Dragon Age: BioWare über DLC-Timing

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Nanimonai
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Beitrag von Nanimonai »

ColdFever hat geschrieben:
KleinerMrDerb hat geschrieben:Und wenn sich der DLC auf dem Niveau von Mass Effect bewegt, dann bin ich sogar froh diesen schlechten Mist nicht in der Retail Fassung zu haben!
Was ich bisher vom "Stone Prisoner" gesehen habe, war Spitzenklasse. Dieser Steingolem ist sowohl von seiner brachialen Kraft als Partymember als auch dramaturgisch durch sein dunkles Geheimnis ein absolutes DAO-MustHave. Kein Wunder also, das EA gerade diesen ausgelagert hat und nur für Erstkäufer kostenlos als DLC zugänglich macht. So müssen Gebrauchtmarktkäufer, die das Spiel später genauso gut wie die Erstkäufer spielen wollen, gleich noch einmal an EA bezahlen. Und EA kann auf diese Weise nun bei Gebrauchtkäufen mitverdienen, was seit längerem (in einem Interview ausgeplaudertes) offizielles Ziel der Geschäftsleitung ist.
Es spricht ja auch absolut nichts gegen dieses Ziel. Der Gebrauchtmarkt ist immer schon schlecht für die Industrie gewesen. Es ist ja nicht so, dass EA der einzige Laden ist, den das stört...
Und wenn man damit zusätzlich noch eine gewisse Anzahl illegaler Kopien verhindern kann (lieber mit Golem kaufen, als ohne Golem saugen), ist das doch vollkommen ok.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

"Andere Seiten" berichten von Content, den man sich freischalten kann, so man das Spiel kauft und registriert.
Weiterverkaufen kann man den nicht (Die Rede ist von einer Rüstung und einem Golem). Der Käufer des gebrauchten Spiels darf den Content aber auch erhalten - für eine "kleine" Gebühr.
Ja, mrderb, ich weiß dass EA nicht die Heilsarmee ist, aber der Versuch noch das letzte bisschen Geld aus einem Produkt zu quetschen ist armselig.
Der Versuch, den Gebrauchtmarkt trocken zu legen ist auch erbärmlich. Im Gegensatz zu Verteilern unlizensierter Kopien war jeder Verkäufer mal ein Käufer. Käufer, die kalkulieren, ein Spiel zum Vollpreis zu kaufen, zu spielen, dann zu verkaufen, damit das nächste Vollpreisspiel unterm Strich nicht so teuer war. Wenn man denen den Anreiz nimmt, ein Spiel zu kaufen (weil die Rechnung nicht mehr aufgeht), kann das nur nach Hinten losgehen.
Ich weiß allerdings auch, dass die Käufer das alle selber schuld sind. Die Branche spricht nur eine Sprache: GELD. UNSER Geld wollen die haben. Es sollte uns bewußt werden, dass es für uns deutlich einfacher ist, das Geld vorzuenthalten, wenn uns das Angebot nicht gefällt.
Oder geht einer von Euch in den Laden und kauft halt doch die verfaulte Tomate, weil Tomaten ja im Allgemeinen gut schmecken?
Ich nicht. Entweder kaufe ich den frischen Apfel, die ja auch lecker sind oder ich gehe wieder. Lebensnotwendig ist die Tomate nicht.
UNSER Geld ist für EA aber lebenswichtig. Die sind von uns abhängig, nicht andersherum. Von den Käufern! Also genau der Gruppe, auf die sie am meisten einschlagen. Die "Piraten" fallen aus dem Raster. Die haben keine Kaufkraft. Hatten sie nicht und werden sie auch nie haben, egal was die Publisher sagen. Dafür haben die witzigerweise aber auch keine Probleme. Um bei dem idiotischen Beispiel zu bleiben: Die klauen die Tomate und schneiden die faule Stelle raus. Damit sparen sie Geld und haben Teile einer Tomate. Win-Win.
Ach, ich habe mich gerade reingeredet, machen wir weiter:
Stell Dir mal vor, Du bist Filialleiter in einem Discounter. Du kaufst abgefaulte Tomaten und stellst sie ins Regal.
Du stellst fest, dass die Tomaten zwar irgendwie weggehen, aber keiner sie kauft. Du machst also Verlust mit angefaulten Tomaten. Was tust Du?
Vielleicht bin ich zu logisch, aber ich würde keine angefaulten Tomaten mehr ins Regal stellen. Ich würde es mit anderen Produkten versuchen, vielleicht mal nicht verfaulten Tomaten. Ich stelle dann fest, dass die verkauft werden. Gut, mein Gewinn ist nicht so groß wie der mit den angefaulten gewesen WÄRE!!!!, wenn ich die zum gleichen Preis verkauft hätte, aber es ist einer. Im Gegensatz zu den angefaulten, die waren ein Totalverlust. Ja, es werden auch frische Tomaten geklaut, aber das weiß ich im Voraus, das habe ich in der Preisgestaltung einkalkuliert.

In der Unterhaltungsindustrie läuft das irgendwie anders:
Ich stelle angefaulte Tomaten ins Regal. Ich weiß, dass die angefault sind, ich habe eine Eingangskontrolle gemacht (Nennt man Qualitätssicherung und ist eigentlich in der Branche unüblich, an dieser Stelle ist mein Bild also bereits schöngefärbt). Ein paar Leute kaufen die Tomaten, weil sie alles kaufen, was nach Tomate aussieht. Viele Leute kaufen sie nicht, weil sie zwar Tomaten mögen, aber halt nicht faul. Eine Menge klauen die Tomate, weil sie Tomaten mögen aber nicht bereit sind dafür zu zahlen. Dass die Tomaten angefault sind, nutzen sie unter anderem als Beruhigung ihres Gewissens.
Meine Reaktion ist jetzt, dass ich: Sicherheitsmaßnahmen in die faulen Tomaten einbaue, damit die keiner klauen kann.
Die Tomatenfans kaufen die weiter.
Einige Tomatenfans beißen sich an der Maßnahme einen Zahn aus, da sie im Wesentlichen aus einem harten Kern besteht, der irgendwo mitten in der Tomate steckt.
Die Leute, die keine angefaulten Tomaten kaufen lachen sich kaputt, weil ihnen das nicht passieren kann.
Die Diebe wissen, wo man den Kern findet und können ihn noch im Laden geschickt herausschneiden, freuen sich weiter über die Tomate.
Das reichte also noch nicht. Ich schicke ein Team von teuren Entwicklern in den Keller, bis sie Ergebnisse haben.
Das Ergebnis ist: Das Preis/Leistungsverhalten von angefaulten Tomaten ist zu meinen Ungunsten. Ich solle probieren, kleine Tomatenhappen zusätzlich zu verkaufen.
Die Leute reagieren wie gehabt, einige kaufen die Happen und generieren etwas mehr Umsatz.
Das gefällt mir aber immer noch nicht, also fange ich an, kleine Stücke aus der Tomate zu schneiden und diese dann als Happen zu verkaufen.
Die Leute reagieren wie gehabt, mein Umsatz ist aber weiter gestiegen, da ich keine extra Happen mehr brauche.
Die zweite Gruppe kommt aus dem Keller und sagt: Du musst den Verkauf besser kontrollieren:
Also zwinge ich jeden Kunden, seine Adresse zu hinterlassen, damit ich weiß, wer genau eine Tomate kauft. Die Beschwerde über den ausgebissenen Zahn kann er jedoch weiter gerne der Wand erläutern.
Es bleibt alles beim Alten, nur irgendwie wird das Lachen der Leute, die keine angefaulten Tomaten kaufen und der Diebe, die auch die Happen noch mitnehmen immer lauter.
Da ist sie, die Superidee: Man kann den Sicherheitsmechanismus weglassen, an dem sich einige die Zähne ausgebissen haben. Dafür müssen die Kunden allerdings jedesmal bei einem Dienstleister anrufen, wenn sie in die Tomate beißen wollen.
Klasse, Arbeitsplätze (Beim Dienstleister) geschaffen, Gewinn gesteigert, weil ich viel Arbeit an den Dienstleister auslagern kann, die Tomatenfans müssen keine Angst mehr haben, in ihrer faulen Tomate einen Kern zu finden. Aber irgendwie reicht das noch nicht und das Lachen hört nicht auf.
Der Dienstleister hat herausgefunden, dass für eine Tomate mitunter bis zu drei Leute anrufen, weil sie mal reinbeißen wollen.
Das geht ja mal gar nicht, wer in eine Tomate beißen will, soll die gefälligst kaufen, auch wenn er keine ganze essen will!
Da man einen Dienstleister hat, ist das ja einfach: Die Tomate wird registriert und auf genau einen Namen festgelegt. Ruft nun ein anderer an und fragt nach der Erlaubnis in die Tomate zu beißen, wird diese ihm verweigert und der Dienstleister schimpft noch ein wenig mit ihm.

Und warum geht die Rechnung für den Filialleiter auf? Weil die Tomatenfans alles kaufen, hauptsache es steht "Tomate" drauf. Laufend verliert man Kunden, aber das wird dann mit den Preisen kompensiert, die Fans kaufen schon.

Und was seid ihr?
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KingDingeLing87
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Beitrag von KingDingeLing87 »

Dann hätte ich eben noch nen Monat gewartet.
Dann hätten sie noch zeit gehabt, es mit ins Hauptprogramm zu bringen.
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

Sir Richfield hat geschrieben:"Laufend verliert man Kunden, aber das wird dann mit den Preisen kompensiert, die Fans kaufen schon."
Ich würde DAO zwar noch nicht als faule Tomate titulieren, aber EA macht es mir als Käufer dieses Jahr wirklich schwer. Ich habe DAO schon lange vorbestellt, weil es mit seinem neuartigen Entscheidungssystem in einer moralfreien Spielwelt für Erwachsene das interessanteste Spiel des Jahres ist. Aber wenn ich nur einen Teil des Spiels vom Vollpreis kaufen kann und den Rest nur als Erstkäufer-DLC geliehen bekomme, also später nicht weiterverkaufen kann, dann fühle ich mich als ehrlicher Käufer irgendwie als Idiot. Folglich ringe ich derzeit mit mir, das Spiel wieder abzubestellen, um das beschissene Geschäftsmodell nicht zu unterstützen, obwohl ich eigentlich scharf auf das Spiel bin. So einen Zwiespalt gab es früher nicht, das wurden die innovativen Pflichtkäufe des Jahr fast blind gekauft. Jetzt macht es EA den echten Fans aber immer schwerer, noch vertrauensvoll etwas zu kaufen. Immherin... Die erste zentrale Entscheidung von DAO liegt damit diesmal sogar schon vor den Kauf...
Zuletzt geändert von ColdFever am 09.10.2009 09:13, insgesamt 1-mal geändert.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

@ Richfield!

Deine Rechnung sieht aber die wichtigste Variable in der Rechnung garnicht vor!

Wo steht denn geschrieben, dass die Publisher mit diesem DRM und DLC Zeugs unterm Strich weniger verdienen und weniger Kunden haben?
Die zahlen vom letzten Jahr durch die wirtschaftkriese sind nicht repräsentativ für die Industrie die sonst immer jedes Jahr aufs neue positive Gewinne eingefahren hat!

Hypespiele werden immer noch zu millionen gekauft und die Einnahmen der DLC kann man dann noch dadrauf rechnen!

Für den Kunden mag es objektiv schlecht sein aber wir wissen doch beide, dass für viele Videospiele wie ein Droge sind!
Da schwänzt man die Schule oder lässt sich Krank schreiben für das neue super dupa genialo Hype spiel und kauft sich ephorisch noch den DLC dazu!

Die paar Freaks hier im Forum denen solche Methoden stinken sind in der Minderheit!

Und die die das Maul am größten über diese Methoden aufreissen geben spätestens beim X-ten 90% Test und der euphorischen Mundpropagande nach und kaufen sich das SOOOOO verhasste Spiel dann doch!
Zuletzt geändert von KleinerMrDerb am 09.10.2009 09:30, insgesamt 1-mal geändert.
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ColdFever
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Beitrag von ColdFever »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Die paar Freaks hier im Forum denen solche Methoden stinken sind in der Minderheit!
Abwarten. Genau das wurde bei "Spore" auch erst gesagt, bis die miesen Amazon-Rezensionen über die DRM-Geschäftspolitik EA das Geschäft vermasselt haben. Bei DAO geht EA diesmal subtiler und schlauer vor, indem man das DRM nicht wie bei Spore direkt gegen den Gebrauchtmarkt einsetzt, sondern einfach die Gebrauchtkäufer noch einmal für den Erstkäufer-DLC zahlen lässt. Zwar mag es für die EA-Banker genial klingen, die Leute mehrfach für eine Ware zahlen zu lassen, aber wenn es genügend Menschen gibt, die dies Spiel durchschauen und es bei Amazon wieder Massenabwertungen gibt, kann es EA wieder bitter treffen.
Ingvert
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Beitrag von Ingvert »

Sir Richfield hat geschrieben:Und was seid ihr?
Ich, mein Herr, bin eine Tomate!
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Blanks
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Beitrag von Blanks »

Hey,

ich hab mich mit dem Thema zwar noch nicht wirklich beschäftigt, aber wenn ich das so lese, dann ist das ja wohl eine Frechheit.
Ich glaube Bioware gerne, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ihren Lockdown hatten, das Spiel nurnoch portieren mussten und freie Grafiker und Designer hatten, die sich dann um weitere Inhalte kümmern konnten, die es aber nicht mehr ins Spiel geschafft haben.

Aber so wie ich es verstanden habe, wären diese Inhalte laut Bioware mit im Spiel gelandet, wenn sie mehr Zeit gehabt hätten. Gut, sowas hört man auch oft und es kommt nunmal vor bei einem so großen Projekt. Aber dieses "Zeitproblem" als Entschuldigung zu nehmen und dann Geld dafür zu verlangen? Ich weiß ja nicht.
Bitte berichtigt mich, wenn ich was falsch verstanden habe.


Ob ich mir Dragon Age kaufen werden, steht noch in den Sternen. Überzeugt bin ich, aber auf so eine Abzocke habe ich solangsam keine Lust mehr.
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

ColdFever hat geschrieben:
KleinerMrDerb hat geschrieben:Die paar Freaks hier im Forum denen solche Methoden stinken sind in der Minderheit!
Abwarten. Genau das wurde bei "Spore" auch erst gesagt, bis die miesen Amazon-Rezensionen über die DRM-Geschäftspolitik EA das Geschäft vermasselt haben.
Also Spore war alles andere als nicht erfolgreich und der Kundenkreis der Videospiele bei Amazon bzw. Retail Fassungen im Internet bestellt ist eher gering!

Das Geld wird immer noch überwiegend in einem Laden gemacht und dort wird ein Verkäufer sicherlich nicht angerannt kommen und einem etwas von DLC und DRM erzählen damit man das Spiel nicht kauft!
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

Nanimonai hat geschrieben:Es spricht ja auch absolut nichts gegen dieses Ziel. Der Gebrauchtmarkt ist immer schon schlecht für die Industrie gewesen. Es ist ja nicht so, dass EA der einzige Laden ist, den das stört...
Und wenn man damit zusätzlich noch eine gewisse Anzahl illegaler Kopien verhindern kann (lieber mit Golem kaufen, als ohne Golem saugen), ist das doch vollkommen ok.
Jaja, Doppelpost, tut mir leid, aber wenn jemand von dem vielen Text da oben abgeschreckt sein sollte:
1) Gebrauchtmarkt. Wie ich oben schrieb, jeder Verkäufer war mal ein Käufer. Viele werden nicht mehr kaufen, wenn sie ihre Ausgaben nicht reduzieren können. Das gewhine um den Gebrauchtmarkt ist noch lächerlicher als das um die "Raubkopien". Bei den Raubies kauft vielleicht mal einer und hunderte profitieren. Beim Gebrauchten profitieren nur zwei (Der Verkäufer, weil er vom Vollpreis was zurück bekommt und der Käufer, weil er es günstiger bekommt), dafür wurden aber immerhin mehr Einheiten verkauft.
2) LOL!!!! ""Pff Golem" oder "Guck mal, Golem kann man nachpatchen" sind die wahren Aussagen der Leute, die DA saugen werden.
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träxx-
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Beitrag von träxx- »

Der gemeine Spieler möchte DLC, am besten zum Release...
Der gemeine Spieler bekommt seinen DLC, zum Release...
eNTi
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Beitrag von eNTi »

ähh... bullshit, oder? geldgier is geil, oder wie? naja die werden ja sehn, was sie davon haben.
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ph0en1xs
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Beitrag von ph0en1xs »

KleinerMrDerb hat geschrieben:
Einige wollen es leider nicht verstehen, dass es in einem Multimilliarden $ Konzern etwas anders zugeht als in Tante Emmas Gemüsepuff!
ymmd

ein zu geiler satz.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Wo steht denn geschrieben, dass die Publisher mit diesem DRM und DLC Zeugs unterm Strich weniger verdienen und weniger Kunden haben?
Ja, ich hätte noch explizit erwähnen sollen, dass es immer mehr Tomatenfans gibt.
Ich habe ja auch nicht behauptet, dass die weniger verdienen - sie haben ja die nach wie vor treue Schar der Kunden (Gerade EA) und holen die Kosten anders wieder rein (DLC, Outsourcing, Sklavenhaltung...)
Ich weiß nur, dass ich einer derer bin, die sie verloren haben. Wobei nicht ganz, aber ich fische die noch brauchbaren Tomaten halt aus der Bargain Bin. Mein Schrank ist voll mit 10-20€ Wii Spielen, die mir alle Spaß machen.
Ich bilde mir aber ein, nur ganzes Geld für frische Tomaten zu kaufen. (Also die großen Franchises von Big N, da weiß man, was man hat ;))

Allerdings hat auch EA gemerkt, dass man die Tomaten zwar angefault, aber nicht völlig verschimmelt noch verkloppen kann, sonst gäbe es kein NFS Shift. (Über das man sagen kann, was man will, aber es *ist* ein Schritt nach vorne, verglichen mit den letzten vier NFS).

Nur den gedanklichen Schritt "Wir stecken das Geld für Gängelung lieber in Qualität und verkaufen dadurch mindestens genauso gut" machen die Publisher nicht - weil *wir* die falschen Signale senden.

(Hmm - ob es helfen würde, wenn mehr und mehr Leute sich nach Release im DA Forum anmelden und sagen würden "Ich hätte mir das Spiel gekauft, WENN..."???)
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Oha, das Niveau am frühen morgen ist ja echt der Wahnsinn. :roll: Wie kann man ein Produkt der Unterhaltungssoftware mit verderblichen Lebensmitteln vergleichen? Klar, es unterstützt die eigene Aussage, aber dadurch wird es nicht gehaltvoller.
In dem anderen Thread zu dem Thema habe ich ja schon versucht, etwas sachlicher zu argumentieren, aber das scheint sowieso keine Früchte zu tragen. Daher lasse ich es einfach mal. Die egoistische Sichtweise ist sowieso nicht aus euren Köpfen zu bekommen. Ihr seit es gewohnt (woher auch immer), dass man euch alles in den Allerwertesten stopft. Daher meckert ihr auch wie die Rohrspatzen, wenn es mal nicht so läuft. Euer gutes Recht. Damit macht ihr euch in meinen Augen aber lächerlich. Und selbst wenn es so wäre wie ihr behauptet: lasst den DLC einfach liegen oder lasst von mir aus auch das Spiel im Laden liegen. Wenn es genug machen, wird sich die Geschäftspolitik schon ändern. Jede nicht gekaufte Einheit zählt...
Aber aus der Diskussion halte ich mich ab jetzt raus, euch ist sowieso nicht zu helfen. :wink:
Blanks hat geschrieben:Aber so wie ich es verstanden habe, wären diese Inhalte laut Bioware mit im Spiel gelandet, wenn sie mehr Zeit gehabt hätten. Gut, sowas hört man auch oft und es kommt nunmal vor bei einem so großen Projekt. Aber dieses "Zeitproblem" als Entschuldigung zu nehmen und dann Geld dafür zu verlangen? Ich weiß ja nicht.
Bitte berichtigt mich, wenn ich was falsch verstanden habe.
So einfach ist das in der Industrie aber nicht. Es gibt eine Deadline in der Entwicklung und wenn die überschtritten ist, ist es vorbei. Das ist nicht nur bei Unterhaltungssoftware so, sondern in sehr vielen Bereichen, wo etwas entwickelt wird. Warum? Weil das Produkt irgendwann in der Entwicklung zu teuer wird. Um ein Beispiel aus der Spieleindustrie zu nennen: Lies dir mal den Bericht "Die Akte Ascaron" auf Gamestar durch. Auf Seite 5 steht, dass jeden Monat 500.000,00 Euro verlust gemacht wurde. Dann weißt du ungefähr, wie teuer so ein Projekt werden kann.

Und ich werds wohl nie verstehen, wie man von Abzocke sprechen kann. Aber das liegt wohl daran, dass ich mich in beide Seiten reinversetzen kann.