Der 4P-Kommentar: Die wertvolle Gewalt

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Elchtod
Beiträge: 34
Registriert: 18.02.2009 17:04
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Elchtod »

Die ganze Debatte hat doch nen Bart. Aus irgendeinem Grund scheinen die Forschungsergebnisse zu diesem Thema kein Schwein zu interessieren, lieber spielen sich manche als Hobbypsychologen auf, zum Kotzen.
Benutzeravatar
Richibot
Beiträge: 163
Registriert: 30.01.2009 20:32
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Richibot »

Ich befürworte bedingungslose Gewalt in Games und Filmen, bin damit aufgewachsen. Bitte kein 4-Uhr-Nachmittags-Programm und Lila-Flusch-Flauschies:(

Ich verurteile jegliche Form von Gewalt im RL - bin schon seit fast 30 Jahren unterwegs und hab noch nie Gewalt gegen andere Menschen oder auch Tiere eingestzt.

Es ist nur ein Spiel ok? Grundsätzliche Frage: Wie kommen manche Leuts drauf hier ne Brücke zwischen Gewalt in Spielen und RL zu ziehen? An solchen dramatischen Ereignissen entzündet sich wieder eine Disskussion die mir die Galle hochkommen lässt.

Menschen verursachen Gewalt, Spiele nicht.

Deutschland du Alptraum aller erwachsener Spieler.

Regards
Benutzeravatar
crewmate
Beiträge: 18865
Registriert: 29.05.2007 15:16
Persönliche Nachricht:

Beitrag von crewmate »

Elchtod hat geschrieben:Die ganze Debatte hat doch nen Bart. Aus irgendeinem Grund scheinen die Forschungsergebnisse zu diesem Thema kein Schwein zu interessieren, lieber spielen sich manche als Hobbypsychologen auf, zum Kotzen.
Der Rausch der Hysterie, Elchtod, der Rausch der Hysterie.
Vergleichbares gab es in den 80ern bei Horrorfilmen.
Es gab damals auch eine ZDF Reportage über Horrorfilme, die die Jugend verziehen.
Die damals beanstandeten Filme waren "Ein Zombi hing am Glockenseil" und "Muttertag".

Die Jugend von damals geht heutzutage arbeiten, wählen und erzieht Kinder.

Sokrates(!!!) hat damals beklagt, die Jugend fröhne den Luxzus und sei faul und habe keinen Respekt.
Das volle Zitat findet sich über jede Suchmaschiene.

Goethe(!!!eins) wurde damals wegen seinem "Werther" kritisiert.
Der targische Liebesroman habe viele Studenten in den Freitod getrieben.
Goethe antwortete mit einem sarkastischen Brief.
Zuletzt geändert von crewmate am 11.03.2009 16:26, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
IxAxUx
Beiträge: 420
Registriert: 07.01.2009 23:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von IxAxUx »

Elchtod hat geschrieben:Die ganze Debatte hat doch nen Bart. Aus irgendeinem Grund scheinen die Forschungsergebnisse zu diesem Thema kein Schwein zu interessieren, lieber spielen sich manche als Hobbypsychologen auf, zum Kotzen.
Ganz richtig. So ist es wirklich.
Die Ironie daran ist aber die: Nicht nur die Politiker sind es, die die Studien
nicht beachten. Sondern vor allem die Gamer. Die drücken immer gerne den Politikern den Stempel "Unwissenheit" auf, selbst lesen sie die Studien auch nicht. Im besten Fall lesen sie Auszüge aus den Studien, die von Gamer-Magazinen veröffentlicht werden und demzufolge auch oftmals nur die positiven Aspekte beinhalten.
Die Wahrheit aber ist, und bitte nicht erschrecken liebe Gamer: Viele, wenn nicht gar die meisten, Studien sagen eindeutig aus: Das Spielen von Shootern hat sehr wohl negative Auswirkungen auf die Psyche.
TNT.Achtung!
Beiträge: 2734
Registriert: 21.08.2008 13:20
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Beitrag von TNT.Achtung! »

überflüssiger kommentar. steht da irgendwas drinne was ich noch nicht weiß? ist irgendwas vorgefallen, was jetzt kommentiert werden müsste?
Benutzeravatar
IxAxUx
Beiträge: 420
Registriert: 07.01.2009 23:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von IxAxUx »

TNT.Achtung! hat geschrieben:[...]ist irgendwas vorgefallen, was jetzt kommentiert werden müsste?
Ja, zwei Amokläufe. Und 4Players will aufgrund dessen Aufmerksamkeit mit dem Kommentar erlangen. Mehrere Tote, viel Polizei und Autos die Tatütata machen? Na das schreit doch danach einen Artikel über "positive" Gewalt zu schreiben. Immerhin will man auf der evtl. nun aufkommenden Killerspiel-Diskussion-Welle mitreiten.
Löblich, wirklich löblich. Man muss die Community ja irgendwie bei Laune halten.
Benutzeravatar
mad15
Beiträge: 294
Registriert: 15.11.2008 19:31
Persönliche Nachricht:

Beitrag von mad15 »

Es ist auf jedenfall wichtig das mal wieder spiele wie The world ends with you rauskommen in denen die gewalt zwar nicht fehlt (denn ganz ehrlich solche spiele sind meistens öde mit wenigen ausnahmen wie fahrenheit) aber auch andere Schwerpunkte gesetzt werden.
Zuletzt geändert von mad15 am 12.03.2009 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
TNT.Achtung!
Beiträge: 2734
Registriert: 21.08.2008 13:20
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Beitrag von TNT.Achtung! »

das eine killerspiel diskussion entsteht ist noch hypothetisch. aber mit solchen reflexartigen kommentaren kann man natürlich einen gewissen fokus erzeugen.

unsere feinde halten uns doch für hunde und jetzt sind wir diejenigen die schon am lautesten am bellen sind? das ist wirklich hervorragend. hoffentlich passieren jetzt jeden tag amokläufe, damit die pi´s von 4p ordentlich nach oben klettern.
Saraya
Beiträge: 91
Registriert: 19.11.2007 16:37
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Saraya »

Ich finde, dass dieser Kommentar der Grenze zur Dummheit nahe kommt. Allein von "wertvoller Gewalt" zu sprechen ist besonders am heutigen – aber auch an jedem anderen – Tag eine Geschmackslosigkeit erster Güteklasse.

Und hört einmal auf so zu tun, als ob Spiele wie CoD, GTA oder wie sie alle heissen, Balsam auf die Seele pupertierender Jugendlicher sind. Das sind sie nicht. Nein, deswegen allein wird niemand zum Amokläufer, da sind wir uns einig. Aber sie machen einen Aussenseiter, der sich darin verliert, bestimmt nicht friedlicher. Und ja, ich glaube definitiv, dass das übermässige Konsumieren von Shootern und anderen Brutalo-Spielen die Hemmschwelle senkt.
Benutzeravatar
ColdFever
Beiträge: 3262
Registriert: 30.03.2006 14:54
Persönliche Nachricht:

Beitrag von ColdFever »

IxAxUx hat geschrieben:Wie kann man an diesem Tag dann einen Kommentar darüber schreiben, dass Gewalt in Spielen gut/toll/wertvoll sein kann? Jetzt kann man mir sagen, was man will, das gehört sich einfach nicht.
Das ist mir auch in den Sinn gekommen, ich war gar beim ersten Lesen am überlegen, wie der Kommentar wohl gemeint war. Das unterhaltsame Morden ist in den westlichen Staaten heute ja ständig präsent, multimedial, auf TV, DVD und PC, kein Sonntagabend ohne Krimimord. Die Gamingbranche hat die Mordwelle nur als letzte erreicht, dafür aber technisch perfekt. Mordkonsum ist für viele Menschen, statt bei ihnen natürliches Abscheu zu erregen, so zu einem Kick in ihrem Leben geworden. Wenn Jörg deshalb am heutigen Tag "wertvolle Gewalt" preist, die als "Stilmittel einer reifen Regie" eingesetzt wird, dann ist das für mich am ehesten noch als brutaler Spiegel einer modernen, blutlosen Maschinenwelt zu verarbeiten. Vielleicht ist das eigene Leben für viele Leute schon so blutleer geworden, sind viele Menschen schon so zu Maschinen geworden, dass sie gar nicht merken, wieviel Mörder-"Stoff" sie als Süchtige schon brauchen, um sich wenigstens virtuell noch ein klein bisschen lebendig zu fühlen. Arme Schweine. Gefühllos geworden, selbst wenn im Fernsehen Bilder aus dem Schlachthof kommen.
Zuletzt geändert von ColdFever am 11.03.2009 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
gh0
Beiträge: 656
Registriert: 30.04.2008 09:23
Persönliche Nachricht:

Beitrag von gh0 »

Richibot hat geschrieben:
Menschen verursachen Gewalt, Spiele nicht.

richtig: und menschen verursachen auch gewaltspiele.


ist nunmal so, dass gewalt die gezeigt wird auf manche anders wirken als auf dich oder mich.

so wie die politiker pauschalisieren, machen das die gamer auch.

"ihr seid alles potentielle amokläufer!!"

"nein, keiner von uns ist ein potentieller amokläufer!!"


beides ist nicht korrekt.
Benutzeravatar
Evil_Jared
Beiträge: 68
Registriert: 03.09.2008 12:32
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Evil_Jared »

TNT.Achtung! hat geschrieben:das eine killerspiel diskussion entsteht ist noch hypothetisch. aber mit solchen reflexartigen kommentaren kann man natürlich einen gewissen fokus erzeugen.

unsere feinde halten uns doch für hunde und jetzt sind wir diejenigen die schon am lautesten am bellen sind? das ist wirklich hervorragend. hoffentlich passieren jetzt jeden tag amokläufe, damit die pi´s von 4p ordentlich nach oben klettern.
ich geh jetz mal davon aus dass du das nicht so gemeint hast und einfach mal versucht hast sarkastisch zu sein, aber dein kommentar is einfach nur bescheuert und trägt auch nicht im geringsten zu der diskussion hier bei...

zum thema: ich finde gore und splattereffekte in videospielen auch nicht verkehrt - kommt eben aufs spiel drauf an. bei max payne oder god of war trägt die brutalität wesentlich zum spielgefühl und zur dreckigen atmosphäre bei, während es zum beispiel schwachsinn wäre die sims mit gore-effekten und sexszenen aufzumotzen (extrem-beispiel!), nur um "erwachsenere spieler" anzusprechen. vor allem die ganzen shooter unterscheiden sich eigentlich nur im bereich grafik und brutalität.
Benutzeravatar
Sid6581
Beiträge: 2332
Registriert: 11.06.2004 16:18
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sid6581 »

Habt ihr den Artikel überhaupt gelesen? Hier wird wieder eine 08/15-Killerspiele-Diskussion losgetreten, bei dem jeder seine Allgemeinplätze rauswürgt "Ich spiele Counterstrike, bin ich jetzt ein Killer?", "Wer Lust am Leid anderer hat, hat einen an der Klatsche" und wie man sie in ihrer Reflexhaftigkeit kennt. Jörg geht es nicht um Killerspiele sondern um die Frage, ob unser Medium erwachsen genug ist, Gewalt als Thema und nicht als Selbstzweck zu verarbeiten. Filmische Beispiele wurden genannt, aber auch ein Fight Club oder ein History of Violence beschäftigen sich ernsthaft (unter anderem) mit dem Thema Gewalt. Doch unser liebstes Medium befindet sich bis heute auf dem Niveau der 80er, es wird gekloppt, geschossen, geschnetzelt. Bringt Spaß, aber einen Kommentar zum Thema Gewalt hat bisher kaum ein Spiel abgeben können, bei GTA reicht es immerhin zu einer selbstironischen Herangehensweise.

Jörg hat vollkommen Recht. Spiele müssen über pure Action, Weltrettungs-Szenarien und dünne, bestenfalls belanglose Storys hinaus wachsen. Dieses Medium hat als einziges die Macht, dem Spieler die eigene verborgene Gewalt vor Augen zu halten (man erinnere sich nur mal an die subtile Schuld, die man beim Tod der Kolossi in Shadow of the Colossus empfunden hat). Erst wenn diese Spiele-Pubertät verlassen wurde, um den Bogen zurück zu spannen, dann werden Killerspieldiskussionen irgendwann auch beendet werden.
Elchtod
Beiträge: 34
Registriert: 18.02.2009 17:04
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Elchtod »

Was die Diskussion zwecks des Ausdruckes "wertvolle Gewalt" angeht, so muss ich Jörg recht geben. Denn so wie ich ihn verstanden habe, geht es darum sich nicht an der Gewalt zu ergötzen, sondern ihr die abschreckende Wirkung zu geben die sie auch in der Realität inne hat. Und das hätte dann (neben dem atmosphärischen Plus) zwangsläufig auch einen pädagogischen Effekt.