USK: Florin fordert Abschaffung
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Natanji
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Ihr habt scheinbar alle nicht verstanden, warum das der Mann sagt.
Vielleicht habt ihr einfach PEGI nicht verstanden. Bei PEGI sagt der Hersteller einfach selber, welche Einstufung sein Spiel erhlt. Natürlich können Publisher dadurch besser planen, weil sie einfach komplett selbst entscheiden können.
Das, was hier gefordert wird, dass sich Leute tatsächlich mit den Spielen befassen und diese testen und basierend darauf Alterseinstufung machen, das macht nur die USK!!!
Und die USK macht hierzulande einen sehr guten Job. Ohne USK wären viele Titel hierzulande nicht als "ab 18" eingestuft, sondern indiziert worden.
Die "Zensur" macht der Mann letzlich auch nur selbst! ER, nicht die USK! Was er der USK vorwirft ist also wirklich albern! Es funktioniert so: die USK sagt einfach nur, was für eine Alterseinstufung es gäbe. Wenn jetzt der Publisher damit nicht einverstanden ist, weil er sein Spiel eben nun mal auch an 16-Jährige oder 12-Jährige verkaufen können will - nun, dann verändert der Entwickler selbst das Spiel. Auf Drängen des Publishers (!!!), also von EA in diesem Fall.
Von Zensur zu sprechen ist einfach nur lächerlich. Es wird hier von staatlicher Seite absolut nichts verboten. Das einzige was geschieht ist, dass manche Titel nicht für kindern zugänglich oder im Laden sichtbar sind. Gears of War kriegst du unter der Ladentheke aber problemlos in jedem Saturn (!).
Das einzige, was "zensiert" wird, sind gewaltverherrlichende Spiele wie Manhunt, die aufgrund geltender Gesetze verboten werden. Ein kleines Übel, wenn man bedenkt was durch dieses klare Gesetz alles an Nazipropaganda vom Markt bleibt.
Vielleicht habt ihr einfach PEGI nicht verstanden. Bei PEGI sagt der Hersteller einfach selber, welche Einstufung sein Spiel erhlt. Natürlich können Publisher dadurch besser planen, weil sie einfach komplett selbst entscheiden können.
Das, was hier gefordert wird, dass sich Leute tatsächlich mit den Spielen befassen und diese testen und basierend darauf Alterseinstufung machen, das macht nur die USK!!!
Und die USK macht hierzulande einen sehr guten Job. Ohne USK wären viele Titel hierzulande nicht als "ab 18" eingestuft, sondern indiziert worden.
Die "Zensur" macht der Mann letzlich auch nur selbst! ER, nicht die USK! Was er der USK vorwirft ist also wirklich albern! Es funktioniert so: die USK sagt einfach nur, was für eine Alterseinstufung es gäbe. Wenn jetzt der Publisher damit nicht einverstanden ist, weil er sein Spiel eben nun mal auch an 16-Jährige oder 12-Jährige verkaufen können will - nun, dann verändert der Entwickler selbst das Spiel. Auf Drängen des Publishers (!!!), also von EA in diesem Fall.
Von Zensur zu sprechen ist einfach nur lächerlich. Es wird hier von staatlicher Seite absolut nichts verboten. Das einzige was geschieht ist, dass manche Titel nicht für kindern zugänglich oder im Laden sichtbar sind. Gears of War kriegst du unter der Ladentheke aber problemlos in jedem Saturn (!).
Das einzige, was "zensiert" wird, sind gewaltverherrlichende Spiele wie Manhunt, die aufgrund geltender Gesetze verboten werden. Ein kleines Übel, wenn man bedenkt was durch dieses klare Gesetz alles an Nazipropaganda vom Markt bleibt.
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johndoe805681
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Die USK und ihre Strengen Richtlinien sind im Prinzip sehr gut und auch eine Bereicherung für den Jugendschutz.
Kritisch wirds nur dann wenn man sich anschaut wie zensiert und geschnippselt werden muss damit Spiele noch ab 18 werden um an Leute verkauft werden zu dürfen.
Und genau da liegt der Fehler.
Würde diese Bevormundung seitens der USK gegenüber Volljährigen aufhören dann wäre alles bestens.
Kritisch wirds nur dann wenn man sich anschaut wie zensiert und geschnippselt werden muss damit Spiele noch ab 18 werden um an Leute verkauft werden zu dürfen.
Und genau da liegt der Fehler.
Würde diese Bevormundung seitens der USK gegenüber Volljährigen aufhören dann wäre alles bestens.
- Anonymous D.
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Das sowieso nicht, dann würden nämlich einige Arbeitsplätze verloren gehen & die Leute könnten dann nix mehr anderes machen, als Spiele sinnlos & unfair einzustufenThe SPARTA hat geschrieben:Das die USK verschwindet wird nie passieren,
Das wäre die Höhe. DS für PS360 hat es schliesslich auch durchgeschafft. Und ich glaub mal nicht, das die Wii-Fassung brutaler werden wird.deshalb wird es vielleicht auch kein Dead Space für die WII geben, Uncut sowieso nicht.
- Neo00
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Dem kann ich voll und ganz zustimmen!Tiggo hat geschrieben:Die USK und ihre Strengen Richtlinien sind im Prinzip sehr gut und auch eine Bereicherung für den Jugendschutz.
Kritisch wirds nur dann wenn man sich anschaut wie zensiert und geschnippselt werden muss damit Spiele noch ab 18 werden um an Leute verkauft werden zu dürfen.
Und genau da liegt der Fehler.
Würde diese Bevormundung seitens der USK gegenüber Volljährigen aufhören dann wäre alles bestens.
- Punisher256
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- Der_Doktor91
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- crewmate
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Du vergisst aber auch das das rote Logo ein verkaufsargument für die unter 18 jährigen sind.Natanji hat geschrieben:Ihr habt scheinbar alle nicht verstanden, warum das der Mann sagt.
Vielleicht habt ihr einfach PEGI nicht verstanden. Bei PEGI sagt der Hersteller einfach selber, welche Einstufung sein Spiel erhlt. Natürlich können Publisher dadurch besser planen, weil sie einfach komplett selbst entscheiden können.
Das, was hier gefordert wird, dass sich Leute tatsächlich mit den Spielen befassen und diese testen und basierend darauf Alterseinstufung machen, das macht nur die USK!!!
Und die USK macht hierzulande einen sehr guten Job. Ohne USK wären viele Titel hierzulande nicht als "ab 18" eingestuft, sondern indiziert worden.
Die "Zensur" macht der Mann letzlich auch nur selbst! ER, nicht die USK! Was er der USK vorwirft ist also wirklich albern! Es funktioniert so: die USK sagt einfach nur, was für eine Alterseinstufung es gäbe. Wenn jetzt der Publisher damit nicht einverstanden ist, weil er sein Spiel eben nun mal auch an 16-Jährige oder 12-Jährige verkaufen können will - nun, dann verändert der Entwickler selbst das Spiel. Auf Drängen des Publishers (!!!), also von EA in diesem Fall.
Von Zensur zu sprechen ist einfach nur lächerlich. Es wird hier von staatlicher Seite absolut nichts verboten. Das einzige was geschieht ist, dass manche Titel nicht für kindern zugänglich oder im Laden sichtbar sind. Gears of War kriegst du unter der Ladentheke aber problemlos in jedem Saturn (!).
Das einzige, was "zensiert" wird, sind gewaltverherrlichende Spiele wie Manhunt, die aufgrund geltender Gesetze verboten werden. Ein kleines Übel, wenn man bedenkt was durch dieses klare Gesetz alles an Nazipropaganda vom Markt bleibt.
Weil sie sich dadruch erwachsener fühlen, um es platt auszudrücken.
Man galt damals cool, wenn man irgendwo her Postel2 hatte,
oder heimlich Resident Evil gezockt hat.
Dabei spielen die meisten "Erwachsenen" sogar bunte "Kinderspiele".
Genau wie Erwachsene (Männer) gerne mit der Carerrabahn spielen.
- muselgrusel
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Natürlich geht es ihm vorallem um das Geschäft, aber es geht vielen Spielern nicht nur darum z.B. indizierte Spiele bzw. geschnittene Spiele zu spielen, sondern es geht ihnen darum, dass die Spiele hierzulande überhaupt erscheinen bzw. ungeschnitten erscheinen. Oder sehe ich das falsch?Tatsächlich geht es bei dem Vorstoß wohl weniger um Kultur als ums Geschäft.
Zuletzt geändert von muselgrusel am 24.08.2009 18:18, insgesamt 1-mal geändert.
- Weavel[GER]
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Doom 3 = 18
Dead Space = 18
Red Steel = 18 (lol wtf!?!)
Das Verhältnis zwischen Willkür und Übertreibung wird von der USK schon in teilweise absurden Dimensionen stapaziert.
Ich bin auch für die Abschaffung der USK und Einführung der PEGI. Nicht nur weil das womöglich das Ende der verdammten zensiererei wäre, sondern auch weil dieses ewige Veröffentlichung/Nicht-Veröffentlichung-Ding weder der Industrie, noch dem Kunsumenten, und schon garnicht der zu schützenden Juged zugute kommt. Von den desaströsen ästethischen Mangelerscheinungen der deutschen Cover ganz zu schweigen.
Dead Space = 18
Red Steel = 18 (lol wtf!?!)
Das Verhältnis zwischen Willkür und Übertreibung wird von der USK schon in teilweise absurden Dimensionen stapaziert.
Ich bin auch für die Abschaffung der USK und Einführung der PEGI. Nicht nur weil das womöglich das Ende der verdammten zensiererei wäre, sondern auch weil dieses ewige Veröffentlichung/Nicht-Veröffentlichung-Ding weder der Industrie, noch dem Kunsumenten, und schon garnicht der zu schützenden Juged zugute kommt. Von den desaströsen ästethischen Mangelerscheinungen der deutschen Cover ganz zu schweigen.
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DeuMudder
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die Spiele die nicht uncut sind werden eben weiterhin in Österreich gekauft. Wenn jemand ein uncut Spiel will bekommt er es auch, nur verdient dann der Deutsche Staat nichts dran. Ich möchte nicht wissen wie viele Millionen € alleine durch die verlorene Umsatzsteuer durch die Lappen gegangen sind.
Dazu sag ich nur: "99% aller Amokläufer haben in der Woche vor ihrer Tat Brot gegessen! Verbietet Brot!"
Dazu sag ich nur: "99% aller Amokläufer haben in der Woche vor ihrer Tat Brot gegessen! Verbietet Brot!"
- sourcOr
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Nicht nur dass die meisten hier über die Arbeit der USK überhaupt nicht bescheid wissen, ihr habt zudem auch überhaupt keine Vorstellung von der Realität. Was die Arbeit der USK angeht, muss man sich nur den Beitrag von Natanji durchlesen, der scheint es hier nämlich als einziger zu verstehen.
Außerdem sind die Tester bei der USK selber ambitionierte Spieler, und auch Herr Hilse als ständiger Vertreter der OLJB (Oberste Landesjugendbehörden) ist ein sehr fähiger und sympathischer Mann, der in seinem Leben wohl schon mehr Videospiele gesehen hat, als wir alle zusammen.
Zumal die USK eben unabhängig ist und NICHT in irgendeiner Weise von der Politik gesteuert wird. Im Gegenteil, mit eurer Forderung die USK abzuschaffen steht ihr übrigens auf genau der selben Seite wie der große Teil der wetternden Politiker.
Nur wollen die sie nicht durch das einheitliche Einstufungssystem der PEGI ersetzen, sondern am liebsten durch eine eigens geschaffene staatliche Behörde mit Vertretern der Politik in den Gremien. Der Vorschlag wurde in letzter Zeit, gerade nach dem Amoklauf in Winnenden, nämlich wieder verstärkt hervorgebracht.
Der USK wirft man sogar vor, dass die Spielehersteller die USK quasi bestechen würden, um dort ihre gewünschten Einstufungen zu bekommen.
Die eigentliche Wahrheit dahinter ist, dass die Publisher für die Prüfung der Titel natürlich zahlen müssen. Erteilt jetzt die USK keine Einstufung, hat der Publisher nur die Wahl eine Indizierung hinzunehmen (aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll) oder das Spiel eben zu entschärfen, um doch noch eine Freigabe zu erhalten.
Die sogenannten "Zensuren" sind also überhaupt keine, der Hersteller nimmt die Veränderungen eben vor, um sein Produkt öffentlich bewerben und verkaufen zu dürfen. Weil jede neue Prüfung aber wieder kostenpflichtig ist, bearbeiten viele Publisher ihre Versionen für den deutschen Markt schon im Voraus. Einige Spiele, die hier in stark verstümmelter Form erschienen sind, hätten also auch bequem mit einem 18er-Rating durchkommen können (siehe z.B. F.E.A.R 2), aber den Vorwurf kann man nur den Publishern machen.
Und jetzt mal zur Realität betreffend des Jugendschutzes innerhalb der EU.
Der Jugendschutz, wie er hier in Deutschland betrieben wird, wird nämlich von fast allen EU-Ländern als absolut erstrebenswert erachtet, weshalb ein EU-einheitlicher Jugendschutz nach bundesdeutschem Vorbild von der Mehrheit der Mitgliedsstaaten angestrebt wird.
Und wer sich mit den einzelnen Institutionen der EU mal genauer beschäftigt hat, der weiß auch, dass Deutschland in der EU zusammen mit Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Italien das höchste Stimmgewicht hat und zudem die meisten Abgeordneten im EU-Parlament stellt. Eine von der Bundesrepublik gestartete Initiative ist in der Europäischen Union immer von besonderem Gewicht, zumal wir, wie ich bereits erwähnte, in puncto Jugendschutz eine Vorbildfunktion einnehmen.
Eine Mehrheit für ein EU-einheitliches Jugendschutzgesetz und ein damit verbundenes einheitliches Prüfungssystem für Filme und Videospiele zu bekommen, dürfte daher kein Problem sein.
Würde Deutschland also das PEGI-System übernehmen, dann nicht ohne es durch ein EU-Gesetz in ein verbindliches Altersfreigabesytem umzuwandeln. Und bei einer Freigabe wird im Gegensatz zu einer Empfehlung, welche das PEGI-Rating ja ausschließlich darstellt, eine Prüfung durch unabhängige Gremien vorausgesetzt.
Im Zuge eines solchen Umbaus wäre das oberste Interesse der Politik ja ohnehin, direkten Einfluss auf die Freigabe und Indizierung der vorgelegten Titel zu nehmen. Es läuft also so oder so auf eine europäische Behörde mit Vertretern der Politik in den Gremien hin.
Das wird ohnehin kommen, allerdings erst nach Ratifizierung des Lissabon-Vertrags.
Wir sollten also eigentlich froh sein, dass wir die USK überhaupt haben, denn die Alternativen würden dann wirklich einen direkten staatlichen Einfluss zur Folge haben, und DANN könnte es wirklich zu den allseits gefürchteten Zensuren kommen.
Aber dass sich Deutschland einfach dem PEGI-System anschließt kann und wird nicht passieren, allein schon weil das durch das Jugenschutzgesetz rechtlich überhaupt nicht möglich ist.
Außerdem sind die Tester bei der USK selber ambitionierte Spieler, und auch Herr Hilse als ständiger Vertreter der OLJB (Oberste Landesjugendbehörden) ist ein sehr fähiger und sympathischer Mann, der in seinem Leben wohl schon mehr Videospiele gesehen hat, als wir alle zusammen.
Zumal die USK eben unabhängig ist und NICHT in irgendeiner Weise von der Politik gesteuert wird. Im Gegenteil, mit eurer Forderung die USK abzuschaffen steht ihr übrigens auf genau der selben Seite wie der große Teil der wetternden Politiker.
Nur wollen die sie nicht durch das einheitliche Einstufungssystem der PEGI ersetzen, sondern am liebsten durch eine eigens geschaffene staatliche Behörde mit Vertretern der Politik in den Gremien. Der Vorschlag wurde in letzter Zeit, gerade nach dem Amoklauf in Winnenden, nämlich wieder verstärkt hervorgebracht.
Der USK wirft man sogar vor, dass die Spielehersteller die USK quasi bestechen würden, um dort ihre gewünschten Einstufungen zu bekommen.
Die eigentliche Wahrheit dahinter ist, dass die Publisher für die Prüfung der Titel natürlich zahlen müssen. Erteilt jetzt die USK keine Einstufung, hat der Publisher nur die Wahl eine Indizierung hinzunehmen (aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll) oder das Spiel eben zu entschärfen, um doch noch eine Freigabe zu erhalten.
Die sogenannten "Zensuren" sind also überhaupt keine, der Hersteller nimmt die Veränderungen eben vor, um sein Produkt öffentlich bewerben und verkaufen zu dürfen. Weil jede neue Prüfung aber wieder kostenpflichtig ist, bearbeiten viele Publisher ihre Versionen für den deutschen Markt schon im Voraus. Einige Spiele, die hier in stark verstümmelter Form erschienen sind, hätten also auch bequem mit einem 18er-Rating durchkommen können (siehe z.B. F.E.A.R 2), aber den Vorwurf kann man nur den Publishern machen.
Und jetzt mal zur Realität betreffend des Jugendschutzes innerhalb der EU.
Der Jugendschutz, wie er hier in Deutschland betrieben wird, wird nämlich von fast allen EU-Ländern als absolut erstrebenswert erachtet, weshalb ein EU-einheitlicher Jugendschutz nach bundesdeutschem Vorbild von der Mehrheit der Mitgliedsstaaten angestrebt wird.
Und wer sich mit den einzelnen Institutionen der EU mal genauer beschäftigt hat, der weiß auch, dass Deutschland in der EU zusammen mit Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Italien das höchste Stimmgewicht hat und zudem die meisten Abgeordneten im EU-Parlament stellt. Eine von der Bundesrepublik gestartete Initiative ist in der Europäischen Union immer von besonderem Gewicht, zumal wir, wie ich bereits erwähnte, in puncto Jugendschutz eine Vorbildfunktion einnehmen.
Eine Mehrheit für ein EU-einheitliches Jugendschutzgesetz und ein damit verbundenes einheitliches Prüfungssystem für Filme und Videospiele zu bekommen, dürfte daher kein Problem sein.
Würde Deutschland also das PEGI-System übernehmen, dann nicht ohne es durch ein EU-Gesetz in ein verbindliches Altersfreigabesytem umzuwandeln. Und bei einer Freigabe wird im Gegensatz zu einer Empfehlung, welche das PEGI-Rating ja ausschließlich darstellt, eine Prüfung durch unabhängige Gremien vorausgesetzt.
Im Zuge eines solchen Umbaus wäre das oberste Interesse der Politik ja ohnehin, direkten Einfluss auf die Freigabe und Indizierung der vorgelegten Titel zu nehmen. Es läuft also so oder so auf eine europäische Behörde mit Vertretern der Politik in den Gremien hin.
Das wird ohnehin kommen, allerdings erst nach Ratifizierung des Lissabon-Vertrags.
Wir sollten also eigentlich froh sein, dass wir die USK überhaupt haben, denn die Alternativen würden dann wirklich einen direkten staatlichen Einfluss zur Folge haben, und DANN könnte es wirklich zu den allseits gefürchteten Zensuren kommen.
Aber dass sich Deutschland einfach dem PEGI-System anschließt kann und wird nicht passieren, allein schon weil das durch das Jugenschutzgesetz rechtlich überhaupt nicht möglich ist.
