-Empire- hat geschrieben:
Zu deinen USB- Dongles muss ich dir leider sagen das die nur die Lizenz schützen und das kopieren nich.
Davon abgesehen, kauf mir sicher nicht noch was extra damit ich das spiel starten darf....
Du kannst kein Programm ohne Dongle starten, Kopien kannst du dir beliebig viele anfertigen, die du auch alle, Dongle vorausgesetzt, an jedem Rechenr der Welt zocken kannst. Die können tausendfach runtergeladen werden, nur hat niemand etwas davon, solange er keinen Dongle besitzt. Es ist schlicht der beste Schutz den es gibt, denn ein Händler verkauft im eigentlichen Sinne mit der DVD des Spiels auch nur Lizenzen. Und jeder, der meint er würde sich ein Spiel nicht zulegen weil er einen USB- Stick anschließen muss, hat wahrscheinlich auch Probleme damit eine CD zum spielen einzulegen und lädt sich deshalb lieber eine Raubkopie mit Crack runter. Solch eine Argumentation ist völlig bekloppt.
USB ist ein Standard, Spiele auf diese Weise zu schützen erfordert auch nur einen geringen Herstellungsaufwand, pro Dongle etwa 6$, der sich durch den Verzicht auf Lizenzgebühren für einen DRM- Kopierschutz amortisiert. Wer sich dann immer noch beschwert, der schimpft auch auf die heutigen Kopierschutzmaßnahmen nur, weil er glaubt alles müsse ihm umsonst zur Verfügung stehen und das Umgehen des Schutzes koste zuviel Zeit.
Zudem könnte man über die Dongle- Methode auch die Distributionswege ändern. Das Spiel an sich wird als offizielle ISO in alle Tauschbörsen gestellt und auf Downloadportalen angeboten. Zu kaufen gibts im Laden nur noch den USB- Stick zur Aktivierung. Diese Maßnahme lässt sich im Übrigen noch umgehen, allerdings nur unter enorm hohem Aufwand.
Wenn man absolut sicher gehen will, liefert man jeden Dongle mit einem Spiel zusammen aus. Beide sind untrennbar, sprich man kann mit diesem Dongle nur diese Kopie zocken, keine andere. Dann wäre endgültig Schluss mit Raubkopien, da jede einzelne erneut gecrackt werden müsste.
Kajetan hat geschrieben:
... es hat schon seinen Grund, warum sie das nicht tun. Weil man im Massenmarkt mit einem derart rigiden System nichts mehr verkauft bekommt. Die Publisher wissen dies und setzen daher bewusst NICHT auf Dongles. Zudem geht es ja letztendlich nicht darum, Kopien zu verhindern, sondern nur darum, den Aktionären zu zeigen, dass man in dieser Richtung etwas tut, so unvollkommen und soinnlos das auch ist.
Und selbst wenn ... der Umstand, dass es selbst für Dongle-geschützte Software Cracks gibt, welche diese Hardwareabfrage ausschalten, zeigt nur, dass man das Phänomen "Kopie" nicht mit Technik erschlagen kann, wenn der "Gegenseite" genau die gleichen Mittel zur Vefügung stehen, die man einsetzt, um diese Inhalte zu schützen. Diesen Krieg kann die Industrie niemals gewinnen. Das ist vollkommen aussichtslos. Aber solange die Aktionäre auf DRM bestehen, solange werden die Publisher DRM einsetzen.
Übrigens, mit ein Grund, warum man in der Musikindustrie so langsam von DRM Abschied nimmt, liegt an den dortigen Investoren, die erkannt haben, dass DRM nichts zur Umsatzsteigerung beiträgt, im Gegenteil, sogar dafür sorgt, dass der immer noch in Kinderschuhen steckende Donwload-Markt für immer klein und unbedeutend bleiben wird.
Ich sehe überhaupt kein Problem darin, ein solches System dem Massenmart "aufzuzwingen". Es ist einfach zu handhaben und mit der CD schließt man eben noch einen USB- Stick an, um mehr muss man sich als Kunde nicht mehr kümmern. Kein Zwang zur Aktivierung, keine Ausführen kryptischer Installationschritte, auch das Eintippen einer Seriennummer kann wegfallen.
Die Cracks sind aber auch nur für den allgemeinen Dongleschutz gedacht. Eine personalisierte Kopie wie oben beschrieben ist nicht zu knacken. Auch hängt dies davon ab, wie oft das Programm den Dongle abfragt und ob es explizit einen mit spezieller Kennung versehenen USB- Stick vorraussetzt. Steinberg nutzt diese Methode für all ihre Musikprogramme und ist damit auch erfolgreich. Beispielsweise landete die erste Cubase SX- Version mit Dongleschutz erst nach 2 Jahren vollständig in den Tauschbörsen, vorher war die Software immer nur zu bestimmten Punkten benutzbar, bis wieder eine Abfrage an den Dongle kam, auf welche die Cracker noch nicht gestoßen waren.
In einem Dongle würde ich auch weniger ein DRM- System im klassischen Sinne sehen, vielmehr wird mir hierdurch die Lizenz materiell ausgehändigt und ich darf damit machen, was ich will. Auch weiterverkaufen. Darin sehe ich den Grund, warum ein solcher Schutz abgelehnt wird. Der Resellermarkt lässt sich ohne begrenztes Installationslimit, Onlineaktivierung und permanente Internetverbindung schlecht unterbinden.