GTA IV: Nachahmer ersticht Taxifahrer
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Matt.s_hit_you
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Na, hier muss man aber die Kirche im Dorf lassen. Welcher Spieler reagiert denn heute noch geschockt oder betroffen, wenn Brutalität in Spielen gezeigt wird? Der Konsument wurde doch zunächst durch alle anderen Medien desensibilisiert. Die meisten brutalen Spielinhalte wurden x-mal quer durch die gesamte Medienlandschaft gesehen und gespeichert. Jeden Tag sehen wir Menschen im TV beim "Sterben" zu. Oftmals sind brutale Morde und andere kriminelle Vergehen Hauptinhalte von Spielfilmen. Seid über 20 Jahren können wir Figuren in Spielen köpfen, verbrennen, erschießen, erstechen... und Take2 soll die Spiele aus den Regalen nehmen??? Na, viel interessanter ist doch die Frage, warum wir so aufs Killen stehen? Ob da nicht grundsätzlich was verkehrt läuft, dass man durch Restriktionen so oder so nicht in den Griff bekommen kann.
- Sid6581
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Ich möchte nicht behaupten, dass GTA die Wurzel allen Übels ist, solche Typen brauchen wohl nur einen Anlass, da stimmt etwas in der Anlage nicht. Aber trotzdem finde ich es schon bedenklich wie so manche Spiele vollkommen unreflektiert Gewalt als etwas ziemlich cooles darstellen. Genaugenommen macht das sogar Postal besser, da hier die Gewalt überdreht dargestellt wird und keineswegs als realitätsnah.
- Abendländer
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Fein, fein.
Nehmen wir mal an, ich wäre so gigantischer Idiot und ersteche aus purer Blödheit einen unschuldigen Taxifahrer.
Was ist das beste, das ich vor Gericht tun kann nachdem meine Schuld schon zweifellos belegt wurde?
Mal überlegen: Es bereun und für meinen Mord verdientermaßen ins Gefängnis gehen? Nein...
Ha....ich habs: Ich schiebe die Schuld auf etwas, von dem alle in letzter Zeit befürchten es könnte so was verursachen. So drücke ich mich im besten Fall um ein paar Jahre Knast.
Hey es tut mir wirklich leid Herr Richter, aber ich dachte ich wäre in meinem Computerspiel, und da passiert ja auch nichts wenn ich mich so benehme.
Wenn wir ehrlich sind bin ich nicht Täter sondern eigentlich ein Opfer!
Bevor ich GTA IV gespielt habe war ich ein rechtschaffner Mensch, auf dem besten Weg eine Stipdendium für die Oxford Universität zu erhalten und knapp davor ein Heilmittel für Krebs zu entwicklen. Doch seit ich das Spiel gespielt habe spüre ich den ständigen Drang Verbrechen zu verüben und Drogen zu nehmen. Nicht ich sollte heute hier vor Gericht stehen sondern die Bastarde die mich indirekt zu dieser Tat ermutigt, nein GEZWUNGEN haben: Rockstar Entertainment.
Nehmen wir mal an, ich wäre so gigantischer Idiot und ersteche aus purer Blödheit einen unschuldigen Taxifahrer.
Was ist das beste, das ich vor Gericht tun kann nachdem meine Schuld schon zweifellos belegt wurde?
Mal überlegen: Es bereun und für meinen Mord verdientermaßen ins Gefängnis gehen? Nein...
Ha....ich habs: Ich schiebe die Schuld auf etwas, von dem alle in letzter Zeit befürchten es könnte so was verursachen. So drücke ich mich im besten Fall um ein paar Jahre Knast.
Hey es tut mir wirklich leid Herr Richter, aber ich dachte ich wäre in meinem Computerspiel, und da passiert ja auch nichts wenn ich mich so benehme.
Wenn wir ehrlich sind bin ich nicht Täter sondern eigentlich ein Opfer!
Bevor ich GTA IV gespielt habe war ich ein rechtschaffner Mensch, auf dem besten Weg eine Stipdendium für die Oxford Universität zu erhalten und knapp davor ein Heilmittel für Krebs zu entwicklen. Doch seit ich das Spiel gespielt habe spüre ich den ständigen Drang Verbrechen zu verüben und Drogen zu nehmen. Nicht ich sollte heute hier vor Gericht stehen sondern die Bastarde die mich indirekt zu dieser Tat ermutigt, nein GEZWUNGEN haben: Rockstar Entertainment.
- Mauricius
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Wenn GTA nicht überdreht ist, was dann? Ich finde, Videospiele sollten nicht damit anfangen, sich selbst zu beschneiden. Sobald wir begriffen haben, dass es Videospiele sowohl für Erwachsene wie auch für Kinder gibt, hört dieses haltlose Beschuldigen eh auf, das war mit Comics in den 80er Jahren nicht anders. Bei Filmen, Büchern, Comics etc. ist es heute völlig legitim, dass es da reine Erwachsenenunterhaltung gibt. Deshalb erzählt auch kein 18 Triebtäter seinem Anwalt, dass er mal ausprobieren wollte, was er in einem bösen, bösen Porno gesehen hat. Das würde ihm in der Form keiner abnehmen, bei einen noch neuen Medium wie Videospiele ist das anders. Ich habe meinem Nachbarn den Kopf mit nem Schwert abgeschöagen, weil ich FF so toll fand und wollte das mal ausprobieren. Ohne FF wäre ich ein ganz normaler lieber Junge gewesen. Alles klar...
- nekojaghen
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dkwcman
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Immer der gleiche Mist. Wenn einer am Rad dreht wird es gleich wieder verallgemeinert und auf alle anderen Spieler übertragen. Also ich muss sagen, ich habe schon viel GTA IV gespielt und bisher hatte ich noch nicht das Bedürfnis, einen Taxifahrer erstechen zu müssen (ganz davon abgesehen, dass ich das auch im Spiel noch nicht getan hab oO)
Die Leute sollten anfangen, sich um die Probleme der Menschen zu kümmern, und ihnen nicht immer mehr zu verbieten. Das ist wie hier in Deutschland: Sobald irgendjemand gewalttätig wird, liegt es automatisch daran, dass er CS oder GTA auf dem Rechner hat. Nicht etwa an seiner harten Kindheit, seinem gewalttätigen Vater (der übrigens 1950 noch keine Videospiele gespielt hat) und seinem asozialen Umfeld. Also werden härtere Gesetze eingeführt (bevor man sich mal um die Durchsetzung der alten kümmert), die Spielehüllen mit übergroßen USK-Schildchen versehen (ganz im Ernst, das ist so ungefähr das Sinnloseste, was sich unsere werten Gesetzgeber im Bezug auf Jugendschutz jemals haben einfallen lassen) und die erwachsene Videospieler-Gesellschaft bevormundet.
Wenn man mal darüber nachdenkt, sind die neuen Jugendschutzgesetze im Bezug auf Videospiele so lächerlich, dass man lachen möchte, wenn es nicht so traurig wäre. Aber die Bevölkerung schwimmt mit und fühlt sich wieder sicherer, wenn "Killerspiele" verboten werden, schließlich hätte Gears of War bestimmt wieder tausenden Jugendlichen Anreize gegeben, Menschen umzubringen.
Natürlich gibt es immer ein paar, die aus der Reihe tanzen. Aber diese Menschen wären auch ohne GTA IV gewalttätig geworden. Wer allen ernstes jemanden ersticht, nur weil er eine Szene aus einem Spiel nachstellen will, der hat auch ohne Videospiele ein erhebliches Gewaltpotential. Niemand wird von einem Spiel dazu getrieben, Menschen zu töten. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Sowas einzig und allein auf das Spiel zurückzuführen, ist schwachsinnig und zeugt von geistiger Umnachtung. Jeder, der zwei Minuten nachdenkt, merkt, wie weit man mit einer solchen Regelung von der Realität entfernt ist. Und letztendlich macht man es sogar noch schlimmer: Wenn immer mehr Spiele verboten oder indiziert werden, steigert das den Unmut der Spieler, der sich früher oder später entlädt. Das gleiche passiert auch irgendwann aufgrund von Schäubles Sammelwut und den steigenden Preisen. Oder generell aufgrund der Unfähigkeit unserer politischen Führung.
Aber das ist ein anderes Thema.
Zum Aktuellen: Da hat jemand einen Menschen umgebracht, aber die Hintergründe werden mal wieder auf lächerlichste und falscheste Art und Weise verkannt. Gratulation an die Verantwortlichen.
Die Leute sollten anfangen, sich um die Probleme der Menschen zu kümmern, und ihnen nicht immer mehr zu verbieten. Das ist wie hier in Deutschland: Sobald irgendjemand gewalttätig wird, liegt es automatisch daran, dass er CS oder GTA auf dem Rechner hat. Nicht etwa an seiner harten Kindheit, seinem gewalttätigen Vater (der übrigens 1950 noch keine Videospiele gespielt hat) und seinem asozialen Umfeld. Also werden härtere Gesetze eingeführt (bevor man sich mal um die Durchsetzung der alten kümmert), die Spielehüllen mit übergroßen USK-Schildchen versehen (ganz im Ernst, das ist so ungefähr das Sinnloseste, was sich unsere werten Gesetzgeber im Bezug auf Jugendschutz jemals haben einfallen lassen) und die erwachsene Videospieler-Gesellschaft bevormundet.
Wenn man mal darüber nachdenkt, sind die neuen Jugendschutzgesetze im Bezug auf Videospiele so lächerlich, dass man lachen möchte, wenn es nicht so traurig wäre. Aber die Bevölkerung schwimmt mit und fühlt sich wieder sicherer, wenn "Killerspiele" verboten werden, schließlich hätte Gears of War bestimmt wieder tausenden Jugendlichen Anreize gegeben, Menschen umzubringen.
Natürlich gibt es immer ein paar, die aus der Reihe tanzen. Aber diese Menschen wären auch ohne GTA IV gewalttätig geworden. Wer allen ernstes jemanden ersticht, nur weil er eine Szene aus einem Spiel nachstellen will, der hat auch ohne Videospiele ein erhebliches Gewaltpotential. Niemand wird von einem Spiel dazu getrieben, Menschen zu töten. Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Sowas einzig und allein auf das Spiel zurückzuführen, ist schwachsinnig und zeugt von geistiger Umnachtung. Jeder, der zwei Minuten nachdenkt, merkt, wie weit man mit einer solchen Regelung von der Realität entfernt ist. Und letztendlich macht man es sogar noch schlimmer: Wenn immer mehr Spiele verboten oder indiziert werden, steigert das den Unmut der Spieler, der sich früher oder später entlädt. Das gleiche passiert auch irgendwann aufgrund von Schäubles Sammelwut und den steigenden Preisen. Oder generell aufgrund der Unfähigkeit unserer politischen Führung.
Aber das ist ein anderes Thema.
Zum Aktuellen: Da hat jemand einen Menschen umgebracht, aber die Hintergründe werden mal wieder auf lächerlichste und falscheste Art und Weise verkannt. Gratulation an die Verantwortlichen.
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Freimann
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