Dead Space 2: Keine PC-Fassung geplant
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@ Termix
Die nächsten Jahre könnten sehr interessant werden und es gibt ja auch Stimmen, die fest davon überzeugt sind, dass sich die Konsolen gerade auf einem absoluten Gipfel befinden, von dem es nur noch bergab gehen kann.
So werden wir in der Zukunft auf jeden Fall von einem Rückgang der Retailverkäufe zugunsten von Onlineverkauf auf allen Platfformen ausgehen müssen und es bleibt abzuwarten, wie die Konsolen damit umgehen werden. Außerdem darf man sich die Frage stellen, ob wirklich alle Hersteller noch bereit sind, auf einem heftig umkämpfeten Markt das Risiko von jahrelangen Verlusten einzugehen.
Aber das ist natürlich alles noch sehr vage Zukunftsmusik.
Was DRM auf dem PC angeht: Man erkennt da im Moment keine Tendenz zu mehr DRM. Einige Firmen, wie EA verzichten sogar wieder darauf und was dieser Wunderkopierschutz, den Ubi angeblich haben will, bringen wird, weiß auch noch niemand.
Die nächsten Jahre könnten sehr interessant werden und es gibt ja auch Stimmen, die fest davon überzeugt sind, dass sich die Konsolen gerade auf einem absoluten Gipfel befinden, von dem es nur noch bergab gehen kann.
So werden wir in der Zukunft auf jeden Fall von einem Rückgang der Retailverkäufe zugunsten von Onlineverkauf auf allen Platfformen ausgehen müssen und es bleibt abzuwarten, wie die Konsolen damit umgehen werden. Außerdem darf man sich die Frage stellen, ob wirklich alle Hersteller noch bereit sind, auf einem heftig umkämpfeten Markt das Risiko von jahrelangen Verlusten einzugehen.
Aber das ist natürlich alles noch sehr vage Zukunftsmusik.
Was DRM auf dem PC angeht: Man erkennt da im Moment keine Tendenz zu mehr DRM. Einige Firmen, wie EA verzichten sogar wieder darauf und was dieser Wunderkopierschutz, den Ubi angeblich haben will, bringen wird, weiß auch noch niemand.
- Lt. Körschgen
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Irgendwie ist das lustig, dass jeder Thread sich nach ein paar Seiten zu wiederholen beginnt, weil niemand die vorherigen Beiträge liest 
Ich fasse daher mal zusammen:
- Vermutlich war es nur ein Fehler und Dead Space 2 erscheint doch für den PC (Quelle)
- Survival-Horror hat das Licht der Welt wohl eher auf dem PC erblickt (Alone In The Dark), groß geworden ist das Genre jedoch vor allem auf der PSX (Resident Evil, Silent Hill u.a.)
- auch wenn manch einer es nicht glauben mag, man kann Egoshooter mit dem Gamepad spielen. Wieso es hier überhaupt um Egoshooter geht, kann ich allerdings auch nicht sagen
- wenn Spiele sich auf den Konsolen besser verkaufen, dann ist es eine völlig legitime und auch nachvollziehbare Entscheidung, wenn ein Publisher den PC links liegen lässt. Wer dieses Verhalten missbilligt und sich über die Publisher aufregen möchte, kann das natürlich gerne tun, sollte dann aber nicht erwarten ernst genommen zu werden!
- wer als PC-Spieler den Konsolenbesitzern die Schuld daran gibt, braucht anscheinend für alles immer einen Sündenbock. Mit der gleichen Argumentation könnte Bahnchef Grube alle Autofahrer an den Pranger stellen.
Ich fasse daher mal zusammen:
- Vermutlich war es nur ein Fehler und Dead Space 2 erscheint doch für den PC (Quelle)
- Survival-Horror hat das Licht der Welt wohl eher auf dem PC erblickt (Alone In The Dark), groß geworden ist das Genre jedoch vor allem auf der PSX (Resident Evil, Silent Hill u.a.)
- auch wenn manch einer es nicht glauben mag, man kann Egoshooter mit dem Gamepad spielen. Wieso es hier überhaupt um Egoshooter geht, kann ich allerdings auch nicht sagen
- wenn Spiele sich auf den Konsolen besser verkaufen, dann ist es eine völlig legitime und auch nachvollziehbare Entscheidung, wenn ein Publisher den PC links liegen lässt. Wer dieses Verhalten missbilligt und sich über die Publisher aufregen möchte, kann das natürlich gerne tun, sollte dann aber nicht erwarten ernst genommen zu werden!
- wer als PC-Spieler den Konsolenbesitzern die Schuld daran gibt, braucht anscheinend für alles immer einen Sündenbock. Mit der gleichen Argumentation könnte Bahnchef Grube alle Autofahrer an den Pranger stellen.
- Kajetan
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Man nennt dies auch den "Schweinezyklus" der bislang bei JEDER Konsolengeneration zu verzeichnen war. Zuerst der Hype, dann die immensen Umsatzzuwächse, weil natürlich alle sowas haben wollen. Dann erfolgt eine Abschwächung der Umsätze bis hin zu Rückgängen, weil irgendwann der Markt gesättigt ist und die Leute nach etwas Neuem verlangen. Also kommt die nächste Hardware-Generation auf den Markt und das Spielchen beginnt von vorne. Derzeit haben wie die Plateau-Phase erreicht. Sprich, in allerspätestens 2, 3 Jahren müssen die Nachfolger in den Regalen stehen. Online-Portale und neue Zusatz-Peripherie können den Zyklus allenfalls etwas verlangsamen, aber nicht stoppen. Die Industrie ist in Wirklichkeit die Getriebene der Kundenwünsche, obwohl man nicht umhin kommt genau den gegenteiligen Eindruck zu gewinnen4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Die nächsten Jahre könnten sehr interessant werden und es gibt ja auch Stimmen, die fest davon überzeugt sind, dass sich die Konsolen gerade auf einem absoluten Gipfel befinden, von dem es nur noch bergab gehen kann.
- Lt. Körschgen
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Ok, aber das ist ja nur eine Beobachtung, die sich auch in anderen Märkten machen lässt, und die für so ziemlich jedes technische Gerät zutrifft.
Wenn wir schon orakeln, wie die Zukunft der Spiele aussieht, dann sollte man definitiv diesen Artikel von DirectX-Erfinder Alex St. John berücksichtigen
Das Ende der Konsolen
und sich gerade in diesem Kontext mal überlegen, welch gigantische Umwälzungen ein Konzept wie Onlive haben KÖNNTE.
Schon jetzt sieht man doch, dass Spiele wie World Of Warcraft oder Vertriebsplattformen wie Steam auch bzw. gerade auf dem PC wahre Goldgruben sind.
Wenn wir schon orakeln, wie die Zukunft der Spiele aussieht, dann sollte man definitiv diesen Artikel von DirectX-Erfinder Alex St. John berücksichtigen
Das Ende der Konsolen
und sich gerade in diesem Kontext mal überlegen, welch gigantische Umwälzungen ein Konzept wie Onlive haben KÖNNTE.
Schon jetzt sieht man doch, dass Spiele wie World Of Warcraft oder Vertriebsplattformen wie Steam auch bzw. gerade auf dem PC wahre Goldgruben sind.
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RandomName
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Das wiederum geht auf die Präzision.Das eine Maus einem Pad überlegen ist ist glaubs wirklich ein unbestreitbarer Fakt(Wobei ich bin mir sicher das ein Konsolen-Pro einen PC-Noob fertig machen könnte).COLOSSUSofKH hat geschrieben:Man kann bei fast allen Spielen auch die Empfindlichkeit hochschrauben, dann flutscht es min. wie am PC^^
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Termix
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Dieser Artikel war vor 1 1/2 Jahren Mist und ist es heute meines Erachtens immernoch, keine Frage der Mann mag kompetent sein, aber es ist auch einiges an Wichtigtuerei dabei. In dem Artikel wird darüber geredet wie profitabel MMORPGS doch sind, dass viele Leute dafür gar nicht genug Zeit haben ist irrelevant.schlorch hat geschrieben:Ok, aber das ist ja nur eine Beobachtung, die sich auch in anderen Märkten machen lässt, und die für so ziemlich jedes technische Gerät zutrifft.
Wenn wir schon orakeln, wie die Zukunft der Spiele aussieht, dann sollte man definitiv diesen Artikel von DirectX-Erfinder Alex St. John berücksichtigen
Das Ende der Konsolen
und sich gerade in diesem Kontext mal überlegen, welch gigantische Umwälzungen ein Konzept wie Onlive haben KÖNNTE.
Schon jetzt sieht man doch, dass Spiele wie World Of Warcraft oder Vertriebsplattformen wie Steam auch bzw. gerade auf dem PC wahre Goldgruben sind.
Der MMO-Markt boomt abgesehen von World of Warcraft nur in Asien (wo Grind-MMOs viel groesser als WoW sind), auf das warum gehe ich mal besser nicht ein, würde den Rahmen sprengen.
Und wie er Kundenbindung erzielen will ist ein Witz.
Keine Singleplayer-Games mehr nötig? Alles klar.
Ich bezweifel außerdem ganz stark, dass die Kunden ihr Geld freiwillig nur noch für virtuelle Ware ausgeben. Video(streaming) on Demand sollte eigentlich schon vor einiger Zeit die DVD/Blu-Ray abgelöst haben, die meisten Kunden möchten aber gerne einen Gegenwert für ihr Geld.
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Termix
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Herrlich. Mal nen Spiele-PC gesehen, der solange hält wie eine Konsolengeneration? *duckundweg*Kajetan hat geschrieben:Man nennt dies auch den "Schweinezyklus" der bislang bei JEDER Konsolengeneration zu verzeichnen war. Zuerst der Hype, dann die immensen Umsatzzuwächse, weil natürlich alle sowas haben wollen. Dann erfolgt eine Abschwächung der Umsätze bis hin zu Rückgängen, weil irgendwann der Markt gesättigt ist und die Leute nach etwas Neuem verlangen. Also kommt die nächste Hardware-Generation auf den Markt und das Spielchen beginnt von vorne. Derzeit haben wie die Plateau-Phase erreicht. Sprich, in allerspätestens 2, 3 Jahren müssen die Nachfolger in den Regalen stehen. Online-Portale und neue Zusatz-Peripherie können den Zyklus allenfalls etwas verlangsamen, aber nicht stoppen. Die Industrie ist in Wirklichkeit die Getriebene der Kundenwünsche, obwohl man nicht umhin kommt genau den gegenteiligen Eindruck zu gewinnen4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Die nächsten Jahre könnten sehr interessant werden und es gibt ja auch Stimmen, die fest davon überzeugt sind, dass sich die Konsolen gerade auf einem absoluten Gipfel befinden, von dem es nur noch bergab gehen kann.
- Lt. Körschgen
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Also du nimmst dir 2,3 Punkte raus, bezeichnest sie als falsch und dann ist der gesamte Artikel Mist? Natürlich ist der Mann kein Prophet und einige Argumente angreifbar, dennoch kann man seine Standpunkte nicht einfach so wegwischen. Und ja, als jemand, der die Ära miterlebt hat, als DirectX das Spielen auf dem PC revolutioniert hat, würde ich diesem Herren in der Tat eine gewisse Kompetenz zugestehen!Termix hat geschrieben:Dieser Artikel war vor 1 1/2 Jahren Mist und ist es heute meines Erachtens immernoch, keine Frage der Mann mag kompetent sein, aber es ist auch einiges an Wichtigtuerei dabei. In dem Artikel wird darüber geredet wie profitabel MMORPGS doch sind, dass viele Leute dafür gar nicht genug Zeit haben ist irrelevant.schlorch hat geschrieben:Ok, aber das ist ja nur eine Beobachtung, die sich auch in anderen Märkten machen lässt, und die für so ziemlich jedes technische Gerät zutrifft.
Wenn wir schon orakeln, wie die Zukunft der Spiele aussieht, dann sollte man definitiv diesen Artikel von DirectX-Erfinder Alex St. John berücksichtigen
Das Ende der Konsolen
und sich gerade in diesem Kontext mal überlegen, welch gigantische Umwälzungen ein Konzept wie Onlive haben KÖNNTE.
Schon jetzt sieht man doch, dass Spiele wie World Of Warcraft oder Vertriebsplattformen wie Steam auch bzw. gerade auf dem PC wahre Goldgruben sind.
Der MMO-Markt boomt abgesehen von World of Warcraft nur in Asien (wo Grind-MMOs viel groesser als WoW sind), auf das warum gehe ich mal besser nicht ein, würde den Rahmen sprengen.
Und wie er Kundenbindung erzielen will ist ein Witz.
Keine Singleplayer-Games mehr nötig? Alles klar.
Ich bezweifel außerdem ganz stark, dass die Kunden ihr Geld freiwillig nur noch für virtuelle Ware ausgeben. Video(streaming) on Demand sollte eigentlich schon vor einiger Zeit die DVD/Blu-Ray abgelöst haben, die meisten Kunden möchten aber gerne einen Gegenwert für ihr Geld.
Ich gebe dir mal ein paar Stichpunkte, die absolut dafür sprechen, dass physikalische Medien vom Aussterben bedroht sind:
- PSN und Xbox Live Arcade wachsen enorm
- Browsergames boomen (v.a. Facebook)
- Steam
- Onlive
- Parallele zur Musikindustrie
- Einzelhandel wird umgangen (=höherer Gewinn für Publisher)
- Produktionskosten entfallen (=höherer Gewinn für Publisher)
Video on demand ist viell. noch nicht so verbreitet wie prognostiziert, aber auch dieser Markt wächst und nicht umsonst bieten Sony und Microsoft mittlerweile auch einen solchen Service an.
Dass man bei virtueller Ware keinen Gegenwert für sein Geld bekommt, ist schlicht und ergreifend falsch. Wenn du damit meinst - und das nehme ich an - dass viele Menschen Wert auf einen Datenträger legen, dann magst du für den Moment viell. noch Recht haben. Aber du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die jetzt heranwachsende Generation noch Laufwerke und Datenträger benutzen wird? Diesen schleichenden Prozess kannst du sehr schön nachempfinden, wenn du eine heutige Spielepackung mit einer aus den 90er Jahren vergleichst. Ich sag nur Pappschachtel, Handbuch etc.
An dieser Stelle könnte man den Artikel kritisieren, denn seine Rechnung ist ja folgende:
PC = offene Struktur => Einzelhandel überflüssig
Konsole = geschlossene Struktur => Einzelhandel unverzichtbar
Da der Einzelhandel aber nur mit den Spielen und nicht mit dem Verkauf von Konsolen Gewinn erzielt, würde er ohne die Spiele auch die Konsolen aus dem Sortiment nehmen. Ich glaube allerdings nicht, dass dadurch das Ende der Konsolen eingeleitet würde.
Ein Autohändler verkauft auch Autos, obwohl er nicht das Benzin dazu anbietet. Vielleicht erleben wir irgendwann Nintendo- oder Sony-Stores, wie es bei Apple längst Gang und Gäbe ist. Und um bei diesem Beispiel zu bleiben: Eine Konsole mit einem reinen Onlinespieleangebot ist letztlich wie ein Wagen, den man während der Fahrt betanken kann...
Nur damit wir uns richtig verstehen: ich selber sammle Spiele und stelle mir die Packungen gerne ins Regal. Das ist für mich sogar Teil des Hobbys! Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damit zu einer aussterbenden, nostalgischen Spezies gehöre, die in ein paar Jahren nur noch mitleidig betrachtet und als schrullig eingestuft wird
Zu den MMOs: Selbst wenn die MMO's nur in Asien boomen, wer will sich diesen Markt denn entgehen lassen? Und der Mann sagt ja nicht, dass Zeit fressende MMORPGs die Welt überschwemmen werden, sondern allgemein Multiplayertitel und soziales Spielen. Das ist ein großer Unterschied und somit spielt der von dir angesprochene Zeitfaktor keine Rolle mehr. Dass die Bedeutung von Mehrspieleraspekten in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, wird wohl kaum jemand bestreiten.
Auch dass keine Singleplayer-Spiele mehr nötig seien, sagt er nicht. Es geht nur darum, dass dieser Markt schrumpft bzw. überholt wird.
Was du mit "Kundenbindung" meinst, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Da wäre eine Erklärung hilfreich.
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Termix
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Okay ich gebe dir mal einen weiteren Punkt:schlorch hat geschrieben:Also du nimmst dir 2,3 Punkte raus, bezeichnest sie als falsch und dann ist der gesamte Artikel Mist? Natürlich ist der Mann kein Prophet und einige Argumente angreifbar, dennoch kann man seine Standpunkte nicht einfach so wegwischen. Und ja, als jemand, der die Ära miterlebt hat, als DirectX das Spielen auf dem PC revolutioniert hat, würde ich diesem Herren in der Tat eine gewisse Kompetenz zugestehen!
Ich gebe dir mal ein paar Stichpunkte, die absolut dafür sprechen, dass physikalische Medien vom Aussterben bedroht sind:
- PSN und Xbox Live Arcade wachsen enorm
- Browsergames boomen (v.a. Facebook)
- Steam
- Onlive
- Parallele zur Musikindustrie
- Einzelhandel wird umgangen (=höherer Gewinn für Publisher)
- Produktionskosten entfallen (=höherer Gewinn für Publisher)
Video on demand ist viell. noch nicht so verbreitet wie prognostiziert, aber auch dieser Markt wächst und nicht umsonst bieten Sony und Microsoft mittlerweile auch einen solchen Service an.
Dass man bei virtueller Ware keinen Gegenwert für sein Geld bekommt, ist schlicht und ergreifend falsch. Wenn du damit meinst - und das nehme ich an - dass viele Menschen Wert auf einen Datenträger legen, dann magst du für den Moment viell. noch Recht haben. Aber du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die jetzt heranwachsende Generation noch Laufwerke und Datenträger benutzen wird? Diesen schleichenden Prozess kannst du sehr schön nachempfinden, wenn du eine heutige Spielepackung mit einer aus den 90er Jahren vergleichst. Ich sag nur Pappschachtel, Handbuch etc.
An dieser Stelle könnte man den Artikel kritisieren, denn seine Rechnung ist ja folgende:
PC = offene Struktur => Einzelhandel überflüssig
Konsole = geschlossene Struktur => Einzelhandel unverzichtbar
Da der Einzelhandel aber nur mit den Spielen und nicht mit dem Verkauf von Konsolen Gewinn erzielt, würde er ohne die Spiele auch die Konsolen aus dem Sortiment nehmen. Ich glaube allerdings nicht, dass dadurch das Ende der Konsolen eingeleitet würde.
Ein Autohändler verkauft auch Autos, obwohl er nicht das Benzin dazu anbietet. Vielleicht erleben wir irgendwann Nintendo- oder Sony-Stores, wie es bei Apple längst Gang und Gäbe ist. Und um bei diesem Beispiel zu bleiben: Eine Konsole mit einem reinen Onlinespieleangebot ist letztlich wie ein Wagen, den man während der Fahrt betanken kann...
Nur damit wir uns richtig verstehen: ich selber sammle Spiele und stelle mir die Packungen gerne ins Regal. Das ist für mich sogar Teil des Hobbys! Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich damit zu einer aussterbenden, nostalgischen Spezies gehöre, die in ein paar Jahren nur noch mitleidig betrachtet und als schrullig eingestuft wird
Zu den MMOs: Selbst wenn die MMO's nur in Asien boomen, wer will sich diesen Markt denn entgehen lassen? Und der Mann sagt ja nicht, dass Zeit fressende MMORPGs die Welt überschwemmen werden, sondern allgemein Multiplayertitel und soziales Spielen. Das ist ein großer Unterschied und somit spielt der von dir angesprochene Zeitfaktor keine Rolle mehr. Dass die Bedeutung von Mehrspieleraspekten in den letzten Jahren enorm zugenommen hat, wird wohl kaum jemand bestreiten.
Auch dass keine Singleplayer-Spiele mehr nötig seien, sagt er nicht. Es geht nur darum, dass dieser Markt schrumpft bzw. überholt wird.
Was du mit "Kundenbindung" meinst, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Da wäre eine Erklärung hilfreich.
Aussage: "Nach einer Studie der PC Games Association (PCGA) übertraf der weltweite Umsatz mit PC-Software und Hardware im Jahr 2007 57 Milliarden Dollar. Das Erstaunliche angesichts dieser überwältigenden Dominanz des PCs auf dem Spielemarkt ist die weit verbreitete Ansicht, dass es sich um eine sterbende Plattform handle, und dass alles Wachstum und alle Zukunft im Konsolengeschäft liege. In Wahrheit erlaubt es die offene Struktur der Plattform PC dem Spielemarkt, das antiquierte Einzelhandelsgeschäft mit seinen Spieleschachteln durch ein diversifizierteres Online-Modell zu ersetzen, das Ertrag aus einer Kombination aus Direktverkauf, Werbung, Gebühren und Mikro-Transaktionen erwirtschaftet."
Was soll man dazu sagen, er nimmt den kompletten Hardwareabsatz eines Jahres und sagt "Das sind alles Spieleplattformen", dass sich Netbooks zum Beispiel überhaupt nicht zum Spielen eignen lässt er vollkommen unberücksichtigt.
Und der Onlineverkauf bedeutet, wie du ja auch richtig sagst (PSN, Xbox Arcade, WiiWare) NICHT das Ende der Konsolen, sondern, wenn wirklich niemand mehr wert auf eine Packung und Booklet legt eher das Ende des Einzelhandels. Ich würde aber nicht sagen, dass die "junge Generation" der Spieler kein Interesse mehr an Packungen hat, es ist doch eher so, dass Kinder was in der Hand haben müssen, um es überhaupt zu verstehen. Außerdem kommen immer mehr Sammlereditionen auf den Markt die sich wirklich gut verkaufen, von einem Aussterben der "Hüllen" im Einzelhandel bekomme ich wirklich nichts mit.
Du führst hier eine Parallele zur Musikindustrie an, diese mag zwar existieren, aber CDs mit Hülle verkaufen sich trotzdem immernoch und ich habe noch kein Geschäft gesehen, was nur noch Itunes-Karten oder ähnliches verkauft.
Und zu deinem Auto-Einzelhandels-Benzin-Konsolen-Spiele-Vergleich fällt mir wirklich nichts ein, du kannst Konsole/PC auch ohne legale Onlinebezugsquelle während der Fahrt betanken, nur eben nicht legal und das würden, solange diese Möglichkeit besteht auch denke ich einige Leute mehr in Anspruch nehmen, wenn Sie für ihr Geld so oder so nur noch Daten bekommen und nichtmal mehr eine Plastikhülle mit Booklet.
Zudem muss man auch an die Kosten und die Zielgruppe denken, Spiele üben vor allem auf jüngere Menschen eine große Faszination aus:
Ein Spiele-PC kostet ~1000Euro und ist maximal 3 Jahre aktuell
Eine Konsole kostet ~250 Euro und ist maximal 10 Jahre aktuell
Zu MMOs:
WARUM boomen MMOs in Asien denn? Kann man damit vielleicht sogar Geld verdienen? Gibt es dort Zensur? Wie sieht die Infrastruktur aus?
Diese Fragen lässt er unbeantwortet und wirft ein "limitierte Bandbreite" im Westlichen Raum in die Luft und belegt GAR NICHTS.
Warum bitte, sollte der Markt für Singleplayer-Spiele schrumpfen, Computerspiele wurden eigentlich als Zeitvertreib für eine Person entwickelt und viele Menschen wollen beim Spielen einfach nur abschalten und sich nicht noch online mit Unbekannten (teilweise auch mit Freunden) messen.
Studie über die Wirkung von Computerspielen
Übrigens sagt er auch World of Warcraft hätte viele Computerspiele überflüssig gemacht. Welche? Warum, spielt das Jeder? Wodurch?
So zur Kundenbindung:
Er möchte Kunden über Abogebühren und Mikrotransaktionen an ein Spiel binden, indem das Spiel sie möglichst süchtig macht und viel Zeit kostet.
Hier zwei kurze Zitate:
"weil World of Warcraft mit einem Schlag Dutzende von Spielen überflüssig gemacht hat; es unterhält über einen Zeitraum, für den man normalerweise zahlreiche andere Spiele hätte kaufen müssen"
"Online- Geschäftsmodelle wie die moderner PC-MMOGs haben sich als extrem effizient erwiesen, wenn es darum geht, aus ihrer Spielerschaft Umsatz und Spielzeit zu saugen. Sie zerstören damit die Nachfrage nach Solo-Spielen."
- Predint
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ich versteh nicht warum ihr euch da zu tode quoten wollt? xD
keiner der beiden märkte wird je aussterben, sie waren beide von anfang an da, haben sich deutlich getrennt und das wird auch in zukunft so bleiben.
von mir aus hab ich meine box halt noch in 10 jahren, der grafische unterschied wird nie wieder so groß sein wie er von der 6. auf die 7. generation war, vielleicht unterstützt die 9. generation dann mal uhdtv und das wars auch schon.
und wenn 100mio menschen nach einer neuen konsole fragen dann wird sie schon irgend wer bauen
keiner der beiden märkte wird je aussterben, sie waren beide von anfang an da, haben sich deutlich getrennt und das wird auch in zukunft so bleiben.
von mir aus hab ich meine box halt noch in 10 jahren, der grafische unterschied wird nie wieder so groß sein wie er von der 6. auf die 7. generation war, vielleicht unterstützt die 9. generation dann mal uhdtv und das wars auch schon.
und wenn 100mio menschen nach einer neuen konsole fragen dann wird sie schon irgend wer bauen
- Lt. Körschgen
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@Predint: Wir quoten uns nicht tot, wir diskutieren auf einem - zumindest für mich - ordentlichem Niveau. Dagegen ist doch nix zu sagen. Und ob deine Aussage, dass die Grafikunterschiede nie wieder so groß sein werden, stimmt, wage ich mal sehr zu bezweifeln. Mit 3D-Technik steht doch schon der nächste Schritt bevor und da wird sicherlich noch was kommen, womit momentan keiner rechnet. Vielleicht hat es auch gar nix mit Grafik zu tun, sondern mit neuen Eingabegeräten oder ich weiß nicht was...
@Termix: Ich möchte dir da gar nicht vollkommen widersprechen, aber jeder PC ist zumindest eine potentielle Spieleplattform und die Zunahme an Browsergames belegt ja, dass es einen riesigen Markt für leicht zugängliche, oft kostenlose Spiele gibt, die auf High-End-Grafik zum Einen verzichten können und zum Anderen grafisch immer besser werden.
Gegen dein Argument, dass Kinder "etwas in der Hand" haben müssten, spricht doch z.B. der Erfolg von DLC. Da schimpfen viele Leute "die doofen Kiddies bezahlen für etwas extra, das es früher umsonst gegeben hätte". Ich glaube schon, dass der Trend eindeutig dahin geht auf physikalische Datenträger zu verzichten. Wirklich belegen kann ich das nicht, und klar Special Editions finden ihre Abnehmer, nur wachsen Kinder heute bereits mit Onlinewelten auf und empfinden es als völlig normal (so jedenfalls mein Eindruck) rein virtuelle Ware zu kaufen.
Was du zur Musikindustrie sagst, geht ein bisschen an der Realität vorbei. Natürlich gibt es nach wie vor CDs in den Läden, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Verlagerung ins rein digitale stattgefunden hat bzw. immer noch statt findet, dass die Musikindustrie diesen Trend lange verschlafen und nun damit zu kämpfen hat. iTunes z.B. ist ein Riesenerfolg, weil Apple den Trend noch am schnellsten erkannt hat und für sich zu nutzen wusste.
Wieso fällt dir nix zu meinem Auto/Benzin-Vergleich ein? Bzw. willst du wirklich damit argumentieren, dass es illegale Alternativen gibt? Also mal ehrlich, wer will, kann seine Wii in wenigen Minuten komplett hacken, aber viele Menschen haben gar nicht das Wissen oder auch überhaupt kein Interesse daran. Eben WEIL es illegal ist. Der Erfolg von Steam zeigt doch sehr deutlich, dass sehr wohl viele bereit sind für eine rein digitale Ware Geld zu bezahlen. Bzw. gibt es ja mittlerweile unzählige kostenlose Spiele, die sich über Werbung oder den Verkauf von Items finanzieren.
Deine Rechnung für die Kosten einer Konsole und eines PCs kann ich nicht ganz nachvollziehen. Einen vernünftigen Spiele-PC bekommt man für deutlich weniger als 1000,- zudem ist der PC in den meisten Haushalten ohnehin "einfach da", weil er eben auch Arbeitsgerät ist. Diese Plattform kann man dann kostengünstig aufrüsten oder sich eben auf technisch weniger anspruchsvolle Spiele beschränken. Es ist doch nicht so, dass ein PC nach 3 Jahren zu nichts mehr zu gebrauchen wäre, während eine Konsole nach 10 Jahren noch up to date ist.
Die MMOs lasse ich jetzt mal außen vor. Sicherlich stehen da einige offene Fragen im Raum, aber da kenne ich mich nicht wirklich aus und es ging St. John gewiss auch nicht darum das Thema erschöpfend darzulegen. Fakt ist doch einfach, dass die Cash-Cow WOW existiert und die Spielewelt extrem geprägt hat.
Du paraphrasierst schon richtig, dass der Singleplayermarkt SCHRUMPFT - er verschwindet laut St. John also nicht. Das ist einfach Tatsache, das soziale Spielen ist auf dem Vormarsch. Ich sehe darin z.b. auch einen mindestens genau so großen Anteil am Erfolg der Wii, wie an ihrer innovativen Steuerung.
Was die Kundenbindung betrifft: da treffen einfach zwei konträre Aspekte aufeinander. Man könnte das als moralische und wirtschaftliche Komponente bezeichnen. Vom moralischen Standpunkt aus gesehen ist es selbstverständlich verwerflich den Spieler in eine Art Sucht zu treiben, ihn über einen langen Zeitraum an ein Produkt zu binden und ihn langfristig finanziell zu "melken".
Aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet entspricht aber genau das einer maximalen Effizienz. Heikles Thema, denn es ist ja nicht so, dass der Spieler für seine monatlichen Gebühren keinen Gegenwert erhalten würde. Und nicht jeder WOW-Spieler driftet in eine Sucht ab. Es wird auch keiner zum Spielen und Bezahlen gezwungen.
@Termix: Ich möchte dir da gar nicht vollkommen widersprechen, aber jeder PC ist zumindest eine potentielle Spieleplattform und die Zunahme an Browsergames belegt ja, dass es einen riesigen Markt für leicht zugängliche, oft kostenlose Spiele gibt, die auf High-End-Grafik zum Einen verzichten können und zum Anderen grafisch immer besser werden.
Gegen dein Argument, dass Kinder "etwas in der Hand" haben müssten, spricht doch z.B. der Erfolg von DLC. Da schimpfen viele Leute "die doofen Kiddies bezahlen für etwas extra, das es früher umsonst gegeben hätte". Ich glaube schon, dass der Trend eindeutig dahin geht auf physikalische Datenträger zu verzichten. Wirklich belegen kann ich das nicht, und klar Special Editions finden ihre Abnehmer, nur wachsen Kinder heute bereits mit Onlinewelten auf und empfinden es als völlig normal (so jedenfalls mein Eindruck) rein virtuelle Ware zu kaufen.
Was du zur Musikindustrie sagst, geht ein bisschen an der Realität vorbei. Natürlich gibt es nach wie vor CDs in den Läden, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Verlagerung ins rein digitale stattgefunden hat bzw. immer noch statt findet, dass die Musikindustrie diesen Trend lange verschlafen und nun damit zu kämpfen hat. iTunes z.B. ist ein Riesenerfolg, weil Apple den Trend noch am schnellsten erkannt hat und für sich zu nutzen wusste.
Wieso fällt dir nix zu meinem Auto/Benzin-Vergleich ein? Bzw. willst du wirklich damit argumentieren, dass es illegale Alternativen gibt? Also mal ehrlich, wer will, kann seine Wii in wenigen Minuten komplett hacken, aber viele Menschen haben gar nicht das Wissen oder auch überhaupt kein Interesse daran. Eben WEIL es illegal ist. Der Erfolg von Steam zeigt doch sehr deutlich, dass sehr wohl viele bereit sind für eine rein digitale Ware Geld zu bezahlen. Bzw. gibt es ja mittlerweile unzählige kostenlose Spiele, die sich über Werbung oder den Verkauf von Items finanzieren.
Deine Rechnung für die Kosten einer Konsole und eines PCs kann ich nicht ganz nachvollziehen. Einen vernünftigen Spiele-PC bekommt man für deutlich weniger als 1000,- zudem ist der PC in den meisten Haushalten ohnehin "einfach da", weil er eben auch Arbeitsgerät ist. Diese Plattform kann man dann kostengünstig aufrüsten oder sich eben auf technisch weniger anspruchsvolle Spiele beschränken. Es ist doch nicht so, dass ein PC nach 3 Jahren zu nichts mehr zu gebrauchen wäre, während eine Konsole nach 10 Jahren noch up to date ist.
Die MMOs lasse ich jetzt mal außen vor. Sicherlich stehen da einige offene Fragen im Raum, aber da kenne ich mich nicht wirklich aus und es ging St. John gewiss auch nicht darum das Thema erschöpfend darzulegen. Fakt ist doch einfach, dass die Cash-Cow WOW existiert und die Spielewelt extrem geprägt hat.
Du paraphrasierst schon richtig, dass der Singleplayermarkt SCHRUMPFT - er verschwindet laut St. John also nicht. Das ist einfach Tatsache, das soziale Spielen ist auf dem Vormarsch. Ich sehe darin z.b. auch einen mindestens genau so großen Anteil am Erfolg der Wii, wie an ihrer innovativen Steuerung.
Was die Kundenbindung betrifft: da treffen einfach zwei konträre Aspekte aufeinander. Man könnte das als moralische und wirtschaftliche Komponente bezeichnen. Vom moralischen Standpunkt aus gesehen ist es selbstverständlich verwerflich den Spieler in eine Art Sucht zu treiben, ihn über einen langen Zeitraum an ein Produkt zu binden und ihn langfristig finanziell zu "melken".
Aus wirtschaftlicher Sicht betrachtet entspricht aber genau das einer maximalen Effizienz. Heikles Thema, denn es ist ja nicht so, dass der Spieler für seine monatlichen Gebühren keinen Gegenwert erhalten würde. Und nicht jeder WOW-Spieler driftet in eine Sucht ab. Es wird auch keiner zum Spielen und Bezahlen gezwungen.
