Na ja, ist ja ganz schön und gut, was der gute Mann sagt. Aber ich glaube, die Computerspielbranche hat viel allgemeinere Probleme: z.B. kaum Zweit- oder Drittvermarktung, wie es bei Musik und Filmen möglich ist. Dazu müssen fast alle bei jedem Spiel buchstäblich von Null anfangen. Die technische Weiterentwicklung ist für die Branche nicht wirklich ein Segen. Die Überflutung des Marktes ist auch nicht förderlich. Und da gibt es sicher noch sehr viele Aspekte, die man hinzuaddieren kann.
Zulustar hat geschrieben:Ich frag mich immer noch wo Mirrors Edge so extremst inovativ war, das war ein Prince of Persia im jetzt. Genauso fand ich Deadspace mehr neuartig brutal, als irgendwie extremst innovativ. Die Idee mit dem EnergieknotenDLC fand ich sogar um ehrlich zu sein unter aller Kanone.
Wenn man das Wort "Innovation" genauer betrachtet, ist fast jedes Spiel, das nicht eine Fortsetzung ist, eine Innovation: Es ist eine Neuerung, etwas neu geschaffenes. Im Prinzip könnte man sogar eine Fortsetzung, die auf neuer Technik basiert, eine Innovation nennen. Ich frage mich sowieso immer, was die Spieler für Erwartungen haben. Es muss nicht nur etwas komplett neues erschaffen. Es muss mir in allen Punkten auch noch vollkommen zusagen. Wie sollen Entwickler denn so eine Erwartungshaltung befriedigen können?
Eine neue Welt zu schaffen, kostet auch schon genug Geld. Und da spreche ich nicht nur von einer Story!
Das schlimme an Innovation ist ja, dass man nicht weiß, ob es der Masse gefällt. Und wenn es das nicht tut, dann kommen sehr große Probleme auf denjenigen zu, der diese Innovation gewagt hat.
Zulustar hat geschrieben:Die ganze Entwicklungsbranche ist soweit aufgebläht, das keiner mehr Innovationen erwarten brauch von Majors, eine Firma wie AB wird ihren Negativkurs grade so auf plus minus 0 mannövrieren mit nem "mw2-hype". Die fehlenden neuen Innovationen dank der vergrämten modder Community und die fehlenden Einnahmen von Lizensgebühren für E-sport ligen dürften Firmen wie AB aber doch schon kratzen, auch wenn sie es niemals zugeben würden und schnell noch nen Mappack basteln das sie als DLC unter die zombikäuferschicht werfen können.
Da stimme ich dir auf jedenfall zu. Wobei das nur ein Grund ist, dass spieltechnische Neuerungen Mangelware sind. Das Risiko ist einfach sehr groß. Schau dir doch mal die Erfolge von innovativen Spielen an (was das jetzt bedeutet, ist natürlich recht subjektiv): Psychonauts, Beyond Good and Evil... Und nun schau dir mal den Erfolg von alt bewährten Titeln an: World of Warcraft, Call of Duty, GTA...
Es ist doch irgendwie logisch, dass auf die Modder-Community zurückgegriffen wird, oder? Kostenlose Arbeitskräfte, wo man auch noch schauen kann, ob die Innovation ankommt oder nicht.
Zulustar hat geschrieben:Was mir bspw extrem in letzten Jahren auffiel, die meisten AAA titel waren Fortsetzungen und meist unter 10h durchgespielt. Während die eigentlichen Innovationen von kleinen Entwicklern kamen, wie bspw Necrovision, das für mich das wesentlich geilere Fear 2 geworden ist.
Vor allem das man 3 unterschiedliche Kampfsysteme in nur 1 Spiel integriert hat, das erlebt man nicht von majors, wo der Nachfolgetitel schon ins kleinste vorgeplant ist und es für Innovationen kein Platz mehr gibt.
Siehe oben. :wink:
Zulustar hat geschrieben:So wie es Ricitelli im mom anstellt kann es nichts werden. EA wird sterben wenns so weitergeht, aber ich hab ihnen das schon seit mitte- Ende der 90'er gewünscht, Was lange wärt wird endlich gut. Und Leute die meinen das man nur mit Geld Spiele entwickelt, wird endlich mal mit Till Eulenspiegelmethoden der Spiegel vors Gesicht gehalten.
Wer glaubt, dass EA mal aussterben wird, der glaubt auch, dass PC-Spiele mal aussterben werden. Ich finde, dieses ganze "Firma xy geht es so schlecht" wird ganz schön instrumentalisiert. In welchen Branchen das nicht alles angewandt wird bzw. wird es in manchen Branchen nicht angewandt? Allen geht es schlecht, böse Wirtschaftskrise und so. Aber wem geht es denn wirklich dadurch schlecht? Den Bossen und Managern? Oder dem kleinen Volk? Dem kleinen und mittleren Angestellten wird das Geld, Urlaub etc. gekürzt bzw. man wird angehalten, auf dergleichen zu verzichten. Das Egebnis ist das gleiche. Gestern lief eine Reportage, dass in manchen Firmen Krankheitstage nachgearbeitet werden müssen. Hallo? Ist Kranksein etwa Erholung?
Nein, ich glaube, dass diese ganzen Nachrichten genutzt werden, um die gemeinen Arbeiter und Angestellten auszubeuten und auszunutzen. Schließlich stehen ja auch genug andere auf der Straße, die sofort den eigenen Posten übernehmen können.