Bin auch kein wirklicher Gore-Fetischist: Man spielt einmal ein Spiel mit extremer Darstellung und dann ist die Phase auch schon vorbei, man hat sich "satt" gesehen (klingt pervers) und konzentriert sich aufs wesentliche, was bei diesen Spielen leider viel zu oft kaum entwickelt ist. Da kaufen sich Leute blind ein game namens Soldier of Fortune: Payback extra aus dem Ausland, nur weil die Serie für ihre Gewalt bekannt ist. Dass der dritte Ableger aber absolut nichts für einen richtigen Zocker bietet, wird da doch gerne ignoriert.
Um mal auf den Amoklauf zurückzukommen: "Killerspiele" können schon schuld sein, tragen diese Schuld aber nie alleine und ihre Darstellung ist auch irrelevant. Sie geben dem "Kranken" ja nur den Anreiz, zusammen mit einigen weiteren Sachen, aber das ist vielen Politikern ja gerne mal egal.
Die richtige Gewalt, die einen Menschen fürs Leben zeichnet, gibt es auch nur in Filmen. Was da für perverse Sache dargestellt werden ist teilweise wirklich abartig. Ich bereue heute noch mir Texas Chainsaw Massacre: The Beginning angeschaut zu haben, beide Beine "einfach so" mit der Kettensäge amputiert. Danke!
