Six Days in Fallujah: Zu heiß für Konami

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Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

Mein Gott. Das Forum zeigt immer wieder aufs Neue, wie ungebildet Gamer doch sind. Hier wird tatsächlich der Irak-Krieg mit dem zweiten Weltkrieg verglichen.

Schon mal daran gedacht, dass es schon fast was heroisches an sich hat, einen amerikansichen/britischen Soldaten am D-Day zu spielen, aber im Irak-Krieg die Amerikaner die Invasoren waren, einen Krieg angefangen haben ohne einer UN-Resolution?

Sieht ihr den Unterschied? Das Problem ist einfach mal, dass der Ami im zweiten Weltkrieg der Gute war, aber im Irak-Krieg der Amerikaner sich ziemlich großer Kritik gegenübertreten drufte. Wäre es ein Spiel in Afghanistan, wäre das gar kein Problem. Das war ein legitimer Krieg. Aber Irak - ich bitte euch.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

nach der logik sollte ich dann aber auch kein spiel zocken, wo ich einen nazideutschen spiele. gegen battlefield 1942 hat es aber hier auch keine einwände gegeben, obwohl wir doch gerade in der bewältigung unserer uncoolen vergangenheit das pingeligste land der welt sind.

außerdem waren die amis im ww2 auch aggressiv. ganze zeit neutralität geheuchelt und für die briten dicke konvois aufgestellt. und dann invasieren die unser land, nur weil ein paar reisfresser einen hafen von denen bombadiert haben? wir haben doch damit garnichts zu tuen gehabt! wir haben denen doch nie was getan! :(:(:(
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Linden
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Beitrag von Linden »

TNT.Achtung! hat geschrieben: außerdem waren die amis im ww2 auch aggressiv. ganze zeit neutralität geheuchelt und für die briten dicke konvois aufgestellt. und dann invadierendie unser land, nur weil ein paar reisfresser einen hafen von denen bombadiert haben? wir haben doch damit garnichts zu tuen gehabt! wir haben denen doch nie was getan! :(:(:(
fixed. Ich frage mich gerade echt ob du nen so eine Geschichts 0 bist oder versucht hast Witzig zu sein.

Aber unabhängig davon mich nervt es auch, in WW2 Shootern auf "Deutsche" zu schiessen und nicht auf "Nazis". (Unsere Zensur macht es möglich.)

Mir egal ob Irak, WW2, Vietnam oder der Südpol Krieg ist Krieg. Ich wette man könnte sogar mit einem Welteroberungssimulator Geld machen. Wo man Amerika entdeckt und die Mayas (bei Mexiko) Plättet und die Indianer abmurkst.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

joa das kann man bei europa universalis und auch bei total war. :)
im grunde sehe ich das aber genauso. krieg bleibt krieg. wenn wir einen krieg simulieren, dürfen wir alle simulieren. egal wann und wie. in jedem krieg gibt es aggressoren und opfer und wer was anderes meint ist so bigott wie die spinner jenseits des großen teiches :)


ps: ich habe sehr wohl von geschichte ahnung und wenn du mir nicht gestattest den 2. weltkrieg aus nationalsozialistischer sicht zu schildern muss ich dich wohl doch noch um etwas mehr toleranz bitten.
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Linden
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Beitrag von Linden »

TNT.Achtung! hat geschrieben: ps: ich habe sehr wohl von geschichte ahnung und wenn du mir nicht gestattest den 2. weltkrieg aus nationalsozialistischer sicht zu schildern muss ich dich wohl doch noch um etwas mehr toleranz bitten.
*lacht* Dann aber bitte richtig. :P Wäre wie wenn du sagst Musolini war der Herr(?)führer der Franzosen.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

ich will es ja nicht übertreiben. ich gehöre einer gruppe gemäßigter nazis an.

wir leugnen z.b. nicht den holocaust, sondern sagen lieber "hmm naja, der war nicht übel, ist aber noch ausbaufähig"

wir nehmen übrigens auch ausländer und antisemitische juden auf. also falls du wen kennst...
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

Krieg ist eben nicht Krieg. Es ist ein Unterschied, ob ich in ein Land mit einer UN-Resolution einmarschiere, oder ob ohne und vorallem dann noch den internationalen Gerichtshof aberkenne plus die UN aufs Schärfste kritisiere.

Euch fällt es definitiv an politische Sensibilität.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

und dir an ethischer :)
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

Na, jetzt bin ich mal auf den kausalen Zusammenhang zwischen meinem Post und zu weniger ethischer Sensibilität gespannt. Dann fang mal an...
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

du versuchst doch kriege durch menschliche gesetze zu legitimisieren. meine ethik besagt aber, daß man eigentlich keinen grund hat unschuldige menschen zu töten, was aber in einem krieg nunmal immer passiert.

ob die amis im ww2 nun angegriffen wurden und sich nur verteidigt haben ist in gewissen details völlig egal, denn sauber haben die den krieg auch nicht geführt. die haben genug kriegsverbrechen begangen, für die sie nie verurteilt wurden. die bombardierung deutscher großstädte war auch strategisch völlig unnötig.
atombomben auf zivilisten zu schmeissen ist noch eine ecke schlimmer und auch nicht moralisch dadurch zu rechtfertigen, daß man die eigenen menschlichen verluste möglichst gering halten wollte.

aber rede ruhig weiter von un-resolutionen. die werden sicher immer gerecht entscheiden, ob jemand krieg führen darf oder nicht. wegen osama bin laden afghanistan zu plätten war sicher eine vernünftige entscheidung :)
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

TNT.Achtung! hat geschrieben:du versuchst doch kriege durch menschliche gesetze zu legitimisieren. meine ethik besagt aber, daß man eigentlich keinen grund hat unschuldige menschen zu töten, was aber in einem krieg nunmal immer passiert.
Richtig, unschuldige Menschen zu töten ist immer falsch. Deswegen darf man in einem Krieg, auch wenn man Invasor ist, keine Zivilisten töten und generell nur auf Leute schießen, die eine Bedrohung darstellen (durch Waffen zum Beispiel). Genfa Kommision ftw. Dass die nicht unbedingt eingehalten werden, ist mir klar. Aber auch im Krieg haben die Soldaten Rules of Engagement, an denen sie sich halten müssen, oder sie haben mit juristischen Folgen zu rechnen.
ob die amis im ww2 nun angegriffen wurden und sich nur verteidigt haben ist in gewissen details völlig egal, denn sauber haben die den krieg auch nicht geführt. die haben genug kriegsverbrechen begangen, für die sie nie verurteilt wurden. die bombardierung deutscher großstädte war auch strategisch völlig unnötig.
Gerade der zweite Weltkrieg hat gezeigt, wie vernichtend ein Krieg sein kann und deswegen hat man wegen dem zweiten Weltkrieg die gewisse Regeln aufgestellt.
atombomben auf zivilisten zu schmeissen ist noch eine ecke schlimmer und auch nicht moralisch dadurch zu rechtfertigen, daß man die eigenen menschlichen verluste möglichst gering halten wollte.
Habe ich nirgends behauptet. Ich habe auch nebenbei nicht behauptet, dass der zweite Weltkrieg ein legitimer Krieg war. Ich habe lediglich auf Unterschiede aufmerksam gemacht.
aber rede ruhig weiter von un-resolutionen. die werden sicher immer gerecht entscheiden, ob jemand krieg führen darf oder nicht. wegen osama bin laden afghanistan zu plätten war sicher eine vernünftige entscheidung :)
Nur scheiße, dass 90% aller Afghanen glücklich sind, dass die ach so bösen Amis die Talibanen von der Spitze gestürtzt haben. Ohwe. Du solltest dich vielleicht mit dem Thema etwas besser auseinander setzen, dann haste vielleicht eine viel reflektiertere Meinung dazu.

So hört sich es nur nach hohler Kneipentisch-Pauke an.

Edit:
Und solange in einem Land das ganze Volk von einem Diktator unterdrückt wird, die Menschenrechte dem Volk vorenthalten wird, das Land vor die Hunde geht und ein militärisches Intervenieren die einzgie Möglichkeit ist, bin ich für ein Krieg. Denn danach geht es den Leuten besser. Wenn sie dafür mehr Rechte bekommen, wenn sie dafür mal etwas Freiheit schmecken dürfen, dann ist an einem Krieg nichts verwerfliches.

Eher im Gegenteil: Menschen, die dann noch immer gegen in militärisches Intervenieren sind, sollten sich mal im Spiegel anschauen und ihre Moralvorstellungen überdenken. Den jeder Tag, an dem ein menschenverachtender Diktator an der Macht bleibt, ist ein Tag, an dem ein ganzes Volk mehr leiden muss als unter einem Krieg, wo sich danach sogar frei wären.
psyemi
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Beitrag von psyemi »

Oberdepp hat geschrieben:
Edit:
Und solange in einem Land das ganze Volk von einem Diktator unterdrückt wird, die Menschenrechte dem Volk vorenthalten wird, das Land vor die Hunde geht und ein militärisches Intervenieren die einzgie Möglichkeit ist, bin ich für ein Krieg. Denn danach geht es den Leuten besser. Wenn sie dafür mehr Rechte bekommen, wenn sie dafür mal etwas Freiheit schmecken dürfen, dann ist an einem Krieg nichts verwerfliches.

Eher im Gegenteil: Menschen, die dann noch immer gegen in militärisches Intervenieren sind, sollten sich mal im Spiegel anschauen und ihre Moralvorstellungen überdenken. Den jeder Tag, an dem ein menschenverachtender Diktator an der Macht bleibt, ist ein Tag, an dem ein ganzes Volk mehr leiden muss als unter einem Krieg, wo sich danach sogar frei wären.
naja ich denke nicht das 90% der bevölkerung froh ist das die amerikaner einmarschiert sind sonst hätten sie jetzt nicht so probleme in afghanistan,

genauso ist eine dikatur kein grund für eine invasion, den menschen die freiheit bringen war weder im irak noch in afghanistan die motivation vom krieg, waren zum großen teil wirtschaftliche faktoren.

wäre sadam damals noch ein freund der amerikaner gewesen hätten sie ihn weiterhin dabei unterstützt sein volk zu unterdrücken wie sie es schon gemacht hatte.

gibt noch genug diktaturen auf der welt die noch schlimmer sind als es irak war. z.b. simbabwe . es interessiert nur keinen weil da wirtschaftlich nichts zu holen ist kein öl und auch so ist es viel zu weit weg für "den westen" um interessant zu sein.

meiner meinung nach hat kein land das recht ein anderes anzugreifen, das politische system bleibt jedem volk selbst überlassen.
keine diktatur funktioniert ohne genügend menschen im volk die davon profitieren und dafür sind.
Oberdepp
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Beitrag von Oberdepp »

psyemi hat geschrieben:
Oberdepp hat geschrieben:[...]
naja ich denke nicht das 90% der bevölkerung froh ist das die amerikaner einmarschiert sind sonst hätten sie jetzt nicht so probleme in afghanistan,
Die Amerikaner haben keine Probleme mit der afghanischen Zivilisation, sondern nur mit den Talibanen in Süd-Afghanistan. Dafür ist das umso ruhiger im Norden Afghanistans, wo der Talibanen-Anteil viel geringer ist. Wobei auch im Norden natürlich die Talibanen aktiver wurden. Das resultiert aber daraus, dass die Talibanen solange "Ärger" gemacht haben, so dass die afghanische Zivilisation den Glauben an die "neue Sicherheit" verloren. Das kommt auch dadurch zustande, dass die Ausbildung an Afghaner extrem langsam vorangeht. Bis vor 8 Jahren haben die dort noch im Mittelalter gelebt, wo eine Bildung nicht mal unter den Talibanen wirklich vorhanden war.

Egal, das Problem ist aber definitiv nicht, dass die Nato-Kräfte aka. Besatungskräfte unerwünscht sind. Denn das sind die nicht.
genauso ist eine dikatur kein grund für eine invasion, den menschen die freiheit bringen war weder im irak noch in afghanistan die motivation vom krieg, waren zum großen teil wirtschaftliche faktoren.
Und das kannst du wie beweisen? Wie kommt es, dass gerade die beiden Kriege den Amerikanern so ein rieses finanzielles Loch in das Portemonai gerissen haben? Sorry, aber Krieg kostet und man verdient nichts am Krieg.

Und wenn du meinst, dass sie das Öl haben wollten: das haben sie im Irak nie bekommen und in Afghanistan gibt es nicht ein Tropfen Öl. Das Einzige, was die Afghanen exportiert haben, ist Opium und das rekordverdächtig. Immerhin kommt/kam über 70% des Gesamtopiums aus Afghanistan.
wäre sadam damals noch ein freund der amerikaner gewesen hätten sie ihn weiterhin dabei unterstützt sein volk zu unterdrücken wie sie es schon gemacht hatte.
Definiere "noch ein Freund". Bitte Argumente und nicht nur Behauptungen. Wenn du aber mit hohlen Stammtisch-Parolen kommen willst, kannste es gleich knicken.
gibt noch genug diktaturen auf der welt die noch schlimmer sind als es irak war. z.b. simbabwe . es interessiert nur keinen weil da wirtschaftlich nichts zu holen ist kein öl und auch so ist es viel zu weit weg für "den westen" um interessant zu sein.
Wie gesagt, im Irak haben die Amerikaner nur Geld verloren. Außerdem sind die Amerikaner ja auch noch unter anderen "Vorwürfen" in den Irak invadiert. Einmal war es der Vorwurf, dass die Iraker wieder an bioligischen und chemischen Waffen bastelten, wofür es aber nie Beweise gab und es deswegen zu recht zu keiner UN-Resolution kam. Der andere Grund war, dass die Iraker angeblich Verbindungen zu fundamentalistischen Terroristen, speziell Al-Qaida unterhalten.

Um mal meine Meinung klar zu stellen:
Ich bin immer gegen den Irak-Krieg gewesen. Nur vergieße ich keine Träne im Nachhinein, weil das Endresultat besser ist als die Ausgangssituation.
meiner meinung nach hat kein land das recht ein anderes anzugreifen, das politische system bleibt jedem volk selbst überlassen.
keine diktatur funktioniert ohne genügend menschen im volk die davon profitieren und dafür sind.
Richtig. Das politische System bleibt dem Volk überlassen. Nur ist es im Falle einer Diktatur nicht so. Und gerade im Zeitalter des Terrorismusses ist es in internationeler Interesse, dass im nahen Osten möglichst schnell eine gewisse Stabilität einkehrt, sie vorallem langsam zu uns aufholen.

Die Demokratie wurde nach Afghanistan gebracht. Was die daraus machen, ist denen überlassen. Aber dem Volk sollte die Freiheit gegeben sein, sich frei zu entfalten und selbst zu bestimmen. Zumal die Taliban-Regierung eh international nicht akzeptiert wurde und der Taliban-Regierung nie Souveränität zugesprochen wurde.

Wenn wir, der Westen, uns aber aus allem raushalten wollen, was auf der Welt passiert, dann brauchen wir keine UN.

Ich bleibe dabei: Krieg ist nicht gleich Krieg. Es ist ein Unterschied, ob ich ein Land angreife, um es einzunehmen, zu zerstören, oder es zu befreien und aufzubauen.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

es gibt aber auch moralisten auf dieser welt, die lieber selber sterben würden, bevor sie auch nur irgendeinem menschen etwas antuen würden. ist doch auch keine schlechte einstellung :)
im grunde ist doch jeder mensch auch seines eigenen glückes schmied. selbst unter der schlimmsten diktatur hat er immer noch eine wahl was er mit seinem leben macht. entweder lebt er in knechtschaft, oder er opfert sich auf und droht damit sein leben für die freiheit zu opfern. wenn das alle in einer diktatur machen würden, würde es nie wieder diktaturen geben.

also warum sollten wir uns immer in deren kram einmischen? die können auch ihr eigenes blut lassen, wenn sie unbedingt möchten. die freiheit hat jeder. :)
Nur scheiße, dass 90% aller Afghanen glücklich sind, dass die ach so bösen Amis die Talibanen von der Spitze gestürtzt haben. Ohwe. Du solltest dich vielleicht mit dem Thema etwas besser auseinander setzen, dann haste vielleicht eine viel reflektiertere Meinung dazu.
das muss ich mir von dir sagen lassen, obwohl ich, allem sarkasmus zum trotz, schon eine viel reflektiertere meinung dazu hatte als du?
die amis sind doch nur dort hin gegangen um sich an bin laden zu rächen. angeblich sind deswegen in afghanistan genauso viele zivilisten bei um gekommen, wie bei den anschlägen aufs wtc.
die taliban waren den amis doch scheiss egal. wenn die sich wirklich dafür interessiert hätten, hätten sie die ja schon viel früher entfernen können. nein, sie hätten sie garnicht erst installieren brauchen!

das ist doch jetzt wirklich nur ein vorgeschobener grund um diesen krieg zu rechtfertigen.
ja ok, zugegebener maßen haben sie etwas gutes damit bewirkt. aber de facto ist das nie ihr ziel gewesen, also brauchst du sie jetzt auch nicht so als heilsbringer zu feiern.
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Beitrag von psyemi »

Oberdepp hat geschrieben: Die Amerikaner haben keine Probleme mit der afghanischen Zivilisation, sondern nur mit den Talibanen in Süd-Afghanistan. Dafür ist das umso ruhiger im Norden Afghanistans, wo der Talibanen-Anteil viel geringer ist. Wobei auch im Norden natürlich die Talibanen aktiver wurden. Das resultiert aber daraus, dass die Talibanen solange "Ärger" gemacht haben, so dass die afghanische Zivilisation den Glauben an die "neue Sicherheit" verloren. Das kommt auch dadurch zustande, dass die Ausbildung an Afghaner extrem langsam vorangeht. Bis vor 8 Jahren haben die dort noch im Mittelalter gelebt, wo eine Bildung nicht mal unter den Talibanen wirklich vorhanden war.

Egal, das Problem ist aber definitiv nicht, dass die Nato-Kräfte aka. Besatungskräfte unerwünscht sind. Denn das sind die nicht.
kannst dir gewisse umfragen in afghanistan ansehen die zustimmung der ausländischen besatzer durch die zivilbevölkerung ist hoch aber nicht bei 90 % wo es auch ein nord süd gefälle gibt im norden hohe zustimmung im süden weniger, insgesamt sehen die afghanen den einmarsch postiv im gegensatz zu den irakern.
ausserdem war der norden von afghanistan nie unter taliban kontrolle musste also auch nicht "befreit" werden.
Und das kannst du wie beweisen? Wie kommt es, dass gerade die beiden Kriege den Amerikanern so ein rieses finanzielles Loch in das Portemonai gerissen haben? Sorry, aber Krieg kostet und man verdient nichts am Krieg.

Und wenn du meinst, dass sie das Öl haben wollten: das haben sie im Irak nie bekommen und in Afghanistan gibt es nicht ein Tropfen Öl. Das Einzige, was die Afghanen exportiert haben, ist Opium und das rekordverdächtig. Immerhin kommt/kam über 70% des Gesamtopiums aus Afghanistan.
klar kostet der krieg dem amerikanischen staat und steuerzahler, profitiert aber im nachhinein die ganze welt allen voran amerikanische ölkonzerne die jetzt dem irak beim öl fördern helfen dürfen.
nirgendwo sonst auf der welt kann man so billig öl fördern wie im irak.
wie wichtig ein niedriger ölpreis für die weltwirtschaft und vorallem der amerikanischen wirtschaft ist sollte dir auch klar sein?

seltsam ist auch das der erste große vertrag den der afghanische präsident unterzeichnet hat der für den bau der turkmenistan-afghanistan-pakistan-pipeline, welcher zu dem zeitpunkt schon über 10 jahre geplant wurde auch mit den taliban als verhandlungspartner.

hat nur alles nicht so funktioniert wie es sich die strategen in washington ausgemalt haben, wenn sie gewusst hätten das es so teuer wird hätten sie es bestimmt nicht gemacht.
wäre sadam damals noch ein freund der amerikaner gewesen hätten sie ihn weiterhin dabei unterstützt sein volk zu unterdrücken wie sie es schon gemacht hatte.
bis zum einmarsch in kuwait wurde der irak von europa und den usa unterstützt sie sahen in sadam einen verbündeten gegen den iran. dafür gibt es genügend quellen kannst einfach mal google fragen.
Wie gesagt, im Irak haben die Amerikaner nur Geld verloren. Außerdem sind die Amerikaner ja auch noch unter anderen "Vorwürfen" in den Irak invadiert. Einmal war es der Vorwurf, dass die Iraker wieder an bioligischen und chemischen Waffen bastelten, wofür es aber nie Beweise gab und es deswegen zu recht zu keiner UN-Resolution kam. Der andere Grund war, dass die Iraker angeblich Verbindungen zu fundamentalistischen Terroristen, speziell Al-Qaida unterhalten.
das diese massenvernichtungswaffen im irak und alles andere nur vorwand waren sollte ja auch inzwischen jedem klar sein. wie oben schon gesagt geld haben sie mehr verloren als erhofft und für mich sind es klar wirtschaftliche gründe. nicht nur das öl im irak sondern auch das gesamte öl aus der region.

Um mal meine Meinung klar zu stellen:
Ich bin immer gegen den Irak-Krieg gewesen. Nur vergieße ich keine Träne im Nachhinein, weil das Endresultat besser ist als die Ausgangssituation.
ob das endresultat besser ist wird sich noch rausstellen, noch sehe ich da keinen langfristig befriedeten und demokratischen stabilen irak.

Richtig. Das politische System bleibt dem Volk überlassen. Nur ist es im Falle einer Diktatur nicht so. Und gerade im Zeitalter des Terrorismusses ist es in internationeler Interesse, dass im nahen Osten möglichst schnell eine gewisse Stabilität einkehrt, sie vorallem langsam zu uns aufholen.

Die Demokratie wurde nach Afghanistan gebracht. Was die daraus machen, ist denen überlassen. Aber dem Volk sollte die Freiheit gegeben sein, sich frei zu entfalten und selbst zu bestimmen. Zumal die Taliban-Regierung eh international nicht akzeptiert wurde und der Taliban-Regierung nie Souveränität zugesprochen wurde.

Wenn wir, der Westen, uns aber aus allem raushalten wollen, was auf der Welt passiert, dann brauchen wir keine UN.

Ich bleibe dabei: Krieg ist nicht gleich Krieg. Es ist ein Unterschied, ob ich ein Land angreife, um es einzunehmen, zu zerstören, oder es zu befreien und aufzubauen.
ich bin der meinung das uns nicht das recht zusteht anderen ländern und menschen unseres westliches weltbild aufzudrängen.
vorallem nicht wenn es nur um öl und geld und strategischen einfluss geht.
die entwicklung zu einem freiheitlichen und demokratischen system steht jedem volk selbst zu.

genauso kann man nicht mit zweierlei maß messen, diktaturen die pro westlich sind brauchen sich keine sorgen zu machen. z.b. saudi arabien absolute monarchie parteien und gewerkschaften sind verboten, unterdrückung der meinungs und religionfreiheit usw. niemals würde der westen dort etwas unternehmen oder überhaupt öffentlich kritik üben.

bei anderen diktaturen wird auch einfach weg gesehen und nur zwischendurch das verhalten verurteilt. z.b. simbabwe... dem volk geht es schlecht, ich denke sehr viel schlechtere lebensbedingungen als das irakische volk je hatte, es ist aber weder strategisch noch wirtschaftlich interessant.

edit: nur mal so am rande... es gefällt mir mit dir zu diskutieren oberdepp :) viel zu selten trifft man auf menschen die sich genug eigene meinung gemacht haben