"Killerspiele": Neues Dittmayer-Video

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ZockerManiac
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Erst Fragen, dann schießen!

Beitrag von ZockerManiac »

@4P|TGfkaTRichter

Lies dir diesen Absatz von dir noch mal in Ruhe und ich hoffe ernsthaft, dass du selbst erkennst, was du für einen Unsinn geschrieben hast.
.

Einmal davon abgesehen, dass das keine angemessene Art der Diskussionsführung mehr ist, stellt eben dies ein Grundproblem dar, das auf Seiten der Spieler häufig zu beobachten ist: Sie stellen wild irgendwelche unbelegten Behauptungen in den Raum und wenn ihnen dann die Argumente ausgehen (was leider oft sehr früh der Fall ist), dann werfen sie der Gegenseite vor, "Unsinn" zu schreiben.

Nur, dass ich überhaupt nicht auf der Gegenseite stehe! Ich habe auch nach wie vor den Verdacht, dass Du nicht verstehst, vorauf ich hinaus will. Es geht nicht um einen inhaltlichen Vergleich, sondern schlicht darum, dass gewisse Medien, die aus bestimmten Gründen sehr problematisch sind, selbstverständlich geächtet werden (was notwendig und richtig ist), andere jedoch nicht, obwohl hier ebenfalls anzunehmen ist, dass von ihnen schädliche Wirkungen ausgehen (können!).

Vielleicht war Pornographie aufgrund der Tatsache, dass es Leute gibt, die diesen unsinnigen Vergleich im Gegensatz zu mir tatsächlich anstellen, ein etwas unglückliches Beispiel. Zur Verdeutlichung dessen, was ich meine, daher noch ein anderes:

Wenn sich ein 13-Jähriger gemeinsam mit seinem 18-Jährigen Bruder einen Film mit eindeutig sexuellem Inhalt ansieht, gibt es viele Menschen, die dies als äußerst problematisch und "jugendgefährdend" einstufen. Wenn nun aber derselbe 13-Jährige gemeinsam mit seinem 18-Jährigen Bruder und einer Kettensäge fünf Stunden pro Tag virtuell von Checkpoint A zu Checkpoint B läuft und dabei alles zerfetzt, was Beine hat und kein Tisch ist, dann finden das viele Menschen - gerade aus der Spieler-Community - völlig in Ordnung (ich weiß nicht, ob Du schon einmal Befunde aus der funktionellen Bildgebung dazu gesehen hast, doch wenn nicht, dann würde ich Dir das dringend empfehlen...).

Dieser unterschiedlichen Bewertung liegt im Endeffekt die Überzeugung zugrunde, dass (auch normale) mediale Sexualität etwas Schmutziges, Schambehaftetes ist, während mediale Gewalt einfach akzeptiert wird (obwohl hier die Befundlage bedeutend ungünstiger und eindeutiger aussieht als im Falle sexualbetonter Medien, womit nicht gesagt werden soll, dass es hier keine Studien zu negativen Auswirkungen gäbe).

So, ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt. Doch selbst, wenn das vorher nicht der Fall gewesen sein sollte, ist das kein Grund, in dieser Weise unfreundlich zu werden!

Zur internen Validität von Pfeiffers Studien zum Zusammenhang von Medienkonsum und schulischen Leistungen: Dass es hier eine negative Korrelation gibt, ist in Forscherkreisen völlig unstrittig! Die kausale Richtung des ganzen sowie die interne Validität sind in diesem Fall tatsächlich fragwürdig.

Es geht hier aber weder um den Zusammenhang von schulischen Leistungen und Medienkonsum, noch ergreife ich Partei für Herrn Pfeiffer!

Ich finde es nur ausgesprochen unsinnig, Studien von ihm grundsätzlich abzulehnen und ihn ständig als Prototypen für die angebliche Unseriösität der gesamten Forschung zum Thema hinzustellen (DAS ist "undifferenziert"!)! Grundsätzlich - und ich kann das nicht oft genug betonen - bin auch ich weder ein Pfeiffer-Freund (vielmehr werde ich sehr schnell misstrauisch, wenn ein Wissenschaftler ständig im TV herumspringt und offensive Statements abgibt), noch plädiere ich für ein Verbot bestimmter Spiele.

Ich plädiere aber schon dafür, dass man so ganz kritiklos und naiv auch nicht mit diesem Thema umgehen kann, als wäre es völlig absurd, dass es da funktionale Zusammenhänge geben könnte (denn das ist es ganz und gar nicht und die vorliegenden Daten sprechen da eine nicht eindeutige, aber dennoch recht deutliche Sprache!).

Sicher differenziert Pfeiffer zu wenig (was ich auch nie bestritten habe), aber differenzieren denn die Spieler? Es ist sehr einfach, von der Gegenseite Differenzierung zu verlangen, andererseits aber an den eigenen absolutistischen und ebenfalls undifferenzierten Sichtweisen festzuhalten! Und "Gerüchte", die zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig haltlos sind, machen die Debatte auch nicht sachlicher!
Jedes Medium benötigt eine gewisse Medienkompetenz, damit es vernünftig konsumiert werden kann.
Das ist schon richtig, aber wer sagt denn, dass in jedem denkbaren Fall ein 18-Jähriger diese Kompetenz besitzt, ein 15-Jähriger aber noch nicht?! Wer sagt, dass sich die implizite Auswirkung solcher Medien auf einen 15- und einen 18-Jährigen grundsätzlich qualitativ unterscheidet? Das ist doch der Punkt!

Übrigens: Selbstverständlich könnte der Staat bei einem eindeutig kausalen Zusammenhang zwischen dem Konsum bestimmter Medien und massivem Anstieg von Gewalt den Konsum dieser Medien unterbinden, indem ihr Verkauf und Besitz schlicht und einfach verboten wird (entsprechende Beispiele im Medienbereich gibt es ja bereits)!

Wie sinnvoll das wäre und dass es natürlich auch dann immer Leute gäbe, die das Zeug in aller Heimlichkeit weiterhin konsumieren (vermutlich sogar vermehrt), ist Gegenstand einer anderen Diskussion!

ZockerManiac
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Der Staat muss sich bei der Altersfreigabe einfach an abstrakten Werten orientieren, auch wenn die nicht immer auf jeden zutreffen mögen. Es mag 15 Jährige geben, die reifer sind als andere Menschen mit 17 oder gar 18, aber das ist die Ausnahme. Ich behaupte nicht, dass diese Einstufung perfekt ist, aber man kann einfach aus rein technischen Gründen nicht jeden Bundesbürger einzeln auf seine Medienkompetenz her testen.
Wenn sich ein 13-Jähriger gemeinsam mit seinem 18-Jährigen Bruder einen Film mit eindeutig sexuellem Inhalt ansieht, würden dies die meisten Menschen als äußerst problematisch und "jugendgefährdend" einstufen. Wenn nun aber derselbe 13-Jährige gemeinsam mit seinem 18-Jährigen Bruder und einer Kettensäge fünf Stunden pro Tag virtuell von Checkpoint A zu Checkpoint B läuft und dabei alles zerfetzt, was Beine hat und kein Tisch ist, dann finden das viele Menschen - gerade aus der Spieler-Community - völlig in Ordnung (ich weiß nicht, ob Du schon einmal Befunde aus der funktionellen Bildgebung dazu gesehen hast, doch wenn nicht, dann würde ich Dir das dringend empfehlen...).
Das Problem, das du hier ansprichst, geht über den Jugendschutz, den der Staat verordnen kann, hinaus. Ich kann nicht sagen, ob das Spiel oder Porno ein größeres Problem darstellen, aber mit Sicherheit hat der Staat beiden eine Altersfreigabe ab 18 erteilt (wobei das Spiel in deinem Beispiel in D. mit Sicherheit nicht im Laden stehen dürfte). Mehr als das kann der Staat nicht tun, der Rest der Verantwortung liegt dummerweise im Umfeld des Jugendlichen, das drauf schauen sollte, was für Medien das eigene Kind konsumiert. Wenn mich ein 12 Jahre alter Junge im Saturn mit der Bitte, für ihn CoD5 zu kaufen, ansprechen würde, würde ich ihn auch zur Hölle jagen (und das nicht nur, weil CoD Schrott ist).

Dass auf beiden Seiten nicht genug differenziert wird, ist klar, wobei ich zu der Fraktion gehöre, die das Hauptproblem von Spielen nicht in einer Steigerung des Gewaltpotentials, sondern eher in einem möglichen Hervorrufen von Suchtverhalten sieht. Ein Problem, das leider unter den ganzen Killerspielstreitereien gerne in Vergessenheit gerät. Allerdings muss ich hier noch einmal erwähnen, dass ich persönlich für wesentlich schlimmer halte, wenn ein "Experte" wie Pfeiffer oder ein Innenminister im TV irgendwelche undifferenzierten Aussagen von sich gibt, als wenn es ein kleiner Forenbenutzer tut, von dem man nicht wirklich erwarten kann, dass er sich mit der Materie auskennt.

Dein Beispiel war übrigens dennoch Unsinn und es verdient es auch nicht, anderes benannt zu werden. Wenn du von vorneherein einen Vergleich zwischen Spiel und "normaler" Pornographie getroffen hättest, wäre das kein Problem gewesen, mit Kinderpornographie darf man Spiele aber nicht vergleichen, da hier das Problem nicht allein in der Auswirkungen auf die Konsumenten liegt, sondern vor allem in der Herstellung. Für einen Kinderporno braucht man sexuelle Handlungen an Kindern, für ein Killerspiel muss man keine Menschen töten oder auch nur verletzen. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

Einmal davon abgesehen, dass das keine angemessene Art der Diskussionsführung mehr ist, stellt eben dies ein Grundproblem dar, das auf Seiten der Spieler häufig zu beobachten ist: Sie stellen wild irgendwelche unbelegten Behauptungen in den Raum und wenn ihnen dann die Argumente ausgehen (was leider oft sehr früh der Fall ist), dann werfen sie der Gegenseite vor, "Unsinn" zu schreiben.
Nennen wir das Kind doch beim Namen. Laut deiner Ausführung ist z.B, Kinderpronographie deshalb verboten und gesellschaftlich geächtet, weil der Konsum dessen negative Auswirkungen auf den Konsumenten hat.
Man wird also pädophil von Kinderpronographie? Ist der Grund nicht viel eher Opferschutz? Bist du sicher, dass dieser Absatz nicht doch Unsinn ist?
Nur, dass ich überhaupt nicht auf der Gegenseite stehe!
Warum beschäftigst du dich derart mit deiner Positionierung, wenn wir doch augenscheinlich noch bei der Findung sind?

Und dann noch schnell zur Frage, warum gewisse Spiele nicht in Kinderhände gehören und wo da die Grenze zu ziehen ist:

Kinder (damit fasse ich jetzt mal alles unter 18/21 zusammen) sind nicht voll eigenverantworlich und stehen unter besonderem Schutz.
Davon, dass gewissen Inhalte keinerlei negativen Wirkungen zur Folge hat, kann keine Rede sein. Die Grenze ist allerdings da, wo der Gesetzgeber den Bürger zur vollen Verantwortung zieht, ab da handelt er voll umfänglich (lassen wir die wenigen Ausnahmen mal beiseite) eingeverantwortlich und hier macht dann allzu oft nur noch die Dosis das Gift, wie auch alle mir bekannten Studien ausschließlich untersuchen, welche Auswirkungen ein intensiver Konsum hat, und nicht der gelegentliche Konsum. Wollen wir jetzt ernstlich über Verbote für alle Dinge des Lebens diskutieren, die bei exzessivem Gebrauch beeinträchtigend oder gefährdend/gefährlich werden können?
ZockerManiac
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Beitrag von ZockerManiac »

@4P|TGfkaTRichter:
Dein Beispiel war übrigens dennoch Unsinn und es verdient es auch nicht, anderes benannt zu werden. Wenn du von vorneherein einen Vergleich zwischen Spiel und "normaler" Pornographie getroffen hättest, wäre das kein Problem gewesen, mit Kinderpornographie darf man Spiele aber nicht vergleichen, da hier das Problem nicht allein in der Auswirkungen auf die Konsumenten liegt, sondern vor allem in der Herstellung. Für einen Kinderporno braucht man sexuelle Handlungen an Kindern, für ein Killerspiel muss man keine Menschen töten oder auch nur verletzen. Ich hoffe, du verstehst, was ich meine.
Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Mein Beispiel hat mit einem "Vergleich" absolut nichts zu tun! Wenn Du mir das unterstellst, dann hast Du mein Beispiel nicht verstanden!

Ich habe übrigens auch nie von "Kinderpornographie" gesprochen, sondern von "paraphiler Pornographie", was nun wirklich nicht gleichzusetzen ist (sicher ist KiPo eine Form paraphiler Pornographie, aber eben nur EINE)! Im Übrigen wird als "Kinderpornographie" keineswegs nur solches Material bezeichnet, das den Missbrauch eines Kindes durch einen Erwachsenen darstellt. Das ein Kind dadurch irgendeinen Schaden erleidet, ist für die Definition von KiPo also gar nicht erforderlich (das nur am Rande, da mein Beispiel wirklich absolut nicht auf KiPo abzielte!)!

Sorry, aber diese Unterstellung zeigt nochmals, wie voreingenommen Du in diese Diskussion gehst: Nur weil Herr Pfeiffer den Vergleich zwischen Kinderpornos und Killerspielen gezogen hat (was in der Tat mehr als unglücklich war), heißt das noch lange nicht, dass das jeder tut, der einen im entferntesten ähnlichen Begriff in einer nicht-vergleichenden Weise im Zusammenhang mit "Killerspielen" verwendet!

Sicher muss sich der Staat an "abstrakten Werten" orientieren, was jedoch das Problem nicht löst, dass es gut möglich wäre (und die Evidenz spricht auch dafür), dass es Effekte dieser "Killerspiele" gibt, die mehr oder weniger altersunkorreliert negativ zu bewerten sind! Es macht also nicht unbedingt viel Sinn, hier zu argumentieren, dass der 18-Jährige das Spiel XYZ bedenkenlos spielen soll, während es für den 15-Jährigen als bedenklich eingestuft wird (denn ob ein "Amoklauf" letztendlich von einem 15-Jährigen mit vulnerabler Persönlichkeit in einer entsprechenden Situation oder aber von einem 18-Jährigen mit vulnerabler Persönlichkeit in der entsprechenden Situation verübt wird, dürfte für die Opfer wenig interessant sein!

Im Übrigen verhält es sich hier - rein pädagogisch betrachtet - ein wenig, wie mit dem Rauchen: Es ist einfach etwas unglaubwürdig, einem Jugendlichen zu erzählen, wie schädlich der Konsum von Zigaretten ist, während man sich gerade eine ansteckt...

Sicher kann man nicht jeden Bundesbürger auf seine Medienkompetenz hin testen. Wenn sich jedoch die Befundlage zu den Risiken des Konsums gewalthaltiger Medien weiter erhärten solte, stellt sich die Frage, ob man akzeptieren will, dass es immer wieder mal Spieler geben wird, die diese trotz geeigneten Alters nicht besitzen und bei denen das zu eventuellen Gewalttaten beitragen könnte.
Allerdings muss ich hier noch einmal erwähnen, dass ich persönlich für wesentlich schlimmer halte, wenn ein "Experte" wie Pfeiffer oder ein Innenminister im TV irgendwelche undifferenzierten Aussagen von sich gibt, als wenn es ein kleiner Forenbenutzer tut, von dem man nicht wirklich erwarten kann, dass er sich mit der Materie auskennt.
Richtig! Allerdings macht man es sich als "Laie" auch etwas einfach, wenn man selbst einfach redet, "wie einem der Schnabel gewachsen ist", weil man ja kein Experte ist, sich aber andererseits wiederum zum Experten aufschwingt, der die Sachlage im Gegensatz zu den ganzen dummen Wissenschaftlern natürlich absolut kompetent beurteilen kann...

@Mauricius:
Nennen wir das Kind doch beim Namen. Laut deiner Ausführung ist z.B, Kinderpronographie deshalb verboten und gesellschaftlich geächtet, weil der Konsum dessen negative Auswirkungen auf den Konsumenten hat.
Man wird also pädophil von Kinderpronographie? Ist der Grund nicht viel eher Opferschutz? Bist du sicher, dass dieser Absatz nicht doch Unsinn ist?
Sorry, aber wie oben bereits beschrieben, habe ich mich an keiner Stelle auf Kinderpornographie bezogen, auch, wenn ihr mir das gerne unterstellen würdet (c:!

Die Tatsache, dass KiPo "negative Auswirkungen auf den Konsumenten" hat, ist ebenso ein Grund für ihre Ächtung und ihren Verbot wie der Opferschutz. Tatsächlich sind diese Aspekte gar nicht voneinander zu trennen, da ja die negativen Auswirkungen auf den Konsumenten in diesem Fall darin bestünden (so jedenfalls die Theorie), dass er immer mehr von dem Zeug und immer härtere Sachen braucht, bis er schließlich selbst zum Täter wird.

Was die Pädophilie betrifft, bei der es sich erstmal nicht per se um ein Verbrechen handelt, sondern um eine (sicher problematische) Sexualität, die sich die Betroffenen ebenso wenig aussuchen können, wie sich ein Hetero- oder Homosexueller seine Sexualität aussuchen kann (und auch Homosexualität war noch vor wenigen Jahren strafbar...), so ist festzustellen, dass es sich auch bei deren Entstehung um ein multifaktoriell determiniertes Geschehen handelt, bei dem selbstverständlich der Konsum entsprechenden "Stoffs" zur Steigerung der pädophilen Tendenzen führen kann.

Insofern bleibe ich ausdrücklich bei meinem Beispiel und streite ab, dass es sich dabei um "Unsinn" handelt!
Warum beschäftigst du dich derart mit deiner Positionierung, wenn wir doch augenscheinlich noch bei der Findung sind?
Ich positioniere mich doch gar nicht! In der ganzen Debatte hier habe ich noch kein einziges Wort darüber verloren, ob ich persönlich nun für oder gegen "Killerspiele" bin. Oder habe ich Deine Frage jetzt missverstanden??
Wollen wir jetzt ernstlich über Verbote für alle Dinge des Lebens diskutieren, die bei exzessivem Gebrauch beeinträchtigend oder gefährdend/gefährlich werden können?
Nein, das wäre in der Tat sinnfrei. Das tue ich aber auch gar nicht, denn ich habe mich an keiner Stelle für ein Verbot von "Killerspielen" ausgesprochen! Es stimmt, dass die stärksten negativen Effekte für den exzessiven und regelmäßigen Konsum solcher Spiele über einen längeren Zeitraum gefunden wurden. Jedoch habe ich auch hier nie etwas anderes behauptet.

Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, jemals geschrieben zu haben, dass ich der Meinung wäre, bereits einmaliges, fünfminütiges Spielen eines solchen Spiels würde ausreichen, um jeden Menschen in eine Killermaschine zu verwandeln. Das ist selbstverständlich Unsinn, aber darum geht es in der Debatte auch gar nicht (das behauptet nicht einmal Herr Pfeiffer...). Daher weiß ich jetzt nicht genau, weshalb Du mich in diesem Punkt kritisierst...?

By the way:
Davon, dass gewissen Inhalte keinerlei negativen Wirkungen zur Folge hat, kann keine Rede sein.
Richtig, und zwar nach Faktenlage sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen (einmal davon abgesehen, dass ich auch niemals behauptet habe, dass "Killerspiele" keine negativen Auswirkungen auf Kinder haben. Wenn Du mal genau liest, habe ich sogar das Gegenteil behauptet(c;)!

ZockerManiac
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ ZockerManiac

Bei aller Liebe: Dein Beispiel kann in diesem Kontext hier nicht anders verstanden werden. Es zu wählen war schlicht und ergreifend falsch. Was du damit bezwecken wolltest ist klar und auch verstanden worden, das ändert nichts daran, dass es völlig unangemessen ist und auch durch Spitzfindigkeiten wirst du das im Nachherein nicht ändern können. Dafür, dass du so laut nach Differenzierung schreist, tust du es selbst erstaunlich wenig.
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

Die Tatsache, dass KiPo "negative Auswirkungen auf den Konsumenten" hat, ist ebenso ein Grund für ihre Ächtung und ihren Verbot wie der Opferschutz. Tatsächlich sind diese Aspekte gar nicht voneinander zu trennen, da ja die negativen Auswirkungen auf den Konsumenten in diesem Fall darin bestünden (so jedenfalls die Theorie), dass er immer mehr von dem Zeug und immer härtere Sachen braucht, bis er schließlich selbst zum Täter wird.
Das halte ich für "höchst spekulativ", um das Wort Unsinn mal zu vermeiden. ;) Ein Mensch ohne jegliche pädophiler Neigung wird sicherlich ebensowenig "eher Täter", wie Udo Lattek durch Milch wieder nüchtern oder ich durch Masturbation blind werde. Da wäre eher zu diskutieren, ob der Konsum als "Ersatzhandlung" nicht vielleicht sogar eine gegenteilige Wirkung hätte, wobei hier generell mal dringlichst aufgeführt werden sollte, dass nur ein winziger Bruchteil aller Menschen mit pädophilen Neigungen wirklich straffällig werden, und sich - wie du richtig ausgeführt hat - niemand seine Intention selbst aussucht (Stichwort Kopfschwul).
Ich positioniere mich doch gar nicht! In der ganzen Debatte hier habe ich noch kein einziges Wort darüber verloren, ob ich persönlich nun für oder gegen "Killerspiele" bin. Oder habe ich Deine Frage jetzt missverstanden??
Du bist schon sehr darauf bedacht, klarzustellen, dass du nicht für ein Verbot bist. Das ist imho unnötig, da es hier um die Sache geht und nicht um Positionierung.
Nein, das wäre in der Tat sinnfrei. Das tue ich aber auch gar nicht, denn ich habe mich an keiner Stelle für ein Verbot von "Killerspielen" ausgesprochen! Es stimmt, dass die stärksten negativen Effekte für den exzessiven und regelmäßigen Konsum solcher Spiele über einen längeren Zeitraum gefunden wurden. Jedoch habe ich auch hier nie etwas anderes behauptet.

Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, jemals geschrieben zu haben, dass ich der Meinung wäre, bereits einmaliges, fünfminütiges Spielen eines solchen Spiels würde ausreichen, um jeden Menschen in eine Killermaschine zu verwandeln. Das ist selbstverständlich Unsinn, aber darum geht es in der Debatte auch gar nicht (das behauptet nicht einmal Herr Pfeiffer...). Daher weiß ich jetzt nicht genau, weshalb Du mich in diesem Punkt kritisierst...?
Öhm, in der öffentlichen Debatte geht es tatsächlich fast ausschließlich um ein Verbot, und deshalb gehört meine Ausführung sehr wohl in diese Diskussion. Du bringst da nur eine Kleinigkeit durcheinander, ich kritisiere weder dich,( mal abgesehen von deinen äußerst unglücklichen KiPo- *klingt irgendwie niedlich* Ausführungen und deren verzeifelten Rettung;) )noch behaupte ich, du würdest dich für ein solches Verbot aussprechen. Ich kommentiere nur die öffentlich Debatte. Eine andere habe wir nämlich nicht, da niemand bislang deinen Einwand bestritten hat, dass exzessiver Konsum durchaus negative Folgen haben kann.
Richtig, und zwar nach Faktenlage sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen (einmal davon abgesehen, dass ich auch niemals behauptet habe, dass "Killerspiele" keine negativen Auswirkungen auf Kinder haben. Wenn Du mal genau liest, habe ich sogar das Gegenteil behauptet(cWink!
Ähm, ich habe da auf eine hypothetische Frage deinerseits geantwortet, die du ein paar Postings zuvor gestellt hast.

Aber nun wieder zum Kernpunkt:
Pfeiffers Kölner Aufruf ist volksverdummender Aktionismus mit politischem Ziel, und er ist eine bodenlose Verhönung der Opfer und deren Angehörigen. Daher sind diverse Studienergebnisse unerheblich, solang sie so (teils hahnebüchen) interpretiert werden, wie es gerade passt und darüber hinaus noch imaginäre Beweise und angebliche Kausalitäten ins Feld geführt werden.
Und der Grund, warum man in der öffentlichen Debatte keine bewanderten, wissenschaftlich fundierten Gegenstimmen zu Pfeiffer und Co hört ist nicht der, dass es keine gäbe. Wer sich ein wenig mit der Thematik beschäftigt, der bekommt diese auch zu Gehör, aber sie sind natürlich nicht so medienwirksam wie die Bildzeitungsschlagzeilen in Frontal 21 und Polylux.
Da wären wir wieder bei der Frage, was man dem Volk begreiflich machen kann, was es versteht und was nicht.
Nach 9/11 war die Fußgängerzone in der Weltstadt Castrop Rauxel auch voll von Hausfrauen die ernsthaft befürchteten, dass der nächste Jet gleich in den Tengelmann gegenüber vom Tschibo einschlägt.
In einer Demokratie muss man damit rechnen, dass die Mehrheit irrt.
ZockerManiac
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Beitrag von ZockerManiac »

@4P|TGfkaTRichter:

Deine Liebe kannst Du behalten! Es mag sein, dass mein Beispiel von DIR nicht (anders) verstanden werden kann. Ich habe übrigens nach wie vor nicht den Eindruck, dass Du es in irgendeiner Weise verstanden hättest.

Auch scheinst Du Dir nicht die Mühe gegeben zu haben, meine weiteren Ausführungen dazu zu lesen, sondern krallst Dich lieber an Deiner vorgefertigten Meinung fest.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Du hast die Wörter "Pornographie" und "Killerspiele" gelesen und rot gesehen ("Ach, jetzt kommt ganz sicher wieder der Vergleich vom bösen Herrn Pfeiffer. Na, dem werd' ich's zeigen..."). Leider hast Du dabei übersehen, dass es weder um "Kinderpornographie" ging, noch ein Vergleich versucht wurde... Vielleicht hast Du einfach das "Pfeiffer'sche Argumentationsfieber" (Vorsicht: Ironie!) und schiebst alles, was sich für Dich irgendwie ähnlich anhört, sofort, prinzipiell und ungeprüft in diese Ecke?

Mit "Spitzfindigkeiten" hat es wohl relativ wenig zu tun, wenn ich darauf hinweise, dass Du einen von mir verwendeten Begriff mit einer völlig falschen Bedeutung belegst, damit zweckentfremdest und dieses dann für Deine Argumentation gegen mich verwendest!
Dafür, dass du so laut nach Differenzierung schreist, tust du es selbst erstaunlich wenig.
Dafür, dass Du Moderator bist, wirst Du erstaunlich persönlich!

Ich denke, ich war hier - von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, zu denen Du bisher jedenfalls nicht gehörtest - bisher der Einzige, der praktisch alle seine Standpunkte mit zahlreichen Belegen untermauert hat, die jeder Beteiligte nachvollziehen kann, anstatt nur Behauptungen in den Raum zu werfen und Allgemeinplätze von sich zu geben.

Im Übrigen bist Du mir die Erklärung schuldig geblieben, weshalb Du mein Beispiel so "unsinnig" findest. Dein "Kinderporno"-Argument zieht ja überhaupt nicht angesichts der Tatsache, dass ich von "Kinderporno" ja nie gesprochen habe.

Bei aller Gegenliebe: Ich kann nur hoffen, dass andere Wortführer der Spielerfraktion etwas sachlicher und v.a. respektvoller (auch: Differenzierter!) zu Werke gehen, denn ansonsten wundert es mich ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr, weshalb die Spieler-Community in dieser Debatte (leider!) so selten gefragt wird!

Was mein Beispiel angeht:

Da Du die Diskussion hierüber anscheinend gerne in einen persönlichen Bereich ziehen möchtest, würde ich vorschlagen, diese an einem anderen Ort fortzusetzen, denn erstens ging es hier ja nicht um Kinderpornographie, sondern um "Killerspiele" und zweitens dürfte die polemische Art und Weise, in der Du mich hier angreifst, wohl kaum dazu beitragen, dass die Diskussion hier so friedlich und konstruktiv bleibt, wie sie das eigentlich die ganze Zeit war!

@Mauricius:
Das halte ich für "höchst spekulativ", um das Wort Unsinn mal zu vermeiden. Ein Mensch ohne jegliche pädophiler Neigung wird sicherlich ebensowenig "eher Täter", wie Udo Lattek durch Milch wieder nüchtern oder ich durch Masturbation blind werde.


Sagt mal, rede ich eigenltich chinesisch?! Ich habe doch eindeutig geschrieben, dass die Entstehung von Pädophilie immer multifaktoriell determiniert ist, es also gerade NICHT wahrscheinlich ist, dass ein "Mensch ohne jegliche pädophile Neigung" eher Täter wird, wenn er entsprechendes Material konsumiert! Erst wenn eine entsprechende Veranlagung vorhanden ist UND Material konsumiert wird, kommt es zur Steigerung der Tendenzen (hierzu liefere ich ausnahmsweise Mal keine Quellenangaben, da man das wirklich in jedem Fachbuch und überall im Netz nachlesen kann).
Das Pädophilie erstmal eine Sexualität ist und kein Verbrechen, habe ich ja ebenfalls selbst ausgeführt...

Und nochmal: Ich stehe weder auf "Killerspiel"-Befürworter- noch auf Gegnerseite! Alles, worauf es mir ankommt, ist die nüchterne Betrachtung von Befunden, die nun einmal existieren, ob es einem nun passt oder nicht. Tatsächlich könnte ich diese Diskussion ebenso gut mit der Gegenseite führen, aber eben nicht hier!
]mal abgesehen von deinen äußerst unglücklichen KiPo- *klingt irgendwie niedlich* Ausführungen
..., die es so nicht gegeben hat, beim besten Willen nicht (wir drehen uns im Kreis...)!

Zu Pfeiffer:

Um nicht noch weiter vom Thema abzukommen, nehme ich zu Herrn Pfeiffer nur noch folgendermaßen Stellung:

Dass er auch in der Fachwelt kritisiert wird, habe ich selbst bereits mehrfach geschrieben, ebenso, wie ich geschrieben habe, dass ich selbst auch kein Freund seiner gewagten Ausführungen bin. Dennoch ist es falsch, nur jene Befunde heranzuziehen, die zu den Vorstellungen der Spieler passen und alles andere prinzipiell zu verteufeln!

In einer Demokratie muss man damit rechnen, dass die Mehrheit irrt.
Exakt... Und eventuell irren eben auch die Spieler, die in diesem Fall die Mehrheit darstellen...

ZockerManiac
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Ich muss dich wohl nochmal zitieren:
Das bedeutet keineswegs, dass ich "Killerspiele" mit paraphiler Pornographie gleichsetze, sondern nur, dass es hier einen gesellschaftlichen Toleranzunterschied gibt, der dazu beiträgt, dass man eher bereit ist, über "Killerspiele" zu diskutieren, als über "Problempornographie" (die i. d. R. ohne Diskussion schon aus moralischen Gründen einfach verboten wird, ohne dass man hierfür wissenschaftlich Befunde bräuchte. Implizit gehen hier nämlich - im Gegensatz zu "Killerspielen" - ganz selbstverständlich die meisten Menschen davon aus, dass solche Produkte in jedem Fall nur schädliche Auswirkungen auf die Konsumenten und deren Verhalten haben können, obwohl dies keineswegs besser belegt ist als im Falle von "Killerspielen").
Soviel dazu, aber da ich nicht vom eigentlichen Thema "Killerspiele und deren Auswirkungen" ablenken möchte, belasse ich es mal bei diesen schmalspurigen Ausführungen, die der Thematik natürlich nicht gerecht werden können.
Du hast hier nicht von "normaler" Pornographie geredet. Dass du Kinderpornos und Spiele allgemein nicht gleichsetzt ist mir schon klar, aber da oben reduzierst du beides auf ihre Wirkung auf die Konsumenten und das ist einfach nicht statthaft, weil du dadurch indirekt Killerspiele und Kinderpornos gleichsetzt und das Verbot solcher Pornos auf moralische Bedenken reduzierst. Später hast du "normale" Pornographie benutzt, darüber kann man reden, über das oben zitierte nicht.

Aber das kann man natürlich nicht zugeben, sondern muss eher den anderen mangelndes Verständnis vorwerfen. Darüber hinaus wirfst du mir sofort vor, dass ich rot sehe, weil ich das Wort Pornographie gelesen habe. Übrigens eine sehr differenzierte Aussage.
Im Übrigen bist Du mir die Erklärung schuldig geblieben, weshalb Du mein Beispiel so "unsinnig" findest. Dein "Kinderporno"-Argument zieht ja überhaupt nicht angesichts der Tatsache, dass ich von "Kinderporno" ja nie gesprochen habe.
Lies deinen eigenen Text durch! Unsinn ist nun einmal Unsinn und ihn so zu benennen ist keine Beleidigung. Und solltest du mit paraphiler Pornographie und "Problempornographie" keine Kinderpornos gemeint haben, dann brauchst du dich dennoch nicht zu wundern, wenn das von niemanden verstanden wird, denn in diesem Kontext muss man davon ausgehen, dass du genau das meinst und das hat nichts mit mangelnder Differenzierung sondern mit simpler Logik zu tun.


Was mich bei dem Ganzen mal interessieren würde, was ist eigentlich genau deine Position? Ich sage: Kein Verbot von Spielen, keine Zensur, es sei denn, die Spiele sind grob verfassungsfeindlich (was eigentlich niemals vorkommt), Verkauf von Gewaltspielen (nach Ermessen der USK) nur für Personen ab 18. Ist eine ganz klare Position. Was ist deine?

Edit: Jetzt erklären dir schon zwei Leute zum wiederholten Mal, dass dieses Beispiel falsch war, aber dir kann es ja nicht liegen, oder? :wink:
ZockerManiac
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Beitrag von ZockerManiac »

Du hast hier nicht von "normaler" Pornographie geredet. Dass du Kinderpornos und Spiele allgemein nicht gleichsetzt ist mir schon klar, aber da oben reduzierst du beides auf ihre Wirkung auf die Konsumenten und das ist einfach nicht statthaft, weil du dadurch indirekt Killerspiele und Kinderpornos gleichsetzt und das Verbot solcher Pornos auf moralische Bedenken reduzierst. Später hast du "normale" Pornographie benutzt, darüber kann man reden, über das oben zitierte nicht.
Stimmt, ich habe nicht von "normaler Pornographie" geredet, aber eben auch nicht von Kinderpornographie! Ich habe auch paraphile Pornographie (oder sonst irgend eine) auf ihre Wirkung auf die Konsumenten reduziert, sondern diese explizit angesprochen (was ja keineswegs ausschließt, dass es noch andere Wirkungen gibt...).

Sicher habe ich später "normale Pornographie benutzt", aber ich habe mich vorher nicht auf Kinderpornographie bezogen und das kannst Du mir nicht unterstellen (und schon gar nicht belegen)! "Das oben zitierte" ist eben nicht das, was Du mir unterstellst und deshalb kann man darüber selbstverständlich diskutieren!

Dass ich Dir vorwerfe, bei diesem Thema "rot zu sehen", ist tatsächlich der Fall. Allerdings ist mir schleierhaft, was das mit "differenziert" oder "undifferenziert" zu tun haben soll...
Lies deinen eigenen Text durch! Unsinn ist nun einmal Unsinn und ihn so zu benennen ist keine Beleidigung. Und solltest du mit paraphiler Pornographie und "Problempornographie" keine Kinderpornos gemeint haben, dann brauchst du dich dennoch nicht zu wundern, wenn das von niemanden verstanden wird, denn in diesem Kontext muss man davon ausgehen, dass du genau das meinst und das hat nichts mit mangelnder Differenzierung sondern mit simpler Logik zu tun.
In diesem Fall war die Logik eben ein wenig zu simpel! Dass Du selbst behauptest, "Problempornographie" in diesem Kontext quasi zwangsläufig mit KiPo gleichsetzen zu müssen, zeigt nochmals Deine Voreingenommenheit, sorry!

Du kannst mir schon glauben, dass ich keine Probleme damit gehabt hätte, "Kinderpornographie" zu schreiben, wenn das tatsächlich gemeint gewesen wäre (wieso auch?!).

Meine Position: Keine! Ich gehe nach Fakten und wiege diese gegeneinander auf. Dabei versuche ich - soweit dies möglich ist - nicht ideologie- sondern datengesteuert vorzugehen. Mich interessiert, was die Daten hergeben. An Stimmungsmache - egal von welcher Seite - bin ich hingegen nicht interessiert! Einer der grundlegenden Fehler beider Seiten dieser Debatte besteht meiner Meinung nach darin, dass viel zu früh Positionen bezogen werden (was natürlich nicht bedeutet, dass man die vorliegenden Befunde ignorieren darf!).

Wenn Du mich darauf festnagelst, dann würde ich am Ehesten antworten, dass meine Position darin besteht, mich nicht an oberflächlichen Parolengesängen zu beteiligen, sondern nüchtern und faktenbasiert Schlussfolgungen zu ziehen.

Damit Du nicht denkst, dass ich Deinen Fragen ausweichen will:

Verbot von Spielen: Nein (weil sinnlos!). Sinnvoller: Aufklärung!
Zensur: Eventuell bedingt. Hier fehlen bislang aber Studien dazu, ab welchem Grad an "Brutalität" negative Effekte zu erwarten sind.

Verkauf von Gewaltspielen: Hier würde ich infolge der Befundlage die Altersgrenze ein wenig nach oben verschieben wollen, was allerdings infolge der Volljährigkeit mit 18 wohl problematisch sein dürfte. Bei einem 18-Jährigen ist die Wahrscheinlichkeit negativer Auswirkungen einfach nochmal größer, als beispielsweise bei einem 25-Jährigen.

ZockerManiac
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

Du kannst mir schon glauben, dass ich keine Probleme damit gehabt hätte, "Kinderpornographie" zu schreiben, wenn das tatsächlich gemeint gewesen wäre (wieso auch?!).
Wieso auch? Keine Ahnung, ich will auch meine fehlenden Informationen nun nicht mit wilden Spekulationen auffüllen, aber unverkennbar ist es schon, dass du - allem vermeintlichen Falsch-Verstehens zum Trotz - nach wie vor nicht klar äußerst, was du denn im Detail genau gemeint hast und warum man deine Ausführung so nicht verstehen hätte dürfen.
Sagt mal, rede ich eigenltich chinesisch?! Ich habe doch eindeutig geschrieben, dass...
Klar, allerdings erst drei Postings nachdem wir dir deine ursprüngliche Ausführung (und um die geht es) um die Ohren gehauen haben. ;)

Aber noch eine kleine Anmerkung zum "chinesisch reden".
In der Tat bemühst du dich nicht gerade um Zugänglichkeit.
Vor dem Hintergrund, dass sich hier auch viele Leute tummeln, die noch nicht im ersten Semester sind sondern gerade erst entdecken, dass Mädchen doch nicht so doof sind, schließt du natürlich viele User aus.
Das kann natürlich ein gewollter Filter sein, dennoch das nur mal am Rande.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Mauro
Wieso auch? Keine Ahnung, ich will auch meine fehlenden Informationen nun nicht mit wilden Spekulationen auffüllen, aber unverkennbar ist es schon, dass du - allem vermeintlichen Falsch-Verstehens zum Trotz - nach wie vor nicht klar äußerst, was du denn im Detail genau gemeint hast und warum man deine Ausführung so nicht verstehen hätte dürfen.
Die Frage ist viel eher, hätte man sie in diesem Kontext überhaupt anders verstehen können. Ich sehe da keine Möglichkeit, weder sprachlich noch inhaltlich, es sei denn, man betrachtet das oft zitierte Beispiel komplett außerhalb des Kontextes, was aber natürlich schwachsinnig ist.

@ ZockerManiac
Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Du hast die Wörter "Pornographie" und "Killerspiele" gelesen und rot gesehen ("Ach, jetzt kommt ganz sicher wieder der Vergleich vom bösen Herrn Pfeiffer. Na, dem werd' ich's zeigen...").
In diesem Fall war die Logik eben ein wenig zu simpel! Dass Du selbst behauptest, "Problempornographie" in diesem Kontext quasi zwangsläufig mit KiPo gleichsetzen zu müssen, zeigt nochmals Deine Voreingenommenheit, sorry!
Na, so langsam wird es doch differenzierter. So langsam.
ZockerManiac
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Beitrag von ZockerManiac »

@4P|TGfkaTRichter:

Danke für die Blumen! Was findest Du eigentlich genau differenzierter? Dass ich Dir vorwerfe, zu simpel zu schlussfolgern und voreingenommen zu sein? Einsicht soll ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung sein, aber mit so viel gutem Willen beeindruckst Du mich jetzt wirklich! Hut ab!

Oder meintest Du wirklich nur den Begriff "Problempornographie"? Falls ja, so muss ich Dich enttäuschen, denn so differenziert habe ICH mich von Anfang an ausgedrückt. Wenn Du Dich daran erinnerst, dann habe ich mich am Anfang sogar noch viel neutraler geäußert, indem ich von "bestimmten Formen der Pornographie" (da gibt es nämlich noch viel mehr als nur "normale Pornographie" oder "Kinderpornographie") gesprochen habe. Alles Weitere (insbesondere den Kinderporno-Quatsch) hast Du doch hineininterpretiert (aus welchem Grund auch immer)! Dass Du das in diesem Kontext sofort so interpretierst, liegt doch nur daran, dass das eben die Lieblingskeule Deines Freundes Herrn Pfeiffer ist und Du automatisch davon ausgegangen bist, dass ich mir diese ausgeborgt hätte, um auch damit zuzuschlagen.

@Mauricius:
unverkennbar ist es schon, dass du - allem vermeintlichen Falsch-Verstehens zum Trotz - nach wie vor nicht klar äußerst, was du denn im Detail genau gemeint hast und warum man deine Ausführung so nicht verstehen hätte dürfen.
Also, wenn mich nicht alles täuscht, dann ging es in meinen letzten Posts eigentlich um nichts anderes und ich habe mehrmals erklärt, was ich gemeint - und v. a., was ich ganz sicher NICHT gemeint habe. Daher halte ich es für überflüssig, nochmals darauf einzugehen.

Solltest Du noch eine präzise Frage dazu haben, bin ich natürlich gerne bereit, nochmals darauf einzugehen!
Klar, allerdings erst drei Postings nachdem wir dir deine ursprüngliche Ausführung (und um die geht es) um die Ohren gehauen haben.
Um sicherzustellen, dass wir wirklich über dasselbe Zitat reden - was ich mir angesichts dieser Bemerkung fast nicht vorstellen kann - führe ich es im Folgenden nochmal an:
Im Falle gewalthaltiger Produkte kommt darüber hinaus dazu, dass mediale Gewalt und Brutalität gesellschaftlich meist relativ gut toleriert wird. Ginge es beispielsweise um bestimmte - gesellschaftlich zu Recht als problematisch eingestufte - Formen der Pornographie, sähe die Sache ganz schnell anders aus (und zwar ganz ohne irgendwelche wissenschaftlichen Befunde..."
In dieser "ursprünglichen Ausführung" bin ich mit keinem Wort auf die Ätiologie der Pädophilie eingegangen, was hier ja auch gar nicht notwendig war, da es ja um etwas ganz anderes ging! Weder habe ich behauptet, dass es ausreicht, entsprechendes Material zu konsumieren, um pädophil zu werden und auch das mit der multifaktoriellen Determination habe ich (selbstverständlich!) erst später gesagt. Am Anfang bestand dazu ja überhaupt keine Notwendigkeit, da ich im Endeffekt nur darauf hingewiesen habe, dass im Bereich der "Killerspiele" die Medien im Gegensatz zur Pornographie bisher deshalb "gewonnen" haben, weil die Gefahr, die von Pornographie ausgeht (evtl. zu Unrecht!), in aller Regel viel kritischer gesehen wird als jene, die (nach der derzeitigen Faktenlage mit allergrößter Wahrscheinlichkeit) in bestimmten Fällen von "Killerspielen" ausgeht. Wieso hätte ich hier bereits etwas über die Entstehung von Pädophilie erzählen sollen?
Mit den Ausführungen zur Ätiologie und der multifaktoriellen Determination der Pädophilie bin ich natürlich (!) erst gekommen, nachdem Du mir folgendes unterstellt hast:
Laut deiner Ausführung ist z.B, Kinderpronographie deshalb verboten und gesellschaftlich geächtet, weil der Konsum dessen negative Auswirkungen auf den Konsumenten hat.
Man wird also pädophil von Kinderpronographie?
Es ist also schlicht falsch, dass ich mit diesen Erläuterungen irgendeine meiner Vorausgegangenen Äußerungen "korrigieren" wollte, da es erstens nichts zu korrigieren gab (weil ich in der "ursprünglichen Ausführung" gar nichts über die Entstehung oder die Ursachen von Pädophilie geschrieben hatte, was ich nun hätte korrigieren können) und zweitens nur direkt auf einen (wiederum ungerechtfertigten) Angriff Deinerseits reagiert habe!

@4P|TGfkaTRichter & Mauricius:

Sagt mal, Leute, ich will ja nicht unsportlich sein, aber findet Ihr wirklich, dass die Diskussion auf diese Art und Weise noch irgendeinen Sinn hat? Wir drehen uns doch nur noch im Kreis und die Wahrscheinlichkeit, dass wir auf einen Nenner kommen werden, ist wohl nicht besonders hoch (insbesondere dann, wenn jetzt schon damit angefangen wird, die geschriebenen Tatsachen zu verdrehen...).

Wenn also niemand mehr etwas prinzipiell Neues beizutragen hat, was uns in dieser Auseinandersetzung irgendwie weiterbringen könnte, würde ich vorschlagen, dass wir uns wieder dem eigentlichen Thema zuwenden: Der Auswirkung medialer auf reale Gewalt!

ZockerManiac

PS: Nur, falls ihr jetzt zufällig auf die Idee kommen solltet, mir vorwerfen zu müssen, dass ich "kneife": Das ist ausdrücklich nicht der Fall und meinetwegen können wir gerne noch tagelang so weitermachen - ich bezweifle nur, dass am Ende irgendjemand etwas davon haben wird!
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

Wenn also niemand mehr etwas prinzipiell Neues beizutragen hat, was uns in dieser Auseinandersetzung irgendwie weiterbringen könnte, würde ich vorschlagen, dass wir uns wieder dem eigentlichen Thema zuwenden: Der Auswirkung medialer auf reale Gewalt!
Das eigentliche Thema dieses Threads ist die kritische Betrachtung der Art und Weise, in der bestimmte Titel in den Medien dargestellt werden.
Geht aus Überschrift, verlinktem Video und Eingangsposting auch deutlich hervor.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Von dieser Diskussion hatte nie jemand irgendwann etwas (ausgenommen all die stillen Mitleser, die sich wahrscheinlich kaputtlachen).

Vielleicht wäre es sinnvoll, wieder auf den Kern des thread zurückzukommen, nämlich das neueste Dittmayer-Video, wobei ich klar sagen muss, dass sein aktuelles Video eher langweilig finde. Das davor hat mir besser gefallen, weil es völlig zurecht die, sagen wir es mal freundlich, einseitige Berichterstattung innerhalb vieler dt. Medien kritisiert hat. Denn auch wenn die Äußerungen vieler Spieleliebhaber etwas zu freundlich gegenüber dem geliebten Medium sind, muss doch klar sagen, dass die Gegenseite sich teilweise mit noch deutlich weniger Ruhm bekleckert. Besonders dann, wenn, gerade vonseiten mancher Politiker versucht wird, die Ursachen von Amokläufen auf Spiele zu reduzieren und darüberhinaus Killerspielspieler zu potentiellen Amokläufern erklärt.

Man muss leider im Moment auch klar sagen, dass in den besagten Fällen zumindest im öffentlich-rechtlichen TV fast ausschließlich Spielgegner zu Wort kommen, die dann, unabhängig von allen Studien, teilweise einfach falsche Dinge sagen. Das Beispiel Vergewaltigung im Spiel dürfte hier ein klares Beispiel sein.
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Hacker88
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Danach... ^^

Beitrag von Hacker88 »

Also nachdem ich mich anhand der vor meinem Post ausgetragenen Diskussion halb kaputt lachen durfte (danke noch mal an alle Beteiligten, insbesondere an ZockerManiac, bei dem ich das Gefuehl hatte, er wuesste nach einer gewissen t selbst nicht mehr, womit er sich verteidigen koennte, weil er seine Meinung selbst nicht ganz erfasse, aber das nur nebenbei^^), moechte ich jetz zum eigtl Thema etwas sagen, welches ja die Auswirkung der medialen Gewalt auf die reale als Frage beinhaltet...

Zuerst einmal: Ich finde es lobenswert, dass sich jmd mal die Muehe macht, diese schnell zusammengeflickten Beitraege auf ihren Wahrheitsgehalt zu untersuchen... und das ergebnis dann zu veroeffentlichen (Grosses Lob an Matthias) !!!

2. Es ist in der Tat erstaunlich, wie schnell 18+ Titel an der Tatsache schuld sind, dass es bestimmte kranke (nicht als diffamierung sondern als zustandsbeschreibung gemeint) Individuen gibt, deren verschlungene Seelenpfade in einem Amoklauf enden.

3. Ich vertrete nach wie vor die Ansicht, dass jeder (im Rahmen der ihm gegebenen Moeglichkeiten) selbst entscheiden kann/ sollte, was er wie konsumiert. "Im Rahmen ..." heisst hierbei einfach, NUR ein ueber 18jaehriger (als Bsp.) koennte sich ein 18+ Titel kaufen, muss es aber nich...

4. Ausserdem: Leute, es muss endlich eine Gegenbewegung zu diesen ewigen "Killerspieler=Amoklaeufer"-Sagern geben!!! Sagt allen, die es hoeren wollen/ koennen, was Killerspiele sind (die meisten denken immernoch GTA bestuende nur aus "HOTCOFFEE" :cry: und halten CoD fuer n Nazishooter... )! AENDERT DAS!!! Zocker dieser Welt, Vereinigt euch! :wink: