BIU äußert sich zur Nürnberger eSports-Absage

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TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

also afaik können die stadträte doch immer solche veranstaltungen untersagen. natürlich kann man bei dementsprechender rechtslage dagegen klagen und mit einer richterlichen verfügung die veranstaltung trotzdem abhalten, aber wahrscheinlich will die esl sich die mühe sparen.

nehmt das aber jetzt nicht so genau, das ist eher halbwissen von mir.
wayniac
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Beitrag von wayniac »

Könnte auch sein, dass die geplante Örtlichkeit der Stadt gehört. Dann kann man das auch untersagen.
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Max Headroom
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;)

Beitrag von Max Headroom »

@wayniac:
Man schaue sich doch nur den Mist an, den unsere Familienministerin verbockt.(..)
Schön gesagt, denn Internet-Filter sind keinesfalls "Entferner", sondern nur "Augenverschließer". Durch den Filter werden uns Inhalte einfach nicht angezeigt. Die für den Inhalt zuständigen Personen, die Kinderporno-Verteiler oder gar Menschenhändler, die werden weiterhin völlig ungestört von deutschen IP-Blockierer weiterhin ihren Dreck verteilen können.
Das Problem liegt darin, dass die F**-Bilder "leider" nicht auf deutschen Servern existieren. Sie werden zwar hier auf deutschen Festplatten von Politikern oder Kirchenmännern runtergeladen, aber der Ursprung der Bilder liegt ausserhalb des Zuständigkeitsradius der deutschen Behörden. Anstatt die IPs zu verfolgen und dann schlicht und ergreiffend die Polizei in dem zuständigem Land zu kontaktieren, werden die Menschen hierzulande vom Internet abgekapselt.

Der Filter an sich ist aber das Problem, nicht der zu filternde Inhalt ! Die "Kontrolle" der Filter unterliegt keinem Anwalt, sondern alleinig der BKA. Und das auch noch versteckt !
Nun, wir hatten schon einmal eine Behörde, die alleinig bestimmte Schriften verbieten konnte. Das war rund 70 Jahre her und niemand wünscht sich diese Zeit zurück. Damit dies nicht nocheinmal passiert, hatte man nach dem 2. Weltkrieg dicke fette Gesetze dagegen erstellt. Amüsanterweise reichen alleinig diese zwei Schlüsselwörter "Kinderporno" und "Terrorismus" vollständig aus, um eine der wichtigsten Gesetze des Datenschutzes ausser Kraft zu setzen. Und zwar rein offiziell und ganz legal.
Es ist schon erschreckend, dass die Experten des Datenschutzes vom Chaos Computer Club wesentlich mehr von unseren Grundgesetzen verstehen als die medial höchstpräsenten Spitzenpolitiker mit rund ein dutzend "Nebenverdiensten" und etlichen gut gefüllten Bankkonten. Scha(n)de für unsere "Elite".
Die Pädophilen feiern mit Sicherheit schon Parties.
Ach iwo ! Die sitzen nun zitternd und bibbernd irgendwo im fernem Nahosten und klappern mit den Zähnen. Ist doch der größte Großkunde gerade nicht mehr vor der Tür und pumpt ihnen Geld in den Hintern ;) .
Bulls**t ! Kinderpornos gab's und gibt es noch immer umsonst zu haben. Wer die richtigen Seiten ansurft und seine IP verschleiert, der kriegt alles frei Haus zugeliefert, fernab jeglicher Zollkontrollen !
Kinderpornos dadurch "aus dem Netz verbannen", indem man hier einfach Scheuklappen aufsetzt, ist und bleibt einfach eine Aktion für den nächstbesten Mülleimer.
Anders läufts bei den Computerspielen ja auch nicht. Für unsere Generation sind Shooter eine Art Geschicklichkeitsspiel.
Quake oder Painkiller vielleicht, wo "nur" der schnelle Abzugsfinger zählt. Aber wie steht es mit taktischen Spielen wie Jagged Alliance, Commandos, den alten Rainbow Six / Ghost Recon Spielen und der Police QUest bzw. SWAT-Serie ? So mit Planungsphase und kontrolliertem vorrangehen nach längerer Überlegung ?
Vor dieser unglaublichen "Realitätsnähe" haben anscheinend die Politiker Angst. Sie befürchten, dass die Schüler daran "lernen" könnten, geplant durch Schulen zu laufen. So mit "Fire in the Hole" Ankündigungen, Schutzwesten und auf Häuserdächer plazierten Snipern ? ;)
Aber unsere Politiker haben ja glücklicherweise keinesfalls mit solchen "realitätsnahen" Mördersimulatoren gespielt. Damals waren ja noch "Cowboy und Indianer" aktuell, bei der ein Naturvolk von "zivilisierten" Eroberern erniedrigt und bekämpft wurde ;)
Mir ist auch klar, dass die alten Herren in Bayern nah dem Rentenalter Computer als Hexenwerk ansehen, (..)
Nein, die kennen diesen Satanskasten "Computer" schon ganz gut. Das Problem ist aber, dass in ihr Denkmuster leider ein ganz anderes Bild vom Internet (!) gespeichert ist.
Zeit ihres Lebens war und ist es immer noch so, dass Kino, TV und Printmedien stets einer redaktionellen Kontrolle unterliegen. Kinofilme haben eine Altersfreigabe, im TV gab's nie um 13 Uhr Hardcore-Pornos und Massenmorde und im Radio wurde nie Telefonsex gesendet. Und wenn ja, dann reichte eine Rüge von einer Behörde und weg war das Problem.
Diese redaktionelle Bewertung und Kontrolle ist im Internet nicht mehr vorhanden. Da unterliegt die Kontrolle alleinig beim Betreiber der Seiten. Und wenn der Blogschreiber eben den Geschlechtsverkehr explizit beschreibt, dann kann jederzeit auch jedermann darauf zugreifen. Egal ob es ein pornosüchtiger Freak um Mitternacht oder ein 8-jähriges Mädchen um 14 Uhr ist.
Dieser "Gefahr" möchte man liebend gerne Herr werden. Das dies schon alleinig wegen der Struktur des Internets unmöglich ist, begreiffen sie leider nicht so ganz. Einige bleiben weiterhin dabei, sich ihr "Internet" alltäglich ausdrucken zu lassen. Andere wollen einfach mal so "Filter" installieren, damit unsere Kinder ja nicht an Quake, Pornos oder Politkritik rankommen können.
Auf die Idee zu kommen, dass dies eine Sache der Erziehung ist und man als Politiker nun wirklich nicht für die Erziehung der Kinder verantwortlich ist, fällt ihnen immer noch nicht ein. Die kleinen Politiker die hier die Stimme erheben, die haben keine Macht. Und die großen Fische wie unsere Familienministerin sind einfach unwissend und verblendet durch die "Erfolge" in unseren Nachbarländer.
Anstatt sich hierzulande bei Experten zu informieren, wird blind drauflos beschlossen. Das Resultat haben wir nun heute: eine geheime Liste mit "angeblich" reinen Kinderporno-Seiten. Unkontrollierbar durch andere Institutionen und somit auch nicht vollständig konform mit unserem Grundgesetz. Der Beginn der altbekannten und in Vergessenheit geratenen Zensurpolitik.
Wenn jetzt in Nürnberg schon Veranstaltungen verboten werden, die Aufklärung und Verständnis vermitteln wollen, dann haben wir es ja geschafft Spiele soweit zu kriminalisieren, dass schon ein Dialog zu dem Thema nicht mehr erwünscht ist.
Du glaubst doch wohl nicht, dass die eSports-Veranstaltungen bei den Politikern ein Umdenken herbeibringen würden ? Die haben doch "viel wichtigeres" zu tun als uns Mausschubser zu beobachten. Ihnen reichen die "wissenschaftlichen" Arbeiten eines gewissen kriminologischen Instituts und ihr Fürsprecher völlig aus. Von den wahrlich unzähligen anderen Arbeiten die exakt das Gegenteil belegen, will man einfach nichts wissen. Egal wieviele Intel Friday Nights und weiteren eSports Veranstaltungen noch stattfinden.
Alkohol und Nikotin gehören zu den größten und gefährlichsten Suchtmitteln der Welt. Dennoch... damit lässt sich viel Geld und noch viel mehr Wählerstimmen sammeln ;)
Irgendwann haben sie es verboten, es findet ein weiterer Amoklauf statt und dann stehen sie da und wedeln mit den Armen, die Versager.
:) Gut ausgedrückt.
Nehmen wir z.Zt. das aktuelle Thema des Amokfahrtes in Richtung der niederländischen Königsfamilie. Der Täter könnte das "Amokfahren" aus einem Computerspiel wie Grand Theft Auto oder L.A. Rush "gelernt" haben. Need for Speed nenne ich deshalb nicht, weil dort ja trotz dicken Rucklern kaum Verkehr herrscht ;)
Das Simulieren von Tötungsaktionen in einer geschlossenen Umgebung, einem Computer, erzeugt Angst und Furcht. Also, um das Volk in Sicherheit zu wiegen, werden diese "Simulationsprogramme" schlicht und ergreifend vom Markt genommen und auf ein Gesetz gepocht, die Programmierer von Autospiele ausserhalb der "Formel-1-im-Kreis-Fahren" Liga mit Verbrecher gleichzustellen.
Die normale Fahrschule, die das führen eines Fahrzeuges auf öffentlichen stark belebten Straßen beibringt, wird völlig aussen vor gelassen. Die Simulation ist in deren Augen "gefährlicher" als ein mehrere Tonnen schwerer SUV, der per Amokfahrt durch die Fußgängerzone ein paar dutzend Schwerverletzte oder gar Tote produzieren kann.
So "blind" denken tatsächlich unwissende Politiker ! Das beweisen sie leider immer wieder in Diskussionsrunden.

Auch wenn es wirklich hart wirkt... ich verstehe es sehr gut wenn man sich wünscht, dass diese Politikergeneration abtritt. Jedoch dürfen wie niemals vergessen... die nächste wird nicht immer besser (neudeutsch: obama'er) ;) . "Wir" Mittdreissiger würden zwar von "Killerspielen" einfach die Finger lassen, da wir es einfach wissen, dass sie für die Amokläufe nicht verantwortlich waren. Aber wir würden Handys mit Kameras und Real-Klingeltöne verbieten wollen. Die ganzen Happy Slapping Videos und das laute "Türkendisko" MP3-Gelulle in den Straßenbahnen geht einen wirklich auf den Keks. Hatte gestern wieder eine Clique die dachte, ihr Handy (!) sei ein potenter Ghettoblaster.
Wäre ich Politiker gewesen, ich hätte die Handy-Hersteller vermutlich hinter Gitter geworfen und die Produktion von Handys mit Lautsprechern und MP3-Playern unter Strafe gestellt. Ja, ich hätte gleich sogenannte Handy-Filter im Netz aufgestellt, damit man nicht mehr per TCP/IP an polyphone Klingeltöne oder gar MP3s rankommt !! :D