So, mit Verspätung die Antwort:
Liebe.Frieden.TNT hat geschrieben:@schlorch
shadow of the colossus ist aber auch schon wieder so ein fall, von dem ich gesprochen habe. colonization war damals ein sehr beliebtes spiel. das kannte doch wirklich jeder, der zu der zeit gezockt hat und mir würde es schwer fallen mich an jemanden zu errinnern, dem dsa spiel nicht gefallen hat.
Ja, soweit bin ich bei dir...
was ist shadow of the colossus dagegen? das kennt fast niemand. hat kaum jemand gespielt. und ich habe oft genug lesen müssen, daß das spiel scheisse sei und das dürfte doch wohl auch der allgemeinen meinung entsprechen, bei grade mal 1 millionen verkäufen, auf der am weitesten verbreiteten konsole der welt.
ich find das schon irgendwie traurig ^^
Ok erstens lese ich in fast allen Tests (u.a. auch bei 4Players), dass es ein grandioses Spiel ist. Zweitens sollte man sich selber ein Bild davon machen. Habe ich getan, das Spiel ist fantastisch (gerade weil es NICHT jedem gefällt). Drittens sagt überschaubarer oder ausbleibender kommerzieller Erfolg nichts über die Qualität aus. Und eine knappe Million verkaufter Exemplare ist ja nun auch alles andere als ein Flopp. Viertens: woher willst du wissen, dass Colonization sich öfter verkauft hat, und wie soll man messen, welches Spiel innovativer ist? Mir ging es in erster Linie darum zu zeigen, dass auf Konsolen tolle, anspruchsvolle Spiele existieren.
das mit der pauschalisierung hat einfach formelle gründe. möchtest du jedesmal differenzieren, wenn du von konsoleros oder pclern sprichst? also mir wäre das zu umständlich.
Ja möchte ich. Bloß weil es bequemer ist, sind Pauschalisierungen doch keinen Deut richtiger. Ich käme mir z.B. völlig bescheuert dabei vor über DEN PC-Spieler zu sprechen. Den gibt es genau so wenig wie DEN Konsolero. Was hat eine 40 jährige Hausfrau, die mit Wii Fit rumhampelt, mit einem Halo-Spieler gemeinsam? Oder mit jemandem, der auf Wii lieber Metroid Prime 3 spielt? Und wo ist der Unterschied zwischen zwei Spielern, wenn einer Left 4 Dead auf PC und einer auf Xbox spielt? Das ist einfach unsinnig. Selbst wenn meinetwegen 70% der Konsolenbesitzer Kinder oder Casualgamer wären (was ich doch SEHR stark bezweifle), dann möchtest du die restlichen 30% (was bei Wii, Xbox 360 und PS3 zusammen genommen etwa 30 Mio. Spieler ausmacht) in die gleiche Schublade stecken? Ich nicht! Vielfalt ist ein Segen und eine Chance, kein Hemmschuh.
das der mainstream auch gutes bringen kann, will ich mich mal glauben. bisher fällt es mir aber schwer das zu sehen. es gibt immer wieder soviel potential, was im mainstream entsteht, aber dann nahezu völlig verschwendet wird, wie die wii z.b.
ich kann echt nur hoffen, daß selbst den heutigen casual gamern und vorallem den jüngeren/kinder spielern das ganze irgendwann doch zu langweilig und eintönig wird und sie doch noch nach mehr verlangen. mit so einer renaissance könnte man wieder hoffnung schöpfen. mal schauen.

Ja das wird sich zeigen. Auf jeden Fall sollte man Kindern und auch Jugendlichen zugestehen, dass sie auf diese neuen Spielformen anspringen und nicht ständig mit dem erhobenen Zeigefinder kommen und "früher war alles besser" schreien

Wenn ich mal überlege, wie ich mit 13 drauf war, da hatten meine Eltern schon sehr viel Geduld... Außerdem sollte man klar trennen: leichter zugänglich bedeutet nicht automatisch weniger komplex oder schlechter und komplex ist auch nicht automatisch gut (was - glaube ich - viele PC-Spieler immer noch denken). Sieh dir die Geheimakte-Adventures an. Das spielen jetzt Menschen auf Wii, die am PC höchstens eine Email abholen können und niemals drauf gekommen wären, darauf zu zocken. Aber wahrscheinlich schimpfen demnächst auch wieder einige, dass die Adventure so leicht geworden sind und die Konsolenspieler Schuld sind... Egoshooter haben im Übrigen schon stagniert, bevor sie die Konsolen erobert haben.
Ich denke einfach Nintendo hat den Markt sehr erweitert und dadurch die Akzeptanz von Spielen innerhalb der Gesellschaft weiter erhöht. Das KANN sich in den nächsten Jahren durchaus auch positiv auf Core-Spiele auswirken. Spiele werden nicht mehr als Kinderkram angesehen. Politiker, die über Killerspiele motzen und ohne mit der Wimper zu zucken einräumen, dass sie noch nie gespielt haben, werden hoffentlich auch irgendwann der Vergangenheit angehören. Und viele Änderungen sind doch jetzt schon spürbar: Die Synchronsprecher und die Musik werden immer besser, Stars wie Jack Black wirken in Spielen mit, immer mehr Mädchen und Frauen interessieren sich für das Medium usw. Wie cool ist es denn bitte, wenn ich nicht mit meiner Freundin diskutieren muss, sondern mit ihr zusammen z.b. Flower spielen kann?
Sieh dir Hollywood an: natürlich entstehen unsagbar viele Scheißfilme, aber eben auch immer wieder Überragendes, selbst im Mainstreambereich. Das sieht auf Wii doch genau so aus.
Je größer und akzeptierter eine Unterhaltungsform ist, desto resistenter ist sie meiner Meinung nach gegen Monotonie, und das ist eine gute Sache.
Von alledem aber mal ganz abgesehen: Ich glaube, dass Wechselwirkungen Spiele insgesamt nach vorne bringen. Sony kopiert die Wii-Steuerung? Ja und? Was ist daran schlecht? Dass ich Railshooter demnächst auch auf PS3 spielen kann? Das werde ich überleben

Außerdem wird es wieder neue Spiele ermöglichen oder Egoshooter z.B. komfortabler machen.
Microsoft will eine noch viel weiter gehende Bewegungssteuerung? Von mir aus! Vielleicht sagen wir in 10 Jahren, dass das der erste Schritt zu richtiger Virtual Reality war.
Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, in der man keine Gamepads an den PC anschließen konnte...weil es keine gab! Von welcher Plattform hat der PC da wohl profitiert? Achja, Konsolen...
Lange Rede kurzer Sinn: Fast alles hat mind. zwei Seiten, auch wenn man auf den ersten Blick oft nur eine sieht. Amen.