Chronicles of Riddick: Klarheiten zum Kopierschutz

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Kajetan
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Re: Kopierschutz oder Ankettung ?

Beitrag von Kajetan »

-Matt- hat geschrieben: Da kann man sich genauso die Frage stellen, wieso überhaupt noch etwas kaufen?
Weil man das Gefühl hat, etwas von Wert zu erhalten, einen entsprechenden Gegenwert zurückzubekommen.

Denn weisst Du, es gibt doch jetzt schon alles kostenlos im Netz. Und doch schreiben die Content-Industrien Jahr um Jahr Abermilliardenumsätze, gute Gewinne und machen ein Riesengeschäft. Obwohl man doch eigentlich alles umsonst bekommen kann ...

Darum ist das Geheule um die ach so schlimmen "Raubmordkinderfickerneonazi"-Kopierer nichts weiter als dummes, peinliches Geheule von Leuten, die einen Sündenbock für die Unwägbarkeiten des Marktes und die eigenen Fehler suchen, wenn die Geschäfte mal nicht so gut laufen. Denn wenn Kopien so schlimm wären, dann müsste logischerweise ALLE darunter leiden, das es ja ALLES im Netz gibt.

Es leiden aber nicht alle. Sondern nur Firmen wie zB. Atari, die durch eigenes Verschulden in finanzielle Schwierigkeiten gekommen sind und nun den neuen Investoren und Geldgebern (die keine Ahnung von der Branche haben, sondern nur ein schicke Investitionsmöglichkeit suchen) zeigen müssen, dass man jedes potentielle Risiko minimiert, um einen potentiellen Hit wie Dark Athena zu einem tatsächlichen Hit zu machen. Ansonsten ziehen die Investoren das Geld zurück, weil Atari gewisse Formalisem nicht eingehalten hat.
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

Termix hat geschrieben: [...]
Und die Konsolenversion ist schön, aber wer will nen Ego-Shooter mit nem Gamepad spielen? Und Konsolenspiele sind vor Raubkopierern leider auch nicht sicher.
Die Diskussion habe ich in diesem Forum schon einige Male ausgetragen.
Erynhir hat geschrieben:Also, jetzt ein für allemal: Ich bin der Ansicht, dass das Gamepad auch in Shooter und Strategiespiele eine größtenteils, mit ein paar Abstrichen, gleichwertige, alternative Steuerungsmöglichkeit zu Maus und Tastatur ist.
Meine Meinung. Spiele grad die Orange Box auf der Xbox 360, steuert sich vorzüglich. Und ja, ich hab sogar den direkten Vergleich, hab die Orange Box nämlich auf dem PC ebenfalls durchgespielt.
So viel dazu.

Nun, mag sein dass Schwarzkopien (!!! Raubkopien sind ein genauso dummes Wort wie "Killerspiele") grad auf der Xbox 360 gang und gäbe sind. Nichtsdestotrotz sind die Softwareverkaufszahlen bei den Konsolen meist viel viel höher als auf dem PC.

Was verkauft sich denn noch großartig auf dem PC? Klar, die Evergreens, die seit Jahren in den Charts sind, und dann halt ab und zu für wenige Woche ein aktuelles Spiel.

Bevor ich hier aber doof angemacht werde, ich finde die DRM-Methoden auch nicht grad toll.
Kajetan hat es auf den Punkt gebracht.
Kajetan hat geschrieben:Es leiden aber nicht alle. Sondern nur Firmen wie zB. Atari, die durch eigenes Verschulden in finanzielle Schwierigkeiten gekommen sind und nun den neuen Investoren und Geldgebern (die keine Ahnung von der Branche haben, sondern nur ein schicke Investitionsmöglichkeit suchen) zeigen müssen, dass man jedes potentielle Risiko minimiert, um einen potentiellen Hit wie Dark Athena zu einem tatsächlichen Hit zu machen. Ansonsten ziehen die Investoren das Geld zurück, weil Atari gewisse Formalisem nicht eingehalten hat.
bAggL
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Beitrag von bAggL »

Versteht mich nicht falsch: Ich finde das, was die Hersteller abziehen teilweise auch übertrieben aber mal im Ernst: Wie naiv sind denn hier manche Leute? Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass die 80 % der Crysis-Online-Spieler, die Raupkopierer waren, nicht kopiert hätten, wenn das Spiel ungeschützt gewesen wäre? Im Gegenteil: Ich behaupte mal, dass mehr Leute durch den Kopierschutz davon abgehalten wurden zu kopieren, als es Leute gibt, die das Spiel wegen des Schutzes aus einem naiven und weltfremden Trotz heraus kopiert haben.

Ich bin jetzt schon seit C64 und Amiga dabei, habe also schon einiges auf dem Buckel. Was meint ihr was damals abging? Als es noch keinen wirklichen Kopierschutz gab? Als Milch und Honig flossen? Na? Richtig: Fast jeder und damit meine ich wirklich fast jeder hat kopiert, was das Zeug hielt (ich habe NIE auch nur ein Original-Spiel in den Kisten meiner Kumpels gesehen) - das war so einfach, dass das jeder, der sich gerade mal die Schuhe binden konnte, in nullkommanix drauf hatte.
Die Publisher und Hersteller haben also nicht in irgendeiner dunklen Kammer gesessen und sich gedacht:" Ach es ist alles so toll, dass uns langweilig wird und deswegen fangen wir jetzt mal an die Käufer zu piesacken!". Nein, sie haben einfach darauf reagiert.

Schon mal dran gedacht, dass die Hersteller keine rechtliche Handhabe haben, wenn sie ihre Software nicht schützen? Es geht hier nicht um die 5 Kopien, die ne Clique aufm Schulhof tauscht, sondern um Kopien im großen Stil. Keine Schutzmaßnahmen = u.U. Probleme vor Gericht. Das ist wie mit dem geklauten Fahrrad am Bahnhof: Nicht abschließen = kein Geld von der Versicherung, selbst wenn man 100% sicher war, dass es auch geklaut worden wäre, wenn man es abgeschlossen hätte.

Ich kaufe mir schon aus Prinzip Spiele! Warum? Weil ich das so gelernt habe. Ich stehle nicht. Möchte ich etwas haben und kostet es Geld, dann muss ich das eben ausgeben. Eigne ich mir dieses etwas an, ohne dafür zu bezahlen und gegen den Willen des Eigentümers, ist das nach deutschem Gesetz strafbar, unmoralisch und nebenbei auch noch ein Schlag ins Gesicht desjenigen, der viel Zeit und Mühe in das fragliche Objekt inverstiert hat. So einfach ist das.
Raubkopierer hier dafür zu "bewundern", dass sie einen besseren Service bieten (keine Online-Aktivierung etc.) ist so, als würde man Autoknacker dafür bewundern, dass sie Autos kostenlos bekommen und keinen "Key" benutzen müssen, um das Auto zu "aktivieren". Schon ne Frechheit, dass normale Leute ihre Autos beszahlen müssen oder?

Wisst ihr was? Ich verstehe einfach nicht, wo das Problem liegt. Ich bin nicht ein einziges Mal durch einen Kopierschutz daran gehindert worden, gekaufte und geschützte Spiele ganz normal zu nutzen - ich kenne auch niemanden, der das wäre. Ich wage dann auch mal zu behaupten, dass das hier im Forum auf jeden zutreffen würde.
Zuletzt geändert von bAggL am 10.04.2009 00:24, insgesamt 5-mal geändert.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

bAggL hat geschrieben:Wisst ihr was? Ich verstehe einfach nicht, wo das Problem liegt?! Ich habe nicht ein einziges Mal Probleme damit bekommen, gekaufte und geschützte Spiele ganz normal zu nutzen - ich kennen auch niemanden! Nochmal: Wo liegt das Problem? Ich wette, ihr werdet auch keine bekommen, wenn ihr das Spiel normal nutzt.
Dieter Nuhr sagte dereinst ...
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Max Headroom
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Beitrag von Max Headroom »

@bAggL:
Wie naiv sind denn hier manche Leute? Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass die 80 % der Crysis-Online-Spieler, die Raupkopierer waren, nicht kopiert hätten, wenn das Spiel uneschützt gewesen wäre?
Die haben sich das Spiel nicht kopiert weil es geschützt war, sondern weil sie es haben, aber kein Geld ausgeben wollten. Und schon ist das Ende der Vermutung erreicht. Mit Kopierschutz hätten sie sich eine geknackte Version kopiert. Ohne Kopierschutz hätten sie sich das "Original" vom Nachbarn, Freund, Bruder, Videothek oder sonstwo kopiert. Kopiert wäre kopiert, mehr nicht.
Der Kopierschutz soll sicherlich die heissen ersten Tage "schützen". Hervorragend wäre es, wenn in diesen Tagen kein Cracker das Teil zwischen die Finger bekommen würde. Denn dann würden sich viele Menschen das Produkt "erzwungenermaßen" kaufen müssen.
Die große Frage lautet... hätten sich diese Menschen das Produkt gekauft - möglicherweise gar am Erstverkaufstag - auch wenn es ungeschützt gewesen wäre ?

Wer sich heute Chronicles of Riddick kaufen will, und ich spreche von kaufen, dann darf diese Frage ruhig gestellt werden: Sind Sie mit einer Telefonaktivierung, Tokenvergabe und/oder Freischaltung per Internet glücklich ? Wie würde eine Alternative lauten ?
Denn die Raub-/Sicherheits-/Schwarzkopierer werden sich das Game sowieso holen... als Kopie - so oder so.
Ich bin jetzt schon seit C64 und Amiga dabei, habe also schon einiges auf dem Buckel. Was meint ihr was damals abging?(..)
Kurze Frage... hattest Du damals zu C64er/Amiga Zeiten ein festes und geregeltes Einkommen ? War es für dich selbstverständlich, nach der Abgabe von 35 DM (C64) bzw. 50 DM (Amiga) eine Verpackung mit gedruckter Anleitung in die Hand zu bekommen, möglicherweise gar mit Gimmicks wie einer Spielfigur, Landschaftskarten usw. ?
Das selbe gab und gibt es heute immer noch. Die "Collector's Edition" Boxen beinhalten ebenfalls Zugaben. Störend ist nur, dass heute der erwachsene und reife Käufer, der das Geld ehrlich für das Produkt ausgibt, nun mit zusätzlichen Ankettungen rechnen muss. Der große DRM-Schritt, den sich einige Hersteller nur allzugut wünschen, ist dann nicht mehr weit entfernt.

Das Spiel ist kein "Spiel" mehr, wie damals zu C64er Zeiten, sondern eine Engine, ein Start eines eigenständigen Franchises mit mehrern Episoden/Nachfolgern. Man denkt nicht mehr in einzelnen Spielen, sondern in Trilogien eines Titels. Und diese "Weitsicht", diese Planung muss in irgendeiner weise "beschützt" werden. Am liebsten durch eine Ankettung des Kunden an das Produkt. Damals nannte man es "Spielspaß und Abwechslung". Ich befürchte, man setzt demnächst lieber auf DRM-Mechanismen, damit der Kunde sich ja nicht "woanders" bedient (eBay/Gebrauchtmarkt). Heute sind es Tokens, morgen sind es Accounts.
Und stets ist es der Käufer (!), der "dafür" arbeiten muss. Der Downloader klickt auf Install, dann auf den Crack und der Schutz ist Vergangenheit... und der Spielspaß rückt dann wieder in den Vordergrund.

Die Publisher und Hersteller (..) haben einfach darauf reagiert.
Ja. Es ist auch ihr sehr gutes Recht, ihre Ware vor unerlaubter Vervielfältigung zu schützen. Doch hat man im Jahre 2009, "einige" Jahre nach der Erfindung der Diskette immer noch nicht eingesehen, daß der "Krieg" zwischen Schutz und Crack nur sehr kurz ausgefochten wird, aber zumeist nur der ehrliche Käufer darunter leidet ?
Keine Schutzmaßnahmen = u.U. Probleme vor Gericht.
Hmmm... also sind Independentgames a la (AFAIK) "World of Goo", die ohne hartnäckigen DRM-ähnlichen Kopierschutz auskommen vor Gericht einfach "minderwertig" bzw. nicht als "geistiges Eigentum" klassifiziert ?
Kann man dies auch bei Musik anwenden ? Also nur Musik verkaufen, die sich auf DRM-Mechanismen stützen ? Wenn jeder Hinz und Kunz sich Musik auf dem MP3-Player bzw. gar Audiokassette kopieren kann, dann gibt es Probleme vor dem Gericht ?
Das wirklich große Problem ist in Wahrheit die Tatsache, dass Kopien von MP3, DVDs oder Spiele leider völlig verlustlos im Hinblick der Qualität sind. Das war's aber AFAIK auch schon.

Würde Riddick nach einer Kopie die Texturqualität erniedrigen - solange bis bei der 20sten Kopie nur noch einfarbiger Matsch auf den Polygonen kleben würde... würde Atari dann ebenfalls auf Tokens setzen ? ;)
Ich kaufe mir schon aus Prinzip Spiele!
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Und vielen ist dies ja auch klar. Die damaligen Kopierschutzexperten (Schulhofkopierer ;)) sind heute selbst Eltern und kaufen ihren Kindern spiele auf der Wii ;)
Raubkopierer hier dafür zu "bewundern", dass sie einen besseren Service bieten (keine Online-Aktivierung etc.) ist so, als würde man Autoknacker dafür bewundern, dass sie Autos kostenlos bekommen und keinen "Key" benutzen müssen, um das Auto zu "aktivieren". Schon ne Frechheit, dass normale Leute ihre Autos beszahlen müssen!
... es wäre so als ob man einen Autodieb dafür bewundern würde, der zwecks Nachtankens nicht immer beim Autohändler die "Erlaubnis" zum öffnen des Tankdeckels holen müsste.
Autodieb ist das Zauberwort, nicht die Aktivierung. Dieb bleibt Dieb, kein Zweifel. Mich persönlich stört es nur, dass Diebe sich gemütlich an der Tankstelle anstellen können, ich mir aber bei jedem Wechsel der Tanke mit einer Freigabe eines Tank-Tokens "erfreuen" darf. Vielleicht ist die Stimme an der Telefonhotline ja sexy, aber muss man dies dem ehrlichen Käufer anmuten ? Gibt es nicht unkompliziertere Möglichkeiten, eine Überprüfung der Ehrlichkeit zu ermöglichen ? Zum Beispiel durch ein zusätzliches IP-Paket während es Online-Spielens oder wie schon vorher gesagt, durch eine fest eingebrannte Seriennummer im Code ?
Weil die Serienproduktion leider "im Presswerk" per Glasmaster geschieht, kann man keine "einzigartige" Kopie erzeugen. Das ist das große Problem, deshalb gab und gibt es eben die gedruckten Seriennummern in den Handbüchern. Könnte man hier ansetzen, wären wir an der Lösung des Problems schon ein ganzes Stück näher. Nix mehr mit Tokens oder irgendwelchen Zwangsaktivierungen auf irgendwelchen Online-Servern. Einlegen und losspielen. Und wenn in irgendwelchen Foren Kopien auftauchen, dann werden sie durch (automatischen/optionalen) Patches behindert. Der gelackmeierte Raubkopierer muss entweder mit einer "veralteten" aber geknackten Kopie spielen, oder beim nächsten Update hoffen - ja beten - dass der Cracker sich dem Programm annimmt und es entschlüsselt und knackt. Aber dafür muss eben die Philosophie eines Presswerkes auf dem Kopf gestellt werden... und das kann dauern :)
Ich habe nicht ein einziges Mal Probleme damit bekommen, gekaufte und geschützte Spiele ganz normal zu nutzen - ich kennen auch niemanden! Nochmal: Wo liegt das Problem? Ich wette, ihr werdet auch keine bekommen, wenn ihr das Spiel normal nutzt.
Gute Frage. Spore-Spieler gibt es immer noch, genauso wie die Half-Life, BioShock oder C&C Spieler. Da sich "niemand" beschwert, ist es nur legitim, den Kunden (noch) weiter einzuengen und anzuketten. Zuerst wurden "störende" Programme wie ein CD-Brenntool erkannt und benutzt, um Spiele am Starten zu hindern. Nun wird der gesammte Rechner per Auth-Code als Idividuumskriterium genommen.
Wozu die ganze Aufregung... der ehrliche Kunde muss ja "nur" sein System bei einem Hersteller preisgeben und hoffen, dass das Unternehmen da auch sauber mitspielt - auch und obwohl der in letzter Zeit bekanntgewordenen Datenpannen in allen Bereichen.
Warum die ganze Aufregung ? Weil mancher DRM-Schutz a) für das Spielgefühl ganz und gar nicht notwendig ist, b) dem Kopierer und dem ehrlichen Käufer gewisse Einschränkungen auferlegt und c) nach der illegalen "Entfernung" dann der ehrliche Käufer sich mit dem Klotz am Bein weiter abmühen darf, wärend der Nutzer des Cracks sich lachend zurücklehnt. Ich würde es gerne andersrum sehen... die ehrlichen Käufer bekommen gewisse Pluspunkte (Extralevels, Zusatzkarten, Gratissex, ...) und die Kopierer müssen mangels "Authentifizierung" draussen bleiben. Zumindest beim Sex wären die ehrlichen Käufer klar im Vorteil :)
So leider dominiert bis heute immer noch c). Das war bei Half-Life so, bei BioShock und wird nun sicherlich auch bei Riddick so sein. Obwohl die unendliche Gnade von Atari uns da 3 - in Worten: drei - wunderschöne Tokens in die Verpackung legt. Ich muss sagen... als ehrlicher Käufer hat man wirklich wahres Glück gepachtet, gleich mit drei (!) Tokens gesegnet zu sein :)
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nepumax
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Beitrag von nepumax »

Hmm. Wenn ich mir Spiele, die mit diesem "Dreimalinstalliermist" ausgestattet sind, aus der Videothek ausleihe, jedoch zuvor schon durch drei andere Kundenlaufwerke gewandert sind, hab ich dann Pech gehabt?

Und was passiert, wenn ich das Spiel irgendwann mal veräußern möchte?
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Max Headroom
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Beitrag von Max Headroom »

@Nepumax:
Wenn ich mir Spiele, die mit diesem "Dreimalinstalliermist" ausgestattet sind, aus der Videothek ausleihe, jedoch zuvor schon durch drei andere Kundenlaufwerke gewandert sind, hab ich dann Pech gehabt?
DRM-Spiele gibt es einfach nicht in der Videothek. Man muss sich eine offizielle Demo aus dem Web laden, anders kommt man nicht an einen eigenen Test ran.
Aber das ist schon heute so. Einige Spiele sind in der Videothek einfach nicht vorhanden... weil sie eben einen "Account" benötigen, auf dem dann das Spiel freigeschaltet wird. Jeder Kunde müsste also auf diesen Account das Spiel "abmelden" und der Neukunde müsste dann den selben Account nutzen, sich dann dort neu registrieren. Da läuten natürlich alle Alarmglocken beim Account-Manager und der Verleih kriegt womöglich einen auf den Deckel, weil ggf. die AGB eine mehrfachbenutzung eines Accounts schlicht und ergreiffend nicht erlaubt.

Also... DRM-Spiele mit individueller PC-Freischaltung und der passenden Datenbank beim Hersteller (USER ABCDE: PC1 = 2 Installationen, PC2 = 1 Installation) wird es einfach nur als Vollversion zu kaufen - oder mit Glück als Testdemo zum Downloaden geben. Ende.
Und wenn man noch die ganz große A-Karte gezogen hat, bekommt man sogar eine SpieleDEMO (Demo wohlgemerkt), die zusätzlich noch mit einem Kopierschutz wie SecuROM bzw. StarForce ausgestattet ist.
Wenn ich mich noch gut erinnere, war damals die Demo zu "Crashday" mit solch einem Schutz versehen. Als "Hard Drivin'" Fan wollte ich das Teil antesten, durfte danach mit einem im Hintergrund schlummernden Schutz "leben". Bei der Demo wohlgemerkt. Bei der X-Serie (X2 ?) gab's möglicherweise ebenfalls ein Handicap ... dafür lege ich die Hand aber nicht ins Feuer... da bin ich mir nicht so ganz sicher ;)
Und was passiert, wenn ich das Spiel irgendwann mal veräußern möchte?
Benötigt das Spiel einen Account, und kann man den Account nicht löschen bzw. einem anderen Besitzer zuordnen, ist es Essig mit dem Gebrauchtmarkt. So einfach ist das. Im Jahre 2039 wird es schwer sein auf eBay III per Cyberimplantat noch ein offizielles und frisch verpacktes BioShock zu bekommen. Nur geknackte Versionen klappen dann noch in der Brain-Emulator Engine des neuen Decks ;)

Glück wird man haben, wenn entweder das Spiel die Tokens ohne Account-Bindung führt. Dann kann man vor dem Verkauf des Titels einfach alle Tokens sich "zurückholen" und sie dem Käufer mitgeben. Oder der Hersteller ist so lieb und entfernt nach x Jahren von selbst den Online-Check. Das passiert allerdings wenn überhaupt nur dann, wenn der Titel kommerziell einfach keinen Cent mehr einbringt und man stattdessen mit anderen Titeln beschäftigt ist. Dann wirft man den "letzten Patch" raus. Ist aber nur Glückssache, wie gesagt.

Bis dahin wird man sich wohl weiterhin fröhlich den Tokens zuwidmen müssen ;) . Hoffen wir einfach mal, dass der Token-Server niemals einen Headcrash abbekommt. Die berühmten letzten Worte: "Das Backup wollte ich gerade jetzt machen... ganz ehrlich..." dürften manchen User wohl nicht gerade gnädig stimmen :)
psyemi
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Beitrag von psyemi »

naja ich weiß zwar nicht ob es jetzt anders ist das es richtige verleihversionen von spielen gibt,

früher wo ich noch das ein oder andere mal in der videothek war, war es so das bei fast jedem spiel der kommerzielle verleih bei spielen grundsätzlich verboten ist...
die videotheken machen es einfach trotzdem,

wenn das immer noch so ist bist du mit dem spruch ich leih es mir aus der videothek aus schon fast ein raubkopierer...

hab gerade mal ein paar spiele durchgetestet und überall steht in der lizenz das verleih nicht erlaubt ist.

bin der meinung das die meisten raubkopierer auch die besten kunden sind...
sie konsumieren nur mehr als andere und geben überdurchschnittlich viel für spiele aus...
wenn jeder spieler soviele vollpreistitel jedes jahr kaufen würde wie viele raubkopierer könnte die spielebranche noch mehr mit geld um sich werfen als sie es bisher kann :D

bei 50 euros pro spiel muss mal schon prioritäten setzen.
gibt ja heutzutage leider kaum noch spiele die einem länger als eine woche beschäftigen bis man es durch hat.
johndoe824834
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Beitrag von johndoe824834 »

Erynhir hat geschrieben:Also, jetzt ein für allemal: Ich bin der Ansicht, dass das Gamepad auch in Shooter und Strategiespiele eine größtenteils, mit ein paar Abstrichen, gleichwertige, alternative Steuerungsmöglichkeit zu Maus und Tastatur ist.

Es kommt immer auf die Spiele an.

Half-Life 2/Command and Conquer 3/Halo Wars etc. mag
sich gut Steuern mit Pad und es ist auch Spielerisch
nicht erforderlich sein Aiming/schnelle
Reaktionen unter Beweis zu stellen.

Aber spätestens mit Counter-Strike Source hat man
ein Game was dem Pad die grenzen mehr als genug
aufzeigt und das ist nicht mal Aiming lastiger
wie zich andere PC MP-Shooter wie Battlefield 2.


Und bei Strategie wie Company of Heroes oder Starcraft ,
hätte man mit Pad einen 2-3 Klassen unterschied , man würde
einfach plat gemacht bevor überhaupt die erste Phase
des Matches begint.


PCler sind deswegen aber keine Nerds oder leute die nur zocken , das ist nicht mehr spührbar für die bzw. uns , für Konsolenspieler aber einfach eine andere Welt.
MaNToRoK
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Beitrag von MaNToRoK »

Und wieder ein Game, was ich mir nicht kaufe. Und das, obwohl der "Vorgänger" eines meiner liebsten Shooter aller Zeiten ist.

Die Publisher sind selber schuld. Anstatt mal gegen die Raubkopierer zu arbeiten, sollte man was für den Kunden tun. Denn die Raubkopierer kopieren sowieso, aber Kunden werden von sowas abgeschreckt.
BossXxX
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Beitrag von BossXxX »

LordVader86 hat geschrieben: ich kaufe meine spiele mitlerweile fast alle! jedenfalls die spiele die ich auf jedenfall haben will. wenn ein kumpel mir aber ein spiel mitbringt welches ich nicht kaufen wollte nehme ich es manchmal schon um es mal anzutesten.

kannst dir ja schon mal nen müllunternehmen aussuchen der dir dann deinen ganzen "Gamesschrott" abnimmt. wenn du nach ein paar jahren feststellst das du die games nicht mehr zocken kannst, seih es das es die aktivierungsserver nicht mehr gibt, du keinen token mehr hast, die firma pleite gegangen ist etc.....

seid bioshock bin ich geläutert,wenn sich das game nicht mal installieren lässt und am schluss wieder alles von der festplatte löscht weil du es nicht gleich ins internet lässt, da hab ich ehrlich gesagt keinen bock drauf.

im diesen sinne bleib ich halt bei meinen oldschool games, was solls


mfg
Termix
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Beitrag von Termix »

Diskussion zu Shootern mit Gamepad: War nie meine Absicht jemanden anzugreifen, jedoch geht es für mich bei Shootern um Schnelligkeit und Genauigkeit ohne Autoaim etc. Ich hab Halo auch auf Xbox gespielt, macht sogar mehr Fun als aufm PC, aber egal. War rein subjektiv.




So ich fasse kurz zusammen was uns Gamer nervt, teilweise wurde es schon genannt, der Übersicht halber eben:
1. Limitierung der Installationen für normale Käufer
2. Damit verbundenes Nicht-Erscheinen der Spiele in der Videothek
- Übrigens gibt es durchaus DRM-Spiele in der Videothek, nur diese sind leider meist nach einer Woche unbrauchbar (s. Punkt 4)
3. Daraus resultiert das ein Testen nicht möglich ist
4. No CD-Keys ermöglichen das "ewige" spielen von nur kurz ausgeliehenen Titeln
5. Qualitätsverlust der Spiele durch sinkenden Umsatz (oder miese Umsetzungen /wave Dead Space)
6. Online-Aktivierungen/Registrierungen/Erfassung persönlicher Daten (werden eventuell weiterverkauft?)
7. Kein Wiederverkauf durch Digitalisierung der Spiele (Steam) / DRM
8. Starten nur mit Internetverbindung / Spielstände nur online
9. Digitalisierung der Spiele, die meisten wollen eine Verpackung mit Booklet und am besten noch weiteren Extras.
10. Kriminalisierung vieler Spieler, sei es durch Politik/Medien oder Spielehersteller selbst


Diese Liste ist keinesfalls komplett, wollte nur mal einen "Zwischenbericht" abgeben was uns Spieler nervt.
Ich persönlich habe nicht ein einziges "illegales" Spiel, ich habe alles gekauft.... 45 Euro fuer Stalker, was ich exakt 10 Minuten auf dem Rechner hatte, weils Mist war (subjektiv) - Weiterverkauf über eBay? Haha, 18er-Versionen sind ja verboten in Good Old Germany.
Dieses Beispiel soll eigentlich nur zeigen, dass die Spieleindustrie auch "uns" schädigen kann ;)
Spiele runterladen ist absolut keine Lösung, aber ein immer strengerer Kopierschutz für ehrliche Kunden auch nicht...
Termix
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Beitrag von Termix »

psyemi hat geschrieben:naja ich weiß zwar nicht ob es jetzt anders ist das es richtige verleihversionen von spielen gibt,

früher wo ich noch das ein oder andere mal in der videothek war, war es so das bei fast jedem spiel der kommerzielle verleih bei spielen grundsätzlich verboten ist...
die videotheken machen es einfach trotzdem,

wenn das immer noch so ist bist du mit dem spruch ich leih es mir aus der videothek aus schon fast ein raubkopierer...

hab gerade mal ein paar spiele durchgetestet und überall steht in der lizenz das verleih nicht erlaubt ist.

bin der meinung das die meisten raubkopierer auch die besten kunden sind...
sie konsumieren nur mehr als andere und geben überdurchschnittlich viel für spiele aus...
wenn jeder spieler soviele vollpreistitel jedes jahr kaufen würde wie viele raubkopierer könnte die spielebranche noch mehr mit geld um sich werfen als sie es bisher kann :D

bei 50 euros pro spiel muss mal schon prioritäten setzen.
gibt ja heutzutage leider kaum noch spiele die einem länger als eine woche beschäftigen bis man es durch hat.
Sorry, den Beitrag muss ich einfach mal komplett zitieren.
Also, Spiele verleihen ist NICHT illegal, lediglich die No CD-Keys, bzw. das Spiel auf dem Rechner zu behalten ist es "halbwegs" (rechtlich keine Ahnung von der Materie).
Es gibt für Videotheken spezielle Versionen mit Vermietrecht, dass die Videotheken teilweise aber auch die ohne anbieten erscheint komisch. Kann aber auch sein, dass der Publisher keine Extra-Version anfertigt sondern die Versionen nur für mehr Geld verkauft?
Nein, ist definitiv nicht so, Videotheken zahlen meist nichtmal den normalen Kaufpreis. Eventuell weiss ja jemand mehr?
Und zu der Theorie "Raubkopierer" konsumieren mehr, ok mag sein, aber nur weil ich gern Auto fahre kann ich mir doch nicht einfach Benzin kostenlos von der Tankstelle holen oder?
Wäre einfach unfair gegenüber anderen, die ihr Geld immer für die Ware ausgeben. Ich persönlich verzichte einfach mal auf ein Spiel und spiele ein altes nochmal durch (sind meist eh besser).
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nepumax
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Beitrag von nepumax »

Erstmal Danke an "Max_Headroom" für die sehr ausführliche Erklärung! :D

Ich frage mich, was für eine Antwort ich bekommen würde, wenn ich einem Hersteller eine Mail schreibe, in der steht, dass ich das Spiel verkaufen möchte und darum bitte, meinen Account zu löschen und meinen Key wieder zu einer neuen Registrierung freizugeben...
psyemi hat geschrieben:gibt ja heutzutage leider kaum noch spiele die einem länger als eine woche beschäftigen bis man es durch hat.
Genau so ist es! Früher habe ich mich nicht halbsoviel über Spiele informiert wie heute. Es waren damals fast immer, mehr oder weniger, Blindkäufe. Trotzdem konnte ich mich mit den meisten Games viele Wochen beschäftigen (manche spiele ich heute noch!).
Aber heutzutage begeistern mich die neuen Spiele fast gar nicht mehr. Null Motiviation ein Spiel weiterzuspielen. Und wenn man dann noch den Preis ansieht... Traurig, traurig! :(
psyemi
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Beitrag von psyemi »

Termix hat geschrieben:
psyemi hat geschrieben:naja ich weiß zwar nicht ob es jetzt anders ist das es richtige verleihversionen von spielen gibt,

früher wo ich noch das ein oder andere mal in der videothek war, war es so das bei fast jedem spiel der kommerzielle verleih bei spielen grundsätzlich verboten ist...
die videotheken machen es einfach trotzdem,

wenn das immer noch so ist bist du mit dem spruch ich leih es mir aus der videothek aus schon fast ein raubkopierer...

hab gerade mal ein paar spiele durchgetestet und überall steht in der lizenz das verleih nicht erlaubt ist.

bin der meinung das die meisten raubkopierer auch die besten kunden sind...
sie konsumieren nur mehr als andere und geben überdurchschnittlich viel für spiele aus...
wenn jeder spieler soviele vollpreistitel jedes jahr kaufen würde wie viele raubkopierer könnte die spielebranche noch mehr mit geld um sich werfen als sie es bisher kann :D

bei 50 euros pro spiel muss mal schon prioritäten setzen.
gibt ja heutzutage leider kaum noch spiele die einem länger als eine woche beschäftigen bis man es durch hat.
Sorry, den Beitrag muss ich einfach mal komplett zitieren.
Also, Spiele verleihen ist NICHT illegal, lediglich die No CD-Keys, bzw. das Spiel auf dem Rechner zu behalten ist es "halbwegs" (rechtlich keine Ahnung von der Materie).
Es gibt für Videotheken spezielle Versionen mit Vermietrecht, dass die Videotheken teilweise aber auch die ohne anbieten erscheint komisch. Kann aber auch sein, dass der Publisher keine Extra-Version anfertigt sondern die Versionen nur für mehr Geld verkauft?
Nein, ist definitiv nicht so, Videotheken zahlen meist nichtmal den normalen Kaufpreis. Eventuell weiss ja jemand mehr?
Und zu der Theorie "Raubkopierer" konsumieren mehr, ok mag sein, aber nur weil ich gern Auto fahre kann ich mir doch nicht einfach Benzin kostenlos von der Tankstelle holen oder?
Wäre einfach unfair gegenüber anderen, die ihr Geld immer für die Ware ausgeben. Ich persönlich verzichte einfach mal auf ein Spiel und spiele ein altes nochmal durch (sind meist eh besser).
naja ich kannte mal einen videothekenbesitzer und ich habe mal in einem game shop gearbeitet der auch verliehen hat, ist schon lange her.

damals gab es aufjedenfall keine verleihversionen und es war auch vom hersteller verboten spiele zu verleihen gemacht haben sie es alle trotzdem.