USA: Die bisherigen Bestseller

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Bluewoodtree
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Beitrag von Bluewoodtree »

schlorch hat geschrieben: Daraus kann man aber nicht schlussfolgern, dass die meisten der Millionen MW2-Käufer gehirngewaschene Propagandaopfer und Kriegsbefürworter sind. Gerade für die bösen, bösen Teenager kann so ein Spiel auch Rückzugsort sein, in dem es - im Gegensatz zur realen Welt - ein viel Klareres Gut-Böse-Schema gibt, in dem man nicht viel denken muss und in dem man auch mal der Norm widersprechende Dinge tun kann. Ballern als Ventil. Katharsis, man kennt das.
Also ich denke, wenn man es nötig hat, geschmacklose Ballerei als Ventil zur Abreaktion braucht, sollte man mal besser in sich gehen und überlegen, was denn in seinem Leben falsch läuft...
Neversoft hat geschrieben:Ist euch anspruchsvollen Spielern mal in den Sinn gekommen, dass die meisten Leute die von der Arbeit heimkommen, keine Zeit und keine Nerven haben um Uncharted, ICO oder ähnliche Spiele zu spielen die von der Gamergemeinde als Kunstwerke angepriesen werden.

Was man will ist Spass, man spielt ein paar Runden MW 2 online und hat diesen auch. Und Leute als dumm oder anspruchslos zu bezeichnen die nur das wollen, zeigt euer abscheulich niedriges Niveau.
Ikar hat geschrieben: Allein schon, weil es ein "sinnloser" Kriegsshooter ist. Krieg haben wir schon genug auf der Welt, Krieg muss man nicht auch noch spielen...
Erinnert mich an den Satz:" Iss deinen Spinat auf es sterben ja schliesslich tausende Leute an den Folgen des Hungers." Schonmal in den Sinn gekommen das unser Handeln rein garnichts verändert. Ich esse den Spinat -> Leute sterben, ich esse ihn nicht -> Leute sterben.

Wie dem auch sei, euch anspruchsvollen Gamern ist wohl der eigentliche Sinn des spielens verloren gegangen. Besser für mich, ich hab meinen Spass mit MW 2.
Ich bezeichne Leute, die COD spielen nicht als dumm, allerdings als geschmacklos und niveaulos. Und wenn man sich nicht unbedingt anspruchsvollen Spielen widmen möchte, kein Problem. Pixel-Junk, Arcade-Shooter...es gibt da genug Alternativen...

Im Gegensatz zu den Weltkriegsshooter sind es noch "Spiele". Weltkriegsshooter sind in meinen Augen mehr eine Tötungssimulation.

Zu deinem Beispiel mit dem Spinat: klar wird die Welt nicht besser davon, wenn ich meinen Spinat aufesse...Aber man ergötzt sich auch nicht daran, wie schlecht es anderen Menschen geht, die nicht genug zu essen haben...
Es gibt ja auch kein Spiel, bei dem es darum geht, möglichst viel Essen wegzuschmeißen und anderen dann beim Verhungern zu zusehen.

Und zu unserer heutigen Gesellschaft: Ich bekomme da einiges mit auf der täglichen Zug- und Bahnfahrt zur Uni. Es gibt zwar auch Ausnahmen, aber gefühlte 90% der Generation U21 benimmt sich einfach nur asozial...ach ich will mich jetzt nicht weiter aufregen :P
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

dein schiller zitat gefällt mir. solltest du vielleicht mal drüber reflektieren, vorallem was tötungssimulationen angeht. wenn der mensch nur da mensch ist, wo er spielt, dann erschaffe dir mal ein neues menschbild, bei dem du nicht als modell dienst :)
-Levi- hat geschrieben: der unterschied zwischen dir/mir und den ganzen MW2-verfechtern: wir wissen, wenn wir uns was "sinnbefreites" reinziehen und haben kein Problem damit. Aber wenn du den anderen sagst: "das was du da so exzessiv spielst, ist anspruchslos/dumm", fangen sie an rumzuweinen.

ich wage zu behaupten, dass ist der grund, warum man sich gegenüber den anderen irgendwie cleverer fühlt und dazu verleitet wird, die anderen allgemein als "dumm" darzustellen ^^;
joa das hat schon einen erzieherischen charakter, nur das man von uns irgendwie auch nicht erwarten kann da mit pädagogischer kompetenz ranzugehen ^^
irgendeinen nenner brauchen wir ja, an dem wir uns festhalten können um den umstand zu beschreiben gedanken zu haben, die andere einfach nicht schaffen selbst zu denken :)
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Lt. Körschgen
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Beitrag von Lt. Körschgen »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:meine fresse ich weiß es nicht, warum man sich wegen diesem wort immer so aufregen und rechtfertigen muss.
wenn die amerikaner nunmal anspruchslose shooter lieber bevorzugen, als andere bevölkerungsgruppen, dann kann man daraus sehr wohl noch gewisse dinge draus ableiten, als bloss immer dieses oberflächliche gelaber von geschmack. auch für geschmack gibt es gründe. das ist nicht einfach durch gottes fingerschnippen ins hirn eingebrannt worden. nicht jeder amerikanische cod-spieler muss jetzt unbedingt dumm sein, aber es spricht nunmal für ihren schnitt und das ist doch mal überhaupt kein akt. wir wissen doch nicht erst seit diesen charts, daß die amerikaner nicht gerade die hellsten menschen sind.
Das mag ja sein, aber ich wiederhole: die Verkaufszahlen in Europa sind fast die Gleichen. Außerdem ist es ja nicht so, dass ausschließlich anspruchslose Shooter in den USA Erfolg haben.

Ikar hat geschrieben:Also ich denke, wenn man es nötig hat, geschmacklose Ballerei als Ventil zur Abreaktion braucht, sollte man mal besser in sich gehen und überlegen, was denn in seinem Leben falsch läuft...
"Geschmacklos" liegt immer im Auge des Betrachters und wieso muss bei jemandem, der bei Shootern Dampf ablässt, etwas schief gelaufen sein? Weil du das nicht so machst? Weil sich das nicht gehört? Weil du insgeheim daran glaubst, dass diese Spiele dumm/böse/aggressiv machen? Dann müsstest du ja auch was gegen Splatterfilme haben. So eine Ansicht ist durch nichts zu belegen und einfach stock-konservativ. Ich möchte dich nicht angreifen, aber die gleichen Argumente höre ich von meiner Mutter oder von greisen Politikern. Wir reden hier von Spielen, die, selbst wenn sie ein realistisches Szenario haben und von der Realität geprägt sind, im Grunde nichts mit ebendieser zu tun haben und gerade daraus ihren Reiz beziehen.
Ikar hat geschrieben:Ich bezeichne Leute, die COD spielen nicht als dumm, allerdings als geschmacklos und niveaulos.
Mutig, zumal wenn du ansonsten REIN GAR NICHTS über diese Menschen weißt...
Ikar hat geschrieben:Und zu unserer heutigen Gesellschaft: Ich bekomme da einiges mit auf der täglichen Zug- und Bahnfahrt zur Uni. Es gibt zwar auch Ausnahmen, aber gefühlte 90% der Generation U21 benimmt sich einfach nur asozial...ach ich will mich jetzt nicht weiter aufregen
Wow, interessantes Weltbild. Und was hat das mit MW2 zu tun? Oder überhaupt mit Spielen? Solch unreflektierte Aussagen gibt es seit Beginn der Menschheit, mehr Sinn bekommen sie durch das ständige repetieren allerdings nicht.

"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."
(Aristoteles)
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Bluewoodtree
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Beitrag von Bluewoodtree »

"Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen."
(Aristoteles)
Naja, wenn Aristoteles das damals schon gesagt hat...er kann froh sein, dass er schon 2300 Jahre tot ist :P
Ansonsten wäre er vielleicht auch zum "Komasäufer" geworden, wer weiß...
Wow, interessantes Weltbild. Und was hat das mit MW2 zu tun? Oder überhaupt mit Spielen? Solch unreflektierte Aussagen gibt es seit Beginn der Menschheit, mehr Sinn bekommen sie durch das ständige repetieren allerdings nicht.
Joa, aber anscheinend muss es immer mal wieder erwähnt werden...wir wollen doch schließlich keine Probleme unter den Tisch kehren ;)
Von mir aus können die "jugendliche Generation" treiben was sie will, solange ich davon nicht betroffen werde. Aber genau das bin ich, und damit habe ich ein Problem und auch das Recht, mich darüber aufzuregen.
Ivch will auch nicht sagen, dass die heutigen Jugendlichen von Haus aus dumm sind, sondern sie "machen" sich dumm.
Es ist schon traurig, wenn mehr als die Hälfte deutscher Jugendlicher sich nicht richtig artikulieren können - Migranten seien mal davon ausgenommen. Man hat regelrecht das Gefühl, dass nach dem Motto gelebt wird: "je dumm, desto cool"...
Ein Problem bekomme ich damit, wenn ich angesprochen werde: "Eh mach ma Platz wa". Ist denn ein" Könnten Sie mich bitte durchlassen" wirklich so schwer?

Es muss ja nicht jeder studieren, das verlange ich ja gar nicht. Allerdings kann man doch wohl von jedem erwarten, dass er sich wenigstens bemüht, dass etwas Vernünftiges aus ihm wird.
Meine Eltern sind auch Migranten, habe also auch nicht das allerbeste Elternhaus gehabt. Und trotzdem habe ich es durch eigenen Fleiß geschafft Student und Stipendiat zu werden. Man muss sich halt nur Bemühen.

Naja aber ich schweife ab, das hat jetzt nichts mit COD und Weltkriegsshootern zu tun....
Ich habe auch nichts gegen "Ballerei", wenn sie "angemessen" inszeniert wird. Uncharted 2 ist einfach eine Art Abenteuer...Bei COD, Medal of Honor und wie sie alle heißen, habe ich allerdings das Gefühl, dass Krieg als eine Art Spiel dargestellt wird. Was ich sagen will, in Uncharted kämpft man, in COD spielt man Krieg. Vielleicht sehe ich das auch alles im Moment zu kritisch wegen der Kundus-Affäre...ist halt ein heikles Thema momentan.
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Lt. Körschgen
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Beitrag von Lt. Körschgen »

Schwierige Sache. Es sei dir gegönnt, dass du was aus dir gemacht und Erfolg hast. Trotzdem haben viele Kinder/Jugendliche wesentlich schlechtere Voraussetzungen als du, und sein Potential nicht voll auszuschöpfen, ist kein Verbrechen. Zudem halte ich Bus und Bahn sowieso nicht gerade für den Ort, an dem man besonders viele höfliche/freundliche/clevere/angenehme Menschen egal welchen Alters trifft :)

Ich weiß, dass es viele extrem asoziale Jugendliche gibt (ich arbeite an einer Hauptschule, weiß also, wovon ich spreche), aber da sollte man sich auch an die eigene Nase fassen und sich fragen, ob man mit 13, 14 oder 15 soo viel besser war. Und selbst wenn, bei den zerrütteten Familienverhältnissen, die ich so mitbekomme, wundert es mich zumindest nicht, dass die Sprößlinge weit von unserer Wunschvorstellung entfernt sind. Einige Menschen sind gefestigt und clever genug, um sich aus schlechten Verhältnissen hoch zu arbeiten, andere besitzen diese Fähigkeit eben nicht.

Aussagen wie "die Hälfte der Jugendlichen kann sich nicht vernünftig artikulieren" kannst du so nicht einfach in den Raum stellen - zumindest bleibt es ansonsten einfach eine Behauptung. Und bloß weil sich jemand "unvernünftig" ausdrückt, heißt das nicht automatisch, dass er es nicht besser könnte! Das hat nicht selten in erster Linie mit Abgrenzungsverhalten, Gruppendynamik, Protest usw. zu tun. Natürlich reden viele (und oft mit voller Absicht) schwer erträglichen Mist (sowohl was den Inhalt als auch die Wortwahl betrifft!), nur: ist das bei Menschen jenseits der 20 anders? Dann geh mal in einen Gas-Wasser-Scheiße-Betrieb (nur als Beispiel, weil ich jemanden kenne, der das mal als Ausbildung gemacht hat) und hör den Jungs bei ihrem Mittagspausenplausch zu. Das ist meistens genau so große verbale Umweltverschmutzung.


Den Unterschied zwischen Uncharted und Modern Warfare, von dem du sprichst, kann ich nachvollziehen, wobei es letzten Endes trotzdem in beiden primär darum geht, viele virtuelle Gegner über den Jordan zu schicken.
Es ist ja völlig legitim und dein gutes Recht, wenn du Kriegsshooter ablehnst. Den Befürwortern solcher Spiele Niveaulosigkeit etc. zu unterstellen, halte ich aber nach wie vor für unangebracht. Denn wie gesagt, ich hatte Spaß mit MW2. Noch mehr mit Uncharted 2. Und eigentlich genau so viel mit den gewaltfreien Flower oder Rock Band. Will sagen: "Krieg spielen" heißt nicht "Krieg befürworten" und es heißt auch nicht "nur Krieg und sonst nix spielen".

Und immer dran denken: die Kriege der Menschheit wurden immer von Menschen angezettelt, die eben NICHT spielen. Genau so wie das Verbot von Prostitution i.d.R. zu einer höheren Rate von Sexualverbrechen führt. Insofern bleibe ich bei meiner Aussage: Krieg spielen kann Gewalt verhindern.



P.S. Du hälst das Komasaufen doch nicht für eine Erfindung der aktuellen Generation Jugendlicher? Als ich vor fast 10 Jahren mein Abi gemacht habe, gab es immer Partys, auf denen man einen Pauschalpreis gezahlt hat und dann unbegrenzt saufen durfte. Und ich weiß, dass das schon viele Jahrgänge vor uns so gehandhabt haben. Damals gab es nur die Wörter Flatrate- bzw. Komasaufen noch nicht, das Prinzip war genau das Gleiche.
Heute werden kotzende Jugendliche eben ständig gefilmt und sofort bei Youtube reingestellt. Außerdem scheinen so ganz allmählich auch mehr Leute eine weniger euphorische Einstellung zu Alkohol zu haben als vor 20 Jahren (nur eine Vermutung!).
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Bluewoodtree
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Beitrag von Bluewoodtree »

Schön, jemanden gefunden zu haben, mit dem man vernünftig diskutieren kann :P

Zu deinem Gas-Wasser-Scheiße-Beispiel:
Aber die meisten dieser Leute - hoffe ich doch - wissen, wann und wo sie sich wie zu benehmen haben. Und wenn ich mich an die eigene Nase packe: Ich war in meinem Freundeskreis mit 14,15 auch nicht immer Johannes der Täufer, aber wenn es darauf ankam, wusste ich mich schon zu benehmen.
Wenigstens hatte ich Respekt vor Älteren, und habe mich ihnen gegenüber dementsprechend verhalten.
Also wenn ich schon sehe, dass viele im Jogginganzug zur Schule fahren, sagt das schon einiges über deren Einstellung. Und das hat jetzt nichts mit Geld zu tun, denn ein Jogginganzug von Adidas ist mit ca 100€ teurer als eine gute Hose+Hemd/Pullover von H&M.

Das heutzutage mehr gefilmt wird und mehr an die Öffentlichkeit gelangt, ist ein Argument.
Allerdings habe ich heute morgen in der Zeitung gelesen, dass das Komasaufen tatsächlich zugenommen hat.
Habe die Zahlen nicht mehr 100% im Kopf, aber 2008 waren es etwa 25000 Jugendliche, die wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, 2001 waren es noch ca 9000. Also wohin der Trend geht ist klar...

Mein Problem mit den Kriegsspielen ist glaube ich, dass diese Spiele unterbewusst vermitteln, dass Krieg "Spaß" macht. Und diesen amerikanischen Patriotismus dabei - ganz widerlich :P
Die "Verpackung" des Themas ist irgendwie unglücklich, würde alles ein wenig kritischer inszeniert werden, hätte ich wahrscheinlich weniger ein Problem damit.
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Beitrag von Watchful_Eye »

Und immer dran denken: die Kriege der Menschheit wurden immer von Menschen angezettelt, die eben NICHT spielen. Genau so wie das Verbot von Prostitution i.d.R. zu einer höheren Rate von Sexualverbrechen führt. Insofern bleibe ich bei meiner Aussage: Krieg spielen kann Gewalt verhindern.
Der Vergleich mit der Prostitution hinkt insofern, dass Kriege ja nicht angezettelt werden, weil Soldaten so gerne schießen, sondern eben aus politischen Faktoren heraus.

Im Gegenteil, wenn man von Berufssoldaten ausgeht, wird sogar teilweise bewusst gefördert, seine Emotionale Seite abzustellen, weil man eben im Normalfall keine Zeit hat, sich vor jedem Schuss zu überlegen, ob das jetzt moralisch in Ordnung ist oder nicht ;) .

Ansonsten dito, vor allem bzgl des Komasaufen-Medienhypes - da stand dann eben nicht "Flatrate-Saufen" auf den Plakaten, sondern einfach sowas wie "5000 Liter Freibier".
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

du darfst aber nicht vergessen, daß die meisten kriege auf breite zustimmung stoßen. das ist in unserer gesellschaft natürlich anders, weil wir durch die medien über die wahrheit des krieges und der damit verbundenen gewalt aufgeklärt wurden, aber in weniger gebildeten ländern ist das nunmal nicht so. und früher war es auch bei uns nicht anders, das ist noch garnicht so lange her. wir deutschen haben auch erst 2 weltkriege anzetteln müssen und haben europa 2 mal in schutt und asche gelegt, bis wir gemerkt haben, daß das in der realtität dann doch nicht soviel spaß wie in unserer vorstellung ^^
Ikar hat geschrieben: Mein Problem mit den Kriegsspielen ist glaube ich, dass diese Spiele unterbewusst vermitteln, dass Krieg "Spaß" macht.
nun krieg und gewalt an sich machen nunmal spaß. was keinen spaß macht sind schmerzen.

diese erkenntnis müsste niemand im unterbewusstsein haben, wenn man mit diesem thema vernünftiger umgehen würde. aber gerade hier in deutschland ist gewalt größtenteils immer noch ein tabu-thema. ich habe als jugendlicher nie einen lehrer gehabt, der mir das so differenziert erklärt hat. ich musste schon selber auf den trichter kommen. das ist nunmal nicht bei jedem der fall, und das kann schon mal fatal enden, wie wir ja als angeprangerte killerspieler alle wissen.
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Bluewoodtree
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Beitrag von Bluewoodtree »

Dann frag mal den lieben Herrn Klein, was er dir im Moment dazu sagen würde, Kriege würden auf breite Zustimmung stoßen...
Da bin ich eher total anderer Meinung. Gerade Deutschland ist Krieg gegenüber sehr kritisch eingestellt.
Naja aber die Verkaufszahlen stammen ja aus den USA...die haben auch George Bush wiedergewählt, also ich denke die ticken wirklich bisschen anders als unser deutsches Völckchen
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Masakado
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Beitrag von Masakado »

Ikar hat geschrieben:Gerade Deutschland ist Krieg gegenüber sehr kritisch eingestellt.
Naja aber die Verkaufszahlen stammen ja aus den USA...die haben auch George Bush wiedergewählt, also ich denke die ticken wirklich bisschen anders als unser deutsches Völckchen
Die USA haben einen Strohmann wiedergewählt, und?
Hier führst du deine Gedanken zu oberflächlich aus. Um das alles zu erklären genügt schon ein Vergleich mit der "prüden" amerikanischen Gesellschaft, in der die Pornoindustrie dennoch boomt. Unsere deutsche Gesellschaft ist in vielerlei Hinsicht auch extremst prüde.

Doppelmoral ist das Stichwort- Hinter verschlossenen Türen kaufen auch Leute, denen natürlich bewusst ist das Krieg nicht gut ist, Kriegsspiele und das aus vielerlei Gründen. Über ein und den selben Kamm kann man deswegen die MWspieler nicht schieben. Multiplayer; Kriegspieler; "Shootingstars"; MW- Fans, die sich von der Story viel versprechen; Freizeitspieler die einfach nur ausprobieren, denen kann man nicht einfach Doppelmoral oder boshafte Ziele vorwerfen. Kay, ich übertreib wieder ein bisschen :oops:

Was die Beeinflussung des Unterbewusstseins angeht. Darüber sind sich die meisten eh' nicht bewusst, den meisten wurde so etwas gar nicht mal beigebracht, vielerlei Pseudowissen darüber stammt höchstens mal aus der ein oder anderen Fernsehsendung oder dem Internet. Und auch hier gilt wieder: Wen's nicht interessiert, der wird davon nichts hören.

Für die unterbewusste Beeinflussbarkeit gilt eigentlich auch hier, das man nicht alle über einen Kamm kehren darf. Das sind Einzelfälle, Wesenszüge verraten das man eigentlich schon einen sehr sensiblen Charakter haben muss, um sich von immersiv überzeugenden Medien derart verleiten zu lassen. Das Spiel müsste den Menschen schon sichtbar umkrempeln. Vieles spricht von Vorn herein schon dagegen das ein Sensibelchen viel Spass am Shooten entwickeln könnte. Ebenso ist dabei ein gestörtes Umfeld zu beachten, das Spiel wäre lediglich ein Ventil zur Kompensation sozialer Probleme.... Thema verfehlt :?:

Wenn man sich es so überlegt, kann eigentlich jedes Spiel als unterbewusste Beeinflussung der Menschlichen Psyche gesehen werden.

Man kann jetzt auch sagen das sich diese Einzelfälle mit der Zeit auch in der Masse wiederspiegeln würden, weil die meisten weniger Sensibel als die genannten Einzelfälle sind. Ergo: eine zeitverzögerte Nachentwicklung geistesgestörter Amokläufer :?:

Nein :!:
Warum? ganz einfach. Weniger sensible Charaktere entwickeln schneller Ihr Selbstbewusstsein. Sie erringen dadurch einen gesellschaftlich höheren Stand, finden durch Ihre offensiven Haltungen schneller Freunde als passive Sensiblo's. Was natürlich wieder zu einem großen Anteil durch das Umfeld (Gesellschaft) bestimmt wird.

Durch das Überwiegen der sozialen Kriterien handelt der Selbstbewusste Mensch das Spiel nur als Spiel, nicht als Ventil.

Die Gründe sind nicht bei den Spielen, den Herstellern und den Käufern zu suchen, sondern bei der Gesellschaftsstruktur. In Schulen und Familien wird wegen Leistungs- und Zeitdruck das Wesentliche nicht vermittelt, die Gesellschaft verkommt zu einer "Jedem-das-Seine-Gesellschaft" und und und. Weitere Ausführungen würden lediglich die Kriterien(vermitteltes Wissen/Gesellschaft) noch weiter zerlegen.

:idea: Shooter haben ein sehr starkes Multiplayerpotential, welches von vielen Shooterzockern auch produktiv genutzt wird. Dies schafft einen wiederum zweischneidigen Gegensatz zu der "Jedem-das-Seine-Gesellschaft", welche sowieso bereits aus zweischneidigkeit besteht.

"Sei dir selbst am Wichtigsten" soll vermittelt werden, ebenso soll eine "Miteinanderphilosophie" vermittelt werden. Teamplay braucht das Land. In der Arbeit ist Teamfähigkeit eine sehr wichtige, in den meisten Bereichen unempbärliche Vorraussetzung für eine Einstellung geworden, im gesellschaftlichen Miteinander ist diese Eigenschaft keinen Pfifferling wert. :?

Deutschland ist eine der Hochburgen der Doppelmoral. Wem nicht von der Wiege auf beigebracht wird, das eine vom anderen zu unterscheiden, zu trennen, zu verschachteln, die Schachtel in zwei weitere Hälften zu zersägen, diese bei Bedarf wieder zusammenzufügen ohne das bleibende Schäden des Inhalts bleiben, der ist am Anus. Kurz und knapp bräuchte jeder Deutsche einen Houdini zum Vater und eine Mutter Theresa zur Gleichbetitelten. Als drittes Rad am Wagen, wären geschulte Pädagogen auch noch sinnvoll :roll:

Ein tiefgreifendes Thema^^
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Lt. Körschgen
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Beitrag von Lt. Körschgen »

@Ikar: Gutes Beispiel mit den Jogginghosen :) Aber Spaß beiseite, es gab auch in unserer Jugend Leute, die sich wie die letzten Idioten verhalten haben, und es gibt sie heute eben auch - manchmal viell. noch ein bisschen extremer und auf jeden Fall irgendwie anders, aber das Phänomen ist nicht neu. Man sollte sowas sicher im Auge behalten, vor allem aber differenziert betrachten und nie vergessen, dass man selber natürlich auch einem Wandel unterzogen ist. Wir werden alle alt und spießig :)

Zu den Komasaufstatistiken kann ich jetzt nicht viel sagen. Sollte dem so sein, wärs schon gruselig. Den Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft (besonders in ländlichen Gebieten) finde ich aber ohnehin furchtbar. Wie auch immer, ich wollte nur zeigen, dass Vieles medial extrem aufgebauscht und als völlig neues Phänomen verkauft wird. Sehr viele Erwachsene haben auch diese von-oben-herab-Mentalität und tun so, als wären sie früher immer lammfromm gewesen. Ich will weder eine lammfromme Jugend, noch eine Jugend, die keine eigenen Merkmale (seien sie negativ oder positiv) entwickelt. Aufbegehren, rebellieren, Grenzen überschreiten, das gehört zur Jugend dazu. Und ich kann dir versichern, die meisten Jugendlichen haben eine Fassade und einen "echten" Kern. Und soweit ich das in meinem begrenzten Umfeld beurteilen kann, ist dieser Kern nach wie vor bei den meisten sehr in Ordnung.

Zur Inszenierung von Kriegsshootern: du hast ja prinzipiell Recht. Infinity Ward waren auch noch nie für Subtilität bekannt und MW2 verschenkt beispielsweise mit der Flughafen-Mission unglaublich viel Potential. Hätte man das Ganze interessanter inszeniert, hätte man die Motive der Täter näher beleuchtet und vor allem realistischer gewählt (in MW2 dient das Massaker ja nur dazu, um einen Krieg anzuzetteln und damit hat's sich. Aber was ist denn der wirkliche Nährboden für Terrorismus? Unzufriedenheit, Unterdrückung, Armut usw.). Die COD-Reihe inszeniert Krieg als Spektakel und dafür MUSS man sich definitiv nicht begeistern. Man DARF es aber und kann gleichzeitig absoluter Pazifist sein. Nur mal als Beispiele, wobei auch diese Vergleiche ein bisschen hinken: Das Brettspiel Risiko oder noch deutlicher Axis & Allies inszeniert Krieg. Im Fußball wird Aggressivität gefordert. Gotcha ist Kriegspielen, selbst Cowboy & Indianer. Menschen haben diesen kriegerischen Trieb in sich (manche mehr, manche weniger) und Spiele sind eine Form dies auszuleben, ohne anderen Menschen zu schaden.

In Medal Of Honor ist man die Sache z.b. anders angegangen. Da hat man die Unmittelbarkeit des Mediums voll ausgenutzt und das Mittendrin-Gefühl viel deutlicher dazu eingesetzt, um die Schrecken des Krieges zu zeigen (jedenfalls habe ich das beispielsweise bei der Normandie-Landung so empfunden). Aber selbst wenn es irgendwann ernst zu nehmende Anti-Kriegs-Spiele geben würde, müssten die ja auch irgendwie Spaß machen, weil sie sonst niemand zocken würde. Eine endlose Diskussion dazu gibt es bei Filmen (Stichwort: Gibt es Anti-Kriegsfilme?). Ich bin der Meinung es ist völlig legitim und sogar wünschenswert, dass man die Faszination von Waffen, Gewalt und Krieg weder tabuisiert noch glorifiziert. Ebenso sollte man SEHR vorsichtig sein, die Rezipienten/Konsumenten von Medien zu beurteilen. Insofern finde ich Kritik an einem Spiel wie MW2 absolut berechtigt und wichtig, allerdings sollte man nie den Fehler begehen das gesamte Genre und die Spieler zu verurteilen. Es ist und bleibt ein Spiel, und das bezieht i.d.R. viel von seiner Faszination daraus, dass man eindeutig zwischen virtueller und realer Welt unterscheidet, dass man im Spiel ungestraft Dinge tun kann, die man in der Realität nie machen würde. Würde auch nur 1/4 der MW2-Käufer tatsächlich Soldat werden, hätten die USA ihr Rekrutierungsproblem längst gelöst :)

Außerdem wiederhole ich noch mal: die Verkaufszahlen von MW2 sind in Europa ebenfalls extrem hoch! Das ist kein amerikanisches Phänomen, sondern mindestens ein europäisch-amerikanisches. In Japan hingegen sieht es wirklich anders aus...

@Watchful_Eye: Die Motive für Kriege sind vielfältig. Ich sprach aber auch nicht von Soldaten, denn die sind ja nur eine Art menschliches Werkzeug, sondern von denen, die Kriege anzetteln, den Machthabern also. Bei denen muss ein nicht unerhebliches Maß an Aggression vorhanden sein. Natürlich hätten Egoshooter Hitler nicht zu einem netten Typen gemacht. Es geht mir ja nur darum, dass der Konsum von Gewalt meiner Ansicht nach etwas "Reinigendes" haben KANN und wie gesagt, ein MW2-Spieler überzeugter Pazifist sein kann.

Dazu gibt es eine interessante These von Fritz/Fehr (Medienpädagogen), die sich in weiten Teilen mit dem deckt, was Masakado geschrieben hat. Physische Gewalt wird in unserer Gesellschaft abgelehnt, bestraft und oft auch tabuisiert. Gleichzeitig spricht man aber auch von einer Ellenbogen-Gesellschaft. Durchsetzungsvermögen wird gefordert, teilweise sogar Rücksichtslosigkeit. Die Menschen stehen unter enormen Druck, sollen häufig einfach nur funktionieren, Leistung bringen, Konkurrenten übertreffen usw.. Burn-Out-Syndrom und Depression werden die neuen Volkskrankheiten. Hinzu kommt psychische Gewalt (mobbing etc.). Zusätzlich sehen wir Bilder von Kriegen, die hunderte, tausende Kilometer entfernt statt finden. Wir haben im Prinzip keinen Einfluss darauf. Wollen wir diese Kriege? Wollen wir sie nicht? Spielt das überhaupt eine Rolle? In der Welt der Spiele gibt es mich, den Spieler, ich bin der Gute. Dann gibt es da die Bösen, die ballere ich ab und am Ende des Tages habe ich die (virtuelle) Welt gerettet, habe mich bewährt, habe Erfolg, Kontrolle, alles Dinge, die in der realen Welt viel schwieriger zu erlangen und viel komplexer sind. Es kann einfach befreiend sein, sich in ein Spiel zu begeben und sich auszutoben (sogar "verbotene" Dinge zu tun). Das hat auch nichts mit Realitätsverlust zu tun (daran leidet nur ein sehr, sehr kleiner Teil).

Um trotzdem auf die Soldaten zurück zu kommen: warum wird denn jemand Soldat? Bei einem Pädophilen (die ich um Gottes Willen nicht in Schutz nehmen möchte!) handelt es sich um eine Störung, die sich niemand freiwillig aussucht. Im Gegensatz dazu hat der Soldat in einer modernen Gesellschaft zahlreiche andere Berufsmöglichkeiten. Auch wenn es etwas populistisch/plakativ sein mag: wer Soldat wird, erklärt sich bereit im Ernstfall andere Menschen zu töten.
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

schlorch hat geschrieben: Außerdem wiederhole ich noch mal: die Verkaufszahlen von MW2 sind in Europa ebenfalls extrem hoch! Das ist kein amerikanisches Phänomen, sondern mindestens ein europäisch-amerikanisches. In Japan hingegen sieht es wirklich anders aus...
das klingt jetzt ein wenig missverständlich, deswegen werde ich das mal anhand der verschiedenen medienkulturen differenzieren:

also erstmal ist mw2 in den usa mit abstand schon am erfolgreichsten. das spiel wird zwar auch in europa sehr gut verkauft, aber in der relation nicht so gut wie in den usa. vorallem in großbritannien ist das spiel hier in europa am erfolgreichsten. in deutschland führt es zwar auch die charts an, aber ist dennoch nicht so dominant, wie bei den angelsachsen. in japan hingegen werden so gut wie gar keine ego shooter gespielt.

das liegt nunmal daran, daß dieses spiel genau an die bedürfnisse des amerikanischen marktes angepasst wurde. die briten haben ja aufgrund der kulturellen verbundenheit mit den amerikanern nunmal ungefähr den gleichen geschmack. nicht umsonst sind viele der hauptcharaktere in cod schon immer briten gewesen.
in deutschland ist das spiel aus zweierlei gründen nicht so beliebt, wie dort: der erste grund ist der, den wir alle kennen. wegen dem charismatischen schnäutzermann haben viele eine abwehrhaltung gegenüber sämtlichen gewaltdarstellungen eingenommen. deswegen gibt es auch noch einige junge leute, die gewaltspiele niemals zocken werden und so etwas kategorisch ablehnen und sogar verteufeln.
der zweite grund ist unsere gaming kultur: in deutschland wird sehr viel am pc gespielt. das ist in den usa und großbritannien überhaupt nicht der fall. mal abgesehen davon, daß cod im gegensatz zu früher nun einen höheren konsolenfokus hat, auch was das marketing angeht, besteht hier in deutschland auch einfach nicht das interesse sich jedes jahr einen neuen shooter zu kaufen. durch das pc gaming hat sich mit dem stärkeren fokus auf online-multiplayer eine beachtliche esport kultur entwickelt. diese kultur hat nunmal andere bedürfnisse. wer sich jahrelang durch counterstrike begeistern lässt, der braucht nicht jedes jahr ein cod zu kaufen, wenn überhaupt.

in japan hingegen ist die gewalt an sich schon ganz anders thematisiert, als bei uns in europa oder selbst in den usa. in japan wird damit viel offener umgegangen. ich gehöre selber noch zu der generation die mit dragonball aufgewachsen ist und ich weiß, wie dieser anime in wirklichkeit aussieht. in japan werden kinder schon viel früher mit abgehackten gliedmaßen und blut konfrontiert, als das bei uns der fall ist. was hier einige schon als "gewaltverherrlichend" ansehen, ist für viele japaner schon wieder zu trivial. deswegen wird in japan neben der vulgären gewaltdarstellung auch die psychologische gewalt viel mehr in den vordergrund der medialen darstellung gerückt. man sieht also weniger detailiert, wie die gedärme aus einem rausspritzen, dafür werden gedanken von opfern und tätern viel exakter und schockierender dargestellt. deswegen greift man in japan auch eher auf abstraktere, überzeichnetere gewaltdarstellungen zurück, während man sie hier im westen lieber authentisch mag.

soviel nur dazu :)
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Lt. Körschgen
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Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:
schlorch hat geschrieben: Außerdem wiederhole ich noch mal: die Verkaufszahlen von MW2 sind in Europa ebenfalls extrem hoch! Das ist kein amerikanisches Phänomen, sondern mindestens ein europäisch-amerikanisches. In Japan hingegen sieht es wirklich anders aus...
also erstmal ist mw2 in den usa mit abstand schon am erfolgreichsten. das spiel wird zwar auch in europa sehr gut verkauft, aber in der relation nicht so gut wie in den usa. vorallem in großbritannien ist das spiel hier in europa am erfolgreichsten. in deutschland führt es zwar auch die charts an, aber ist dennoch nicht so dominant, wie bei den angelsachsen. in japan hingegen werden so gut wie gar keine ego shooter gespielt.
Schwierig! Ich rechne und jongliere mal ein bisschen mit Zahlen rum...


Die PS3-Version von MW2 verkauft sich in den USA und Europa fast gleich oft (mittlerweile ca. je 2,5 Mio. mal). Dann sehe ich mir die Hardwareverkäufe an: etwa gleich viele verkaufte PS3 in Europa und USA (11 Mio. USA, 13 Mio. Europa)

Auf der Xbox hängt Amerika (fast 5 Mio. verkaufte MW2) Europa (ca. 2,3 Mio.) deutlich ab. Verwundert aber auch nicht weiter, da in den USA etwa 20 Mio. Xbox 360 verkauft wurden, in Europa "nur" 13 Mio.


Insofern kann man eigentlich nicht sagen, dass sich MW2 in der Relation in den USA besser verkauft als in Europa, sondern lediglich in den absoluten Zahlen.


Interessanterweise verkauft sich Dragon Age Origins in den USA sowohl auf PS3 als auch auf Xbox 360 etwa drei mal (!) so oft wie in Europa. Trotzdem wirft niemand den Amerikanern vor, sie seien alle Hardcore-Rollenspieler :)

Oder Borderlands.
PS3: USA 0,22 Mio. / Europa 0,14 Mio.
Xbox: USA 0,75 Mio. / Europa 0,27 Mio.



Dem Rest deiner Überlegungen würde ich soweit zustimmen. Interessanter Ansatz zu Japan! Wobei man wahrscheinlich auch noch berücksichtigen muss, dass der Glaube an Geister dort sehr verbreitet ist.