Besonders heute? Das ist eine Tragödie - ja. Aber die hat genau so wenig mit uns zu tun wie all die anderen von gestern, vorgestern und anno dazumal.
Ich sehe das grundlegend anders: Wir sind eine Gesellschaft, alles, was in dieser passiert hat mehr oder weniger mit uns allen etwas zu tun.
Deiner Meinung nach, bräuchte man auch keine Gedenkfeiern. Hat ja eh nichts mit uns zu tun
Zum Thema Gewalt als Kunst in Videospielen:
Wer Gewalt in Videospielen mit Gewaltdarstellungen in Gemälden oder Büchern vergleicht, wie es hier eine große Anzahl von Usern macht, der hat sich noch nie ernsthaft mit den Unterschied zwischen Videospielen und anderen Medien beschäftigt.
Die Gewalt in Bildern/Romanen ist etwas, was ich betrachte, etwas, dass ich analysieren und interpretieren kann. Ich sehe es und kann mich fragen, was mir das Bild/ der Roman mitteilen will und, ob ich genauso handeln würde. Ich kann sagen: "Nein, tu das nicht, dass ist falsch". Man kan die schöpferische Kraft des jeweiligen Künstlers bewundern. Aber: Man ist ein Voyeur, der passiv im Hintergrund bleibt.
Und wie ist es in Spielen: Man ist hier in einer völlig anderen Rolle.
Ich sehe nicht nur, was passiert, sondern ich handel. Ich sehe nicht, dass XYZ Gewalt anwendet, sondern ich persönlich wende gezielt die Gewalt an. Oftmals muss ich auch entscheiden, wie ich die Gewalt anwenden will. Mir werden Werkzeuge bereitgestellt, aus denen ich entscheiden soll ,welche Gewalt ich für sinnvoll in der jeweiligen Situation finde. Ich kann auch nicht auf die Anwendung der Gewalt verzichten, denn sie ist die Vorraussetzung dafür, dass ich im Spiel weiterkomme. Anders als auf Gemälden/ in Romanen, werde ich im Spiel für die Gewaltanwendung belohnt: Oftmals mit mehr Waffen, mit denen ich was tun soll? Genau, Gewalt andwenden.
Die anderen Medien haben eine Distanz zwischen Betrachter und Medium. Videospiele haben diese eben nicht. Du bist nicht mehr der Passive, der Voyeur, sondern du bist der Aktive, der Gewaltanwender.
Daher kann ich Gewalt in Videospielen nicht als Kunst ansehen.
Und nochmal zu denen, die immer klug fragen, wieso Bücher, in denen Gewalt vorkommt, nicht auch verboten o.ä. werden: Ich kenne kein einziges Buch, in denen so viele Menschen/Aliens etc. getötet werden, wie in einem herkömmlichen Shooter. Kein Buch kommt an die Quantität von Tötungen eines Computerspiels heran.
PS: Auch bei Videospielen gibt es natürlich Ausnahmen. Mein Kommentar zielt eher auf die Shooter und Spiele wie Silent Hill /Resident Evil ab.