Kojima: "Next-Gen noch nicht möglich"

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Ghaleon
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Beitrag von Ghaleon »

Der Aufwand eine solche Welt zu programmieren wäre wohl unschafbar.
Über das Thema kann man echt noch mehr schreiben als beim Consolen-Fanboys vs. PC-Fanboys geflame :twisted:

@ Next-gen

Auch das Wachsen von Gräsern im Hintergrund ist nur Umgebungsverbesserung, ähnlich der Grafikverbesserung. Es Trägt unterstüztend zur Atmosphere eines Spiels bei, auch wenns nur 2% wären.

Solche realistischen "gimmiks" in spiele einbauen wird am Anfang umständlich und aufwendig sein, bis es die entsprechenden Engines/Editoren gibt die das mit wenigen Mausclicks erledigen.

Allerdings steigt trotzdem der Arbeitsaufwand enorm - vor allem der Designer die das "Umgebungs-Theming" erstmal anpassen müssen.

Und was haben die davon ? Dass man für ein Spiel noch zwei Jahre lang 30 Mann mehr braucht die die möglichst realistische Umgebung realitisch gestalten sollen. Folge davon sind höhere Kosten für die Herstellung der Spiele - wer darf die wohl zahlen ? - Folge davon ist auch dass die Spiele noch mehr für die Massen gemacht werden, das Geld muss ja schießlich wieder hereinkommen.

Andere werden die super-realitischen neuen engins zugunsten der wirtschaftlichkeit wieder mit dem Rotstift beschränken.

Und haben wir dann Next Gen? - eigentlich schon, aber nicht die Steigerung die wir uns erwarten.

Egal wie geil die Grafik, wie realistisch das Blut spritzt und die Häuser zusammenkrachen - der Kern eines Spiels wird immer der Inhalt bleiben.

Wir können trotzdem hoffen: haben alle Konsolen erstmal Real-Grafik erreicht ist das nervige "das spiel hat die geilste neue grafik"-thema endlich erledigt. Dann gehts hoffentlich nur noch um den Inhalt.

ps. ich finde die Entwicklung von KI's in Spielen wird bis jetzt noch völlig unterschätzt.
DerekNRW
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Beitrag von DerekNRW »

Web 2.0, Next-Gen, ... eigentlich alles nur Salesbullshit.
Aber der Wunsch nach neuen Spielerlebnissen ist durchaus lobenswert.
Force Feedback war schließlich auch ein willkommenes Erlebnis.
Und wer ist nicht beeindruckt von Johnny Chung Lee´s Wii-Experimenten
(http://www.cs.cmu.edu/~johnny/projects/wii/)?

3D Bilder, Playseats oder tiefgreifende Realtiätssimulationen.
Far Cry 2 spielt mit dem Feuerteufel. Und wenn diese Interaktionen in das
Spielkonzept reinpassen, umso besser.

Wenn es in CoD regnet und die Windschutzscheibe des Jeeps verschmiert durch aufspritzenden Schlamm, oder das Dach des Gebäudes wird bei Regen rutschiger....
Bei Assassins´s Creed könnte ein Sandsturm zur Flucht verhelfen...

Natürlich nur kleine Beispiele, aber die Grundaussage von Kojima ist nicht verkehrt.

Und die KI wie Ghaleon treffend ansprach ist ebenso "aufrüstungswürdig".
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DoktorAxt
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Beitrag von DoktorAxt »

Ich find eine durchsimulierte Welt albern.

Ein Spiel, ob es nun Brettspiel, Kartenspiel oder Videospiel, Pen&Paper Spiel, Tabletop Spiel oder Würfelspiel ist, hat IMMER Regeln und Grenzen. Das ist auch der Sinn. Was will ich mit einer hundertprozentig offenen Spielwelt? Ziel des Spiels ist zunächst und vor Allem die Unterhaltung und, dass der Spieler innerhalb von Regeln und Grenzen möglichst erfolgreich ist und am besten mit dem was ihm gegeben wird umgeht.
Wie will ich eine dichte Atmosphäre und eine gut inszenierte Story entwickeln, wenn ich nicht weiß, wie der Spieler die Spielwelt als nächstes Manipulieren wird? Ich kann mich nicht auf alle Eventualitäten vorbereiten wenn diese Quasi unbegrenzt sind. Einen sehr guten Kompromiss erschafft hier STALKER: Klar, ich bleibe (glücklicherweise) immernoch in einem - für ein Open World Spiel - recht engen Levelkorsett, aber ich habe unzählige Freiheiten (dank hochqualitativer Mods sogar noch mehr), die Story lotst mich trotzdem immernoch an vorgegebene Stellen und erschafft mit der Spielwelt zusammen eine sehr bedrückende Atmosphäre. Dafür brauche ich weder eine komplett Durchsimulierte Welt (A-Life reicht völlig) noch unbegrenze Möglichkeiten.
Ein Spiel braucht auf alle Fälle seine künstlichen Grenzen, seine fixen Vorgaben, seine Einschränkungen, seine Bedingungen, seine Unvollkommenheit. Es muss einfach ein Spiel bleiben und da gehört auch dazu, dass ich mich Regeln zu unterwerfen habe und in Grenzen gezwängt sein muss.
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Ghaleon
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Beitrag von Ghaleon »

"Was will ich mit einer hundertprozentig offenen Spielwelt?"
Frag das mal mmopgs ^^ - ich empfinde heute schon mmopgs manchmal als Beschäftigungstherapie...
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

DoktorAxt hat geschrieben:Es muss einfach ein Spiel bleiben und da gehört auch dazu, dass ich mich Regeln zu unterwerfen habe und in Grenzen gezwängt sein muss.
Trotzdem darf es doch erlaubt sein diese Regeln und Grenzen zu erweitern.

Warum muss eine Holztür denn ein unüberwindliches Hinderniss sein?
Warum kann ich mit meiner Streitaxt nicht einfach mal den nächsten Baum fällen und aus seinem Holz z.B. ein Boot bauen.

Es geht vorläufig um die Interaktion mit der Umgebung.

Grenzen sind gut solange sie nachvollziehbar sind.
Ein Gartenzaun als Levelgrenze finde ich z.B extrem schlecht gelöst.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Ein Gartenzaun geht ja noch, manchmal ist es ja auch eine unsichtbare Wand, wie man sie in jRPGs häufig sieht (oder besser nicht sieht).
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

Hotohori hat geschrieben:Ein Gartenzaun geht ja noch, manchmal ist es ja auch eine unsichtbare Wand, wie man sie in jRPGs häufig sieht (oder besser nicht sieht).
Das scheint die Leute aber nicht zu stören. Schau dir mal CoD4 an!
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KleinerMrDerb
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Beitrag von KleinerMrDerb »

TGfkaTRichter hat geschrieben:
Hotohori hat geschrieben:Ein Gartenzaun geht ja noch, manchmal ist es ja auch eine unsichtbare Wand, wie man sie in jRPGs häufig sieht (oder besser nicht sieht).
Das scheint die Leute aber nicht zu stören. Schau dir mal CoD4 an!
Das kann man aber auch nicht wirklich vergleichen.

CoD ist eine art Interaktiver Film.
Es wird gesagt "GEHE DIESE STRAßE ENTLANG" und genau das MUSST du tun, als Soldat wäre ausserdem alles andere Befehlsverweigerung :-)
Man will dem Spieler eine vorgefertigte Geschichte zeigen in der er ein bisschen rumballern kann.

Bei einem RPG wird einem aber nur gesagt "gehe zu Punk X, egal wie"

Da sind wir dann wieder beim Thema "was will das Spiel eigentlich sein"
CoD will keine offene Welt haben sondern will ein Feuerwerk auf einem vorgefertigtem Weg entfachen.

Ein RPG wie Oblivion will dich in eine Offene Welt entsenden, scheitert aber an gewissen Grenzen die den nächsten Schritt in ein besseres Gameplay verhindern!
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DoktorAxt
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Beitrag von DoktorAxt »

Gerade einem RPG tut es einen großen Abbruch, wenn es derartig offen wie Oblivion ist.
Das löst Baldur's Gate 2 viel besser, da man zum einen nicht einfach überall hin laufen kann (Man muss erst entsprechende Ziele auf der Karte haben) und zum anderen da man eigentlich immer an der Hand genommen wird um weiter zu kommen.
KleinerMrDerb hat geschrieben:Warum muss eine Holztür denn ein unüberwindliches Hinderniss sein?
Warum kann ich mit meiner Streitaxt nicht einfach mal den nächsten Baum fällen und aus seinem Holz z.B. ein Boot bauen.

Es geht vorläufig um die Interaktion mit der Umgebung.

Grenzen sind gut solange sie nachvollziehbar sind.
Ein Gartenzaun als Levelgrenze finde ich z.B extrem schlecht gelöst.
Zweifellos richtig, aber das wird kaum sein, was Kojima gemeint hat, denn derartiges (Mir ist schon klar, dass das nur Beispiele sind) ist heute locker möglich. Kreative Levelgrenzen sind für mich kein Next Gen sondern einfach eine Frage des Spieldesigns.

Die Problem mit Open World ist, dass die Entwickler sich auf jede Möglichkeit einstellen und das Spiel dementsprechend entwickeln müssen. Wenn die Entscheidungsfreiheit zu groß wird kann das auf Kosten einer dichten Story oder Atmosphäre gehen.
an00biz
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Beitrag von an00biz »

find ich interessant

http://gamestar.de/esports/news/szene/1 ... tatur.html

auch irgendwie Next-Gen
hanzelklick
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Beitrag von hanzelklick »

Für mich klingt das wie ein Schuldeingeständnis , dass die Ps3 ( für dessen Team er ja steht ) nicht so erfolgreich ist und nicht das kann was alle erwartet haben. Gilt dementsprechend für den Rest auch
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

hanzelklick hat geschrieben:Für mich klingt das wie ein Schuldeingeständnis , dass die Ps3 ( für dessen Team er ja steht ) nicht so erfolgreich ist und nicht das kann was alle erwartet haben. Gilt dementsprechend für den Rest auch
Kojima steht für Konami und nicht für die PS3. Außerdem könnte das, was er sich da vorstellt, nicht mal der stärkste PC umsetzen.

Allerdings erkenne ich gewisse Ähnlichkeiten zwischen Kojima und PM, der würde auch immer gerne die tollsten, besten und innovativsten Spiele machen und im Endeffekt kommt nichts bei rum. Ist bei Kojima ähnlich, spielerisch hat sich die MGS Reihe seit PS1 Zeiten kaum entwickelt und die technischen Möglichkeiten der PS3 nutzt Herr Kojima nur, um besonders hochauflösende Videos zu liefern. Ich habe den Verdacht, dass wenn er wirklich all diese technischen Möglichkeiten hätte, er trotzdem kein groß anderes Spiel machen würde. Videosequenzen sind so ziemlich genau das Gegenteil der Interaktivität, die er sich in seiner Aussage so sehr wünscht, aber für was ist denn die MGS Reihe so bekannt?
straightjacket
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Beitrag von straightjacket »

TGfkaTRichter hat geschrieben:
hanzelklick hat geschrieben:Für mich klingt das wie ein Schuldeingeständnis , dass die Ps3 ( für dessen Team er ja steht ) nicht so erfolgreich ist und nicht das kann was alle erwartet haben. Gilt dementsprechend für den Rest auch
Kojima steht für Konami und nicht für die PS3. Außerdem könnte das, was er sich da vorstellt, nicht mal der stärkste PC umsetzen.

Allerdings erkenne ich gewisse Ähnlichkeiten zwischen Kojima und PM, der würde auch immer gerne die tollsten, besten und innovativsten Spiele machen und im Endeffekt kommt nichts bei rum. Ist bei Kojima ähnlich, spielerisch hat sich die MGS Reihe seit PS1 Zeiten kaum entwickelt und die technischen Möglichkeiten der PS3 nutzt Herr Kojima nur, um besonders hochauflösende Videos zu liefern. Ich habe den Verdacht, dass wenn er wirklich all diese technischen Möglichkeiten hätte, er trotzdem kein groß anderes Spiel machen würde. Videosequenzen sind so ziemlich genau das Gegenteil der Interaktivität, die er sich in seiner Aussage so sehr wünscht, aber für was ist denn die MGS Reihe so bekannt?
Ich frage mich, wie oft wir diese Aussagen von PM, Kojima und Co. Noch hören werden.
Der Satz „Next-Gen noch nicht möglich“ ist passend und sinn frei gleichzeitig.
Was heute „Next-Gen“ ist, ist Morgen „Current-Gen“. Also wird morgen wieder jemand kommen und sagen: „Next-Gen noch nicht möglich“
Termix
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Beitrag von Termix »

Wer will ne komplett realistische Spielewelt? Vor allem, wenn ich alles machen kann, was ich auch im echten Leben machen kann, wozu dann noch spielen... so weit, dass jede explosion nen loch hinterlässt war man schon bei Red Faction, ob das nun physikalisch korrekt ist, solangs cool aussieht who cares? Ich frage mich allen ernstes, ob einige Menschen wirklich von Zeit zu Zeit SPIELEN oder direkt in eine neue Welt umziehen wollen?