"Gewinnmaximierung" (bei dem Wort Fall ich fast in nen Blutrausch -.-) ist genau das Problem der Neuzeit, das uns der globale Kapitalismus beschert hat. Sicher will kein Unternehmen Verluste einfahren, einfach weil sie es können, klar will man unterm Strich Gewinn sehen. Aber die Frage ist ja wohl, wie definiert sich das Wort und der Sinn hinter "Gewinnmaximierung"? Wohl kaum aus unpopulären, selbsgerechten Aussagen seitens Kotick, offensichlicher Abzocke der Kunden, Ausweitung fragwürdiger Preisstrategien, Einverleibung starker Marken und der damit einhergehende Verfall des guten Rufs der eigentlichen Schöpfer etc pp. ...
Ganz ehrlich, die obigen Aussagen der User hier beweisen doch am allermeisten, dass AB bereits jetzt auf dem Holzweg sind - und besser wirds wohl auf absehbare Zeit nicht werden. Ich glaube nicht, dass diese Strategie tatsächlich zur inbrünstig herbeigesehnten "Gewinnmaximierung" beiträgt. Dafür muss ich kein Wirtschaftsweiser sein...
Brütal Legend: Einigung im Gerichtsstreit
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Smer-Gol
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Das könnte man eigentlich auch über Typen wie Al Capone oder die Mafia sagen. Es gibt eine menge Leute wie dich, die "Gewinnmaximierung" als eine Art Grundrecht sehen.Riff Riffington hat geschrieben: Leute, denkt mal nach! Warum sollte ein Unternehmen euch was schenken und NICHT auf Gewinnmaximierung aus sein?? Wenns euch nicht gefällt, ignoriert es und sucht euch billigere Hobbys, wie im Park spazieren gehen
Wenn ein Straßenräuber bei einem Überfall eigentlich nur auf das Bargeld scharf ist, sich dann aber überlegt das es ja eigentlich sein moralisches Recht wäre, die Kreditkarte und den Ausweis auch noch zu nehmen da er gerade die Gelegenheit dazu hat, dann würde ihm jeder Kapitalist zujubeln oder, wenn er es beim Bargeld belässt, Unzurechnungsfähigkeit unterstellen.
Weiter denkt der Kapitalist auch nicht. Die Konsequenzen versucht er nur auf dem niedrigsten Nenner vorher auszurechnen (werde ich durch eine Preiserhöhung weniger verdienen?). Nebeneffekte wie Imageverlust, erhöhte Anzahl von Raubkopien, kleinere Community, Vertrauensverlust usw. werden kaum beachtet.
Schließlich fühlt man sich ja im Recht.
Es gab mal eine Zeit, in der das Ziel in einer geschäftlichen Transaktion die Zufriedenheit zwischen Käufer und Verkäufer war. Dieses Ziel wird mit dem Versuch eines der beiden Teilnehmer, sich zu übervorteilen geschädigt und führt zu Unzufriedenheit und Streit. Zu Recht.
Letztenendes setzt das Unternehmen in diesem Fall darauf, das das Geld nicht vom einfachen "Zielpuplikum" kommen wird, sondern nur von jenen, die kein Interesse an Preispolitik und Marktwert haben.
Im Grunde sind sich "das Unternehmen" und "die Raupkopierer" sehr ähnlich. Beide torpedieren die angestrebte, gemeinsame Zufriedenheit durch Übervorteilung in dem Glauben, im Recht zu sein. Beide sehen nicht ein, warum sie ihre Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen sollten.
Mit der Reaktion des Konsumenten hast du natürlich Recht. Ihm bleibt nur das Ignorieren des Produkts (moralisch gesehen), aber auch das aufbegehren im Internet, welches zwar keinen Effekt auf die Preispolitik hat (in diesem Moment), aber es auch den Schreibern zeigt, das sie nicht alleine mit ihrer Meinung sind.
Also zusammenfassend würde ich dir Antworten:
Antwort: Weil es kein "Grundrecht", sondern nur eine momentane Ausnützung seiner Machtposition ist."Warum sollte ein Unternehmen....NICHT auf Gewinnmaximierung aus sein??"
Antwort: In der Tat die beste Methode. Preis und Nachfrage werden es regulieren."Wenns euch nicht gefällt, ignoriert es.."
Antwort: Eine Frechheit, da du damit einfach alle die etwas gegen die Preispolitik haben, als zu arm oder zu geizig für Computerspiele hinstellst"sucht euch billigere Hobbys, wie im Park spazieren gehen"
p.s. insgesamt etwas offtopic, aber ich hoffe noch im Rahmen :wink:
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Shedao
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Vor allem zeigt es aber sehr deutlich, was AB von sich selbst hält.
Andere Hersteller bieten ihre Spiele immer günstiger an, selbst bei EA ist man für neue Spiele von 50 auf 45 € runter, viele Spiele gibts sogar zu Release schon für 40 oder sogar nur 30€.
Und gleichzeitig geht AB hin und erhöht die Preise mal eben auf 60€......also die Jungs haben ganz sicher keine Minderwertigkeitskomplexe.
Naja, man kann nur hoffen, dass das nicht Schule macht.
Die AB Spiele sind mir eh ziemlich wurscht, aber wenn andere Publisher nun hingehen und das genauso machn fänd ich das net so lustig.
Andere Hersteller bieten ihre Spiele immer günstiger an, selbst bei EA ist man für neue Spiele von 50 auf 45 € runter, viele Spiele gibts sogar zu Release schon für 40 oder sogar nur 30€.
Und gleichzeitig geht AB hin und erhöht die Preise mal eben auf 60€......also die Jungs haben ganz sicher keine Minderwertigkeitskomplexe.
Naja, man kann nur hoffen, dass das nicht Schule macht.
Die AB Spiele sind mir eh ziemlich wurscht, aber wenn andere Publisher nun hingehen und das genauso machn fänd ich das net so lustig.
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Daggero
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Aber vergessen wir eines nicht! Blizzard hat Activiosion gekauft und nicht andersrum. Es heißt nur aus Prestigegründen noch Activision-Blizzard und nicht Blizzard-Activision, weil sich Blizzard sorgen gemacht hat, dass die Verkaufszahlen von Produkten sinken und sie Activision einfach besser verkauft.
- Doc Shock
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Das ist jetzt nicht so ganz richtig...Daggero hat geschrieben:Aber vergessen wir eines nicht! Blizzard hat Activiosion gekauft und nicht andersrum. Es heißt nur aus Prestigegründen noch Activision-Blizzard und nicht Blizzard-Activision, weil sich Blizzard sorgen gemacht hat, dass die Verkaufszahlen von Produkten sinken und sie Activision einfach besser verkauft.
Zuerst einmal: ActiBlizz hat das Blizzard wegen des guten Rufs des Entwicklerstudios aus Irvine im Namen, federführend ist aber der französische Mediengigant Vivendi, zu welchem Blizzard schon seit längerer Zeit gehört. Hier also von Blizzard zu sprechen, wenn es eigentlich um Vivendi geht, ist schonmal ziemlich am Ziel vorbei geschossen.
Desweiteren ist eine abgesprochene Firmenfusion auch nicht wirklich ein Kauf, das weiß sogar ich als Wirtschaftswissenschafts-allergischer Informatiker. Zwar hat Vivendi mit knapp über 50% die Aktienmehrheit, aber ein Kauf sieht nun wirklich anders aus.
Einer der größten Unterschiede: Bei einem Kauf verdienen die ausbezahlten Inhaber des geschluckten Unternehmens, bei einer Fusion hauptsächlich die Fusionsmanager der beteiligten Banken, während der Gewinn für die Unternehmen lediglich die Verbesserung der eigenen Marktposition ist. Theoretisch zumindest, denn in der Vergangenheit waren bei ca. 90% aller Fusionen der entstandene Konzern hinterher am Aktienmarkt insgesamt weniger wert als die beiden beteiligten Firmen zuvor zusammen an Wert aufbrachten.
Beispiel: Kauft ein Großkonzern eine Firma, ist das, als wenn ein Bankräuber (bewusst gewähltes Beispiel) einen Fluchtwagenfahrer für eine zuvor ausgehandelte Pauschalbezahlung anheuert. Eine Fusion wäre es, wenn die beiden statt dessen gemeinsam die Bank plündern (derjeneige, der den anderen dazu überredet hat, gibt natürlich den Ton an) und hinterher teilen sie die ergaunerten Ersparnisse der Bankkunden fifty-fifty, aber erst, nachdem Sie zuvor ihren Insider in der Bank, der den Raub erst ermöglicht hat, ausbezahlt haben.
- Mindflare
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Bei einer Fusion entstehen keine Konzerne, weil dann zwei Unternehmen in einem (meist neuen) komplett aufgehen. Was du als Fusion beschreibst ist die eigentliche Konzernierung (mit Mehrheiten über 50%).Doc Shock hat geschrieben:Theoretisch zumindest, denn in der Vergangenheit waren bei ca. 90% aller Fusionen der entstandene Konzern hinterher am Aktienmarkt insgesamt weniger wert als die beiden beteiligten Firmen zuvor zusammen an Wert aufbrachten.
Außerdem ist es ja auch klar, dass ein fusioniertes Unternehmen erstmal weniger wert ist, da man auf viele doppelte Anlagen (und auch Personal) verzichten kann. Das auch im Aktienkurs gezeigte Gewinnpotenzial ist separat hingegen überhaupt nicht messbar und von dem Phantasiewert Goodwill schweigen wir mal besser ganz...
*ähm*
Was war das Thema? Ach ja. Activision hat gepokert, Double Fine wollte sehen und das war es dann auch schon. Wären ABs behauptungen haltbar gewesen, wären sie wohl weiter gegangen. Meiner Meinung nach ist es also nur ein dreister Versuch gewesen, sich an einem abgestoßenen Projekt noch zu bereichern. Bah, wenn ich schon wieder Downloadcontent lese...
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DisTracTioN.284
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