Ilove7 hat geschrieben:Es sollte mehr rollenspiele geben die actinlastig sind, dann würden sich auch mehr für rpgs begeistern, und nicht nach zwei stunden aufhören weil es total öde ist (hier spricht ein shooter fan..).
Warum sollen RPGs mehr wie Shooter werden? Wer keine RPGs mag, weil sie ihm zu öde sind, der soll sich keine zulegen. Wer keine Actionspiele mag, weil sie ihm zu öde sind, soll sich keine Actionspiele wie eben ME 1 zulegen.
Ich denke aber bioware ist sich darüber im klaren, dass es sowohl rpg fans als auch shooterfans mass effect 1 gekauft haben.
Also denke ich nicht das eins der lager derbe enttäuscht wird.
Rollenspielfans WURDEN massiv enttäuscht, weil sie von Bioware ein Rollenspiel erwartet haben und nicht einen Shooter mit angetackerten RPG-Elementen.
Auf alle fälle ist es eins der besten spiele die ich je gespielt habe (story, grafik, gameplay, sound, spielspass etc.).
Wobei Bioware diesen Weg ja schon mit Jade Empire eingeschlagen hatte, also kam ME da nicht so überraschend. Mit Dragon Age will Bioware ja wieder mal ein echtes RPG auf dem Markt bringen, darauf bin ich auch mehr gespannt als auf ME2, weil ich da schon recht genau weiß, was mich erwartet.
Ich bin mir sehr unsicher ob ME 2 was für mich wird. Bei Teil 1 war ich hin und her gerissen zwischen toller Welt mit spannender Geschichte und schwachem Gameplay. Leider wird das Dialogsystem wieder für Dummies sein, so dass man bloß nicht nachdenken muss was man sagt.
Das Kampfsystem kann eigentlich nur besser werden. Mir wäre ein taktisches, pausierbares Geschehen zwar lieber aber wenn der Shooterpart besser wird ists jedenfalls besser als die schlimmen Kämpfe in ME 1 die durch die Mitspieler KI und den lahmen Schwierigkeitsgrad einfach nur langweilig waran.
Auch hoffe ich dass ich diesmal nicht mit Geld geflutet werde. Allerdings befürchte ich dass Bioware wieder nicht richtig balancen wird und ihren Abwärtstrend fortsetzen.
Mal sehen welchen Umfang ME 2 bietet.....30 Stunden sollten schon drin sein wenn man ne alte Grafikengine wiederverwendet. Wirds wieder so kurz und bietet nichts neues werd ich es bestenfalls als PC Budget Game holen. Über 60 € für ne Xbox Version geb ich da jedenfalls nicht aus.
Hoppla
Aber ist es nicht etwas traurig, dass man Nebenquests als Beweis anführen muss das es sich um ein Rollenspiel handelt?
Wie gesagt, Mass Effect war ein tolles Spiel aber ich bin eben eher ein Freund von Hardcore Rollenspielen und als solches hat es mich enttäuscht (wobei ich auch mit den falschen Erwartungen in das Spiel gegangen bin)
Mass Effect ist der einzigste Grund,weshalb ich meiner Xbox 360 nachtrauere.
War eins meiner Lieblingsspiele das ich 4 mal durchgezockt habe.
Der zweite Teil wird bestimmt der Hammer.
MiroLus hat geschrieben:Außerhalb davon ist ME eben ein Shooter mit RPG Elementen und auch der erste Teil will nichts anderes sein.
Das ist ja auch in Ordnung, dem Spiel als solchen werfe ich auch nichts vor. Nur ...
Im Vorfeld von ME wurde das Spiel von EA UND der Presse massiv als Rollenspiel beworben und bezeichnet. So gesehen, war ME eine Mogelpackung. Es war nicht das drin, was auf der Packung stand.
Ich begehe mal Ketzerei im größten Umfang und lehne mich ultraweit aus dem Fenster: ich behaupte, dass selbst Mass Effect immer noch mehr Rollenspielanteile als die meisten JRPGs enthält. Flames und Bashes gerne an meine private Mail (auch wenn es sinnlos ist, denn ich mag JRPGs).
Soll heißen, ich war mit Mass Effect insgesamt recht zufrieden, auch von der Rollenspielseite her. Ist halt eine Symbiose aus RPG und Shooter und vor allem ein recht interessanter Ansatz. Außerdem zählt für mich in einem Rollenspiel das Gefühl, selber etwas bewirkt zu haben - und das hatte ich bei Mass Effect, ich hatte das Gefühl, dass ich, Shephard, das Universum rette. Die flache Charakterentwicklung stört mich deshalb auch nicht, denn für mich sind es keine Zahlen oder Attribute, die einen Charakter ausmachen, sondern vielmehr die Entscheidungen, die er trifft - und da hat mir Mass Effect trotz des relativ simplen Systems Spaß gemacht.
Damidias hat geschrieben:denn für mich sind es keine Zahlen oder Attribute, die einen Charakter ausmachen, sondern vielmehr die Entscheidungen, die er trifft - und da hat mir Mass Effect trotz des relativ simplen Systems Spaß gemacht.
Einen Character machen Zahlen nicht aus, aber ein (gutes) Rollenspiel schon.
Es spricht ja nichts dagegen beides zu haben, Kotor wäre da ein gutes Beispiel.
Spaß hats gemacht keine Frage, aber es war definitv kein vollwertiges Rollenspiel. Andererseits lese ich heutzutage auch immer wieder vom "Rollenspiel" Diablo....
Na aber hoppla.
Erst sagst du Zahlen machen ein RPG aus und dann sagst du Diablo ist keines. Also wenn Diablo nicht mit Zahlen um sich wirft wer dann?
ME ist kein reines RPG, keine Frage, aber ein einfacher Shooter ist es auch nicht.
Zwar könnte man an den RPG-Anteil weiter vergrößern aber wirklich wichtig finde ich das gar nicht. Das sie sich um das Kampfgeschehen kümmern finde ich ehrlich gesagt wesentlich wichtiger den Kämpfen tut man sehr oft und wie gesagt hat das durchaus Auswirkungen auf die Bedeutung der RPG-Elemente.
Ich sehe den Reiz in ME an seinem perfekten Pacing im Storytelling, der tollen Präsentation und der Tatsche das meine Entscheidungen eine Auswirkung auf den Verlauf des Spiels haben und ich dazu auch noch mit meinem eignen Shepard spielen kann.
Das reißt mich einfach mit und so muss ein Spiel sein.
Ich sehe hier nur Verbesserungen für ein Spiel das schon großartig war: Freue mich drauf.
Mir geht dieses ganze "ME war kein richtiges Rollenspiel" hier reichlich auf die Nerven. Warum fällt es einigen Leuten so schwer, ein Spiel für das zu akzeptieren und zu schätzen, was es ist und nicht, was es nicht ist?
Mass Effect war ein innovativer Genremix aus Action- und Rollenspiel. Das Spiel bot, meiner Meinung nach, sowohl spannende Kämpfe mit einem guten Deckungssystem, als auch ein glaubwürdiges Universum zum Erkunden und gute Dialoge. ME war nie als beinhartes Rollenspiel alter Bauart gedacht, sondern hat es durch die Verbindung zweier populärer Genres geschafft, Rollenspieler für Action und Actionspieler für Rollenspielelemente zu begeistern. Dass dabei natürlich einzelne Fans des einen oder des anderen Lagers auf der Strecke bleiben, die gerne IHR Lieblingsgenre mit größerer Gewichtung gesehen hätten, ist dabei nicht zu vermeiden.
Leider sind diese Fans anscheinend sehr lautstark in den Foren vertreten. Obwohl ME schon ein pausierbares Kampfsystem, eine lange Liste von Kampffertigkeiten, Massen von Beute und eben die Maßstäbe setzenden Dialoge hatte, wird sich nun lautstark darüber beschwert, dass Bioware, überspitzt gesagt, nicht endlich rundenbasierte Kämpfe aus der Iso-Perspektive einführt.
Mass Effect war als Genremix natürlich ein Kompromiss, doch als solcher absolut herausragend: Gut spielbar, ordentlicher Umfang, eine sehr gute Handlung und vor allem ein faszinierendes neues Universum standen auf der Positivseite. Gerade im englischen Sprachraum, wo die Begeisterung für klassische Rollenspiele weniger fest verankert ist als hierzulande, erhielt der Titel nicht umsonst exzellente, wenn auch teils überzogen gute Kritiken.
Ich bin vielleicht in der glücklichen Lage, beide in ME verbundenen Genres sehr zu mögen. Deswegen hat mich das Spiel wahrscheinlich auch so begeistert. Vielleicht ist es aber auch meine Einstellung, ein Werk für das zu akzeptieren und zu schätzen, was es ist und nicht zu versuchen, es anhand der Erwartungen, die man vorher hatte, zu beurteilen.
Und wieso können nicht beide genres irgendwie in einem spiel zusammen finden?
Man muss doch nicht auf jeder kleinigkeit pochen, es kann doch nicht jedes spiel einfach immer gleich sein.
In dem fall muss ich dann wirklich sagen, pech gehabt, ich liebe das spiel weil es eben nicht ein beinhartes RPG ist.
Zuletzt geändert von Ilove7 am 24.05.2009 19:58, insgesamt 1-mal geändert.
wow was für infos. das ist doch alles sowas von oberflächlich und teilweise nichtssagend. das kommt schon eher spoilern gleich.
DdCno1 hat geschrieben:
Ich bin vielleicht in der glücklichen Lage, beide in ME verbundenen Genres sehr zu mögen. Deswegen hat mich das Spiel wahrscheinlich auch so begeistert. Vielleicht ist es aber auch meine Einstellung, ein Werk für das zu akzeptieren und zu schätzen, was es ist und nicht zu versuchen, es anhand der Erwartungen, die man vorher hatte, zu beurteilen.
ich bin in der selben lage wie du, nur sehe ich sie eher als unglücklich an. ich spiele sicher sogar noch mehr shooter als rollenspiele, was aber auch an dem bedauerbaren umstand liegt, daß es mehr shooter als rpgs gibt. der markt ist doch schon lange übersättigt an dummballerei, also warum müssen rpgs jetzt auch noch so werden?
ist ja schön, daß sie die beiden genres miteinander vermischen, aber warum muss ausgerechnet das mainstream genre das weitaus ausgeprägtere sein?
letztendlich ist das spiel so komplex wie diese r6 vegas warmduscherei. das muss doch wirklich nicht sein. davon sollte doch mittlerweile jeder genug erlebt haben.