Schweiz: 'Killerspiele' im Visier
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- Paxx_277
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@NiceStyle86 Verfassungsänderungen müssen immer vors Volk.. Abgestimmt wird also sowieso. Blos hat der Grossteil des Volkes wahrscheindlich noch weniger Ahnung von games als die Politiker.. Motion Allemann bezieht sich glaub ich auch nur auf wirklich schlimme Spiele wie ebe Manhunt (Welches sowieso Indiziert ist soweit ich weiss). Nun mal schauen, bis die das Durchhaben vergehen Jahre:P So langsam wie die Schweizer Politik ist..
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Duschkopf.
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david9210
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Word! Ganz genau meine Meinung. Dieses beschissene, undefinierte Bildartikel-Dreckswort - dass ist so unfair, weil wir alle wissen, dass die da oben genauso wie diese Pseudoreporter von ZDF keine Ahnung haben. Das Schlimme daran ist, dass sie es garnicht besser wissen wollen, die sind einfach nur hinter Einschaltquoten her oder versuchen Wähler zu beeindrucken, ohne dabei viel tun zu müssen. Es ist doch viel einfacher, ein Problem, dass keines ist, zu erfinden und so von den echten Problemen abzulenken.MiSee hat geschrieben:Überhaupt von Killerspielen zu sprechen finde ich eine Frechheit. Das haben sich die Politiker und Medien schön zurecht gelegt, damit der Pöbel, der keine Ahnung hat, weiß worum es geht. Das geht natürlich nicht ohne zu polarisieren und zu verallgemeinern... Schließlich ist der Begriff an sich schon höchst meinungsbildend und kein Stück neutral. Man spricht doch auch nicht von Killerfilmen, sondern von Action-, Krimi-, Horrorfilmen usw.Cromfell hat geschrieben:nach meinung der politiker alle spiele, in denen menschen gefahr laufen verletzt zu werden... oder gar schlimmeresmatfu2 hat geschrieben:Was bitte sind "Killerspiele"?
Nur Polemik, Polarisierung, Verallgemeinerung. Ich nenne sowas Propaganda.
> Traurig, dass sie damit auch noch durch kommen und von diesen beschissenen ZDF-Wichsern durch erlogene Argumente und bewusster, einseitiger Berichterstattung unterstützt werden!
- DrEDDDlokk
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Re: Sinnvolle Handlung
Klar, so definiert ist es an sich eine gute Sache. Weshalb das nötig ist, hab' ich ja live miterlebt, als sich bei meinem letzten Softridge-Aufenthalt 15-Jährige Knirpse God of War 3 kaufen wollten. Klar hat der Verkäufer zurückgepfiffen, aber die Eltern des Knirpses haben scheinbar per Telefon abgewunken und den Kauf zugelassen. Zwar passt Gewalt zu GoW und vor allem im neuen Teil ists ja herrlich frisch, Gegner im erhöhten Gewaltgrad auseinander zu nehmen und ihre inneren Organe zu lüften, aber sowas gehört nicht in Kinderhände - und wenns noch so erlaubt ist durch die Eltern.Xartsadrak hat geschrieben:Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann will man in der Schweiz genau das umsetzen, was es in Deutschland schon längst gibt, nämlich, dass "Killerspiele" nicht an Minderjährige (-> in der Schweiz auch 18?) verkauft werden dürfen.
In dem Bericht von http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/k ... 45495.html heißt es:
"Die Motion von Norbert Hochreutener (Bern, cvp.) möchte den Verkauf von Spielen mit gewalttätigem Inhalt an Kinder und Jugendliche verbieten."
Meiner Ansicht nach ist das eine sinnvolle Sache, ich finde es unverantwortlich, wenn sich ein 11 Jähriger legal ein "Alien vs. Predator"-Spiel kaufen kann!
Ich bin kein Psychologe, aber ich denke, dass sowas die Psyche eines Kindes schon beeinflusst und evtl. negative Einflüsse ausübt.
Auch dazu nimmt die o.g. Quelle Bezug:
"Man müsse bedenken, dass das Durchschnittsalter der Spieler bei 30 Jahren liege. Diese Spieler könnten sehr wohl unterscheiden zwischen realer und virtueller Welt"
Und weiter:
"sie [die 30 jährigen Spieler - Anm. d. V.] würden mit einem generellen [Kauf-]Verbot zu Unrecht bestraft."
Ich persönlich erachte die in der Schweiz eingeleitete Maßnahme daher für notwendig und auch sinnvoll.
Als Gedankenexperiment stelle man sich doch einmal vor, ein Politiker in Deutschland würde fordern, dass Zensuren wie die USK-Einstufungen für Filme und Spiele verboten gehöre und das auch ein 7 jähriger Anrecht auf Filme wie Saw oder Spiele wie Bioshock habe.
Den Ansturm der Entrüstung (auch in der Bevölkerung!) kann ich mir zumindest gut vorstellen...
Sauer aufstossen wirds dann erst, wenn die lieben Herren und Frauen Bundesräte ein System nutzen, dass der Indexierung nahe/gleich kommt und auch Online-Inhalte, wie z.B. Doom auf XBLA betrifft und vielleicht auch gleich ab dem Netz nimmt. Dann gehts nämlich auch um (unfreiwillige) Bevormundung von erwachsenen Zockern, und deswegen laufen hier die meisten Gamer schon Sturm.
Klar muss man sich mit einer neuartigen Unterhaltungsform auseinandersetzen und dessen Potentiale kennen und kontrollieren, aber ich hoffe schwer, dass diese Aufgabe (Definition Killerspiele etc.) an erfahrene Leute aus der Branche geht, die gut damit umgehen kann und Verständnis hat für das junge Medium. Damit eine Definition nämlich sowohl für den Kinderschutz förderlich ist und gleichzeitig die Freiheiten erwachsener Zocker nicht einschränkt, ist einiges an Hirnschmalz der entsprechenden Personen gefragt.
Naja, schauen wir mal wie sich unser Schweizer Volk entscheidet. Falls das Boot dann immernoch zu sinken droht, steht uns immernoch das Referendum zur Verfügung, wovon wir im Notfall garantiert gebrauch machen werden.
- D
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Minando
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Gewalttätigkeit ist ein Teil des menschlichen Wesens, wir alle müssen lernen sie zu kontrollieren, ja, aber sie VERBIETEN zu wollen ist reichlich weltfremd.
Die "Killerspiele" sind bei der "Aggro-Kontrolle" (man möge mir verzeihen) ein wichtiges Instrument, sie helfen auf unschädliche Weise Frust und Zorn abzubauen...wie ein Ventil.
Für aussenstehende (Politmenschen) sieht das hässlich aus, aber es ist letztendlich auch nicht hässlicher als ein Mund voll eingeschlagener Zähne.
Aber was passiert, wenn man -wie es sich die Schweitzer Politik so vorstellt- ein Ventil einfach zustopft, weil einem der Dampf nicht gefällt ?
Bumm.
Die "Killerspiele" sind bei der "Aggro-Kontrolle" (man möge mir verzeihen) ein wichtiges Instrument, sie helfen auf unschädliche Weise Frust und Zorn abzubauen...wie ein Ventil.
Für aussenstehende (Politmenschen) sieht das hässlich aus, aber es ist letztendlich auch nicht hässlicher als ein Mund voll eingeschlagener Zähne.
Aber was passiert, wenn man -wie es sich die Schweitzer Politik so vorstellt- ein Ventil einfach zustopft, weil einem der Dampf nicht gefällt ?
Bumm.
- HanFred
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kaum umsetzbar, definitiv nicht zielführend... ich hoffe, dass Allemann und Näf die SP viele stimmen kosten wird. ich wähle trotz meiner 31 lenze fast nur noch jungpolitiker. deren parolen sehen immerhin teilweise nach lösungsorienter politik aus und nicht nur nach wahlkampfaktionismus.
die motion Hochreutener finde ich nicht so tragisch, die motion Allemann ist hingegen an beschränktheit und naivität kaum zu überbieten. sie will die gameindustrie zum umdenken bewegen und glaubt tatsächlich, dass das auf diese weise möglich ist. ich sehe schon rote köpfe bei den grossen publishern, weil der rieeeeesige markt "schweiz" wegzubrechen droht.
die motion Hochreutener finde ich nicht so tragisch, die motion Allemann ist hingegen an beschränktheit und naivität kaum zu überbieten. sie will die gameindustrie zum umdenken bewegen und glaubt tatsächlich, dass das auf diese weise möglich ist. ich sehe schon rote köpfe bei den grossen publishern, weil der rieeeeesige markt "schweiz" wegzubrechen droht.
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johndoe820056
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Meinen persönlichen Spielekonsum wird das wohl kaum tangieren.
Was mich aber wirklich ärgert: Da redet man dauernd von irgendwelchen Murks-Sparübungen, aber für sowas (Amt das die Spiele prüft) hat man dann wieder Geld. Dabei hat selbst der Ständerat eingesehen, das solche Verbote mit Leichtigkeit via Internet umgangen werden können. Das alles auch gegen den Willen bzw. Empfehlung des Bundesrats. Nonsens im Quadrat!
Was mich aber wirklich ärgert: Da redet man dauernd von irgendwelchen Murks-Sparübungen, aber für sowas (Amt das die Spiele prüft) hat man dann wieder Geld. Dabei hat selbst der Ständerat eingesehen, das solche Verbote mit Leichtigkeit via Internet umgangen werden können. Das alles auch gegen den Willen bzw. Empfehlung des Bundesrats. Nonsens im Quadrat!
- Holy Conqueror
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- DrEDDDlokk
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Godwin 1, Hauptfeld 0. Setzten, Sechs.Hauptfeld hat geschrieben:Mit dem Verbot von "Killerspielen" begeben sich diese Politiker auf das gleiche schändliche Niveau wie die Hitler-Nationalsozialisten im dritten Reich. Denen passten damals bestimmte Bücher nicht, die sie dann verbrannt haben. Nichts aus der Geschichte gelernt. Setzen - sechs, liebe Politiker.
- D
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Rapidity01
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Ich glaube ihr überschätzt Die Verkäufe aus Österreich. Alle die ich kenne holen sich die Spiele nicht teuer aus Österreich sondern billig aus England.KaisaOne hat geschrieben:wenns soweiter geht wird Össi reich das reichste land auf erden nur durch video games xD
Gears of War hatte ich mir damals auch noch von den Ösis geholt aber mittlerweile bekommt man für das Geld 2 Spiele aus England.
Die Insel wird wohl eher mächtig davon profitieren.
