Electronic Arts: Politiker-Interview zu Spiel & Kultur

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4P|Bot
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Electronic Arts: Politiker-Interview zu Spiel & Kultur

Beitrag von 4P|Bot »

<P>Publisher <A href="http://www.electronicarts.de" target=_blank>Electronic Arts</A> hat in seinem aktuellen Magazin ein Interview mit der SPD-Politikerin <A href="http://www.monika-griefahn.de/" target=_blank>Monika Griefahn</A> geführt. Darin geht es u.a. um die Frage, ob und inwiefern Spiele Teil unserer Kultur sind. Die Vorsitzende des <A href="http://www.bundestag.de/parlament/gremi ... index.html" target=_blank>Bundestagsausschusses für Kultur und Medien</A> beantwortet diese Frage mit einem klaren Ja und betont:<BR><BR><EM>"Beobachtet man den Entstehungsprozess eines Spieles, so ist die Entwicklung eine hoch kreative Angelegenheit. Die kulturelle Bedeutung liegt meiner Meinung nach in der Verbindung von technischer Innovation und dem Potenzial, unsere kulturelle Gegenwart abzubilden."</EM><BR><BR>Zwar sieht die 50-Jährige Spiele-Designer durchaus als Künstler an, macht aber hinsichtlich des kulturellen Wertes eine klare Einschränkung und schließt den erfolgreichsten Team-Shooter der Spielegeschichte aus:<BR><BR><EM>"In meinen Augen hat kulturelle Relevanz auch sehr viel mit Ethik zu tun. Vor diesem Hintergrund finde ich Gewaltspiele wie »Counterstrike« kulturell nicht gerade bedeutend. Lernspiele für Erwachsene und Kinder oder Wirtschaftssimulationen haben da schon anderes Potenzial."<BR><BR></EM>Ansonsten spielt Monika Griefahn am liebsten Filmumsetzungen:<BR><BR><EM>"Spiele, die an der Nahtstelle zwischen den verschiedenen Medien angesiedelt sind. Ich meine solche Computerspiele, die als Vorlage zu einem Film dienen, oder andersherum, aus einer Filmidee heraus entwickelt werden. Hinsichtlich dieser Entwicklung haben Computerspiele schon Ungewöhnliches erreicht und besitzen auch für die Zukunft enormes Potenzial."<BR></EM><BR><STRONG>Download: </STRONG><A href="http://www.4players.de/rendersite.php?L ... -Interview (pdf)</A> (57,8 KB)<BR></P><br><br>Hier geht es zur News: <a href="http://www.4players.de/rendersite.php?L ... wsid=37971" target="_blank">Electronic Arts: Politiker-Interview zu Spiel & Kultur </a>
johndoe-freename-59884
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Reschpekt geht nach Köln!

Beitrag von johndoe-freename-59884 »

die EAs sind schon echte Profis. Der schlechte Ruf von Games schadet ihrem Image und im Endeffekt damit vor allem ihrem Umsatz. Also beginnen Sie über die Lobby einen Dialog mit Entscheidern in der Politik und schaffen das, was der selige VUD nicht gepackt hat all die Jahre... Respekt geht nach Köln!
TheWinnerTakesItAll
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Beitrag von TheWinnerTakesItAll »

Nicht schlecht. Frau Griefhan spielt also am liebsten Filmumsetzungen. Aha, wie wir alle wissen sind Lizenzspiele qualitativ eher mies. Aber wer es braucht...
johndoe-freename-75353
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Beitrag von johndoe-freename-75353 »

ausser riddick aber ob die DAS spielt sei dahin gestellt :)
Moorkh
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Beitrag von Moorkh »

Hmmm... ich denke, es ist allgemein anerkannt, dass erwähnte Filmversoftungen (mit wenigen Ausnahmen, und Riddick gehört sicher nicht zu den Games, an die die Dame hier möglicherweise gedacht hat) genauso wie die Spieleverfilmungen zum übelsten gehören, was die beiden Medien zu bieten haben.
Auch wird mir der kulturelle Wert von technisch und künstlerisch chronisch unterbegüterten Edutainment-Produkten und nüchternen Wirtschaftssimulationen, die die Realität mehrheitlich auf Zahlen und die Dynamik von Kapitalflüssen reduzieren, mitnichten klar. Zugegeben, CS ist sicher kein Lichtblick in kulturell-künstlerischer Hinsicht - keine Story, kaum Assoziierungen, limitierte Interaktionsmöglichkeiten - doch schlägt alleine das soziokulturelle Moment der darum entstandenen Community und deren Aktivitäten rund um ihr Spiel, vom Modding über die Organisation von LAN-Parties und Online-Ligen bis zu von CS inspirierter Kunst und Literatur alles, was die gute Frau anführt, um Längen. Ganz zu schweigen davon, dass sich Elemente von CS in anderen Werken und Medien - nicht bloss in negativen Schlagzeilen - niederschlagen. Diese Einbindung in den andauernden gesellschaftlichen Prozess, eigene kulturelle Elemente immer wieder neu zu erfinden, zu verwandeln und fortzusetzen ist, weist ein Werk deutlich als unverzichtbaren Teil einer Kultur aus.

Grundsätzlich ist ja in diesen Zeiten jegliche Form von Anerkennung für unsere Leidenschaft durch ein offizielles Organ des Establishments begrüssenswert. Dennoch zeigt sich auch hier wieder, dass fachliche Kompetenzen, und sei es nur im Bereich eines Unterhaltungsmediums, in der Schicht der Entscheidungsträger äusserst dünn gesät sind.
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Jörg Luibl
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Kultur & Politiker

Beitrag von Jörg Luibl »

Moorkh hat geschrieben:Diese Einbindung in den andauernden gesellschaftlichen Prozess, eigene kulturelle Elemente immer wieder neu zu erfinden, zu verwandeln und fortzusetzen, weist ein Werk deutlich als unverzichtbaren Teil einer Kultur aus.
Ja, deiner Interpretation des Interviews kann ich nur zustimmen. Kultur wird hier in Zusammenhang mit Spielen sehr einseitig auf Lern- & Wirtschaftsgames kastriert. Und dass man CS mal wieder beiläufig als "Gewaltspiel" brandmarkt und ihm trotz der Tatsache, dass es längst Teil der Jugend- & LAN-Szene geworden ist, jeglichen Kulturwert abspricht, zeugt davon, dass Frau Griefahn trotz ihrer begrüßenswerten Aufnahme des Spiels in den Kulturbereich selber nicht viel Erfahrung mit der Materie gesammelt hat. Und hoffentlich nicht nur Enter the Matrix gespielt hat...;)

Andererseits kann man das vielleicht auch nicht von ihr erwarten - immerhin gehört sie als 50-jährige Politikerin nicht mal zur Pong-Generation. Trotzdem steht sie Spielen positiv gegenüber, was mir angesichts anderer Wadenbeißer-Statements sehr sympathisch ist.
johndoe-freename-59884
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Beitrag von johndoe-freename-59884 »

ein politiker wird solche spiele erst \"gut finden\", wenn es genug wähler gibt, die so was spielen. dann wird er sich negative aussagen drei mal überlegen. schließlich würde das stimmen kosten. solange games keine breite basis in der gesamtbevölkerung haben, werden wir auch in zukunft so manches unsinnige aber populäre bashing erleben. anders herum: erst wenn games selber auf breiter ebene populär werden, wird das aufhören.

dazu müssten aber auch wir uns öffnen und sich nicht nur die games ändern. in unserem ghetto fühlen wir uns aber sehr wohl. heulen aber immer, wenn man uns nicht versteht, das wir stunden- und tagelang auf menschenähnliche pixelansammlungen mit pixelwaffen schießen mögen. ich schweife ab und muss auch wieder ans werk...
Meronax
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Beitrag von Meronax »

Ich bin davon überzeugt das ich selber dem umschwung noch selber erleben werde und zwar noch in der zeit in der ich selber zocke.

Man werfe mal einen Blick nach Japan. Dort gibt es Arenen, in deren mitte jenachdem pcs stehen. Inkl. riesen leinwänden auf denen das spiel geschehen gezeigt wird. Diese Arenen sind absolut überfüllt wenn 2 bekannte cs teams aufeinander stoßen. Dort sind gute zocker so bekann wie popstars, die dort auch werbeverträge usw unterzeichnen und dam Im Fernsehen zu sehen sind wie sie für die neueste Maus von irgend einem hersteller werben.

Der Punkt mit den wählern ist ein sehr guter punkt der erwähnt wurde. Die haupt zocker gemeinde, wird jetzt langsam aber sicher 18 bzw. volljährig je nach Nation. Das heisst jedes jahr bekommt das land mehr zockker die abstimmen gehen und verlieren aber konservative pensionisten. Es mag noch eine frage von ein paar jahren sein, bis ein gewiffter politiker sich diese tatsache zu nutze macht. Aber wenn es soweit ist, kommen auch die zocker zum zug.
johndoe-freename-59884
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Beitrag von johndoe-freename-59884 »

AMEN, Bruder!

ich gebe nur zu bedenken, dass japan echt ein anderer planet ist... (bspw. \"schlüpferautomaten\") ;-)
Meronax
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Beitrag von Meronax »

naja nur weils dort nen schlüpferautomaten gibt, heisst das nicht das alle nen fetisch haben :D
Deracus
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Beitrag von Deracus »

respekt ea...
auich wenn ich was gegen die eigene firmenpolitik dieses konzerns habe....aber wenn die so weitermachen würden, dann hättenn die spieler endlich mal einen finanzstarken (und nur das ist es was zählt...leider) interessenvertreter.
klar machen die das nur um über besseres image mehr zu verkaufen, aber wenns uns auch nütztz...warum nicht. ist doch nur fair.
ich hoffe die verfolgen diesen pfad und bewegen auch andere große publisher dazu, den dialog zu suchen (ubisoft, take2...wären von der finanzstärke gute kandidaten)
schlechter als mit dem VUD kanns ja nicht werden...wenn man mal bedenkt was der schon gebracht hat.
den verband nahm eh keiner ernst...sogar die meißten gamer nicht, und damit bricht man so einer organisation ja gleich das rückrat. wenn man dazu noch bedenkt....was war beim VUD schon an kapital dahinter? die paar deutschen firmen...sorry...nix gegen die qualität der software...aber rein finanziell sind die ein mäusefurz...


also, ich würde so eine entwicklung begrüßen
und @EA thumbs up !