Das bezog sich nicht auf Geld oder Umrechnungskurs, sondern darauf dass der Spielemarkt von damals und heute sich nicht mehr ohne weiteres vergleichen lässt.Milot hat geschrieben:Ganz ohne argumentativ stur antworten zu wollen, weshalb kann man das nicht mehr in einen Vergleich setzen?! Nur weil der Umrechnungskurs beachtet werden müsste?! 120 DM für ein Spiel waren damals schon viel Geld für ein Spiel, und das sind 60 Euro heute auch. Wo ist also da der springende Punkt, den du meinst?!
Damals war er gerade am boomen, im Vergleich zu heute aber eben noch nicht so groß. Normalerweise werden Produkte bei wachsendem Abnehmermarkt billiger (vgl. Automobilmarkt heute und vor 80 Jahren oder ganz generell Nischenprodukte), hier geht die Tendenz eher in die Gegenrichtung. Natürlich mag man nun dagegenhalten, dass Spiele auch aufwendiger produziert werden als früher, doch dieser Faktor wird normalerweise vom größeren Abnehmermarkt übertrumpft.
Es gibt bei Spielen sehr wohl auch objektive Faktoren um es zu bewerten, genau wie bei jedem anderen Produkt auch. Für was bräuchte man sonst so etwas wie Spielemagazine, man müsste ja eh immer nur sagen "Wertung nicht möglich, manchen könnte es gefallen". Selbstverständlich gibt es immer wieder Leute, die auf Trash abfahren, aber die kann man nicht als Maßstab nehmen. Ocarina of Time ist ein top Spiel, Tomb Raider: Legend ein recht gutes aber viel zu kurzes. Punkt.Milot hat geschrieben:Da hast du recht. Ocarina of Time war ein Spiel, das seinen Preis völlig rechtfertigte. Ich habe aber weder gesagt, dass so viel Geld für gute Spiele unverschämt ist, sondern gesagt, dass wir so viel Geld für ein gutes Spiel auch bezahlt haben. Dabei liegt die Definition von "ein gutes Spiel" jedermann selbst überlassen. Ein jener, der ohne Snooker 2007 nicht leben kann und es als die virtuelle Genialität schlechthin bezeichnet, kauft es sich. So auch bei Tomb Raider.
Es gibt ja keinerlei Infos dazu wie dieser Service aussehen wird. Vielleicht stellt Sony ja auch nur eine einfache zentrale Plattform zur Verfügung, die Server für das eigentliche Onlinespiel stellt dann immer der Spielehersteller. Oder sogar die Spieler selbst, das immer einfach einer als Host fungiert.Milot hat geschrieben:Okay, da hast du auch recht. Doch nehmen wir als Beispiel das als kostenlos proklamierte Online-Gaming von Sonys Playstation3. Falls es wirklich so kommen sollte, dass Sony einen kostenlosen Onlinedienst zur Verfügung stellt, würde ich mich bei einem Pro Evolution Soccer 7 inkl. Onlinefunktion nicht davon abschrecken lassen, 70 Euro zu zahlen. Natürlich begründe ich das auf die Tatsache, dass PES ein geniales Spiel ist, doch auch anhand der massigen Serviceleistungen, die Sony durch seine Sever, die nötige Infrastruktur usw. bereitstellt, könnte man doch freundlicherweise als Spieler annehmen, dass ein Teil der 70 Euro dazu dienen, diese Leistungen auch für die Zukunft aufrechtzuerhalten. Was sagst du dazu?!
Dass sie sich Host-Serverfarmen wie bei einem MMORPG hinstellen darf ja wohl stark bezweifelt werden, denn das ist einfach kostenlos nicht machbar.
Nicht zuletzt kann die Aussage, dass der Onlineservice kostenlos ist, genauso gut bedeuten, dass er das nur in einer abgespeckten Version ist. Sowas wird ja marketingtechnisch häufig vertuschelt.
Die Spiellänge hat, so würde ich mal behaupten, wenig mit der Hardware zu tun. Vielleicht mit der Speicherkapazität des Mediums, aber da kann im Zweifelsfall auch mehrere einsetzen.Milot hat geschrieben:Nun, leider ist die Hardware, neben der Software, nicht nur ein springender Punkt bei der Zufriedenstellung mancher Kunden, sondern auch wichtiger Faktor für das Untetrnehmen selbst. Fortschritt durch Technik stärkt, könnte man meinen, den Eindruck, dass sich ein Konsolenhersteller darum bemüht, sein Image aufrechtzuerhalten, mit der Zeit zu gehen quasi. Desweiteren bedeutet bessere Hardware in vielen Fällen sogar bessere Software (Achtung! Ich sage nicht es bedeutet in allen Fällen), generell also mehr Leistung für mehr Inhalt. Wenn Metal Gear Solid 4 oder Halo 3 mit einer Spielzeit von 20 Stunden plus auftrumpfen, dann hat es sicherlich damit zu tun, dass es die Hardware erlaubt. Desweiteren würde ich nicht, ganz neutral eingenommen, behaupten, Sonys Technik wäre unreif. Im Vordergrund, bevor ich die Konter gebe, wäre es ganz interessant, weshalb du Sonys Technologien als unreif bezeichnest.
Die Rechnung mehr Power = bessere Grafik = mehr Spielspaß ist meines Erachtens ebenso eine Milchmädchenrechnung. Ich hatte noch mit keinem ultra-realistischen Rennspiel so viel Spaß wie mit Mario Kart auf dem SNES, und neuere Spiele mit Massen an Tastenbelegungen sind häufig für Einsteiger sowieso nur abschreckend (siehe Super Smash Bros- super simpel und der absolute Kassenknüller).
Im Endeffekt ist ja das Problem, dass ein gewisses Klientel ständig bessere Technik, ausgefuchstere Steuerungen etc. fordert. Dieses Klientel mag derzeit das Haupklientel sein, aber meines Erachtens ist es auch die Konzentration auf dieses Klientel, welche neue Kunden abschreckt. Und deshalb muss die unsättigbare "Leistungsgeilheit" dieser Kunden auf Dauer eben nicht mehr zu bezahlen, da neue Kunden fehlen.
Die Technik der PS3 halte ich für unausgereift, da sie bis dato praktisch noch kaum eingesetzt wurde. Das gilt für die Cell-CPU gleichermassen wie für Blue-Ray. Sony hat bis heute anscheinend noch keine funktionierende finale Edition der PS3, will aber in wenigen Monaten releasen (woran ich nicht glaube, Stichwort Hinhaltetaktik). Da geht MS mit bewährter PC-Architektur und DVD-Laufwerk meines Erachtens den besseren Weg.
Ich erwähne aber nochmals, dass ich weder 360 noch PS3 besitze und mir auch keines der beiden Geräte zulegen werde. Hardware und Spiele sind einfach zu teuer und bereiten mir in der Regel nach kurzem Staunen über die Grafik keinen Spaß mehr.
