EA: "Qualität und Profitabilität schließen sich nicht aus"

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4P|BOT2
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EA: "Qualität und Profitabilität schließen sich nicht aus"

Beitrag von 4P|BOT2 »

Für die Academy of Interactive Arts and Sciences beantwortete John Riccitiello EA: "Qualität und Profitabilität schließen sich nicht aus"
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WeAllLoVeChaos
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bla

Beitrag von WeAllLoVeChaos »

mirror's edge war in sachen innovation ein schritt in die richtife richtung, trotz der geringen spieldauer... Die verkaufszahlen blieben allerdings im keller... die wahrheit, die keiner aussprechen will ist doch, dass der 08/15 zocker innovationen meidet. Okami, viewtiful joe, killer 7, alles innovative titel, doch keiner kauft sie. mag vlt. auch am mangelnden hype liegen, aber für mirrors edge wurde eigentlich die werbetrommel ziemlich gerührt, und trotzdem blieb das game in den regalen liegen....

Das EA nun einige neue Marken etablieren will, find ich gut. ich hoffe, dass sich viele größere firmen (ubisoft und co) da mal ne scheibe abschneiden. Allerdings hängt viel auch vom publisher ab, klar kann ich als geldgeber den entwicklern nicht unendlich viel zeit lassen, aber im jährlichen zyklus möchte ich kein dead space oder mirrrörs edge in zukunft sehen. Die Motivation seintens der Entwickler wird dann sicherlich auch flöten gehen, und das resultat ist dann meist beängstigend (siehe NFS Undercover).

Ich persönlich kaufe auch viele fortsetzungen, wenn sich eine gute serie etabliert hat, und der nachfolger für mich persönlich genügend neuerungen bietet, dann wird der gekauft. Doch gebe ich auch vielen neuen Titeln ne chance.
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Beitrag von TNT.Achtung! »

Ricci hat geschrieben:Es gebe aber noch viele, die Spiele als niedrigere Kunstform in Vergleich zu Film und Literatur erachten würden.
das liegt aber eher daran, daß sich filme und literatur seit generationen in unserer kultur etabliert haben. mit spielen sind bislang nur die wenigsten aufgewachsen und diese sind alle noch relativ jung. es gibt zwar auch alte menschen, die videospiele zocken, aber das sind wirklich ausnahmen. in diesen generationen, die heute immer noch meinungsführend in unserem land sind, ist dieses kulturgut fast nichtig.
aber das wird sich mit der zeit noch ändern. das kann ea alleine bestimmt nicht schaffen. das ist ein ganz natürlicher prozess.
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sinsur
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Re: bla

Beitrag von sinsur »

WeAllLoVeChaos hat geschrieben:mirror's edge war in sachen innovation ein schritt in die richtife richtung, trotz der geringen spieldauer... Die verkaufszahlen blieben allerdings im keller... die wahrheit, die keiner aussprechen will ist doch, dass der 08/15 zocker innovationen meidet. Okami, viewtiful joe, killer 7, alles innovative titel, doch keiner kauft sie. mag vlt. auch am mangelnden hype liegen, aber für mirrors edge wurde eigentlich die werbetrommel ziemlich gerührt, und trotzdem blieb das game in den regalen liegen....
Als Mirrors Edge rausgekommen ist sind einfach zu viele andere Toptitel erschienen. Mit der kurzen Spieldauer entscheidet sich fast jeder eher für andere Spiele. Ich habe Mirrors Edge für 15 Pfund aus UK gekauft und das wars wert. Würde es 40 Euro in Deutschland kosten wäre das erheblich angemessener für die Spieldauer.
Okamis Artdesign spricht nicht jeden an mich auch nicht und neben dem Artstyle war es eigentlich auch nur ein Zelda (das für mich auch noch nich gut aussah). Ich dachte schon immer das Spiel gehört eher auf die Wii.
viewtiful joe ist doc heinfach nur ein Sidescroller mit Powerrangeroptic dessen Humor auch nicht jeder mag.
Killer 7 ist ein Love or Hate Spiel wie ich das sehe...ich z.B. hasse es. Richtiger Müll in meinen Augen. ^^
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Hunk
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Beitrag von Hunk »

[...]Wie ich bereits sagte, ich glaube, dass quantitative und qualitative Maßstäbe Hand in Hand gehen können.
Normalerweise geht beides wirklich Hand in Hand.
Wäre da nicht die böse Hure namens Mainstream.
Ein sicherer Hit, egal wie wenig Neues er bietet, ist auf der Quartalsabrechnung schöner als ein vor Innovationen strotzender Flop.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

@sinsur
also okami als so uninspiriert wie die letzten zeldas abzustrafen ist wirklich ungerecht. auch andere spiele von diversen genres zu kritisieren, daß sie ja nichts anderes sind, als das was das genre sowieso schon hergab ist ebenso ungerechtfertigt, angesichts der tatsache was immer noch an shootern gekauft wird, die sich alle noch ähnlicher sind.
schau dir doch mal die charts an. wieso kaufen die leute wie verrückt das neue cod? das ist spielerisch derselbe scheiss wie in den 5 jahren davor. nichts neues im sowieso von ego shootern übersättigten markt. dazu kommt noch, daß es dieselbe spieldauer hat wie ein mirrors edge.
also in welchem verhältnis steht deine kritik überhaupt?
Zuletzt geändert von TNT.Achtung! am 21.01.2009 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
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North McLane
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Beitrag von North McLane »

Hunk hat geschrieben:
[...]Wie ich bereits sagte, ich glaube, dass quantitative und qualitative Maßstäbe Hand in Hand gehen können.
Normalerweise geht beides wirklich Hand in Hand.
Wäre da nicht die böse Hure namens Mainstream.
Ein sicherer Hit, egal wie wenig Neues er bietet, ist auf der Quartalsabrechnung schöner als ein vor Innovationen strotzender Flop.
Ist wohl wahr! Es zählt eben am ende immer noch der schnöde Mammon! Das ist wohl auch das problem denn die "Hure Mainstream" (schön gesagt!) ist Geldgeil und der Konsenz zwischen gutem Spiel und gutem einspiel ist schlecht mit nem Rechner zu ermitteln, weil der Faktor "Mensch" total außen vor gelassen wird...
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Hunk hat geschrieben:
[...]Wie ich bereits sagte, ich glaube, dass quantitative und qualitative Maßstäbe Hand in Hand gehen können.
Normalerweise geht beides wirklich Hand in Hand.
Wäre da nicht die böse Hure namens Mainstream.
Ein sicherer Hit, egal wie wenig Neues er bietet, ist auf der Quartalsabrechnung schöner als ein vor Innovationen strotzender Flop.
Daran haben aber die Publisher keine Schuld. Wenn die Leute Spiele wie NFS Undercover haben wollen, sollen sie sie doch kriegen.

Und ja, Spiele sind eine unterlegene Kunstform. Im Gegensatz zu anderen Medien wurden sie in kürzester Zeit vom "Mainstream" vereinnahmt und es gibt nun keinen Platz mehr für die Freiheit und Vielfältigkeit, die Filme und Bücher haben. Entwickler sind sicher zu großen Teilen Künstler, ihre Produkte sind aber in der Regel künstlerisch bedeutungslos.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

jetzt frag ich mich aber, wieso das so gekommen ist. warum das nicht in den anderen medien so stattfindet und ob die videospiele sich nicht selber retten können?
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

TNT.Achtung! hat geschrieben:jetzt frag ich mich aber, wieso das so gekommen ist. warum das nicht in den anderen medien so stattfindet und ob die videospiele sich nicht selber retten können?
Schwierig. Ein Buch kann man alleine schreiben und es gibt Verlage, die auch anspruchsvolle Bücher veröffentlichen. Bei Filmen gibt es Produzenten und Förderer, die auch Werke abseits des Mainstreams finanzieren. Spiele sind in der Produkion jedoch extrem aufwendig und ich kenne keinen Publisher, der Kunst über Massenerfolg setzt. Außerdem scheint es bei Spielen auch gar kein Publikum für künstlerisch anspruchsvolle Spiele zu geben. Die Masse der User, die ein Spiel wie MGS4 als echtes Kunstwerk bezeichnet, spricht Bände.
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AEV-Fan
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Beitrag von AEV-Fan »

Zum Thema "Kunst vs. Mainstream" mal meine Gedanken:

1. Wenn man an "Künstler" ansich denkt, dann denkt man oft an Maler (meist ärmlich mit einem Glas Rotwein in einem Dachzimmer pinselnd; ihre Bilder werden erst 150 Jahre später geschätzt), Regisseure (Spielberg selbst sagte mal er mache 2-3 Mainstream-Blockbuster, um finanziell zu wirtschaften und dann kommt wieder ein unkonventionellerer Film) oder Schauspieler (Wer kennt Nicolas Cage durch "Nur noch 60 Sekunden", "Con Air" oder "Face Off"? Und wer durch die tiefgründigen Streifen "The Weather Man", "Bringing out the Dead" oder "Adaption - der Orchideen-Dieb" ?)

:arrow: Die hier genannten Beispiele sind ja eh schon Extrembeispiele. Jeder Normalsterbliche muss sich heute eben umsehen, wie er seine Miete bezahlt und seine Familie ernährt! Und das gilt auch für Designer und Grafiker bei EA.

Die 100 Motzer im Forum spenden keinen Millionenbetrag auf die EA-Konten, wenn dort auf Undercover verzichtet wird und man auf ein unkonventionelles, kunstvolles Werk setzt!
Jedoch kaufen doppelt so viele Menschen Undercover als Okami.


2. Natürlich dauert es, bis sich Spiele als Kunstform durchsetzen. Jedoch sollte man schon mal ehrlich eigestehen, dass der Nichtkennerblick sofort auf reine Ballerspiele fällt, denn damit sind die Regale voll.
Ich meine, nehmt mal das beispiel "Gears of War 2": DER Vorzeigetitel der X-Box360 (und damit auch stellvertretend für die aktuelle Gamer-Generation). Man rennt mit einem Kettensägen-MG durch Alienhorden und lässt es krachen, spritzen und explodieren. Ein tolles Spiel, keine Frage, aber eben imo völliger Mainstream. Die 15-25 Jährigen Zocker wollen mit Kettensäge Aliens metzeln, also gebt ihnen was sie wollen!
Ohne einen Konsolenkrieg anzuzetteln... Schaut euch doch mal an was mehr gekauft wird: Little Big Planet (friedlich und fantasievoll) oder Gears of War 2 (ultrabrutal und wie auf Schienen)?
Der Markt bekommt das, was er verlangt. Und das sind eben innovationslose Gorespiele ( um keine 360-User zu verärgern: ja, auch Killzone 2 wird gehyped wie nochmal was aber ist im Endefekt auch nur ein Shooter der Marke "Granate - Gewehr - Headshot"). Und DAMIT macht man das Geld, da DAS nunmal die Hauptgruppe der Zocker anspricht.
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Beitrag von TNT.Achtung! »

ich könnte es ja noch verstehen, wenn sich das mit den shootern in grenzen hält. die boxxer haben ihr gow und die psler ihr killzone. damit sollte der primitve metzeltrieb doch befriedigt werden. aber nein, dann gibt es noch genug, die sich auch dem anderen müll hingeben. halo, cod, r6, haze..es gibt leute die kaufen alles zusammen und finden auch alles geil.
da hört bei mir das verständnis auf. wenn man doch schon ein gow hat, wofür braucht man dann noch ein r6, was ist im grunde dasselbe spiel ist nur mit weniger gore? warum kauft man sich dann nicht zur abwechslung lieber ein innovativeres spiel?




@trichter
na es gibt auch spiele, die ich durchaus als kunst verstehe. twewy letztes jahr war so ein fall, aber auch sotc. fraglich ist halt die wirtschaftlichkeit solcher spiele. ein kunstfilm ist sicher auch nicht gerade günstig.
solang die kunst immer mehr einnimmt, als man für sie ausgibt, wird es sie auch weiterhin geben.

ich denke, daß dies in spielen noch nicht so rentabel ist, liegt, wie ich schon anfangs sagte, daran, daß spiele sich noch nicht als wirkliche kunst etablieren konnten. spiele werden in der breiten masse und häufigkeit eher von jungen menschen konsumiert, die kunst nicht verstehen oder sie eben noch nicht verstehen können.
als ich ein kleines kind war, habe ich auch nur bücher wie pumuckl gelesen oder disney filme geschaut. darunter versteht man sicher auch keine kunst. aber zumindest mein filmkonsum hat sich über die jahre doch sehr angepasst. bücher lese ich ja keine mehr, also kann ich da nicht mit reden.
Zuletzt geändert von TNT.Achtung! am 21.01.2009 15:10, insgesamt 2-mal geändert.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ AEV-Fan

Du kannst Spielbergs Politik leider nicht auf die Spielewelt übertragen, da zum einen der Name Spielberg die Kassen immer klingeln lässt und zum anderen es eben ein Publikum für unkonventionelle Filme gibt. Dummerweise gibt es aber kein Publikum für unkonventionelle Spiele. Und sind wir mal ehrlich, wir wollen ja nicht nur neue Ideen haben, sondern auch Spiele, in denen diese Ideen auf technisch hohem Niveau umgesetzt werden und technisch hohes Niveau kostet ne Menge Geld, deutlich mehr als ein einfacher Film.
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Hunk
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Beitrag von Hunk »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:Und ja, Spiele sind eine unterlegene Kunstform. Im Gegensatz zu anderen Medien wurden sie in kürzester Zeit vom "Mainstream" vereinnahmt und es gibt nun keinen Platz mehr für die Freiheit und Vielfältigkeit, die Filme und Bücher haben. Entwickler sind sicher zu großen Teilen Künstler, ihre Produkte sind aber in der Regel künstlerisch bedeutungslos.
Bleibt noch die Demo-Szene.
Welche ja auch von 4players dank 4Sceners repräsentiert wird.
Trotzdem kann man auch diese Spiele, so ambitioniert die Projekte auch sein mögen nicht mit Millionen-Dollar-Projekten vergleichen.
Da herrscht einfach ein anderes Verhältnis.

In einer perfekten Welt gäbe es halt beides, die Spiele, welche die Gelder bringen und die, die den Geist auf ein neues Level bringen.
Es gibt sie ja auch, nur muss man sie nur finden.
Was für einen Großteil schwierig ist, doch möglicherweise auch besser ist.
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AEV-Fan
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Beitrag von AEV-Fan »

TNT.Achtung! hat geschrieben:jetzt frag ich mich aber, wieso das so gekommen ist. warum das nicht in den anderen medien so stattfindet und ob die videospiele sich nicht selber retten können?
Nunja, ich denke Videospiele erreichen zum Großteil 15-29 Jährige Jungs. Klar wünschen sich viele Mädels mit 11 Jahren gerne mal "Sims 2" und die ein oder andere Hausfrau nutzt "Wii-Fit". Aber die fette Kohle wird mit den Leuten gemacht, die sich "Resident Evil 5", "Gears 2", "Killzone 2" - und wie sie alle heißen - wie am Fließband kaufen. Und das ist nunmal eben nahezu ausschließlich die im ersten Satz erwähnte Gruppe. So.

Filme und Bücher erreihen ALLE. Es gibt Filme für Kinder, für Senioren, für Leute im Alter zwischen 35 Jahren und 65 Jahren und auch viele Filme für jedermann. Genau so sieht es bei Büchern aus... Stephen King wird von allen Altersklassen gelesen (13-50 Jahre), Harry Potter von 7 Jährigen bis hin zur 80-Jährigen Oma. Bestseller werden von 20-Jährigen genauso bestellt, wie von 45 Jährigen.

Jedoch denke ich, dass sich das mit der Zeit zum positiven hin ändern wird. Wenn in 20 Jahren unsere Generation Mitte/Ende 40 ist, werden sich auch Spiele etabliert haben, da nicht nur unsere Kinder zocken werden, sondern auch wir selbst Spiele mit anderen AUgen sehen werden.