Alan Wake: Eine "große Wette"

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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

ich find es etwas schade, dass hier immer die Spielmechanik so hoch gestellt wird.

Ein Shooter bleibt ein Shooter, ein Brawler ein Brawler und eine Plattformer ein Plattformer

es gibt nunmal nur immer kleinere Innovationen und oft sind diese auch von der Technik limitiert. Dynamisches Wetter und Lichtspiele beispielsweise

hätte jeder in jedem Spiel gern und sind sicher noch irgendwie innovativ, aber dafür fehlt dann die Power für Physikspielerein oder sonstwas.

Ich versteh z.B. nicht, was man an heutigen Titeln so auszusetzen hat. Was ist denn bitte an CoD4 schlechter als an Half Life 1 oder 2 ? (angeblich ja Meilensteine)

würde heute noch einer Goldeneye mit solch Innbrunst spielen? Und wenn ja, weil das Spiel so Komplex und die Steuerung so gut war? Also bitte!

Was ein gutes Spiel zu einem Spiel macht ist weniger die Liste an features (die oft von Technik und Programmierern limitiert wird.... UND vom Budget)

sondern genau das, was Treyarch von Infiniti Ward unterscheidet... Was Blizzard oder Valve ausmacht!

Will mir doch keiner erzählen, dass D3 unglaublich innovativ und "core gamig" wird... selbst Starcraft ist weit mehr casual als es viele wahr haben wollen.

Und auch dort wird der Kreis nicht quadriert!

Es geht mir einfach nicht in den Kopf, wie man die ganze Zeit über die Spieleindustrie und ihre vercääsualisierung reden kann, obwohl ich keinen Unterschied seh. Sicher... Dirt 2 ist kein CMR mehr (was ich auch sehr bedauere), aber so lang ein Markt für Sims existiert (und das ist es ja letztlich worüber die PCler immer jammern) so lang werden auch welche produziert. Wer sich darüber aufregt, dass man einen modernen shooter mit WASD und ner Maus spielen kann ohne sich alle Nummern zu binden und jede erdenkliche Funktion auf Buchstaben abzulegen. Der soll halt den Fligh Simulater spielen und sich freuen, dass man als Anfänger immer die Bedienungsanleitung neben sich liegen haben muss, damit man nicht vergisst für was gleich "L" gebraucht wurde....

nicht falsch verstehen, ich hätte Dirt2 auch lieber als Sim gehabt und bin auch eher für anspruchsvolle Titel! Allerdings ist ein modernes Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad wirklich Anspruchsvoll (GH auf Expert? Gears auf Insane? usw.) zum andern hat sich der Spieler gewandelt. Man will eben nicht mehr jedes Level vom Grund auf starten nur weil einem der Leveldesigner nicht klar genug angedeutet hat welchen Schalter man zu drücken und wohin man zu schauen hat!

ich glaub viele verwechseln einfach Qualität mit Nostalgie

Es gibt auch Leute die allen ernstes behaupten: "Früher im Osten war alles besser"

und jetzt verrat ich euch mal was: "war es nicht!"
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Zierfisch

Amen (wobei ein CoD natürlich viel schlechter als ein HL1 ist. :wink: ).

Allerdings geht es hier auch um ein Problem, dass du nicht genannt hast, nämlich darum, dass viele Spiele, die früher keine Ballerspiele waren immer stärker zu eben solchen werden. Bei Taktikshootern spielt die Taktik eine immer kleinere Rolle und der Shooter eine immer größere. RE ist seit Teil 4 zu einem imo schlechten Shooter geworden. Mit Mass Effect hat das Shootergenre einen (bei weitem nicht perfekten) Einzug ins RPG Genre geschafft, der mit Fallout 3 fortgeführt wurde. Auch Alan Wake sah am Anfang nicht so aus, als würde es ein Shooter werden, nun geht die Tendenz klar dahin. Nichts gegen Shooter, ich mag Shooter, aber manchmal möchte man einfach was anderes spielen.
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Pennywise
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Beitrag von Pennywise »

@Crewmate
Fande es auch ein wenig Schade soviel Shooter Material zu sehen zu bekommen doch die Seiten aus dem "Angeblich" letzten geschriebenen Roman spielen dort noch für mich eine ungeahnte Rolle.
Ich weiß ist viel Träumerei aber vielleicht hat Remedy hat soviel Schneid und bietet Möglichkeiten an die Geschichte selbst umzuschreiben.

Mal sehen was dabei herauskommt dennoch ist mir die Geschichte einfach Sympathisch schließlich gibt es viel zu wenig Spiele in denen ein Autor die Hauptrolle übernimmt.
Baralin
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Beitrag von Baralin »

Also mal wieder nur PR-Blabla. :-/
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

@TRichter

ja da hast du schon Recht...
das ist auch das, was möglicherweise das neue OP Flashpoint versauen könnte... dass es nur ein normaler shooter mit etwas mehr Tiefe wird... aber ich hoffe das Beste =)
Teufelsgreis
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Beitrag von Teufelsgreis »

4P|Zierfish hat geschrieben:ich glaub viele verwechseln einfach Qualität mit Nostalgie. Es gibt auch Leute die allen ernstes behaupten: "Früher im Osten war alles besser" und jetzt verrat ich euch mal was: "war es nicht!"
Sehe ich genauso. Zum einen sind Spiele von der Qualität her durch den technischen Fortschritt besser geworden und die Komsumenten sind mittlerweile viel zu verwöhnt, um "Großartigkeit" anzuerkennen. Wenn ich mich an die Brotkastenzeit zurückerinnere, wäre ich vor Glück aus allen Latschen gekippt, hätte ich zum Beispiel ein "Crysis" zu Gesicht bekommen. Wir sind mittlerweile viel zu aufgeklärt. Wir wissen, dass die Monster in Horrorfilmen CGI sind, wir wissen, was die UT3-Engine zu leisten vermag und können durch unsere Erfahrungen gut vergleichen. Durch diesen ganzen technischen Schnickschnack, von Blu-Ray bis Quad-Core, von 3D bis I-Phone, hat unsere Gesellschaft aber etwas verlernt, was damals gegeben war, nämlich Ehrfurcht und die Fähigkeit zu Staunen.

Als kleiner Junge hat mich die vorletzte King-Kong-Version fasziniert, dachte sogar, er wäre echt, aber auch die Critters oder die Gremlins sahen für mich sehr lebensecht aus, weil ich

a.) nicht wusste, wie man solche Puppen baut,
b.) es nicht so viele Monsterfilme zum Vergleichen gab
c.) weil es noch kein Format wie Galileo / Welt der Wunder für den Ottonormalverbraucher gab, das mich über Technik aufgeklärt hat.

Ja, Nostalgie, die gute alte Zeit. Wie sich die Zeiten ändern, und mit ihnen, die menschliche Gesellschaft. Aber an dieser Stelle ist das große Problem zu finden: Die Menschen verbessern sich auf kognitiver Ebene, d.h. sie werden durch Vernetzung und Wissensexplosion intelligenter, aber entwickeln sich nicht auf affektiver Ebene. Zyniker würden sogar behaupten, dass Menschen durch die Technologisierung sogar emotional abstumpfen.

BTW: Der neue Heavy-Rain macht Lust auf mehr. Ein liebevoller, fürsorglicher Familienvater im Netz des Verbrechens; heftiger Regen setzt ein. Möge die Katharsis Früchte tragen.
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W.Sobchak
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Beitrag von W.Sobchak »

Moin,

zuerst zum Thema: Natürlich will MS Geld mit Alan Wake verdienen, sonst würden sie das Spiel nicht entwickeln. Jedoch halte ich diese pathetischen Worte nicht für falsch, da eine Großteil der potentiellen Käufer genau so ein Produkt kaufen will und ich kann nur hoffen, dass das Spiel den Erwartungen entspricht.

@Teufelsgreis:
Natürlich gab und gibt es zeitlose Spiele.
Es ist auch eine Frage, wie man aufwächst. Wenn man dem Spielen entwächst blickt man vielleicht sentimentaler auf eine altes Spiel, als jemand, der seit 20 Jahren konstant die Entwicklungen und Fortschritte im Spielebereich verfolgt. Ich spiele seit ca. 10 Jahren und kann mich tatsächlich kaum überwinden eine Gran Tourismo 2 zu spielen, weil die Grafik so mies ist.
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knödelheinz
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Beitrag von knödelheinz »

sorry das ich mal unruhe reinbringe, aber ms war noch nie für inovationen im software bereich berühmt und wird es wahrscheinlich so schnell auch nicht werden, was auch schade ist. wirklich spielinovationen kamen und kommen noch immer aus japan und europa. ich sehe zum beispiel titel wie abe,ico,okami,rez, frequenzy (um mal in der neuzeit zu bleiben)usw und denke mir die dinger haben spass gemacht ohne ballerelemente.
ich für meinen teil freu mich auf trico in der hoffnung das das mal wieder in eine ruhigere ecke geht.
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muselgrusel
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Beitrag von muselgrusel »

Teufelsgreis hat geschrieben: Ja, Nostalgie, die gute alte Zeit. Wie sich die Zeiten ändern, und mit ihnen, die menschliche Gesellschaft. Aber an dieser Stelle ist das große Problem zu finden: Die Menschen verbessern sich auf kognitiver Ebene, d.h. sie werden durch Vernetzung und Wissensexplosion intelligenter, aber entwickeln sich nicht auf affektiver Ebene. Zyniker würden sogar behaupten, dass Menschen durch die Technologisierung sogar emotional abstumpfen.
Ich stimme dir bei dem was du sonst geschrieben hast zu, aber viele Menschen sind definitiv sehr viel dümmer geworden, seitdem es Privat-Sender, Internet und Handys gibt.
Ich denke natürlich trotzdem, dass "neue" Erfindungen wie das Internet, der Welt mehr nützen als schaden, aber es gibt trotzdem immer auch negative Aspekte. Und dass durch die Vernetzung die meisten Menschen "intelligenter" geworden sind, zweifel ich stark an.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Das Problem ist einfach auch, dass man jedes aktuelle Spiele an den zwei oder drei Überspielen misst, die es eben vor 10-15 Jahren gab und die auch damals extrem herausragend waren. Ein System Shock 2, ein Zelda OoT oder ein Baldurs Gate 2 waren einfach herausragende Spiele, die aber auch damals bei weitem nicht die Regel waren. Auch heute gibt es viele sehr gute Spiele, aber die Erwartungshaltung ist zum Teil so groß, dass sie dieser gar nicht gerecht werden können.

Naja, ich hab schon genug Blogs über das Thema geschrieben und den hardcore ewig Gestrigen kann man es eh nie recht machen.
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1990-NES-Super Mario Bros.
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Beitrag von 1990-NES-Super Mario Bros. »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Das Problem ist einfach auch, dass man jedes aktuelle Spiele an den zwei oder drei Überspielen misst, die es eben vor 10-15 Jahren gab und die auch damals extrem herausragend waren. Ein System Shock 2, ein Zelda OoT oder ein Baldurs Gate 2 waren einfach herausragende Spiele, die aber auch damals bei weitem nicht die Regel waren. Auch heute gibt es viele sehr gute Spiele, aber die Erwartungshaltung ist zum Teil so groß, dass sie dieser gar nicht gerecht werden können.

Naja, ich hab schon genug Blogs über das Thema geschrieben und den hardcore ewig Gestrigen kann man es eh nie recht machen.
Ich sehe da kein Problem, dass man die aktuellen Spiele an den besagten "Überspielen" misst. Irgendwo muss doch die Messlatte liegen. Und die wird heute einfach nicht mehr erreicht. Früher, als die Spieleindustrie noch ne Nische war, war auch die risikobereitschaft, was neues zu probieren da.
Die ist heute nicht mehr. Heute kann man mit jedem x-beliebigen 08/15 Konzept Geld machen.
Und genau das ist das Problem, meiner Meinung nach. Wir sind sozial so tief gesunken. Heute geht es doch nur noch darum, jemand anderem was wegzunehmen. Es geht nicht mehr um Spiele und damit meine ich wahre Produktionen, wo man noch die Liebe zum Detail erkennt, wo man diese Aha-Effekte hat. Es geht nur noch um Geld. Kommerzialisierte Spielebranche, mehr nicht.
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3nfant 7errible
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Beitrag von 3nfant 7errible »

Bei Alan Wake ist es meiner Meinung nach ganz einfach so: das Spiel wurde angekündigt mit ein paar groben Daten und Infos und dann war es eine seeeeeehr lange Zeit einfach still darum. Hin und wieder gabs mal ein paar vereinzelte Screenshots und ausserdem stand ja noch der Entwickler Remedy im Hintergrund von den man eigentlich was besonderes erwarten darf. Kurz gesagt, über AW lag immer ein geheimnisumwitternder, sagenumwobener Schleier, der den Effekt des ohnehin mysteriösen Twin Peaks Settings noch verstärkte. Und wann immer es neue kleine Info Schnippselchen gab oder man Screenshots betrachtete, setzte im Hintergrund die Akte-X Musik ein. Bild





Nun, dieser Schleier ist seit der E3 gefallen und die Musik verstummt. Die Maske ist fort und das Spiel zeigt jetzt seine hässlich-gewöhnliche Fratze. Ein ganz normaler 3rd Person Shooter oder 3rd Person Action Adventure im Stile eines AitD5 oder neuartigen Silent Hills.
Das macht das Spiel nicht zwangsläufig schlecht, aber das *besondere* ist fort.......
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

1990-NES-Super Mario Bros hat geschrieben:
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Das Problem ist einfach auch, dass man jedes aktuelle Spiele an den zwei oder drei Überspielen misst, die es eben vor 10-15 Jahren gab und die auch damals extrem herausragend waren. Ein System Shock 2, ein Zelda OoT oder ein Baldurs Gate 2 waren einfach herausragende Spiele, die aber auch damals bei weitem nicht die Regel waren. Auch heute gibt es viele sehr gute Spiele, aber die Erwartungshaltung ist zum Teil so groß, dass sie dieser gar nicht gerecht werden können.

Naja, ich hab schon genug Blogs über das Thema geschrieben und den hardcore ewig Gestrigen kann man es eh nie recht machen.
Ich sehe da kein Problem, dass man die aktuellen Spiele an den besagten "Überspielen" misst. Irgendwo muss doch die Messlatte liegen. Und die wird heute einfach nicht mehr erreicht. Früher, als die Spieleindustrie noch ne Nische war, war auch die risikobereitschaft, was neues zu probieren da.
Die ist heute nicht mehr. Heute kann man mit jedem x-beliebigen 08/15 Konzept Geld machen.
Und genau das ist das Problem, meiner Meinung nach. Wir sind sozial so tief gesunken. Heute geht es doch nur noch darum, jemand anderem was wegzunehmen. Es geht nicht mehr um Spiele und damit meine ich wahre Produktionen, wo man noch die Liebe zum Detail erkennt, wo man diese Aha-Effekte hat. Es geht nur noch um Geld. Kommerzialisierte Spielebranche, mehr nicht.
Um Geld ging es damals auch schon, oder was glaubst du, warum es nie ein System Shock 3 gegeben hat?

Mir ging es aber vor allem darum, festzustellen, dass die genannten Spiele absolute Ausnahmetitel waren, während es heute einige so darstellen, als wären solche Spiele damals die Regel und Spiele sowieso generell besser gewesen. Beides ist Unsinn!
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1990-NES-Super Mario Bros.
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Beitrag von 1990-NES-Super Mario Bros. »

Scipione hat geschrieben:Bei Alan Wake ist es meiner Meinung nach ganz einfach so: das Spiel wurde angekündigt mit ein paar groben Daten und Infos und dann war es eine seeeeeehr lange Zeit einfach still darum. Hin und wieder gabs mal ein paar vereinzelte Screenshots und ausserdem stand ja noch der Entwickler Remedy im Hintergrund von den man eigentlich was besonderes erwarten darf. Kurz gesagt, über AW lag immer ein geheimnisumwitternder, sagenumwobener Schleier, der den Effekt des ohnehin mysteriösen Twin Peaks Settings noch verstärkte. Und wann immer es neue kleine Info Schnippselchen gab oder man Screenshots betrachtete, setzte im Hintergrund die Akte-X Musik ein. Bild





Nun, dieser Schleier ist seit der E3 gefallen und die Musik verstummt. Die Maske ist fort und das Spiel zeigt jetzt seine hässlich-gewöhnliche Fratze. Ein ganz normaler 3rd Person Shooter oder 3rd Person Action Adventure im Stile eines AitD5 oder neuartigen Silent Hills.
Das macht das Spiel nicht zwangsläufig schlecht, aber das *besondere* ist fort.......
Genau, du sagst es. Das Besondere ist fort. Weil das Gewöhnliche reicht. Mit nem Shooter kann man halt nichts falsch machen. Lieber auf Nummer sicher gehen. Kein Risiko. Das wollen die Leute...? :wink:
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1990-NES-Super Mario Bros.
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4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:
1990-NES-Super Mario Bros hat geschrieben:
4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Das Problem ist einfach auch, dass man jedes aktuelle Spiele an den zwei oder drei Überspielen misst, die es eben vor 10-15 Jahren gab und die auch damals extrem herausragend waren. Ein System Shock 2, ein Zelda OoT oder ein Baldurs Gate 2 waren einfach herausragende Spiele, die aber auch damals bei weitem nicht die Regel waren. Auch heute gibt es viele sehr gute Spiele, aber die Erwartungshaltung ist zum Teil so groß, dass sie dieser gar nicht gerecht werden können.

Naja, ich hab schon genug Blogs über das Thema geschrieben und den hardcore ewig Gestrigen kann man es eh nie recht machen.
Ich sehe da kein Problem, dass man die aktuellen Spiele an den besagten "Überspielen" misst. Irgendwo muss doch die Messlatte liegen. Und die wird heute einfach nicht mehr erreicht. Früher, als die Spieleindustrie noch ne Nische war, war auch die risikobereitschaft, was neues zu probieren da.
Die ist heute nicht mehr. Heute kann man mit jedem x-beliebigen 08/15 Konzept Geld machen.
Und genau das ist das Problem, meiner Meinung nach. Wir sind sozial so tief gesunken. Heute geht es doch nur noch darum, jemand anderem was wegzunehmen. Es geht nicht mehr um Spiele und damit meine ich wahre Produktionen, wo man noch die Liebe zum Detail erkennt, wo man diese Aha-Effekte hat. Es geht nur noch um Geld. Kommerzialisierte Spielebranche, mehr nicht.
Um Geld ging es damals auch schon, oder was glaubst du, warum es nie ein System Shock 3 gegeben hat?

Mir ging es aber vor allem darum, festzustellen, dass die genannten Spiele absolute Ausnahmetitel waren, während es heute einige so darstellen, als wären solche Spiele damals die Regel und Spiele sowieso generell besser gewesen. Beides ist Unsinn!
Achso. Dann hab ich dich nicht richtig verstanden. Da hast du natürlich recht. Aber in damalige Produktionen wurde mehr Hobby reingesteckt finde ich. Ich finde die heutigen Spiele auch super, keine Frage, aber was wirklich Innovatives kommt heute nicht mehr.
Vielleicht wird daraus ein Schuh. Die Innovation fehlt mir und die war früher eher die Regel, als heute.