Bayern schießt wieder gegen "Killerspiele"

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Style rulez
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Beitrag von Style rulez »

zladdy,welcher politiker hat dir denn eine gehirnwäsche verpasst?ich behaupte völlig frei und offen und erzähle dabei stets die wahrheit:"wer ausdrücklich für 'killerspielverbote' ist,hat selber noch nie eines gespielt!"die politiker da ganz oben befassen sich ja nie wirklich mit dem thema.wenn sie wirklich dagegen sein WOLLEN,müssen sie auch mal ein solches spiel gespielt haben.aber dafür scheint der furz von politiker nach dem motto "schlechte propaganda ist besser als gar keine,sprich mist lawern und beifall ernten" sich ja zu gut für zu sein.ich kenne sogar shooter,bei denen man selber blut ein/ausstellen kann,ganz,wie man es möchte.des weiteren wüsste ich nicht,warum 'killerspiele' die jugend verdümmen.ich denke,sie dienen zur aufklärung der beziehung zwischen realität und virtualität.gerade leute,die beides nicht unterscheiden können,das sind recht wenige,sollten diese spiele nicht testen. für alle anderen gilt: WEITERZOCKEN :twisted:
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3K
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Beitrag von 3K »

Sorry, aber irgendwie muss ich diesem Herrn schon zustimmen. Das mit der verrohenden und abgestumpften Jugend, die kein Interesse mehr an Schule zeigen kann ich nur zustimmen. Und das kann ich auch mit gutem Recht sagen, denn ich gehöre auch zu dieser Generation und kann das jeden Tag wieder aufs Neue beobachten.
Allerdings würde ich dafür nicht alleine die Videospiele dafür verantwortlich machen. Der Fernseher oder das Internet (und unfähige Elter) haben einen eben so großen Anteil daran.

Außerdem finde ich die bisher geltenden Jugendschutzregelungen für angemessen, sie müssten einfach nur konsequent angewandt werden. CounterStrike gehört einfach nicht in die Hände von 12 Jährigen! Zugegeben ist das Heutzutage schwierig, aber das brutale Inhalte in welchem Medium auch immer keinen gesunden Einfluss auf einen jungen Menschen haben ist doch wohl für jeden logisch nachvollziehbar.

Allerdings erwachsenen Menschen vorzuschreiben zu wollen , was sie sehen dürfen und was nicht, finde ich einfach nicht mit meinem Verständnis eines Landes, dass den Anspruch auf freies Gedankengut hat, zu vereinbaren. Die Wirklichkeit ist sowieso um ein Vielfaches grausamer als es ein Videospiel jemals sein könnte.
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Phobo$
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Beitrag von Phobo$ »

Mir fehlt in dieser ganzen Diskussion von beiden Parteien ,Regierung sowie Wählerschaft die Differenzierung zwischen Jugendschutz und Zensur.

Egal on Foren oder andere mediale Berichterstattung, die Grenzen zwischen den beiden eigentlich völlig verschiedenen Themen verwischen so nach und nach. Und das sollte eigentlich nicht passieren

Jugendschutz ist eine wichtige und vorallem richtige Sache. Manhunt als Beispiel gehört nicht in Kinderhände, auch wenn jetzt viele 16 Jährige wieder aufschreien " Aber ich bin geistig doch schon so weit". Entweder ganz oder gar nicht. Und da sollten auch volljährige Forenbenutzer mal ihr Hirn einschalten und überlegen , mit welcher Altersklasse sie z.B über Gears of War diskutieren. Das wäre schon mal ein Anfang.....

Wenn Titel eine ab 18 Einstufung bekommen, sollte auch sichergestellt werden das das eingehalten wird. Wenn jedoch eben diese Titel in Deutschland noch geschnitten werden, ist das eigentlich schon ein Verstoß gegen das Grundgesetz. Und genau das ist die Grenze zwischen Jugendschutz und Zensur die viele vergessen.....

Wenn sich ein 16 Jähriger über geschnittene ab 16 Titel aufregt....soll er doch. Bei Erwachsenen ist das schon eine ganz andere Geschichte.

Zensur darf nicht stattfinden, da muss man auch vor der Regierung auf das Grundgesetz verweisen.Aber warum brennen auf deutschen Straßen noch keine Autos ? Wo ist der wütende Mob der sich richtung Reichstag wälzt ?



Ich hoffe es ist angekommen was ich damit meine........
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

papperlapapp hat geschrieben:@ Kajetan
na ob die das mit der "killerspiel" debatte rumreissen werden, kann man wohl als fraglich bezeichnen.
Frag nicht mich, frag die dezent panische CSU, der zur Zeit die Muffe geht :)
ausserdem plädiere ich an alle (auch an die redaktion), diesen kunstbegriff, den sich eben dieses lager ausgedacht hat und höchst negativ behaftet ist, nicht mehr zu verwenden.
was ist ein "killerspiel". wenn 6 leute im keller sitzen, pokern und der verlierer kriegt ne kugel in den kopf? lasst euch nicht auf diesen unsinn ein und rudert gegen.
Richtig. Es gibt KEINE Killerspiele. Die Herren und Damen Moralapostel schaffen es ja nicht einmal, eine klare Definition dieses Begriffes auf die Beine zu stellen und erzählen bei der Frage nach Beispielen nur hahnebüchende Lügen, weil sie selbst überhaupt keine Ahung davon haben, von was sie eigentlich reden. "Killerspiel" ist nichts weiter als ein Erregungsmuster, welches reflexhaft von der Politik angestoßen wird, weil es so schön emotionalisiert und damit WUNDERBAR von all den wirklich drängenden und wichtigen Problemem ablenkt.
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Phobo$
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Beitrag von Phobo$ »

http://de.youtube.com/watch?v=tUEyYuZkjVI

Damit ist von meiner Seite her alles zu Bayern gesagt......
Alpha eXcalibur
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Beitrag von Alpha eXcalibur »

Ich denke das Hauptproblem ist wirklich die Verwischung. Jugendschutz ist gut und richtig. Leider scheren sowohl die Killerspielverbotsbefürworter als auf Gegner zu gerne alles über einen Kamm.

Im Grunde ist es ja das gute Recht des Staates Dinge zu verbieten, selbst wenn etwas vorher legal gewesen ist.
Nehmen wir mal ein anderes Beispiel:

Kennt jemand diese komischen China Laternen? Auch genannt Sky-Ballons. Die sollen ja auf relativ vielen Partys DER Renner gewesen sein. Trotzdem wurden sie nun zurecht verboten, weil die Dinger einfach eine Gefahr für die Allgemeinheit sind. Wald- und Wohnungsbrände etc. Trotzdem schreien schon wieder irgendwelche Deppen rumm das der Staat sich verpissen soll, und die Dinger doch so lustig sind...
Weils manchen einfach scheissegal ist, ob etwas gefährlich ist oder nicht, oder ob jemand durch sowas zu Schaden kommt, hauptsache man hat seinen Spaß.
Eine meiner Meinung nach gesellschaftlich sehr bedenkliche Entwicklung.
Die meisten interessiert etwas leider erst dann wenn sie selber davon bedroht sind.
Angenommen ihr wüsstet das euer Nachbar Anime ansieht in welchen kleine Mädchen mit Haustieren oder älteren Männern verkehren... Da würde euch, wenn ihr eigene Kinder habt wahrscheinlich auch ganz schnell anders werden, und das "virtuelle" Medium nicht mehr so lustig sein.

Bitte nicht auf Spiele beziehen. Es zeigt halt das manche Verbote auch sinnvoll sein können!

Aber wenn ich manchmal lese das sich Jugendschützer verpissen sollen muss ich mich schon wundern.
Jugendschutz muss einfach sein. Solange es Alterskennzeichnungen oder leichte Erschwerungen sind kann ich als Erwachsener damit leben. Wenn 14 jährige rummheulen das sie Shooter nicht kaufen können hat die Politik zumindest alles richtig gemacht.
Niemand der Erwachsen ist kann mir erzählen das er Shooter etc nicht einfach beziehen kann. Wer zu dumm ist Preise zu vergleichen soll meinetwegen draufzahlen. Ist ja nicht so als bräuchte man für sowas ein Jura Stuidum.


Das Problem dahingehend:

Jemand der erstmal alles im bestimmtem Umfang gewöhnt ist, will auch das zukünftig das alles so bleibt. Egal wie low das niveau dahinter ist oder wie sinnfrei etwas im Grunde ist.

Angenommen ihr würdet in ein fundamentales Land gehen wo Gewalt gegen Frauen oder Ehrenmorde legal sind und sagen "das verbiete ich euch jetzt". Glaubt ihr das würde nicht die gleiche Empörung dort auslösen?
Ihr werdet jetzt sagen: das ist aber etwas schlimmes und gehört zurecht verboten.
Trotzdem wären es die Leute dort gewöhnt und würden von Natur aus ihr Anrecht drauf erheben. Etwas woran sich Menschen gewöhnt haben kann man meist nicht ganz so easy ändern.

Entscheidend ist im Bezug auf Durchsetzung via Gesetz nur eines:
Die tun es... weil sie es können.

Ich finds dennoch verkehrt immer so zu tun als wären "wir" völlig machtlos, weil nämlich WIR diese arroganten Volksverdummer abwählen können.
Ebenso... weil wirs können. ;)
Zuletzt geändert von Alpha eXcalibur am 02.09.2008 15:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Phobo$ hat geschrieben:Jugendschutz ist eine wichtige und vorallem richtige Sache. Manhunt als Beispiel gehört nicht in Kinderhände, auch wenn jetzt viele 16 Jährige wieder aufschreien " Aber ich bin geistig doch schon so weit". Entweder ganz oder gar nicht.
Und genau diese schöne Schwarz/Weiß-Sicht ist das Problem an dieser Diskussion. Es wird nicht differenziert, es wird einfach alles glattgebügelt.

Schauen wir mal in die Nachbarländer Niederlande, Dänemark und andere skandinavische Staaten, in denen zwar historisch bedingt teilweise ein strikte Alkoholregelung besteht, die aber gerade in Fragen des sog. "Jugendschutzes" so liberal sind, dass sie eigentlich, würde man der Argumenation der CSU folgen, schon seit vielen Jahren nur noch aus schwelenden Ruinen bestehen müssten. Dummerweise ist genau das GEGENTEIL eingetreten. Bezeichnenderweise werden neben PISA auch andere Studien der UNESCO zur Lage von Kindern und Jugendlichen gerne verschwiegen und verzerrt dargestellt, die allesamt nachweisen, dass die Lage von Kindern und Jugendliche in diesen Länder BESSER ist als in Deutschland, wo doch der mit Abstand schärfste und strikteste Jugendschutz besteht.

Wie passt das alles nun zusammen? Warum MÜSSEN Kinder von solchen Spielen mit aller Gealt ferngehalten werden? Warum sagt niemand, dass nicht das Fernhalten bestimmter Dinge für Kinder vorteilhaft ist, sondern dass elterliche Fürsorge, Schulbildung und gute beruflische Ausbildung den Kindern das soziale Gefüge und das Selbstbewusstsein gibt, damit sie Spiele wie Manhunt als das erkennen, was sie im Grunde sind ... nur Spiele.

Aber es ist einfacher zu verbieten. Es geht schneller. Es verschafft demjenigen, der verbietet, ein wohliges Gefühl und die Befriedigung etwas "getan" zu haben. Erreicht wird natürlich nichts. Das spielt hier keine Rolle. Aktionismus und selbstgerechtes SichDieWeltSchönReden sind wichtig!
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Phobo$
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Beitrag von Phobo$ »

Soll zum Beispiel mein 6 Jähriger Sohn in einen Laden gehen können, sich Doom 3 kaufen können und das anfangen zu spielen ?

Du stehst dann nämlich Abends als Vater oder Mutter vor deinem Kind und musst ihm erklären das im Schrank keine Monster sind... von der Schlaflosigkeit des kleinen danach ist dabei dabei noch keine Rede.

Nene, du Argumentierst zu einseitig. Für Kinder haben Computer-Videospiele sehr wohl noch einen Einfluss auf den Gemütszustand. Versuch mal beide Seiten des ganzen zu sehen.

Natürlich wird dem Thema Computerspiele eine Brisanz zugesprochen die es am Ende gar nicht verdient, jedoch sollte man auch die Gegenseite nicht als völlig inkompetent hinstellen. Und damit meine ich nicht die Politiker die nur aus der Gier nach Wählerstimmen versuchen Profit aus dem Thema zu ziehen. Nein, sondern die Wissenschaftler die sich mit dem Thema beschäftigen. Und wenn diese eben AUCH zu Ergebnissen kommen (in welcher Form auch immer) die nicht in die heile Spielwelt passen , sollte man vorallem als erwachsener Spieler nicht die Augen davor verschließen, und es von vornherein als ausgemachten Blödsinn abtun.

Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille.......

Deshalb finde ich Jugendschutz auch richtig, und sollte auch bei den Spielern mehr Akzeptanz erfahren.

Denn auch die Länder die du genannt hast, haben kein Patentrezept für die perfekte Jugendpolitik. Probleme gibt es in jedem Land.
johndoe753995
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Beitrag von johndoe753995 »

styletunez hat geschrieben:zladdy,welcher politiker hat dir denn eine gehirnwäsche verpasst?ich behaupte völlig frei und offen und erzähle dabei stets die wahrheit:"wer ausdrücklich für 'killerspielverbote' ist,hat selber noch nie eines gespielt!"die politiker da ganz oben befassen sich ja nie wirklich mit dem thema.wenn sie wirklich dagegen sein WOLLEN,müssen sie auch mal ein solches spiel gespielt haben.aber dafür scheint der furz von politiker nach dem motto "schlechte propaganda ist besser als gar keine,sprich mist lawern und beifall ernten" sich ja zu gut für zu sein.ich kenne sogar shooter,bei denen man selber blut ein/ausstellen kann,ganz,wie man es möchte.des weiteren wüsste ich nicht,warum 'killerspiele' die jugend verdümmen.ich denke,sie dienen zur aufklärung der beziehung zwischen realität und virtualität.gerade leute,die beides nicht unterscheiden können,das sind recht wenige,sollten diese spiele nicht testen. für alle anderen gilt: WEITERZOCKEN
Also erstmal empfinde ich es als eine absolute Unverschämtheit, dass es zu solchen Unterstellungen kommt (wegen der Gehirnwäsche). Dass dies völliger Quatsch ist, muss ich nicht näher erläutern.

Ich habe auch mal Killerspiele gespielt, nämlich genau zwei: Zuerst hab ich mir mal vor vielen Jahren das Spiel "Alien vs. Predator" für meinen Atari Jaguar gekauft, weil alle behauptet haben, es wäre ein absoluter Toptitel. Nach einer halben Stunde Spielzeit hab ich dieses gräßliche Spiel wieder abgeschaltet und es im Laden zurückgegeben; für meinen Geschmack war es einfach viel zu brutal. Bei einem Freund hab ich dann noch das Spiel "Call of Duty" ausprobiert und ich war erschüttert über die Gewaltdarstellung in diesem Spiel. Seitdem bin ich der Meinung, dass diese Spiele verboten gehören. Da ich also zwei Machwerke dieser Art ausprobiert habe, kannst du nicht behaupten, dass ich mich in dieser Materie nicht auskenne.

Ob man bei einem Killerspiel das Blut ausschalten kann, ist mir völlig egal und es macht es für mich nicht weniger brutal. Das Ziel bleibt weiterhin, in möglichst kurzer Zeit so viele Gegner wie möglich zu töten.

Aha ich verstehe: ein Jugendlicher wird also deiner Meinung nach durch Killerspiele über die Realität aufgeklärt. In manchen Fällen hast du ja Recht, denn beispielsweise Kriegshandlungen wie in "Call of Duty" gibt es ja wirklich. Aber wieso sollten die Jugendlichen diese grausame Realität vermittelt bekommen? Meiner Meinung nach sollten sich die Jugendlichen nicht um solche Themen kümmern; leider ist die US Army da anderer Meinung...

Außerdem finde ich es unverschämt, dass du andere dazu anspornst, diese üblen Machwerke zu spielen. Das beweist deinen zweistelligen Intelligenzquotienten.
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Stormrider One
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Beitrag von Stormrider One »

Am besten solten, alle spiele die ap 18 sind, garnicht im ladenteken stehen und erst mit bedarf und ausweiss verkaufen werden ....mehr schutz kamman nicht bieten, egal was man macht. Alles andere is nur blödsiniges schwachsin!!!

MFG
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cal.50_BMG
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Beitrag von cal.50_BMG »

Kajetan hat geschrieben:
Phobo$ hat geschrieben:Jugendschutz ist eine wichtige und vorallem richtige Sache. Manhunt als Beispiel gehört nicht in Kinderhände, auch wenn jetzt viele 16 Jährige wieder aufschreien " Aber ich bin geistig doch schon so weit". Entweder ganz oder gar nicht.
Und genau diese schöne Schwarz/Weiß-Sicht ist das Problem an dieser Diskussion. Es wird nicht differenziert, es wird einfach alles glattgebügelt.
Ich würde das nicht als "Schwarz/Weiß-Sicht" sehen.
Es ist bekannt, dass Kinder und auch Jugendliche noch relativ stark zu beeinflussen sind, auch durch diverse Medien. Daher ist es durchaus richtig, ihnen den Zugang zu eben solchen Werken zu verweigern. Wichtig dabei ist jedoch, dass man auch fundierte Gründe für dieses Vorgehen hat. Eben dies vermisse ich derzeit noch etwas in der deutschen Jugendschutzpolitik.
Vielleicht ein kleines Beispiel aus der Realität: Ich bin als Moderator im Forum von Planet-STALKER.de tätig. Bekanntermaßen ist S.T.A.L.K.E.R. mit einer Ab-18-Kennzeichnung versehen. Ich habe prinzipiell nun kein Problem damit, wenn sich 17- oder vielleicht auch mal 16-Jährige bei uns im Forum herumtreiben, aber bei 15-Jährigen ist dann doch schon eine gewisse Grenze erreicht. Auch, wenn keine zwei Menschen gleich sind: 3 Jahre sind ein gewaltiger Unterschied! Zurück zur aktuellen Situation: Wir haben seit einigen Wochen das Problem, dass sich vermehrt Jugendliche und auch Kinder bei uns herumtreiben - 12-Jährige in einem Forum zu einem Ab-18-Spiel!
Entsprechend ist ihr Verhalten: Neben allerlei sprachlichen Katastrophen(man hat zuweilen wirklich Probleme, diese Kinder zu verstehen) legen sie ein oftmals einfach unglaublich unreifes und manchmal auch einfach dämliches Verhalten an den Tag, dass es die Harmonie bei uns im Forum durchaus zu stören vermag. Wenn ich nun daran denke, dass diese Kinder mit der selben Einstellung an das Spiel gehen und anschließend bei uns im Forum posten, ob es denn nicht möglich sei, per Mod Prostituierte, Drogen oder neue Bluteffekte ins Spiel zu bringen...nun, sagen wir es mal so: Ich bin nicht gerade begeistert.
Etwas anders sieht das aus, wenn die Spieler erwachsen(bzw. älter als 18 jahre) sind. Zwar gibt es auch unter jenen sicherlich mehr als eine unreife Person, aber sie sind längst nicht so schlimm und "gefährdet"(was auch immer das nun genau heißen mag) wie die Kinder und Jugendlichen. Außerdem ist es - glücklicherweise - eine eher kleine Anzahl von Personen. Jedenfalls ist meiner Meinung nach die Grenze des Jugendschutzes mit einem Alter von 18 Jahren erreicht. Und genau das ist das Problem in Deutschland: Unser Jugendschutz ist so effektiv, dass er die Erwachsenen mal eben mitschützt - ob sie es wollen oder nicht. Und ich will es ganz bestimmt nicht, nur mal so nebenbei bemerkt.
Das ist dann der Punkt, wo aus dem Jugenschutz Zensur wird. Und das kann man nicht tolerieren. Ob es sich dabei jetzt um Bluteffekte oder verfassungsfeindliche Zeichen handelt: Es darf nicht geschnitten werden! Besonders die Entfernung letzterer Symbolik ist eigentlich ein Zeichen unglaublicher Inkonsequenz und einer vollkommen unangebrachten Furcht - der Staat scheint sich vor einer dämlichen Ansammlung von Strichen zu fürchten! Muss das sein?
Politiker, die einen weiter verschärften Jugendschutz anstatt die konsequente Durchsetzung des heutigen Jugendschutzes oder sogar die aktive Zensur für Erwachsene fordern, beweisen meiner Meinung nach nicht ihre Weitsicht und ihre Bereitschaft, zum Wohle Deutschlands zu arbeiten, sondern nur eines: Dass sie für den Posten eines Politikers ungeeignet sind.

@Zladdy: Deine Einstellung in allen Ehren, aber das einzige, was du damit hier beweist, ist deine persönliche Intoleranz gegenüber den Meinungen und Ansichten anderer Personen. Du sagst, du findest diese Werke abstoßend - das ist dein gutes Recht.
Dann allerdings zu fordern, dass solche Spiele verboten gehören, weil sie dir nicht gefallen - damit erklärst du dich zum allgemein gültigen Maßstab der Moral und willst diesen und deine Meinung allen anderen Personen aufzwingen. Und das ist anmaßend, nichts anderes.
Zuletzt geändert von cal.50_BMG am 02.09.2008 16:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Phobo$ hat geschrieben:Soll zum Beispiel mein 6 Jähriger Sohn in einen Laden gehen können, sich Doom 3 kaufen können und das anfangen zu spielen ?
Wenn Du es zusammen mit ihm spilest? Warum nicht?
Du stehst dann nämlich Abends als Vater oder Mutter vor deinem Kind und musst ihm erklären das im Schrank keine Monster sind... von der Schlaflosigkeit des kleinen danach ist dabei dabei noch keine Rede.
Jain :) Ich habe zusammen mit meinem Vater Filme gesehen (heute vergleichsweise harmlose EdgarWallace-Verflimungen), die selbst für heute Verhältnisse nicht für mein Alter gedacht sind. War kein Problem. Dann habe ich einen dieser Filme (Der grüne Bogenschütze) ALLEINE, nur mit einem Freund gesehen. Ohne Vater => eine Nacht mit Albträumen geplagt gewesen. Danach nie wieder solche Filme ohne meinen Vater angeschaut, bis ich irgendwann alt genug war :)
Nene, du Argumentierst zu einseitig.
Und Du ohne pädagogische Erfahrung.
Für Kinder haben Computer-Videospiele sehr wohl noch einen Einfluss auf den Gemütszustand.
Natürlich. Den negiere ich auch nicht. Es kommt aber IMMER auf das Umfeld an, in dem das Kind derartige Erfahrungen macht. Hier kann man NICHT einfach sagen, dass solche Medien nichts für Kinder sind. Allein damit gelassen sind sie nichts. Da hast Du recht. Ist jedoch ein Elternteil anwesend und beschäftigt sich sogar ZUSAMMEN mit dem Kind, beantwortet Fragen oder tröstet es, dann ist das alles kein Problem. Ich habe zB. in meinen allerersten Kinofilm "101 Dalamtiner" geheult wie ein Schloßhund, als die böse Cruella de Vil die Hunde eingefangen hat. War aber nicht so schlimm, weil meine Mutter direkt neben mir saß und nach nur kurzer Zeit soll ich mich auch wieder beruhigt haben, ich soll sogar schnell wieder gelacht haben :)
Natürlich wird dem Thema Computerspiele eine Brisanz zugesprochen die es am Ende gar nicht verdient, jedoch sollte man auch die Gegenseite nicht als völlig inkompetent hinstellen. Und damit meine ich nicht die Politiker die nur aus der Gier nach Wählerstimmen versuchen Profit aus dem Thema zu ziehen. Nein, sondern die Wissenschaftler die sich mit dem Thema beschäftigen.
Klar, keine Frage. Ich frage immer in der Bekanntschaft eine Bekannte nach aktuellen pädagogischen Erkenntnissen. Beide Elternteile waren Lehrer und hatten eine pädogische Ausbildung. Ich denke, ich weiß zumindest ein klitzekleinwenig, worüber ich hier rede. Und ich werde ganz hellhörig, wenn wieder aktuelle Studien zu diesem Thema veröffentlicht werden, die (wie letzte Woche) a) methodisch unsauber sind, b) die in ihrem Fazit Aussagen machen, die in der Studie nicht nachgewiesen werden und die c) somit nur moralichen und politischen Interessen dienen.
Und wenn diese eben AUCH zu Ergebnissen kommen (in welcher Form auch immer) die nicht in die heile Spielwelt passen , sollte man vorallem als erwachsener Spieler nicht die Augen davor verschließen, und es von vornherein als ausgemachten Blödsinn abtun.
Richtig. Gebe ich Dir vollkommen recht.. Keine Frage. Nicht ohne Grund hat bei der Vorstellungen einer großen Studie zum Zustand der britischen Jugend der Verantwortliche dieser Studie gesagt, dass vor allem der EInfluss vom Spielen auf Kinder und Jugendliche noch viel zu wenig untersucht ist und man daher keine endgültigen Aussagen machen und erst recht KEINE politischen Entscheidungen treffen sollte
Denn auch die Länder die du genannt hast, haben kein Patentrezept für die perfekte Jugendpolitik. Probleme gibt es in jedem Land.
Richtig. Aber nur stur alles verbieten, was nicht in das jeweilige Weltbild passt, löst gar nichts.
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Schnurx
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Beitrag von Schnurx »

Phobo$ hat geschrieben:Soll zum Beispiel mein 6 Jähriger Sohn in einen Laden gehen können, sich Doom 3 kaufen können und das anfangen zu spielen ?

Du stehst dann nämlich Abends als Vater oder Mutter vor deinem Kind und musst ihm erklären das im Schrank keine Monster sind... von der Schlaflosigkeit des kleinen danach ist dabei dabei noch keine Rede.
Ich stimme Dir, als Vater einer grade 2 Jahre als gewordenen Tochter, zwar weitestgehend zu. Andererseits kriegen Kinder aber auch ohne Doom Angst vor Monstern. Ist ja normal, hatte ich mit 6 Jahren auch. Auch ohne Doom und besonders gruseliges Fernsehen (war ja auch erst 1970, naja, ok das Fernsehen war im Nachhinein schon gruselig, besonders was die Heinis anhatten und wie grausig spießig das alles war, aber das ist ja ein anderes paar Schuh).
Gegruselt hatte ich mich glaube ich, das erste Mal beim Fernsehen vor einer "Fernet Branca" (oder sonst so ein Magenbitter) Werbung.... der vertreibt sogar Vampire, natürlich mit Vampir. Huh, gruselig !

Aber vielleicht ist Doom dann bei bereits vorhandener Monsterangst gar nicht so schlecht.

"Schau Schatz, da ist das böse Monster !"
"Iiihhhh ! Das hat so große Zähne, ihhh !!!!!"
"Ja. BUMM! Spratzzz! Siehst Du, nun hat das böse Monster keine Zähne mehr. Und der Kopf ist auch weg.!"
"Danke, lieber Papi !".

Naja... wohl eher nicht ;) Aber ich hab damals jedenfalls mehr als einmal meine Zündplättchenpistole mit ins Bett genommen :)
Zuletzt geändert von Schnurx am 02.09.2008 16:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Sevulon
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Beitrag von Sevulon »

Zladdy hat geschrieben:Killerspiele gehören meiner Meinung nach komplett verboten. Sie dienen lediglich zur Verblödung der Jugend. In diesen Spielen lernen die Jugendlichen, Gegner auf möglichst grausame Weise auf die Strecke zu bringen; dass das lehrreich sein soll, soll mir jemand mal beweisen.
Wieso müssen Videospiele zwingend lehrreich sein? Es tut auch ganz gut, wenn man bspw. von der Uni kommt und mit einem ordentlichen Action-Spiel abschalten kann. Wenn ich Bildung will lese ich Kant oder Nietzsche, ich würde nie auf die Idee kommen mich auf einer Konsole zu bilden [was nicht heißt, dass ich keine Rätselspiele mag] oder gar meinen Kindern mal ein Videospiel ZUR BILDUNG zu kaufen.

Übrigens fördern Shooter tatsächlich die Konzentration und das Reaktionsvermögen, wenn sie auch nicht unbedingt bilden. Es sei denn es ist irgend ein faktisch genauer History-Shooter in irgend einem Krieg.
Ich finde in Deutschland haben wir sowieso viel zu lasche Gesetze. Deswegen fordere ich, dass diese Killerspiele für ALLE verboten werden sollen und dass die Entwicklung solcher diabolischen Machwerke unter Strafe gestellt werden muss.
Meine Lieblingsstelle. Diabolische Machwerke. Ah, der Teufel persönlich ist Schuld. Ja, dann ist ja alles klar. Verbietet Videospiele - es ist der Wille GOTTES.
Meine Güte..
johndoe753995
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Beitrag von johndoe753995 »

Kajetan hat geschrieben:
Phobo$ hat geschrieben:Soll zum Beispiel mein 6 Jähriger Sohn in einen Laden gehen können, sich Doom 3 kaufen können und das anfangen zu spielen ?
Wenn Du es zusammen mit ihm spilest? Warum nicht?
Was ändert es daran, dass eine erwachsene Person dabei ist? Das Kind bekommt dadurch trotzdem die brutalen Inhalte mit. Ob es bei dir anders war ist mir völlig egal...es wird sicher nicht bei allen so sein, dass wenn sie ein solches Spiel bzw. einen solchen Film mit einem Erwachsenen anschauen, dass es keine Angst davor haben. Von einer pädagogisch wertvollen Methode kann da nicht die Rede sein.

Ich finde es generell sehr unreif, was du hier in dieses Forum schreibst. Du scheinst keinerlei Erfahrung mit Kindern zu haben. Ich persönlich hab zwar keine eigenen Kinder, hab aber sehr viel Zeit mit meiner Nichte und meinem Patenkind verbracht und sie praktisch miterzogen; deswegen hab ich auch das Recht mitzureden.