Der 4P-Kommentar: Die fade Fassade
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NochnoiDozor
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- Junko
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Der Kommentar hat mir gut bis mittelmäsig gefallen. Klar hat der Autor seine Sicht der Dinge logisch erklärt und hat auch stellenweise recht, aber betrachten wir die Sache mal etwas "realistischer".
Was macht Atmosphäre aus? Grafik? Sound? Story? Charaktere? Glaubwürdigkeit? Realismus? Doch wohl eher von allem etwas. Nun, wie erschafft man eine solche Atmosphäre?
Naheliegend ist es eigentlich, sich zuerst auf die Optik zu konzentrieren. Dadurch nimmt man den Kritikern schonmal den Punkt "Also die Grafik war nicht grad hammer" von den Lippen. An der Stelle will ich auch anmerken: Wir entwickeln uns weiter, so sollte es auch bei unseren "optischen Ansprüchen" sein. Denn wenn sich alle mit Wenig zufrieden geben würden, nur weil alles drumherum stimmt, würde sich auch Nichts daran ändern. Das hat AC richtig gemacht.
Nachdem die Optik steht kommt der zweite Gedankengang, in dem man die Kulisse musikalisch untermalt. Das geht von Hintergrundmusik bis zu Soundeffekten - und genau dadurch wird der virtuellen Welt überhaupt "Leben eingeflößt". Auch das hat AC richtig gemacht.
Zur Story kann ich dem Fall nicht viel sagen. ACII habe ich (noch) nicht gespielt, nur eines möchte ich generell mal anmerken: Für mich ist die Story hinter einem Spiel unglaublich wichtig, meist wichtiger als alles andere (meine subjektive Meinung). Hierbei ist generell zu sagen, dass Games noch lange nicht auf dem Stand eines guten alten Buches sind und das betrifft unzählige Spiele - nicht nur für ACII!
Charaktere sind es, die eine Welt glaubwürdig machen. Dazu gehört nicht nur ihr Äußeres, sondern auch wie sie sich verhalten und auf Dinge reagieren, was sie sagen, wie ihr (wenn vorhanden) Tagesablauf aussieht, wie ihre Beziehungen zu anderen Charakteren sind und und und. Das Alles komplett richtig zu machen ist, wie ein Vorschreiber schon erwähnte, schier unmöglich. Es würde Jahre dauern, bis die Charaktere aus Spielen die gleiche Glaubwürdigkeit mitbringen würden, wie die eines guten Buches (ja der ewige Buchvergleich...). Und mal ehrlich: Ich habe bisher kein einziges Spiel gespielt, bei dem die Entwickler derart fokusiert darauf geachtet haben. In dem Fall finde ich den Vergleich mit "Shadow of the Collossus" relativ Fehl am Platz, denn darin ist die Welt, wie schon vom Autor geschrieben wurde, mehr leer als voll. Man hat halt die wenigen Personen um die sich die Story dreht, folglich hat man auch "weniger" Aufwand. Oder denkt ihr nicht, dass wenn Ubisoft in ihren Spielen einen Cast von 5-10 Leuten hätten, sie es nicht auch ähnlich machen könnten?
Zuletzt möchte ich auf den Realismus eingehen. "Ein Spiel für Erwachsene", was genau hat das zu bedeuten? Soll das Spiel so "ernst" sein, dass es nur die Altergruppe von 18-40 interessiert? Darf das Spiel nur den Humor besitzen, den nur ein Erwachsener versteht? Kann ein Spiel nicht einfach für alle sein? Denkt "realistisch": Egal ob es ein Spiel oder eine dreidimensionale Darstellung eines Raumes in einem Bild ist - es ist und bleibt eine Illusion. Wie viel Realismus in dieser Illusion wirklich findbar ist, liegt immer im Auge des Betrachters.
In dem Sinne ist der Gedanke hinter dem Kommentar nicht schlecht gewesen, aber es ist einfach zu sehr auf dieses eine "schlimme Beispiel" ACII bezogen. Oder wäre es vielen hier lieber gewesen, wenn das Spiel so um 2015 erschienen wäre? Es gibt genug andere Spiele, die bis zu 10% weniger allein für solche, ich nenne es mal banale Kritikpunkte verdient hätten!
Wer nach einer vollkommen nachvollziehbaren und realistischen Atmosphäre sucht, der begibt sich auf eine sehr lange Reise...
lg, Ino
btw. wer das liest muss viel Zeit haben xD
Was macht Atmosphäre aus? Grafik? Sound? Story? Charaktere? Glaubwürdigkeit? Realismus? Doch wohl eher von allem etwas. Nun, wie erschafft man eine solche Atmosphäre?
Naheliegend ist es eigentlich, sich zuerst auf die Optik zu konzentrieren. Dadurch nimmt man den Kritikern schonmal den Punkt "Also die Grafik war nicht grad hammer" von den Lippen. An der Stelle will ich auch anmerken: Wir entwickeln uns weiter, so sollte es auch bei unseren "optischen Ansprüchen" sein. Denn wenn sich alle mit Wenig zufrieden geben würden, nur weil alles drumherum stimmt, würde sich auch Nichts daran ändern. Das hat AC richtig gemacht.
Nachdem die Optik steht kommt der zweite Gedankengang, in dem man die Kulisse musikalisch untermalt. Das geht von Hintergrundmusik bis zu Soundeffekten - und genau dadurch wird der virtuellen Welt überhaupt "Leben eingeflößt". Auch das hat AC richtig gemacht.
Zur Story kann ich dem Fall nicht viel sagen. ACII habe ich (noch) nicht gespielt, nur eines möchte ich generell mal anmerken: Für mich ist die Story hinter einem Spiel unglaublich wichtig, meist wichtiger als alles andere (meine subjektive Meinung). Hierbei ist generell zu sagen, dass Games noch lange nicht auf dem Stand eines guten alten Buches sind und das betrifft unzählige Spiele - nicht nur für ACII!
Charaktere sind es, die eine Welt glaubwürdig machen. Dazu gehört nicht nur ihr Äußeres, sondern auch wie sie sich verhalten und auf Dinge reagieren, was sie sagen, wie ihr (wenn vorhanden) Tagesablauf aussieht, wie ihre Beziehungen zu anderen Charakteren sind und und und. Das Alles komplett richtig zu machen ist, wie ein Vorschreiber schon erwähnte, schier unmöglich. Es würde Jahre dauern, bis die Charaktere aus Spielen die gleiche Glaubwürdigkeit mitbringen würden, wie die eines guten Buches (ja der ewige Buchvergleich...). Und mal ehrlich: Ich habe bisher kein einziges Spiel gespielt, bei dem die Entwickler derart fokusiert darauf geachtet haben. In dem Fall finde ich den Vergleich mit "Shadow of the Collossus" relativ Fehl am Platz, denn darin ist die Welt, wie schon vom Autor geschrieben wurde, mehr leer als voll. Man hat halt die wenigen Personen um die sich die Story dreht, folglich hat man auch "weniger" Aufwand. Oder denkt ihr nicht, dass wenn Ubisoft in ihren Spielen einen Cast von 5-10 Leuten hätten, sie es nicht auch ähnlich machen könnten?
Zuletzt möchte ich auf den Realismus eingehen. "Ein Spiel für Erwachsene", was genau hat das zu bedeuten? Soll das Spiel so "ernst" sein, dass es nur die Altergruppe von 18-40 interessiert? Darf das Spiel nur den Humor besitzen, den nur ein Erwachsener versteht? Kann ein Spiel nicht einfach für alle sein? Denkt "realistisch": Egal ob es ein Spiel oder eine dreidimensionale Darstellung eines Raumes in einem Bild ist - es ist und bleibt eine Illusion. Wie viel Realismus in dieser Illusion wirklich findbar ist, liegt immer im Auge des Betrachters.
In dem Sinne ist der Gedanke hinter dem Kommentar nicht schlecht gewesen, aber es ist einfach zu sehr auf dieses eine "schlimme Beispiel" ACII bezogen. Oder wäre es vielen hier lieber gewesen, wenn das Spiel so um 2015 erschienen wäre? Es gibt genug andere Spiele, die bis zu 10% weniger allein für solche, ich nenne es mal banale Kritikpunkte verdient hätten!
Wer nach einer vollkommen nachvollziehbaren und realistischen Atmosphäre sucht, der begibt sich auf eine sehr lange Reise...
lg, Ino
btw. wer das liest muss viel Zeit haben xD
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Escendo
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Im Kern kann ich die Ansichten verstehen, die Wertungen für manche Spiele jedoch nicht. Hier sind nur drei Beispiele für eine Unterbewertung:
- Assassin's Creed II
- Batman: Arkham Asylum
- Splinter Cell: Double Agent
Mir kanns eigentlich relativ egal sein, aber eure Tests sind leider nicht mehr das, was sie früher mal waren - eine zuverlässige und objektive Beurteilung. Es gab Zeiten, da konnte man seine Kaufentscheidung absolut von eurem Urteil abhängig machen, das kann man nicht mehr.
Manchmal sollte man hier bei 4Players, mit sich selbst genauso kritisch ins Gericht gehen, wie mit den Spielen. Man muss Gold und Platin wirklich nicht verschenken, das macht ihr schon ganz gut, aber dieser extrem kritische Spielejournalisten wirkt langsam wie eine übertrieben geschminkte Frau.
Zitat: "Mich stört: , dass der von vielen geforderte Einfallsreichtum zu selten mit gekauften Exemplaren gewürdigt wird."
Diese Aussage kann man auch weiter stricken...
- Assassin's Creed II
- Batman: Arkham Asylum
- Splinter Cell: Double Agent
Mir kanns eigentlich relativ egal sein, aber eure Tests sind leider nicht mehr das, was sie früher mal waren - eine zuverlässige und objektive Beurteilung. Es gab Zeiten, da konnte man seine Kaufentscheidung absolut von eurem Urteil abhängig machen, das kann man nicht mehr.
Manchmal sollte man hier bei 4Players, mit sich selbst genauso kritisch ins Gericht gehen, wie mit den Spielen. Man muss Gold und Platin wirklich nicht verschenken, das macht ihr schon ganz gut, aber dieser extrem kritische Spielejournalisten wirkt langsam wie eine übertrieben geschminkte Frau.
Zitat: "Mich stört: , dass der von vielen geforderte Einfallsreichtum zu selten mit gekauften Exemplaren gewürdigt wird."
Diese Aussage kann man auch weiter stricken...
- Immaculate_Misconception
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Wenn der zweite Teil so eine "geringe" Bewertung abgestaubt hat, obwohl dieser 10 mal umfang- und abwechslungsreicher ist als AC1, kann ich nicht nachvollziehen, weshalb der erste Teil besser bewertet wurde. Wäre AC1 jetzt statt AC2 erschienen, hätte es trotzdem einen Gold Award bekommen? Rein für Innovation? Zwei Jahre seit Release hin oder her, ich kanns es nicht nachvollziehen.
- Dark Mind
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Den Kommentar finde ich durchaus gelungen, da sowas durchaus bei Spielen ein störender Punkt sein kann. Ein anderes Paradebeispiel für so etwas ist das Spiel Prototype, wenn man z.B. als alter Opa getarnt vor einer Wache 20 meter in die höhe springt und die das nicht zu interessieren scheint. Blöd gemacht...
Fand ich wirklich den schlechtesten Punkt am ganzen Spiel, auch das der hauptcharakter im Spiel über tausende Passanten mit einem Panzer rollt und das in den Zwischensequenz nie jemand zu interessieren scheint.
Fand ich wirklich den schlechtesten Punkt am ganzen Spiel, auch das der hauptcharakter im Spiel über tausende Passanten mit einem Panzer rollt und das in den Zwischensequenz nie jemand zu interessieren scheint.
- Rickenbacker
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So ist nun mal unsere Welt, alles muss schnell, stylisch und gut verpackt sein.
Ich lasse die ausgelutschte Floskel "Früher war alles besser" mal schön tief in mir verpackt, da früher sicherlich nicht alles besser war (Ausser den Games!).
Nur gefällt mir die momentane Phase die unsere geliebten Games durch machen ganz und garnicht.
Ich meine, hey 2003 wurde der Hip Hop getötet, aber was solls, ich hatte vorher 10 schöne Jahre.
Da werde ich es wohl auch verkraften das die Games mittlerweile zu 95% für die breite Masse entwickelt werden.
Wen juckt da noch eine glaubhafte Spielwelt, eine lange Spielzeit, Storys die einige Bücher alt aussehen lassen, ein perfektes balancing, dass ist doch alles von Gestern, alt, out, unstylisch.
Das entlockt dem kleinen 200 kg Marvin nichtmals ein kleines lächeln, wenn er sich völlig geschaft nach 4 Stunden Schule in seine Ikea Couch fallen lässt, die in Plastik Folie verpackte Fernbedienung betätigt um in Modern Warfare mal wieder ein paar b00nz zu p0wnen.
Aber eines Tages werden sich die Entwickler wieder fragen "Man warum entwickel ich nur noch irgend eine seelenlose Scheisse, die mich überhaupt nicht interessiert.
Vor meiner 40 Zimmer Villa parken meine 20 Luxusautos, ich will jetzt mal wieder etwas entwickeln worauf ich selbst bock habe und dort mein ganzes Herzblut hinein stecken."
Sie sollen sich erstmal in aller ruhe an dem reichlich gedeckten Massenmarkt Tisch bedienen, wenn sie dann satt und glücklich in ihrem Rindsleder Sessel sitzen und eine Kubanische Zigarre paffen, ihren Gedanken freien lauf lassen, dann kommen auch wieder Games mit viel Tiefgang, hässlicher Isosicht und 400 Stunden Spielzeit.
So wird es geschehen...
Ich lasse die ausgelutschte Floskel "Früher war alles besser" mal schön tief in mir verpackt, da früher sicherlich nicht alles besser war (Ausser den Games!).
Nur gefällt mir die momentane Phase die unsere geliebten Games durch machen ganz und garnicht.
Ich meine, hey 2003 wurde der Hip Hop getötet, aber was solls, ich hatte vorher 10 schöne Jahre.
Da werde ich es wohl auch verkraften das die Games mittlerweile zu 95% für die breite Masse entwickelt werden.
Wen juckt da noch eine glaubhafte Spielwelt, eine lange Spielzeit, Storys die einige Bücher alt aussehen lassen, ein perfektes balancing, dass ist doch alles von Gestern, alt, out, unstylisch.
Das entlockt dem kleinen 200 kg Marvin nichtmals ein kleines lächeln, wenn er sich völlig geschaft nach 4 Stunden Schule in seine Ikea Couch fallen lässt, die in Plastik Folie verpackte Fernbedienung betätigt um in Modern Warfare mal wieder ein paar b00nz zu p0wnen.
Aber eines Tages werden sich die Entwickler wieder fragen "Man warum entwickel ich nur noch irgend eine seelenlose Scheisse, die mich überhaupt nicht interessiert.
Vor meiner 40 Zimmer Villa parken meine 20 Luxusautos, ich will jetzt mal wieder etwas entwickeln worauf ich selbst bock habe und dort mein ganzes Herzblut hinein stecken."
Sie sollen sich erstmal in aller ruhe an dem reichlich gedeckten Massenmarkt Tisch bedienen, wenn sie dann satt und glücklich in ihrem Rindsleder Sessel sitzen und eine Kubanische Zigarre paffen, ihren Gedanken freien lauf lassen, dann kommen auch wieder Games mit viel Tiefgang, hässlicher Isosicht und 400 Stunden Spielzeit.
So wird es geschehen...
- muecke-the-lietz
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Eine Anmerkung meinerseits:
Ich finde es mehr als lächerlich, dass AC II jetzt die ganze Zeit als Sündenbock für alles herhalten muss. Letztlich wird das Spiel auf 4p schon alleine deshalb überhypet, weil sich jeder Kommentar oder was weiß ich, irgendwie darum dreht.
Ja, die erwähnten Punkte können ein stören. Aber AC II wirkt auf mich optisch fantastisch, wozu auch ein halbwegs glaubwürdiges Leben in der Stadt gehört. Die Gegner verhalten sich meistens angemessen und nur in Ausnahmefällen völlig daneben. Vieles was kritisiert wurde, sind aber schlichtweg Gameplay Entscheidungen. Gewisse Dinge sind in einem Spiel unlogisch, weil es anders nicht in dem Sinne des Spiel möglich gewesen wäre. Gegner müssen irgendwann die Suche abbrechen, weil das Spiel sonst vorbei wäre. Passanten können nicht jedes mal bei Anblick einer Leiche in eine Massenpanik verfallen, denn in dem Spiel geht es um das Töten, so blöd das auch klingt.
ACII hat für mich an ganz anderen Stellen aufgeholt, die damit schlecht gemacht werden, weil sie nicht so sind, wie 4p es wollte. Das ist totale Scheiße. Mal ehrlich.
Eine Spielwelt kann nur bis zu einem gewissen Punkt glaubwürdig sein, ab dann muss das Spiel vor allem als Spiel funktionieren. Sicher ist immer noch viel mehr drin. Aber ACII ist nun einmal ein Spiel für den Massenmarkt, ein Blockbuster. Und als solcher ist es ein Spitzentitel, auch wenn es sicher keine spielerische Sensation ist.
Ich finde es mehr als lächerlich, dass AC II jetzt die ganze Zeit als Sündenbock für alles herhalten muss. Letztlich wird das Spiel auf 4p schon alleine deshalb überhypet, weil sich jeder Kommentar oder was weiß ich, irgendwie darum dreht.
Ja, die erwähnten Punkte können ein stören. Aber AC II wirkt auf mich optisch fantastisch, wozu auch ein halbwegs glaubwürdiges Leben in der Stadt gehört. Die Gegner verhalten sich meistens angemessen und nur in Ausnahmefällen völlig daneben. Vieles was kritisiert wurde, sind aber schlichtweg Gameplay Entscheidungen. Gewisse Dinge sind in einem Spiel unlogisch, weil es anders nicht in dem Sinne des Spiel möglich gewesen wäre. Gegner müssen irgendwann die Suche abbrechen, weil das Spiel sonst vorbei wäre. Passanten können nicht jedes mal bei Anblick einer Leiche in eine Massenpanik verfallen, denn in dem Spiel geht es um das Töten, so blöd das auch klingt.
ACII hat für mich an ganz anderen Stellen aufgeholt, die damit schlecht gemacht werden, weil sie nicht so sind, wie 4p es wollte. Das ist totale Scheiße. Mal ehrlich.
Eine Spielwelt kann nur bis zu einem gewissen Punkt glaubwürdig sein, ab dann muss das Spiel vor allem als Spiel funktionieren. Sicher ist immer noch viel mehr drin. Aber ACII ist nun einmal ein Spiel für den Massenmarkt, ein Blockbuster. Und als solcher ist es ein Spitzentitel, auch wenn es sicher keine spielerische Sensation ist.
- Rickenbacker
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Den Satz finde ich besonders gelungen!Aber ACII ist nun einmal ein Spiel für den Massenmarkt, ein Blockbuster. Und als solcher ist es ein Spitzentitel, auch wenn es sicher keine spielerische Sensation ist.
"Blockbuster, Spitzentitel, keine spielerische Sensation."
Aber niemanden juckt es, willkommen in der nächsten Generation des Zockens, yeah Baby!
- muecke-the-lietz
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Es gab schon immer Blockbuster auf die diese Beschreibung zutraf. Es waren prinzipiell gute Titel, die aber für die Masse waren.
Sorry, aber so sieht die Sache leider aus. Auch heute noch gibt es Dragon Ages, Machinariums, Mass Effects, Mirrors Edge, Borderlands, Batmans, Half Lifes, etc.
Aber es muss auch solche massentauglichen Blcokbuster geben, die gibt es zwar in letzter Zeit ein bisschen zuviel, aber dafür ist im Oktober z.B. Brütal Legend rausgekommen, welches sich auch eher an eine spezielle Spielergruppe richtet.
Sorry, aber so sieht die Sache leider aus. Auch heute noch gibt es Dragon Ages, Machinariums, Mass Effects, Mirrors Edge, Borderlands, Batmans, Half Lifes, etc.
Aber es muss auch solche massentauglichen Blcokbuster geben, die gibt es zwar in letzter Zeit ein bisschen zuviel, aber dafür ist im Oktober z.B. Brütal Legend rausgekommen, welches sich auch eher an eine spezielle Spielergruppe richtet.
- muecke-the-lietz
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Der Autor sollte sich vielleicht mal überlegen, was für ein Spiel - vor allem welcher Qualität - er hier verreist. Ich dachte nach dem Durchspielen von Uncharted 2 nicht, dass es ein weiteres Spiel in nächster Zeit schaffen könnte, mich so zu faszinieren. Aber AC2 hat das nicht nur geschafft, es hat es sogar getoppt. Sicher weil es um eine mich eh interessierende historische Zeit geht, aber diese wurde meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt.
Wenn der Autor ein klein wenig davon abrücken kann, Realismus einzufordern, was nicht Sinn und Zweck des Spiels ist, sondern der von dieser Redaktion immer so lautstark eingeforderte Spass am Spielen, dann kann er vielleicht auch eine Kiste mit Geld in einem Armenviertel als Motivation für den Spieler, die ganze Stadt zu erkunden, akzeptieren und auch wieder Spass am Spielen haben. (Übrigens: man muss diese Kisten ja nicht aus den Armenvierteln mitnehmen, wenn einen das Gewissen plagt und das Geld - wie im Test zu lesen war - viel zu früh keine Rolle mehr spielt)
Im übrigen empfehle ich dem Autor genau diesen Test auf 4P zu lesen. Hier gab es eine Wertung von über 80 Punkten, welche einen Verriss wie diesen von Vornherein ad absurdum führt.
Viele Grüße aus Elbflorenz von einem Leser, der sich heute wieder den ganzen Tag darauf freuen wird, abends in die Tiefen der italienischen Geschichte abzutauchen. Arrividerci...
Wenn der Autor ein klein wenig davon abrücken kann, Realismus einzufordern, was nicht Sinn und Zweck des Spiels ist, sondern der von dieser Redaktion immer so lautstark eingeforderte Spass am Spielen, dann kann er vielleicht auch eine Kiste mit Geld in einem Armenviertel als Motivation für den Spieler, die ganze Stadt zu erkunden, akzeptieren und auch wieder Spass am Spielen haben. (Übrigens: man muss diese Kisten ja nicht aus den Armenvierteln mitnehmen, wenn einen das Gewissen plagt und das Geld - wie im Test zu lesen war - viel zu früh keine Rolle mehr spielt)
Im übrigen empfehle ich dem Autor genau diesen Test auf 4P zu lesen. Hier gab es eine Wertung von über 80 Punkten, welche einen Verriss wie diesen von Vornherein ad absurdum führt.
Viele Grüße aus Elbflorenz von einem Leser, der sich heute wieder den ganzen Tag darauf freuen wird, abends in die Tiefen der italienischen Geschichte abzutauchen. Arrividerci...
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ZockerManiac
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Seit ich "Stammgast" im Hause "4Players" bin, habe ich mir keinen einzigen Kommentar entgehen lassen und ich habe jeden einzelnen auf seine Art geschätzt! Doch bei diesem Kommentar habe ich zum allerersten Mal das schöne Gefühl, ihn nicht nur gerne gelesen zu haben: Ich hätte ihn schreiben können! Danke, Benjamin, für diesen Kommentar! Endlich spricht mal jemand anderes 1 : 1 eben ganz genau jene Dinge aus, für deren Äußerung ich hier im Forum von mehreren Seiten angegriffen und sogar persönlich beleidigt wurde. Nein, nachtragend bin ich nicht, das wäre albern. Trotzdem tut es richtig gut, wenn jemand Worte findet, mit denen er einem so richtig aus der Seele spricht!
ZockerManiac
PS:
@ Armoran:
@ Sid6581:
Das ist die große Frage: Wieso?! Von einigen Seiten hier im Forum wurde diese Frage damit beantwortet, dass es sich bei solchen Unzulänglichkeiten (oder wie man sie auch immer bezeichnen will) um unvermeidbare und absolut folgerichtige Kompromisse handele, die man widerspruchslos akzeptieren müsse, weil es anders nun einmal nicht möglich sei... Das diese Sichtweise schlicht nicht zutreffend ist, wird deutlich, wenn man bedenkt, dass es ja sehr wohl zu jedem einzelnen der von Dir genannten Situationen Beispiele von Spielen gibt, die den jeweiligen "Fehler" eben nicht gemacht, sondern glaubwürdigere Lösungen gefunden haben. Es geht also selbstverständlich auch anders!Wieso schiebt mir eine arme Bäuerin für das Verprügeln ihres untreuen Ehemanns ebenso viel Geld zu wie ich für einen gut bezahlten Mordauftrag erhalte? Wieso hockt meine Mutter jahrelang (!) in ein- und derselben Position vor ihrem Bett? Wieso kann ich mich buchstäblich vor der Nase von drei Wachen in den direkt daneben befindlichen Eingang schleichen? Warum spazieren nachts ebenso viele Menschen in den Städten herum wie am Tag? Was ist mit einem körperlich unversehrten Leonardo da Vinci, der mit einem lapidaren "Ich habe mich an ihre Gewaltausbrüche gewöhnt" reagiert, nachdem er von einer Stadtwache verprügelt wurde? Wie kann es sein, dass die Schwester ihre eigene Mutter ins Gesicht schlägt, weil sie auf einem seelenlosen Feldweg an ihr vorbei will? Warum werde ich von Soldaten nicht wenigstens ein paar Sekunden lang gesucht, nachdem sie mich hinter einem einsamen Schornstein kurz aus den Augen verloren haben? Welchen Sinn ergibt es, dass eine Wache schweigsam zusieht, während sich Ezio in aller Ruhe über seinen von ihm getöteten Kameraden hermacht? Und wer hat sich eigentlich nichts dabei gedacht, als man leicht zu öffnende Schatztruhen inmitten von Armenvierteln platziert hat?
Genau so ist es! Dasselbe könnte man in ähnlicher Weise auch Oblivion, Mass Effect und zahlreichen weiteren Titeln vorwerfen, deren Erschaffer zweifelsohne in der Lage gewesen wären, das besser zu machen! BioWare beispielsweise haben ja hinreichend unter Beweis gestellt, dass sie interessante und glaubwürdige Charaktere erschaffen können. Warum muss ich mich dann andererseits damit abfinden, dass in ME unzählige "NPCs" (die diesen Namen überhaupt nicht verdienen, da sie schlicht keinen Charakter haben!) nur wie Wachsfiguren mehr oder weniger dekorativ und nutzlos in der Gegend herumstehen und nicht einmal gestikulieren?!Es hilft nichts, etliche Passanten in tausend verschiedenen Kleidern durch die Straßen Italiens zu schicken, wenn sie dort als leblose Marionetten wie auf Schienen wandeln.
Genau diesen Eindruck habe ich auch, wobei man hier im Forum gefährlich lebt, wenn man sich traut, eine solche Meinung zu vertreten... Viel populärer scheint es zu sein, treu und brav immer weiter gleich am Release-Tag in die Läden zu rennen und sich alles - aber auch wirklich ALLES - als "unvermeidbaren Kompromiss" verkaufen zu lassen. Nur seltsam, dass beim Kaufpreis hingegen keine Kompromisse gemacht werden! *Vorsicht! Ironie!*Es scheint so, als wären den Entwicklern solche Details geradezu egal; einfach deshalb, weil sie mit so einfachen Mitteln eine glaubwürdige Welt erbauen könnten - es aber einfach nicht tun.
Das sind nur noch weitere Beispiele für jene "unvermeidbaren Kompromisse" die ich - und ich bleibe dabei - als inakzeptable (und selbstverständlich vermeidbare!) Unzulänglichkeiten bezeichne! Selbstverständlich ist es nicht ohne weiteres oder auch überhaupt nicht möglich, das "perfekte" Spiel zu erschaffen, das gar keine Fehler mehr macht. Das verlangt ja auch niemand! Aber zwischen "gar keine Fehler" und jenen Zuständen, die sich hier eingebürgert haben und offenbar sogar von vielen ganz selbstverständlich hingenommen werden, liegen ja auch riesige Welten voller Spielspaß, von denen man jedenfalls sehr viel mehr realisieren könnte als dies meist tatsächlich geschieht! Selbstverständlich ist es schwierig bis unmöglich, in einem RPG jeden einzelnen NPC in jeder erdenklichen Situation absolut logisch reagieren zu lassen. Das erklärt sich übrigens schon allein daraus, dass es auch im realen Leben kaum eine Situation gibt, in der jeder Mensch auf exakt dieselbe Weise reagieren würde. "Die logische Reaktion" gibt es also nicht. Dennoch wird mir hoffentlich jeder darin zustimmen, dass die allermeisten Menschen wenigstens irgendwie reagieren würden, wenn sie sehen, wie jemand am helllichten Tag eine Leiche in einem Kirchenbrunnen entsorgt (insbesondere dann, wenn es sich dabei auch noch um Priester handelt!). Natürlich würde sich nicht jeder todesmutig auf den Schurken stürzen, aber nur die wenigsten würden wohl einfach seelenruhig daneben stehen bleiben... Natürlich ändert das nichts daran, dass DA:O ein gutes Spiel ist. Dennoch sind das schlicht und ergreifend ärgerliche - weil mit einer gewissen Sorgfalt vermeidbare - Unzulänglichkeiten, die auch keine andere Bezeichnung verdienen!Wenn ich in Liberty City das Auto stehen lasse, um vor spielerisch leergefegten Fassaden spazieren zu gehen, fühle ich mich ebenfalls allein gelassen. Wenn ich in den Weiten der Borderlands keinen einzigen Dialog führe, wird die stimmungsvolle Prärie zur leblosen Wüste. Und wenn ich als marsianischer Guerilla-Krieger mein eigenes Hauptquartier dem Erdboden gleichmache, ohne dafür auch nur einen einzigen blöden Kommentar zu ernten, komme ich mir sogar verarscht vor.
Genau das ist der Punkt!In Open World-Titeln schmerzen unglaubwürdige Inkonsequenzen allerdings mehr. Warum? Weil sie sich die Erschaffung einer lebendigen virtuellen Welt auf die Fahnen geschrieben haben. Und Assassin's Creed II ist ein Paradebeispiel dafür, wie selbst die aufwändigsten Produktionen einfache Kleinigkeiten wie selbstverständlich ignorieren.
Genau darum geht es! Das hat gar nichts mit "Perfektionsdrang" zu tun, sondern ganz einfach nur mit Sorgfalt und Ehrgeiz. Das Loch, in welches so viele Spiele fallen, heißt nicht "fehlende Perfektion", sondern "Halbherzigkeit"!Virtuell und dennoch lebendig: Passen diese Begriffe überhaupt zusammen? Ist es überhaupt möglich, eine künstliche Welt mit Leben zu füllen? Aber natürlich! Denn es geht lediglich um die Illusion, nicht um Realismus. Und die erreicht man, indem man eine Welt nicht nur mit möglichst vielen bei der Realität abgeschauten Elementen anreichert - viel wichtiger ist es, die vorhandenen Elemente zu Ende zu denken!
Und wieder: Ganz meine Worte...Immerhin: Wer von einer rüden Wache pöbelnd geschubst wird, weil er ihr im Weg steht, erkennt ja ein nachvollziehbares Verhaltensmuster. Es geht also!
Noch besser ginge es, wenn den Machern bewusst wäre, wie wichtig der Blick auf die als irrelevant erklärten Details ist.
Amen!Glaubwürdig genug, damit ich mich nicht nur satt sehen will, sondern auch darin fallen lassen kann. Denn erst wenn mein Gefühl mir sagt 'Hier könntest du Zuhause sein', würde ich Ubisofts Italien nicht nur mit den Augen und den Ohren lieben. Dann wäre endlich auch mein Herz dabei.
ZockerManiac
PS:
@ Armoran:
Ja, das ist die große Frage... Die einen nennen's Halbherzigkeit oder Schlampigkeit, die anderen "unvermeidbare Kompromisse"...aber wenn man schon etwas "episch" darstellen will, warum durchdenkt man das Ganze dann nicht auch bis ins letzte Detail und verliert im Gameplay plötzlich seine ganze Glaubwürdigkeit ?
@ Sid6581:
Ich kann zwar nicht beurteilen, ob die Kritik im ersten Teil Deiner Ausführung in diesem Fall angemessen ist, da ich Fallout 1 nicht gespielt habe, aber eines weiß ich: Es gibt zahlreiche Spiele, bei denen genau diese Kritik angemessen ist und sich völlig zwanglos vom Figurenverhalten auf andere Bereiche (Grafik, Synchro, Bewegungsanimationen oder was weiß ich) übertragen lässt! Im Falle von RPGs wie Gothic sind es gerade diese kleinen, rein storytechnisch völlig unbedeutenden Details, die eine virtuelle Welt glaubwürdig und lebendig werden lassen.Nein, wäre es nicht. Selbst ein über zehn Jahre altes Fallout 1 hat die Reaktionen von NPCs glaubwürdiger simuliert als es ein Assassin's Creed mit all der Technik heutzutage macht. (...)
Und dabei muss es nicht einmal eine aufwändige KI sein. Man nehme Gothic, welches auch schon ziemlich alt ist, aber mit einfachen Tagesabläufen versehen wurde
- BloodyJoe
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Mich nerven z.B. die vielen instanzierten Bereiche in allen möglichen RPGs wie z.B. Dragon Age, WoW, HdRO usw. Geht man in ein Haus muss erst geladen werden. Dann ist man in einem abgeschnittenen Raum, kann nicht zu den Fenstern rausschauen usw. Das ist für mich der Atmosphärenkiller Nr1. Irgendwann wird die Technik soweit sein vollständige Welten darstellen zu können. Mit freien Flächen für Player-Housing usw.
Auch extrem nervig für die Glaubwürdigkeit in 3d Shootern ist es wenn meine Opferleichen verschwinden. Klar die nicht mehr gebrauchten Polygone werden der Performance wegen gelöscht, aber vor dem Konsolen-Zeitalter, als 3D Shooter noch für den PC entwickelt wurden, konnte ich mein Werk noch stundenlang begaffen. Ganz mies ist das bei Crysis. Ich könnte Stunden so weitermachen... deshalb.
Auch extrem nervig für die Glaubwürdigkeit in 3d Shootern ist es wenn meine Opferleichen verschwinden. Klar die nicht mehr gebrauchten Polygone werden der Performance wegen gelöscht, aber vor dem Konsolen-Zeitalter, als 3D Shooter noch für den PC entwickelt wurden, konnte ich mein Werk noch stundenlang begaffen. Ganz mies ist das bei Crysis. Ich könnte Stunden so weitermachen... deshalb.
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Z101
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Nein ist es nicht, da habe schon in manchen Spielen zu C64er Zeiten die Figuren lebendiger gewirkt als bei AC2.AEV-Fan hat geschrieben:Ich denke es ist einfach schlicht und ergreifend zu schwierig, das Geforderte umzusetzen?!
Aber man muss mal die Tatsachen sehen: AC 2 oder Modern Warfare 2 sind keine Spiele für "Feinschmecker" es sind teuer produzierte Blockbuster, vergleichbar mit Filmen wie "2012" oder Transformers.
Sind in solchen Filmen die Charaktere glaubwürdig oder die Handlung logisch? Natürlich nicht. Weil es den meisten Leuten die solche Filme ansehen nicht darauf ankommt, die wollen Schauwerte und einfach gestrickte Helden. Ebenso ist es bei den Spieleblockbustern.
