Ubisoft will 900 Leute einstellen

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GehirnZelle
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Beitrag von GehirnZelle »

klar ist das ungerecht das die top manager exorbitante gehälter beziehen. porsche stellt aber in jeder beziehung ein ausnahmefall dar. das problem ist liegt doch wieder auf einer viel höheren ebene. willst du das die politik die höchstlöhne diktiert oder soll der markt die löhne bestimmen? was wäre denn ein angemessener max. lohn für einen manager der langfristig erfolg hatte und tausende von arbeitsplätze geschaffen hat. lieber sollte der aufsichtsrat versuchen keine löhne zu unterzeichnen die gegen jede gesellschaftliche moral verstoßen. sobald aber die politik eingreift bei der lohnbildung... haben wir eine form von neokommunismus. schon die alten griechen haben sich mit der frage auseinandergesetzt was eine gerechte entlohnung ist. so kamen sie mitunter zu folgendem "fairen" ergebnis:


-ein fischer braucht für 10kg fisch einen ganzen tag am meer

-ein architekt bracht zur planung eines hauses 10 tage, also könnte der tausch lauten, gib mir 100kg fisch, und ich plane dir ein schönes haus

gibt diverse haken an der sache oder?
eine tätigkeit erfodert eine höhere bildung die mit einer hohen investition verbunden ist. jahrelang zur schule gehen etc. verzicht auf konsum in der zeit etc.

der markt entlohnt halt nach knappheit. angebot und nachfrage.
wenn du die schönste frau der welt bist, dann lebst du halt in saus und braus. aber wie könnte man den die linien ziehen damit es fair ist?
wenn der markt bereit ist einem ackermann 12 mio zu geben, ist das halt so und nicht änderbar. durch den versuch diese superreichen zu besteuern mit der millionensteuer oder so, würde nur dazu führen, dass sie abwandern. das problem an der sache ist diese markabere statistik: 22% von der gesamten einkommenssteuer werden von den reichsten 1% der bevölkerung getragen....... die welt ist grausam und die lobbys zu stark für veränderungen. wir müssen warten auf den nächsten krieg für eine neueverteilung. bis die schere wieder auseinanderklafft. dann kommt der nächste krieg... usw. so siehts aus :D ohh wie war das nochmal mit der apocalypse, vielleicht ist ja doch mehr dran.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

@Sakuraba
Ich seh das so wie Gehirnzelle
das Problem ist nicht die Besteuerung, sondern die imho viel zu hohen Gehälter, aber dagegen lässt sich eben nichts machen.

Nur ist es einfach eine soziale Ungerechtigkeit!
Das eine "Reichensteuer" evlt einen umgekehrten Effekt haben würde, will ich hier gar nicht abstreiten, aber zu sagen, dass ist alles "fair und gut so" halte ich für eine komische Einstellung.

Mir ist also schon klar, dass man daran nichts ändern kann, und es ungerecht wäre Leute mit höheren Einkommen stärken zu besteuern....

dazu muss ich sagen, dass ich es heute schon ungerecht finde, dass es sowas wie kalte Progression überhaupt geben kann, weil imho alle den gleichen Prozentsatz abgeben sollten.
Aber das würde nur dann gehen, wenn die armen nich so arm und die reichen nicht so reich wären...
alles utopisch
johndoe504156
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Beitrag von johndoe504156 »

Also es gibt durchaus Steuermodelle, die eine lineare Besteuerung vorsehen. Utopisch sind die ganz und gar nicht, müsste sich nur die Politik aufraffen und durhcsetzen aber das werden sie wohl nicht.

Hohe Gehälter sind nicht ungerecht, sie geben nur das wieder, was ein Manager wert ist. Wenn die Anteilseigner, sprich Besitzer eines Unternehmens bereit sind, Manager X 20 Mio € zu zahlen, was soll daran ungerecht sein. Es ist ihr Geld, damit können sie doch machen, was sie wollen! Ich verstehe nicht, warum das in Deutschland so komisch aufgefasst wird. In den USA gönnt man anderen den Erfolg und erkennt ihn an.
Wenn du eine Putzfrau bei dir beschäftigst und ihr 20€/Stunde zahlst, weil sie das so toll macht, würdest du es gerecht finden, wenn andere Putzfrauen ihr 8€ wegnehmen würden, nur weil du ihr mehr gibst, als die anderen bekommen?
Ein Preis(Gehalt) gibt den Wert am Markt wieder, wenn die Arbeit bestimmer Leute sehr viel wert ist, dann kann das nicht ungerecht sein. Sie werden auch nicht von Steuergeldern bezahlt oä sondern mit dem Geld anderer Leute, die ihnen ihre Arbeit in entsprechender Höhe entlohnen wollen.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

ich verstehe deinen Ansatz voll und ganz
aber ist es moralisch vertretbar, dass ein Unternehmen seinem Top-Manager 10 Mio € im Jahr zahlt und der Kerl in der Fabrikhalle, der seine Arbeit auch vernünftig macht, nach allen Abzügen kein Geld mehr zum "leben" hat?

Hab letztens n Rechnung gesehen
1 Haushalt
beide Eltern waren Berufstätig
2 Kinder
die hatten nach allen Abzügen im Monat noch 160€ übrig
obwohl beide studiert haben und keine schlechten Jobs haben.

Das ist es was mich aufregt, die soziale Ungerechtigkeit
nicht das Managergehalt an sich.
Wenn es die ganze Armut nicht gäbe, dann könnte er auch 300 Billionen verdienen... wär mir total egal ^^
aber, sie können einem Manager ja nur so viel zahlen, wie sie an anderer Stelle einsparen... bei den "kleinen" Leuten...
das ist das gemeine...

man kann aber nichts dagegen machen, wenn wenn einer von denen sagt er will mehr Geld... dann sagt der Chef: "dann geh doch"
und kaum ist der Weg, stehen schon 10 neue um seinen schlecht bezahlten Posten in der Schlange....

muss man halt hinnehmen, aber man wird doch noch meckern dürfen ^^
johndoe504156
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Beitrag von johndoe504156 »

Klar kann man meckern :)

Die Frage, ob es moralisch in Ordnung ist, dass "normale" Arbeitnehmer nicht solche Gehaltssteigerung erfahren und teilweise trotz Arbeit am Existenzminimum leben, ist eine andere.
Hier wäre es aber Aufgabe der Unternehmen (Anteilseigner bzw. letztendlich Aufsichtsrat) auf die Gehälter regulierend zu wirken. Eine Steuer für Großverdiener ist der völlig falsche Ansatz. ABer so ist es nun mal, ich habe mal etwas sehr passendes in einem Buch über Unternehmensberater gelesen. Dort stand, dass man nur so viel Gehalt bekommt, wie die Arbeit auch wert ist, d.h., wenn es viele Leute gibt, die dieselbe Arbeit verrichten können, wird ein Unternehmen nie viel dafür bezahlen, andersrum natrülich genauso, wer etwas sehr Spzeielles kann, verdient auch sehr gut.
Man kann das für ungerecht halten, kommt auch drauf an, auf welchen Standpunkt man sich stellt. Sicherlich sollte jeder von der Arbeit leben können die er tut und eine Gesellschaft kann auch nicht ausschließlich aus Managern und Doktoren usw. bestehen aber jeder würde als Unternehmer genauso handeln. Da hilft nur sich selbst möglichst wertvoll für Firmen zu machen, das ist der einzige Weg, dass einen selbst solch ein Schicksal nicht ereilt.
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Zierfish
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Beitrag von Zierfish »

jetzt glaub ich kann ich dir zum ersten mal voll und ganz zustimmen =)
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GehirnZelle
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Beitrag von GehirnZelle »

das hab ich ja gemeint.der markt vergütet nach knappheit. aber geile wäre doch ein rollenspiel als manager mit diversen quest. böse und gute moralpunkte. z.b. steuernhinterziehen da bekommt man dark points und so.
level 10 manager hehe mit diversen skills: orga, rethorik aussehen etc.
geile sache