4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:
Und btw: Ich kenne kein Spiel mit einer richtig guten Story. Ich bin schon zufrieden, wenn es vernünftig geschrieben ist, die Story in sich logisch und geschlossen daherkommt und mir nicht auf die Nerven geht. Und das hängt nicht damit zusammen, dass ich mich nicht in die Handlung "einarbeiten" will, sondern, dass die Handlungen von Spielen es einfach nicht wert sind, dass man sich in sie einarbeitet, da sie eigentlich fast ausschließlich pupertierende Tolkien Leser ansprechen.
Sprichts du jetzt nur von RPGs?
Denn MAFIA war ein perfektes Beispiel für eine geniale Story die sich nicht hinter einem Martin Scorsese Film verstecken muss!
Niemand außerhalb von Bioware hat Dragon Age bislang ausführlich und unbeaufsichtigt spielen dürfen. Niemand kann deshalb mit letzter Gewissheit sagen, ob das, was in der Theorie gut klingt, auch wirklich gut funktioniert. Die Einzelteile machen einen durchdachten Eindruck, aber ob Dragon Age als Ganzes überzeugen kann, wird erst der Test im Oktober zeigen
Das passt aber nicht so ganz als Argument, da es ja auch schon Reviews gibt und ich nehme doch mal an, dass die Dragon Age spielen durften.
Genau!
Bei 4players ist ja Dragon Age auch schon "in Arbeit". Es wird ihnen also in einer Testfassung vorliegen. Jörg meinte ja auch schon, dass er dransitzt.
Also alle einmal in Ruhe durchatmen und abwarten, was bis zum Release an Infos "ausgeschüttet" wird. Persönlich gebe ich Bioware diesmal noch den Vertrauensbonus und hoffe, dass sie diesen weiterhin behalten. Sprich, ich bin Vorbesteller, solange keine gravierenden Unzumutbarkeiten vorher bekannt werden.
Jörg hat im Risen thread auch ein ganz klein wenig durchblicken lassen, dass ihm DA scheinbar gefällt. :wink:
nur ein paar kleine Anmerkungen vor dem Wochenende:
1) Unsere Vorschau zu Dragon Age beruht natürlich auf einer spielbaren Version. Ich habe da die ersten fünf bis sechs Stunden verarbeitet; dort wurde auch schon der Übersichtsnachteil der Konsolenkamera erwähnt. Mittlerweile bin ich bei über dreißig und man kann festhalten, dass sich BioWare den Luxus eines "Tutorials" gegönnt hat, bevor sie richtig loslegen.
2) Das Wort "episch" wird zwar tatsächlich inflationär in der Spielepresse gebraucht, passt in diesem Fall aber sehr gut, weil BioWare die Hintergrundwelt extrem ausführlich ausgearbeitet hat und viele kleine Geschichten innerhalb des großen Dramas erzählt - das Material in meinem Tagebuch reicht jetzt schon locker für ein Pen&Paper-Kompendium, das ja auch in den USA erscheint. Und wer Lust auf das Studieren von Gedichten, Anekdoten, Hintergründen etc. hat, wird sich hier vorkommen wie in Planescape Torment 2.0. Also fast. :wink:
3) Was die propagierten Anleihen an G.R.R. Martin angeht, die BioWare geschickter Weise versprochen hat: Die sind tatsächlich drin; das politische Beziehungsgeflecht erinnert, wenn auch nur stellenweise, an die Intrigen der Rosenkriege. Allerdings muss man die Charakterkirche da auch im Dorf lassen - die genialen Entwicklungen, die man als Fantasyleser in einem Buch wie Winterfell findet, lassen sich nicht so einfach in ein Spiel übertragen. Nur gibt es derzeit auch kein anderes, das so nahe heran kommt wie Dragon Age.
4) Was den "Geist von Baldur's Gate" angeht. Dem bin ich gestern ein paar Mal begegnet, als es in der Party nur so krachte, weil keiner meine Entscheidung gutheißen konnte. Ohne zu viel Vorfreude entfachen zu wollen: BioWare hält Wort und serviert die mit Abstand beste Party-Interaktion, die es bisher in Fantasyspielen gegeben hat.
5) Der lange Rollenspielwinter naht. Zieht euch warm an.
nur ein paar kleine Anmerkungen vor dem Wochenende:
1) Unsere Vorschau zu Dragon Age beruht natürlich auf einer spielbaren Version. Ich habe da die ersten fünf bis sechs Stunden verarbeitet; dort wurde auch schon der Übersichtsnachteil der Konsolenkamera erwähnt. Mittlerweile bin ich bei über dreißig und man kann festhalten, dass sich BioWare den Luxus eines "Tutorials" gegönnt hat, bevor sie richtig loslegen.
2) Das Wort "episch" wird zwar tatsächlich inflationär in der Spielepresse gebraucht, passt in diesem Fall aber sehr gut, weil BioWare die Hintergrundwelt extrem ausführlich ausgearbeitet hat und viele kleine Geschichten innerhalb des großen Dramas erzählt - das Material in meinem Tagebuch reicht jetzt schon locker für ein Pen&Paper-Kompendium, das ja auch in den USA erscheint. Und wer Lust auf das Studieren von Gedichten, Anekdoten, Hintergründen etc. hat, wird sich hier vorkommen wie in Planescape Torment 2.0. Also fast. :wink:
3) Was die propagierten Anleihen an G.R.R. Martin angeht, die BioWare geschickter Weise versprochen hat: Die sind tatsächlich drin; das politische Beziehungsgeflecht erinnert, wenn auch nur stellenweise, an die Intrigen der Rosenkriege. Allerdings muss man die Charakterkirche da auch im Dorf lassen - die genialen Entwicklungen, die man als Fantasyleser in einem Buch wie Winterfell findet, lassen sich nicht so einfach in ein Spiel übertragen. Nur gibt es derzeit auch kein anderes, das so nahe heran kommt wie Dragon Age.
4) Was den "Geist von Baldur's Gate" angeht. Dem bin ich gestern ein paar Mal begegnet, als es in der Party nur so krachte, weil keiner meine Entscheidung gutheißen konnte. Ohne zu viel Vorfreude entfachen zu wollen: BioWare hält Wort und serviert die mit Abstand beste Party-Interaktion, die es bisher in Fantasyspielen gegeben hat.
5) Der lange Rollenspielwinter naht. Zieht euch warm an.
6) Schönes Wochenende!
Ahhhhh Jörg verdammt, warum schreibst du das?
Jetzt halt ichs erst recht nicht mehr aus.
4P|T@xtchef hat geschrieben:
2) Das Wort "episch" wird zwar tatsächlich inflationär in der Spielepresse gebraucht, passt in diesem Fall aber sehr gut, weil BioWare die Hintergrundwelt extrem ausführlich ausgearbeitet hat und viele kleine Geschichten innerhalb des großen Dramas erzählt - das Material in meinem Tagebuch reicht jetzt schon locker für ein Pen&Paper-Kompendium, das ja auch in den USA erscheint. Und wer Lust auf das Studieren von Gedichten, Anekdoten, Hintergründen etc. hat, wird sich hier vorkommen wie in Planescape Torment 2.0. Also fast. :wink:
3) Was die propagierten Anleihen an G.R.R. Martin angeht, die BioWare geschickter Weise versprochen hat: Die sind tatsächlich drin; das politische Beziehungsgeflecht erinnert, wenn auch nur stellenweise, an die Intrigen der Rosenkriege. Allerdings muss man die Charakterkirche da auch im Dorf lassen - die genialen Entwicklungen, die man als Fantasyleser in einem Buch wie Winterfell findet, lassen sich nicht so einfach in ein Spiel übertragen. Nur gibt es derzeit auch kein anderes, das so nahe heran kommt wie Dragon Age.
Schön, dass wir uns da halbwegs einig sind.
Biowares eigene Geschichtenschreiberlinge mögen ihre Arbeit ganz gut machen, das glaube ich gerne. Ich bezweifle dennoch stark, dass sie die Klasse eines Martin, Tolkien, Williams oder Meißner (erwähnte ich, dass ich mich nach einer Paradies der Schwerter Versoftung sehne?) haben und alleine deshalb wäre es wünschenswert, wenn diese Referenznamen weder in Previews noch in Reviews genannt werden.
Edit: Ach ja, schönes Wochenende... zock nicht mehr so viel.
Mit allem nötigen Respekt, aber von den genannten kenne ich nur Tolkien und stilistisch gesehen da einige Spiele besser geschrieben als der Herr der Ringe, der kein gut geschriebenes Buch ist. Vom tech. Standpunkt aus gesehen, ist Mass Effect da z.B. deutlich besser.
Mit allem nötigen Respekt, aber von den genannten kenne ich nur Tolkien und stilistisch gesehen da einige Spiele besser geschrieben als der Herr der Ringe, der kein gut geschriebenes Buch ist. Vom tech. Standpunkt aus gesehen, ist Mass Effect da z.B. deutlich besser.
Mit allem nötigen Respekt, aber die anderen genannten Schriftsteller sind im Fantasybereich hochgradig anerkannt und zahlreich preisgekrönt.
Williams schrieb Otherland, Martin ist für die Winterfellsaga (Das Lied von Eis und Feuer, dem wohl derzeit besten Fantasyepos überhaupt) verantwortlich und Tobias O. Meißner ist wohl einer der talentiertesten deutschen Fantasyautoren seit Ewigkeiten.
Einem Geschichtenschreiber von Videospielen die Klasse eines Tolkien zu unterstellen ist allerdings schon fast eine Frechheit...
Mit allem nötigen Respekt, aber von den genannten kenne ich nur Tolkien und stilistisch gesehen da einige Spiele besser geschrieben als der Herr der Ringe, der kein gut geschriebenes Buch ist. Vom tech. Standpunkt aus gesehen, ist Mass Effect da z.B. deutlich besser.
Mit allem nötigen Respekt, aber die anderen genannten Schriftsteller sind im Fantasybereich hochgradig anerkannt und zahlreich preisgekrönt.
Williams schrieb Otherland, Martin ist für die Winterfellsaga (Das Lied von Eis und Feuer, dem wohl derzeit besten Fantasyepos überhaupt) verantwortlich und Tobias O. Meißner ist wohl einer der talentiertesten deutschen Fantasyautoren seit Ewigkeiten.
Einem Geschichtenschreiber von Videospielen die Klasse eines Tolkien zu unterstellen ist allerdings schon fast eine Frechheit...
Es gibt durchaus Gründe, warum man Fantasyliteratur allgemein als Trivialliteratur bezeichnet und die haben nur wenig mit intellektueller Arroganz zu tun. Wenn die anderen Autoren stilistisch nicht mehrere Male besser als Tolkien sind, sind das immer noch keine guten Autoren, denn die Charaktere im Herrn der Ringe sind flach wie ein Brett, die Sprache ist langweilig und die Dialoge hölzern und ohne jede Besonderheit. Da ist ein Mass Effect oder ein GTA San Andrea wirklich deutlich besser. Da passen zumindest die Dialoge, gerade bei GTA SA. Die Autoren, die da dran saßen, verstehen ihr Handwerk besser als die meisten Fantasyautoren.
Sicher, Tolkin ist technisch längst überholt und es gibt auch schon zig Sagen, die sein Herr der Ringe längst übertreffen. Das ist aber soviele Jahre nach HdR auch nicht schwer etwas besseres zu erschaffen.
Bezüglich Fantasyreihen würde ich an dieser Stelle übrigens die Klingen-Reihe von Joe Abercrombie empfehlen. Braucht in Band 1 zwar auch eine Weile, bis es richtig in fahrt kommt, weiß danach aber sehr zu begeistern. Allein die Charakter sind super und nichts ist in der Welt Schwarz oder weiß, sondern alleine von Motivation und Weltanschauung getrieben.
Zuletzt geändert von Sevulon am 16.10.2009 18:56, insgesamt 1-mal geändert.
Mit allem nötigen Respekt, aber von den genannten kenne ich nur Tolkien und stilistisch gesehen da einige Spiele besser geschrieben als der Herr der Ringe, der kein gut geschriebenes Buch ist. Vom tech. Standpunkt aus gesehen, ist Mass Effect da z.B. deutlich besser.
Mit allem nötigen Respekt, aber die anderen genannten Schriftsteller sind im Fantasybereich hochgradig anerkannt und zahlreich preisgekrönt.
Williams schrieb Otherland, Martin ist für die Winterfellsaga (Das Lied von Eis und Feuer, dem wohl derzeit besten Fantasyepos überhaupt) verantwortlich und Tobias O. Meißner ist wohl einer der talentiertesten deutschen Fantasyautoren seit Ewigkeiten.
Einem Geschichtenschreiber von Videospielen die Klasse eines Tolkien zu unterstellen ist allerdings schon fast eine Frechheit...
Es gibt durchaus Gründe, warum man Fantasyliteratur allgemein als Trivialliteratur bezeichnet und die haben nur wenig mit intellektueller Arroganz zu tun. Wenn die anderen Autoren stilistisch nicht mehrere Male besser als Tolkien sind, sind das immer noch keine guten Autoren, denn die Charaktere im Herrn der Ringe sind flach wie ein Brett, die Sprache ist langweilig und die Dialoge hölzern und ohne jede Besonderheit. Da ist ein Mass Effect oder ein GTA San Andrea wirklich deutlich besser. Da passen zumindest die Dialoge, gerade bei GTA SA. Die Autoren, die da dran saßen, verstehen ihr Handwerk besser als die meisten Fantasyautoren.
Sorry, das ist meines Erachtens nach schlichtweg Blödsinn.
Sevulon hat geschrieben:Sicher, Tolkin ist technisch längst überholt und es gibt auch schon zig Sagen, die sein Herr der Ringe längst übertreffen. Das ist aber soviele Jahre nach HdR auch nicht schwer etwas besseres zu erschaffen.
Was ist denn das für eine Aussage? "Technisch überholt"? Bei Büchern? Erkläre das bitte.
Wenn du das meinst, bitte, aber auch wenn du es nicht glauben magst: Ein 1000 Seiten Fantasywerk, das von Fans als episch oder legendär bezeichnet wird, ist deutlich einfacher zu schreiben als eine gescheite, mit etwas Anspruch versehene Familiengeschichte, die über 200 Seiten geht. Das hängt mit der inhaltlichen Beliebigkeit der meisten reinen Fantasywerke und dem extremen geringen Anspruch der Leser an die Technik zusammen, wobei diese sich häufig aus dem recht geringen Alter der Fans ergibt. Ich hab mit 16 den Herrn der Ringe auch über alles geliebt und schäme mich dessen überhaupt nicht.
Sevulon hat geschrieben:Sicher, Tolkin ist technisch längst überholt und es gibt auch schon zig Sagen, die sein Herr der Ringe längst übertreffen. Das ist aber soviele Jahre nach HdR auch nicht schwer etwas besseres zu erschaffen.
Was ist denn das für eine Aussage? "Technisch überholt"? Bei Büchern? Erkläre das bitte.
Schreibtechnisch. Die Sprache hat sich längst geändert. Das gilt aber nicht nur für Tolkin, sondern auch für Goethe, Dante etc. - man hat damals einfach anders geschrieben, als heute.. die Ausdrucksweise und der generelle Stil ist überholt und nicht mehr zeitgemäß.
Sevulon hat geschrieben:Sicher, Tolkin ist technisch längst überholt und es gibt auch schon zig Sagen, die sein Herr der Ringe längst übertreffen. Das ist aber soviele Jahre nach HdR auch nicht schwer etwas besseres zu erschaffen.
Was ist denn das für eine Aussage? "Technisch überholt"? Bei Büchern? Erkläre das bitte.
Schreibtechnisch. Die Sprache hat sich längst geändert. Das gilt aber nicht nur für Tolkin, sondern auch für Goethe, Dante etc. - man hat damals einfach anders geschrieben, als heute.. die Ausdrucksweise und der generelle Stil ist überholt und nicht mehr zeitgemäß.
Das ist falsch. Sicher verändert sich Sprache, aber diese Veränderungen betreffen Tolkien, der noch recht jung ist, eigentlich kaum. Schon vor Tolkien gab es Autoren wie Thomas Mann, Brecht und viele andere, die stilistisch immer noch richtig gut sind. Tolkien ist sprachlich einfach schwach und das war er damals auch schon.
Edit: Das beste Beispiel ist wohl "Der Fänger im Roggen". Der wurde einige Jahre vor dem Herrn der Ringe veröffentlicht und liest sich dennoch wie ein Buch, das auch aus den Neunzigern stammen könnte.