecil

Beitrag von 4P|BOT2 »

Benutzeravatar
artmanphil
Beiträge: 1308
Registriert: 21.12.2008 10:39
Persönliche Nachricht:

preise

Beitrag von artmanphil »

Piraterie war der Grundpfeiler des raschen Wachstums der Spielebranche, damals noch nicht einmal mit illegalem Bewusstsein. "Kannst mir das eben kopieren?" - "Jo, kein Ding". Heute ist dieses Bewusstsein schon ganz anders. Ich will keine typische Debatte beginnen, mit Argumenten wie "nicht jeder Raubkopierer hätte es sich gekauft" etc.

Aber:
In meinen Augen ist das Verhältnis von Käufer zu Pirat in den letzten Jahren zunehmend besser geworden, also hin zum Legalkauf. Dass aktuell wieder mehr User in Betracht ziehen, ein Spiel nicht legal zu erwerben, ist einzig und allein darin begründet, dass neue Mechanismen und Nervereien dank Registrierungen und schwachsinner Onlinezwänge den normalen User so stark beschneiden und ankotzen. Das fällt sicher irgendwo mit in sein Distributionskapitel, wenn auch nicht explizit.

Klar sind die hohen Preise auch ein Grund dafür, schließlich sind vor allem jüngere User oft verleitet. Aber ein kleiner Preis ist eben nicht alles, die Freiheit des Users ist ihm meistens wichtig.
Zuletzt geändert von artmanphil am 09.05.2010 14:07, insgesamt 3-mal geändert.
Chump
Beiträge: 175
Registriert: 13.02.2009 19:29
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Chump »

Eigentlich müsste andersrum sein, weil die hohe Preise die Käufer abschrecken und laden lieber schwarz runter.
Benutzeravatar
artmanphil
Beiträge: 1308
Registriert: 21.12.2008 10:39
Persönliche Nachricht:

Beitrag von artmanphil »

Green Day hat geschrieben:Eigentlich müsste andersrum sein, weil die hohe Preise die Käufer abschrecken und laden lieber schwarz runter.
Darum geht's doch :-D Die hohen Preise schüren Raubkopien.
johndoe464488
Beiträge: 2419
Registriert: 11.08.2005 16:39
Persönliche Nachricht:

...

Beitrag von johndoe464488 »

Ich finde Konsolen-Spiel-Preise auch einfach überteuert, selbst Wii-Spiele mit teilweise 55Euro sind für mich wucher. Ich find die Preise unbegründet. Die wenigsten Spiele nehmen sehr viel Aufwand mit und die Entwicklungskosten sind nicht immer so übertrieben, wie bei GTA und CoD MW2.

Würde man zudem noch weniger DRM-Mist entwickeln und etwas weniger in Marketing investieren, würden die Entwickler, Publisher auch etwas mehr Geld haben.

Aber naja.

Einige werden dennoch kommen und sagen "wer stiehlt, ist doof. der ehrliche muss blechen dadurch"

Aber ich versteh dennoch die Mehrheit der illegalen Downloader
Benutzeravatar
Aurellian
Beiträge: 2200
Registriert: 03.02.2010 14:04
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Aurellian »

Jetzt müsste sich Herrn Cecils Erkenntnis nur noch in den Vorstandsetagen von AB und Ubi durchsetzen. Aber vorher erscheint vermutlich Duke Nukem Forever.
Benutzeravatar
Mindflare
Beiträge: 3744
Registriert: 26.09.2008 10:13
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Mindflare »

Was der "richtige" Preis ist, sieht man ja immer sehr gut bei Indie Produktionen. Bei der World of Goo Aktion lag der Durchschnitt irgendwo bei 3,50$. Im Forum gibt es auch regelmäßig die Aussage, dass alles ab 10 € zu teuer ist.

Ich behaupte jetzt einfach mal folgendes: Durch die einfach verfügbaren Raubkopien ist die Wertschätzung der Spiele enorm gesunken. Problematishc sind also nicht die Preise, die ja in den letzten 10 Jahren günstiger geworden sind, sondern die Einstellung der Spieler.

Natürlich gibt es immer wieder Games, die einfach nicht mehr Wert wären. Bei den großen Produktionen sind aber imho 40-50 € ein angemesserner Preis für den Aufwand, der bei der Herstellung betrieben wurde.
Benutzeravatar
Kintip
Beiträge: 518
Registriert: 01.12.2009 19:07
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Kintip »

Raubkopierer sind schuld an den hohen Preisen! sieht man ja ganz gut an der PS3, keine Kopien möglich, folglich gibts auf der playsi extrem günstige Spiele! ;)
Benutzeravatar
PallaZ
Beiträge: 1114
Registriert: 20.04.2006 02:55
Persönliche Nachricht:

Beitrag von PallaZ »

reduziere mal deine signatur @ greenday


zum thema:
ich für meinen teil beziehe alle meine spiele bei steam! es gibt auch so einige, die spiele runterladen um sie zu testen: demo ersatz, grafikcheck (ob es stabil läuft)

für die konsole kaufe ich die spiele entweder günstig über den kurs, gebraucht, oder im angebot, weil der ladenpreis einfach nur völlig überzogen ist!

wenn spiele allg. günstiger wären, würden auch mehr leute kaufen, anstatt runterzuladen
johndoe817043
Beiträge: 546
Registriert: 06.02.2009 19:05
Persönliche Nachricht:

Beitrag von johndoe817043 »

Hohe Preise, schlechte Spiele, üble Kopierschutzmethoden und für jeden Dreck extra bezahlen zu müssen (DLC's...). Irgendwo verständlich, die schießen sich mitunter selber ins Bein, die Industrie :wink:
Benutzeravatar
Sonic_The_Hedgehog
Beiträge: 3365
Registriert: 18.06.2009 08:40
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sonic_The_Hedgehog »

Naja ich bezweifle, dass die Raubkopiererzahlen so hoch sind, weil die Spiele so teuer sind.
Die sind einfach so hoch, weil man so einfach an die Raubkopien kommt.
Gib 2 Menschen die Möglichkeit sich was illegal ohne großes Risiko zu besorgen.
Mindestens einer davon wird es tun ;).

Wenn die Spiele aber günstiger wären, dann würden die Verkaufszahlen stark steigen, da die Spieler auch mal wieder was für ihr Geld bekommen würden.

Ich persönlich kaufe mir Spiele schon gar nicht mehr zum Erscheinungsdatum(es sei denn es ist ein Spiel auf dass ich wirklich gar nicht warten kann)da mir die 50€ einfach meist zu viel sind für 10 std Spielzeit.
Da warte ich lieber ein paar Monate, dann hab ich vielleicht Glück und bekomme das Spiel schon für 10-20 € billiger.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Re: preise

Beitrag von Kajetan »

artmanphil hat geschrieben:Piraterie war der Grundpfeiler des raschen Wachstums der Spielebranche, damals noch nicht einmal mit illegalem Bewusstsein. "Kannst mir das eben kopieren?" - "Jo, kein Ding". Heute ist dieses Bewusstsein schon ganz anders.
Ist es das? An was machst Du das fest? Ich persönlich habe einen ganz anderen Eindruck, da dank preiswrten USB-Sticks und externen Festplatten, ganz zu schweigen vom "Direktbezug" über preiswerte Breitband-Anbindungen, das Tauschen von Inhalten so beliebt und so einfach wie nie zuvor ist.
Aber:
In meinen Augen ist das Verhältnis von Käufer zu Pirat in den letzten Jahren zunehmend besser geworden, also hin zum Legalkauf.
Woran machst Du das fest? Hast Du da Untersuchungen zu dem Thema? Oder nur persönliche, anektodische Eindrücke?

Abgesehen davon, so weist Cecil auf einen grundlegenden, volkswirtschaftlichen Aspekt hin, auf das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Wenn dem Kunden der Preis für ein Produkt zu hoch erscheint, dann sucht er nach einer Möglichkeit, dieses Produkt auf anderem Wege preiswerter zu bekommen. Dank der leichten Kopierbarkeit digitaler Informationen und des mittlerweile alltäglichen Internets ist die Beschaffung der gewünschten Inhalte für den Preis von Null Euro eine für viele Menschen attraktive Alternative. Eine Möglichkeit dies zu unterbinden hat man als Anbieter solcher Inhalte nicht. Man hat nur die Möglichkeit, angesichts dieser einfachen Beschaffbarkeit den Preis soweit zu senken, dass der Kunde dennoch bereit ist FREIWILLIG diesen Preis zu bezahlen, auch wenn er es kostenlos bekommen könnte.

Alles andere (DRM, juristischer Druck) führt nicht zu einem Umsatzanstieg, sondern zu einer immer weiter voranschreitenden Entfremdung zwischen Kunden und Anbietern, die eine solche Strategie verfolgen. Aber um zu dieser Erkenntnis zu kommen, geht es den meisten Firmen noch viel zu gut. Deswegen ist man dort ja auch der irrigen Annahme, dass der Kunde verpflichtet sei, die eigenen Produkte zu den Bedingungen zu kaufen, die der Anbieter haben möchte. Dem ist aber nicht so. Der Kunde besorgt sich den Inhalt dann eben auf anderem Wege.

Übrigens, interessanter Lesestoff:

http://www.cracked.com/article_18513_5- ... ernet.html

So ein Blick zurück in die Geschichte kann einige, sehr erhellende Erkenntnise bringen, wenn man denn bereit ist sich erhellen zu lassen :)
Benutzeravatar
S3bish
Beiträge: 774
Registriert: 14.05.2007 14:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von S3bish »

Qualität und Preis der Spiele sind proportional in entgegengesetzte Richtungen gelaufen. Während 100 Mark für ein Nintendo 64 Spiel noch gut angelegt waren, sind die Softwarekrücken für den PC heute doch weder ihre 60, noch 30 Euro wert. Nach 8 Stunden hat man fast jedes Game durch und der Wiederspielwert ist gleich 0. Warum sollte man dann dafür Geld ausgeben?

Ich beziehe mich auf den Test zu Beyond Good and Evil und behaupte einfach mal, dass den heutigen Spielen eine "Seele" fehlt. Und deshalb kauft man sie auch nicht für vie Geld, sondern nudelt sie durch und deinstalliert sie ins Nirvana!
FPRobber
Beiträge: 402
Registriert: 16.07.2008 16:00
Persönliche Nachricht:

Beitrag von FPRobber »

Mindflare hat geschrieben:Was der "richtige" Preis ist, sieht man ja immer sehr gut bei Indie Produktionen. Bei der World of Goo Aktion lag der Durchschnitt irgendwo bei 3,50$. Im Forum gibt es auch regelmäßig die Aussage, dass alles ab 10 € zu teuer ist.

Ich behaupte jetzt einfach mal folgendes: Durch die einfach verfügbaren Raubkopien ist die Wertschätzung der Spiele enorm gesunken. Problematishc sind also nicht die Preise, die ja in den letzten 10 Jahren günstiger geworden sind, sondern die Einstellung der Spieler.
Muss ich dir absolut zustimmen. Ich kenn genug Personen die sich ihre Spiele auch nicht für 5€ kaufen würden. Die sagen einfach, warum sollten sie 5€ zahlen wenn sie stattdessen nichts zahlen könnten.
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

Kajetan hat geschrieben:Alles andere (DRM, juristischer Druck) führt nicht zu einem Umsatzanstieg, sondern zu einer immer weiter voranschreitenden Entfremdung zwischen Kunden und Anbietern, die eine solche Strategie verfolgen.
Woran machst Du das fest? Hast Du da Untersuchungen zu dem Thema? Oder nur persönliche, anektodische Eindrücke?
:wink: