Serkis sieht Potenzial für Stories in Spielen

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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Mauricius hat geschrieben:@TRichter

Was womöglich auch daran liegt, dass Atmosphäre und Inszenierung unwissenderweise als "Story" abgehandelt und daher gelobt wird. Obwohl, selbst die dümmlichen, gefühlsduseligen Kurzgeschichten in Lost Odyssey fanden lobende Worte...
Mein positives Lieblingsbeispiel dafür ist Dead Space. Rudimentäre Story, die aber immer klar macht, was man warum tut, die aber auch nie mehr sein will, sich angenehm zurückhält, dabei aber nicht schlecht erzählt ist (System Shock Methode) + gute Inszenierung + tolle Atmo = Befriedigendes Erlebnis.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

na das sich die dead space story aber so zurückhält stimmt auch nicht ganz. denn irgendwann bleibt es ja nicht dabei einfach nur befehlen zu folgen. gerade zum ende hin wurde es zu einem unerträglichen klischee brei, wo einfach alles bekannte aus hollywoodfilmen verwurstet wurde, statt wirklich sich ein kreatives und überraschendes ende auszudenken.

zwar gibt es nie wirklich zwischensequenzen, die einen aus dem spiel rausnehmen, aber die szenen, wo man am weiterlaufen gehindert wird bis man belanglosen monolog nr. 45 sich angehört hatte, wurden immer mehr.

dennoch erfüllte die story ihren zweck. spiele wie das von dir erwähnte farcry 2 sind ja auch eher die ausnahmen. in den meisten spielen tut die story nämlich ihr übriges und versagt nicht so eklatant. im grunde kann man für den mainstream doch sowieso immer dieselbe story verwenden, sie nur jeweils in ein anderes szenario stecken. so macht man das bei filmen ja auch immer.
experimente um andere storyarten für spiele zu integrieren werden ja bestimmt auch wieder in die selben bekannten richtungen verlaufen:
-die mainstream richtung, die irgendwann eine formel entdeckt, der idiotischen maße das gefühl zu geben, eine wahnsinnig aufregende geschichte zu erleben ohne das man in zukunft viel deswegen aufwenden muss oder sich den kopf zerbricht. also ein standard verfahren, daß uns auch wieder nicht gefallen wird
-dann natürlich die nische, wo wirklich versucht wird neue erzählweisen und buchadaptionen in die spielwelten einzubauen. wird den untergrund begeistern, aber geld liesse sich damit nicht verdienen.

das ist also mal wieder müßig und die äußerungen von serkis sind für uns nichts wert.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

jupp dead space wäre hier wirklich zu loben.

auch ist die Story an sich nicht wirklich schlecht.

Was mich aber an der Inszenierung störte war die Tatsache, dass man immer das Gefühl hatte man müsse alles selber machen. Und die andern saßen nur faul in der Gegend rum. Das war für mich ein recht großes Haar in der Suppe. Ansonsten ist die Story an sich in Dead Space doch schonmal gar nicht so schlecht.

RPGs sind Storytechnisch auch oft in Ordnung. Ich persönlich denke dann gern an meine SNES RPGs zurück. Vor allem die Secret of Reihe und Terranigma, obwohl natürlich auch Chrono Trigger *auf Tricher schau* so seine Momente hat =)

das sind schon Beispiele dafür, dass die Story einem auch gefallen kann.

Heutzutage ist es oft so, dass das Spiel die Story vorgibt und nicht andersrum.
Der Leveldesigner denkt sich: "Ja wir brauchen n Pflanzenlevel, und nen Eislevel und ne Lavawelt und bla"
und der Storywriter muss den abstrusen Scheissdreck dann auch noch irgendwie verknüpfen. Gears of War 2 wäre ein prominentes Beispiel Positiv wäre zu vermerken, dass die Levels durchaus abwechslung bieten!! Leider wirken die Zusammenhänge, wie so oft, etwas konstruiert...
das wiederrum mach Halo dann sogar schon besser.....

naja was ich sagen will... Es gibt sie durchaus, die Spiele die eine passable Story haben. Darum geht es mir aber gar nicht. Ein Spiel zu finden, dass von der Story mit "Stirb Langsam" o.ä. mithalten kann. Das ist schnell gefunden.

Aber es ist schade, dass das, was das Gaming an sich ausmacht, die Immersion nicht genutzt wird um eine Thematik sehr viel deutlicher an den gamer zu bringen.

Ich erinnere mich kaum an ein Spiel bei dem ich emotional gebunden war. Secret of Mana vllt noch, aber bei Gott... da war ich 8 Jahre alt oder so xD

ach und Final Fantasy 8 war auch nicht übel ;) (7 hab ich nie gespielt)

Aber es muss doch wirklich möglich sein ein Spiel zu produzieren, welches einen auch einmal zum nachdenken bringt. Einige wirklich tragische Momente bietet. Warum kann man nichtma ein Kriegsspiel machen. Indem man wirklich Angst vor dem Tod hat, weil die "Strafe" dafür einfach sauhoch ist. Und gegen Ende des Spieles muss es das Spiel schaffen (so pervers das klingt) aber die Leute die einem bis dahin den Arsch gerettet haben und die Stundenlang im Schützengraben mit dir gehockt sind, die müssen dann halt mal ins Gras beißen. Das schaffen RPGs besser, weil sie den Spieler viel mehr mit den Figuren und den Schicksalen konfrontieren.

Naja ich denke es is klar geworden was ich sagen will...
ich will endlich auch Spiele die mich emotional binden und mich nicht nur denken lassen: "alter is dem gerade der Kopf geplatzt!?!? ehehe : >"


edit: ja wir wissen alle welche Filme bei dead space verwurstet wurden, aber imho macht es dennoch vieles richtig oder richtiger als andere Spiele. Besser gut geklaut als schlecht selber gemacht. Auch wenn mich die (spoiler) Illusion von der Frau von Isaac ... naja.... ob das sein musste ^^
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

nee das musste nicht sein, genauso wenig wie diese dümmlichen erklärungen mit dieser religiösen sekte. ich hasse wenn illusionen durch menschliche immanenz zerschmettert werden. manchmal ist es nämlich besser nichts zu erzählen und den spieler/zuschauer seine interpretation dessen zu überlassen. aber gut, dann würden die fantasielosen idioten wieder rumheulen, daß sie die story nicht kapiert hätten.

emotionen zu verlangen hiesse aber auch in eigenen genren einen bruch zu wagen. stell dir mal ein testosterongetränktes kriegsspiel wie gow vor, wo am ende in der letzten mission dein kamerad stirbt. das hätte zumindest was von einer satire. ich denke aber nicht, daß so etwas in ballerspielen wirklich funktioniert. da lernt man einfach eine mentalität kennen, die jede emotion ausschliesst. das passt einfach nicht zusammen. darüber hinaus ist es sowieso schwer einem spieler einen bestimmten charakter vorzusetzen. solang man immer noch mit diesem interagiert, bestimmt man selber einen teil des charakters und der kennt keine freunde mehr.

bei rpg und adventure spielen funktioniert das mit den emotionen natürlich besser, weil diese spiele nicht so intensiv sind und einen auch mal neben dem gameplay zeit lassen zu resignieren und die geschichte in sich aufzusaugen. bei rpgs kommen dann immer noch die epischen ausmaße einer geschichte hinzu. wen hätte schon rinoa oder aeris gejuckt, wenn die nicht entscheidend für den wandel des charakters über stunden hinweg gewesen wären und immer mit der hauptgrund waren, waurm die story vorrangetrieben wurde und dabei hat man mit ihnen sogar selber noch gespielt.

also ich bezweifle, daß das mit emotionen bei shootern wirklich so gut funktionieren würde :)
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

bei gears haben sie es ja sogar versucht (hast Teil 2 nicht gespielt schätze ich)

dort sterben auch 2 relativ wichtige Personen...
allerdings kommt dann der Punkt mit der Satire...

also ich persönlich hab mir gedacht "fuck" und war schon fast ergriffen, aber dann gabs auch Leute die lachen mussten, weil sie das so gar nicht passend fanden. Es ist halt auch schwer Leuten menschliche und sentimentale Wesenszüge zuzuschreiben, wenn der Oberarm so dick wie mein Oberschenkel ist.

Es wird also durchaus versucht, aber man versagt dann oft darin eine Bindung zum Spieler aufzubauen, so dass man irgendwie sonderlich viel drauf gibt. Aber Gears ist, wenn ich länger drüber nachdenk, auch kein Beispiel für ne sauschlechte Story, nur der Balleranteil ist mir einfach noch zu hoch und es wird dann aber auch irgendwie unglaubwürdig, wenn sich da 4 Hulks in hautfarbe über ihre Familien oder ihre Herkunft unterhalten würden xD

und ich denke, dass es funktionien könnte...

nehmen wir mal Resident Evil 5, wenn unsere schöne Sheva, am Ende doch noch irgendwie tragischerweise stirbt um das Leben von unserem Kerl zu retten... DAS wär mal was... Frau stirbt für Kerl... kein scheiß Klischee oder sonstwas. Wenn man es bis dahin noch geschafft hat etwas über Sheva zu erfahren und auch nur einen Dreck auf sie gibt, dann könnte ich das echt geil finden =)
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

das kommt aber dann auf die charaktergestaltung an. für oberflächliche, langweilige charaktere würde ich mir am liebsten genozid wünschen ^^ aber um einen charakter wirklich gut darzustellen benötigt man auch zeit, muss man einiges zu ihm erzählen können. dazu muss er schon etwas ausgefeiltes, besonderes an sich haben und dennoch den spagat schaffen sehr natürlich herüberzukommen.
seien wir aber mal ehrlich, ich glaube wohl kaum, daß dies in re5 gelingen wird. diese sheva ist doch einfach nur eine großbrüstige figur aus einem x-beliebigen waffenporno und da re ja eigentlich schon fast genau zu dem geworden ist, darf man auch davon ausgehen, daß dort nicht viel charaktergestaltung vorhanden sein wird. wäre zumindest das erste ballerspiel, wo ich davon wirklich was mitkriegen würde :)
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

man wird ja wohl noch Wünsche haben dürfen =D
Da Crux
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Beitrag von Da Crux »

Hm, so schlimm ist es doch nicht.
Was ist mit ?

1.Final Fantasy 7 (arbeitet auch mit Sequenzen, aber für mich eine der schönsten Geschichten in der Spielgeschichte)

2. Xenogears ( Streitfall, aber die Geschichte ist hoch komplex)

3. Day of the tentacle (naaaa ?)

4. ICO (ganz eigene Art zu erzählen und in das Spiel zu bannen)

5. Half Life (Eine spannende Handlung für einen Aktionfilm)

6. Dead Rising ( Die Uhr tickt, bist du nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort, kriegste halt nichts mit)

7. Fahrenheit ( sehr spannender Ansatz)

8. Mass Effect ( Für mich eins der schönsten Spiele der letzten Zeit)

9. Lost Odyssey ( die Geschichte hat mir, peinlich zugegeben, teilweise die Tränen in die Augen gedrückt )

10. Silent Hill ( natürlich nicht sehr Verstrickt, aber dafür basierend auf vielen kleinen Minigeschichten, in einem amtospherischem Universum)

11. Shadow of the Colossus ( Auch eine sehr eigene Erzählweise)

12. ...

Es gibt sicherlich noch Einige mehr, mit interessanten Ansätzen, Storys, Erzählweisen und des gleichen, aber mir fallen auf die Schnelle so spät keine mehr ein.

Ja, ich habe viele RPGS genannt, aber dafür ist dieses Genre nunmal da. RPG ohne Story wäre ja wie Tetris ohne Klötze ;)
Aber ich glaube generell, es gibt Hoffnung, und Jeder der nach Story lechtzt wird auch irgendwo sein Spiel finden.
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BlackSabbath
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Beitrag von BlackSabbath »

Ich fand die Story von Golden Sun einfach nur :anbet:
Lost Odyssey fand ich auch sehr geil mit den Träumen...
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Mauricius hat geschrieben:@TRichter

Was womöglich auch daran liegt, dass Atmosphäre und Inszenierung unwissenderweise als "Story" abgehandelt und daher gelobt wird. Obwohl, selbst die dümmlichen, gefühlsduseligen Kurzgeschichten in Lost Odyssey fanden lobende Worte...
BlackSabbath hat geschrieben:Ich fand die Story von Golden Sun einfach nur :anbet:
Lost Odyssey fand ich auch sehr geil mit den Träumen...
Wie man sieht, Geschmäcker sind echt verschieden. :wink:
Looger
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Beitrag von Looger »

@ tnt:
ja und deswegen ist diese statistische erhebung auch scheiss egal und ich habe bewusst von relationen gesprochen. das es mehr anspruchsvolle musik als anspruchsvolle spiele gibt dürfte jedem idioten klar sein, weil es einfach mehr musik als spiele gibt. meine behauptung war aber, daß die relation von indies zum mainstream in allen medien ungefähr gleich ist. argumente habe ich dafür genannt, also bitte.
Eben solche Relationen kannst du durch statistische Erhebungen wunderbar ausdrücken. ;)

@ Trichter:
Das handwerkliche Know How, das man braucht, um überhaupt irgendwie mit dem Programmieren eines Spiels beginnen zu können, ist wesentlich anspruchsvoller und seltener als das, was nötig ist, um Musik machen zu können. Es geht darum, dass das Schreiben von Liedern leicht ist, sondern nur darum, wie leicht man den Zugang zu dem betreffenden Medium finden kann und das ist bei Spielen extrem schwer.
Ich möchte dir da teilweise schon wiedersprechen. Wenn du was ganz einfaches machen willst, brauchst du in beiden Medien wenig Einarbeitungszeit bzw. kannst am PC sogar etwas "zusammenklicken" mit Baukästen. Wenn es anspruchsvoller werden soll, mag die Programmierung vom Lernen und dem Weg her sicher weniger "spassig", aber nicht anspruchsvoller sein.
Außerdem sollte man noch einen Punkt bedenken. Spieleprogrammierung ist unsagbar aufwendig und kostenintensiv. Wenn ich eine gute Garagenband habe, kann es durchaus sein, dass die mit ihren Möglichkeiten Songs produziert, die sich auf dem selben Niveau wie die Lieder der Profis bewegen. Aber ich kann niemals ein Spiel programmieren, das sich auf dem Niveau der großen Titel bewegt, weil dazu weder die Technik noch das Geld vorhanden sein dürfte.
Das Problem sind nicht die Kosten, sondern dass man die Kosten, wenn man topaktuelle Technik möchte, nicht wieder reinkriegt. Eben das habe ich (auch in diesem Forum, glaube ich) schon mehrfach angeprangert - dass einfach eine technische Basis fehlt, die sowohl den Entwicklern (gute Technik für schöne Spiele) als auch dem Konsumenten (kein dauerndes Aufrüsten für das neueste Spiel) gerecht wird. Wenn Spiele einen breiteren Markt ansprechen wollen muss das ewige technische Wettrüsten eben auch mal ein Ende finden oder sich zumindest weiter verlangsamen.

Und es müssen mehr Spiele wie Fahrenheit entwickelt werden, denn so schlecht das Spiel auch war - das Echo der Medien war immerhin mal recht positiv. Das erschließt vielleicht auch neue Käuferschichten jenseits der 14-jährigen Kiddies.

Ich will jetzt hier aber keine Diskussion über das Thema vom Zaun brechen, Fakt bleibt aber, dass Spiele den etablierten Medien in Sachen unabhängige, anspruchsvolle Produkte immer noch hinterher hinkt. Weil sie eben auch noch nicht etabliert sind.
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BlackSabbath
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Beitrag von BlackSabbath »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:
Mauricius hat geschrieben:@TRichter

Was womöglich auch daran liegt, dass Atmosphäre und Inszenierung unwissenderweise als "Story" abgehandelt und daher gelobt wird. Obwohl, selbst die dümmlichen, gefühlsduseligen Kurzgeschichten in Lost Odyssey fanden lobende Worte...
BlackSabbath hat geschrieben:Ich fand die Story von Golden Sun einfach nur :anbet:
Lost Odyssey fand ich auch sehr geil mit den Träumen...
Wie man sieht, Geschmäcker sind echt verschieden. :wink:
Wer die Träume nicht toll fand, der findet auch Filme viel besser als Bücher, weil man da nicht lesen muss :hehe:
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Mauricius
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Beitrag von Mauricius »

Wer die Träume zum kotzen fand, der hat Trivialiteratur weit hinter sich gelassen und einen anderen Anspruch.
Um die Qualität dieser Kurzgeschihten zu beurteilen, braucht es auch keinen Geschmack, das ist rein Sache der Bildung.
Für Freunde von Kalendersprüchen sind sie natürlich dennoch empfehlenswert.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

Lodger hat geschrieben: Ich will jetzt hier aber keine Diskussion über das Thema vom Zaun brechen, Fakt bleibt aber, dass Spiele den etablierten Medien in Sachen unabhängige, anspruchsvolle Produkte immer noch hinterher hinkt. Weil sie eben auch noch nicht etabliert sind.
wenn du keine diskussion starten willst, warum behauptest du dann weiterhin diesen unfug?

ich habe schonmal gesagt, daß spiele im gegensatz zu anderen medien nicht so sehr von den erzählungen abhängen. was braucht man auch bei einem interaktiven medium anspruchsvolle erzählung, wenn man die erzählung doch sogar selber bestimmen kann?
anspruchsvolle spiele sind solche, die sehr schwer zu lernen, meistern und durchzuspielen sind und davon gibt es massig. du hast offensichtlich keine ahnung, daß es diese überhaupt gibt, sonst würdest das nicht behaupten.
Eben solche Relationen kannst du durch statistische Erhebungen wunderbar ausdrücken.
dann zeig dooch mal statistische erhebung dazu und wiederhol nicht immer dieselben argumente, die überhaupt nicht weiterführen. wir wissen alle, daß es nicht soviele spiele wie filme, musik und bücher gibt, deswegen reden wir ja bewusst von relationen der einzelnen medien untereinander und dazu hast du dich bislang überhaupt nicht geäußert.
Nerpax
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Beitrag von Nerpax »

4P|Zierfish hat geschrieben:Ich würde mir durchaus ein Spiel wünschen. A la CoD in dem ich auch nach einer Mission noch etwas tun muss. Warum kann nichtma eine Mission so anfangen, dass (Vorsicht, Szenario) im Army Lager irgendwo am Arsch der Welt ist... und man hat erstma gar nix zu tun. Man ist einfach nur dort... man erwacht, man duscht sich, zieht sich an, die Kameraden sagen dir, dass gleich die Besprechung losgeht, dann folgst du ihnen, kommst in einem Raum, Einsatzbesprechung, vllt mittendrin ein Angriff des Feindes oder so, aber ich hätte euch auch Interesse daran sowas mal zu haben. Man sollte es skippen dürfen, denn beim 2ten durchspielen will man sicherlich keine 20min damit verbringen sich zu waschen usw. aber warum nichtma sowas? Das ist doch viel Intensiver, als nur eine Mission nach der anderen zu haben und nuuuur zu ballern..
Das gibt es im Ansatz bereits. Bei Operation Flashpoint musste man manchmal einfach nur z.B. mit nem Truppentransporter seinen Squad rumkarren. Durch Gespräche zwsichen den Soldaten wurde die Story dann weitergesponnen.
Der Anteil der Shooter-Szenen war natürlich immer noch recht hoch. Meiner Ansicht nach ist Flashpoint aber ein gutes Beispiel für die Gattung von Spielen, die ein gutes Gameplay haben, eine gute Story bieten, sie spannend und intensiv, aber ohne Effekthascherei, erzählen und vom Schwierigkeitsgrad und der Komplexität her zwar fordernd, aber fair sind.

Ich finde allerdings nicht, dass Spiele zwingend eine gute Story haben müssen, so wie das bei Büchern der Fall ist. Gutes Gameplay steht über allem. Ich sehe es daher ähnlich wie TNT.

Gute Storys können ein Spiel aber zu viel mehr machen. Eine spannende Hintergrundgeschichte fesselt die Spieler mehr und kann, bei Spielen mit schwachem Gameplay, auch zum Hauptmotivator werden. Zudem denke ich, dass spannende Geschichten eher zum Kauf eines Sequels dieses Spiels anregen, da man ja wissen will, wies weiter geht. So hätte man auch eine kommerzielle Begründung für gute Storys.

Momentan sehe ich den Trend stark Richtung "weniger Story, mehr Action" abdriften. Das muss, wie gesagt, bei Spielen nicht zwangsläufig schlecht sein. Da bei vielen Entwicklern aber leider gleichzeitig die spielerischen Qualitäten nachlassen (Ich rede von Späßen wie unfertige Spiele zum Release usw.), wird dieser Trend auf Dauer sehr problematisch. Hier können wir nur hoffen, dass die Entwickler, bzw. Publisher vom kurzfristig gedachten Komerz wegkommen und erkennen, wie nützlich Qualität doch für den Umsatz sein kann....
4P|Zierfish hat geschrieben:dort sterben auch 2 relativ wichtige Personen...
allerdings kommt dann der Punkt mit der Satire...

also ich persönlich hab mir gedacht "fuck" und war schon fast ergriffen, aber dann gabs auch Leute die lachen mussten, weil sie das so gar nicht passend fanden. Es ist halt auch schwer Leuten menschliche und sentimentale Wesenszüge zuzuschreiben, wenn der Oberarm so dick wie mein Oberschenkel ist.
Ganz ehrlich, ich musste mir da echt ein Lachen verkneifen. GoW ist brachial inszeniert, und die eher seichte SciFi-Action-Story passt perfekt zu dieser Inszenierung. Genauso die Dialoge, die eigentlich völlig hirnverbrannt sind, aber einfach perfekt ins Bild passen.
Da hat diese aufgesetzte Emotionalität einfach nicht gepasst. Zumal kurz nach diesen Szenen wieder die alte "Fuck you you fucking fuck!" Mentalität da war....