Der 4P-Kommentar: Electronic Argh

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Blasebalken
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Beitrag von Blasebalken »

@youyousensen
äh, du bist etwas auf dem Holzweg, da schon vor der Qualitätsoffensive deutlich zu erkennen war, dass es mit EA den Berg abgeht. Man muss sich ja einfach nur den Aktienkurs von EA in den letzten paar Jahren anschaun, da ging es ja gewalltig bergab. Der Markt hatte einfach genug vom immergleichen Aufwärmen des gleichen Konzeptes. Dann kamen da noch einige grobe Fehler im Management dazu und in der Einkaufspolitik.
Man muss sich ja nur einmal die Aktion von Activsion dazu anschaun. Dort wurde halt der Spieletrend erkannt. Das heißt zwar nicht, dass die Spiele sonderlich Abwechslugsreich waren, doch für Gelegenheitsspieler einen hohen Wert hatten. Bei EA hatte man den Trend verpasst und nun hinkt man hinterher und experimentiert wild herum.

Sehr schöner Kommentar, bringt es eigentlich sehr gut auf den Punkt. Anstelle einfach weiter versuchen interessante Marken herauszubringen wird einfach wieder in die alte Schiene benutzt, die erst in diese Misere geführt hat. Aber wie es halt immer so ist trifft es erst einmal die Leute, die eigentlich garnichts dafür können...

Sollte der Kurs weiter so fallen wird es EA wohl bald zum Schleuderpreis geben. Dann kann es wirklich dazu kommen, dass der Konzern geschluckt wird. Habe ewig nichts mehr von EA gespielt (Dragon Age ausgenommen, was ja wie beschrieben erst später eingekauft wurde), vielleicht werden irgendwann ma die Qualitätsoffensiven Spiele Mirrors Edge und Dead Space gespielt, dann ist EA aber wohl wieder für mich gestorben.
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THor2101
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Beitrag von THor2101 »

Für mich ist eigentlich klar warum viele Spiele sich nicht so gut verkaufen. Dieses ganze "wir müssen dann und dann fertig sein"- geschichte. Releasedates die selten verschoben werden. Zeitpläne die unflexibel sind sind nicht gerade das Beste um ein gutes Spiel zu machen. Ein gutes Spiel zeichnet sich aus, wenn der Entwickler Zeit hatte, das umzusetzen was er sich vorgenommen hatte. Beispiel NFS SHIFT. Erstklassige Grafik, erstklassiger Sound, Fahrgefühl auch in Ordnung (für mich). Doch was fehlt war der Feinschliff. 4 oder 8 Wochen mehr, dann hätte das Spiel locker eine 90er Wertung bekommen. So gibt es viele Dinge die erst mit einem Patch behoben werden. Tuning-Speicher-Probleme, keine auswählbaren Antriebsarten bei Onlinerennen (ein GT-R gewinnt immer) und viele Sachen mehr.

Oder auch die Sache des Konzeptes beim neusten C&C-Ableger. Warum zum Geier kein Basisbau? Das war doch das Beste an C&C. Warum muss heute alles neu erfunden werden? C&C Tiberian Sun war nicht umsonst so erfolgreich. Alles was danach kam war nur noch mittelmäßig.

Für mich ist die Frage warum EA minus macht eine Detailfrage. Eine flexible Deadline, die den Entwickler ermöglicht auch mal das Spiel zu verschieben, wenn es denn wirklich gut werden soll und auch die Art des Konzeptes sollten von Anfang an (besser) durchdacht werden.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Raimond92 hat geschrieben:Soll mir alles wurscht sein, solange sie BioWare nicht gegen die Wand fahren, hoffentlich war Dragon Age nicht das letzte RPG dieses Ausmaßes
Das kommt darauf an, wie gut es sich verkauft. Wenn DA:O deutlich hinter den Zahlen anderer Spiele, gerade Mass Effect 2 ist da im Vergleich sehr interessant, zurückbleibt, muss EA als Publisher reagieren und die Aufmerksamkeit stärker anderen, erfolgversprechenderen Projekten zuwenden. Allerdings könnte ich mir leider durchaus vorstellen, dass sich selbst auf dem PC! FIFA 2010 besser als DA verkaufen wird.
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Es ist nämlich völliger Unsinn, dass die Spieler in ihrer Menge auf Qualität achten und eine Firmenpolitik abstrafen.
Klar, wie Spieler fressen alles, Qualität ist egal. Marken spielen für uns keine Rolle, und um eine Firmenpolitik zu erkennen, sind wir zu dumm.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Kickt Spiele wie Brütal Legend, Mirrors Edge, Dead Space und Konsorten in die Tonne und setzt voll auf FIFA und NFS. Die Verkaufszahlen werden es euch danken und das Geheule einiger Forenmitglieder bzgl. kluger Spieler kann euch egal sein. Activision macht es vor.
Selbst für einen ironischen Beitrag, ist das daneben. Von Spielen wie FIFA und NFS würde der Koloss EA nie leben können. Und Sportspiele sind irgendwann kaum noch steigerungsfähig, da braucht man die x.te Fortsetzung einfach nicht mehr.

Mit dem von Dir gelobten Mirrors Edge habe ich mich in der Demo mit wirklich gutem Willen eine Viertelstunde gequält, dann wurde es deinstalliert. Gut gemeint, schlecht gemacht. Ohne Seele, ohne Magie.

Und die größte Katastrophe war sicher Spore. Da wurden Millionen versenkt. Natürlich nicht gerade wegen des ekelhaften Knebel-DRMs, vor allem wegen des Fehlens jeglicher Langzeitmotivation. Wenn man sieht, was da von den ursprünglichen Konzepten übrig geblieben ist, wie aus einem ernsthaften Strategiespiel auf Druck des Managements eine Hightech-Knuddelkiste gemacht wurde, ist man einfach sprachlos.

Wer spielt eigentlich noch bei EA? Mögen die ihre Produkte eigentlich selber?
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Wenn DA:O deutlich hinter den Zahlen anderer Spiele, gerade Mass Effect 2 ist da im Vergleich sehr interessant, zurückbleibt, muss EA als Publisher reagieren und die Aufmerksamkeit stärker anderen, erfolgversprechenderen Projekten zuwenden. Allerdings könnte ich mir leider durchaus vorstellen, dass sich selbst auf dem PC! FIFA 2010 besser als DA verkaufen wird.
DA:O ist für mich das beste EA-Produkt seit Jahren. Das kann sich gar nicht so schlecht verkaufen. Es verkauft sich vielleicht deswegen etwas schlechter, weil viele Spieler auch hier die DLC-Politik von EA meiden und lieber gleich auf die GOTY warten. Die DLC-Politik von EA ist auch hier einfach dumm. Je mehr sich EA aus Bioware raushält, desto besser.
Zuletzt geändert von ColdFever am 12.11.2009 16:37, insgesamt 2-mal geändert.
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youyousensen
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Beitrag von youyousensen »

@ Blasebalken

Dann habe ich wohl irgendwie den Grund verpaßt, wieso die Verkaufszahlen der jährlich aufgewärmten Spielereihen (nicht nur von EA) auf durchgehend hohem Niveau waren und sind. Und EA anscheinend auch - oder warum würde man sich nun wieder auf diese altbewährte Masche konzentrieren? :roll:

Ich bleibe dabei: Der Großteil der kaufenden Spielerschaft besteht aus Herdentieren und Casual Gamers - und die kaufen, was gut beworben und vor allem altbekannt ist. Die Qualitätsoffensive war zwar ein Schritt in die richtige Richtung bezüglich besserer (sic!) Qualität von Produkten, aber letztendlich zu kurz und auch zu halbherzig angesetzt. Was ich aber wirtschaftlich verstehen kann - EA will Geld machen, also wird produziert, was der Masse(!) gefällt. Da wird sich nicht um qualitative Unterschiede im Spielgebahren geschert, da gehts um die proportional auftretende Häufigkeit der über die Ladentheke gehenden 50-60 Euronen.
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No Cars Go
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Beitrag von No Cars Go »

ColdFever hat geschrieben:Und Sportspiele sind irgendwann kaum noch steigerungsfähig
Kompletter Unsinn.
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crewmate
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Re: kommentar

Beitrag von crewmate »

Southkenny hat geschrieben:Mut von Publishern hat keine Zukunft mehr( es sei denn er heißt ******) 8O Heißt das in Zukunft kommen nur noch Sequels :?
Richtig, von Mainstream-Publishern wird man nur noch Sequels sehen.

Die Spieler haben das bereits in der letzten Gen entschieden.
Statt ICO, Shadow of the Collosus, Psychonauts oder Beyond Good and Evil wurden.
Final Fantasy10, God of War, Halo2 und Resident Evil gekauft.
Nicht das diese Spiele vom Genre was gemein hätten, aber sie erschienen im selben Zeitraum.
(ICO - FFX beide 2002 Released)
Das ist das Problem, der Komplex der Spieler.
Spieler wollen keine "guten" Spiele sonderen ein Spiel mit einem entsprechenden Image.
Das Risiko Hype ist auch wichtig, wobei die meisten Spiele über ihm zusammenbrechen.

Das große Problem der Publisher ist es, das sie Börsennotiert sind,
und stetig Dividenden an ihre Aktionäre zahlen müssen. Das ist ihre Krankheit.

Das ist wie bei Filmen. Transformers macht Millionen und kleine Meisterwerke wie Eden Log guckt nur ein kleiner Kreis.
Das war schon immer so und bei Büchern, Filmen und Musik klappt das auch, die Vielfalt bleibt bewahrt.

Gamer wollen keine Vielfalt.

Und so werden neue Ideen von kleinen, 'hungrigen' Indipublishern kommen.
Und den Großmeistern wie Miyamoto (damit meine ich eher Pikmin als WiiMusic :wink: ),
Yuji Naka (Sonic, Let's Tap), Kenji Eno (D2; YouMe&TheCubes).
Kojima nicht, der wiederholt nur seine MGS und Ender Zone Games.

Introversion, Grasshopper Manufactrure, Way Forward, TeamICO, Daedalic, Rainbow, Blue Tongue, Ronimo.
Das sind die Studios die noch wahre Leidenschaft haben.
Ums Geld gehts nicht, Studios wie Romino, Way Forward und Introversion arbeiten an kleinen Projekten ohne dickes Budget.

Nicht Inovation, das Wort ist so ausgehöhlt und ausgelutscht.
Progressivität und Vielfalt, das sind die Schlagworte.
Zuletzt geändert von crewmate am 12.11.2009 17:07, insgesamt 2-mal geändert.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ ColdFever

Hast du eine grobe Vorstellung, wie lange EA schon jedes Jahr ein neues FIFA auf den Markt wirft und damit immer Gewinn macht? Das allereste FIFA kam 1993 oder so (genaue Zahl habe ich jetzt nicht im Kopf) auf den Markt, seitdem gab es beinahe jedes Jahr ein Neues und die Leute wurden niemals müde, es zu kaufen. Selbst die seit Jahren grottigen PC Ports verkaufen sich ordentlich.

Wenn du Mirrors Edge nicht mochtest, ist das dein Problem und Okay. Dennoch ist Mirrors Edge ein innovatives, mutiges und für viele Leute sehr gutes Spiel, das man so oder so für seine neue Perspektive loben muss.

Spore hat sich übrigens sehr gut verkauft und was aus Sicht von EA ein voller Erfolg, DRM hin, DRM her.

DA:O kann sich durchaus schlecht verkaufen (auch wenn ich es nicht hoffe und auch nicht wirklich erwarte), dennoch sollte man bedenken, dass die Liste von Spielen, die eigentlich klasse waren, gute Wertungen eingefahren haben und die am Ende doch niemand gekauft hat, lang genug ist. Merke: Qualität schützt nicht vor Misserfolg und ein großer Name ist immer wichtiger als der Inhalt!
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

No Cars Go hat geschrieben:
ColdFever hat geschrieben:Und Sportspiele sind irgendwann kaum noch steigerungsfähig
Kompletter Unsinn.
Markige Aussage, leider null Begründung. Meine Begründung: Irgendwann sind realistische Sportspiele wie z.B. FIFA so gut umgesetzt, dass sich kaum noch Innovationen werden finden lassen. Auch Grafik und Physik können irgendwann kaum noch verbessert weden, es sei denn, es erscheint eine neue Konsolengeneration. Klar kann man im Detail immer etwas besser machen, aber es nervt aber Liebhaber von Sportspielen, jedes Jahr für ein Update den Vollpreis zahlen zu sollen. Warum EA hier nicht vernünftige Updateangebote macht, wird sich mir nie entziehen. Gute Kunden wollen belohnt, nicht abgezockt werden.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

zum Thema Sportspiele:

Grafik, Physik, Lizenzen, Modi und Feintuning

das reicht den meisten Leuten schon um ein neues Fifa zu rechtfertigen. Und kaum ein Spiel wird so viel Feinschliff besitzen wie eines, seit dem seit Jahren nur fein geschliffen wird.

und zum Thema Mirrors Edge

viele fanden das Spiel sehr gut. Es litt leider am "Pychonauts" Problaum... gutes Spiel, schlechtes Marketing
-> miese Verkaufszahlen
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Wenn du Mirrors Edge nicht mochtest, ist das dein Problem und Okay. Dennoch ist Mirrors Edge ein innovatives, mutiges und für viele Leute sehr gutes Spiel
Das sich aber nicht verkauft. Und dafür gibt es gute Gründe, die mir nach 15 Minuten Spielzeit klar waren. Man muss etwas nicht unbedingt mögen um zu erkennen, ob es sich verkauft oder nicht.
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Spore hat sich übrigens sehr gut verkauft und was aus Sicht von EA ein voller Erfolg, DRM hin, DRM her.
Lass Dich nicht veräppeln. Mit Spore wollte EA ein neues Milliarden-Franchise wie die Sims aufbauen. Stattdessen ist man damit an einer Bruchlandung vorbei gescheppert. Die Leute mit Ambitionen hatten das sinkende Boot schon verlassen, bevor die erste Erweiterung draußen war. Es war Wahnsinn. Man hatte eine geniale Technik aufgebaut und fantastische Entwickler gewonnen, die Kunden waren kaufbereit, da wären Milliarden drin gewesen. Aber irgendwelche Leute aus dem Management meinten wohl wieder, klüger als die Entwickler und die Fans zu sein. Es war die Zeit der Wii. Also Simplex statt Komplex, Knuddellook statt Realismus, Fassade statt Inhalt. Da wurde mit der Ingenieurtechnik eines Düsenjets der schönste Papierflieger aller Zeiten gebaut. Ich frage mich bis heute, warum Riccitello nicht spätestens bei Spore seinen Hut genommen hat. Noch nie dürfte es ein größeres Scheitern gegeben haben.
Zuletzt geändert von ColdFever am 12.11.2009 17:07, insgesamt 2-mal geändert.
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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Von der reinen Qualität der Spiele her, ist EA im Moment mein liebster Publisher. Alles, was ich in den letzte Jahren (seit Crysis) von denen gekauft habe, war zumindest gut, oft sogar sehr gut. Darunter waren fünf komplett neue Namen, hinter denen immer gute Spiele standen. Sicher war die DRM Politik vor DA:O ziemlich daneben, wurde von anderen Publishern aber auch betrieben und das teilweise sogar noch extremer bei deutlich schlechteren Spielen (Ubisofts Far Cry 2 fordert z.B. trotz Onlineaktivierung und begrenztem Aktivierungskontigent, dass die DVD im Laufwerk liegen muss).

Man muss wahrscheinlich wirklich sagen, dass EA, wenn sie nur auf FIFA, NFS und parallel dazu vielleicht Spore gesetzt hätten, nun besser aussehen würden, wie man bei Activions/Blizzard eindrucksvoll sehen kann. Es ist nämlich völliger Unsinn, dass die Spieler in ihrer Menge auf Qualität achten und eine Firmenpolitik abstrafen. Siehe z.B. CoD6 auf dem PC, das einige Gründe liefert, es zu boykotieren, sich aber dennoch sehr gut verkauft, oder von EA das völlig verpatzte NFS Underground, das trotz allem ein klarer Erfolg war, während das tolle, neue Mirrors Edge in den Regalen kleben blieb.

Also EA: Kickt Spiele wie Brütal Legend, Mirrors Edge, Dead Space und Konsorten in die Tonne und setzt voll auf FIFA und NFS. Die Verkaufszahlen werden es euch danken und das Geheule einiger Forenmitglieder bzgl. kluger Spieler kann euch egal sein. Activision macht es vor.
Traurig aber wahr.

EA hat sich in den letzten zwei Jahren dank Riccitello merklich Mühe gegeben frischen Wind in das eigene Spiele-Portfolie zu bringen und hat dabei einige tolle neue IPs aus dem Boden gestampft (ME, DS, Ao2, BL, ...). Gleichzeitig wurden die jährlichen Sportserien besser denn je poliert (wenn man von einigen PC-Versionen absieht).

Leider habens ihnen die Spieler nicht mit VKZ gedankt. Im Gegenteil, trotz vieler neuer Marken und hoher Qualität gibts immer noch ne Menge Spieler, die das alte EA mit dem derzeitigen EA verwechseln und die Foren mit Hasstiraden auf den Publisher vollkritzeln.

Activision dagegen macht das Gegenteil und hat damit leider Erfolg: leicht verbesserter Hype-Kriegs-Shooter XY verkauft sich wie blöde.
ColdFever hat geschrieben:
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Spore hat sich übrigens sehr gut verkauft und was aus Sicht von EA ein voller Erfolg, DRM hin, DRM her.
Lass Dich nicht veräppeln. Mit Spore wollte EA ein neues Milliarden-Franchise wie die Sims aufbauen. Stattdessen ist man damit an einer Bruchlandung vorbei gescheppert. Die Leute mit Ambitionen hatten das sinkende Boot schon verlassen, bevor die erste Erweiterung draußen war. Es war Wahnsinn. Man hatte eine geniale Technik aufgebaut und fantastische Entwickler gewonnen, die Kunden waren kaufbereit, da wären Milliarden drin gewesen. Aber irgendwelche Leute aus dem Management meinten wohl wieder, klüger als die Entwickler und die Fans zu sein. Es war die Zeit der Wii. Also Simplex statt Komplex, Knuddellook statt Realismus, Fassade statt Inhalt. Da wurde mit der Ingenieurtechnik eines Düsenjets der schönste Papierflieger aller Zeiten gebaut. Ich frage mich bis heute, warum Riccitello nicht spätestens bei Spore seinen Hut genommen hat. Noch nie dürfte es ein größeres Scheitern gegeben haben.
Blödsinn. Das fade Gameplay von Spore haben die Entwickler verbrochen, nicht Riccitello. Falls doch: Quelle bitte.
Meine Vermutung: Da hat man einfach Molyneux nachgeeifert und zuviel versprochen. Man hat einen genialen Kreatureneditor entworfen und notdürftig ein Spiel drumherum gezimmert.
Zuletzt geändert von Bedlam am 12.11.2009 17:13, insgesamt 1-mal geändert.
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DerSnake
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Re: electronic arts

Beitrag von DerSnake »

b00ze hat geschrieben:Mein erstes Spiel von Electronic Arts war Hard Hat Mack. Ich hätte damals nie gedacht, dass sich die Klitsche mal zu so einem selbstsüchtigen, geldgierigen und zerstörerischen Weltkonzern entwickelt.
Das gleiche könnte ich über Activision sagen. Seit dem Erfolg von MW, heben die ganz schön ab. Da ist mir EA um weiten lieber.
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

Bedlam hat geschrieben:Blödsinn. Das fade Gameplay von Spore haben die Entwickler verbrochen, nicht Riccitello.
Die Entwickler haben das zu liefern, was das Management wünscht. Und Riccitello ist der Chef des Managements, also letztlich der Verantwortliche. Abgesehen für das "massentauglich" verdorbene Spiel hätte er allein für das DRM seinen Hut nehmen sollen. Bei Amazon und Co. hat EA in den Rezessionen dafür unglaublich einstecken müssen. EA brauchte bei dem DRM-Desaster Monate und viele Titel um einzusehen, dass man die Kunden nicht ungestraft verarschen kann. In Japan hätte der Verantwortliche dafür Harakiri begangen, Riccitello sitzt dagegen weiterhin im Sattel. Und statt DRM zur Beschädigung des Gebrauchtspielmarktes serviert er bei DA:O jetzt DLC, der nur für Erstkäufer umsonst ist. Selbes Ziel, anderes Mittel, wieder Kundenverarsche. Diese Handschrift ist jetzt wirklich sattsam bekannt.
Zuletzt geändert von ColdFever am 12.11.2009 17:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

ColdFever hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben:Blödsinn. Das fade Gameplay von Spore haben die Entwickler verbrochen, nicht Riccitello.
Die Entwickler haben das zu tun, was das Management wünscht. Und Riccitello ist der Chef des Managements, also letztlich der Verantwortliche. Abgesehen vom "massentauglichen" Spiel-Umentwurf hätte er allein für das DRM seinen Hut nehmen sollen. Bei Amazon und Co. hat EA in den Rezessionen dafür unglaublich einstecken müssen. EA brauchte Monate bei dem DRM-Desaster um einzusehen, dass man die Kunden nicht ungestraft verarschen kann. In Japan hätte der Verantwortliche dafür Harakiri begangen, Riccitello sitzt dagegen weiterhin im Sattel. Und statt DRM zur Beschädigung des Gebrauchtspielmarktes serviert er bei DA:O jetzt DLC, der nur für Erstkäufer umsonst ist. Selbes Ziel, anderes Mittel, und wieder eine Kundenverarsche. Riccitello macht da weiter, wo er es schon vorher versaut hat.
Schwachsinn das alles Riccitello anzukreiden. Der Mann gibt die Strategie des Konzerns vor aber er hält sich aus Designfragen raus - erst recht renomierten Entwicklern wie Will Wright wird man garantiert nicht das Gameplay vorschreiben. Das Gameplay von Spore haben die Entwickler versaut, Punkt. Die haben eindeutig nur den komplexen Kreatureneditor gehabt, und in den Phasen, in der dieser nicht zum Tragen kam war langweiliges Gameplay angesagt.

Und natürlich hat Spore mit dem Knuddellook eine größere Käuferschicht angesprochen. Aber der Look war nicht im geringstem das Problem des Spiels, im Gegenteil. Der passte wunderbar zum Editor. Und wenn Riccitello nur Knuddellook haben wollte, hätte er niemals grünes Licht für Dead Space usw. gegeben.

Dein Problem: Du WILLST die Schuld unbedingt beim ach so bösen Konzernchef sehen. Könnten evtl auch die Entwickler verantwortlich fürs Gameplay sein? Nein niemals ... :roll:

Wenn du willst dass deine Mutmaßungen ernst genommen werden sollen, dann nenn mir nur EINE Quelle, in der steht, dass Maxis Designentscheidungen von oben herab diktiert wurden.