America's Army: Real Heroes: Fortsetzung mit echten Held
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
-
johndoe-freename-86427
- Beiträge: 4472
- Registriert: 26.09.2005 18:12
- Persönliche Nachricht:
- Bubunator
- Beiträge: 822
- Registriert: 08.11.2005 14:42
- Persönliche Nachricht:
Nicht im Geringsten. Aber die Hauptintention der Army dürfte wohl weniger sein, den Irak Krieg als tragisches Erlebnis zu schildern, das stände nämlich dem Ziel der Rekrutengewinnung im Weg. Mit den Real Heroes versucht man wohl eher ein "reingewaschenes" Bild des Irak Krieges zu zeichnen mit wahren Helden, "und jeder in der Army auch so einer werden."Evin hat geschrieben:Und verliert der D-Day nach 60 Jahren an Tragik?Bubunator hat geschrieben:Es gibt aber einen kleinen Unterschied zwischen D-Day und Irak: der D-Day ist über 60 Jahre her, der Irak immer noch ein Problem für die Amerikanischen Streikräfte.
Gibt es einen Zeitpunkt, an dem das Grauen verjährt ist und es plötzlich OK ist, Krieg nachzuspielen?
Das ist der Unterschied zwischen WK II Spielen und AA, egal wie patriotisch angehaucht ein WK II Spiel auch sein mag, kein Publisher würde wohl primär darauf abzielen mögliche Rekruten für den DDay zu suchen (wie auch?). Anders bei AA, hier gibt es andere Beweggründe seitens der Army. Und genau das meine ich mit fragwürdig. :wink:
-
johndoe-freename-69457
- Beiträge: 43
- Registriert: 09.07.2004 15:47
- Persönliche Nachricht:
Natürlich ist das Spiel so aufgebaut. Man will ja damit junge Leute für die Armee begeistern. Aber ob das verwerflich ist? Man hat immer noch eine freie Entscheidung, ob oder nicht. Von daher ist es für mich vollkommen in Ordnung. Ich sehe keinen wirklichen Grund es aufgrund Ethischen Gründen nicht zu spielen. Außerdem, freut euch doch mal ein kostenloses Spiel zu bekommen. Da sieht man nicht viele.
-
johndoe-freename-66865
- Beiträge: 5
- Registriert: 04.05.2004 15:14
- Persönliche Nachricht:
...
also dem Evin ist irgendwie nicht mehr zu helfen... da ist ja echt alles zu spät!
-
neon1705
- Beiträge: 294
- Registriert: 05.08.2005 03:41
- Persönliche Nachricht:
spiel hin oder her was die amis im irak machen ist mir egal was mich intessiert was machen sie noch immer da? sie haben saddam und das volk,das öl,die frauen was wollen sie den noch den gehört doch die welt den weltraum und das universung wollen die wohl auchnoch.Man man man die amis sind nie zufrieden hoffendlich wird mal ne bombe auf den bush fallen oder gleich auf ganz amerika (böser gedanke aber gut höhöhö)
wen man mal aufpassen würde würde man merken das die amis die terroristen sind und nicht die irakies und dann noch die armen iraker als terroristen bezeichnen obwohl sie glaubenskrieger sind und ihr land verteidigen (das würde ich genauso machen wen die amis nach deutschland kommen muhahahaha).
wen man mal aufpassen würde würde man merken das die amis die terroristen sind und nicht die irakies und dann noch die armen iraker als terroristen bezeichnen obwohl sie glaubenskrieger sind und ihr land verteidigen (das würde ich genauso machen wen die amis nach deutschland kommen muhahahaha).
-
johndoe-freename-69457
- Beiträge: 43
- Registriert: 09.07.2004 15:47
- Persönliche Nachricht:
-
Evin
- Beiträge: 6372
- Registriert: 07.11.2004 08:56
- Persönliche Nachricht:
Naja... ich behaupte das KEIN Spiel auch nur annähernd die Tragik eine Krieges vermitteln kann. Ich kenne kein Spiel das zeigt wie Streitkräfte die Zivilbevölkerung schikanieren, töten, vergewaltigen oder plündernd umherziehen... genau das gab es nämlich auch im WWII in Österreich seitens der Aliierten; nicht nur im Krieg, sondern auch nachher in der Besatzungszeit.Bubunator hat geschrieben:Nicht im Geringsten. Aber die Hauptintention der Army dürfte wohl weniger sein, den Irak Krieg als tragisches Erlebnis zu schildern, das stände nämlich dem Ziel der Rekrutengewinnung im Weg.
Kann mir nicht vorstellen dass sich das sonderlich gut in einem Spiel macht...
Krieg ist IMMER etwas furchtbares und zerrt das Schlimmste im Menschen ans Licht, unabhängig des Geschlechts oder der Nationalität.
Nunja, mag sein. Wie oben erwähnt ist das bei keinem Shooter anders; abgesehen von der Rekrutierung.Mit den Real Heroes versucht man wohl eher ein "reingewaschenes" Bild des Irak Krieges zu zeichnen mit wahren Helden, "und jeder in der Army auch so einer werden."
Mich würde mal interessieren wieviel, bzw. OB sich überhaupt wer dadurch hat rekrutieren hat lassen.
Ich denke dass es mittlerweile nicht um die Rekrutierung geht, sondern um reine/s Marketing/Werbung/Propaganda für die Army.
Klar, auch teilweise fragwürdig...aber he... jeder mit ein wenig Grips kann wohl soweit klar denken als dass er das erkennt. Oder?
Ja, ich bin schon toll genug.outvision hat geschrieben:also dem Evin ist irgendwie nicht mehr zu helfen... da ist ja echt alles zu spät!
Oder meintest du das anders?
@Neon1705:
Glaubenskrieger oder Extremisten?
Sind das nicht jene Männer, Frauen und Kinder die sich einen Sprengstoffgürtel umschnallen und ohne Rücksicht auf Verluste auch gerne mal 50 Ziviisten in den Tod reißen um ein oder zwei Soldaten in die Luft zu sprengen?
Oder jene die Leute entführen und sie vor laufender Kamera köpfen?
Oder sind es gar versprengte anhänger von Saddam, welche mit ihm die Iraker jahrelang zu Tode gefoltert haben und ein Terror-Regime aufrecht erhalten haben?
Und dieser Saddam, hat der nicht auch genozidartig Minderheiten ausradiert und in Massengräbern verscharrt, welche man vor ein paar Tagen wieder neue entdeckt hat?
Mann... warum gibt es im Inet so oft dieses abgefuckte Schwarz-Weiß-Denken?!
- Bubunator
- Beiträge: 822
- Registriert: 08.11.2005 14:42
- Persönliche Nachricht:
In Europa schon, in den Staaten verhält sich der Fall aber anders. Was Berufssoldaten angeht gibt es dort eine ganz andere Mentalität als beispielsweise hier in Duetschland. Während in der BRD die Bundeswehr seit ihrem Bestehen umstritten ist, sind die Streitkräfte in den USA dort etwas ganz "normales", soll heißen der Gang zum Militär nach der High School ist etwas vollkommen übliches. Dementsprechend leichter fällt dann auch die Rekrutierung für die Streitkräfte. Ich hab es an meiner High School damals selber erlebt, ca. 1-2 mal im Monat waren unterschiedliche Gruppen der Streitkräfte (Navy, Army, Marines) da und haben versucht die Leute zu werben. Meistens gab es viele Geschenke und hin und wieder mal was spektakuläreres wie der Army Hummer auf dem Schulhof. Gehörte dort wie gesagt zum Alltag und ebenso üblich war es, das sich viele dort die Broschüren geholt haben und nach dem Abschluss zum Militär gegangen sind. Viele meiner Freunde aaus der Abschlussklasse sind quasi prompt von der Abschlussfeier ins Bootcamp gefahren.Mich würde mal interessieren wieviel, bzw. OB sich überhaupt wer dadurch hat rekrutieren hat lassen.
Ich denke dass es mittlerweile nicht um die Rekrutierung geht, sondern um reine/s Marketing/Werbung/Propaganda für die Army.
Klar, auch teilweise fragwürdig...aber he... jeder mit ein wenig Grips kann wohl soweit klar denken als dass er das erkennt. Oder?
Wenn man diese Grundeinstellung zum Militär versteht, sieht man leichter, welche Marketing Strategie mit AA verwirklicht werden soll. Willige Rekruten gibt es scheinbar noch genug, nur der Zulauf bei der Army ist gering während die anderen Sparten (Marines, etc.) keine Nachwuchssorgen haben. Aus diesem Grund heraus wurde AA für viel Geld entwickelt und wird für noch viel mehr Geld konsequent weiterentwickelt. Lapidar gesagt: AA ist ein Deluxe Werbegeschenk um junge Leute zu beeinflussen, sich bei der Army einzutragen und nicht etwa der Navy. Wenn ich das richtig verstanden habe gibt es das Spiel kostenlos auf CD in den Staaten und wird dort wohl so verteilt wie bei Uns diese AOL CD`s, man braucht dort in den Staaten nicht mal zwingend einen Internetanschluss.
Wenn AA kein Erfolg wäre (hinsichtlich der Anzahl der Rekruten) würde die Army das Spiel nicht in diesem Maße weiterentwickeln. Im Netz macht die Zahl die Runde, das 19% der West Point Rekruten vorher bereits AA gespielt haben. Die Taktik der Army scheint also aufzugehen.
Natürlich wird sich niemand, der vorher nicht Interesse hatte den Dienst an der Waffe zu leisten aufgrund eines Spieles überreden lassen es doch zu tun. AA ist primär ein Werbegeschenk um die potentiellen Soldaten in ihre Gefilde zu lotsen. Damit habe ich soweit kein Problem, das Spiel vermittelt aber u.a. durch Weglassen von Blut etc. ein meines Erachtens viel zu klinisches Bild des Krieges. AA ist stellenweise sehr real und detailverliebt (siehe beispielsweise die Grundausbildung), bei Kampfeinsätzen hingegen ist es zu clean, die "Real heroes" kennen keine verstümmelten Kameraden und schreiende Verwundete am Boden. AA suggeriert, das der Kampf aus Sicht eines Amerikanischen GI`s nur eine Sache von guter Taktik ist, dann klappt das auch ganz ohne Probleme. Und bevor es mir jemand in den Mund legen will: nein, ich glaube natürlich nicht daran, das jemand so naiv ist zu glauben es gebe Krieg ohne Blut, aber AA wird ja massenhaft vor allem an Jüngere in den Staaten verteilt. Die Gefahr, diesen Jüngeren von Anfang an ein falsches Bild zu vermitteln halte ich für bedenklich. Aber da steht AA nicht alleine da, im Grunde gilt das auch für sämtliche anderen Werbemaßnahmen der Streitkräfte. Sei es das Nascar Team der Army oder die Marines, die sich in der Werbung als die scheinbar unangreifbare Waffe schlechthin präsentieren, mich störts da in meinem Gemüt gewaltig.
Und um noch eins klarzustellen: AA finde ich selber übrigens prima. Hatte es mir mal runtergeladen und war richtig angetan von dem Spiel. Auf Dauer hat es mir zu viele taktische Elemente gehabt (bin mehr actionorientiert), aber ansonsten gabs nichts auszusetzen. :wink:
-
Evin
- Beiträge: 6372
- Registriert: 07.11.2004 08:56
- Persönliche Nachricht:
Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel wenn ich dein Posting ein wenig zerpflücke: 
Wenn ich mich nicht irre, dass ist ja ein unverhältnismäßig großer Prozentsatz beim Militär "schwarz" oder kommt aus ärmlichen Verhältnissen; für sie ist das Milität oft eine einfache und einzigartige Möglichkeit einen gut bezahlten und "sicheren" (hrhr...) Job zu bekommen.
99% aller Mörder tragen Unterwäsche.
Imho ist diese Argumentation nichts anderes als die von Leuten die nach einem Amoklauf eines armen Irren das Verbot von Gewaltspielen/Filmen/pipapoetcetc fordern, weil er ja vorher mal dieses und jenes Spiel/Film/Whatever konsumiert hat.
Auch beim ersten CoD-Teil... keine Ahnung welches WWII-Spiel es war, gab es kaum Blut, geschweige denn Verstümmelungen.
Auch bei Operation Flashpoint gibt es keine abgesprengten Arme und Beine, keine umherfliegenden Gehirne und hervorquellenden Gedärmen.
Das geschieht aber wahrscheinlich weniger mit der Absicht der Manipulation, sondern viel mehr ist es ein Zugeständnis an eine niedrige Alterseinstufung.
Wie willst du denn einen Splatter-Shooter an Jugendliche verteilen?
Aber immerhin fällt man nach einem oder zwei Treffer auch als Amerikaner tot um...
Kein Shooter hält sich da an die Wirklichkeit... das reicht von Medipacks die dich wieder komplett heilen, bis hin zum beinahe unsterblichen Kugelfang.
Gerade in dem Aspekt finde ich AA "lehrreich"; beim Zocken hatte ich ständig im Hinterkopf: "Eine Kugel und du kannst es vergessen."
Andererseits muss man die Armee verstehen dass sie nicht sagen: "Kommt zur Army, hier werdet ihr vielleicht im sinnlosen Kampf verstümmelt oder gekillt."
Wem die Risiken nicht bewusst sind, dem ist eh nicht zu helfen und braucht kein Videospiel um sich anzumelden.
Klar, dass die Army da stellenweise ihre doch ehrenvollen Ziele wie "Schutz der Bevölkerung" um einiges lieber in den Vordergrund stellt.
Jupp, ich sehe eigentlich eher weniger in dem Werbegeschenk AA als viel mehr in der Indoktrination durch Army-Vertreter welche in ihrer schicken Paradeuniform Unterschichten-Vertreter ohne Perspektive anwerben.Bubunator hat geschrieben: Während in der BRD die Bundeswehr seit ihrem Bestehen umstritten ist, sind die Streitkräfte in den USA dort etwas ganz "normales", soll heißen der Gang zum Militär nach der High School ist etwas vollkommen übliches. Dementsprechend leichter fällt dann auch die Rekrutierung für die Streitkräfte. Ich hab es an meiner High School damals selber erlebt, ca. 1-2 mal im Monat waren unterschiedliche Gruppen der Streitkräfte (Navy, Army, Marines) da und haben versucht die Leute zu werben. Meistens gab es viele Geschenke und hin und wieder mal was spektakuläreres wie der Army Hummer auf dem Schulhof. Gehörte dort wie gesagt zum Alltag und ebenso üblich war es, das sich viele dort die Broschüren geholt haben und nach dem Abschluss zum Militär gegangen sind. Viele meiner Freunde aaus der Abschlussklasse sind quasi prompt von der Abschlussfeier ins Bootcamp gefahren.
Wenn ich mich nicht irre, dass ist ja ein unverhältnismäßig großer Prozentsatz beim Militär "schwarz" oder kommt aus ärmlichen Verhältnissen; für sie ist das Milität oft eine einfache und einzigartige Möglichkeit einen gut bezahlten und "sicheren" (hrhr...) Job zu bekommen.
Ja, ich denke Werbegeschenk trifft es perfekt; vergleichbar mit den Bonbons, Kugelschreibern und Feuerzeugen die Politiker kurz vor der Wahl verteilen. Quasi ein gängiges Prinzip.Bubunator hat geschrieben:Aus diesem Grund heraus wurde AA für viel Geld entwickelt und wird für noch viel mehr Geld konsequent weiterentwickelt. Lapidar gesagt: AA ist ein Deluxe Werbegeschenk um junge Leute zu beeinflussen, sich bei der Army einzutragen und nicht etwa der Navy. Wenn ich das richtig verstanden habe gibt es das Spiel kostenlos auf CD in den Staaten und wird dort wohl so verteilt wie bei Uns diese AOL CD`s, man braucht dort in den Staaten nicht mal zwingend einen Internetanschluss.
Naja...lass es mich so ausdrücken:Bubunator hat geschrieben:Wenn AA kein Erfolg wäre (hinsichtlich der Anzahl der Rekruten) würde die Army das Spiel nicht in diesem Maße weiterentwickeln. Im Netz macht die Zahl die Runde, das 19% der West Point Rekruten vorher bereits AA gespielt haben. Die Taktik der Army scheint also aufzugehen.
99% aller Mörder tragen Unterwäsche.
Imho ist diese Argumentation nichts anderes als die von Leuten die nach einem Amoklauf eines armen Irren das Verbot von Gewaltspielen/Filmen/pipapoetcetc fordern, weil er ja vorher mal dieses und jenes Spiel/Film/Whatever konsumiert hat.
Agree, der Versuch der Manipulation ist definitiv vorhanden und geschieht nicht mal irgendwie heimlich.Bubunator hat geschrieben:Natürlich wird sich niemand, der vorher nicht Interesse hatte den Dienst an der Waffe zu leisten aufgrund eines Spieles überreden lassen es doch zu tun. AA ist primär ein Werbegeschenk um die potentiellen Soldaten in ihre Gefilde zu lotsen.
Nunja, auch das ist imho kein Einzelfall.Bubunator hat geschrieben:Damit habe ich soweit kein Problem, das Spiel vermittelt aber u.a. durch Weglassen von Blut etc. ein meines Erachtens viel zu klinisches Bild des Krieges. AA ist stellenweise sehr real und detailverliebt (siehe beispielsweise die Grundausbildung), bei Kampfeinsätzen hingegen ist es zu clean, die "Real heroes" kennen keine verstümmelten Kameraden und schreiende Verwundete am Boden. AA suggeriert, das der Kampf aus Sicht eines Amerikanischen GI`s nur eine Sache von guter Taktik ist, dann klappt das auch ganz ohne Probleme.
Auch beim ersten CoD-Teil... keine Ahnung welches WWII-Spiel es war, gab es kaum Blut, geschweige denn Verstümmelungen.
Auch bei Operation Flashpoint gibt es keine abgesprengten Arme und Beine, keine umherfliegenden Gehirne und hervorquellenden Gedärmen.
Das geschieht aber wahrscheinlich weniger mit der Absicht der Manipulation, sondern viel mehr ist es ein Zugeständnis an eine niedrige Alterseinstufung.
Wie willst du denn einen Splatter-Shooter an Jugendliche verteilen?
Aber immerhin fällt man nach einem oder zwei Treffer auch als Amerikaner tot um...
Ja, aber auch hier gilt: AA unterscheidet sich nicht bis kaum von anderen Shootern.Bubunator hat geschrieben:Die Gefahr, diesen Jüngeren von Anfang an ein falsches Bild zu vermitteln halte ich für bedenklich. Aber da steht AA nicht alleine da, im Grunde gilt das auch für sämtliche anderen Werbemaßnahmen der Streitkräfte. Sei es das Nascar Team der Army oder die Marines, die sich in der Werbung als die scheinbar unangreifbare Waffe schlechthin präsentieren, mich störts da in meinem Gemüt gewaltig.
Kein Shooter hält sich da an die Wirklichkeit... das reicht von Medipacks die dich wieder komplett heilen, bis hin zum beinahe unsterblichen Kugelfang.
Gerade in dem Aspekt finde ich AA "lehrreich"; beim Zocken hatte ich ständig im Hinterkopf: "Eine Kugel und du kannst es vergessen."
Andererseits muss man die Armee verstehen dass sie nicht sagen: "Kommt zur Army, hier werdet ihr vielleicht im sinnlosen Kampf verstümmelt oder gekillt."
Wem die Risiken nicht bewusst sind, dem ist eh nicht zu helfen und braucht kein Videospiel um sich anzumelden.
Klar, dass die Army da stellenweise ihre doch ehrenvollen Ziele wie "Schutz der Bevölkerung" um einiges lieber in den Vordergrund stellt.
- Mo-2
- Beiträge: 3259
- Registriert: 08.02.2004 15:00
- Persönliche Nachricht:
Richtig, konnte man ja auch in Fahrenheit 9/11 sehen. Eben die Schwarzen oder der sog "White Trash", ihr wisst schon, die Weißen in den Trailern, wie Eminem in 8 Mile. Wer halt ned singen kann, der geht zur Army.Evin hat geschrieben:Wenn ich mich nicht irre, dass ist ja ein unverhältnismäßig großer Prozentsatz beim Militär "schwarz" oder kommt aus ärmlichen Verhältnissen; für sie ist das Milität oft eine einfache und einzigartige Möglichkeit einen gut bezahlten und "sicheren" (hrhr...) Job zu bekommen.
Ich werf in die Diskussion jetzt einfach mal den Hinweis auf den Film Jarhead. Ich hab bisher zwar nur Trailer gesehen, aber das scheint mir eine Art Full Metal Jacket im Irak zu werden. Könnte ich mir sehenswert und kritisch vorstellen.
Wer die Trailer sehen will:
http://www.apple.com/trailers/universal/jarhead/
- Bubunator
- Beiträge: 822
- Registriert: 08.11.2005 14:42
- Persönliche Nachricht:
Ich erwarte natürlich nicht, das ein Spiel vor Blut trieft oder abgesprengte Körperteile a la Postal 2 beinhaltet. Aber nehmen wir ruhig das Beispiel CoD. Die Stalingrad Mission in Teil 1 oder die Landung in der Normandy aus Teil 2. Zwar fließt auch hier kein Blut in Strömen, aber dennoch vermitteln beide Szenarien recht eindrucksvoll ein Gefühl der Hilflosigkeit, wenn die eigenen Kameraden im Sekundentakt dezimiert werden und man nur hoffen und bangen kann irgendwie dieses Schlamassel zu überleben. Solche Sequenzen gibt es bei AA nicht, kurz und sehr knapp zusammengefasst vermittelt AA den Eindruck, mit der richtigen Taktik gewinnen die GI´s schon irgendwie. Ein wenig erinnert mich das ganze an alte Wochenschauen zu Kriegszeiten, in denen der Bevölkerung die Siege der Streitkräfte nahegebracht werden sollten. Da vermied man natürlich auch Darstellungen von sterbenden oder schwer verletzten Soldaten, weil es die Moral des Volkes hätte schädigen können. Bei Vietnam ist es dazu gekommen, die Bevölkerung hat mehr oder minder direkt mitbekommen, wie es um die eigenen Soldaten bestellt ist und die Friedensbewegung wurde immer stärker. Das AA also auf solche Sequenzen verzichtet ist also auch ein Versuch, die potentielle Kundschaft nicht unnötig zu demoralisieren. Erst Recht nicht die Jüngeren. Ich will AA dabei nicht mehr Bedeutung zurechnen als es wahrscheinlich hat, aber ein junger Mensch, der AA die ganze Zeit spielt, wird unbewusst beinflusst. Aber das Spiel selber ist nur einer von vielen Faktoren dieser Propaganda, aber es gehört definitiv dazu.Evin hat geschrieben:Nunja, auch das ist imho kein Einzelfall.
Auch beim ersten CoD-Teil... keine Ahnung welches WWII-Spiel es war, gab es kaum Blut, geschweige denn Verstümmelungen.
Auch bei Operation Flashpoint gibt es keine abgesprengten Arme und Beine, keine umherfliegenden Gehirne und hervorquellenden Gedärmen.
Das geschieht aber wahrscheinlich weniger mit der Absicht der Manipulation, sondern viel mehr ist es ein Zugeständnis an eine niedrige Alterseinstufung.
Wie willst du denn einen Splatter-Shooter an Jugendliche verteilen?
Wie oben, AA genießt meiner Meinung nach neben den anderen Shootern eine Sonderstellung insofern das es bewusst von der Army zu Propagandazwecken eingesetzt bzw. verteilt wird. Eine allzu exzessive Gewaltdarstellung wurde wohl nicht nur wegen einer Jugendfreigabe vermieden, sonder darüber hinaus auch hauptsächlich, um die eigenen Rekrutierungsbemühungen nicht zu "stören". Sei es wie es sei, AA ist ein gutes Spiel, über die Beweggründe kann man lange und viel diskutieren, aber selbst wenn AA nicht existieren würde, die Army hat noch genug andere Möglichkeiten Leute zu rekrutieren. Wir hier auf einem Spieleforum messen natürlich einem Game automatisch mehr Bedeutung zu, aber AA ist nur ein kleines Rad im Propagandanetzwerk. Ein sehr unterhaltsames aber. Und die Beweggründe der Army hin oder her, AA sollte auch anderen Bereichen als Beispiel dienen, wie qualitative Werbung wirken kann. Wenn also andere Firmen sich ein Beispiel daran nehmen und mal ähnlich gute Software kostenlos verteilen hätte ich da auch nichts dran zu bemängeln. Nur krieg ich halt etwas Bauchschmerzen, wenn das beworbene Produkt der Kriegsdienst ist und nicht etwa der Posten eines Fluglotsen oder Zugführers. :wink:Ja, aber auch hier gilt: AA unterscheidet sich nicht bis kaum von anderen Shootern.
Kein Shooter hält sich da an die Wirklichkeit... das reicht von Medipacks die dich wieder komplett heilen, bis hin zum beinahe unsterblichen Kugelfang.
Gerade in dem Aspekt finde ich AA "lehrreich"; beim Zocken hatte ich ständig im Hinterkopf: "Eine Kugel und du kannst es vergessen."
Andererseits muss man die Armee verstehen dass sie nicht sagen: "Kommt zur Army, hier werdet ihr vielleicht im sinnlosen Kampf verstümmelt oder gekillt."
Wem die Risiken nicht bewusst sind, dem ist eh nicht zu helfen und braucht kein Videospiel um sich anzumelden.
Klar, dass die Army da stellenweise ihre doch ehrenvollen Ziele wie "Schutz der Bevölkerung" um einiges lieber in den Vordergrund stellt.
- Bubunator
- Beiträge: 822
- Registriert: 08.11.2005 14:42
- Persönliche Nachricht:
Evin hat geschrieben:Naja...lass es mich so ausdrücken:Bubunator hat geschrieben:Wenn AA kein Erfolg wäre (hinsichtlich der Anzahl der Rekruten) würde die Army das Spiel nicht in diesem Maße weiterentwickeln. Im Netz macht die Zahl die Runde, das 19% der West Point Rekruten vorher bereits AA gespielt haben. Die Taktik der Army scheint also aufzugehen.
99% aller Mörder tragen Unterwäsche.
Imho ist diese Argumentation nichts anderes als die von Leuten die nach einem Amoklauf eines armen Irren das Verbot von Gewaltspielen/Filmen/pipapoetcetc fordern, weil er ja vorher mal dieses und jenes Spiel/Film/Whatever konsumiert hat.
Das West Point Beispiel finde ich persönlich auch nicht sehr aussagekräftig. Immerhin ist West Point meines Wissens nach eine Eliteakademie, die Wahrscheinlichkeit ist hoch, das man dort eher weniger auf Rekruten trifft, die sich spontan dazu entschlossen haben der Army beizutreten. Ich wollte ja auch nicht darauf hinaus, das AA Spieler automatisch Soldaten werden. Solche wahnwitzigen Behauptungen überlasse ich Kandidaten wie Beckstein und Co.
Das Beispiel belegt nur, das AA unter angehenden Soldaten ein Begriff ist und daraus ergibt sich die Möglichkeit, das AA tatsächlich Einfluss darauf hat, ob sich jemand für die Army oder die Marines entscheidet. Selbst wenn es nur ein mickrig kleiner Teil ist wäre die Rechnung für die Army damit aufgegangen.
