Der 4P-Kommentar: Die wertvolle Gewalt

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mOrs
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Beitrag von mOrs »

Termix hat geschrieben:Und nunja, ich behaupte nicht "Killerspiele sind (nicht) Schuld an Amokläufen"
Hatte ich behauptet, dass du das behauptet hast?
Termix hat geschrieben:Die Frage ist aber auch, ob das in einem Spiel auch wünschenswert für alle Spieler ist.
Meinst du damit, dass viele Spieler sowas nicht spielen wollen würden, oder dass auch solche Spiele einge sowieso schon Verwirrte weiter mental durcheinanderbringen würden?
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muecke-the-lietz
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Beitrag von muecke-the-lietz »

mr archer

klar hat der jörg das. aber das war, denke ich, nicht der eigentliche knackpunkt.
aber zu diesem thema möchte ich denn doch was sagen: wir leben in einer welt, in der die wirtschaftskrise, also die angst vor matriellen beschneidungen für dramatischer gehalten werden, als der krieg. genuzide vor unseren augen...nein, die opelwerke machen zu.

das ist eine egalisierung des menschlichen lebens, den tabubruch begeht nicht die kunst und spielewelt, den begeht die gesellschaft. die schule, die arbeit, die uni, die familie - das alles sind nur ihre mikrokosmen.

...austoßung, gesellschaftlicher rand, nicht mehr nützlich für die gesellschaft, keine notwendigkeit mehr zur existenz. effizienz steht vor emotion, gleichbehandlung wird zu gleichschaltung und die gesellschaft rennt wie verrückt, obwohl soviele zurückbleiben - wie im film: "geht ohne mich weiter, ich komme schon zurecht"

und wo stehen da die spiele?

ich sehe was mit uns allen geschieht, aber aufhalten kann man es nicht - 6 drohungen nach der tat - spaß oder ernst, oder viel zu ernster spaß.

wieviele menschen leiden an den selben dingen, die einige in den wahnsinn und zum mord treiben.

nein, ich denke, es ist nicht nur primitiv sich auf unterhaltung und freizeitbeschäftigung zu konzentrieren, wenn es um "frau koma" geht, es ist schlichtweg falsch
K!Pax
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Beitrag von K!Pax »

zugegeben...der veröffentlichungstermin des artikels ist ungünstig gewählt.ABER...wär er 2 wochen später erschienen wär die tat trotzdem passiert...abgesehn davon, dass der artikel gar nix damit zu tun hat^^........
dann denke ich dasss es wahrscheinlich sogar wichtig ist, gewalt in VideoSPIELEN darzustellen.es befriedigt,so leid es mir tut,einfach dei menschen. und dann ist es besser dies in einem SPIEL zu tun als wie vor 1500 Jahren in gladiatorenkämpfen (vorsicht...gewusste übertreibung^^)...auch wenn die gewalt oft wie ich finde zu vorherrschend und zu normal dargestellt wird(versteht mich nicht falsch, ich zock selbst so was)beispiel manhunt(ich weiß...sogar in der schweiz (zurecht)indiziert):wieso kommt sowas überhaupt auf den markt????während ich spiele wie CS oder CoD(4) dagegen recht harmlos finde...(ich weiß....drastischer vergleich) aber schaut euch doch mal hart aber fair extra von gestern an^^eindeutiger gehts dich nicht...und am ende hacken wir nochmal auf ne bestimmte musikrichtung rum^^(wers nich weiß worauf ich anspiele:rap)das ist eine "hetzjagd".....sry bin grad n bissle offtopic aber ich find die diskussion hier echt lächerlich...und auch jörg muss ich vollkommen zustimmen...die frage ist nicht OB gewalt eingesetzt wird sondern WIE...
anigunner
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Beitrag von anigunner »

@SG1984

Du hast doch gar nicht das Recht hier Unterstellungen ohne Ende unter die Leute zu schmeissen, aber selbst genau das bei anderen Leute anzuprangern. Muss ich eine Galerie betreten haben um Kunst zu erleben und zu definieren? Obliegt es dir ganz alleine zu urteilen was Kunst ist, und was nicht? Komm mal bitte von deinem hohen Ross runter, weil es ist mühsam auf dieser Grundlage zu diskutieren.

Wie du schon gesagt hast, es ist unmöglich die Grenzen von "Kunst" zu definieren. Die letzen Herren die das versucht haben sollten jedem bekannt sein, und die wünscht sich keiner mit normalen Menschenverstand zurück. Das ist jetzt übrigens eine Unterstellung von meiner Seite ;)

Natürlich sehe ich auch das viele Spieler unfähig sind Kritik über ihr Hobby und dessen Darstellung zu vertragen. Aber sorry, das ist überall so. Das zeichnet nicht alleine die Zocker aus. Deswegen sollte man aber nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt hier durchaus kritische Stimmen, und auch der Beitrag von Jörg ist keine "Schönmalerei". Ebenso wie ich nicht alles gutheiße was da als Spiel oder Unterhaltung auf uns losgelassen wird. Manche Sachen gehen mir auch kräftig gegen den Strich, aber da muss man dann als mündiger Bürger einfach den Konsum einschränken und Stellung beziehen.

Du schreibst du regst dich über die Leute auf, die Gewaltdarstellungen verharmlosen. Nun, ich rege mich zudem noch über Leute auf die ohne grundlegendem Wissen bzw. Halbwissen über Spiele herziehen, und sich nur auf die Aspekte beschränken die Ihnen passen. Ich habe im Fernsehen eigentlich nur solche Stimmen gehört, solche die auch mal für die andere Seite Partei beziehen wirst du so gut wie nie hören. Wenn eine Untersuchung festlegt das Computerspiele aggressiv machen steht das morgen fett in der Bildzeitung. Wenn eine andere Studie von renommierten Instituten rauskommt, in der festgestellt wurde das Computerspiele postive Auswirkungen auf das soziale Verhalten haben kann, dann siehst du da nirgends etwas davon. Es ist doch im Moment echt nur noch so das man in der Bevölkerung das hört, was man auch hören will. Bitte verwirren sie mich nicht mit Tatsachen, ich will meine geliebten Vorurteile behalten. Es ist ja auch einfach auf eine kleine Gruppe einzudreschen die kaum Lobby hat, und dabei die wirklichen Probleme auf diese Art schön auszublenden. In meinen Beiträgen davor habe ich ja schon geschrieben was mich wirklich stört, und wo ich Handlungsbedarf sehe...

Das unsere Gesellschaft immer mehr am verwahrlosen ist ist keine Frage.. aber die Spiele sind dafür keine primäre Ursache, ich sehe eher darin mit eine der Auswirkungen. Die Industrie liefert dem Volk das, was es will. Brot und Spiele. Das war schon im alten Rom so, als Unschuldige von wilden Tieren zerfleischt wurden. Damals gab es sicher auch genug Leute die äußerst kritisch sahen, aber die Mehrheit gab sich diesem markaberen Schauspiel hin. Und ich prophezeihe dir, auch in 100 Jahren wird es solche brutale Auswüchse der Unterhaltung geben. Das dient nicht als Entschuldigung, aber man sollte es als Teil des menschlichen Wesens sehen. Es übt einen Reiz aus, dem sich die meisten nicht entziehen können.

Was dieses Gesellschaft mit fehlt ist die Fähigkeit mit der Gewalt richtig umzugehen oder Alternativen aufzuzeigen. Man braucht sich ja nur die hilflosen Reaktionen anzusehen die seit einiger Zeit durch die Lande gehen. Warum Schüler immer aggressiver werden, oder die Jugend fragwürdigen Vorbildern nachjagt. Aber die Ursuche ist nicht direkt in den Gewaltmedien zu suchen, sondern an dem Schulssystem. An der Zukunftsperspektiven der jungen Leute. Wo seine Herkunft schon fast in einen vorbestimmten Weg mündet, in der sich viele Jugendliche einfach nicht verstanden und zum Teil verraten fühlen. Mich wundert es da nicht da in solchen Zeiten derartige Auswüchse zustandekomme. Wie gesagt, die Medien sind ein Spiegel der Gesellschaft.

Waffenpornos bieten den Leuten einfache Lösungswege, so wie die NPD mit ihrer Ausländerhetze vielen stumpfsinnigen einen einfachen Sündenbock zur Verfügung stellt. Jemand der danach sucht, der wird in solchen Lösungen seine geistige Heimat finden. Unbestreitbar. Es sollte uns alle aber deutlich zu denken geben das immer mehr Leute genau in solchen Lösungen einen Zweck sehen. Waffenpornos spielen die allermeisten aus Spaß am brachialem, ohne sich groß was dabei zu denken. Würde man diese Spiele verbieten würde sich damit nichts bessern.. weil das Problem ist ja damit nicht gelöst. Die frustrierten Leute sind immer noch da, und suchen sich dann woanders ihre "Befriedigung".

Die Probleme gehen hier viel tiefer, als von vielen oberflächlich gesehen wird.
Help
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Beitrag von Help »

4P|T@xtchef hat geschrieben:Guten Morgen liebes Forum,

erstmal kurz und kräftig den Kopf schütteln:
Help hat geschrieben:5 Jahre lang zockt ganz Deutschland keine Killerspiele mehr... mal sehen was geschieht. Ich wäre dabei.
Im Zweifel für all die pseudowissenschaftlichen Kläger - wo sind wir eigentlich? Im Land der idiotischen Selbstkasteiung?
Sorry Jörg, ich würde liebend gern Selbstkasteiung betreiben, wenn

a.) dadurch die Opfer hätten vermieden werden können und wir
b.) langfristig endlich frei konsumieren dürfen. Ich bin die Indizierung/Medienkastrierung seit über 20 Jahren leid! Da sind die paar Jahre leicht überbrückbar...

Zumindest würde ich das gegenüber den Opfern gerne in Kauf nehmen.

Warum bietet das US-Militär eigentlich einen Armyshooter an? Selbst wenn nur bei 1 Spieler von 10.000 "gewaltgelüste" erzeugt werden, rechtfertigt dies keine Einschränkung? Worin besteht der Unterschied, ob ich eine reale Waffe in der Hand halte oder eine Maus (bzw. Wii-Controller)? Wie können Flugsimlatoren dann für die Ausbildung von Piloten eingesetzt werden, wenn die Unterschiede zwischen virtueller und realer Welt angeblich so groß sein sollen? Ich sehe zumindest schon bald eine Wii-Beretta!

Nachdem ich das Attentat nun ein Tag lang hab sacken lassen können, kann ich zu "Die wertvolle Gewalt" nur sagen: Geschmacklos Herr Luibl! Ich hoffe das du die damit angestrebte Medienpräsenz nicht erreichen und auf Kosten solcher Gewaltakte daraus keine Aufmerksamkeit schöpfen wirst.
Zuletzt geändert von Help am 12.03.2009 19:16, insgesamt 3-mal geändert.
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

hier stand blödsinn, man sollte nicht den ganze tag vorm bildschirm sitzen, sorry jörg falls schon gelesen
Zuletzt geändert von mr archer am 12.03.2009 19:31, insgesamt 2-mal geändert.
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Helllord_Alatir
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Gewalt

Beitrag von Helllord_Alatir »

Gewalt prägt unsere Gesellschaft, nicht nur unsere jetzige sondern auch all jene vor uns. Ob in Spielen, Büchern, Filmen, Serien oder Kunst, in allen Bereichen ist sie vertreten.

Mit dem Wort Killerspiel hat man sich einen Sündenbock geschaffen der verhindert, dass man die Politik und ihre Etat Kürzungen, vor allem im Bereich der Schul- und Jugendarbeit oder der Bildung, kritisieren kann. Scheinheilig wird von "schockierenden Gewaltexzessen" berichtet und nur wenige Sekunden später werden wie selbstverständlich Blutlachen eines Terroranschlages in Afghanistan gezeigt und die Überschriften von Zeitungen z.B. die der Bildzeitung bestehen fast alltäglich aus den Worten "Mann enthauptet Frau mit Axt und zerstückelt sie".

Ein Spiel ist also böse wenn es Gewalt darstellt? Eine erbärmliche Ausrede!
Die Medien lieben Gewalt, Gewalt lässt ihre Konsumentenanzahl wachsen. Kaum eine Stunde nach dem letzten Amoklauf waren sie vor dem Gutenberg-Gymnasium und bedrängten die Schüler, drangen unerlaubt ins Schulgebäude auf und wollten Stellungnahmen, Anteilnahmen und Verzweiflung die sie der Welt zeigen können. Wie die Aasgeier stürzten sie sich auf jeden der das Gebäude verlies.

Nun wird behauptet Gewalt ist schlecht oder zumindest in einigen Medien. Der neue Amokläufer spielte Zitat:" Counterstriks" und benutzte böse PC Sprache wie lol was ja Zitat: "laut auslachen" bedeutet.

Gewalt in Spielen ist oft unerlässlich, ohne sie würde vieles was uns reizt verschwinden. Gewalt bedeutet meist Action und Action wollen wir schließlich haben. Gewalt ist und war schon immer ein Stilmittel, eines das exzessiv nur Erwachsenen zur Verfügung stehen sollte, auch wenn es schwer ist Kinder von Gewalt fernzuhalten, wenn die eigenen Eltern Ihrem sechs Jahre alten Sohn FEAR kaufen (live miterlebt).

Die gesamte Verbotsdebatte von Spielen bestimmter Art ist somit nutzlos und das war sie schon immer.
Verbotenes gewinnt an Attraktivität und das ein Spiel alleiniger Auslöser von Gewalt ist, dass ist Schwachsinn.

Öffentlich dazu zu stehen, dass man virtuelle Gewalt mag ist gut und richtig, weil ehrlich. Doch es gibt Grenzen. Im Fernsehen zitierte man aus "Chatrooms" unter anderem wie ich zu meinem endsetzen feststellen musste aus 4p. dort begrüßte ein Nutzer das Schießen auf die Polizei.
Diese Volltrottel bringen alle Zocker in Verruf.

Gewalt in der Virtuellen Welt (auch in Filmen und Musik) ist "gut" und notwendig, auch weil sie gewisse Bedürfnisse der Menschen befriedigt die sonst wohl öffentlich ausgelebt werden würden.
Doch all das darf nicht in die Realität gelangen, da hat es nichts zu suchen.

An alle jene Idioten und geistig Degenerierten die die realen Gewaltexzesse begrüßen und "geil" finden noch eine letzte Bitte: Bitte geht los kauft euch ein Seil und hängt euch auf! Trottel wie Euch braucht keine Gesellschaft. Und wenn Ihr Euch nicht aufhängen wollt, dann seit so gut und haltet die Fresse. Ihr bring uns alle in Verruf!"
Help
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Re: Gewalt

Beitrag von Help »

Alatir. hat geschrieben:Gewalt in Spielen ist oft unerlässlich, ohne sie würde vieles was uns reizt verschwinden.
Bitte? Warum das denn? Kannst du ohne den Reiz der Gewalt nicht leben? Würdest du aufgrund des Gewaltreizes Gewalt bei Monopoly, Tischtennis, Pokern, Bowling einführen wollen? Sehnst du dich zu den Gladiatorenkämpfen des alten Roms zurück? Warum braucht man bei Spielen unbedingt Gewalt? Ich kennen viele PC-Spiele, die auch ohne Gewalt Spaß machen.
Alatir. hat geschrieben: Gewalt bedeutet meist Action und Action wollen wir schließlich haben. Gewalt ist und war schon immer ein Stilmittel, eines das exzessiv nur Erwachsenen zur Verfügung stehen sollte, auch wenn es schwer ist Kinder von Gewalt fernzuhalten, wenn die eigenen Eltern Ihrem sechs Jahre alten Sohn FEAR kaufen (live miterlebt).
Sehe ich aus so.
Alatir. hat geschrieben: Öffentlich dazu zu stehen, dass man virtuelle Gewalt mag ist gut und richtig, weil ehrlich.
Bin ich jetzt unehrlich, wenn ich sage, dass ich Gewalt in Spielen nicht mag? Deine Aussage ist viel zu pauschalisiert, du stülpst deine Ansicht auf die Ansicht aller.
Alatir. hat geschrieben: Gewalt in der Virtuellen Welt (auch in Filmen und Musik) ist "gut" und notwendig, auch weil sie gewisse Bedürfnisse der Menschen befriedigt die sonst wohl öffentlich ausgelebt werden würden.
Bitte was!?!? Du glaubst also, wenn wir keine gewalthaltigen Medien hätten, wir zu einer absolut brutalen, gewalttätigen Gesellschaft werden? Das Gegenteil ist doch der Fall! Schau Dir doch mal bitte die Statistiken an: Gewalttaten werden brutaler! Im gleichen Maße wie die Filme & Spiele. Sorry, ich finde den Gedanken das "Gewalt" notwendig und gut ist, einfach krank. Für Künstler mag das interessant sein, um die Gesellschaft aufzurütteln (besser: um damit Geld zu verdienen), ansonsten lehne ich Gewalt ab.
Termix
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Beitrag von Termix »

mOrs hat geschrieben:Hatte ich behauptet, dass du das behauptet hast?
Nein, fühlte mich aber komischerweise angesprochen.

mOrs hat geschrieben:Meinst du damit, dass viele Spieler sowas nicht spielen wollen würden, oder dass auch solche Spiele einge sowieso schon Verwirrte weiter mental durcheinanderbringen würden?
Sowohl als auch, ich sehe mich als psychisch stabil und ich will wahrlich nicht über mein Verhalten in einem Spiel nachdenken, beziehungsweise dazu angeregt werden. Ich sehe bei vielen Leuten, die mit Gedanken über World of Warcraft und ihre dortige "Karriere" ins Bett gehen und so eine "Sucht" / "Stimulation" möchte ich gar nicht.
Und wenn ein psychisch labiler Mensch noch über sein Verhalten nachdenkt, sich womöglich noch Vorwürfe macht, warum er so gehandelt hat.
Als Beispiel mal RPG's, konkret Fallout 3:
Die Gewaltdarstellung in Fallout 3 ist schon relativ heftig, abtrennbare Gliedmaßen etc.
Zudem trifft man, wie in einem RPG üblich auch wichtige Entscheidungen, zum Beispiel, ob man eine Stadt hochgehen lässt oder lieber weniger Geld und ein nicht so tolles Haus hat. Einen labilen Menschen könnten solche Entscheidungen meines Erachtens tatsächlich negativ beeinflussen.
Termix
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Re: Gewalt

Beitrag von Termix »

Help hat geschrieben:
Alatir. hat geschrieben:Gewalt in der Virtuellen Welt (auch in Filmen und Musik) ist "gut" und notwendig, auch weil sie gewisse Bedürfnisse der Menschen befriedigt die sonst wohl öffentlich ausgelebt werden würden.
Bitte was!?!? Du glaubst also, wenn wir keine gewalthaltigen Medien hätten, wir zu einer absolut brutalen, gewalttätigen Gesellschaft werden? Das Gegenteil ist doch der Fall! Schau Dir doch mal bitte die Statistiken an: Gewalttaten werden brutaler! Im gleichen Maße wie die Filme & Spiele. Sorry, ich finde den Gedanken das "Gewalt" notwendig und gut ist, einfach krank. Für Künstler mag das interessant sein, um die Gesellschaft aufzurütteln (besser: um damit Geld zu verdienen), ansonsten lehne ich Gewalt ab.

Ein gewisses Maß an Gewalt mag positiv sein, aber einige Filme überschreiten teilweise wirklich Grenzen. Allerdings verhindert keine Gewalt in Filmen/Spielen auch nicht jede Schlägerei/Schiesserei...
Zudem ist es JETZT zu spät die Gewalt abzuschaffen, wenn es mal ne Zeitmaschine gibt müsste man zum Anfang der Menschheit zurückreisen, die Jagd verbieten und uns zu Pflanzenfressern machen, wäre interessant zu sehen, ob wir uns dann durchgesetzt hätten - bitte nicht zu ernst nehmen ;)
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Helllord_Alatir
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Beitrag von Helllord_Alatir »

ALATIR:Gewalt in Spielen ist oft unerlässlich, ohne sie würde vieles was uns reizt verschwinden.

HELP:
Bitte? Warum das denn? Kannst du ohne den Reiz der Gewalt nicht leben? Würdest du aufgrund des Gewaltreizes Gewalt bei Monopoly, Tischtennis, Pokern, Bowling einführen wollen? Sehnst du dich zu den Gladiatorenkämpfen des alten Roms zurück? Warum braucht man bei Spielen unbedingt Gewalt? Ich kennen viele PC-Spiele, die auch ohne Gewalt Spaß machen.
Pass auf: 1. Ich spiele nur wenige Spiele die in unserem Sinne Gewalttätig sind, ich spiele vor allem RPG`s.

2. Ich hätte mich vielleicht deutlicher ausdrücken sollen. Ein Beispiel: Programmiere mir einen Shooter ohne Gewalt.----Unmöglich oder? Ohne Gewalt ist die uns bekannte "Action" nicht möglich.

ALATIR: Öffentlich dazu zu stehen, dass man virtuelle Gewalt mag ist gut und richtig, weil ehrlich.

HELP:
Bin ich jetzt unehrlich, wenn ich sage, dass ich Gewalt in Spielen nicht mag? Deine Aussage ist viel zu pauschalisiert, du stülpst deine Ansicht auf die Ansicht aller.
Das heißt nun wirklich nur, dass jeder der Gewalt in Spielen mag auch dazu stehen sollte. Ich persönlich fühle mich von dieser Aussage nicht angesprochen, ich finde es aber ätzend wenn hinter vorgehaltener Hand erzählt wird "ooooo Gewalt is sooo geil" (achtung starke übertreibung) und öffentlich sagt man "Gewalt...hach wie schrecklich...das tut mir im Herzen weh!"

ALATIR: Gewalt in der Virtuellen Welt (auch in Filmen und Musik) ist "gut" und notwendig, auch weil sie gewisse Bedürfnisse der Menschen befriedigt die sonst wohl öffentlich ausgelebt werden würden.

HELP:
Bitte was!?!? Du glaubst also, wenn wir keine gewalthaltigen Medien hätten, wir zu einer absolut brutalen, gewalttätigen Gesellschaft werden? Das Gegenteil ist doch der Fall! Schau Dir doch mal bitte die Statistiken an: Gewalttaten werden brutaler! Fast schon im gleichen Maße wie die Filme und Spiele. Sorry, ich finde den Gedanken das "Gewalt" notwendig ist, einfach krank. Für Künstler mag das interessant sein, um die Gesellschaft aufzurütteln (besser: um damit Geld zu verdienen), ansonsten lehne ich Gewalt ab.
Lass mich dir das so erklären, an meinem Beispiel: Ich stehe gerade jetzt vor der Prüfungszeit unter Stress. Jeder Lehrer will irgendwas, jeder Klassenkammerad, sie liegen mir dauernt in den Ohren. Sowas macht mich aggressiv, ABER diese Aggressivität will und werde ich nicht öffentlich ausleben. Ich höre zum Beispiel ziemlich aggressive Musik...bestimmte Richtungen im Metal. WEIL....so paradox das klingt....sie mich beruhigt. Eine ähnliche Wirkung können solche Spiele oder andere Medien haben. Manche reagieren sich beim Sport ab andere bei CS.
Auch wenn man es aus meinem vorhergehenden Kommentar wohl kaum ersehen kann, ich bin Gewalt sehr abgeneigt, der realen aber wesentlich mehr als der gestellten. Ich weiß aber von einigen Bekannten und Freunden das es Ihnen so geht. Mir ist es lieber sie Spielen, wenn das der Preis dafür ist das sie keinerlei Gewalt anwenden und Nachts nicht um die Häuser ziehen um Leute zu vermöbeln.

Das es natürlich auch fälle gibt in dennen mediale Gewalt verstärkend auf Agressionen wirkt versteht sich von selbst.Bitte? Warum das denn? Kannst du ohne den Reiz der Gewalt nicht leben? Würdest du aufgrund des Gewaltreizes Gewalt bei Monopoly, Tischtennis, Pokern, Bowling einführen wollen? Sehnst du dich zu den Gladiatorenkämpfen des alten Roms zurück? Warum braucht man bei Spielen unbedingt Gewalt? Ich kennen viele PC-Spiele, die auch ohne Gewalt Spaß machen.[/quote]
keen Magnus
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Beitrag von keen Magnus »

Vielen dank Jörg für diesen guten Artikel.
Und ob nun ein amoklauf passiert ist oder nicht ändert das nichts an der guten aussage. Ich verfolge das Medienspektakel und muss feststellen das auch eine wiederholung der beiträge des letzten schlimmen Amoklaufs sein könnten.
Es wird sich politisch nichts ändern, das was sich ändern müsste ist nicht bezahlbar oder will einfach nicht bezahlt werden und somit ist eine ewige Diskusion darüber zwar nicht überflüssig, aber letzten Endes ergebnisslos so gut die Kommentare auch sein mögen.
Der 4P-Kommentar hätte auch zu einem anderen Zeitpunkt ins Netz gestellt werden können, aber dadurch das er heute aufgetaucht war er ein Grund darüber zu reden und er hat aufsehen erregt, meiner Meinung positives aufsehen.
Diese Art Verbrechen, Amokläufer sind eine sehr traurige Begleiterscheinung unseres heutigen Systems und einer angestaubten relativ gierigen und Machtversessenen Politik und da diese immer Amerikanischer wird sollten wir uns weniger wundern sondern mehr Handeln, jeder einzelne.
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Beitrag von Help »

Alatir. hat geschrieben:Manche reagieren sich beim Sport ab andere bei CS.
Siehst du keinen Unterschied darin, dass man seinen Stress entweder mit 1 Stunde Joggen oder 1 Stunde Counterstrike abbaut?
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mOrs
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Beitrag von mOrs »

Termix hat geschrieben:Sowohl als auch, ich sehe mich als psychisch stabil und ich will wahrlich nicht über mein Verhalten in einem Spiel nachdenken, beziehungsweise dazu angeregt werden. Ich sehe bei vielen Leuten, die mit Gedanken über World of Warcraft und ihre dortige "Karriere" ins Bett gehen und so eine "Sucht" / "Stimulation" möchte ich gar nicht.
Und wenn ein psychisch labiler Mensch noch über sein Verhalten nachdenkt, sich womöglich noch Vorwürfe macht, warum er so gehandelt hat.
Als Beispiel mal RPG's, konkret Fallout 3:
Die Gewaltdarstellung in Fallout 3 ist schon relativ heftig, abtrennbare Gliedmaßen etc.
Zudem trifft man, wie in einem RPG üblich auch wichtige Entscheidungen, zum Beispiel, ob man eine Stadt hochgehen lässt oder lieber weniger Geld und ein nicht so tolles Haus hat. Einen labilen Menschen könnten solche Entscheidungen meines Erachtens tatsächlich negativ beeinflussen.
Gut, aber einen psychisch labilen Menschen beeinflusst jegliche Gewalt in Videospielen. Um diese ging es mir auch garnicht, sondern mehr um die "Grenzfälle", die psychisch noch soweit klar sind, dass sie Brutalospiele spielen können, ohne eines Tages wirklich um sich zu schießen, andererseits aber jedwedes Spiel, bei dem der Splatterfaktor hoch genug ist, kaufen, nur weil es eben schön "ausge-gore-n" ist.
Denen könnte man einen Dämpfer damit verpassen, dass sie über die Gewalt in den Spielen nachdenken müssten. Andererseits gibt es - wie man auch an einigen Kommentaren hier sehen kann - viele, die an solchen Spielen interessiert sind. Wenn diese Spiele dann also irgendwann besser liefen, als die No-brain-all-pain-Gurken, wäre das ein Fortschritt in der Videospielwelt, der mindestens "Evolution", vielleicht sogar das Wort mit R genannt werden könnte.
Help hat geschrieben:
Alatir. hat geschrieben:Gewalt in der Virtuellen Welt (auch in Filmen und Musik) ist "gut" und notwendig, auch weil sie gewisse Bedürfnisse der Menschen befriedigt die sonst wohl öffentlich ausgelebt werden würden.
Bitte was!?!? Du glaubst also, wenn wir keine gewalthaltigen Medien hätten, wir zu einer absolut brutalen, gewalttätigen Gesellschaft werden? Das Gegenteil ist doch der Fall! Schau Dir doch mal bitte die Statistiken an: Gewalttaten werden brutaler! Im gleichen Maße wie die Filme & Spiele. Sorry, ich finde den Gedanken das "Gewalt" notwendig und gut ist, einfach krank. Für Künstler mag das interessant sein, um die Gesellschaft aufzurütteln (besser: um damit Geld zu verdienen), ansonsten lehne ich Gewalt ab.
Äähm...nicht unbedingt. Ob Gewalttaten brutaler werden, wird 1. wohl kaum in irgendeiner Statistik auftauchen, da es keinen objektivierbaren Wert für Brutalität gibt und 2. glaube ich, dass einige Menschen schon immer Gewalt in ihrer brutalsten Form aus Lust ausgelebt haben.
Eine Parallele, die auch in der Arbeit über eine Relation zwischen Gewalttaten und brutalen Spielen, die auf 4players mal im Newsbereich vorgestellt wurde (die englische Arbeit, weiß nicht mehr, von wem, vllt kann Jörg da nochmal den Link nennen? Wäre ja dann jetzt wohl nochmal aktuell...), ist das Aufkommen der Pornofilme und die damit zusammenhängende Angst damals, dass dadurch die Sexualverbrechen mehr werden. Statistiken belegen inzwischen aber das genaue Gegenteil; dass nämlich durch das Aufkommen/mehr werden von Pornofilmen die Rate der Sexualverbrechen zurückgegangen ist.
Das Argument mit der "Ersatzbefriedigung" ist also nicht gänzlich falsch, wenn es auch in Sachen PC-Spiele erst noch langfristig durch Statistiken be- (oder in diesem Falle vielleicht doch?) widerlegt werden muss.
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Alatir. hat geschrieben: Lass mich dir das so erklären, an meinem Beispiel: Ich stehe gerade jetzt vor der Prüfungszeit unter Stress. Jeder Lehrer will irgendwas, jeder Klassenkammerad, sie liegen mir dauernt in den Ohren. Sowas macht mich aggressiv, ABER diese Aggressivität will und werde ich nicht öffentlich ausleben.
Diese Aggression hast Du bereits öffentlich ausgelebt. Denn laut dem Erklärungsmodell der Psychologie zufolge beinhalten aggressive Handlungen Einstellungen oder Absichten, Emotionen oder Verhaltensweisen (z. B. verbale Androhungen), die von anderen Personen als verletzend empfunden werden (siehe Dein Post unten).
Jeder aggressiven Handlung gehen übrigens zunächst innere Schritte voraus. Man spricht in diesem Zusammenhang von der Bildung einer aggressiven Intention, welche kognitive (z. B. aggressive Gedanken) und affektive Prozesse (z. B. aggressive Gefühle wie Wut und Ärger) einschließt (siehe Dein Post oben)
Alatir. hat geschrieben: An alle jene Idioten und geistig Degenerierten die die realen Gewaltexzesse begrüßen und "geil" finden noch eine letzte Bitte: Bitte geht los kauft euch ein Seil und hängt euch auf! Trottel wie Euch braucht keine Gesellschaft. Und wenn Ihr Euch nicht aufhängen wollt, dann seit so gut und haltet die Fresse.
Dir noch viel Erfolg mit den Prüfungen!

Grüße
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