Six Days in Fallujah: Zu heiß für Konami

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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

Gute Entscheidung von Konami. Sie haben sich einfach mit diesem Projekt übernommen.
Ich hatte mich zwar auf ein schönes Anti-Kriegspiel, das der Bezeichnung zumindest entfernt gerecht wird, gefreut (Gibt es außer der MGS Reihe überhaupt eins?), aber wenn man schon lesen kann, dass es sich dabei nur um einen gewöhnlichen Shooter handeln sollte, dann ist das Projekt einfach Käse und dann reicht auch Modern Warfare 2, um bisschen Krieg im Buddelkasten zu spielen.
Vandyre
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Beitrag von Vandyre »

Dark_Storm hat geschrieben:
Setschmo hat geschrieben:zum D-Day gibt es auch massen Spiele .. und WW2 sowieso .. warum nicht das hier noch vermarkten? Mit Krieg macht man doch eh am meisten Geld! :roll:
Ok Der 2 Weltkrieg war 1945 zu ende...1950 Kam aber kein Medal of Duty...
Der Koreakrieg war 1953 zu ende...1958 Kamen aber keine games dazu
Der Vietnam Krieg war 1975 zu ende...1980 Kamen aber keine Games über den Krieg....
Was ich damit sagen will ist, das man von mir aus Kriege zu Spielen machen soll aber man soll dies nicht nach so kurzer Zeit tun...da noch die Wunden in den U.S.A und im Irak groß sind...
So, nun überlegen wir mal:
Gab es 1950 schon Computerspiele? Nein? Richtige Antwort!
Gab es 1958 schon Computerspiele? Nein? Leider falsch. Aber ich glaube an Kriegsspiele hat da noch keiner gedacht. Und mit Grafik wollen wir mal gar nicht groß anfangen.
Gab es 1975 schon Computerspiele? Ja? Richtige Antwort! Aber auch hier kann man nicht von einer richtigen Industrie sprechen. Die Spiele waren noch in ihren Kinderschuhen.

Und was waren wohl DIE großen Mediem nach dem 2. Weltkrieg? Richtig, die audiovisuellen Medien. Und schau mal in dieser Liste nach, wann es schon Kriegsfilme zu den jeweiligen Kriegen gegeben hat. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kriegsfilme Man darf nur nicht den Fehler machen, die heutige Rezeption von audiovisuellen Medien mit den damaligen zu vergleichen. Man kann die Haltung den Computerspielen gegenüber eher mit der Haltung zum TV in den 1950/60ern vergleichen.

Es wird also weniger daran liegen, dass zu wenig Zeit dazwischen vergangen ist. Da ziehe ich Kajetans Argumentation vor.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

@dark_storm
wenn man so rechnet, sollte man auch die popkulturellen begebenheiten bedenken, die vor einigen jahren herrschten. das es keine ww2 und vietnamkriegsspiele nach den kriegen gab lag vorallem daran, daß es keine videospiele gab.
damals waren filme aber noch das leitmedium und da waren sich die amis nie zu schade erstmal die kriege zu verwursten.

desweiteren kann man dann auch nach den eigentlichen opfern fragen. in fallujah ist kaum ein ami drauf gegangen, trotzdem bekümmert sie das. in vietnam haben sie millionen von vietnamesen getötet, aber hier ist es in keinster weise moralisch bedenklich für sie so etwas nachzuspielen, obwohl sicher noch genug opfer von damals am leben sind, die so etwas garnicht toll finden.
Kajetan hat geschrieben: Du hast nicht verstanden, wie so etwas in der Medienlandschaft abläuft:

Firma präsentiert Produkt. Produkt findet aus bestimmten Gründen nicht das Gefallen einiger Menschen. Diese Menschen wurden aber vorher in den sog. etablierten Medien nicht angehört, weil sie als nicht relevant gelten. Nun haben sich jedoch die politischen Vorzeichen geändert und die Medien gewähren diesen Leuten nun deutlich mehr Screentime, eine Plattform für ihre Meinung und Aufmerksamkeit. Es entsteht somit ein bestimmtes Bild in der Öffentlichkeit, welches für Capcom nicht günstig ist. Also wird das Spiel gecancelt, um weitere schlechte Presse zu vermeiden.

Hier wurde niemand zu einer bestimmten Meinung bewegt, die er vorher nicht hatte. Es werden nur bestimmte Meinungen öfter in den Medien präsentiert als vorher. Wenn überhaupt, dann könntest Du die Mechanismen unserer Aufmerksamkeitsgesellschaft kritisieren, in der sich nur der durchsetzt, der am lautesten schreit.
tu ich ja auch, und wer sagt denn nicht, daß die aufmerksamkeit der amis besonders schlecht ist? war es doch bisher auch immer. sonst würden sie wohl kaum jedes mal so ne riesen show veranstalten, wenn sie den wichtigsten entscheidungsträger ihrer gesellschaft und zukunft bestimmen sollen.

und nur weil du das jetzt wirtschaftlich differenzierter betrachtest ändert das nichts an der grundlage. auch im geschäftlichen bestimmt immer noch die masse der kunden. wenn den kunden jetzt ein produkt nicht gefällt, obwohl andere produkte, die genau dasselbe sind, von ihnen sonst wie besessen gekauft wird, dann ist das immer noch dumm.

ich denke denen eine egoistische und bigotte motivation nachzusagen ist bestimmt keine polemik.
und wenn ich polemisch werde, dann nur weil ich mich immer noch über diese spinner aufregen kann, wenn es um dieses thema geht. also noch mehr polemik für dich: amerikaner sind schwachsinnige patrioten, die ihr dümmliches scheiss land in jeder noch so bekloppten hinsicht verteidigen, auf alles andere einen perversen fick geben und die xbox erfunden haben.
gut so? :)
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TheInfamousBoss
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Beitrag von TheInfamousBoss »

Nur weil der Krieg aktuell ist, ist er schlimm. Vietnam oder der zweite Weltkrieg warens ja nicht, neeeein. :roll: Vor allem ist das hier ein ANTI-Kriegsspiel. Wenn das Game gut sein sollte, werden die eh nen Publisher finden.
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USERNAME_1556234
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Beitrag von USERNAME_1556234 »

Eigentlich ist es völlig Latte wann irgendwann etwas erschienen ist. Aber dieses Szenario ist weltweit umstritten. Die USA haben mit dem Krieg im Irak ihr Ansehen äusserst geschädigt. Einen Herrn Bush würde dieses Spiel wahrscheinlich nicht im geringsten interessieren, aber mit Obama ist ein Kriegsgegner an der Macht. Und das wirkt auch auf die Bürger. Die waren ja vorher schon zweigeteilter Meinung.

Daher finde ich es völlig legitim das dieses Projekt (zumindest vorerst) eingestampft wurde. Ich persönlich bin auch ein Kriegsgegner, daher kann ich auf so ein "Spiel" gut und gerne verzichten.

Ein Antikriegsspiel gibt es meiner Meinung nach in Shooter-form eh nicht. Schließlich nimmt man ja aktiv am Kriegsgeschehen teil, tötet virtuelle Menschen. Nicht das ich was gegen Shooter habe, aber ich muss nicht in einem reellen Kriegsszenario mitwirken. Vor allem nicht wenn es sich um den Irakkrieg handelt...
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Cayman1092
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Beitrag von Cayman1092 »

Anti-Kriegsspiel. Geht das überhaupt???

Und wenn ja, dann muss da die Atmosphäre 10x so gut rüberkommen wie in CoD4 und besonderer Wert auf die Personen und die Geschichte gelegt werden.

Das war bestimmt nicht der Fall und das Projekt wurde eingestampft/auf Eis gelegt, bis die das verbessern können.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

ich hab mal ein anti kriegs spiel gemacht. da spielte man friedliebende arabische zivilisten die von den ölsuchenden amis zerbombt wurden.

die amis fanden das so toll, daß sie das spiel von jedem amerikanischen server gelöscht und mir mordrohungen geschickt haben. muss sagen, die sind wirklich sehr kritikfähig :)
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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

Cayman1092 hat geschrieben:Anti-Kriegsspiel. Geht das überhaupt???

Und wenn ja, dann muss da die Atmosphäre 10x so gut rüberkommen wie in CoD4 und besonderer Wert auf die Personen und die Geschichte gelegt werden.
Klar geht das. Man muss sich nur erstmal vor Augen halten, dass ein Spiel kein Film ist. Es ist also klar, dass man unverhältnismässig viele Gegner tötet.

CoD4 ist aber ein gutes Beispiel. Man hat dort Szenen wie die Machtergreifung und Exekution am Anfang, dem SAS Trupp, der nicht davor zurückschreckt betrunkene und schlafene Seemänner und einen Gefangenen zu töten, eine Atombombe und ihr Auswirkung (Tschernobyl: "50000 ppl used to live there. Now its a ghost town") und den Angriff aus einem Flugzeug, wo man nur mit Infrarotsicht auf kleine Figuren schießt, die alles sein könnten.
Eigentlich sehr gute Ansätze und viel Potential, aber leider hat das Spiel keinen Tiefgang, mündet in einem platten Actionfinale und am Ende bleibt nichts übrig. Das Spiel vermittelt nichts, es gibt keine Moral, keine "Geschichte"...nichts und genau das ist das Problem.

Es gibt so viele Wege an so eine Thematik heran zu gehen. Man muss nicht immer das Leid der Zivilbevölkerung zeigen, es muss nicht besonders blutig und grausam sein und man muss auch keine tiefen Charaktäre entwickeln. Aber die Geschichte muss dann einfach stimmen und moralisch fragwürdige Szenen, wie in Cod4, dürfen dann nicht unkommentiert mit Glanz und Glorie in einer platten Michael Bay Actionfilmgeschichte untergehen.
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Beitrag von TNT.Achtung! »

du kannst kein antikriegsspiel machen und dann dort menschen erschiessen. der akt des tötens ist immer noch mit die beste unterhaltung in einem videospiel und man kann wohl kaum das grauen des krieges jemanden präsentieren, in dem man ihm spaß haben lässt.

man müsste schon ein spiel machen, wo man selber opfer ist, versucht solange wie möglich zu überleben oder andere menschen zu retten, allerdings ohne halt gewalt dabei einzusetzen. also es darf keine option im spiel geben, daß man einen gegner besiegt.
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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

Also mir würde sowas vermutlich Spaß machen, da ich auf Stealth- und Taktikgames stehe :lol: , aber ich finde nicht, dass man einem Spiel seine Grundaussage streitig machen kann, nur weil man virtuell Leute tötet und es evtl. noch unterhaltsam ist.

Man kann auch die Handlung des Spielers im Spiel in Frage stellen. Einem vor Augen halten, dass das was man macht schlecht ist und man es trotzdem macht, weil es das Spiel eben so will (vierte Wand). Es gebe viele Möglichkeiten und ich erwarte kein Spiel das absolut moralisch ist und einem echten Anti-Kriegsfilm (die auch mitunter unterhaltsam und damit genau so fragwürdig sind) parolie bieten will.

Wie gesagt, ein Spiel ist kein Film. Man muss einfach beachten, dass es unterschiedliche Medien sind und vllt. die klassische Definition von Anti-Krieg überdenken. Primär geht es darum, den Krieg nicht zu glorifizieren.

Was ich mir aber in jedem Fall wünsche würde wäre mehr Tiefgang, gute Geschichten und der Versuch irgend etwas zu vermitteln. Daran scheitern die meisten Spiele noch.
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Beitrag von TNT.Achtung! »

die meisten shooter :)

aber wie willst du anti-krieg bitte umdefinieren? es muss ja irgendeine möglichkeit sein, dem menschen zu zeigen, wie schlimm krieg in der realität und das stelle ich mir sehr widersprüchlich vor wenn man zeigt das in der virtualität krieg sehr viel spaß macht.

aber wie du sagst: ist ja kein film. ich halte selber ein interaktives medium nicht wirklich dafür geeignet solche botschaften zu vermitteln.
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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

Da muss ich aber erstmal die Motivation eines Spiels, bzw. des Spielers hinterfragen. Spielen wir ein Spiel aus Spaß am Töten von Menschen und am Krieg, oder ist sind das nur effektreiche Rahmenbedienungen, die das Gameplay (also die Herausforderung) für uns greifbar macht, bzw. eine Handlung transportieren sollen? Ob wir im Endeffekt nämlich auf Alien, Roboter oder Menschen schießen ist doch für den Spielspaß unerheblich? Die Geschichte ist aber direkt davon beeinflusst und daher muss es auch legitim sein virtuell Menschen zu töten und Krieg zu spielen. Das gilt ja auch für Filme.

Mir ist wichtig, dass das Gameplay zwar spaß macht, aber die Rahmenhandlung durchaus kritisch betrachtet werden kann und auch die Handlung des Spielers.

Bestes Beispiel dafür sind Metal Gear Solid und Shadow of the Colossus. In beiden Spielen töten wir, beide Spiele machen Spaß (subjektiv) und beide Spiele Hinterfragen das Töten. MGS behandelt die Themen Krieg, Atomwaffen, Politik, freien Geist und viele mehr sehr kritisch, regt zum nachdenken an und hinterlässt nach dem Abspann auch nicht unbedingt ein Gefühl der Freude.
Ja, MGS lässt in diesen Szenen Interaktivität vermissen, aber andere Entwickler können das ja anders umsetzen. Half-Life 2 ist da ein guter Ansatz und erzeugt durchaus ein beklemmendes Bild eines totalitären Staates (auf Sci-Fi Art...mit Aliens.. *räusper*) und degradiert den Widerstandskampf nicht zu einem glorreichen Tötungsfest.

Ich denke also schon, dass ein interaktives Medium dafür geeignet sein kann solche Botschaften zu vermitteln. Wir dürfen nur nicht den "Fehler" machen Anti-Krieg direkt an der Herausforderung, die ein Spiel für den Spieler spaßig werden lässt, festzumachen.

PS: Geht ja fast schon in Richtung "Killerspiele"-Debatte. :wink:

/edit: Was ich vergessen habe. Der Spieler muss ja nicht wie die Figur denken die er spielt. Wenn man einen Soldaten spielt der es geil findet den Feind zu töten und der Spieler so zu moralisch fragwürdigen Handlungen "gezwungen" wird, dann kann es auch die Perversion eines Krieges zeigen. Vielleicht macht es in dem Moment dem Spieler sogar gar keinen Spaß. Ich hatte zum Beispiel nicht viel Freude daran sich ergebende Feinde in CoD:WaW zu töten, hab es aber trotzdem gemacht, weil ich keine Wahl hatte und weiterkommen wollte.
CoD ist einfach nur zu flach. Die Zielgruppe sind aber auch Teenager. Darum war es mir dann im Endeffekt auch egal, aber die Tatsache, dass ich schon bei so einem Spiel überhaupt über sowas nachdenke zeigt doch, wieviele Potential da besteht.
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Coldbasher
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Beitrag von Coldbasher »

Bei Battlefield 2 hat doch auch niemand gemeckert und da hat man ja auch im Nahen Osten gekämpft
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Linden
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Beitrag von Linden »

TNT.Achtung! hat geschrieben:ich hab mal ein anti kriegs spiel gemacht. da spielte man friedliebende arabische zivilisten die von den ölsuchenden amis zerbombt wurden.
Damit könnte man super ein Spiel machen!

Das Spiel geht los, du bist Vater von 2 Söhnen und einer Frau, du bist gerade dabei die Ziege zu füttern, die Kinder lachen, es ist ein sonniger Tag. Sanfte Musik spielt im Hintergrund. Dann hörst du ein zischen und kurz darauf hörst du wie im Nachbardorf Raketen einschlagen. Die Musik wird dramatisch der Himmel rot, deine Frau und die beiden Kinder fangen an zu weinen... Du hörst Panzer Geräusche die immer näher kommen. Du schnappst dir Frau und Kinder dein 1. Ziel ist dir ein Versteck zu suchen und dann aus dem Keller die AK zu holen und vom Haus aus beobachtest du wie die Invasoren immer näher kommen, Panzer bestückt mit Amerikanischen Flaggen, neben den Panzer laufen junge Amerikanische Soldaten her, mit Sonnenbrille und Handtuch um den Nacken, sie könnten Touristen sein die einen Strand entlang spazieren, nur sie sind bewaffnet... Der Panzer hält und man hört jemanden schreien "Enemy spotted! Open Fire". Der Panzer richtet sein Rohr auf dein Haus, der Puls geht hoch, du weißt was nun passiert, du schreist nach Frau und Kind, der 1. Knall ertönt er schlägt neben dem Haus ein, in Panik läufst du davon - von der Angst getrieben Frau und Kind in Stich gelassen. Du drehst dich immer wieder um, du hörst Salven an deinem Ohr vorbeizischen. Du drehst dich um und siehst wie sie deine Familie aus dem Haus ziehen du hörst sie rufen "ALQIDA?" aber deine Familie versteht sie nicht... du weißt was mit Kriegsgefangen passiert... richtig es gibt keine.

So ungefähr würde ich mir den Anfang dazu vorstellen. :D
psyemi
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Beitrag von psyemi »

Bloody Sn0w hat geschrieben:
Cayman1092 hat geschrieben:Anti-Kriegsspiel. Geht das überhaupt???

Und wenn ja, dann muss da die Atmosphäre 10x so gut rüberkommen wie in CoD4 und besonderer Wert auf die Personen und die Geschichte gelegt werden.
Klar geht das. Man muss sich nur erstmal vor Augen halten, dass ein Spiel kein Film ist. Es ist also klar, dass man unverhältnismässig viele Gegner tötet.

CoD4 ist aber ein gutes Beispiel. Man hat dort Szenen wie die Machtergreifung und Exekution am Anfang, dem SAS Trupp, der nicht davor zurückschreckt betrunkene und schlafene Seemänner und einen Gefangenen zu töten, eine Atombombe und ihr Auswirkung (Tschernobyl: "50000 ppl used to live there. Now its a ghost town") und den Angriff aus einem Flugzeug, wo man nur mit Infrarotsicht auf kleine Figuren schießt, die alles sein könnten.
Eigentlich sehr gute Ansätze und viel Potential, aber leider hat das Spiel keinen Tiefgang, mündet in einem platten Actionfinale und am Ende bleibt nichts übrig. Das Spiel vermittelt nichts, es gibt keine Moral, keine "Geschichte"...nichts und genau das ist das Problem.

Es gibt so viele Wege an so eine Thematik heran zu gehen. Man muss nicht immer das Leid der Zivilbevölkerung zeigen, es muss nicht besonders blutig und grausam sein und man muss auch keine tiefen Charaktäre entwickeln. Aber die Geschichte muss dann einfach stimmen und moralisch fragwürdige Szenen, wie in Cod4, dürfen dann nicht unkommentiert mit Glanz und Glorie in einer platten Michael Bay Actionfilmgeschichte untergehen.
cod 4 geht für mich schon teilweise als antikriegsspiel durch, die szenen (schlafende zivilisten töten auf dem schiff; die atombombe und der tod des soldaten, jubelnde schreie während man mit den kanonen auf graube punkte in der nacht schoss, gefangen und exikutiert, ein geisterstadt) waren zum teil so drastisch das man aus stein sein muss das einem das nicht berührt hat.

Anders machen es Antikriegsfilme auch nicht, und in fast jedem antikriegsfilm gibt es actionszenen die den zuschauer "spaß" machen. Sie zeigen den Krieg, die "Helden" aber auch das menschenverachtende und sinnlose. genauso wie es cod 4 gemacht hat.