Ubisoft - Mögliche DRM-Weiterentwicklung

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Metal777
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So nicht Vandyre!

Beitrag von Metal777 »

Ich stimme Mindflare meinen 'Forumbegleiter' zu, denn Verzicht ist da dann
die Alternative ohne böses Blut. Und heute gibs soviel Werbung, das wohl
kaum jemand sagen kann, ich kenne was nicht, wenn mich der Bereich
zum Beispiel Computerspiele interessiert. Und die 1 Million Downloads
zeigen nur, das nicht Robin Hood sondern die Panzerknacker wieder mal
erfolgreich waren. Genau, die von Disney. Ich find die sympathisch, solange
die immer die Verlierer bleiben. Denn Dagobert hat es sich nunmal verdient.

Und wenn du Milchmädchenrechnung sagst, dann kannste das auch gleich
zu deiner These aufstellen, das man sich das Spiel kauft. Davon kenne ich
nicht genug Leute, aber genug die sich die Arbeit machen, den Schrott sich
anders zu besorgen. Denn Spiele sind Luxus, und jemand der es nicht hat,
der ist nicht 'IN'. Denk mal darüber nach.

PS:
Michel Foucault ist unter anderem ein Analyst, aber keiner der sein
geistiges Eigentum versucht zu schützen. Er würde heute anders denken.
Vandyre
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Re: So nicht Vandyre!

Beitrag von Vandyre »

Metal777 hat geschrieben:Und wenn du Milchmädchenrechnung sagst, dann kannste das auch gleich
zu deiner These aufstellen, das man sich das Spiel kauft. Davon kenne ich
nicht genug Leute, aber genug die sich die Arbeit machen, den Schrott sich
anders zu besorgen. Denn Spiele sind Luxus, und jemand der es nicht hat,
der ist nicht 'IN'. Denk mal darüber nach.
Warum sollte ich eine solche Rechnung aufstellen, die genauso humbug ist. Ich bin nicht naiv. :wink: Zu spielen habe ich oben etwas geschrieben.
Und vielleicht solltest du meine Einstellung nochmal genau unter die Lupe nehmen. Dann fällt dir bestimmt was auf.
Metal777 hat geschrieben: Michel Foucault ist unter anderem ein Analyst, aber keiner der sein
geistiges Eigentum versucht zu schützen. Er würde heute anders denken.
Tja, das werden wir wohl nie erfahren. Ich stimme aber dagegen. :wink:
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Metal777
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Nochmal so nicht Vandyre!

Beitrag von Metal777 »

Wieso,

du schreibst doch ein Spiel ist 'IN', also wirds gedownloadet und dann
vielleicht gekauft. Aber eben nur, wenn es auch möglich ist, dank
'Panzerknacker' es zu spielen. Also haste dir doch Gedanken
gemacht. Warum muss ich deine Einstellung unter die Lupe nehmen?
Entweder du schreibst verständlich oder es wird nachgefragt. Aber so wie
ich das sehe, schiebste den Big Bossen den schwarzen Peter in die Schuhe.

Aber deine Rechnung geht nicht auf.
Den längeren Atem haben die ehrlichen Käufer, nicht die unehrlichen Schwarz-
kopien
-Sammler. Denn die Ehrlichen gehen jetzt zu Recht auf die Barrikaden,
während Ubisoft weiter die Schuld bei den SK-Sammlern findet.
Also kauft der ehrliche Käufer es nicht (bisher keiner von denen ich kenne
besitzt ein DRM-Game) und wird auch nicht von Ubisoft zur Rechenschaft
gezogen werden können.

Und dein Zitat:
Außerdem schaffen die Cracker und die "nicht-legal-aus-dem-Netz-Zieher"
Arbeitsplätze. Oder glaubt ihr, sonst hätte sich eine solch riesige Industrie
entwickeln können?

Link für dich: http://de.wikipedia.org/wiki/Video_Game_Crash

Aber vielleicht wird es schon bald auch anders laufen:
Wir verdienen kein Geld mit Spielen, werden wir eine Abmahnwelle
starten. So wie gerade bei den Music-Downloads. Und dann habe ich ein
Grinsen für den SK-Sammler.

PS:
Es gibt keine Begründung 'für warum weshalb' man Spiele braucht.
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Lee Ermey
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Beitrag von Lee Ermey »

Vandyre hat geschrieben:
Mindflare hat geschrieben:
Vandyre hat geschrieben: Tjoa, mal scharf überlegen: warum genießen die Jungs und Mädels gerade so einen Status? Ganz einfach: es ist der Robin Hood-Faktor. Sie "klauen" von den Reichen und geben es den Armen.
Wenn es doch mal so wäre. Leider "geben" sie es zum Großteil den Geizigen und Faulen. Zudem sind Games ja nun wirklich keine Notwendigkeit zum Leben, sondern purer Luxus. Wer an diesem Luxus teilhaben will, soll sich gefälligst auch dran beteiligen! Verzicht ist immer die faire Alternative. Das läuft leider nur dem Anspruchsdenken einiger Leute zuwieder.
Der Bezug zu Robin Hood war sicherlich ein wenig überzogen und mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
Das Games purer Luxus ist würde ich so nicht unterschreiben. Sicherlich ist Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf wichtigere Grundbedürfnisse. Aber die Funktion des Spiels wird in der heutigen Zeit unterschätzt. In einer Gesellschaft, in der es anscheinend nur noch darum geht, Leistung zu erbringen, ohne Rücksicht auf andere und die Welt zu agieren, da kann eine Ablenkung nicht schaden. Es scheint mir diesbezüglich auch nicht verwunderlich, dass digitale Spiele einen besonders hohen Stellenwert genießen. Wo sonst kann an sich so "machtvoll" fühlen. Und dazu gehört es dann vielleicht auch, sich den Regeln und Gesetzen zu widersetzen.
Mein Motto ist auch "Verzicht statt kopieren/saugen". Aber der Kapitalismus ist nunmal nicht fair, warum sollte man also dem System gegenüber fair sein? :wink: Ich kann solche Leute verstehen, auch wenn ich ihre Einstellung nicht teile. Aber prinzipiell freut es mich, wenn Geldhaie nicht das bekommen, was sie gerne hätten. Nur leider trifft es auch immer "unschuldige", in diesem Fall die Entwickler. Die können meist am wenigsten dafür und bekommen den ganzen Dreck von den Publishern ab. Denn wenn der Rubel nicht rollt, werden sie einfach geschossen. :roll:
armoran hat geschrieben:Und WENN mal jemand diesen Leuten entgegen kommt bekommen sie von selbigen doch eh einen Arschtritt verpasst Confused

Ich erinnere mich da an die Sonderaktion von "World of Goo" bei dem die Leute bezahlen konnten was das Spiel ihnen Wert war, und da gab es doch wirklich welche die die Frechheit besaßen nur 1 Cent zu bezahlen und zusätzlich das auch wie eine coole Phrase in den Foren bekanntzugeben... bei sowas kriegt man wirklich das kotzen Evil or Very Mad

Es gibt sicherlich Piratengruppen die das ganze mit dem Robinhood Gedanken verknüpfen, und genauso gibt es Raubkopierer die zuviel "denken", sich unfair behandelt fühlen und Gewissen Leuten eins auswichen wollen... aber machen wir uns doch nichts vor, das ist eine gewaltige Minderheit die kaum in einer Statistik auftauchen würde und die meisten Raubkopierer/Piraten sind nichts anderes wie Parasiten die einfach nur haben und nichts geben wollen Laughing
Das ist der Kerngedanke des Kapitalismus! Jeder denkt nur an sich und sein eigenes Portemonnaie, alles andere ist zweitrangig. Nur auf seinen Vorteil bedacht sein, die anderen können bleiben wo der Pfeffer wächst. Dieser Gedanke wird doch von oben vorgelebt. Warum sollten die "Kleinen" das anders handhaben?
Nun ersetz mal Raubkopierer/Piraten in deinem letzten Satz durch Manager/Firmenbosse. Der Satz ergibt mindestens genausoviel Sinn und gefällt mir persönlich besser. 8)
BRAAAGGHHHHFFFFFFFBLLLLLÖRKS - sorry, ich musste mich nach einigen Äußerungen erst einmal gepflegt übergeben *würg* - zum Glück habe ich in diesem Thread den Eimer gleich neben meinem Rechner stehen lassen, pure Vorsichtsmaßnahme.

Klar - "Games" sind in unserer Gesellschaft fast schon "NOTWENDIG" zum überleben, und der ganze Robin Hood Vergleich: "EIMER WO BIST DU? IST NOCH PLATZ?"

Sorry, wenn sich die "armen" Opfer unserer "schlimmen" Gesellschaft irgendwie ablenken müssen - dann doch nicht mit Videospielen!? SELBSTVERSTÄNDLICH sind Videospiele purer Luxus, genauso gut könnte man eine gepflegte Runde Schach spielen, oder eins der tollen Brettspiele die von Herrn Luibl empfohlen worden sind kaufen - Spaß für die ganze Familie mit ECHTEN sozialen Kontakten. Oder Sport anyone? Fußball, Volleyball oder Handball - schonmal gehört sowas!?

Und wer behauptet hier, jede Raubkopie die verhindert wird ist automatisch ein verkauftes Spiel? ICH NICHT. Es geht um die bereits von meinem Vorredner erwähnten "Faulen" und "Geizigen" - die die einfach EINE von BEIDEN Alternativen nutzen: WENN es eine Raubkopie gibt, nehm ich die - wenn nicht kauf ichs mir halt Original. Und genau von der Sorte gibt es unwahrscheinlich viele Idioten da draußen.

Nochmal zum Mitschreiben:

WENN es eine Raubkopie gibt, nehm ich gerne diese gratis Variante - ansonsten kauf ich es mir, das Spiel ist zu gut und interessiert mich zu sehr.

DAS sind die Typen die die Verkaufszahlen merkbar, aber definitiv nicht exorbitant nach oben korrigieren werden.

Die Übrigen, die das Spiel einfach so aus "Spaß" raubkopieren und sonst überhaupt nicht kaufen wollen - haben sowieso keinerlei Anrechte, tauchen in keiner Bilanz auf und belasten lediglich die immer größer werdende Server-Infrastruktur und die technischen Rahmenleistungen, die die meisten Games heute für die Käufer zur Verfügung stellen.

Im Grunde geht es sogar um einen ungewöhnlich "fairen" Punkt im Kapitalismus: Es geht nicht "nur" um den Gewinn, der lediglich leicht gesteigert wird, man bringt auch noch im gleichen Atemzug den Müll raus - und der fängt bekanntlich irgendwann mal an zu stinken.

Das Gefühl von Gleichheit und Fairness gegenüber den zahlenden Kunden, die Integrität der Spieler untereinander muss gewährleistet sein - weil es einfach keinen Spaß macht sich von diesem "Gewürm" auf der Nase rumtanzen zu lassen, auch noch mit ihnen zu spielen, aber selber der "dumme" Ehrliche zu sein.
Vandyre
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Re: Nochmal so nicht Vandyre!

Beitrag von Vandyre »

Metal777 hat geschrieben: du schreibst doch ein Spiel ist 'IN', also wirds gedownloadet und dann vielleicht gekauft.
Nein, ich habe geschrieben, dass ein Game erst dann "In" ist , wenn es x-Mal gezogen wurde und dass es vielleicht beim nächsten Mal (gemeint war ein Nachfolger) gekauft wird. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. :wink:
Metal777 hat geschrieben:Also haste dir doch Gedanken gemacht. Warum muss ich deine Einstellung unter die Lupe nehmen? Entweder du schreibst verständlich oder es wird nachgefragt. Aber so wie ich das sehe, schiebste den Big Bossen den schwarzen Peter in die Schuhe.
Ich mache mir immer recht viele Gedanken, auch wenn ich gerade nicht genau weiß, auf was du dich damit genau beziehst. Natürlich sind die Bosse der Firmen schuld, dass teilweise immer absurdere KS-Systeme an den Mann/die Frau gebracht werden. Wer soll denn sonst dafür verantwortlich sein? Die Leute, die es illegal ziehen? Nö, die saugen immer: ob mit oder ohne Kopierschutz. Die warten halt auf den Crack. Für die ändert sich nichts. Aber der ehrliche Kunde, der schaut in die Röhre, weil er sich mit den KS rumplagen muss.
Wenn ich da was zu sagen hätte, würde ich doch schauen, dass ich Kaufanreize schaffe und nicht noch potentielle Kunden vergraule.

Ich habe weiter oben geschrieben, dass ich selber nicht sauge sondern verzichte. Ich biete aber mal einen anderen Blick auf die Dinge, die andere für selbstverständlich halten. Nur darauf einzugehen ist ja blöd. Es könnte einem eine andere Sicht der Dinge bieten und das schöne Weltbild könnte ins wanken geraten.
Sauger sind doof, Publisher sind toll. So einfach ist es nicht. Es gibt kein schwarz/weiß. Beide sind nur auf ihren Vorteil aus.
Metal777 hat geschrieben:Aber deine Rechnung geht nicht auf.
Den längeren Atem haben die ehrlichen Käufer, nicht die unehrlichen Schwarz-
kopien
-Sammler. Denn die Ehrlichen gehen jetzt zu Recht auf die Barrikaden,
während Ubisoft weiter die Schuld bei den SK-Sammlern findet.
Also kauft der ehrliche Käufer es nicht (bisher keiner von denen ich kenne
besitzt ein DRM-Game) und wird auch nicht von Ubisoft zur Rechenschaft
gezogen werden können.
Welche Rechnung? Ich habe doch selber keine aufgemacht.
Natürlich gehen die Käufer zurecht auf die Barrikaden. Der Käufer hat in einer Marktwirtschaft schließlich immer recht bzw. sollte immer recht haben. Das ist bei den Unternehmen aber nur noch nicht angekommen. Aber a) streiken die Käufer anscheinend noch nicht zahlreich genug und b) bei zu wenig KS-Systemen.
Wenn sie die SK-Sammler, wie du sie so schön nennst, packen, habe ich da auch keinen Stress mit. Dann hat der Einzelne ein Problem. Das wird aber nichts an dem Filesharing-Phänomen (mit illegalen Spielen) ändern. Auch Musik und Film wird noch kräftig getauscht. Die Abmahnwelle hat diesbezüglich nicht viel gebracht. Dann schon eher das verbesserte Angebot mancher Anbieter.
Metal777 hat geschrieben:Und dein Zitat:
Außerdem schaffen die Cracker und die "nicht-legal-aus-dem-Netz-Zieher"
Arbeitsplätze. Oder glaubt ihr, sonst hätte sich eine solch riesige Industrie
entwickeln können?

Link für dich: http://de.wikipedia.org/wiki/Video_Game_Crash
Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Es sollte riesige Kopierschutz-Industrie heißen.
Aber was hat jetzt der Crash mit illegalen Kopien zu tun? Kann das Argument bei Wikipedia nicht wirklich entdecken. Und selbst wenn wäre es nur ein Punkt unter mehreren. Es ist auch nichts ungewöhnliches, wenn ein Markt mal zusammenbricht. Es geschieht vielleicht nicht mehr so häufig, da es Finanzspritzen gibt. Siehe z. B. Abwrackprämie. Aber irgendwann geht es halt nicht mehr nach oben. Und je höher man ist, desto tiefer kann man fallen.
Metal777 hat geschrieben:PS:
Es gibt keine Begründung 'für warum weshalb' man Spiele braucht.
Hast du schon Literatur zu dem Thema gelesen? Ich schon. Ich empfehle dir das Buch Homo Ludens von Johan Huizinga. Da wird sehr schön beschrieben, welche Funktion das Spiel hat. Wir sind nämlich keine Bienen oder Ameisen, die pausenlos arbeiten, zwischendurch mal Nahrung zu uns nehmen und uns ausruhen. Warum ist die Unterhaltungsindustrie wohl so vielfältig und riesig? Selbst die alten Römer wussten schon, dass das Volk neben Brot auch Spiele brauchte.

@Lee Ermey
Du solltest mal einen angemessenen Ton an den Tag legen. Wenn du nicht auf einer vernünftigen Ebene diskutieren kannst, dann ist das dein Problem. Auf dieses Niveau begebe ich mich sicherlich nicht.
Lee Ermey hat geschrieben:WENN es eine Raubkopie gibt, nehm ich gerne diese gratis Variante - ansonsten kauf ich es mir, das Spiel ist zu gut und interessiert mich zu sehr.

DAS sind die Typen die die Verkaufszahlen merkbar, aber definitiv nicht exorbitant nach oben korrigieren werden.
Es gibt mindestens genauso viele, die ein Spiel wegen eines Kopierschutzes im Regal stehen lassen. Es wäre statistisch sicher interessant, das mal auszuwerten.
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Metal777
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So nicht Teil 3, Vandyre!

Beitrag von Metal777 »

Jetzt stellt sich die entscheidene Frage:

Wem willst du mit deiner Meinung die Augen öffnen? Ich vermute mal
den normalen Nutzer von Spielen. Den dieses Klientel gibt den Big Bossen
ja das Geld, auch wenn böser Kopierschutz dabei ist.

Dann das Wort 'IN'. Müssen wir mal genauer definieren. Ein Spiel ist 'IN'
wenn man viel Werbung und ein breites Publikum anspricht, viele Magazine
ihre 90% zücken und viele Leute darüber reden. Demnach ist dein 'IN' ein
Wortgebrauch aus der Sauger-Szene, anders kann ich mir das nicht erklären.

Zum Thema Publisher sind toll. Kaum einer schreibt der Kopierschutz ist
toll. Man beachte mal die Kommentare zu den DRM-Spielen hier bei 4Players
oder Amazon. Das reicht denke ich.
Und die Verkaufszahlen spiegeln nicht die Zahlen wieder, ob der Kunde
zufrieden ist. Denn dieses Exemplar wird nicht abgezogen, wenn es
zurückgegeben wird. Und meist sind Spiele-Rankings plattformunabhängig.
Von daher warten wir mal ab was als Budget dann wieder kommt.

Wenn du es nicht überlesen hast, wurde gesagt, der Heimcomputer ist
besser als ein Konsole, dieser hatte aber die Möglichkeit zu vervielfältigen.
Dank Datasette und Floppy konnte nun eine Schwarzkopie-Szene entstehen,
welche dann mit der Grund waren, weshalb der Markt wegbrach.

Und dein Vergleich bleibt aussagelos, wenn du Spiele und Brot von früher
mit heute vergleichst. Denn was hindert die Schwarzkopie-Szene, alte
Spiele ohne Kopierschutz zu spielen? Nichts.

Gerade passend zu Abmahnwelle: Hat nichts gebracht? Allein eine
Rechtsanwaltskanzlei hat in Deutschland 2009 60.000 zu je knapp 700 Euro
abgemahnt und verdient. Und da alles derzeit rechtlich undurchsichtig ist,
haben die sehr gut verdient.

PS:
Ohne Videospiele keine Schwarzkopie der Szene, und alle sind zufrieden. :idea:
Chaffi
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Beitrag von Chaffi »

Was DRM im allgemeinen angeht..ja es ist totaler Mist aber für mich eine logische Reaktion der Entwickler.

Alles was gesichert werden kann,kann auch wieder entsichert werden.
Und wo ist etwas sicherer als auf dem Haus eigenen Server???

Die Szene für illegale Downloads ist riesig und an die Leute die es nicht tun,werden die games dann fleissig verteilt.
Ebend jene wollen dann ein Spiel kaufen was mit DRM gesichert ist obwohl gerade die dazu beigetragen haben das DRM existiert.

UND DA MÜSSEN SICH VERDAMMT VIELE SCHULDIG BEKENNEN!!!
90% der Leute mit Rechner die ich kenne haben mindestens schon 1 gebranntes oder gecracktes Spiel auf dem PC gehabt.Wobei es sich da nicht um ein Highlight handeln musste.

Und die die sich nichts aus dem Netz saugen??und schön alles kaufen?
Genau,die sind die angearschten und meinen das es die falschen erwischt.
RICHTIG!!!

Ich bin SPD Wähler und die CDU is an der macht und kenn genug die drüber meckern aber nicht wählen waren.

TUT doch was gegen diese olle Szene.

Naja..ubisoft wird da nicht alleine bleiben...es werden früher oder später noch genug Entwickler nachziehen,die erkennen das so lang ein Spiel zu 100% auf dem PC ist,gecrackt werden kann.
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Sir Richfield
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Re: So nicht Teil 3, Vandyre!

Beitrag von Sir Richfield »

Metal777 hat geschrieben:Wenn du es nicht überlesen hast, wurde gesagt, der Heimcomputer ist
besser als ein Konsole, dieser hatte aber die Möglichkeit zu vervielfältigen.
Dank Datasette und Floppy konnte nun eine Schwarzkopie-Szene entstehen,
welche dann mit der Grund waren, weshalb der Markt wegbrach.
[/quote]
Und gleichzeitig wurde der PC Markt stärker.

Will man das überspitzen, dann könnte man sagen, dass Kopien den PC Markt an sich erst ermöglicht haben.
Was nicht einmal falsch wäre, denn wenn man nicht kopieren könnte, könnte man auf dem PC nicht arbeiten. Das werden diejenigen, die sich ein Ipad für mehr als auf der Couch liegen und Browsen kaufen, noch merken.

Videospiele auf dem PC wurden dadurch stark, dass man sie kopieren konnte. Das "Problem" hat die Branche also seit sie existiert. Dennoch hat sie es geschafft, eine Sparte mit Milliarden Umsätzen zu werden. Weshalb das Geheule vom Untergang so lächerlich klingt.
Würden Kopien tatsächlich den enormen Schaden anrichten, der behauptet wird, dann hätte es nie einen PC-Spielmarkt gegeben. Dann wären die Entwickler, die damals in der Tat ihr eigenes Geld und ihre Freizeit für ein Spiel geopfert haben alle direkt verhungert oder hätten was anderes gemacht.

Natürlich wird heute scheinbar (Ich weise an dieser Stelle immer gerne darauf hin, dass mir die Bedeutung des Wortes durchaus bewußt ist!) mehr kopiert, weil der Vertriebsweg einfacher geworden ist. Betrachtet man das allerdings im Verhältnis, sollte sich nichts geändert haben. Damals gab es auch weniger Nutzer. Absatzzahlen, die heute als totaler Verlust gewertet werden, hätten damals zu Schlaganfällen vor Freude gesorgt, hätten wohl die Anzahl der Spieler weltweit übertroffen.
Natürlich werden diese Zahlen ebenfalls dadurch relativiert, dass man die Spieler dazu gebracht hat, immer mehr auf die Grafik zu achten, denn auf das Gameplay oder das Design. Nur ist Grafik mit das teuerste an einem Spiel. Ein Teufelskreis, den ausgerechnet Nintendo wieder zu durchbrechen scheint. (Das NES/Famicom hat nach dem Crash wieder für "Vertrauen" in den Konsolenbereich gesorgt) Die Wii hat im Vergleich lächerliche Grafik. Dafür hat sie aber auch beide großen Konsolenhersteller rechts überholt.

Natürlich jammert Nintendo auch. Der DS dominiert den Handheld Bereich. Trotzdem geht Nintendo mit aller Gewalt gegen die RS4 Karten Hersteller vor und behauptet, der Markt für DS Spiele sei um 50% eingebrochen.
Letzteres kann ich mir gut vorstellen, denn schlimmer als die Wii wird er mit einer Flut von miesen third party Spielen überschwemmt, die irgendwann wirklich einfach keiner mehr kaufen will.
Das ist dann aber weder Nintendos Schuld noch die der RS4 Module.

Der einzige Indikator, den man zur Zeit hat scheint die PS3 zu sein, weil Kopien da allem Anschein nach nicht stattfinden. Ergo müssten die Publisher an den PS3 zahlen messen können, was ein gutes Spiel ist und was nicht.
Ich müsste mich mal einlesen, ich höre aus der Richtung so wenig.
Auf dem PC funktioniert das auch, was schlecht ist, wird nicht gekauft. Aber in dem Markt kann man sich ja auf Kopien rausreden.
Solange es noch genug Deppen gibt, die ein Gothic bis zum Break-Even vorbestellen, habe ich aber von beiden Seiten aus kein Vertrauen in irgendwelche Zahlen.

Weshalb ich Ubisoft viel Erfolg mit dem KS wünsche. Sollten die irgendwann mal einen brauchbaren erschaffen haben, fällt eine Ausrede weg und die Spiele werden dann nur noch nach Qualität bewertet.
(Für mich gehört dann ein ausfallender AuthServer mit dazu. Bzw. für mich nicht, denn ich kaufe ein Spiel mit einem so empfindlichen KS nicht.)
Vandyre
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Re: So nicht Teil 3, Vandyre!

Beitrag von Vandyre »

Metal777 hat geschrieben:Jetzt stellt sich die entscheidene Frage:

Wem willst du mit deiner Meinung die Augen öffnen? Ich vermute mal
den normalen Nutzer von Spielen. Den dieses Klientel gibt den Big Bossen
ja das Geld, auch wenn böser Kopierschutz dabei ist.
Das hast du sehr richtig erkannt. Die Spieler sollen mal über das Ganze nachdenken. Sie sollen sich mal Gedanken darüber machen, was an einem Kopierschutz (z. B. mit Onlineaktivierung) alles dranhängt.
Ich habe kein Problem damit, wenn jemand Ks generell unterstützt. Ich will auch keinen von meiner Meinung überzeugen. Was ich rüberbringen möchte ist, dass die Leute nachdenken, dass für und wider abwiegen und sich dann entscheiden, statt einfach (mehr oder weniger) blind der Argumentation der Publisher zu folgen.
Die Spieler haben die Macht, und diesen Fakt sollten sie sich mal vor Augen führen anstatt zu sagen, dass sie eh nichts an der situation ändern kann. Das es nicht immer einfach ist, ist schon klar. Man muss halt, wenn man etwas möchte, bereit sein, sich dafür einzusetzen.
Metal777 hat geschrieben:Dann das Wort 'IN'. Müssen wir mal genauer definieren. Ein Spiel ist 'IN'
wenn man viel Werbung und ein breites Publikum anspricht, viele Magazine
ihre 90% zücken und viele Leute darüber reden. Demnach ist dein 'IN' ein
Wortgebrauch aus der Sauger-Szene, anders kann ich mir das nicht erklären.
Dass meine Argumentation nicht wasserdicht ist, ist mir schon klar. Schließlich habe ich keine Zeit, mich in einem Forum so intensiv damit auseinander zu setzen. Wie oben schonmal geschrieben, versuche ich alternative Denkansätze aufzuzeigen. Wenn die aber komplett ignoriert werden, mit dem Argument, dass sie falsch seien, dann lasse ich es demnächst. Einfach mal versuchen, sich darauf einzulassen und darüber nachzudenken.
Metal777 hat geschrieben:Zum Thema Publisher sind toll. Kaum einer schreibt der Kopierschutz ist
toll. Man beachte mal die Kommentare zu den DRM-Spielen hier bei 4Players oder Amazon. Das reicht denke ich.
Und die Verkaufszahlen spiegeln nicht die Zahlen wieder, ob der Kunde
zufrieden ist. Denn dieses Exemplar wird nicht abgezogen, wenn es
zurückgegeben wird. Und meist sind Spiele-Rankings plattformunabhängig.
Von daher warten wir mal ab was als Budget dann wieder kommt.
Viele sind der Meinung, dass die Publisher im Recht sind, ihre Produkte zu schützen. Dem stimme ich auch zu. Die Frage, die sich stellt ist doch, wo die Schmerzgrenze liegt. Haben sich viele bei Bioshock wegen dem KS beschwert, hat Ubi dafür gesorgt, dass fast der gleiche KS bei Alpha Protocoll bedenkenlos akzeptiert wird. Wie kann das sein?
Meine Meinung ist, dass die absolute Schmerzgrenze erreicht ist, wenn ein Offlinespiel online aktivieren werden muss.
Und ich schreibe es gerne nochmal: die Publisher sollten sich überlegen, wie man zusätzliche Kaufanreize schaffen kann, anstatt die Käufer immer mehr zu beschränken. Das schafft nämlich keine vertauensvolle Basis. Denn Kopierschutz betrifft nur die kaufbaren Produkte, nicht die illegalen. Es ist doch paradox, dass die unehrlichen Käufer weniger Probleme haben.
Metal777 hat geschrieben:Wenn du es nicht überlesen hast, wurde gesagt, der Heimcomputer ist
besser als ein Konsole, dieser hatte aber die Möglichkeit zu vervielfältigen.
Dank Datasette und Floppy konnte nun eine Schwarzkopie-Szene entstehen,
welche dann mit der Grund waren, weshalb der Markt wegbrach.
Das habe ich gestern abend wirklich überlesen. Aber wie du schon schreibst: es war ein Grund unter vielen. Es hauptsächlich daran festmachen zu wollen ist naiv.
Metal777 hat geschrieben:Und dein Vergleich bleibt aussagelos, wenn du Spiele und Brot von früher
mit heute vergleichst. Denn was hindert die Schwarzkopie-Szene, alte
Spiele ohne Kopierschutz zu spielen? Nichts.
Wenn du dich auf meine Kommentare beziehst, dann bleib auch bitte beim Thema. Du meintest, Spiel hätte keinerlei Funktion. Ich behaupte das Gegenteil und verweise auf ein Buch. Auf einmal kommst du mit Schwarzkopien um die Ecke. Wie passt das zusammen?
Metal777 hat geschrieben:Gerade passend zu Abmahnwelle: Hat nichts gebracht? Allein eine
Rechtsanwaltskanzlei hat in Deutschland 2009 60.000 zu je knapp 700 Euro
abgemahnt und verdient. Und da alles derzeit rechtlich undurchsichtig ist,
haben die sehr gut verdient.

PS:
Ohne Videospiele keine Schwarzkopie der Szene, und alle sind zufrieden. :idea:
Was hat die Abmahnwelle gebracht, außer dass sich einige eine goldene Nase verdienen. Hat das Saugen aufgehört? Gibt es keine illegalen Vervielfältigungen mehr im Netz? Nein! Es wird immer noch fröhlich gesaugt. Ein Grund ist doch, dass sie es gar nicht wirklich eindämmen wollen. Denn dann würden sie nicht hauptsächlich auf die "Sauger" jagt machen, sondern auf die Leute, die illegale Kopien ins Netz stellen. Und das geschieht kaum bis gar nicht. Warum? Weil die Unternehmen einen Nutzen daraus ziehen. Man beachte mein 2. Foucault-Zitat. Die Mehrheit wird kontrolliert, und zwar immer restiktiver. Einige "schwarzen Schaafe" werden "bekehrt" Das ist es was zählt. Die Unternehmen wissen doch, dass sie nicht wirklich Herr über die Schwarzkopie-Szene werden können.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Chaffi hat geschrieben:Was DRM im allgemeinen angeht..ja es ist totaler Mist aber für mich eine logische Reaktion der Entwickler.
Der Publisher! Dem Entwickler macht die Implementierung eines KS meist mehr Probleme als das "einfache" erstellen eines Spieles. Die Zeit könnte er sinnvoller nutzen.
Zudem sind die Entwickler vom Publisher abhängig und nicht direkt vom Kunden. Die machen also, was der Publisher sagt.
Alles was gesichert werden kann,kann auch wieder entsichert werden.
Und wo ist etwas sicherer als auf dem Haus eigenen Server???
Solange der Server mit dem Client eine Verbindung eingeht und die Daten ausgetauscht werden, sind die genauso wenig sicher als wenn Du sie auf dem Client direkt mitinstallierst.
Sicher sind die Daten nur, wenn sie auf einem Offline Server liegen.
Blöderweise wird hier die Sicherheit des Publishers höher gewertet als die Sicherheit des Kunden.
Denn was ist für die Stabilität einer Software unsicherer, als noch mehr Störfaktoren (Hier: Internetverbindung, Stabilität Server, etc.) einzubauen?
Die Szene für illegale Downloads ist riesig und an die Leute die es nicht tun,werden die games dann fleissig verteilt.
Ebend jene wollen dann ein Spiel kaufen was mit DRM gesichert ist obwohl gerade die dazu beigetragen haben das DRM existiert.
Ich bringe da gerne wieder CapComs Beispiel: Die haben völlig ohne Not ein permanent Online DRM auf einem PS3 Spiel eingebaut.
Zu glauben, die Kopierer wären alleinverantwortlich ist ein wenig zu kurz gedacht. Zu DRM führte auch der Glaube, dass irgendwann ein KS gefunden wird, der Kopien verhindert. Das ist Wunschdenken und wird über kurz oder lang zu einem weiteren Einbruch führen, da immer mehr Resourcen darauf verschwendet werden.
UND DA MÜSSEN SICH VERDAMMT VIELE SCHULDIG BEKENNEN!!!
90% der Leute mit Rechner die ich kenne haben mindestens schon 1 gebranntes oder gecracktes Spiel auf dem PC gehabt.Wobei es sich da nicht um ein Highlight handeln musste.
Dich natürlich ausgeschlossen, hmm?
Und die die sich nichts aus dem Netz saugen??und schön alles kaufen?
Genau,die sind die angearschten und meinen das es die falschen erwischt.
RICHTIG!!!

Ich bin SPD Wähler und die CDU is an der macht und kenn genug die drüber meckern aber nicht wählen waren.
Ja, soweit richtig, aber:
TUT doch was gegen diese olle Szene.
Was soll den Käufer denn gegen die Szene tun? Mehr kaufen? Das schickt zur Zeit das falsche Signal an die Publisher, denn die glauben dann, dass der Kunde diese Maßnahmen will, fühlen sich bestätigt.
Du hast als normaler Kunde nur einen Einfluss auf den Publisher, nicht auf Deinen Nachbarn, der kopiert.
Wenn Dich der KS stört, dann kaufe das Spiel nicht und teile dem Publisher mit, warum Du es nicht gekauft hast. Wähle mit Deinem Geld.
Nichts hätte Ubisoft besser mitteilen können, dass sie auf dem Holzweg sind als eine absolut beschissene Absatzzahl für Assassin's Creed 2 in der Zeit, in der das noch nicht gecrackt war. Dann wäre überdeutlich angekommen "Der Kunde möchte das nicht".
Naja..ubisoft wird da nicht alleine bleiben...es werden früher oder später noch genug Entwickler nachziehen,die erkennen das so lang ein Spiel zu 100% auf dem PC ist,gecrackt werden kann.
Ubisoft zeigt doch gerade sehr schön, dass ein Spiel auf zu 80% auf dem PC sein und trotzdem gecrackt wird.
Genug Energie eines Crackers vorausgesetzt kann jedes MMO simuliert werden. WoW Freeshards gibt es zu hauf.
Ich hoffe eher, dass die Publisher irgendwann mal erkennen, dass sie den Kampf gegen die Windmühlen nicht gewinnen können* und damit anfangen wieder Energie in die Qualität der Spiele zu stecken.
Von mir aus dürfen die großen Publisher auch zu den Konsolen gehen. Dass sie das noch nicht getan haben zeigt, dass im PC Markt noch genug Geld steckt, mit oder ohne Kopien.

*Übrigens hatte schon Miguel de Cervantes mit Plagiaten zu kämpfen. Seine Antwort war dann der zweite Teil des Romans, in dem die Hauptfigur sich über das Plagiat lustig macht.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

ich möchte eben allerdings anmerken von jemandem aus der Branche gehört zu haben, dass jeder Crack der nicht 0-day
vorliegt schon ein Gewinn (finanzieller) für den Publisher darstellt.

Es gibt wohl genug Leute die einfach keine Woche auf einen Crack warten können und es sich dann zähneknirschend doch kaufen.

Im Grunde stimmt natürlich, dass man mit einem KS nur den Kunden gängelt und man es sich früher oder später immer kopieren kann.

Aber "später" kann eben aus der Sicht des Publishers schon ein finanzieller Erfolg sein.
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

4P|Zierfish hat geschrieben:ich möchte eben allerdings anmerken von jemandem aus der Branche gehört zu haben, dass jeder Crack der nicht 0-day
vorliegt schon ein Gewinn (finanzieller) für den Publisher darstellt.

Es gibt wohl genug Leute die einfach keine Woche auf einen Crack warten können und es sich dann zähneknirschend doch kaufen.

Im Grunde stimmt natürlich, dass man mit einem KS nur den Kunden gängelt und man es sich früher oder später immer kopieren kann.

Aber "später" kann eben aus der Sicht des Publishers schon ein finanzieller Erfolg sein.
Behauptungen können viele angestellt werden. :wink: Es kann ja auch durchaus sein, dass der Umsatz in den ersten Tagen dadurch gesteigert werden kann. Aber dies muss man in Relation setzen: zum einen zu den Gesamtverkäufen. TRichter hat hier oder in einem anderen Thread angemerkt, dass sich die Gesamtumsätze durch einen Kopierschutz eben nicht signifikant erhöht haben. Zum anderen müssen die gesteigerten Umsätze mit den Kosten in Bezug setzen, die durch den Kopierschutz entstanden sind und evtl. zusätzlich entstehen. Wie allgemein bekannt sein dürfte ist Umsatz /= Gewinn! Gerade im Falle von Ubi scheint der Punkt nicht unerheblich zu sein. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass die Serverwartung sich derart rentiert. Die Offlinespiele generieren ja keinen zusätzlichen Umsatz, wie es bei Onlinespielen der Fall ist.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

das man hier auch immer für dumm verkauft werden muss...

natürlich weiß ich, dass Gewinn = Umsatz - Kosten

und es soll nur als Denkansatz dienen! Ich kann nicht beweisen, dass es so ist, aber der Publisher selbst hat sicherlich viel weitreichendere Daten welche er nutzen kann um Thesen aufzustellen.

Oder lasst es mich so formulieren:
Wenn ein KS keine nachweisbare! Gewinnsteigerung ergibt, dann nimmt kein Publisher der Welt den Imagerückgang in Kauf. Das würde kein Investor durchgehen lassen.
Es gibt in der Wirtschaft nur selten schlecht begründete Entscheidungen. Das leistet man sich nicht wenn Mrd von € auf dem Spiel stehen!

Und ich behaupte jetzt sogar dreist, dass jeder Publisher ein paar Leute im Team hat die klüger sind als die meisten hier.
vegaVII
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Beitrag von vegaVII »

Lee Ermey hat geschrieben:Ich bins jetzt echt langsam Leid.

Klar - UBI die große "Spionagefirma" will alles wissen, von der Farbe meiner Unterhose bis zur Tamponmarke meiner Freundin.

Sicher - ich bin aus der "Branche", weil ich nicht mit dem Strom der Vollidioten schwimme und mich nicht am allgemeinen "Schulterklopfen" beteilige - genau DESWEGEN bin ich eine elende "Verrätersau" die keine Gnade mit den Kleinkindern kennt die hier ihren Bullshit von sich geben und alles gratis wollen.

Ich wäre ja schon froh, wenn die Leute die hier entweder einen ziemlich großen Migrationshintergrund haben, oder einfach zu viel mit zocken illegaler Kopien beschäftigt sind um einigermaßen verständliches Deutsch zu verfassen, merken würden wie dumm sie eigentlich sind, und wie groß das Brett vor dem eigenen Kopf ist.

Jetzt kommt man schon mit Verschwörungstheorien und redet sich den Mist so lange ein, bis man ihn selber glaubt: UBI ist das BÖSE, UBI ist der totale Schrott *Schulterklopf* UBI will uns alle ausspionieren.

Ich kann echt nur hoffen, dass UBI in Zukunft TOP SPIELE produziert, die wirklich mit Qualität und Inhalt überzeugen können, und das alle ehrlichen Kunden in den Genuss derselben kommen können - OHNE sich mit raubkopierenden Halbaffen herumzuschlagen, die in ihrem Leben nichts gelernt haben außer auf alles zu schimpfen was ihren lächerlichen Machenschaften einen Strich durch die Rechnung macht.

Ich kann nur hoffen das UBI den DRM auch ENDLICH mal auf Konsolen einbaut, die sowieso fast immer automatisch online gehen wenn man sie eingeschaltet hat, um den ganzen Müll rauszukegeln der auf PSN und XBL nur die Partys und den Chat verseucht.

Ich stelle mir gerade heimlich lächelnd vor, wie "geil" es wäre einfach mal ein paar Anwälte auf dieses Forum anzusetzen, die bei der Staatsanwaltschaft die Herausgabe der IP Adressen einzelner Autoren die sich hier eindeutig als "Kopier-Kinder" geoutet haben zu verlangen und mal ein Ermittlungsverfahren in die Wege zu leiten.

Spätestens wenn Mami und Papi dann mehrere Jahresgehälter gepfändet werden, der "Spaß" ein Ende hat und man bemerkt das es zu Hause nur noch Selters statt Sekt zu trinken gibt, werden auch die letzten Heuler merken das es so nicht weitergeht.

Scheinbar bewahrheitet es sich einmal mehr: Nur durch Schaden wird man klug, Vernunft? Fehlanzeige!

Es gibt genug Plattformen wie 4Players und andere Online- und Printmagazine um sich umfassend zu informieren ob ein Spiel das richtige für ihn ist. Zusätzlich werden von der Industrie zu fast allen Toptiteln auch noch spielbare Demos, Videos oder gar ganze Betatests veranstaltet.

UND, damit auch der letzte DEPP noch zufrieden ist: Gamestop nimmt sämtliche Games ohne Begründung innerhalb einer Woche wieder zurück. Das Gleiche gilt rein rechtlich für den Online Versandhandel.

Mir fällt eigentlich keine weitere Steigerung mehr ein, außer den "Gamern" noch Zucker in den Hintern zu blasen und 2 Fächersklaven einzustellen - aber "irgendwie" würde das zu weit gehen.

Wem also nach dieser ganzen "Prozedur" ein Spiel gefällt - der darf dann gerne in den Laden gehen und es sich kaufen, oder er lässt es einfach bleiben. Aber nur weil ein Titel persönlich als "Durchschnitt" deklariert wird, einfach zu kopieren ist ein NO GO.

Ich persönlich möchte keine Koexistenz mit Dieben und/oder Raubkopierern auf der gleichen Onlineplattform haben. Ich möchte diesem gesellschaftlichen Geschwür weder bei XBL noch bei PSN am anderen Ende meines Headsets beim "prollen" zuhören, weil ich ehrliche Menschen mit einem Hirn zwischen den Ohren bevorzuge.



junge geh mal an die sonne...wie du abgehst.
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

4P|Zierfish hat geschrieben:das man hier auch immer für dumm verkauft werden muss...

natürlich weiß ich, dass Gewinn = Umsatz - Kosten

und es soll nur als Denkansatz dienen! Ich kann nicht beweisen, dass es so ist, aber der Publisher selbst hat sicherlich viel weitreichendere Daten welche er nutzen kann um Thesen aufzustellen.
Das wollte ich damit sicherlich nicht unterstellen. :wink: Aber der Denkansatz, den du bringst, gleicht ziemlich dem der Publisher. Ich verweise nunmal auf einen anderen Denkansatz hinzuweisen, der dem etwas entgegen steht.
4P|Zierfish hat geschrieben:Oder lasst es mich so formulieren:
Wenn ein KS keine nachweisbare! Gewinnsteigerung ergibt, dann nimmt kein Publisher der Welt den Imagerückgang in Kauf. Das würde kein Investor durchgehen lassen.
Es gibt in der Wirtschaft nur selten schlecht begründete Entscheidungen. Das leistet man sich nicht wenn Mrd von € auf dem Spiel stehen!
Da wäre ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Mein BWL-Prof sagte damals mal in einer Vorlesung, dass viele Unternehmen auf die absurdesten Züge aufspringen, weil sie befürchten, einen wichtigen Trend verpassen zu können. Da wird nicht großartig analysiert, was das bewirken kann, sondern da wird gesagt: die machen das auch, da müssen wir auch hin.

Ich nenne mal ein paar Beispiele, um diese These zu unterstreichen:
1. Ich habe sehr früh in meiner kaufmännischen Ausbildung gelernt, dass es günstiger ist, Kunden zu halten als Neukunden zu gewinnen. Nun muss man nur auf den Handy-, Telefon-, Internetmarkt schauen. Die Unternehmen unterbieten sich permanent mit Angeboten, Stammkunden sind die Gelackmeierten, weil sie die besseren Konditionen nicht bekommen. Die sind nämlich nur für Neukunden. Das die sich damit die Stammkunden vergraulen ist doch wohl logisch. Vielleicht liege ich auch falsch, aber meine Logik sagt zu dem Verhalten: das kann wirtschaftlich nicht gesund sein.
2. Der Trend, immer mehr in günstigen Ländern zu produzieren, sollte jedem bekannt sein. Ich habe schon in einem Unternehmen gearbeitet, die genau so gehandelt haben. Ein Großkunde drängte sogar darauf, die Produktion nach Asien auszulagern, weil dort günstiger produziert werden kann. Das Problem: die Arbeitskräfte sind nicht dementsprechend geschult, die Produktionsanlagen entsprechen oft nicht den Standards oder müssen gar neu gekauft und aufgebaut werden. Dies wird natürlich gemacht, aber daraus entstehen horrende Kosten. Facharbeiter, die in D gebraucht werden, werden zu Schulungszwecken in die ausländischen Produktionsanlagen geschickt. Weitere Kosten entstehen. Das beste kommt aber noch: Trotz der Schulungen und trotz der Produktionsalnagen wird massenweise Ausschuß produziert. Es gibt "tonnenweise" (etwas übertrieben) Reklamationen. Kunden beschweren sich etc.
Es hat sogar dazu geführt, dass einige Konzerne (uch glaube Siemens war einer) ihre Anlagen in Asien wieder geschlossen haben, weil sie sich nicht rentiert haben.
3. Es werden billigere Materialien genommen in der Hoffnung, dass es der Kunde nicht merkt. Damit werden vielleicht Kosten gespart, aber dadurch sinkt häufig auch die Qualität. Der Imageverlust oder der wirtschaftliche Schaden kann dadurch aber enorm werden. Siehe z.B. Toyota. Auch ein ICE-Unglück (war es Eschede?) soll, soweit ich das richtig im Kopf habe, konnte darauf zurückgeführt werden, das qualitativ schlechtes Material eingesetzt wurde, in der Hoffnung, dass schon nichts passieren wird.
EDIT hat noch ein Beispiel parat: Ein Großhandelsbetrieb für u. a. LKW-Teile hatte Unternehmensberater im Haus, die Vorschläge zur Umsatzsteigerung unterbreiten sollten. Sie kamen zur folgenden Maßnahme: stellt gutaussehende Frauen als Auslieferfahrer ein, um den Kunden einen Kaufanreiz zu bieten. Nun möchte ich mal sehen, wie diese (wahrscheinlich zierlichen) Frauen mit >30Kg-Produkten zurecht kommen, die sie irgendwie zum Kunden bringen müssen.
Entscheidungen können sicherlich gut begründet sein und oft sind sie es auch. Die Kunden müssen ja von den Maßnahmen überzeugt werden. Ob sie darüber auch wirksam sind steht auf einem anderen Blatt. Es muss nicht die Regel sein, dass schlechte Entscheidungen getroffen werden. Dass (anscheinend immer mehr) Unternehmen Rekordverluste einfahren, Insolvenz anmelden müssen oder sich immer häufiger nur durch Kredite über Wasser halten können, kann aber nicht nur durch die Kosten der Arbeitnehmer begründet werden. Aber genau darauf läuft es in den meisten Fällen hinaus: Tausende von Menschen stehen auf der Straße, weil einige Firmenbosse die falschen strategischen Entscheidungen getroffen haben. Die Bosse sind nicht die dummen, sondern der "einfache" Angestellte/Arbeiter.

Nun wieder zum Kopierschutz: ich habe in meinem letzten Post bereits ein wenig dazu erwähnt. Es entstehen zusätzliche Kosten, die durch die Verkäufe nicht zwangsläufig wieder aufgefangen werden können. Das mag hier und da klappen, aber da halte ich einfach mal dagegen, dass es auch ohne Kopierschutz blendende Verkäufe gegeben hätte. Gute Qualität verkauft sich nunmal blendend.
Mir scheint, der Blick der Unternehmen (siehe auch Beispiele oben) ist zu sehr auf a) niedrige Kosten und/oder b) gesteigerter Umsatz gerichtet. Über Folgen- oder Nebenkosten wird aber nicht zwangsläufig nachgedacht. Oft hängt nämlich ein Rattenschwanz dahinter.
Die Gründe müssen nicht immer rational sein: es wurde ja schon genannt, dass ein KS das Gewissen der Investoren beruhigt. Ein weiterer Grund ist, das ist zumindest meine Meinung bei Onlineaktivierungen, das Daten übertragen werden, für die die Publisher viel Geld hätten investieren müssen (z. B. durch beauftragte Marktanalysen). Das ist natürlich Spekulation und ich meine nicht zwangsläufig persönliche Daten. Siehe z. B. Steam, die in regelmäßigen Abständen Statistiken über Hardware der Spieler veröffentlichen. Und Ubi wird auch nicht nur aus Gründen des Kopierschutzes permanentes Online-Sein verpflichtend gemacht haben.
4P|Zierfish hat geschrieben:Und ich behaupte jetzt sogar dreist, dass jeder Publisher ein paar Leute im Team hat die klüger sind als die meisten hier.
Da stimme ich dir 100%ig zu. Ob diese Personen aber immer an den richtigen Stellen stehen/sitzen wage ich aber mal zu bezweifeln. :wink: