Doom 3 - zur Gewalt der Bilder

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4P|Bot
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Doom 3 - zur Gewalt der Bilder

Beitrag von 4P|Bot »

Verdoomen wir jetzt alle? Davon scheint zumindest Bernd Graff in seinem <A href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/421/41380/" target=_blank>Artikel</A> für den Kulturteil der Online-Ausgabe der SZ auszugehen, in dem er sich um die fortschreitende Brutalisierung der Spielewelt sorgt. Sich vor Schreck in die Hose pinkelnde Mit-30er kommen darin ebenso zu Wort wie Verbandsmitglieder des inzwischen aufgelösten VUD, die an das Verantwortungsbewusstsein der Eltern appellieren. Denn "es darf ja offen verkauft und beworben werden. Folglich liegt Doom 3 denn auch in Stapeln in den Kaufhäusern." Wer wissen möchte, welche Bedenken die Welt außerhalb der Shooter-Szene angesichts der "widerwärtigen" Ballerorgie umtreiben, der sollte sich den <A href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/421/41380/" target=_blank>Artikel</A> also nicht entgehen lassen. <br><br>Hier geht es zur News: <a href="http://www.4players.de/rendersite.php?L ... wsid=36063" target="_blank">Doom 3 - zur Gewalt der Bilder</a>
Meronax
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blödsinn

Beitrag von Meronax »

Solche Texte haben wir wiedermal leuten zu verdanken die Den Amoklauf des jungen in der schule den Computerspielen in die schuhe schieben. Alleine schon der Fakt das mit computer spielen mehr geld als mit Kinofilmen gemacht wird, bestätigt das es sehr viele menschen gibt die Computerspiele spielen. Nun passiert es das ein junge durchdreht und so eine tat begeht, schon wird ein schuldiger gesucht und der wird in Computerspielen gefunden. 99,9% Aller Computerspieler können sehr wohl den unterschied zwsichen einem spiel und der realität erkennen. Das sich jemand beinahe \"anpisst\" wenn er doom3 spielt ist das meines erachtens nicht schlimmm den das ist mitunter das Ziel dieses spiels, genauso war dies das Ziel von dem film \"alien\". Dieser Text ist meiner meinung nach einfach überflüssig weil er nur wieder gegen alle Computerspiele ist. Das würde auf das selbe hinaus kommen wenn ich nun behaupten würde das Saddam ein Diktator war und unmenschliche sachen angeschafft hat und deshalb jeder Iraker automatisch auch solch unmenschliche sachen macht.

nur sind meist die verfasser solcher texte genau diejenigen die dann solche vergleiche nicht anstellen wollen bzw. nicht aktzeptieren weil genau SIE es sind die den unterschied zwischen realität und computerspiel nicht genau definieren können und für sie beides ni einander verwischt. Oder sie glauben sie seien so intelligent oder solche übermenschen, dass nur SIE den unterschied zwischen real und spiel erkennen.

Was würde ich dafür geben nur einmal mit einem Autor eines solchen Textes zu Diskutieren.
johndoe-freename-72492
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Noch irgendjemand da, den das auch zum Nachdenken anregt...

Beitrag von johndoe-freename-72492 »

Ich weiß, ich werde hierfür reichliche Gegenwind ernten ;-) Aber trotzdem...

Ich glaube nicht, dass Doom Menschen zu wandelnden Zeitbomben macht. Ich glaube, dass weder Fernsehen, noch Computerspiele wirklich das Zeug haben, einen Menschen, der mit beiden Beinen in der Realität steht, so vom Hocker zu hauen, dass er ausrastet. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel.

Wozu Doom und ähnliche Spiele dennoch beitragen - wenn auch vielleicht nicht bei jedem Mensch - ist die Sicht auf die Welt. Nicht plump im Sinne: So ist Doom, also ist die Welt genauso. Auf subtilerer Ebene dennoch... Es ist FAKT, dass Jugendliche - fragt man sie nach der häufigsten Art, wie Menschen sterben - nicht auf Krankheiten oder gar das normale Sterben an Altersschwäche etc. kommen. Nein, in der Regel werden Menschen erschossen. So wie man FPS nicht überbewerten sollte, sollte man sich auch nichts vormachen: Solche Spiele, solche Filme, solche Brutalität BEEINFLUSSEN unser Bild von der Realität! Und irgendwie tun sie es bei jedem, und wenn er sich für noch so sicher halten mag.

Warum ist das so? Und ich finde noch wichtiger zu fragen: Muss das echt so sein? Gibt es im Bereich des \\\\\\\"Shooters\\\\\\\" keine attraktiven Konzepte? Keine 3D-Welten, durch die man sich bewegt, die Atmosphärisch packen, ohne immer notwendigerweise in Horror, Gewalt, Blut, Mord (Ich weiß, Aliens sind keine Menschen) enden?

Bei dem regelmäßigen Getöse um die - zugegeben unvollkommene - Arbeit einer staatlichen Stelle, die sich bemüht, IRGENDWIE mal zu schauen, ob es da nicht nur Fürs sondern auch Widers gibt... bei den jedes Mal wütenden bis beängstigenden Äußerungen, wenn man ein Spiel mal für ZU blutig hält und es deswegen indiziert... Frage ich mich, wo die Stimmen der anderen Seite sind.

Ich kann mich von diesen Fragen selber nicht mal ausnehmen. Aber irgendwie frage ich mich schon zusehends, warum wir solche Bilder anscheinend brauchen. Warum wir Ragdoll verteidigen und gleichzeitig beim realen Elend auf der Welt desinteressiert wegschauen. Warum es bei Spielen in der ersten Person fast immer eine Welt sein muss, durch die man nur schwer bewaffnet gelangen kann.

Es geht mir nicht darum, solche Spiele zu verbannen. Aber meiner Meinung nach fragen sich viel zu selten die Spieler - genau wie die Zuschauer bestimmter Fernsehformate - was sie da eigentlich wirklich tun - und warum sie es tun.

Spiel ist Spiel und Realität ist Realität. Aber weder lässt sich das wirklich zu 100% trennen - noch hilft diese Unterscheidung bei der Frage, ob Doom3 samt dem Hype und samt der Begeisterung für das, was man in diesem Spiel tut, wirklich den Platz haben sollten, die es für einige zu haben scheint...

Bei allem Verständnis für Freiheit, Selbstbestimmung und Ragdoll-Vergewaltigungslust... Wenn Menschen nur noch unnatürlicher Tode zu sterben scheinen, wenn in Gameshows inzwischen Menschen tatsächlich zu Tode kommen, weil Abenteuer und Kick unsere Realität ausmachen, wenn zugleich Krieg und Terrorismus im Computerspiel eine müde belächelte Realität sind (KAUM einer dürfte wirklich mal eine Kugel im Bauch gespürt haben oder wirklich einen zerfetzten Menschen gesehen haben).

In MIR zumindest regt sich so langsam leises Unwohlsein. Und die Frage, ob alles, was ist immer auch so sein muss und sein sollte...
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Eisregen121
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Beitrag von Eisregen121 »

oh wei oh wei oh wei, der mann hätte Internet Prediger werden sollen.
Ich habe wirklich nicht gedacht das man DOOM 3 in der Brutalitäts auslegung übertreiben kann, aber der schaft das tatzächlich.

Sicher ist DOOM 3 brutal, und sicher gibt es Grafisch nicht viel vergleichbares, aber es als REALITÄTS NAHE zu bezeichnen, ich weis ja nicht.

Warum tauchen die moral apostel eigentlich nicht zu filmen wie Star Ship Troopers, Freddy VS Jason usw. auf ? Oder will mir jemand sagen das ein tieferer sinn hinter dem Texas Kettensägen Massacker steckt ?

Das spiel flöst nicht mehr angst ein als filme wie \"The Ring\".

Sicher es gibt viele das das nicht sehen können, und schaut man einmal sich im Kino um, sitzen zig leute da, mit halb zugekniffenen Augen, menschen die sich die Hand vor das gesicht halten und zwischen die Finger durch sehen (könnt ja was schlimmes kommen).

Und bei einem schreck Moment wackelt die ganze Kino bank, weil jeder fast aufschreckt. Das gibt es alles.

Aber ist es nicht derzeit Mode mit der Psyche der zuschauer zu spielen ? Die Mysteri Filme sind doch der klare beweis dafür. Der Markt Boomt dafür. Horror und wenn er auch noch so versteckt ist, ist derzeit nun einmal in Mode.

Was letzt endlich daran liegt, das der Mensch keine Abwechslung mehr hat, er hat keinen Nerven kitzel mehr, um seinen Adrenalin spiegel hoch zu bringen. Und das Adrenalin einen änlichen effekt wie Drogen haben kann ist allgemein bekannt.

Wir gehen nun mal keine Mamuts mehr jagen, also brauchen wir unseren Kick von wo anders, oder hat jemand schon mal einen Adrenalin Kick bekommen im Büro ? (mit ausnahme bei einem streit mit dem Chef)

Ich meine man darf weder DOOM 3 beschönigen noch darf man es in das licht rücken wie dieser nette autor.

Aber jetzt haben wir nun endlich diese Kontrollen so wie sie gefordert wurden, und wieder gibt es diese Moral Apostel, die glauben alles besser machen zu können.

Ganz ehrlich, ich möchte den Job nicht unbedingt machen, ein spiel ein stufen, und auf die Altersvorgabe blickt die ganze nation. zudem wäre ich oft strenger aber auch oft nicht so hart.
johndoe-freename-71846
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Bild vs. Handlung

Beitrag von johndoe-freename-71846 »

Es verwundert mich immer wieder warum die Kritiker von so genannten \"Gewaltspielen\" gerade so stark auf \"Doom\", \"Painkiller\" und Konsorten einpruegeln.
Gerade bei solchen Spielen muss ich den entsprechenden Entwicklern rechtgeben.
Diese Spiele sind imo eindeutig als absolut realitaetsferne Ballerorgien zu erkennen, es wird doch gar nicht erst versucht eine unserer wirklichen Lebensumgebung gleichende Spielwelt zu erschaffen.
\"Doom3\" erninnert mich an Filme wie \"Hellreaiser\", \"Event Horizon\", \"Alien\" usw., hat aber mit meiner taeglichen Lebenswahrnehmung rein gar nichts zu tun.

Klar \"Doom3\" schockt! Doch worin ist der Schock eigentlich begruendet?
In der Art in der der Spieler Gewalt ausuebt oder in der \"kranken\" Welt in der sich \"Doom3\" abspielt, in der an jeder Ecke aufgeschlitzte oder zerteilte Koerper rumliegen oder haengen?
Dazu dann noch die nervenzereissende akustische Untermalung, die alptraumhaften Mutationen der Humanoiden, das ganze garniert mit der ewig duesteren Umgebung und ner Menge Pixelblut, dass ist es doch, was \"Doom3\" ausmacht.
Horror eben, der ensteht durch die eklige Athmosphaere, die Gewalt die der Spieloer in \"Doom3\" ausuebt halte ich persoehnlich jedoch fuer eher konventionel und nicht sonderlich bedenklich.

Man schieest auf fiese Mutanten und die zerplatzen brav in ihre 1000 Einzelteile, garniert wird das ganze mit ner Menge \"roter Gruetze\" , \"so what\" ? Mein Nachbar sieht net aus wie ein Mutant, \"Trier\" (die Stadt in der ich zur Zeit wohne)hat mit ner Station aufm Mars auch nicht so sonderlich viele Gemeinsamkeiten.
Selbst fuer den Fall dass mein Nachbar irgendwann seltsam stoehnend und verwurstet aussehend vor mir stehen wuerde, faend ich den Gedanken ziemlich ekelig, dass er zerplatzt wie ne Wassermelone und ich nachher seine Gerhinstueckchen aus den Augen wischen muss.
Solche Horrorszenarios heban meine Phantasie noch nie sonderlich befluegelt oder gar den in mir schlummernden Agressiven Teil meines Wesens angestachelt.

Ich persoehnlich halte da z.B. die Spiele der \"GTA-Serie\" fuer viel gefaehrlicher was die Gefaehrdung von Jugendlichen angeht. Diese Spiele versuchen eine moeglichst reale Spieleumwelt zu erschaffen und erlauben es dem Spieler innerehalb dieser auf realitaetsnaehe abzielenden Umgebung neben dem eigentlichen Missionzielen einfach mal stundenlang seinen Gewalt- und Amoklaufphantasien freien Lauf zu lassen.

Ich verstehe daher die Ansicht des Autors nicht so ganz, fuer den das besonders verwerfliche bzw. bedenkliche an \"Doom 3\" die optische Brillanz der dargestellten Gewalt ist.
Wenn er ein Problem damit hat, dass die Bilder in Videospielen immer realistischer und dadurch grausamer werden, dann wuerde ich mal gerne seine Einstellung zu Horror- und Splatter- und harten Actionfilmen erfahren. Diese bieten wesentlich abscheulichere da raelistischer anmutende Darstellungen von Gewalt und werden heutzutage auch nur noch in Extremfaellen indiziert.

Bilder von Gewaltdarstellung in Videospielen sind realistischer und dadurch brutaler geworden, dies hat imo jedoch letztlich nichts mit gewissen Trends in der Videospielbranche zu tun sondern resoltuiert nur aus den im Laufe der Jahre gewachsenen technischen Moeglichkeiten.
Haette man zu Zeiten eines \"Doom1\" schon ueber die entsprechende Technik verfuegt haette es schon genau so brutal ausgesehen, waere aber immer noch imo was den Gewaltaspekt angeht ein Leichtgewicht.
Denn ich schiesse in diesen Games nunmal auf ekelige Mutanten und \"snipe\" nicht wie bei GTA ner Oma, die gerade die Strasse ueberquert die Ruebe weg um nen Verkehrstau zu provozieren, bei dem ich dann in aller ruhe saemtliche Beteiligten abmetzele um mir anschliessend ne wilde Verfolgungsjagdt mit der Polizei zu liefern und dann kurz bevor sie mich schnappen noch schnell nem Jogger im Park mit meinem \"Golfschlaeger\" zu verwursten.

Gewalt in Videospielen bleibt sicherlich zurecht ein heissdisskutiertes Thema, denn Videospiele sind ein Massenmedium und haben dadurch zweifelsfrei einen Einfluss auf unsere Gesellschaft und dadurch natuerlich besonders auf Kinder und Jugendliche.

Allerdings sollte man sich gut uerbelegen, was einem an solchen Spielen uebel aufstoesst, wenns um den Inhalt geht kann ich bedenken gut nachvollziehen, wenns jedoch wie beim vorliegenden Artikel wohl eher um die technische Brillanz der Darstellung geht, dann wird imo ein falscher Weg beschritten.

Ich bin mal gespannt in welcher Form sich die Kritiker gewalthaltiger Videospiele zu HL2 aeussern werden. Denn da gehts ja nun auch nicht gerade zimperlich zur Sache allerdings in einer viel realitaetsnaeheren Umgebung und die dort ausgeuebte Gewalt laesst dem Spieler durch die ausgereifte Physick auch noch viel mehr \"kreative\" Moeglichkeiten.
Wenns net so zynisch klingen wuerde koennte man bei HL2 ja schon fast von \"intelligenter\" Gewalt sprechen und das halte ich persoehnlich fuer viel problematischer als technisch aufwendig aber spielerisch stupide inszenierte Gewalt.
purchaser
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Beitrag von purchaser »

Sehr \'verschwurbelt\', der Herr Graff. Mehr muss man zu diesem Dummkopf nicht sagen!
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sinsur
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Beitrag von sinsur »

kann mich meinen vorschreiberlingen nur groesstenteils zumindest anschliessen.
finde insgesammt witzig das dort von uebermaessiger gewalt darstellung geschrieben wurde dabei finde ich die tatsaechliche angst wird durch schreck elemente die es vorher so nicht gab ausgeloesst....die gewalt darstellung selbst ist eher mittelmas gemessen an dem was es schon so gab an gorytrash. auch die rezitierten spieler sprechen groesstenteils von dem stres den die schock elemente bereiten....id software hat meiner meinung nach einfach mit einem spiel geschafft was horror filme immer schaffen wollen aber so oft nicht hinbekommen (\"the ring\" ist fuer mich zb eine der wenigen ausnahmen)
ich glaube die leute sollten mal weg vom \"muss\" und hin zum \"lust auf\" ...schoenes gruseln noch =)
johndoe-freename-73335
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Beitrag von johndoe-freename-73335 »

Zitat:
Es geht mir nicht darum, solche Spiele zu verbannen. Aber meiner Meinung nach fragen sich viel zu selten die Spieler - genau wie die Zuschauer bestimmter Fernsehformate - was sie da eigentlich wirklich tun - und warum sie es tun.

Warum sie es tun ?
Darauf gibt es eine einfache Antwort:
Derartige Medien bedienen einen Urtrieb im Menschen, welcher in unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr bedient wird. Das Leben im Büro ist eben langweilig, nur selten muß man dort um sein Leben kämpfen. Das ist aber genau das, was vielen in dieser Wohlstandsgesellschaft fehlt. Somit wird diese Form der Unterhaltung besonders leicht und gerne konsumiert.
Ich kann daran beim besten Willen nichts verwerfliches finden.
Ein normaler Erwachsener kann im Regelfall durchaus zwischen Fiktion und Realität unterscheiden. Laßt die Leute doch einfach ihren Altagsstreß auf diese Weise kurzzeitig vergessen, sie brauchen diesen Ausgleich. Übrigens, je mehr Leute sich über derartige Spiele/Filme aufregen, desto interessanter werden sie...

MfG
johndoe-freename-73501
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Beitrag von johndoe-freename-73501 »

Ich muss und kann -Zed- nur vollkommen zustimmen!!

Bei dieser Diskussion vermisse ich nur ein kleines Detail. Wenn ein Mensch der älter als 18 Jahre alt ist Doom 3 kauft dann muss er wissen auf was er sich einlässt. Die Vorgänger sind bekannt wie ein bunter Hund und fast jeder weiss um was es geht oder hat sie eventuell schon gespielt.

Die Gefahr die der Autor in Doom 3 für die Gesselschaft sieht sehe ich auch eher in Spielen der Marke GTA usw. da man hier in einer reallen Welt ballert. Was ich damit sagen möchte ist folgendes: Wenn ein 14 jähriger Doom 3 und GTA Vice City in die Finger bekommt dann wird der negative Einfluss von GTA um ein vielfaches grösser sein als von Doom 3! Ich möchte keines dieser Spiele verurteilen da mir GTA besser gefällt als Doom 3 und ich mich auf den neuen Teil tierisch freue! Ich bin 24 Jahre alt und kann sehr wohl zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Nach einer Runde GTA fahre ich net einfach durch die Stadt und ballere um mich rum oder fahre wie ein Irrer durch die Fussgängerzone.

Man darf auch nicht die Rolle der Eltern aus den Augen verlieren die ein gewisses Mass an Kontrolle haben und es auch ausüben müssen. Sie sollten einfach mal ihrem Kind beim zoggen zuschauen und notfalls einscreiten. Ich weiss das man als Jugendlicher immer an die Games oder Filme kommen kann wenn man nur will und sie dann spielt wenn keiner zusieht.

Die grösste Gefahr sehe ich in der Desintresse der Eltern die das ganze einfach net ernst genug nehmen. Aber auch die Medien dürfen keinen Mist verzapfen indem sie solche Artikel veröffentlichen die das Ganze in ein falsches Bild rücken. Von den Ganzen Berichten in den Zeitungen und im TV nach Erfurt sind vielleicht 2% unvoreingenommen recherchiert und auch so veröffentlicht worden!

Bis dann denn...
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Black_Hand
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Beitrag von Black_Hand »

@Vorredner
SChön einmal wircklich gute kommentare zu lesen, wo niemand angegriffen oder dumm angemacht wird. Zu dem kann ich euren Argumenten und meinugnen nur zustimmen.


Dieser Artikel ist eigentlich maßlos übertrieben geschrieben, keinerlei Objektivität, in meinen Augen wird nur versucht Doom3 schlecht zu machen, und die leute aufzuhetzen die es niemals gespielt haben.

Meine meinung zu solchen spielen ist, niemand zwingt einen dazu sie zu spielen, wenn du sie nicht spielen möchtest dann brauchst du es auch nicht. Aber lass den der sie spielen will sie spielen, er zwingt dich ja auch nicht dazu.

Die Kommentare aus Foren in seinem Artikel sind auch nur stückchenweise vorhanden, nochnichtmal der ganze Text war zu lesen. Soweit ich mich erinnere könnten sie aus dem Chip Forum stammen hatte da etwas ähnliches gelesen.
Da stand aber eindeutig auch das die denen es zu Brutal war das spielt weg gelegt haben.
Die die kurz eine Pause machen danach weiter spielen weil die grenze des aushaltbaren erreicht war, wollen ja gerade diesen Adrenalin kick, diese Angst, Panik, Stress und Aufregung. Da sie sonst im alltäglichen Leben nie zu etwas kommen könnten, da es im wircklichen Leben und in unsrer Gesselschaft nicht möglich ist.
Früher waren es Horror Filme die das ermöglich haben, heutzutage lachen sich viele einen Ast ab, wenn sie irgendwelche komischen schlecht dargestellten Monster im Kino sehen. Deswegen gibt es Computerspiele die das wieder ermöglichen.


Ich und viele anderen die ich kenne sind auch der Meinung das Domm3 nicht wircklich Shockt und den Adrenalin ins Grenzenlose treibt. Die ersten 2Level kommt es noch dazu das man sich erschrickt, aber spätestens danach weis man automatisch was passiert wo die Monster herkommen.
Vieleicht liegt es daran das wir solche Spiele nicht um uns Shocken zu lassen, sondern unsre Reaktion unser können zu beweisen spielen.
Kurz gesagt es gibt 2SPielerklassen bei Doom3.

1.Spielerklasse:
Versuchen sich erschrecken zu lassen, den Adrenalin hoch zu treiben mit Gruseliger Atmosphäre Brutalen Szenen und Geräuschkulissen bis zum Geht nicht mehr. Und dann eine Pause und weiter machen um den nächsten \\\"Kick\\\" zu bekommen.
Bsp:
-Kommen in einem Raum, zerstückelte Leichen hängen von der Decke Blut überall , Adrenalin steigt.
-Röchelnde und um Hilferufende schreie, Adrenalin steigt.
-Das Licht geht plötzlich aus alles ist dunkel, Adrenalin spiegel geht langsam bis zum geht nicht mehr.
-Von der einen auf die andere Sekunde steht ein riesiges Monster vor dir und schaut dir in die Augen und schlägt zu. Totaler Adrenalin Kick spieler braucht eine erholungspause.


2.Spielerklasse:
-Kommt in einen Raum wie oben gennant, denkt sich sofort der ist nicht umsonst so gesatltet da kommt gleich was.
-Durch die jetzt noch deutlichere Soundkulisse wird seine vorahnung verstärkt.
-Das Licht geht aus jetzt weis er es eindeutig, macht sich bereit von einer auf die anderen Sekunde zu reagieren, Adrenalin steigt leicht.
-Das Licht ist wieder da das Monster steht vor ihm, bevror es einem etwas machen kann schießt er.
-Gewolltes Ziel erreicht, besser als der Computer sein, und die entwickler durschaut zu haben wie sie Szenen und Shockmomente Programmiert haben.
-eine art befriedigendes gefühl kommt auf ähnlich dem Adrenalinkick.
johndoe-freename-64711
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Beitrag von johndoe-freename-64711 »

Gewalt in Computerspielen ist tatsächlich ein Problem, jedoch nicht für jeden.
Aber ab wann wird diese dargestellte Gewalt bedenklich?
Ich denke, das hängt stark von der persönlichen Eistellung des Spielers und seiner (vom Spiel vorgegebenen) Handlung ab.
In Spielen wie DOOM ist die Sache eigentlich völlig harmlos: Die Gegner sind nicht menschlich und von Opfern kann auch nicht die Rede sein, da sich der Spieler gegen sie verteidigen muss. Abgesehen davon ist das Szenario sehr realitätsfern.
Anders sieht es hier z.B. schon in HL(us) aus, da man hier auf Menschen schiesst, also eigentlich absolut unmoralisch handelt. Allerdings haben diese \"Menschen\" keine Persönlichkeit, keine Individualität (sie sehen alle gleich aus, handeln gleich), so dass man eigentlich nicht davon ausgehen kann, das man, weder bewusst noch unterbewusst, die virtuelle Tötung eines Menschen auch nur im Ansatz ausführt.
Hinzu kommen wieder das realitätsferne Szenario und die Tatsache, dass man sich verteidigen muss.
Bei \"ralistischen\" Spielen, hier währe unter anderem Operation Flashpoint zu nennen, fällt der Aspekt des unrealistischen Szenarios weg. Allerdings sind die Gegner immer noch in ihrer Funktion als Gegner gefangen. Menschliche Handlungsweisen sind weder vorhanden, noch gewünscht. Die Anforderung an die KI ist ganz klar den Spieler vor eine Herausforderung zu stellen und nicht einen Menschen zu simulieren. Hinzu kommt, dass man niemals gegen Unbewaffnete vorgeht.
In GTA findet diese Gewalt gegen Unbewaffnete statt, womit ich dieses Konzept schon als sehr bedenklich einstufe, allerdings ist das Spielziel nicht in erster Linie diese Gewaltausübung und insgesamt macht GTA keinen sehr realistischen Eindruck. Oder kann ich etwa jemanden auf offener Straße erschießen, mich für ne halbe Stunde irgendwo verstecken und dann ist wieder alles in Ordnung?
All diese Spiele haben außerdem noch einen wichtgen Punkt gemeinsam: Man erkennt klar den Spielecharakter. Das ist nur logisch, denn wer will ein Spiel in dem man völlig ziellos umherirrt und Leute erschiesst? Einem normalen Menschen sollte das eigentlich keinen Spass machen und, falls man sich so etwas überhaupt antut, nach kurzer Zeit langweilen.
Ich beziehe mich hier auf den gesunden Geist eines 15 Jahre alten Jugendlichen. Hier sollte genug Verstand vorhanden sein um all das zu erkennen.


Die sache wird meiner Meinung erst dann richtig bedenklich, wenn das Kernelement in einem Spiel tatsächlich die weitestgehend sinnlose Gewaltanwendung gegen (unbewaffnete)Opfer ist. Solche extremen Spiele sollten eigentlich komplett verboten werden. Ich finde auch kein Argument das gegen ein Verbot solcher Spiele in diesem Fall spricht.

Wie gesagt, das ist nur meine Meinung und im Moment kann ich sowieso nichts weltbewegendes ändern, aber ich denke dass hier in unserer Gesellschaft noch massiever Aufklärungsbedarf liefert und dass solche Leute wie Bernd Graff diese Aufgabe besser nicht übernehmen sollten, sondern die , die etwas davon verstehen.
Meronax
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Beitrag von Meronax »

Erstmal freue ich mich über diese diskusion weil hier entlich mal meinungn an stelle von beschimpfungen kommen.

Einer meiner vorredner hatte einen Punkt angesprochen den ich für sehr interesant finde. Den Verleich von GTA zu DOOM3.

Wenn man als test einem 14 Jährigen junge GTA und DOOM3 vorlegen würde und der junge beides testen müsste würde das meiner meinung zu diesem ergebniss führen:

Der Junge würde nach ziehmlich kurzer zeit doom3 weglegen, ganz schlicht und einfach deshalb, weil er zuviel angst hätte. Ich bin 19 jahre alt, kenne auch 30 Jahre alte leute, die das spiel gespielt haben und jeder hat mir gesagt, das er angst oder etwas ähnliches, vermischt mit stress verspührt hat. Keiner konnte dieses spiel sehr lange spielen. Wusste aber das dass Thema des spiels absolut unrealistisch ist.

Jedoch würde der junge GTA nicht so schnell aus der hand legen weil das wiederrum würde ihm höchst wahrscheinlich spaß machen. Hier ist meiner meinung nach eine Gefahr zu finden. GTA ist weit realitätsnäher als DOOM3 und ich glaube schon das ein 14 jähriger Junge realität und computerspiele nicht so strikt auseinanderhalten kann.

Nur als beispiel habe ich letztens im bus 2 kinder beim einem Gespräch gehöhrt. Einer der beiden jungen erzählte seinem freund recht lebhaft, das er einem anderen jungen \"ein paar auf die schnautze\" verpasst hat. Laut seiner aussage hat er ihm aber mit voller kraft mehrmals auf die nase geschlagen. Laut seinen erzählungen war dann der kampf aber lange noch nicht vorbei. Der freund hat das geglaubt und wollte immer mehr wissen. Beide waren ca. 13-15 jahre alt. Ich kann mir kaum vorstellen das ein solcher junge nach 1-2 schlägen ins gesicht noch kämpfen kann, wenn man bedengt das ein schlag auf die nase immer im zusammenhang mit einem natürlichen reflex verbunden ist und die augen stark zu tränen anfangen usw hinzu kommt der schock... Jedenfalls ist dieser Kampf laut den erzählungen dieses jungen ähnlich solchen kämpfen die man in Actionfilmen mit Arnold schwarzenegger sieht. Sein Freund aber hat ihm das voll und ganz geklaubt und wahr davon überzeugt es sei wahr.

Das zeigt meiner meinung schon auf das ein kleiner junge noch nicht den unterschied sehen kann, und das genau dort auch alterbeschränkungen eingeführt werden müssen. Aber trotzdem sieht der junge solche filme und glaubt das sei normal bis er dann das erste mal wirklich erfahren muss wie schmerzhaft ein schlag auf die nase wirklich ist und dass man nach einem schlag auf den hinterkopf mit einem baseball schläger nicht mehr aufstehen kann.
Nestromo
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Ich mach es kurz!

Beitrag von Nestromo »

Was ich in deutschland so hasse ist das die Leute die sowas schreiben selber die realität verlohren haben und nicht die Spieler oder Filmguker oder sonst was. Ich würde gerne mal zu dem tüp sagen:

Schau mal nach drausen aus deinem Fenster und schau dir die realität an. Es gibt Menschen den geht es ehlendlich haben kein Zuhause kein Essen keine Familie und sind kurz vorm verecken.

Und noch was ich hab mir den Krankesten scheiß reingezogen und binn ich jetzt verblödet. Nein und wieso weil ich ne gescheite Familie hab und die mir bestimmte Werte vermitelt haben! Ergo machen die Spiele keinen Schlechten menshcen oder blöden sondern das Umfelt.

Das ist kein Viedeospiel Problem sondern ein Soziales!!!!!! naja so kurz war es auch nicht! sorry
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-nin
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Beitrag von -nin »

Schade, dass man den Artikel nicht kommentieren kann...

Aber das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass man die Leute manipulieren möchte dies selber aber nicht mit sich machen lassen will.

...
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-nin
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Beitrag von -nin »

und binn ich jetzt verblödet
*hm, *gurgel *hust*Rechtschreib*hust*fehler

;-)