Schweiz: 'Killerspiele' im Visier

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Immaculate_Misconception
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Beitrag von Immaculate_Misconception »

Landungsbrücken hat geschrieben:
[...]es wäre zum Wohl des Volkes. Das mag in manchen Punkten stimmen...
Selbst das halte ich für ein Gerücht.^^ Jeder kämpft für sich allein. Bei Politikern ist das nicht anders.
johndoe817043
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Beitrag von johndoe817043 »

Was bitte sind "Killerspiele"?
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Pyrio
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Beitrag von Pyrio »

DayV3d hat geschrieben:PEGI einstufungen sind nich so hart wie die usk..
So kann man das auch nicht sagen, die haben nur andere Richtlinien nach denen sie bewerten. Assassin's Creed 2 is nach PEGI ab 18, die USK hat aber ab 16 vergeben. USK bewertet auch noch die Beweggründe und das ganze Setting mit. An sich finde ich die Bewertungskriterien der USK besser, wenn es nicht auch noch die Möglichkeit gäbe eine Einstufung zu verweigern...

Ne Frage zum Thema: War es bisher in der Schweiz legal, Spiele mit einer Einstufung ab 18 an Minderjährige zu verkaufen? Das sollte man meiner Meinung auch verbieten...
Hab da nicht ganz rauslesen können, ob sie den Verkauf generell verbieten wollen oder eben nur an Minderjährige.
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Cromfell
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Beitrag von Cromfell »

matfu2 hat geschrieben:Was bitte sind "Killerspiele"?
nach meinung der politiker alle spiele, in denen menschen gefahr laufen verletzt zu werden... oder gar schlimmeres 8O
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MiSee
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Beitrag von MiSee »

Cromfell hat geschrieben:
matfu2 hat geschrieben:Was bitte sind "Killerspiele"?
nach meinung der politiker alle spiele, in denen menschen gefahr laufen verletzt zu werden... oder gar schlimmeres 8O
Überhaupt von Killerspielen zu sprechen finde ich eine Frechheit. Das haben sich die Politiker und Medien schön zurecht gelegt, damit der Pöbel, der keine Ahnung hat, weiß worum es geht. Das geht natürlich nicht ohne zu polarisieren und zu verallgemeinern... Schließlich ist der Begriff an sich schon höchst meinungsbildend und kein Stück neutral. Man spricht doch auch nicht von Killerfilmen, sondern von Action-, Krimi-, Horrorfilmen usw.

Nur Polemik, Polarisierung, Verallgemeinerung. Ich nenne sowas Propaganda.
Tod_Well
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Beitrag von Tod_Well »

Es ist ja nicht so, dass in der Schweiz gleich ein Verbot inkraft tritt. Dazu müsste man zuerst eine neue Behörde eiberufen, anders gesagt die Verfassung müsste geändert werden. Dazu braucht man in der Schweiz ein Volksmehr (sowie Ständemehr, mindestens die Hälfte aller Kantone müssten zustimmen.)

genauere Infos findet ihr hier:
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/k ... 45495.html
psyemi
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Beitrag von psyemi »

klingt aber härter wie in deutschland. selbst einfuhr soll untersagt werden. heisst man macht sich strafbar wenn man sich spiele aus dem ausland bestellt oder im ausland kauft?
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Happyflow
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Beitrag von Happyflow »

Jazzdude hat geschrieben:Diese News sind zwar schon ne ganze Weile im Umlauf aber egal.


Ich finds schade. Die Neutrale Schweiz jetzt auch mit Staatszensur?
Da hoffe ich doch, dass Österreich so schlau ist und Killerspiele weiter erlaubt. Die machen nämlich nen schönen Exportumsatz von den ganzen Deutschen. Jedenfalls könn mir die Schweizer Regierungsheinis nun auch herzlich den Buckel küssen!

Verbot von Spielen bleibt für mich immer eine Erinnerung an die DDR (auch wenn ich da noch nicht gelebt hab, und wenn die Schweiz damit eig. herzlich wenig zu tun hat)
Solangs die BuPP gibt und ihn Österreich nur pädagogisch wertvolle Spiele an Eltern empfohlen werden kannst gift drauf nehmen :lol:
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Force_of_shadow
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Beitrag von Force_of_shadow »

Hehe war die Schweiz nicht das Land, in dem man nach dem Wehrdienst sein Sturmgewehr behalten kann :D ?

Das ist doch lächerlich...
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The SPARTA
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Beitrag von The SPARTA »

NEEEIIIN, hoffe als Schweizerbürger wird derartiges nicht Zustande kommen, z.g. gibt es noch eine Junge Partei die schon mitgesprochen haben, bis jetzt waren die aber auch nicht überzeugend :cry: Aaah...wenigstens die Import einkäufe sollte einem erlaubt sein, ansonsten wird alles per Steam oder Online Anbietern wie EA mit ihrem Download Manager geholt :evil:
Also echt diese Scheisse kommt mir bis da hoch. Ich würde sagen sobald das ganze Eintritt, hoffe ich dann auf denn Diktator Gaddafi, der soll mal das Land terrorisieren, anderst geht wohl nicht :x :x
TitsMcghehey
Beiträge: 679
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Beitrag von TitsMcghehey »

Ohja, wie ich die Unwissenheit dieser alten Politiker liebe. Noch nie ein Videospiel gespielt und alles was sie sehen ist ein Screenshot von Manhunt 2 (was übrigens ein interessentas Spiel ist). Story? Atmosphäre? Gameplay? Ne, alles wird reduziert auf eine sinnlose Zeitverschwendung ohne tieferen Sinn.

Wir müssen uns wohl noch eine Weile gedulden bis diese sterbende Generation im Parlament verschwindet und Spiele endlich als ernstes Medium wahrgenommen werden.
derdurd
Beiträge: 306
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Beitrag von derdurd »

Unsere politische Kultur ist wirklich grauenhaft. Da werden polemisierte Begriffe einfach in Gesetzen, Verträgen und Argumentationen eingebaut, als wären es hoch sachliche Bezeichnungen. Piraterie, Raubkopie, Killerspiele...

Unfassbar, wie mächtig Interessensgruppen sind. Das alles ist eine groß angelegt Gehirnwäsche. Raubkopie klingt nun mal viel dramatischer als Urheberrechtsverletzung...

Man muss sich das mal überlegen, da schaffen einzelne Gruppierungen einen populistischen Begriff, der jede Sachlichkeit entbehrt und die Politik übernimmt diese Polemik 1 zu 1 in die politische Debatte!

Im Fall von Killerspielen, kommt es gar aus der Politik. Wie kann man diesen Staat eigentlich noch ernst nehmen?

Es ist wirklich gruselig!
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Xartsadrak
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Sinnvolle Handlung

Beitrag von Xartsadrak »

Also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, dann will man in der Schweiz genau das umsetzen, was es in Deutschland schon längst gibt, nämlich, dass "Killerspiele" nicht an Minderjährige (-> in der Schweiz auch 18?) verkauft werden dürfen.
In dem Bericht von http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/k ... 45495.html heißt es:
"Die Motion von Norbert Hochreutener (Bern, cvp.) möchte den Verkauf von Spielen mit gewalttätigem Inhalt an Kinder und Jugendliche verbieten."

Meiner Ansicht nach ist das eine sinnvolle Sache, ich finde es unverantwortlich, wenn sich ein 11 Jähriger legal ein "Alien vs. Predator"-Spiel kaufen kann!
Ich bin kein Psychologe, aber ich denke, dass sowas die Psyche eines Kindes schon beeinflusst und evtl. negative Einflüsse ausübt.
Auch dazu nimmt die o.g. Quelle Bezug:
"Man müsse bedenken, dass das Durchschnittsalter der Spieler bei 30 Jahren liege. Diese Spieler könnten sehr wohl unterscheiden zwischen realer und virtueller Welt"
Und weiter:
"sie [die 30 jährigen Spieler - Anm. d. V.] würden mit einem generellen [Kauf-]Verbot zu Unrecht bestraft."

Ich persönlich erachte die in der Schweiz eingeleitete Maßnahme daher für notwendig und auch sinnvoll.
Als Gedankenexperiment stelle man sich doch einmal vor, ein Politiker in Deutschland würde fordern, dass Zensuren wie die USK-Einstufungen für Filme und Spiele verboten gehöre und das auch ein 7 jähriger Anrecht auf Filme wie Saw oder Spiele wie Bioshock habe.
Den Ansturm der Entrüstung (auch in der Bevölkerung!) kann ich mir zumindest gut vorstellen...
scorpion or monkey
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Beitrag von scorpion or monkey »

Das ist einfach nur populistisch, aber das kennen wir ja von unseren lieben Nachbarn, die wollen ihre Nation erziehen und eine veraltete Identität der Souveränität und Eitelkeit wahren. Eine solche Regierungsweise lässt wenig Platz für neue, fremde Kultur.

PS:Sind Steuersünder CDs eigentlich auch Killerspiele?
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NiceStyle86
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Beitrag von NiceStyle86 »

es wurde eben nicht nur die motion hochreutner (welche einen besseren jugendschutz fordert) sondern auch die motion allemann angenommen! diese zweite motion verlangt ein komplettes verbot dieser *killerspiele* und genau das ist der knackpunkt!
wir können nur hoffen, sollte der bundesrat ein gesetz ausarbeiten und es zu einer verfassungsänderung kommen, wir mit einem referendum das ganze noch kippen können...