China: Online-Spiele im Visier

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HanFred
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Re: China: Online-Spiele im Visier

Beitrag von HanFred »

Roone hat geschrieben: Und fällt irgendjemand auf, dass die Abkürzung des Namens des Fernsehsenders passenderweise die gleiche ist, wie die für Kameraüberwachungssystem? :D
hehe, daran muss ich auch immer denken, wenn in den nachrichten etwas von diesem sender gezeigt wird. CCTV ist ein ziemlich passender name im zusammenhang mit china. :P
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

in den nachrichten? der sender ist doch auch so sehr bekannt. immerhin laufen da viele europäische fußballspiele, die man sonst nur aus dem pay-tv kennt. china ftw! ^^
Dominius hat geschrieben:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:
hardcoreHARALD hat geschrieben: ich denke ganz klar dass die chinesen sich schon selbst befreien müssten...
und ich denke das werden sie auch irgendwann.

das ist eine ganz normale gesellschaftliche entwicklung. wenn man erstmal sicherheit und wohlstand hat, ist das nächsthöhere bedürfnis nach dem man strebt eben die freiheit. ich wünschte das würde irgendwann mal jeder kapieren, aber offensichtlich hat es kaum jemand nötig aus der geschichte zu lernen.
Soso. Ich muss dir da aber vehement widersprechen. Es gibt keine zwangsläufigen Entwicklungen in der Geschichte. Nur weil es an einem Ort eine gewisse Entwicklung gab, muss die sich wo anders nicht wiederholen. China kann auch vollkommen unfrei ein Erste-Welt-Land werden. Wenn die Leute genug Wohlstand haben, ist es mit der Freiheit nämlich vielleicht gar nicht mehr so wichtig.
Die Leute sollen lieber mal kapieren, dass Gesellschaftsentwicklung und Geschichte nicht nach einer einheitlichen "Stufentheorie" ablaufen. Daher gibt es auch kein "Ende der Geschichte".
nein, es gibt kein ende der geschichte, da sich die liberalen gesellschaften, also das was wir heute als das höchste an kultur erachten, sich immer noch weiterentwickeln können.
dennoch ist der werdegang in der geschichte fast aller liberaler gesellschaften nahezu gleich. sicherheit ist nunmal überhaupt der erste grund gewesen staaten und gesellschaften zu erschaffen. wohlstand war dann das nächste, was diese gesellschaften erreicht haben. denk doch nur mal an den imperialismus, wie europa dort aufgeblüht ist. zu der zeit waren überall noch monarchen an der macht. erst als der imperialismus seine erträge nach europa brachte kam es zu den ganzen revolutionen die uns demokratie und liberalismus brachten. aber jede stabile demokratie hat sich selbst entwickelt.
wenn ein etwas ärmeres land in die demokratie gezwungen wird endet das häufig im chaos. das funktioniert meistens nicht, vorallem weil die korruption dort zu viel nährboden hat.
deutschland ist wirklich die einzige ausnahme, die ich kenne, wo die zwanghafte demokratie wirklich funktioniert hat. aber halt auch erst im 2. anlauf :)
Gerasim hat geschrieben: hier schreiben viele was bringt die todesstrafe usw, resozialisierung vor rache usw das verstehe ich nicht,

stellt euch mal vor ein total abgewixxter typ tötet dein vatter deine mutter deine schwester und nur wei du nicht da warst darfst du weiterleben,was denkst du als nächstes?geben wir ihn noch eine chance?der kommt nach 4 jahren wieder frei weil er sagt er habe psychische probleme gehabt weil er mit seiner situation nicht zurecht kamm das er es im leben zu nichts geschaft hat und kriegt noch ne anti stress kur für 30000€ als resozialisierungsmaßnahme spendiert und für euch ist aber euer GANZES leben im arsch unfair oder?
ja und? nur weil jemand zu dir unfair war, musst du es nicht für andere auch unfair machen. wenn du selbst erlebt hast, was für schmerzen das sind, ist es nicht gerade sinnvoll andere auch diesen schmerz spüren zu lassen, nur damit du einen ausgleich findest. besser wäre es, du richtest dein leben absofort darauf aus, daß niemals wieder jemand diesen schmerz empfinden muss.

und was fairness angeht kannst du auch nie wissen, ob du den richtigen erwischst. wenn jemand ohne dein beisein deine ganze familie tötet, rächst du dich nachher noch am falschen. was dann? tötest du dann weiter? soll sich dann wieder jemand an dir rächen, weil er das auch unfair fand?
unser rechtssystem hat schon den sinn, das es uns ein höchstmaß an fairness gewährleistet. es hat zwar makel und man kann es immer noch verbessern, aber es ist allemal fairer, als das was du vorschlägst.
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HanFred
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Beitrag von HanFred »

in china haben aufstände und revolutionen ja auch tradition. das ist sich die regierung bewusst, sonst würde sie die bevölkerung vermutlich noch mehr unterdrücken.

@Gerasim: die primäre aufgabe der justiz ist nicht, den opfern genugtuung zu verschaffen sondern die gesellschaft zu schützen. und dazu trägt die todesstrafe eigentlich nirgendwo wirklich bei.
in china gibt's halt noch den spezialfall, dass häftlinge als organspender missbraucht werden. wenn das töchterchen eines parteimitglieds z.b. eine niere benötigt, wird halt schnell jemand kompatibles erschossen.

wenn man selber betroffen ist, bilden sich natürlich rachegedanken und genau deshalb entscheiden betroffene ja auch nicht über das schicksal der täter. natürlich würde auch ich rachegedanken hegen und ggf. einen täter umbringen wollen, aber in so einer situation denkt man ja nicht rational.

gegen die todesstrafe gibt es eigentlich ein ultimatives totschlag(haha)argument: ein justizirrtum lässt sich nicht mehr rückgängig machen. hingerichtet ist hingerichtet.
ausserdem macht sich die justiz im prinzip der vorsätzlichen tötung schuldig, was dem normalbürger (zu recht) verboten ist - das passt nicht wirklich zusammen.
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

Dominius hat geschrieben: Es gibt keine zwangsläufigen Entwicklungen in der Geschichte. Nur weil es an einem Ort eine gewisse Entwicklung gab, muss die sich wo anders nicht wiederholen.[...]
Die Leute sollen lieber mal kapieren, dass Gesellschaftsentwicklung und Geschichte nicht nach einer einheitlichen "Stufentheorie" ablaufen. [...]
Naja, es gibt da auch ganz andere Meinungen. Es existiert ein ganzer Wissenschaftszweig in der Soziologie, der sich mit dem Thema Modernisierung beschäftigt. Demnach haben alle modernen Gesellschaften die selbe Entwicklung durchgemacht. Und in heutigen Schwellenländern seien eben diese Entwicklungen auch zu beobachten. Es gebe also eine Universal-Entwicklung.
Gerasim hat geschrieben: zu der todesstraffe was es bringen soll usw. schonmal was von abschreckung gehört?
Das ist ein längst abgelaufenes Thema. Es ist mitlerweile widerlegt, dass die Todesstrafe die Kriminalitätsrate senkt, oder eine abschreckende Wirkung hat.
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Linden
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Beitrag von Linden »

Ich gehe gern beim Chinesen essen, aber über ihre Politik möchte ich mich nicht äußern.
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the curie-ous
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Beitrag von the curie-ous »

Wobei ich den deutschen Chinesen bevorzuge. Beim chinesischen Chinesen hätte ich immer ein seltsames Gefühl wenn ich mit den Stäbchen das Stückchen Fleisch aufnehme und von aussen nicht beurteilen kann ob es nun Katze, Hund, Rind oder tote Oma ist.
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

Dominius hat geschrieben: @Infiiiii(und noch viele is)
Nun, ich weiß ja nicht, wie du das siehst, aber Härte und Rache halte ich für wesentlich weniger zivilisiert als Gnade und Reintegration in die Gesellschaft (z.b. von ehemaligen Mitgliedern der RAF).
Das hat nix mit Rache zu tun, das nennt sich Bestrafung. Jemand der ein anderes Leben auslöscht und man es zu 99% nachweisen kann das diese Person es gewesen ist, hat meiner Meinung nach das Recht auf Leben in dieser Gesellschaft verwirkt.
Der Gesetzgeber sieht das zwar anders, das ändert aber nichts an meiner Meinung.
Und ich denke wenn man eine Umfrage macht würde ähnliches dabei rauskommen, man heuchelt zwar immer kräftig wie sittentreu alle sind z.B. auch was die Integration von Vollassis angeht, aber die Wirklichkeit ist meist anders. Und ausserdem ist das Weltanschauungssache und hat nichts mit zivilisiert zu tun, deshalb sollte man sich da bedeckt halten was China angeht.
Es ist eher die Regierung die fragwürdig ist, und diese Fragwürdigkeit gibt es in vielen Ländern.
Unter anderem auch hier in der "Videospieldebatte", deshalb finde ich diese News und die folgende Diskussion auch arg merkwürdig, das wollte ich nur damit sagen ^^
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Skippofiler22
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Beitrag von Skippofiler22 »

Sehe ich genau so. Ich finde, es bringt kein Opfer lebend zurück oder hilft sein Trauma zu überwinden, wenn sein Mörder/seine Mörderin bzw. sein Peiniger/seine Peinigerin per Selbstjustiz umgebracht wird. Gut, mal abgesehen für die nächsten Opfer.
Aber wer weiß, wer DANN dafür verantwortlich ist. Und ja. China hat eine sehr fragwürdige Regierung, die auch sehr willkürlich handelt. Und natürlich ist man auch geneigt dazu, China unter anderem wegen der stärkeren Kontrolle von Online-Gamern zu boykottieren. Aber dann könnte man theoretisch auch als Gamer in China oder dem Rest der Welt Deutschland boykottieren.
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hardcoreHARALD
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Beitrag von hardcoreHARALD »

HanFred hat geschrieben:in china haben aufstände und revolutionen ja auch tradition. das ist sich die regierung bewusst, sonst würde sie die bevölkerung vermutlich noch mehr unterdrücken.

@Gerasim: die primäre aufgabe der justiz ist nicht, den opfern genugtuung zu verschaffen sondern die gesellschaft zu schützen. und dazu trägt die todesstrafe eigentlich nirgendwo wirklich bei.(...)

wenn man selber betroffen ist, bilden sich natürlich rachegedanken und genau deshalb entscheiden betroffene ja auch nicht über das schicksal der täter. natürlich würde auch ich rachegedanken hegen und ggf. einen täter umbringen wollen, aber in so einer situation denkt man ja nicht rational.

gegen die todesstrafe gibt es eigentlich ein ultimatives totschlag(haha)argument: ein justizirrtum lässt sich nicht mehr rückgängig machen. hingerichtet ist hingerichtet.
ausserdem macht sich die justiz im prinzip der vorsätzlichen tötung schuldig, was dem normalbürger (zu recht) verboten ist - das passt nicht wirklich zusammen.
hätte es kaum besser formulieren können (bis auf den satz den ich ausgeklammert hab, davon weiss ich nämlich nichts und solang ich keine beweise dafür habe möchte ich auch niemandem solch eine tat vorwerfen).
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

"die primäre aufgabe der justiz ist nicht, den opfern genugtuung zu verschaffen sondern die gesellschaft zu schützen. und dazu trägt die todesstrafe eigentlich nirgendwo wirklich bei."
Naja das ist eigentlich ein Widerspruch an sich, deshalb ist sie ja immer noch vorhanden und war früher üblich.
Es ist die einfachste und effektivste Art schwer Verbrecher(Mörder) komplett aus dem Verkehr zu ziehn.
Mittlerweile hat die moderne Gesellschaft natürlich meist andere Mittel.
Wenn ich allerdings sehe wie hier wieder über Integrierung von Mördern geredet wird und ich in den Tagesthemen sehen muss das ein Mörder 9 Jahre bekommt(bei guter Führung evtl. nur 5) ist das schon arg fragwürdig finde ich.