Ubisoft: Der Hardcore-Spagat

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MSentis
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Beitrag von MSentis »

Hank Loose hat geschrieben:Wer will denn bitte das? Und warum checken die das nicht? Zugänglichkeit bedeutet Verwässerung. Wenn ich als Künstler einen Stil habe und damit Gewinn erziele, dann ist doch alles super. Aber nein, die gierigen Aktionäre wollen noch mehr Renditen haben. Als Künstler würde das bedeuten: Kurzfristig Profit, aber langfristig unterminiere ich mein Lebensziel. Die Stones sind noch auf der Bühne, ein DJ Bobo wird mit 60 Jahren allerhöchstens noch ein Supermarkt eröffnen dürfen... und dieser wirtschaftlicher Trend wird von allen Propheten gepredigt: Laaaaaangsamer gesunder Wachstum. Das mit dem schnellen Wachstum ging doch gerade erst voll in die Hose ....
Das Problem an den Stones ist aber, dass sie leider nicht wissen, wann gut ist, und sich langsam mal zur Ruhe begeben sollten.
Manche Leute wissen einfach nicht, wann gut ist, und wollen einfach immer mehr Geld scheffeln. Gibt genügend Beispiele, schau dir zum Beispiel Johannes Heesters an.
Der Grund, warum die Stones so erfolgreich sind, ist, dass ihr Erfolg und Durchbruch in einer Zeit fußte, in der es weniger Konkurrenz als heute bzw. zur zeit von DJ Bobo gab. Ferner waren sie stilprägend, sprich sie haben etwas Neues erschaffen. Die Leute, die sie heute an sich binden, sind überwiegend die alten Fans, neue kommen sicher dazu, aber es gibt sicher mehr Alte als Neue.
Dass Bobo mit 60 nur Supermärkte eröffnen wird, liegt auch in der Art seiner Musik und dem immer schneller fortschreitenden gesellschaftlichen Wandel. Der Mensch wird heute kulturell erschlagen, so viele Möglichkeiten bieten sich ihm und so viele Genres und Fusionen dieser gibt es. Man könnte sagen, dass er die falsche Musik zur falschen Zeit spielte. Außerdem ändern sich die Geschmäcker heute schneller als früher, woran nicht zuletzt die Omnipräsenz der Medien verantwortlich ist.

Und genau das lässt sich ebenfalls auf die Wirtschaft umprägen (Ich bin vom Fach, von daher kann man mir da Kompetenz zugestehen): Die Gesellschaft wird von Tag zu Tag schneller, Bedürfnisse ändern sich von einem Moment zum anderen. Genau deswegen ist es so schwer, einen langfristigen und stetigen Wachstum zu erreichen.
Das Ganze gestaltet sich in Metieren, die sich auf elementare Dinge festlegen, wie Versorgung mit Medikamenten, Nahrung, Strom und Wasser als einfacher, weil hier immer ein Bedarf bestehen wird, dessen Nachfrage gedeckt sein muss. Jeder Mensch isst Brot und hat irgendwann Kopfschmerzen, dass wird auch die nächsten Jahre so sein.
Technologische Sektoren aber hingegen sind eben dem oben angesprochenen Wandel unterworfen, Musikgeschmäcker ändern sich, ebenso veraltet Technologie und (muss) durch neue ersetzt werden. Hier eine marktdominante Position zu erlangen ist relativ schwer, denn nur wer sich schnell auf die Bedürfnisse des Marktes einstellen kann, wird letztendlich überleben (siehe die Dotcom-Blase).
Wir sind momenaten an einem Scheideweg, einem Weg zwischen Core und Casual. Und die Weichen sind, so schaut es momentan aus, auf Casual gestellt.
Jedoch stellen die Cores noch immer einen nicht unerheblichen Teil der Käuferbasis da, die man ebenfalls ansprechen möchte (und sei es rein der PR wegen). Das Problem ist hier jedoch, dass zum einen prozentual weniger Käufer angesprochen werden, zum anderen jedoch auch, dass Corespiele i.d.R. mehr Ressourcen verschlingen als Casualspiele.
Rein vom wirtschaftlichen Standpunkt her lohnt sich Casual mehr, ist es doch Mainstream und ermöglicht so höhere Gewinne. Es stellen sich daher zwei Fragen: ist ein langfristiger, stetiger im Spielesektor möglich? Und: will ich das überhaupt?
Davon ausgehend, dass Casualspiele für einen kurzfristigen Wachstum, oder besser, einen schnelleren Gewinn stehen, so kann man sagen, dass man momentan eher davon absieht, langfristig am Markt zu sein.
Aber hier kommt ein weiterer Faktor ins Spiel, nämlich das es durchaus möglich ist, das aus kurzfristigen Gewinnen letzten Endes langfristiger wird. Dann nämlich, wenn man als Unternehmen immer auf die Kunden bzw. die Käufermasse reagiert und so für den Markt entwickelt und publiziert. (Am Rande: Ubis DRM schießt katastrophal vorbei daran)

Und die momentane wirtschaftliche Lage anderer Industrien lässt nicht immer Rückschlüsse auf andere Zweige zu. Die deutsche Autoindustrie wird in den nächsten Jahren erhebliche Umsatzeinbußen und Verluste hinnehmen müssen aufgrund der Abwrackprämie. Allerdings wurde ein kurzfristiger Gewinn erzielt.
Das lässt aber keinen Rückschluss auf die Situation der Spielebranche zu. Im Gegenteil: Spielehersteller stellen Konsumgüter her, die kurzfristig unterhalten sollen. Autohersteller sollen langfristige Lösungen im Bereich der Fortbewegung ermöglichen. Sie müssen weniger schnell auf den Markt reagieren als die Spielehersteller.

Edit: Typo.
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Mindflare
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Beitrag von Mindflare »

Terminator10 hat geschrieben: glaubst du ernsthaft die aktionäre interessieren sich in irgendeiner weise an dem verkauften produkt? diese leute kommen nicht aus der branche, sie interessieren sich nicht für spiele, sie haben wahrscheinlich nicht mal eine ahnung wie das fertige produkt aussieht. sie interessieren sich nur an den balkendiagrammen und gewinnprognosen die in der alljährlichen aktionärsversammlung gezeigt werden. wenn ich aktien von Salzgitter kaufe weil die branche boomt interessier ich mich doch auch nicht unbedingt für stahlverarbeitung. :roll:
Ach die sind nicht aus der Branche?
Ich persönlich finde es immer sehr schwer, bei nichtdeutschen FIrmen herauszufinden, wer die Haupt-Shareholder sind. Wenn du da einen Link für mich hast, schaue ich gerne mal rein. Der Großteil hat sicherlich mehr Ahnung von den Marktbedingungen als 95% der Spieler. Bei denen hat immerhin fast jeder andere Vorlieben. Diese verstehen nämlich die Firmen genausowenig, wie es immer umgekehrt behautet wird.

Selbst wenn ein Teil der Investoren keine Ahnung von Games hat, sollte es auch in deren Interesse sein, dass sich Spiele gut verkaufen. Das finde ich nunmal einen absolut nachvollziehbaren Punkt.

@MSentis:
Schöner Text!
abandoned
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Beitrag von abandoned »

Mindflare hat geschrieben:
Terminator10 hat geschrieben: glaubst du ernsthaft die aktionäre interessieren sich in irgendeiner weise an dem verkauften produkt? diese leute kommen nicht aus der branche, sie interessieren sich nicht für spiele, sie haben wahrscheinlich nicht mal eine ahnung wie das fertige produkt aussieht. sie interessieren sich nur an den balkendiagrammen und gewinnprognosen die in der alljährlichen aktionärsversammlung gezeigt werden. wenn ich aktien von Salzgitter kaufe weil die branche boomt interessier ich mich doch auch nicht unbedingt für stahlverarbeitung. :roll:
Der Großteil hat sicherlich mehr Ahnung von den Marktbedingungen als 95% der Spieler. [...] Selbst wenn ein Teil der Investoren keine Ahnung von Games hat, sollte es auch in deren Interesse sein, dass sich Spiele gut verkaufen. Das finde ich nunmal einen absolut nachvollziehbaren Punkt.
für die analyse der marktbedingungen sind doch nicht die aktionäre zuständig. sondern die jeweiligen mitarbeiter der unternehmen. die aktionäre haben davon keine ahnung. was meinst du warum aktionäre der hypo-real-estate anlagen im 6 stelligen bereich verloren haben? weil der vorstandsvorsitzende auf der aktionärsversammlung den leuten die heile welt vorgespielt hat. dafür gibts genug beispiele. ich kanns nur nochmal sagen: der großteil der aktionäre die das unternehmen finanzieren hat von der eigentlichen materie keine ahnung und ist nicht am täglichen geschäftsleben beteiligt.
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sLiNg DaDdY rOb
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Beitrag von sLiNg DaDdY rOb »

RRRabbid/Gamer hat geschrieben:irgendwie erzählt Ubisoft hier ziemlichen....
naja, sagen wir, sie lügen irgendwie ein wenig :D

1. keine Super-Hardcorespiele mehr?
welche gehörten denn bis jetzt bitte dazu? xD

und 2. bei Conviction geht's nicht um's Schießen sondern um Taktik?
Schwachsinn! reden die wirklich von Conviction, oder von einem der alten Teile???!!
Sehe ich ähnlich, es gab kein spiel von Ubi soft was in meinen augen "hardcore" war.... der höchste schwirigkeitsgrad von Splintercell war villeicht etwas hardcore, allerdings hatte der leichteste wohl auch die ganz schlechten spieler bedient, warum was ändern? klappt doch alles.

Conviction war die demo recht kurz, später kann sich da noch tatik entwickeln besondern bei räumen mit vielen gegnern, das ablenken mit einem hilsmittel wärend 3 makiert sind einer davor ausgeschaltet wird und einer manuel getötet, ich glaub es bietet schon tatik, vorausgestz man spielt auch den ensprechenden schwirigkeitsgrad
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Asmilis
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Beitrag von Asmilis »

56er hat geschrieben:Warum bauen sie nicht einfach nen einfachnen "Casual" und nen Hardcore Schwierigkeitsgrad ins Spiel ein?
Ist doch shcon echt zum heulen, wenn die Etwickler solche einfach Stillmittel verkennen.
Der Schwierigkeitsgrad ist ja nun das mindeste. Wichtig sind vor allem die komplexität der Steuerungsmöglichkeiten und der Aufbau der Spielwelt.
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MisterFlames
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Beitrag von MisterFlames »

Und die ständigen Abstürze durch DRM tragen auch noch zum Schwierigkeitsgrad bei. :D

Spaß bei seite. Mir fällt auch erstmal kein "Hardcore" Game von Ubisoft ein, deshalb verstehe ich irgendwie nicht, warum unbedingt Ubisoft dieses Thema durchkaut.

Ubisoft legt in ihren Spielen meiner Meinung nach sehr viel Wert darauf, auch diejenigen anzusprechen, die sogut wie nie spielen, oder beim spielen nicht wirklich nachdenken wollen/können.

Viele Online spiele sind vieleicht von Natur aus "Hardcore", weil man sich mit gleichen Mitteln (mit Ausnahmen) mit anderen Messen muss.

Aber welches Spiel ist denn überhaupt noch "Hardcore"?
Ich denke da in erster Linie an kleinere Spiele, wie Little Fighter 2. Also oft Spiele, die in Richtung Arcade gehen. Auch Spiele mit offenen Ende haben potenzial, Hardcore-Spieler wirklich anzusprechen (ich bin da vor kurzer Zeit über Space Rangers 2 gestolpert :) )
Bei den großen Titeln sind es eigentlich nur Strategiespiele. Aber davon auch nur die wenigsten, wie Civ4. (viel mehr fallen mir da nicht ein.)

Generell denke ich beim Thema "Hardcore"-Spiele an Spiele, die sich nicht ohne weiteres durchspielen lassen. Wobei die Gegner aber nicht einfach 50 mal mehr aushalten, als der Spieler.

Grüße
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Jointorino
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Beitrag von Jointorino »

"Der Aspekt, den ich etwas heikel finde, ist, dass wir gewalthaltige Spiele machen. Das Drücken eines Knopfes ist halt eine Sache, aber wenn der Spieler das genau nachmachen soll, dann könnte das zu weit gehen. Es wirft einige interessante moralische Fragen auf. In Splinter Cell tötet man ja auch direkt mit der Hand, aber würden wir das wirklich mit Bewegungssteuerung machen wollen?"

Das ist der Grund warum sich Natal nicht für "Corespiele" durchsetzen wird... es sei denn es findet in den nächsten 2-3 Jahren ein gravierender moralischer Wandel in unserer Gesellschaft statt :roll:
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Messenjah
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Beitrag von Messenjah »

Ich mag das Wort "zugänglich" nicht, weil es so klingt, als ob man sein Spiel simplifiziert/verdummt. Ich halte Call of Duty für sehr zugänglich.
Made my day xD
Inari
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Beitrag von Inari »

Hank Loose hat geschrieben:Zugänglichkeit bedeutet Verwässerung.
Was genau meinst du mit "Verwässerung"? Vielleicht versteh ich dich richtig:

Zugänglichkeit hat in meinem Sprachgebrauch wenig bis nichts mit dem Schwierigkeitsgrad oder "dumbing down" (= Verwässerung?) von Spielen zu tun. Zugänglichkeit bedeutet für mich, dass die benötigten Spielinhalte (z.B. Interface und Storyerzählung) ausgereift sind und dem Spieler ingame (!) verständlich erklärt werden. Demon's Souls (DS) hat das beispielsweise ganz schlecht gemacht. Bei DS wird im Spiel nichts erklärt, das Handbuch ist ein schlechter Scherz und selbst mit Wiki-Erklärung bleiben elementar wichtige Spielinhalte wie Character Tendency und World Tendency sehr nebulös.

Wenn Spieleentwickler viel Wert darauf legen, dass der Spieleinstieg gut gelingt, ist ein Spiel für mich zugänglich. Blizzard ist hier für mich ein Paradebeispiel. Bei keinem Blizzardspiel hatte ich jemals eine externe Quelle benötigt, um spielwichtige Informationen zu erhalten - Diablo II bei einigen wenigen Character-Rechnern ausgenommen.

Zu viele Leute verwechseln leider "user friendliness" mit Vereinfachung der Spiele. Mir fallen die vielen fluchenden User in den Diablo III Foren ein, die sich über die Bestätigung der Einführung eines Auktionshauses echauffiert hatten. Diablo III würde für die "casuals", jeder könnte nun reich werden, keine Herausforderung mehr. Dabei war das alte Tradesystem einfach nur benutzerunfreundlich mit einer riesigen Einstiegsbarriere für neue Spieler. Mit einem gut umgesetzen Auktionshaus werden viel mehr Spieler im Handel partizipieren, was auch der vermeindlichen "Handels-Elite" zu Gute kommen wird, da mehr konsumiert und angeboten wird. Die Einführung des Auktionshauses ist mMn daher ein Gutes Beispiel für eine Verbesserung der Zugänglichkeit der Spielinhalte, die das Spiel bereichern, aber nicht "verwässern".

Was mich an Spielen derzeit stört ist, dass sie immer mehr "Wii-i-fiziert" zu werden scheinen. Damit meine ich: immer leichter, ja keine Herausforderung, keine Frustmomente durch schwere Passagen und keine Bestrafung bei Versagen. Das aktuelle (?) Prince of Persia, in dem man wohl nicht einmal sterben konnte, ist ein gutes Beispiel für viele lächerlich "dumbed down" Spiele. Solch Spiele boykottiere ich aber auch, weil sie mir keinen Spaß machen. Keine Herausforderung bedeutet auch: keine Befriedigung schwere Situationen gelöst zu haben.

Spiele wie die neuen alten Megaman Spiele (obwohl die mir schon nen Tick zu schwer sind) oder Demons Souls sind ein dringend benötigter Gegenpol für die vielen weichgespülten Walk-in-the-park-Spiele, die es heute immer öfter gibt.

Daher meine Forderung: komplexe, zugängliche, herausfordernde Spiele mit (bestenfalls) hohem Wiederspielwert und für den Preis entsprechende Spiellänge. Dann klappt es auch mit meinem Geldbeutel ;)
Hayab
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Beitrag von Hayab »

Was soll seiner Meinung nach Hardcore sein, dass man bei einen 3 Shooter mit dem Maus oder Pad die stellen wo man den Gegner treffen will aussuchen muss? Ist Casualgaming immer Autoaiming damit das Zielkreuz automatisch auf dem Kopf des Gegner wandert?
Oder mein er, ist ist einfacher, Schlauchleveln zu basteln, die einfacher und kostenguenstiger zu produzieren sind als offene und unbegrenzte Umgebung wo der Spieler mit zig hunderten NPCs interagieren kann, muss aber nicht?

Ich sehe das so. Der Wortlaut Casualgaming bezieht sich auf Produktionskostensenkung. Der Spielemarkt ist ein Hochprofitables Investment Segment. Man versucht die Produktionskosten zu senken bei gleichzeitigen Steigerung der Einnahmen. Das betrachtet man als Wachstum. Wir diese Wirtschaftsbranche ausgelutscht und als nicht mehr Wachstumfaehig betrachtet, koennen wir Spieler dann auf ordentliche und komplexe aber nicht zu ueberfordende Games hoffen. Solange unedlicher Profitwachstum von dem Investment in der Spielbranche erwartet wird, werden die Speiel nicht besser, eher das Gegenteil.

Und jetzt kommt mir nicht mit '' Die muessen auch Geld verdienen''.
Aus einer Zitrone kann man keine 10 L Saft auspressen, auch wenn viele BWL-Heinis das meinen.
KaisaOne
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Beitrag von KaisaOne »

Wenns soweiter geht spiel ich bald nur noch alte games die wenigst noch anspruch haben. is doch zum kotzen.
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sette07
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Beitrag von sette07 »

56er hat geschrieben:Warum bauen sie nicht einfach nen einfachnen "Casual" und nen Hardcore Schwierigkeitsgrad ins Spiel ein?
Ist doch shcon echt zum heulen, wenn die Etwickler solche einfach Stillmittel verkennen.
Das denke ich mir auch immer wenn ich so etwas lese. Leicht für die Mutti und schwer für Sohnemann, fertig. :)
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PabloCHILE
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Beitrag von PabloCHILE »

LoooL ! das is mein reden ^^ :^^:
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SoSchautsAus
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Beitrag von SoSchautsAus »

MisterFlames hat geschrieben:Mir fällt auch erstmal kein "Hardcore" Game von Ubisoft ein, deshalb verstehe ich irgendwie nicht, warum unbedingt Ubisoft dieses Thema durchkaut.
Die Rainbow Six-Reihe war mal hardcore. Aber durch Vegas ist dann genau das passiert, was nun vermutlich durch Conviction und Future Soldier bei SC und GR passiert: Der endgültige Kniefall vor dem Casualmarkt.
demon-chan hat geschrieben:
Hank Loose hat geschrieben:Zugänglichkeit bedeutet Verwässerung.
Was genau meinst du mit "Verwässerung"? Vielleicht versteh ich dich richtig:

Zugänglichkeit hat in meinem Sprachgebrauch wenig bis nichts mit dem Schwierigkeitsgrad oder "dumbing down" (= Verwässerung?) von Spielen zu tun. Zugänglichkeit bedeutet für mich, dass die benötigten Spielinhalte (z.B. Interface und Storyerzählung) ausgereift sind und dem Spieler ingame (!) verständlich erklärt werden.

[...]

Zu viele Leute verwechseln leider "user friendliness" mit Vereinfachung der Spiele.
Da stimme ich dir voll und ganz zu. Diesen kleinen aber feinen Unterschied verstehen viele nicht. Ein gutes Negativbeispiel hierfür sind die Spiele von Bohemia Interactive, also OFP (Cold War Crisis) und die ArmA-Reihe. Diese Spiele sind im Kern genial, wegen des einzigartigen Spielprinzips und eines taktischen Anspruchs, der die Bezeichnung "Hardcore" wirklich verdient. Aber um den Zugang zu diesen Spielen zu finden, muss man sich erst mal durch unübersichtliche Bedienung, lahmarschige Präsentation und unzumutbare Programmierfehler quälen. Wenn ich für eine Mission zehn Anläufe brauche, weil meine volle Aufmerksamkeit und absoluter Skill gefordert sind, dann ist das eine Herausforderung die ich gerne annehme. Wenn ich allerdings zehn Anläufe brauche, weil die Steuerung alles andere als intuitiv ist, die KI ständig versagt, das Speichersystem ein Witz ist oder der Schwierigkeitsgrad extrem schlecht ausbalanciert ist, dann ist das eher ein Armutszeugnis für die Entwickler. Allerdings sollte man das in gewissen Foren bzw in Gegenwart von gewissen Diskussionspartnern nicht laut aussprechen, sonst wird man sofort als Noob bezeichnet und man solle doch lieber Call of Duty spielen gehen. Diese Leute verstehen einfach nicht, dass Zugänglichkeit eben nicht zwangsläufig Verwässerung bedeutet.
Was mich an Spielen derzeit stört ist, dass sie immer mehr "Wii-i-fiziert" zu werden scheinen. Damit meine ich: immer leichter, ja keine Herausforderung, keine Frustmomente durch schwere Passagen und keine Bestrafung bei Versagen. Das aktuelle (?) Prince of Persia, in dem man wohl nicht einmal sterben konnte, ist ein gutes Beispiel für viele lächerlich "dumbed down" Spiele. Solch Spiele boykottiere ich aber auch, weil sie mir keinen Spaß machen. Keine Herausforderung bedeutet auch: keine Befriedigung schwere Situationen gelöst zu haben.
Es stimmt zwar, dass PoP sich in der Hinsicht nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. Aber zur Verteidigung des Spiels muss ich anmerken, dass offensichtlich der künstlerische Aspekt im Vordergrund stand. Wie ein spielbares Märchen. Jedenfalls wurde ich bei PoP wesentlich angenehmer für die spielerische Monotonie entschädigt als zB bei Assassins Creed.
Daher meine Forderung: komplexe, zugängliche, herausfordernde Spiele mit (bestenfalls) hohem Wiederspielwert und für den Preis entsprechende Spiellänge.
Die eierlegende Wollmilchsau. ^^

SSA
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crewmate
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Re: .

Beitrag von crewmate »

Linden hat geschrieben:Das ist wirklich ne Interessante Geschicht. Weil da kann Wiisports einpacken, wenn Natal das gut Umsetzt. Wobei ich das schon bissel derbe finden würde, wenn man sich von hinten an einen Gegner schleicht und man in echt die "ich brech dir dat Genick Digga" Handbewegung macht.
Und wenn Nintendo tot ist und Miyamotos Gedärme vom höchsten Baum baumeln ist alles wieder gut.
Dann können wir alle wieder ruhig schlafen. ^_^