Der 4P-Kommentar: Wertung abschaffen?
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- Platonas
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also leute...meiner meinung nach sollte man die wertungen nicht abschaffen.
was man aber tun sollte, wäre eine spezialisierung in einigen bewertungspunkten. jedes spiel sollte unter den selben kriterien behandelt und betrachtet werden. wie genau diese kriterien aussehen, dazu sage ich nichts. darum sollen sich unsere spieletester in der redaktion kümmern.
des weiteren sei auch gesagt, dass das punktesystem beibahlten werden sollte, aber vielleicht nicht mit der porzentualen wetung, sondern mit einer skala von 1 bis 10 mit 0,1er schritten (oder sowas in der art)
das von mir soweit.
was man aber tun sollte, wäre eine spezialisierung in einigen bewertungspunkten. jedes spiel sollte unter den selben kriterien behandelt und betrachtet werden. wie genau diese kriterien aussehen, dazu sage ich nichts. darum sollen sich unsere spieletester in der redaktion kümmern.
des weiteren sei auch gesagt, dass das punktesystem beibahlten werden sollte, aber vielleicht nicht mit der porzentualen wetung, sondern mit einer skala von 1 bis 10 mit 0,1er schritten (oder sowas in der art)
das von mir soweit.
- Mr.Coconut/sickbiig
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das ist genau das selbe wie ein 100% system nur durch 10 geteiltPlatonas hat geschrieben:also leute...meiner meinung nach sollte man die wertungen nicht abschaffen.
was man aber tun sollte, wäre eine spezialisierung in einigen bewertungspunkten. jedes spiel sollte unter den selben kriterien behandelt und betrachtet werden. wie genau diese kriterien aussehen, dazu sage ich nichts. darum sollen sich unsere spieletester in der redaktion kümmern.
des weiteren sei auch gesagt, dass das punktesystem beibahlten werden sollte, aber vielleicht nicht mit der porzentualen wetung, sondern mit einer skala von 1 bis 10 mit 0,1er schritten (oder sowas in der art)
das von mir soweit.
kannst auch durch 100 teilen und dann ein system 0-1 nehmen, kommt aber aufs selbe raus
- Platonas
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- Mr.Coconut/sickbiig
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Ich glaube nicht, dass die Wertungsausblendungsmaßnahme erfolgreich sein wird. Genauso wie in einem Spiel keiner freiwillig auf Inhalte verzichtet, genauso werden vermutlich nur wenige Leser auf die Wertung verzichten, selbst wenn sie diese generell kritisch sehen. Das ist so ungefähr wie mit der Flughafen-Mission in MW2, die man auf Wunsch überspringen kann. Macht natürlich keiner.
Außerdem ist man einfach gerne informiert. Und wenn hitzige Debatten um die Beurteilung eines Spieles entstehen und man gerne mitreden möchte, muss man eben auch die Wertung kennen. Auch die abschließende Prozentwertung gehört zum Informationsgehalt eines Tests.
Nun ja, kann natürlich sein, dass ich mich täusche. Aber ich jedenfalls werde nicht drauf verzichten. :wink:
Wertungen haben auf mich auch einen psychologischen, fast suchtähnlichen Effekt. So gerne ich gerade die 4players-Tests lese. Irgendwie juckt es mich im Hinterkopf, erstmal auf's Fazit samt Wertung zu klicken, bevor ich mich dem Fließtext widme. Keine Ahnung warum. Konditionierungen oder sowas vielleicht.
Außerdem ist man einfach gerne informiert. Und wenn hitzige Debatten um die Beurteilung eines Spieles entstehen und man gerne mitreden möchte, muss man eben auch die Wertung kennen. Auch die abschließende Prozentwertung gehört zum Informationsgehalt eines Tests.
Nun ja, kann natürlich sein, dass ich mich täusche. Aber ich jedenfalls werde nicht drauf verzichten. :wink:
Wertungen haben auf mich auch einen psychologischen, fast suchtähnlichen Effekt. So gerne ich gerade die 4players-Tests lese. Irgendwie juckt es mich im Hinterkopf, erstmal auf's Fazit samt Wertung zu klicken, bevor ich mich dem Fließtext widme. Keine Ahnung warum. Konditionierungen oder sowas vielleicht.
- Cat Toaster
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Ich bin schon seit über einem Jahrzehnt Abonnent der c´t, zugegeben ist das keine Spielezeitschrift, allerdings werden dort natürlich dennoch Produkte und im geringen Umfang einige bemerkenswerte Spiele bewertet ohne am Ende alles auf eine einzige Zahl zu reduzieren. Und das funktioniert!
Eine einzige Zahl als Summe einer ausführlichen Rezension wird meiner Auffassung nach nicht mal einer Kaffeemaschine gerecht. So gewichtet die c´t immer einzelne Aspekte und die wertet der mündige Leser durchaus völlig unterschiedlich nach seinen persönlichen Vorlieben, den Anforderungen oder dem eigenen Bedarf. Was für den einen ein Flop ist, ist für den anderen Top.
Als Beispiel mag hier Dragon Age herhalten, hier wertet die c´t (in der Ausgabe 23 S.202) die Aspekte "Idee", "Spaß", "Umsetzung" und "Dauermotivation" einzeln für sich von -- über 0 bis ++ und dazu gibt´s halt nen Text. Es gibt keine Awards, keine Toplisten und trotzdem kann ich schnell erkennen das es sich nach Meinung des Rezensenten um einen scheinbar interessanten Titel handelt.
Dann bleibt immer noch abschließend für den Leser zu bewerten wie maßgeblich die Meinung eines einzelnen Rezensenten letztlich für mich selbst ist!? Ich liebe ArmA2 trotz der Verrisse allerorten, weil die Tester scheinbar nirgends begriffen haben, um welch einen komplexen Baukasten es sich bei dem Spiel handelt, wo man Spielmodi die es gar nicht gibt wie Advance and Secure (von Joint Operations) für 100 Spieler einfach reinmodden kann. Der ArmA2-Verriss bezog sich überwiegend auf Probleme die im SP auftraten, die im MP Mensch gegen Mensch überhaupt keine Rolle spielen. Und der SP für ArmA2 hat mich nie eine Sekunde interessiert (den hätten sie wie Novalogic bei Joint Operations besser einfach gleich weg gelassen), übrigens der von FarCry2 auch nicht und der hat totz einfältiger Story Awards eingefahren. Dass der MP und die Modbarkeit von ArmA2 das eigentliche Highlight darstellen, währen der MP von FC2 auch nach einem Jahr nicht rund läuft (Server-Aussetzer, kein Windows 7-Support), dass steht in der "Fachpresse" bestenfalls als Randnotiz zu lesen, dabei sind das Informationen die für mich ebenso kaufentscheidend sind wie Kopierschutzknebeleien und Zwangs-Online-Registrierungen.
Der Leser ist der Souverän, nur er kann entscheiden welche Aspekte ihm besonders wichtig sind, welchen er den Vorzug gegenüber anderen gibt und er ggf. auch die Kopierschutzkröte mit -- dennoch zu schluckt, wenn´s dafür ++ beim Spielspaß gibt. Ob das nun Symbole oder Zahlen sind, dass ist letztlich doch Wurst. Meinetwegen kann auch das werbewirksame "Award" für eine herausragende Leistung bleiben, es scheint ja aus PR-Gründen unverzichtbar doch bewertet die einzelnen Aspekte und überlast das letzte Fazit dem Leser denn ich kann aus einer einzigen Prozentzahl nicht erkennen ob das Spiel wirklich etwas für mich ist und auch der Text lässt gelegentlich doch viele Fragen offen. Ich würde mich über eine differenzierte "Sammelwertung" sehr freuen.
Eine einzige Zahl als Summe einer ausführlichen Rezension wird meiner Auffassung nach nicht mal einer Kaffeemaschine gerecht. So gewichtet die c´t immer einzelne Aspekte und die wertet der mündige Leser durchaus völlig unterschiedlich nach seinen persönlichen Vorlieben, den Anforderungen oder dem eigenen Bedarf. Was für den einen ein Flop ist, ist für den anderen Top.
Als Beispiel mag hier Dragon Age herhalten, hier wertet die c´t (in der Ausgabe 23 S.202) die Aspekte "Idee", "Spaß", "Umsetzung" und "Dauermotivation" einzeln für sich von -- über 0 bis ++ und dazu gibt´s halt nen Text. Es gibt keine Awards, keine Toplisten und trotzdem kann ich schnell erkennen das es sich nach Meinung des Rezensenten um einen scheinbar interessanten Titel handelt.
Dann bleibt immer noch abschließend für den Leser zu bewerten wie maßgeblich die Meinung eines einzelnen Rezensenten letztlich für mich selbst ist!? Ich liebe ArmA2 trotz der Verrisse allerorten, weil die Tester scheinbar nirgends begriffen haben, um welch einen komplexen Baukasten es sich bei dem Spiel handelt, wo man Spielmodi die es gar nicht gibt wie Advance and Secure (von Joint Operations) für 100 Spieler einfach reinmodden kann. Der ArmA2-Verriss bezog sich überwiegend auf Probleme die im SP auftraten, die im MP Mensch gegen Mensch überhaupt keine Rolle spielen. Und der SP für ArmA2 hat mich nie eine Sekunde interessiert (den hätten sie wie Novalogic bei Joint Operations besser einfach gleich weg gelassen), übrigens der von FarCry2 auch nicht und der hat totz einfältiger Story Awards eingefahren. Dass der MP und die Modbarkeit von ArmA2 das eigentliche Highlight darstellen, währen der MP von FC2 auch nach einem Jahr nicht rund läuft (Server-Aussetzer, kein Windows 7-Support), dass steht in der "Fachpresse" bestenfalls als Randnotiz zu lesen, dabei sind das Informationen die für mich ebenso kaufentscheidend sind wie Kopierschutzknebeleien und Zwangs-Online-Registrierungen.
Der Leser ist der Souverän, nur er kann entscheiden welche Aspekte ihm besonders wichtig sind, welchen er den Vorzug gegenüber anderen gibt und er ggf. auch die Kopierschutzkröte mit -- dennoch zu schluckt, wenn´s dafür ++ beim Spielspaß gibt. Ob das nun Symbole oder Zahlen sind, dass ist letztlich doch Wurst. Meinetwegen kann auch das werbewirksame "Award" für eine herausragende Leistung bleiben, es scheint ja aus PR-Gründen unverzichtbar doch bewertet die einzelnen Aspekte und überlast das letzte Fazit dem Leser denn ich kann aus einer einzigen Prozentzahl nicht erkennen ob das Spiel wirklich etwas für mich ist und auch der Text lässt gelegentlich doch viele Fragen offen. Ich würde mich über eine differenzierte "Sammelwertung" sehr freuen.
- muecke-the-lietz
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Cat Toaster:
Genau diese Trennung der einzelnen Bereiche nicht 4p ja nicht vor, obwohl das manchal dem Verständnis gut täte. 83 % sagen nichts. Aber Idee: 100 &, Umsetzung: 70 % sagen schon eher was. In dem Punkt stimme ich dir zu. Ein Spiel besteht aus verschiedenen Elementen, wobei jeder Spieler die wichtigen für sich selbst rauspicken muss. Es ist doch eher selten, dass ein Spiel perfekt und dass es alle Spieler gleichermaßen anspricht.
Genau diese Trennung der einzelnen Bereiche nicht 4p ja nicht vor, obwohl das manchal dem Verständnis gut täte. 83 % sagen nichts. Aber Idee: 100 &, Umsetzung: 70 % sagen schon eher was. In dem Punkt stimme ich dir zu. Ein Spiel besteht aus verschiedenen Elementen, wobei jeder Spieler die wichtigen für sich selbst rauspicken muss. Es ist doch eher selten, dass ein Spiel perfekt und dass es alle Spieler gleichermaßen anspricht.
- EddZzZ
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Bin auf jedenfall dafür !
Bei Schulnoten in der Schule ist es was anderes als bei Spielen, den da haben die Lehrer auch Regeln die sie einhalten müssen, sie können nicht wie jedes Spielmagazin nach Geschmack entscheiden was man immer öfters sieht, hier bekommt ein spiel 80% dort wiederrum wieder 90%.
Die ganzen Idioten die sich über jeden einzelnen % aufregen schreiben hier das sie es auf jedenfall beibehalten wollen ???
Sinnlos, erscheint mir so als wollen ein paar sich nur Aufmerksamkeit verschaffen indem sie ein gutes Spiel schlecht machen wollen und damit die "hater" auf sich ziehen, hier und dort gerät während dieser Aufmerksamkeitsaktionen natürlich auch ein schlechtes Wort gegen das Spielmagazin selbst.
Bei Schulnoten in der Schule ist es was anderes als bei Spielen, den da haben die Lehrer auch Regeln die sie einhalten müssen, sie können nicht wie jedes Spielmagazin nach Geschmack entscheiden was man immer öfters sieht, hier bekommt ein spiel 80% dort wiederrum wieder 90%.
Die ganzen Idioten die sich über jeden einzelnen % aufregen schreiben hier das sie es auf jedenfall beibehalten wollen ???
Sinnlos, erscheint mir so als wollen ein paar sich nur Aufmerksamkeit verschaffen indem sie ein gutes Spiel schlecht machen wollen und damit die "hater" auf sich ziehen, hier und dort gerät während dieser Aufmerksamkeitsaktionen natürlich auch ein schlechtes Wort gegen das Spielmagazin selbst.
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JimboDuck
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Wow wer hätte gedacht, welch großes Thema das hier zu sein scheint.
Hier meine Forderung: Wer mit Prozenten rechnet, der soll die Rechnung aufzeigen. Mehr verlangt doch keiner. Ich für meinen Teil verlange also nicht weniger (mit der Abschaffung eines Prozentwertes) sondern mehr (in Form einer Aufschlüsselung, was sich hinter dem Prozentwert verbirgt).
Ansonsten erscheint die 4p Prozentwertung einfach nicht nachvollziehbar und beliebig. Jörg sagt zwar, dass ihm Mathe nicht liegt, aber ich denke ein System aufzuzeigen, bzw. einzuführen, an dem man erkennt was in die Prozente, in welchen Anteilen einfließ, sollte auch er schaffen.
Hier meine Forderung: Wer mit Prozenten rechnet, der soll die Rechnung aufzeigen. Mehr verlangt doch keiner. Ich für meinen Teil verlange also nicht weniger (mit der Abschaffung eines Prozentwertes) sondern mehr (in Form einer Aufschlüsselung, was sich hinter dem Prozentwert verbirgt).
Ansonsten erscheint die 4p Prozentwertung einfach nicht nachvollziehbar und beliebig. Jörg sagt zwar, dass ihm Mathe nicht liegt, aber ich denke ein System aufzuzeigen, bzw. einzuführen, an dem man erkennt was in die Prozente, in welchen Anteilen einfließ, sollte auch er schaffen.
- Dominius
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- Registriert: 09.10.2008 21:33
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Natürlich sind die Prozentwertungen Unsinn, aber ich kann auch Verstehen, warum sie nicht abgeschafft werden, 4players muss halt Geld verdienen. Schade, dass hier der Markt (mal wieder) so fortschrittsverhindernd ist
.
Natürlich bin ich auch durch jahrelange Prozentwertungen konditioniert und blicke auch mal auf die Wertung und mache mir dann meine Gedanken, aber im Endeffekt hilft es mir doch einfach gar nicht. Denn diese Wertungen vermitteln 2 Dinge, die einfach nicht gegeben sind: Objektivität und Vergleichbarkeit.
Zur Objektivität muss ich wohl nicht mehr viel sagen, diese Kritiken sind ALLE IMMER subjektiv und schwanken daher auch mal und sind sicher auch von "nicht-gaming" Faktoren abhängig, wie etwa Wetter oder Laune oder sonstwas. Es sind halt Menschen, die so ein Spiel bewerten und keine Maschinen.
Nun das große Thema Vergleichbarkeit. Das wird ja immer als Hauptargument angeführt, wenn es um die tollen Bewertungen geht. Doch: Die meisten Spiele lassen sich untereinander gar nicht vergleichen. Über Genregrenzen hinweg sowieso nicht (da werden mir auch noch alle zustimmen), aber auch innerhalb eines Genres gibt es große Unterschiede, so dass manche Vergleiche einfach wenig sinnvoll sind, etwa MP-orientierte Taktik-Shooter gegen inszenierte SP-Orgien ohne MP. Spiele sind also nur mit sehr ähnlichen Spielen sinnvoll vergleichbar und das meist auch nur zeitlich begrenzt (wer vergleicht denn das alte Unreal heute mit MW2, wobei Unreal ist auch heute noch spielbar, aber eine Ausnahme).
Hier werden jetzt Millionen aufschreien und sich beschweren: "Natürlich sind Spiele vergleichbar." Nun, jeder Mensch kennt ja seine eigenen Vorlieben und weiß, was sie/er mag. Daher würde es als Bewertung reichen, wenn unter einem Test stehen würde "Wer schon XXX mochte..." oder "Sollten Sie kaufen, wenn Sie...." bzw. im Negativfall "Stattdessen lieber XXX ausprobieren". Das reicht doch vollkommen für die Einschätzung. Eine komische Zahl sagt da wesentlich weniger aus.
Ach ja, absolute Ausnahmespiele können ja ruhig gerne noch besondere "Awards" bekommen, wie "Für besondere Atmosphäre", "Ultratoller MP-Spaß" oder "So innovativ wie damals Pong". Von mir aus auch gerne Negativ-Awards.
Zum Thema "Andere Medien benoten doch auch": Klar tun sie das, dadurch wird es aber nicht sinnvoller. Musik und Bücher nach Noten zu bewerten wird wohl kaum wer sinnvoll finden, da hier der persönliche Geschmack eine noch viel größere Rolle spielt. Was würde es mich interessieren, wenn das neue "Black Eyed Peas"-Album 90% bekommt? Ja, es würde mich gar nicht interessieren, selbst wenn es als "das beste Album der Musikgeschichte" gelobt werden würde - es ist halt nicht mein Geschmack.
Bei Filmen, wo diese tollen Sternbewertungen verbreiteter sind, ist es genauso sinnlos, weil mir die bloße Beliebtheit eines Filmes nichts über den Spaß aussagt, den ich beim Anschauen haben werde. Einer meiner Lieblingsfilme (Waking Life) wird aufgrund seines Aufbaus (kein Plot) und seines Stil sicher von über 90% der Leute nur ein "Scheiße" ernten, trotzdem bleibt der Film für mich genial. Und wenn ich auf schlechte Massenbewertungen hören würde, könnten mir solche Perlen ganz einfach entgehen. Kunst ist eben nicht so einfach bewert- und vergleichbar.
Und PC-Spiele sind doch auch irgendwie Kunst, oder?
Achja, und wer sagt, sie/er habe keine Zeit, die Tests zu lesen, sage ich einfach: Das stimmt nicht. Außer ihr lest auf allen Seiten im Netz vorher andere Tests, sonst habt ihr einfach genug Zeit und schaut halt 3 Schundvideos bei youtube weniger. Die 15-20 Mins (so viele Tests kommen bei 4players pro Tag eh nicht und kaum wer besitzt alle Plattformen) haben einfach alle am Tag, dieses "keine Zeit"-Pseudoargument ist einfach eine Ausrede für Lesefaulheit. Wenn Leute zu faul sind bzw. keine Lust haben, Tests zu lesen, dann sollen sie auch bitte so ehrlich sein, dies zu sagen, aber "keine Zeit" ist einfach nur eine faule Ausrede
.
Zuletzt: Die beste Bewertung des Spiels ist immernoch das eigene Ausprobieren, etwa durch eine Demoversion. Dann kann mensch tatsächlich sagen, ob es Spaß macht, oder eher nicht. Wenn die Demo nicht reicht, gibts halt noch Videotheken.
P.S.: Ich blende dann die Wertung aus, auch wenn es nichts bringt. Ein symbolischer Akt ist auch manchmal gut
.
P.P.S.: Was soll eigentlich dieses Gewhine über zu viele Spoiler in Tests? Ein bisschen was will ich ja über das Spiel erfahren und richtig krasse Dinge sind mir bisher noch nie untergekommen, kann da irgendwer mal Beispiele für anführen? (Nein, nicht den Fazitkasten von UC2!)
Natürlich bin ich auch durch jahrelange Prozentwertungen konditioniert und blicke auch mal auf die Wertung und mache mir dann meine Gedanken, aber im Endeffekt hilft es mir doch einfach gar nicht. Denn diese Wertungen vermitteln 2 Dinge, die einfach nicht gegeben sind: Objektivität und Vergleichbarkeit.
Zur Objektivität muss ich wohl nicht mehr viel sagen, diese Kritiken sind ALLE IMMER subjektiv und schwanken daher auch mal und sind sicher auch von "nicht-gaming" Faktoren abhängig, wie etwa Wetter oder Laune oder sonstwas. Es sind halt Menschen, die so ein Spiel bewerten und keine Maschinen.
Nun das große Thema Vergleichbarkeit. Das wird ja immer als Hauptargument angeführt, wenn es um die tollen Bewertungen geht. Doch: Die meisten Spiele lassen sich untereinander gar nicht vergleichen. Über Genregrenzen hinweg sowieso nicht (da werden mir auch noch alle zustimmen), aber auch innerhalb eines Genres gibt es große Unterschiede, so dass manche Vergleiche einfach wenig sinnvoll sind, etwa MP-orientierte Taktik-Shooter gegen inszenierte SP-Orgien ohne MP. Spiele sind also nur mit sehr ähnlichen Spielen sinnvoll vergleichbar und das meist auch nur zeitlich begrenzt (wer vergleicht denn das alte Unreal heute mit MW2, wobei Unreal ist auch heute noch spielbar, aber eine Ausnahme).
Hier werden jetzt Millionen aufschreien und sich beschweren: "Natürlich sind Spiele vergleichbar." Nun, jeder Mensch kennt ja seine eigenen Vorlieben und weiß, was sie/er mag. Daher würde es als Bewertung reichen, wenn unter einem Test stehen würde "Wer schon XXX mochte..." oder "Sollten Sie kaufen, wenn Sie...." bzw. im Negativfall "Stattdessen lieber XXX ausprobieren". Das reicht doch vollkommen für die Einschätzung. Eine komische Zahl sagt da wesentlich weniger aus.
Ach ja, absolute Ausnahmespiele können ja ruhig gerne noch besondere "Awards" bekommen, wie "Für besondere Atmosphäre", "Ultratoller MP-Spaß" oder "So innovativ wie damals Pong". Von mir aus auch gerne Negativ-Awards.
Zum Thema "Andere Medien benoten doch auch": Klar tun sie das, dadurch wird es aber nicht sinnvoller. Musik und Bücher nach Noten zu bewerten wird wohl kaum wer sinnvoll finden, da hier der persönliche Geschmack eine noch viel größere Rolle spielt. Was würde es mich interessieren, wenn das neue "Black Eyed Peas"-Album 90% bekommt? Ja, es würde mich gar nicht interessieren, selbst wenn es als "das beste Album der Musikgeschichte" gelobt werden würde - es ist halt nicht mein Geschmack.
Bei Filmen, wo diese tollen Sternbewertungen verbreiteter sind, ist es genauso sinnlos, weil mir die bloße Beliebtheit eines Filmes nichts über den Spaß aussagt, den ich beim Anschauen haben werde. Einer meiner Lieblingsfilme (Waking Life) wird aufgrund seines Aufbaus (kein Plot) und seines Stil sicher von über 90% der Leute nur ein "Scheiße" ernten, trotzdem bleibt der Film für mich genial. Und wenn ich auf schlechte Massenbewertungen hören würde, könnten mir solche Perlen ganz einfach entgehen. Kunst ist eben nicht so einfach bewert- und vergleichbar.
Und PC-Spiele sind doch auch irgendwie Kunst, oder?
Achja, und wer sagt, sie/er habe keine Zeit, die Tests zu lesen, sage ich einfach: Das stimmt nicht. Außer ihr lest auf allen Seiten im Netz vorher andere Tests, sonst habt ihr einfach genug Zeit und schaut halt 3 Schundvideos bei youtube weniger. Die 15-20 Mins (so viele Tests kommen bei 4players pro Tag eh nicht und kaum wer besitzt alle Plattformen) haben einfach alle am Tag, dieses "keine Zeit"-Pseudoargument ist einfach eine Ausrede für Lesefaulheit. Wenn Leute zu faul sind bzw. keine Lust haben, Tests zu lesen, dann sollen sie auch bitte so ehrlich sein, dies zu sagen, aber "keine Zeit" ist einfach nur eine faule Ausrede
Zuletzt: Die beste Bewertung des Spiels ist immernoch das eigene Ausprobieren, etwa durch eine Demoversion. Dann kann mensch tatsächlich sagen, ob es Spaß macht, oder eher nicht. Wenn die Demo nicht reicht, gibts halt noch Videotheken.
P.S.: Ich blende dann die Wertung aus, auch wenn es nichts bringt. Ein symbolischer Akt ist auch manchmal gut
P.P.S.: Was soll eigentlich dieses Gewhine über zu viele Spoiler in Tests? Ein bisschen was will ich ja über das Spiel erfahren und richtig krasse Dinge sind mir bisher noch nie untergekommen, kann da irgendwer mal Beispiele für anführen? (Nein, nicht den Fazitkasten von UC2!)
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USERNAME_1648515
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- Registriert: 24.03.2009 21:13
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Also ich finde, dass das System so bestehen bleiben soll, wie es ist. Meistens lese ich die erste Seite eines Tests und renne dann panisch zur letzten Seite - vor allem wenn dazuwischen 4 oder mehr Seiten liegen - und lese mir Fazit, Pro-Kontro und die Prozentwertung durch. Ich finde, dass nur Pro-Kontro nicht ausreichen würde, weil meiner Meinung daraus nicht hervorgeht, für wie gut/schlecht ihr ein Spiel einschätzt. Wenn z.B. die Pro-Kontro Liste sehr lang ist (auf beiden Seiten :wink: ) schätze ich sehr die nackte Zahl, an Hand derer ich mit einem Blick sehe, wie gut/schlecht der Titel eurer Meinung nach ist...
PS: natürlich stimme ich nicht immer mit eurem Ergebnis überein, aber ihr habt die Spiele getestet und ich nicht
- heißt aber nicht, dass ich das System an sich ändern will
...
PS: natürlich stimme ich nicht immer mit eurem Ergebnis überein, aber ihr habt die Spiele getestet und ich nicht
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david9210
- Beiträge: 182
- Registriert: 22.01.2009 15:03
- Persönliche Nachricht:
Ich finde das Wertungssystem super, aber nur, weil die tatsächliche Wertung mit vielen Argumenten untermauert ist - was ja hier immer der Fall ist.
Ich persönlich lese auch nicht jeden Test, ich varriere da nach Interesse: Bei einem Spiel, welches ich eigentlich haben möchte, lese ich immer den kompletten Test + Wertung. Bei Spielen mit mittelmäßigem Interesse lese ich manche Tests, manche nicht, die Wertung aber auf jeden Fall. Und es gibt Spiele, bei denen ich eh kein gutes Gefühl habe, da vergleiche ich nur schnell die Wertung + Argumentation dazu mit meiner Erwartung. Also relativ unterschiedlich.
Wertungen in % auszudrücken halte ich für notwendig und richtig. Übrigens tolle Kolumnen von Jörg, hab eben vier Stück gelesen. Echt super!
Ich persönlich lese auch nicht jeden Test, ich varriere da nach Interesse: Bei einem Spiel, welches ich eigentlich haben möchte, lese ich immer den kompletten Test + Wertung. Bei Spielen mit mittelmäßigem Interesse lese ich manche Tests, manche nicht, die Wertung aber auf jeden Fall. Und es gibt Spiele, bei denen ich eh kein gutes Gefühl habe, da vergleiche ich nur schnell die Wertung + Argumentation dazu mit meiner Erwartung. Also relativ unterschiedlich.
Wertungen in % auszudrücken halte ich für notwendig und richtig. Übrigens tolle Kolumnen von Jörg, hab eben vier Stück gelesen. Echt super!
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ZockerManiac
- Beiträge: 222
- Registriert: 02.04.2009 12:18
- Persönliche Nachricht:
Imho guter und nachvollziehbarer Kommentar!
Wenn also die Prozentwertung hier für reichlich kontroversen Gesprächsstoff sorgt, so kann man dies als Nachteil betrachten - für mich ist es ein Vorteil!
ZockerManiac
Guter Punkt! Das eine oder andere mal hatte ich bereits das Gefühl, dass es so manchem nicht passt, wenn hier ausufernd und kontrovers über Wertungen diskutiert wird. Doch gehört dieses "Jammern" (das ich vielleicht etwas neutraler bezeichnet hätte...) nicht irgendwie auch zu einem lebendigen Forum bzw. zum Gesamtkunstwerk "4Players" dazu? Wie würde es wohl aussehen, wenn nach einer Wertung für ein wichtiges und monatelang gehyptes Spiel alle nur "ja" und "amen" oder aber überhaupt nichts dazu sagen würden? Das wäre vielleicht friedlicher und oftmals weniger anstrengend - aber auch viel langweiliger!Aber selbst wenn die Prozente für das immer gleiche Jammern in den Foren sorgen, selbst wenn man sie nicht akzeptiert: Sie gehören auch zur Streitkultur!
Wenn also die Prozentwertung hier für reichlich kontroversen Gesprächsstoff sorgt, so kann man dies als Nachteil betrachten - für mich ist es ein Vorteil!
ZockerManiac
