Das Lustige daran is das der Begriff wissenschaftlich gesehen nichtmal anerkannt ist. Eine reine Erfindung der staatlichen Obrigkeit quasi. Das sagt dann schon alles über die Killerspiel-Debatten aus.Termix hat geschrieben:
Ohne jetzt auf die psychologische Schiene zu geraten und viele Leser zu verwirren, möchte ich einfach mal anmerken, dass mittlerweile jeder der das Wort "Killerspiel" hört sofort an einen Amoklauf denkt, auf Grund der geschickten Negativierung dieses Wortes. Von Spielern selbst wurde es nie verwendet, in Diskussionsrunden der Öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist es hingegen eines der meistbenutzten Wörter im Zusammenhang mit Amokläufen, sodass man dieses Wort, selbst als vermeintlich Neutraler direkt damit assoziiert.
Der 4P-Kommentar: Die wertvolle Gewalt
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Elchtod
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Dito. Spiele stellen Gewalt als interaktives Medium dar, der Spieler schlüpft in die Rolle des Helden, der Gewalt möglichst effektiv einsetzen muss, um das Spiel zu gewinnen. Bisher gibt es noch kein Spiel, dass den Spieler zur Reflexion seines Verhaltens zwingt. Mal ehrlich, im Grunde sind diese Spiele menschenverachtender Schund, an den man sich einfach gewöhnt hat und ihn deshalb nicht mehr als anstössig empfindet. Genau da liegt aber das Problem.4P|T@xtchef hat geschrieben:Lasst uns doch mal über Spielsituationen reden, in denen Gewalt als reiferes Stilmittel im Sinne Kojimas oder einfach im Sinne guter Dramaturgie funktioniert hat - in denen man darüber nachgedacht hat, in denen sie in irgendeiner Form bewegt, abgestoßen, begeistert, entrüstet oder zum Diskutieren über die Natur der Gewalt angeregt hat.
Kojima selbst hat die hässliche Fratze des Krieges nicht nur erzählerisch mit kritischen Tönen seit Teil 1, sondern auch inhaltlich in MGS4 integriert, indem er Erschießungskommandos im Söldnerlager darstellte - man wurde plötzlich in die Zeugenrolle gepresst und hatte für einen Moment die moralische Wahl: Den Unschuldigen helfen und die Mission damit wesentlich komplizierter machen oder einfach weiter schleichen und das Schuldgefühl mitnehmen?
Ich erinnere an The Darkness und die Szene mit Jenny - das war keine 08/15-Szene der pathetischen Actionglorifizierung, das war bewegend und schockierend. Und natürlich die ideale emotionale Vorbereitung für die Form der allzu menschlichen Gewalt, die man nur in Spielen ausleben kann: Die Rache.
Aber die ist mittlerweile in der martialischen Form oft genug inszeniert worden. Wann sind Spiele so reif, dass man die Gewalt im Spiel Stück für Stück abbaut? Wann sind Spiele so reif, dass man voll bewaffnet in den Krieg zieht und aufgrund der brutalen Erlebnisse während des virtuellen Feldzugs den Entschluss fassen kann, zu desertieren? Auf dem Weg von der Front zur Heimat schmeißt man dann eine Waffe nach der anderen weg, muss ehemalige Kameraden töten oder eben nicht, um nach Hause zu kommen. Das Finale ist kein Bosskampf, sondern eine Umarmung.
Das wäre der Anti-Shooter, der Anti-Waffenporno, das erste Anti-Kriegsspiel. Und ich glaube, das könnte überaus unterhaltsam und wertvoll sein, gerade wenn es Gewalt anders inszeniert.
Ich bin auch nicht der Meinung dass man solche Spiele mit dem Etikett "Kunst" oder "Meinungsfreiheit" legitimieren kann. Es gibt nämlich auch für die Kunst ganz klare Grenzen, welche die Gesellschaft setzen muss. Ich bin ganz klar für eine härtere Kontrolle solcher Spiele, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie diese Spiele funktionieren. Spiele werden nicht nur gespielt, sie formen auch das Bewußtsein. Wenn man 7 Stunden am Tag spielt, ist die Grenze zwischen Fiktion und Realität keineswegs so eindeutig, wie manche hier naiv glauben. Unsere Kultur wird mehr und mehr virtualisiert und das gilt auch für unsere sozialen Beziehungen. Ich nenne da nur mal WoW oder Second Life. Jedem muss kklar sein, dass solche Spiele nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehören.
- mr archer
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@ SG1984
also, das ist mir zu schwarz-weiß. Hier mal eine Gegenthese:
Für Kunst gibt es keine Grenzen. Kunst darf alles, kann alles, soll alles. Es ist nicht Aufgabe "der Gesellschaft", Kunst zu kontrollieren, sondern vielmehr im Gegenteil die Aufgabe von Kunst, die Gesellschaft immer wieder herauszufordern, sich ihrer ethischen (und ästhetischen) Grundlagen zu vergewissern. Wenn wir also mal den klassischen No-Brainer als Kunstwerk akzeptieren (wenn auch als sehr kommerzielles, aber das ist ja in der popkultur nun wahrlich nicht verboten) ist die Frage nicht: Wie kann ich die Scheiße schnellstmöglich verbieten? sondern: Was macht die Scheiße mit mir und wie lange bin ich noch bereit, mich von ihr über den Fakt, dass sie sich doch eigentlich mal langsam qualitativ weiterentwickeln müsste, mit immer geileren grafikgimmiks hinwegtäuschen zu lassen. Das führt dann nämlich zu der Erkenntnis, das ICH, das WIR ALLE, die wir sie trotzdem immer weiter kaufen, die Ursache sind. Und zieht man daraus die richtige Konsequenz, dann ergibt das einen bewussten Nichtkauf-Entscheid. und der bewirkt, vorausgesetzt er erfolgt in größerem ausmaß, dann wirklich auch eine weiterentwicklung. an dem punkt gilt es also was zu tun, die kritikfähigkeit der videospiel-kunst-konsumenten zu erhöhen, ihre anspruchshaltung an das medium ihrer wahl zu vergrößern. mit einem verbot erreichst du überhaupt nichts. das führt nur zur solidarisierung und zur flucht in eine reflexhafte abwehrhaltung. also in den zustand, in dem noch jede diskussion zu "killerspielen" unsererseits gemündet ist.
also, das ist mir zu schwarz-weiß. Hier mal eine Gegenthese:
Für Kunst gibt es keine Grenzen. Kunst darf alles, kann alles, soll alles. Es ist nicht Aufgabe "der Gesellschaft", Kunst zu kontrollieren, sondern vielmehr im Gegenteil die Aufgabe von Kunst, die Gesellschaft immer wieder herauszufordern, sich ihrer ethischen (und ästhetischen) Grundlagen zu vergewissern. Wenn wir also mal den klassischen No-Brainer als Kunstwerk akzeptieren (wenn auch als sehr kommerzielles, aber das ist ja in der popkultur nun wahrlich nicht verboten) ist die Frage nicht: Wie kann ich die Scheiße schnellstmöglich verbieten? sondern: Was macht die Scheiße mit mir und wie lange bin ich noch bereit, mich von ihr über den Fakt, dass sie sich doch eigentlich mal langsam qualitativ weiterentwickeln müsste, mit immer geileren grafikgimmiks hinwegtäuschen zu lassen. Das führt dann nämlich zu der Erkenntnis, das ICH, das WIR ALLE, die wir sie trotzdem immer weiter kaufen, die Ursache sind. Und zieht man daraus die richtige Konsequenz, dann ergibt das einen bewussten Nichtkauf-Entscheid. und der bewirkt, vorausgesetzt er erfolgt in größerem ausmaß, dann wirklich auch eine weiterentwicklung. an dem punkt gilt es also was zu tun, die kritikfähigkeit der videospiel-kunst-konsumenten zu erhöhen, ihre anspruchshaltung an das medium ihrer wahl zu vergrößern. mit einem verbot erreichst du überhaupt nichts. das führt nur zur solidarisierung und zur flucht in eine reflexhafte abwehrhaltung. also in den zustand, in dem noch jede diskussion zu "killerspielen" unsererseits gemündet ist.
- ColdFever
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Also mir hätte bei 4P als reichweitenstärkstem Mag Deutschlands auch schon eine ganz normale Sensibilität gereicht. Dagegen am Tag eines durchknallten Massenmordes vor unserer Haustür in vollem Bewusstsein einen Kommentar über "wertvolle Gewalt" in den Medien abzuliefern, besitzt für mich nicht einmal mehr den Hauch von Sensibilität. Das war auch weder kühn noch klug, sondern einfach daneben. Es gibt für alles einen richtigen und einen falschen Zeitpunkt, und dieses war sicher nicht der richtige, um gerade diesen Kommentar loszuwerden. Er erreichte in dieser Form nämlich glatt das Gegenteil, denn anstatt eine Diskussion über sein Thema anzustoßen, ist er Wasser auf die Mühlen derjenigen, die uns Gamer in die Ecke der potenziellen Psychopathen stellen wollen - die selbst im Angesicht des Todes nur mit gelangweiltem Lächeln "einfach nur weiterzocken" wollen.4P|T@xtchef hat geschrieben:Alle, die von uns angepasste Berichterstattung verlangen, sind bereits so konditioniert, dass sie sich anmaßen, bei Spielewebseiten besondere Sensibilität zu verlangen.
Weiter: Wer hat gestern Abend die Amok-Diskussion im 1. Programm bis ca. 23:30 verfolgt? Es war bezeichnend, dass die bekannten Psycho-Spezialisten aus Politik und Forschung mit *keinem Wort* darüber diskutierten, warum irgendwelche Waffennarren in Privathaushalten massenweise Kanonen und Munition horten müssen? Oder Minderjährige an der Waffe geschult werden? Dafür wurde aber *eine Stunde* darüber diskutiert, wie blutig Counterstrike ist, wie 14-jährige sich USK-18 problemlos kaufen können, und wie diese Programme bei gefährdeten Seelen als "Auslöser" wirken. Diese Propaganda-Diskussion über die möglichen psychischen Gefahren tödlicher Spiele unter völliger Ausblendung der realen Gefahren durch tödliche Waffen in den falschen Händen war so absurd, dass ich dazu gerade hier gern hier einen "kritischen, ehrlichen, aktuellen" Kommentar gelesen hätte...
- SG1984
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Sorry, aber es gibt auch Grenzen für die Kunst, sie ist NICHT grenzenlos. Lass sir das von einem Kunstwissenschaftler mal sagen. Abgesehen davon geht diese ziemlich abstrakte Diskussion um Kunst oder nicht an der Realität vorbei: 12-16 jährige als Hauptkonsumenten können wahrscheinlich nicht mal Michelangelo buchstabieren, von ihnen einen reifen Umgang mit dieser Art von Kunst zu vorauszusetzen halte ich für wahnwitzig.mr archer hat geschrieben:@ SG1984
also, das ist mir zu schwarz-weiß. Hier mal eine Gegenthese:
Für Kunst gibt es keine Grenzen. Kunst darf alles, kann alles, soll alles. Es ist nicht Aufgabe "der Gesellschaft", Kunst zu kontrollieren, sondern vielmehr im Gegenteil die Aufgabe von Kunst, die Gesellschaft immer wieder herauszufordern, sich ihrer ethischen (und ästhetischen) Grundlagen zu vergewissern. Wenn wir also mal den klassischen No-Brainer als Kunstwerk akzeptieren (wenn auch als sehr kommerzielles, aber das ist ja in der popkultur nun wahrlich nicht verboten) ist die Frage nicht: Wie kann ich die Scheiße schnellstmöglich verbieten? sondern: Was macht die Scheiße mit mir und wie lange bin ich noch bereit, mich von ihr über den Fakt, dass sie sich doch eigentlich mal langsam qualitativ weiterentwickeln müsste, mit immer geileren grafikgimmiks hinwegtäuschen zu lassen. Das führt dann nämlich zu der Erkenntnis, das ICH, das WIR ALLE, die wir sie trotzdem immer weiter kaufen, die Ursache sind. Und zieht man daraus die richtige Konsequenz, dann ergibt das einen bewussten Nichtkauf-Entscheid. und der bewirkt, vorausgesetzt er erfolgt in größerem ausmaß, dann wirklich auch eine weiterentwicklung. an dem punkt gilt es also was zu tun, die kritikfähigkeit der videospiel-kunst-konsumenten zu erhöhen, ihre anspruchshaltung an das medium ihrer wahl zu vergrößern. mit einem verbot erreichst du überhaupt nichts. das führt nur zur solidarisierung und zur flucht in eine reflexhafte abwehrhaltung. also in den zustand, in dem noch jede diskussion zu "killerspielen" unsererseits gemündet ist.
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Termix
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ColdFever hat geschrieben:Also mir hätte bei 4P als reichweitenstärkstem Mag Deutschlands auch schon eine ganz normale Sensibilität gereicht. Dagegen am Tag eines durchknallten Massenmordes vor unserer Haustür in vollem Bewusstsein einen Kommentar über "wertvolle Gewalt" in den Medien abzuliefern, besitzt für mich nicht einmal mehr den Hauch von Sensibilität. Das war auch weder kühn noch klug, sondern einfach daneben. Es gibt für alles einen richtigen und einen falschen Zeitpunkt, und dieses war sicher nicht der richtige, um gerade diesen Kommentar loszuwerden. Er erreichte in dieser Form nämlich glatt das Gegenteil, denn anstatt eine Diskussion über sein Thema anzustoßen, ist er Wasser auf die Mühlen derjenigen, die uns Gamer in die Ecke der potenziellen Psychopathen stellen wollen - die selbst im Angesicht des Todes nur mit gelangweiltem Lächeln "einfach nur weiterzocken" wollen.
Weiter: Wer hat gestern Abend die Amok-Diskussion im 1. Programm bis ca. 23:30 verfolgt? Es war bezeichnend, dass die bekannten Psycho-Spezialisten aus Politik und Forschung mit *keinem Wort* darüber diskutierten, warum irgendwelche Waffennarren in Privathaushalten massenweise Kanonen und Munition horten müssen? Oder Minderjährige an der Waffe geschult werden? Dafür wurde aber *eine Stunde* darüber diskutiert, wie blutig Counterstrike ist, wie 14-jährige sich USK-18 problemlos kaufen können, und wie diese Programme bei gefährdeten Seelen als "Auslöser" wirken. Diese Propaganda-Diskussion über die möglichen psychischen Gefahren tödlicher Spiele unter völliger Ausblendung der realen Gefahren durch tödliche Waffen in den falschen Händen war so absurd, dass ich dazu gerade hier gern hier einen "kritischen, ehrlichen, aktuellen" Kommentar gelesen hätte...
Zu Absatz 1:
Mag sein, dass der Beitrag nicht unbedingt sensibel ist, allerdings ist er keinesfalls unpassend, denn bald wird jeder Monat einen "Amoklaufjahrestag" haben (Paris, Alabama, Winnenden 3 Tage, 3 Amokläufe).
Und mal ganz ehrlich, was stand Schlimmes in dem Beitrag? Und meinst du wirklich die Leute die der Amoklauf wirklich mitgenommen hat, sprich die Beteiligten sitzen heute am PC nachdem die bösen Killerspiele wieder schuld waren?
Ich sage es gerne nochmal : Ich empfinde Abscheu, wenn ich so etwas wie No Country For Old Men sehe, nicht wenn ich Gewalt in einem Spiel ausübe, denn die Gewalt in Filmen ist verdammt real, in Spielen wirkt Sie einfach "noch" nicht so.
Zu Absatz 2:
Ja, ich habe diesen Dreck tatsächlich auch gesehen, übrigens sehr rücksichtsvoll vom wichtigsten Sender Deutschlands zu zeigen wie 2 unbescholltene Jugendliche einfach so böse Killerspiele kaufen!!!!!
Wenn du magst lies meinen Kommentar eine Seite vorher, ich zitiere aus der dort genannten Quelle über 2 Filme:
Edit-Zitat @SG1984 :"MONEY TRAIN
FILM: Ein Action-Thriller von 1995, der in der New Yorker U-Bahn spielt. Darin geht ein Schalterhaus in Flammen auf.
FALL: Im November 1995 passierte eine identische Brandstiftung mit einem Toten. Doch die Täter kannten den Spielfilm nicht.
WARLOCK
FILM: eine Produktion von 1991, in Kanada ab 14 Jahre freigegeben
FALL: Der 14jährige Sandy Charles aus dem kanadischen Ort Saskatoon ermordete 1995 einen Siebenjährigen und trank geschmolzenes Fett von dem Leichnam, weil er wie der Held in „Warlock“ fliegen wollte."
JOHN GRISHAM – DER BESTSELLERAUTOR wirft Regisseur Oliver Stone vor, für dem Tod eines Grisham-Freundes mitverantwortlich zu sein.
OLIVER STONE – DER REGISSEUR kontert: Grisham argumentiere scheinheilig und betreibe eine Hexenjagd auf die künstlerische Freiheit.
Zuletzt geändert von Termix am 12.03.2009 16:23, insgesamt 2-mal geändert.
- Jesterdance
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Diese Altersgruppe ist innerhalb dieser Diskussion ohnehin nicht als die Hauptkonsumentengruppe darzustellen, da die besagten Titel keine entsprechende Altersfreigabe bekommen.SG1984 hat geschrieben:Sorry, aber es gibt auch Grenzen für die Kunst, sie ist NICHT grenzenlos. Lass sir das von einem Kunstwissenschaftler mal sagen. Abgesehen davon geht diese ziemlich abstrakte Diskussion um Kunst oder nicht an der Realität vorbei: 12-16 jährige als Hauptkonsumenten können wahrscheinlich nicht mal Michelangelo buchstabieren, von ihnen einen reifen Umgang mit dieser Art von Kunst zu vorauszusetzen halte ich für wahnwitzig.
Problem ist einfach, dass es trotzdem viele an diese Software ranschaffen, des häufigeren auch ganz legal und durch die Hände ihrer Eltern.
- mr archer
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@ SG1984
und du glaubst wirklich, auch nur einer deiner jugendlichen Michelangelo-Legastheniker würde sich von einem verbot auch nur im entferntesten abhalten lassen? come on. wenn es denn diese völlig vernerdeten 16jährigen tatsächlich gibt, die immer so gerne herbeigeschrieben werden, den retardierten, dumpfblöden grunzpöbel auf den es sich immer so schön bildungsbürgerlich herabverachten lässt, dann meinst du dem mit dem erhobenen zeigefinger und nem büttel vorm spieleladen beikommen zu wollen? viel spass. dieses permanente rumgenöle über die ach moralisch so verlotterte jugend geht mir ziemlich auf den senkel. wieso sollen denn derzeitige 12 - 16 jährige nicht in der lage sein, zu erkennen, was ein gutes spiel sein könnte? gibts genetisch irgendwelche nachweisbaren entwicklungstendenzen, die es "der heutigen jugend" verunmöglichen, schund als solchen zu erkennen? oder was?
und du glaubst wirklich, auch nur einer deiner jugendlichen Michelangelo-Legastheniker würde sich von einem verbot auch nur im entferntesten abhalten lassen? come on. wenn es denn diese völlig vernerdeten 16jährigen tatsächlich gibt, die immer so gerne herbeigeschrieben werden, den retardierten, dumpfblöden grunzpöbel auf den es sich immer so schön bildungsbürgerlich herabverachten lässt, dann meinst du dem mit dem erhobenen zeigefinger und nem büttel vorm spieleladen beikommen zu wollen? viel spass. dieses permanente rumgenöle über die ach moralisch so verlotterte jugend geht mir ziemlich auf den senkel. wieso sollen denn derzeitige 12 - 16 jährige nicht in der lage sein, zu erkennen, was ein gutes spiel sein könnte? gibts genetisch irgendwelche nachweisbaren entwicklungstendenzen, die es "der heutigen jugend" verunmöglichen, schund als solchen zu erkennen? oder was?
- Jesterdance
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Ja gibt es, der Mensch hat sowas wie ein Gedächtnis in denen er Erfahrungen abspeichert und neue Eindrücke mit alten vergleicht. Ein solcher Jugendlicher, der noch nicht über genug Erfahrung mit einem solchen Medium verfügt, wird genau das für Wahr und Gut halten und versuchen zu Verstehen, was ihm vor die Füße geworfen wird. Und das kann auch der letzte Schund sein, und im schlimmsten Falle roh, gewalttätig und surreal.. und darauf baut dann sein Verständnis und seine Erfahrung auf. Dann kommt noch die Pubertät mit all seinen psychologischen und physiologischen Folgen für den Organismus mit ins Spiel.. glaub blos nicht, dass du als 13/14 Jähriger so schlüssig konsumieren und argumentieren könntest wie mit 25.mr archer hat geschrieben:@ SG1984
dieses permanente rumgenöle über die ach moralisch so verlotterte jugend geht mir ziemlich auf den senkel. wieso sollen denn derzeitige 12 - 16 jährige nicht in der lage sein, zu erkennen, was ein gutes spiel sein könnte? gibts genetisch irgendwelche nachweisbaren entwicklungstendenzen, die es "der heutigen jugend" verunmöglichen, schund als solchen zu erkennen? oder was?
Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen..
Zuletzt geändert von Jesterdance am 12.03.2009 16:26, insgesamt 2-mal geändert.
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orbithunter
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Tja wenn ihr unbedingt das thema auf den amoklauf biringen wollt, wie wäre es damit:
Über den vorherigen amokläufer wurde hier wie auch überal wie blöd diskutiert . 2 wochen später war die wellt wieder ok und ihr habt euch hingehockt und auf den nächsten gewartet. Nein, Der hätte ja nicht kommen sollen weil ihr die foren voll gejammert habt wie schlimm das ist usw. Und jetzt Oh sieh mal, da ist noch einer, da such ich mir gleich ein artikel über gewalt und gib meine gedanken im forum wieder. DAS IST VERLOGEN. Geht auf die Strasse und meckert da, oder macht das mit euren stimmen beim wählen bemerkbar.
Wann wäre den der richtige zeitpunkt für diesen artikel gewesen ?? Die meisten scheinen den amokläufer nur mitzukriegen weil überal davon geredet wird. Was ist mit den massen morden in Afrika oder Gazastreifen? Da sterben jeden tag menschen. Ist das dann normale sensibilität wenn hier sonst über kriegs spiele diskutiert wird und nur heute nicht ??
Über den vorherigen amokläufer wurde hier wie auch überal wie blöd diskutiert . 2 wochen später war die wellt wieder ok und ihr habt euch hingehockt und auf den nächsten gewartet. Nein, Der hätte ja nicht kommen sollen weil ihr die foren voll gejammert habt wie schlimm das ist usw. Und jetzt Oh sieh mal, da ist noch einer, da such ich mir gleich ein artikel über gewalt und gib meine gedanken im forum wieder. DAS IST VERLOGEN. Geht auf die Strasse und meckert da, oder macht das mit euren stimmen beim wählen bemerkbar.
Wann wäre den der richtige zeitpunkt für diesen artikel gewesen ?? Die meisten scheinen den amokläufer nur mitzukriegen weil überal davon geredet wird. Was ist mit den massen morden in Afrika oder Gazastreifen? Da sterben jeden tag menschen. Ist das dann normale sensibilität wenn hier sonst über kriegs spiele diskutiert wird und nur heute nicht ??
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Termix
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Achso, Filme wo jemand seine eigenen Genitalien, Därme oder ähnliches essen muss reflektieren "Kunst" und "Meinungsfreiheit"?SG1984 hat geschrieben:Ich bin auch nicht der Meinung dass man solche Spiele mit dem Etikett "Kunst" oder "Meinungsfreiheit" legitimieren kann. Es gibt nämlich auch für die Kunst ganz klare Grenzen, welche die Gesellschaft setzen muss. Ich bin ganz klar für eine härtere Kontrolle solcher Spiele, da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie diese Spiele funktionieren. Spiele werden nicht nur gespielt, sie formen auch das Bewußtsein. Wenn man 7 Stunden am Tag spielt, ist die Grenze zwischen Fiktion und Realität keineswegs so eindeutig, wie manche hier naiv glauben. Unsere Kultur wird mehr und mehr virtualisiert und das gilt auch für unsere sozialen Beziehungen. Ich nenne da nur mal WoW oder Second Life. Jedem muss kklar sein, dass solche Spiele nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehören.
Und Meinungsfreiheit ist natürlich auch, wenn ein Sportschütze meint er braucht eine Waffe mit 300 Schuss am Bett, denn er meint ja sonst würde man seine Freiheit beschränken. Er hat schliesslich das Recht auf einen dicken, frei für alle Familienmitglieder und Freunde zugänglichen Schiessprügel, die haben ja auch alle eine psychologische Untersuchung hinter sich.
Und ja Spiele formen das Bewusstsein, das Leben, in Worten: Schule, Freunde, Filme/Hobbys und Familie, trägt nur einen kleinen Teil dazu bei.
Die Virtualisierung unserer sozialen Kontakte ist aber tatsächlich eine Entwicklung, die auch ich nicht ganz ohne Sorge beobachte. Wenn ich mal mit jüngeren Menschen ( 14-18 ) rede merke ich teilweise, wie sehr es mich doch anwidert, wenn Menschen über keinerlei Rhetorik verfügen.
Am schlimmsten finde ich es jedoch, wenn sie statt zu lachen mir nur ein "lol" entgegnen und dies ist keinesfalls eine Entwicklung an der Spiele allein Schuld sind, grade durch die Chatprogramme wird dieser Slang immer mehr in den Alltag herübergetragen.
1. Habe die erste Diskussion nicht verfolgt, allerdings "Jammer" ich auch nicht, ich versuche lediglich Konversation mit Menschen zu führen, die auch selbst mal ein Spiel gespielt haben. Grade für "alte" Leute, vor allem Kriminologen liegt auf der Hand, dass Killerspiele an allem Schuld sind, auch am Hunger in der Welt, sei es Afrika, Teile Indiens oder sonst wo.orbithunter hat geschrieben:Tja wenn ihr unbedingt das thema auf den amoklauf biringen wollt, wie wäre es damit:
Über den vorherigen amokläufer wurde hier wie auch überal wie blöd diskutiert . 2 wochen später war die wellt wieder ok und ihr habt euch hingehockt und auf den nächsten gewartet. Nein, Der hätte ja nicht kommen sollen weil ihr die foren voll gejammert habt wie schlimm das ist usw. Und jetzt Oh sieh mal, da ist noch einer, da such ich mir gleich ein artikel über gewalt und gib meine gedanken im forum wieder. DAS IST VERLOGEN. Geht auf die Strasse und meckert da, oder macht das mit euren stimmen beim wählen bemerkbar.
Wann wäre den der richtige zeitpunkt für diesen artikel gewesen ?? Die meisten scheinen den amokläufer nur mitzukriegen weil überal davon geredet wird. Was ist mit den massen morden in Afrika oder Gazastreifen? Da sterben jeden tag menschen. Ist das dann normale sensibilität wenn hier sonst über kriegs spiele diskutiert wird und nur heute nicht ??
Die Milliarden, die in die Waffenproduktion wandern sind sehr viel sinnvoller angelegt als die Pfennig- ( oder Cent- ) beträge die in die Videospielindustrie wandern.
Videogames kill people, not weapons.
2. Seine Stimme erheben ist durchaus ein probates Mittel, wenn du jedoch der einzige mit dem Schild "Waffen sind schlecht" in einer Meute von Killerspiel-hassern bist würdest du dir vermutlich auch doof vorkommen oder?
3. Ja natürlich sterben dort jeden Tag Menschen, die sind aber auch alle bewaffnet....... Ach Moment, wie sagte ein ehemaliger Studienkollege der von dort kam zu mir "Wenn ich das Studium nicht schaffe muss ich zurück und das wäre der fast sichere Tod."
Zuletzt geändert von Termix am 12.03.2009 16:52, insgesamt 1-mal geändert.
- SG1984
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Genauso ist es. Erziehung braucht nun mal Grenzen, genauso übrigens wie die Kunst. Grenzen kann man nur erweitern, wenn man welche kennt.Jesterdance hat geschrieben:Ja gibt es, der Mensch hat sowas wie ein Gedächtnis in denen er Erfahrungen abspeichert und neue Eindrücke mit alten vergleicht. Ein solcher Jugendlicher, der noch nicht über genug Erfahrung mit einem solchen Medium verfügt, wird genau das für Wahr und Gut halten und versuchen zu Verstehen, was ihm vor die Füße geworfen wird. Und das kann auch der letzte Schund sein, und im schlimmsten Falle roh, gewalttätig und surreal.. und darauf baut dann sein Verständnis und seine Erfahrung auf. Dann kommt noch die Pubertät mit all seinen psychologischen und physiologischen Folgen für den Organismus mit ins Spiel.. glaub blos nicht, dass du als 13/14 Jähriger so schlüssig konsumieren und argumentieren könntest wie mit 25.mr archer hat geschrieben:@ SG1984
dieses permanente rumgenöle über die ach moralisch so verlotterte jugend geht mir ziemlich auf den senkel. wieso sollen denn derzeitige 12 - 16 jährige nicht in der lage sein, zu erkennen, was ein gutes spiel sein könnte? gibts genetisch irgendwelche nachweisbaren entwicklungstendenzen, die es "der heutigen jugend" verunmöglichen, schund als solchen zu erkennen? oder was?
Kinder und Jugendliche sind keine kleinen Erwachsenen..
Jede Kunst hat sich mit einem gesellschaftlichen Bezugssystem auseinander gesetzt, sei es öknomischer, religiöser oder philosophischer Art.
@ mr archer
Du scheinst ja dein Feindbild zu haben. Aber mir gehts nicht um elitäres Bildungsbürgertum, sondern um Verantwortung in der Erziehung von Menschen, die einfach noch nicht soweit sein können, derartige Spiele zu verarbeiten. Und so leid es mir tut: Genussmittel sind nicht gleich Kunst und damit unangreifbar. Sind Zigaretten und Alkohol am Ende auch eine Kunstform? Klar tun sich Jugendliche mit Verboten schwer, aber es ist einfach wichtig, die eigenen Grenzen zu akzeptieren. Schliesslich akzeptiert auch jeder, dass ein 12jähriger noch keinen Führerschein besitzen darf.
Ich finde es ziemlich gefährlich Jugendschutz mit Bevormundung gleichzusetzen. Bekanntlich beginnt die Volljährigkeit mit 18 genauso wie die volle Schuldfähigkeit vor dem Gesetz an eine bestimmte Altersgrenze gebunden ist. Ich schätze mal, dass ein Großteil der "Bevormundeten" weder die eine noch die andere Voraussetzung erfüllt.
Zuletzt geändert von SG1984 am 12.03.2009 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
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anigunner
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Du setzt also pauschal voraus das alle 12-16 jährigen ungebildet und unfähig sind ein Computerspiel weniger als sieben Stunden pro Tag zu spielen.. und dabei dauern in Gefahr zu sein dem Spiel so dermaßen zu verfallen das sie Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden könne? Also das halte ich für sehr gewagt....SG1984 hat geschrieben: Sorry, aber es gibt auch Grenzen für die Kunst, sie ist NICHT grenzenlos. Lass sir das von einem Kunstwissenschaftler mal sagen. Abgesehen davon geht diese ziemlich abstrakte Diskussion um Kunst oder nicht an der Realität vorbei: 12-16 jährige als Hauptkonsumenten können wahrscheinlich nicht mal Michelangelo buchstabieren, von ihnen einen reifen Umgang mit dieser Art von Kunst zu vorauszusetzen halte ich für wahnwitzig.
Es mag sicher einen Prozentsatz geben, die sich wirklich dermaßen reinsteigern können das es gefährlich wird. Aber in dem Fall sind die Erziehungsberechtigten gefragt, nicht mehr und nicht weniger. Nicht die Politik, und auch nicht die Spiele selbst.
Und abschließend, alles verbieten was irgendwo gefährlich sein "könnte" ist Unsinn. Das ist die typische "Deckel druf und gut" Haltung, die mit für die ganzen Probleme hier in Deutschland mit verantwortlich ist.
- mOrs
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An meinem letzten Post möchte ich korrigieren: gut, das Wort Killerspiele hätte in diesem Satz (dass einige konditioniert sind, Amokläufe mit "Killerspielen" in Verbindung zu bringen und partiell sogar umgekehrt) ruhig ein neutraleres sein können oder zumindest wie hier in Anführungszeichen gesetzt werden müssen. Hätte ich aber statt "Killerspiele" "EgoShooter" gesagt, hätte es den Kern der Sache wohl noch besser getroffen. Es ging ja im Endeffekt um die Assoziation von etwas mit etwas anderem und nicht um das simple in Verbindung Bringen eines WORTES mit einem anderen.
Zu der "psychologischen Debatte" möchte ich doch mal sagen, dass eine Generalisierung hier genauso stumpf und falsch ist, wie der Satz "Killerspiele sind (nicht) Schuld an Amokläufen".
Wer meint, Kinder können nicht zwischen Realität und Fiktion differenzieren liegt falsch. Wo, wenn nicht im Gebiet der Psychologie, muss man so genau auf jedes einzelne Beispiel eingehen?
Politiker verallgemeinern genauso, wie die meisten hier in dem Forum. Ich kann von mir sagen, dass ich nie Probleme mit einem brutalen Spiel oder Film hatte; hingegen mit einigen Bildern in Nachrichten und Dokumentationen sehr wohl.
Trotzdem kenne ich auch in meinem Umfeld Leute, bei denen ich mir da nicht so sicher bin. Letztenendes ist ein generelles Verbot von gewaltdarstellenden Spielen und Filmen eine Bevormundung derer, die damit umgehen könnten; ein "jeder, wie er will" andersrum aber auch nicht richtig. Was wirklich wichtig wäre, wäre eine gesunde Selbsteinschätzung aller, sodass jeder weiß, ob seine Psyche Brutalität in Medien vernünftig verarbeiten kann oder nicht. Und genau hier setzt wieder der eigentliche Artikel ein, denn: es ist eine Art Utopie davon, dass die Gewalt in Spielen nicht als Verkaufsgrund, sondern mit Sinn und Verstand in selbige programmiert wird. Es scheint von einigen viel verlangt zu sein, entweder klar zwischen Realität und Fiktion, in der Gewalt "einfach passiert" aber keineswegs mit dem wahren Leben zu tun hat oder auch nur vergleichbar ist zu trennen, oder aber sich mit dieser fiktionalen Gewalt, so man denn meint, dass sie doch mit der "Welt da draußen" zusammenhängt, auseinanderzusetzen.
Etwas völlig anderes wäre es doch aber, wie in dem Artikel unter anderem "erdacht" wird, ein Spiel zu spielen, dass einem nicht einfach nur diese Gewalt auftischt, sondern den Spieler hinterher auch fragt, wie es denn geschmeckt hat.
Zu der "psychologischen Debatte" möchte ich doch mal sagen, dass eine Generalisierung hier genauso stumpf und falsch ist, wie der Satz "Killerspiele sind (nicht) Schuld an Amokläufen".
Wer meint, Kinder können nicht zwischen Realität und Fiktion differenzieren liegt falsch. Wo, wenn nicht im Gebiet der Psychologie, muss man so genau auf jedes einzelne Beispiel eingehen?
Politiker verallgemeinern genauso, wie die meisten hier in dem Forum. Ich kann von mir sagen, dass ich nie Probleme mit einem brutalen Spiel oder Film hatte; hingegen mit einigen Bildern in Nachrichten und Dokumentationen sehr wohl.
Trotzdem kenne ich auch in meinem Umfeld Leute, bei denen ich mir da nicht so sicher bin. Letztenendes ist ein generelles Verbot von gewaltdarstellenden Spielen und Filmen eine Bevormundung derer, die damit umgehen könnten; ein "jeder, wie er will" andersrum aber auch nicht richtig. Was wirklich wichtig wäre, wäre eine gesunde Selbsteinschätzung aller, sodass jeder weiß, ob seine Psyche Brutalität in Medien vernünftig verarbeiten kann oder nicht. Und genau hier setzt wieder der eigentliche Artikel ein, denn: es ist eine Art Utopie davon, dass die Gewalt in Spielen nicht als Verkaufsgrund, sondern mit Sinn und Verstand in selbige programmiert wird. Es scheint von einigen viel verlangt zu sein, entweder klar zwischen Realität und Fiktion, in der Gewalt "einfach passiert" aber keineswegs mit dem wahren Leben zu tun hat oder auch nur vergleichbar ist zu trennen, oder aber sich mit dieser fiktionalen Gewalt, so man denn meint, dass sie doch mit der "Welt da draußen" zusammenhängt, auseinanderzusetzen.
Etwas völlig anderes wäre es doch aber, wie in dem Artikel unter anderem "erdacht" wird, ein Spiel zu spielen, dass einem nicht einfach nur diese Gewalt auftischt, sondern den Spieler hinterher auch fragt, wie es denn geschmeckt hat.
Zuletzt geändert von mOrs am 12.03.2009 17:10, insgesamt 1-mal geändert.
- SG1984
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Vorsicht, ich habe nicht von pauschalen Verboten gesprochen.anigunner hat geschrieben:Du setzt also pauschal voraus das alle 12-16 jährigen ungebildet und unfähig sind ein Computerspiel weniger als sieben Stunden pro Tag zu spielen.. und dabei dauern in Gefahr zu sein dem Spiel so dermaßen zu verfallen das sie Realität und Fiktion nicht mehr unterscheiden könne? Also das halte ich für sehr gewagt....SG1984 hat geschrieben: Sorry, aber es gibt auch Grenzen für die Kunst, sie ist NICHT grenzenlos. Lass sir das von einem Kunstwissenschaftler mal sagen. Abgesehen davon geht diese ziemlich abstrakte Diskussion um Kunst oder nicht an der Realität vorbei: 12-16 jährige als Hauptkonsumenten können wahrscheinlich nicht mal Michelangelo buchstabieren, von ihnen einen reifen Umgang mit dieser Art von Kunst zu vorauszusetzen halte ich für wahnwitzig.
Es mag sicher einen Prozentsatz geben, die sich wirklich dermaßen reinsteigern können das es gefährlich wird. Aber in dem Fall sind die Erziehungsberechtigten gefragt, nicht mehr und nicht weniger. Nicht die Politik, und auch nicht die Spiele selbst.
Und abschließend, alles verbieten was irgendwo gefährlich sein "könnte" ist Unsinn. Das ist die typische "Deckel druf und gut" Haltung, die mit für die ganzen Probleme hier in Deutschland mit verantwortlich ist.
Statt Unterstellungen und bitte mal ein paar sachliche Argumente von Deiner Seite.
