Der 4P-Kommentar: Call of Blutbad

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Jokah83
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Beitrag von Jokah83 »

freda hat geschrieben:
Jesterdance hat geschrieben:
Du willst hier jetzt nicht im ernst sagen, dass unsere Gesellschaft intollerant ist, weil sie eine Spielzene verurteilt und moralisch hinterfragt, in der man aktiv bei einem Terroranschlag auf einem fiktiven Moskauer Flughafen über eine Länge von knapp 5 minuten ein Massaker an unschuldigen, in Panik schreienden, um ihr Leben flehenden und in ihrem eigenem Blut kriechenden Zivilisten anrichtet?
Da müsste man erstmal einen Konsens finden, was Terrorismus angeht.

Ich sehe keinen Unterschied darin, ob ich jetzt als stolzer aufrechter US Marine 100 Gegner niedermetzel oder eben als Terrorist 100 Gegner niedermetzel.

Wie ich schon schrieb: Würde es einen shooter geben, in dem man einen Taliban spielt, der seine ideologischen Ziele verfolgt, wäre der Aufschrei groß im Abendland.

Das unsere Kids aber jeden Tag solche Inhalte vorgesetzt bekommen ist völlig ok?

Ihr Heuchler seid echt ein armer Haufen.
Und wieder jemand der mir aus der Seele spricht, DANKE!
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

Jokah83 hat geschrieben:Ach Muertel, jetzt dachte ich wir nähern uns ein wenig aber irgendwie klappt das nicht so recht. ;-)

Du hast deine Ansichten, dich ich respektiere, und ich meine - und das ist auch gut so.

PS:
Muertel hat geschrieben: KZ-Simulator, etc. Allerdings hat man da noch nichts gezeigt, weil technisch noch nicht so weit. Landete aber auch auf dem Index. Und ich kenne das Spiel übrigens nur weil es in der Presse diskutiert wurde.
Fände es nicht mal schlimm, wenn du es selber getestet hättest... Denn wie sagte Jemand in der letzten Woche so schön:

"Würde ich mich auf die Strasse stellen und ärztliche Beratung ohne ein Medizinstudium anbieten, würde man mich verhaften.Politiker, die über gewaltverherrlichende Games schimpfen, diese aber meistens noch nichtmal gesehen haben, dürfen ungeschoren über JEDES Spiel herziehen und nennen Sims3 z.B. Killersimulator..."

SICH SELBER INFORMIEREN ist die beste Grundlage für Diskussionen... ;)
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Jokah83
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Beitrag von Jokah83 »

ThePlake0815 hat geschrieben:
Jokah83 hat geschrieben:Ach Muertel, jetzt dachte ich wir nähern uns ein wenig aber irgendwie klappt das nicht so recht. ;-)

Du hast deine Ansichten, dich ich respektiere, und ich meine - und das ist auch gut so.

PS:
Muertel hat geschrieben: KZ-Simulator, etc. Allerdings hat man da noch nichts gezeigt, weil technisch noch nicht so weit. Landete aber auch auf dem Index. Und ich kenne das Spiel übrigens nur weil es in der Presse diskutiert wurde.
Fände es nicht mal schlimm, wenn du es selber getestet hättest... Denn wie sagte Jemand in der letzten Woche so schön:

"Würde ich mich auf die Strasse stellen und ärztliche Beratung ohne ein Medizinstudium anbieten, würde man mich verhaften.Politiker, die über gewaltverherrlichende Games schimpfen, diese aber meistens noch nichtmal gesehen haben, dürfen ungeschoren über JEDES Spiel herziehen und nennen Sims3 z.B. Killersimulator..."

SICH SELBER INFORMIEREN ist die beste Grundlage für Diskussionen... ;)
Wahre Worte.

Naja damals, also zu C64 Zeiten, hatte ich andere Interessen. Summer Games und Pacman waren da meine Favoriten. Ein Text-Adventure a la KZ Sim war mir da irgendwie zu langweilig und außerdem nicht für meine Altersgruppe bestimmt :-) Ach ja die gut alte Zeit.
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Makafushigi
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Beitrag von Makafushigi »

Mich hat diese szene überhaupt nicht kalt gelassen. Ich war schon schockiert.

Ich denke es ist ein unterschied wenn man diese Szene in einem Video SIEHT oder im Spiel SPIELT. Ich hab die Szene vorher noch nicht gesehen(nur etwas gehört) Als ich sie gespielt hab war ich baff. Als ich das gesehen habe fand ich es Gerechtfertigt (nicht in ordnung) das es "geschnitten" ist. Die ganzen Kiddies die da nur sehen "Geil zivilisten abschlachten" werden dadurch extra ermahnt und müssen ohne kommentar es aktzeptieren das sie das nicht dürfen.

Und zu der sache mit dem warum wundern sich die Terroristen warum man nicht mitschiesst. Ganz einfach Sie wissen das man selbst ein Doppelagent ist. Oder wofür ist die Szene am schluss der mission da?

Ich finde es auch gut das die Spielfigur nicht rumzittert oder sowas. Schliesslich ist man in dem moment die Person und ich habe die kontrolle (videospieltechnisch) ob ich zittern will oder nicht.

Und Kamera fahrten wärend der szene kann man auch nicht machen schliesslich spielt das Spiel wie bei HL IMMER in der Ego perspektive. Das wäre ein Stilistischer einbruch an das Spiel selbst..

Ich finde den Kommentar also etwas daher gehohlt.
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

Jokah83 hat geschrieben:
ThePlake0815 hat geschrieben: Fände es nicht mal schlimm, wenn du es selber getestet hättest... Denn wie sagte Jemand in der letzten Woche so schön:

"Würde ich mich auf die Strasse stellen und ärztliche Beratung ohne ein Medizinstudium anbieten, würde man mich verhaften.Politiker, die über gewaltverherrlichende Games schimpfen, diese aber meistens noch nichtmal gesehen haben, dürfen ungeschoren über JEDES Spiel herziehen und nennen Sims3 z.B. Killersimulator..."

SICH SELBER INFORMIEREN ist die beste Grundlage für Diskussionen... ;)
Wahre Worte.

Naja damals, also zu C64 Zeiten, hatte ich andere Interessen. Summer Games und Pacman waren da meine Favoriten. Ein Text-Adventure a la KZ Sim war mir da irgendwie zu langweilig und außerdem nicht für meine Altersgruppe bestimmt :-) Ach ja die gut alte Zeit.
in dem alter hatte ich auch noch meine bigotten kniffe gehabt, aber ich denke mal nach der pubertät sollte man eigentlich über das gröbste hinweg sein, solange man danach nicht nur die imitiert, die einem die fehler vorgemacht haben, sondern wirklich die mündigkeit erreicht hat, die von einem verlangt wird.

mich würde auch mal interessieren, wie international diese szene behandelt wird. das es hier in deutschland hysterie geben wird, ist für unsereins abzusehen, aber für infinity ward dürfte das sicher nicht so klar gewesen sein.

daran tragen wir spieler aber auch selber mit schuld, daß wir die leute auf so etwas nicht richtig vorbereitet haben. unsere killerspiel debatten wurden immer falsch geführt. selbst christian pfeiffer hatte für uns einige sehr unangenehme, auf die wir nie antworten gegeben haben. wie z.b. "warum müssen wir unbedingt etwas spielen, wo menschen erschossen werden? warum muss es so gewalttätig sein? warum nichts anderes?"

ich wusste die antwort immer, aber selbst unter spielern wurde ich dafür geächtet und angeprangert. killerspieler sind nunmal geil auf gewalt. sie wollen töten. ihnen macht es spaß, menschen zu erschiessen. ich finde ja auch spaß daran. nur statt diesen fakt ständig zu ignorieren hätte man gleich vernünftig erklären sollen, daß dieser gewalttrieb völlig natürlich ist und eben im richtigen kontext zu keinerlei schlimmen konsequenzen führt. das hat man immer versäumt und jetzt dürfen wir eine weitere killerspiel debatte fürchten, wo ich nicht mehr sicher bin, ob die spieler wirklich noch als die einheit hinter spielen als kunstform stehen werden, wie wir es bisher gemacht haben.
zumindest, wenn ich diese diskussionen so betrachte, glaube ich nicht, daß wir noch einen gemeinsamen nenner haben, mit dem wir gegen die politik argumentieren können.
Muertel hat geschrieben:Deine Argumenation ist ja auch so niederschmetternd, dass wir darauf keine richtige Antwort wissen.

Vor allem zeigen uns deine Ausführungen/Schlußfolgerungen wie dumm wir und die Fachpresse doch sind, da wir für ein erwachsenen Medium "Spiele" einstehen und sowas, was IW hier verzapft hat, einfach missbilligen!
wenn dem nicht so ist, und ich euch einfach nur diffamiert hätte, sollte es ja ein leichtes sein, mich mit gegenargumenten zu widerlegen. bisher kam nichts, außer reflexartiger verneinung, getarnt durch sarkasmus.
es sei denn natürlich eure beiträge waren nicht sarkastisch gemeint, dann nehm ich das zurück :)
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Jokah83
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Beitrag von Jokah83 »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:
Muertel hat geschrieben:Deine Argumenation ist ja auch so niederschmetternd, dass wir darauf keine richtige Antwort wissen.

Vor allem zeigen uns deine Ausführungen/Schlußfolgerungen wie dumm wir und die Fachpresse doch sind, da wir für ein erwachsenen Medium "Spiele" einstehen und sowas, was IW hier verzapft hat, einfach missbilligen!
wenn dem nicht so ist, und ich euch einfach nur diffamiert hätte, sollte es ja ein leichtes sein, mich mit gegenargumenten zu widerlegen. bisher kam nichts, außer reflexartiger verneinung, getarnt durch sarkasmus.
es sei denn natürlich eure beiträge waren nicht sarkastisch gemeint, dann nehm ich das zurück :)
Naja gleich mit der Altersnummer und Pubertät rüberzukommen um damit zu verdeutlichen, dass manche hier ne verdreht Weltanschauung haben, kann man auch als diffamieren sehen. "...Mündigkeit die von einem verlangt wird" - beim dem Satz sträubt sich mir so eniges. Wem ist man denn Recheschaft schuldig? Nur sich selbst, solange man ein reines Gewissen hat (bitte fangt jetzt keine Dikussion wegen dem Satz an.). Gegen die Punkte zu argumentieren ist nicht das schwierige, aber wir müssten sehr weit ausholen und unsere Sicht der Dinge schildern, was im Zuge des Threads wohl etwas übertrieben ist.

Um aber nicht als Drückeberger dazustehen biete ich dir gern an mit mir im persönlichen Gespräch die Punkte anzusprechen. Ich lad dich sogar zu nem Kaffee ein :-) Ich komme viel rum von daher ist Ort und Zeit kein größeres Thema. Du entscheidest.
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben: daran tragen wir spieler aber auch selber mit schuld, daß wir die leute auf so etwas nicht richtig vorbereitet haben. unsere killerspiel debatten wurden immer falsch geführt. selbst christian pfeiffer hatte für uns einige sehr unangenehme, auf die wir nie antworten gegeben haben. wie z.b. "warum müssen wir unbedingt etwas spielen, wo menschen erschossen werden? warum muss es so gewalttätig sein? warum nichts anderes?"
Ich denke es gibt nur wenige die nur solche Spiele zocken. Ich für meinen Teil spiele auch Wirtschaftssimulationen und Geschicklichkeitsspiele sehr gern. Genau so gut könnte ich die Frage stellen, warum soll ich solche Spiele nicht spielen? Als überzeugter Pazifist und Wehrdienstverweigerer habe ich nicht wirklich Interesse auf Menschen zu schießen. Das ist doch absurd. Die Frage nach dem warum: weil es Spaß macht und unterhält. Bevor ich abends die Glotze anmache und mir permanent Werbung, Wiederholungen oder einfach nur das grottenschlechte Programm reinziehe spiele ich halt lieber mal einfach. Das Fernsehen nutze ich nur für diverse Nachrichten und Dokumentationen und für ein paar nette Serien.
Zuletzt geändert von Jokah83 am 16.11.2009 13:25, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

von mir aus. ich versteh nur nicht, warum ausgerechnet wir das machen sollen, da unsere meinungen größtenteils kongruent sind.

mit mündigkeit habe ich vorallem andeuten wollen, daß viele hier einfach nur das denken derer adaptiert haben, die wir bislang immer als zu voreingenommen kritisiert hatten.
ich kann z.b. keinen günter beckstein kritisieren, wenn ich bei einem anderen thema in das selbe horn blase wie er. ich muss überall beweisen können, daß ich offen und frei mit jedem thema umgehen kann, vorallem dann wenn ich mich nicht damit auskenne.
kann ich das nicht ist es wohl der fall, daß ich mir irgendwo selber mal etwas vergelogen habe und in einer sache gewaltig geirrt haben muss.
Ich denke es gibt nur wenige die nur solche Spiele zocken. Ich für meinen Teil spiele auch Wirtschaftssimulationen und Geschicklichkeitsspiele sehr gern. Genau so gut könnte ich die Frage stellen, warum soll ich solche Spiele nicht spielen?
hier geht es aber um die mengenverhältnisse. menschenabschiess-spiele werden nunmal soviel gezockt, wie keine anderen spiele. sie verkaufen sich, mal abgesehen von den ganzen casual games, auch am meisten. dennoch werden die casual games von der spielzeit her nicht so lange genossen wie shooter. schau dir nur mal an, wie lange man sich allein mit cs beschäftigen kann. das spielen ja selbst heute noch millionen deutsche. hunderttausende jeden tag. ich glaube nicht, daß solche zugriffszahlen auch auf sims oder wiifit zutreffen würden.
ich frage also nicht, warum du so etwas nicht spielen sollst, sondern eher warum es dir und anderen offensichtlich spaß bereitet menschen zu töten?
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben: mich würde auch mal interessieren, wie international diese szene behandelt wird. das es hier in deutschland hysterie geben wird, ist für unsereins abzusehen, aber für infinity ward dürfte das sicher nicht so klar gewesen sein.
Einige Reaktionen kennst du ja bereits: GB und USA scheinen wenig Probleme zu haben, Russland, Australien und wir eher mehr. Du kannst dich ja mal schlau machen, wie es in den anderen Ländern aussieht und uns berichten. :wink:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:daran tragen wir spieler aber auch selber mit schuld, daß wir die leute auf so etwas nicht richtig vorbereitet haben. unsere killerspiel debatten wurden immer falsch geführt. selbst christian pfeiffer hatte für uns einige sehr unangenehme, auf die wir nie antworten gegeben haben. wie z.b. "warum müssen wir unbedingt etwas spielen, wo menschen erschossen werden? warum muss es so gewalttätig sein? warum nichts anderes?"

ich wusste die antwort immer, aber selbst unter spielern wurde ich dafür geächtet und angeprangert. killerspieler sind nunmal geil auf gewalt. sie wollen töten. ihnen macht es spaß, menschen zu erschiessen. ich finde ja auch spaß daran. nur statt diesen fakt ständig zu ignorieren hätte man gleich vernünftig erklären sollen, daß dieser gewalttrieb völlig natürlich ist und eben im richtigen kontext zu keinerlei schlimmen konsequenzen führt. das hat man immer versäumt und jetzt dürfen wir eine weitere killerspiel debatte fürchten, wo ich nicht mehr sicher bin, ob die spieler wirklich noch als die einheit hinter spielen als kunstform stehen werden, wie wir es bisher gemacht haben.
zumindest, wenn ich diese diskussionen so betrachte, glaube ich nicht, daß wir noch einen gemeinsamen nenner haben, mit dem wir gegen die politik argumentieren können.
Wie konnten wir alle nur so beschränkt sein, die einzig richtige Antwort auf diese Frage zu übersehen. Es ist ja sowas von offensichtlich. Jetzt müssen wir nur noch Pfeiffer und den restlichen Konsorten vermitteln, wie die Menschheit tickt. Die sehen das unter Umständen nämlich anders. Oder ticken nur wir Spieler so? 8O Bitte, lieber allwissender TNT, erleuchte mich. Ich wusste auch gar nicht, dass wir Spieler ein so homogener Haufen sind. Aber ich vergaß: es gibt ja nur schwarz oder weiß.
Herrlich! Ich musste echt wahnsinnig schmunzeln, als ich das gelesen habe.

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:wenn dem nicht so ist, und ich euch einfach nur diffamiert hätte, sollte es ja ein leichtes sein, mich mit gegenargumenten zu widerlegen. bisher kam nichts, außer reflexartiger verneinung, getarnt durch sarkasmus.
es sei denn natürlich eure beiträge waren nicht sarkastisch gemeint, dann nehm ich das zurück :)
Nur weil du Argumente nicht als Argumente anerkennst, heißt das noch lange nicht, dass es keine gab. :wink: Wer sich jedoch so auf ein utopisches Freiheitsbild versteift, wird den Wald nichtmal erkennen, wenn er um sich herum nur Bäume sieht.

Ich habe mittlerweile eine Theorie: Entweder du bist unheimlich intelligent und machst dir einen Spaß daraus, ironische und kontroverse Argumentationen zu posten, um dich über die Antowrten zu amüsieren. Oder du bist total naiv und glaubst wirklich an das, was du schreibst. Dazwischen gibt es nichts. :P
freda
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Beitrag von freda »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben: selbst christian pfeiffer hatte für uns einige sehr unangenehme, auf die wir nie antworten gegeben haben. wie z.b. "warum müssen wir unbedingt etwas spielen, wo menschen erschossen werden? warum muss es so gewalttätig sein? warum nichts anderes?"
Schach
Dame
Mühle

Risiko, Monopoly und das in D verbotene (ich lach mich schlapp, ist aber so) Junta.

Was ist das Ziel? Den Gegner auslöschen, bzw. stellvertretend Figuren vom Spielfeld kicken. Das machen wir seit dem es diese Spiele gibt. Liegt eben in der Natur des Menschen.

Egal was wir machen, es geht darum, den Gegner zu besiegen. Kennst du eine einzige Sportart, bei der es nicht darum geht? Kennst du eine Sportart, bei der es darum geht, dass alle Beteiligten zusammen arbeiten müssen um ans Ziel zu kommen (Das Ziel darf nicht sein, jemand anders zu besiegen)? Gibt es nicht.

Es ist also legitim, sofern es Sport ist, den Gegner mit einem Degen zu treffen, ihn physisch zu schlagen, treten, werfen. Aber am PC ist das Ganze verwerflich?

Es sind aber doch unbewaffnete Zivilisten! Ja und? Sie sind in dem Fall der Feind. Nur weil du es nicht aus den Spielen gewohnt bist, heißt es nicht, dass der Gegner automatisch im Unrecht ist.

Im Übrigen, ist jemand aufgefallen, dass die Amis schmerzfrei foltern? Am Anfang wird einer hinter verschlossenen Türen per Elektroschocks gefoltert. Bleibt man vor der Tür stehen, hört man die Geräusche der Schocks, man hört die Folterer reden, aber das Opfer schreit nicht. Amis foltern also schmerzfrei, alles nicht so wild oder? Es ist ja nur ein Terrorist.

Was ist der Skandal?

Das man jahrelang die ideologische Lüge vom sauberen Krieg reingedrückt bekommt? Ja.

Dass man die Kehrseite der Medaille sieht? Nein.
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Jokah83
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Beitrag von Jokah83 »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:von mir aus. ich versteh nur nicht, warum ausgerechnet wir das machen sollen, da unsere meinungen größtenteils kongruent sind.

mit mündigkeit habe ich vorallem andeuten wollen, daß viele hier einfach nur das denken derer adaptiert haben, die wir bislang immer als zu voreingenommen kritisiert hatten.
ich kann z.b. keinen günter beckstein kritisieren, wenn ich bei einem anderen thema in das selbe horn blase wie er. ich muss überall beweisen können, daß ich offen und frei mit jedem thema umgehen kann, vorallem dann wenn ich mich nicht damit auskenne.
kann ich das nicht ist es wohl der fall, daß ich mir irgendwo selber mal etwas vergelogen habe und in einer sache gewaltig geirrt haben muss.
Weil es sonst niemand macht. Ob kongruente Meinung oder eben nicht. Eine Regierung muss sich auch mit der Opposition auseinander setzen.

Aber eine Gemeinsamkeit haben wir dann doch: die Ansicht der Mündigkeit.
Liebe.Frieden.TNT
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Beitrag von Liebe.Frieden.TNT »

naja ich würde schonmal gerne so eine offline diskussion sehen unter einigen spielern. das würde mir schon gefallen. aber eigentlich bin ich nicht sonderlich politisch motiviert.
ich habe auch keinerlei reputation weswegen man mich öffentlich anhören wollte. wenn das bei dir aber der fall sein sollte, dann wäre mein interesse doch ziemlich geweckt :)

@freda
ich habe nicht gesagt, daß das verwerflich ist, sonst würde ich es ja selber nicht spielen. ich frage nur warum werden ausgerechnet gewaltspiele soviel gezockt? es ist nunmal ein fakt, daß spiele, wo man menschen oder menschenähnliche figuren abschiesst weltweit die meiste nettospielzeit aufweisen können.
warum ist das so? warum ausgerechnet dieser gewaltakt?

@vandyre
ich werd das mal was abkürzen hab keine zeit mehr:

1. in australien sind solche debatten genauso natürlich wie hier. die haben dort wahrscheinlich einen noch strengeren jugendschutz.
in russland wurde diese szene aus politischen gründen entfernt.

2. die kritik geht vorallem dahin, daß die meisten spieler eben doch nur positionen vertreten, die ihnen selber am besten genutzt haben, statt wirklich hinter der meiung der kunstfreiheit zu stehen. wo ist das also schwarz und weiß? ich beschwere mich ja sogar eher, daß das gegenteil der fall ist.
würden wir klare fronten ziehen, dann hätten wir es deutlich einfacher.

schön, daß du aber nicht bereit bist, dich damit kritisch auseinander zu setzen.

3. bei dem punkt hast du wohl den kontext nicht verstanden. les gefälligst, worauf sich das bezogen hat und unterstell mir hier keine verallgemeinerungen.
freda
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Beitrag von freda »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:
@freda
ich habe nicht gesagt, daß das verwerflich ist, sonst würde ich es ja selber nicht spielen. ich frage nur warum werden ausgerechnet gewaltspiele soviel gezockt? es ist nunmal ein fakt, daß spiele, wo man menschen oder menschenähnliche figuren abschiesst weltweit die meiste nettospielzeit aufweisen können.
warum ist das so? warum ausgerechnet dieser gewaltakt?
Lies meine Antwort, steht in den ersten 5 Zeilen.
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ThePlake0815
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Beitrag von ThePlake0815 »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:1. in australien sind solche debatten genauso natürlich wie hier. die haben dort wahrscheinlich einen noch strengeren jugendschutz.
in russland wurde diese szene aus politischen gründen entfernt.
Nicht strenger, bei denen hört es bei "ab 15" einfach auf... Kein "ab 18" also wird alles, was härter einfgestuft wird, automatisch indiziert... :wink:
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Zappes
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Beitrag von Zappes »

Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:ich frage nur warum werden ausgerechnet gewaltspiele soviel gezockt? es ist nunmal ein fakt, daß spiele, wo man menschen oder menschenähnliche figuren abschiesst weltweit die meiste nettospielzeit aufweisen können.
warum ist das so? warum ausgerechnet dieser gewaltakt?
Meine Theorie dazu wäre, dass Spannung im Spiel am besten zu erzeugen ist, wenn es um Leben und Tod geht - höher kann der Einsatz kaum werden. Bei Singleplayer-Spielen funktioniert das auch ganz gut, ohne dass die Gegner Menschlich sein müssen, aber spätestens im Multiplayer-Spiel wollen sich beide Seiten mit ihrer Spielfigur identifizieren, so dass Menschen oder zumindest sehr menschenähnliche Wesen auf beiden Seiten nötig sind.
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Beitrag von RosaElfe »

Wulgaru hat geschrieben:
RosaElfe hat geschrieben:
Auch wenn ich dir im Grunde zustimme, muss ich hier anmerken: Du musst das etwas anders übersetzen. Der Call of duty ist "der Ruf der Pflicht" im Sinne des Rufes zu den Waffen um dein Land zu verteidigen. Die Mobilmachung und das Einziehen der Wehrpflichtigen. Wenn du einen Brief im Briefkasten hattest, dass du nach Europa verschifft wirst als Soldat, hat dich der "call of duty" ereilt.
Seit wann, wird man als Wehrpflichtiger in Friedenszeiten verschifft?
Ne, ist nicht Ernst gemeint, der Satz lächelte mich nur so einladend an. :wink:
Ich verstehe den Zusammenhang nicht. Wenn der Satz dich anlächelt freut mich das natürlich dennoch ;-)
Ich habe nur versucht, den Satz anschaulich zu übersetzen. Ich bezog mich dabei gedanklich am ehesten auf die Bedeutung des Satzes im Kontext des zweiten Weltkrieges. Ob die Bedeutung noch auf Spiele mit dem aktuellen Szenario passt,daran zweifele ich selber.

freda hat geschrieben: Ich sehe keinen Unterschied darin, ob ich jetzt als stolzer aufrechter US Marine 100 Gegner niedermetzel oder eben als Terrorist 100 Gegner niedermetzel.

Wie ich schon schrieb: Würde es einen shooter geben, in dem man einen Taliban spielt, der seine ideologischen Ziele verfolgt, wäre der Aufschrei groß im Abendland.

Also ich sehe schon einen Unterschied darin, wenn z.B. ein Soldat, der von seiner Regierung in ein Land geschickt wird (was natürlich falsch sein kann, ohne Frage) und dort unter Beschuss gerät und zurückfeuert und einem Menschen, der für 50.000 Flocken auf einen Flughafen geht und dort mit seinem Sturmgewehr ein paar Hundert Zivilisten über den Haufen ballert.
Wenn der Marine natürlich auf einen Flughafen ginge, um da wahllos um sich zu ballern, wäre das dasselbe, auf jeden Fall. Aber prinzipiell ist der Auftrag, der Soldaten gegeben wird, zumindest nicht "töte die größtmögliche Zahl an Zivilisten" sondern eher "patrouilliere dieses Gebiet, wenn dort feindliche Soldaten sind, dann eröffne den Kampf". Auch nicht schön, und der Grund, warum gegen diese Leute Kampf geführt werden soll, kann natürlich falsch sein. Aber der Grundauftrag ist ein himmelweiter Unterschied zu Makarovs Grundauftrag.

Es ist ein gänzlich anderes Szenario, da in einem regulären Krieg zumindest heutzutage darauf geachtet wird, nach Möglichkeit wenige Unbeteiligte zu verletzen, während besagte russische Terroristen es gerade darauf anlegen.

Die Zielsetzung ist eine andere, von einigen Kriegsverbrechern abgesehen. Diese werden dafür aber nicht belohnt sondern bestraft, wenn der Fall bekannt wird. Es wurden erst letztens zu Recht einige Urteile mit lebenslanger Haft ausgesprochen gegen US-Soldaten, die eine Familie erschossen hatten, nachdem sie sich an der Tochter vergangen hatten.

Was die Soldaten in einem anderen Land suchen, dass sie nicht gerufen hat, ist eine andere Frage. Ich denke auch, dass die Soldaten besser zuhause geblieben wären und dieses ganze Debakel besser nicht stattgefunden hätte. Ich behaupte mal, das fänden sogar die Soldaten selber um einiges besser, genauso wie die Ottonormal-Bevölkerung des jetzt völlig destabilisierten Landes.

Meiner Meinung nach hinkt der Vergleich und wird der sehr komplizierten Wirklichkeit nicht gerecht.

ThePlake0815 hat geschrieben: Fände es nicht mal schlimm, wenn du es selber getestet hättest... Denn wie sagte Jemand in der letzten Woche so schön:

"Würde ich mich auf die Strasse stellen und ärztliche Beratung ohne ein Medizinstudium anbieten, würde man mich verhaften.Politiker, die über gewaltverherrlichende Games schimpfen, diese aber meistens noch nichtmal gesehen haben, dürfen ungeschoren über JEDES Spiel herziehen und nennen Sims3 z.B. Killersimulator..."

SICH SELBER INFORMIEREN ist die beste Grundlage für Diskussionen... ;)
Ich weiß, das warst nicht du der es gesagt hat. Aber ich muss anmerken: Das gibt es in Deutschland. Entsprechende Leute dürfen ohne ärztliche Approbation medizinische Beratung und "Behandlung" durchführen. Das dürfen sie spätestens seit dem von der NSDAP verabschiedeten Heilpraktikergesetz von 1939...
Aber in anderen Ländern ist das richtig, da würden die Leute dann verhaftet werden.