Hatred: Die ersten zehn Minuten

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Hardcore_1982
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Hardcore_1982 »

Temeter  hat geschrieben:Gibt das sogar ein perfektes Beispiel: Zombies.

Massenhafte Abschlachten von menschenähnlichen Wesen frei jeder jeder moralische Implikation war nie einfacher zu zelebrieren, und Spiele zelebrieren das nur allzugerne. Das Zombies im Grunde 'tot' sind, ist in erster Lienie nur Entschuldigung für das Ausleben einer Powerfantasy, welche mit echten Menschen eben geschmackloser rüberkam.
Mich reizen bei Zombies ja eher die Horror Spiele wie die alten Resis oder Zombi U also es muß nicht allgemein als Entschuldigung benutzt werden sondern kann wirklich ein spannendes Spiel sein ohne Powerfantasy.
Einfach nur Zombies metzeln wird mir nach ein paar Minuten zu öde.
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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Ich komme der Forderung nach.

Jedes Medium, welches die Intention hat einen Amoklauf zu simulieren ohne ein Mindestmaß an Reflektion, Charakter, Narration oder dergleichen, weise ich strickt von mir.

Gewalt sollte wenigstens einen Zweck erfüllen und nicht total sinnlos sein.
Gute Beispiele sind Spec Ops: The Line, Hotline Miami oder gar die Folterszene in GTA5, welche nur verdeutlichen soll wie krank Travis ist.

Hatred ist nur für eins da: Zu provozieren und Geld in die Kasse zu spühlen.
Auf billigste, populistisch Art & Weise.

Und wer meint, sich mit diesem Spiel Luft nach nem nervigen Arbeitstag zu machen, der sollte sich mal ernsthaft Gedanken machen WARUM er es mit diesem Spiel machen will und nicht mit viel besseren, qualitativ "wertvolleren" Spielen. DAS wäre mal Selbstreflektion.

@Zombies
Sie sind eben schon tot. Das ist der Knackpunkt.
Zuletzt geändert von adventureFAN am 31.05.2015 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

Hardcore_1982 hat geschrieben:Nicht dafür das es Geld verdient, sondern wie dummdreist es versucht mit genau einem Aufhänger publicity zu erziehlen.
Es funktioniert allerdings wunderbar, und da sind die ganzen Mithelfer - sprich Boulevarprese, aufmerksamkeitsheischend moralisch Empörte - mindestens genauso schuldig wie der Dev.

Dass wir nun im Gegensatz etwas verloren haben, wage ich doch zu bezweifeln. Erstens ist der Dev mit Sicherheit unfähig so etwas schweres umzusetzen, andererseits würden unsere eher selbstgerechten Moralapostel der eher polemischen Berichterstattung sich genauso darauf stürzen. Da gibt es keine Differenzierung.

Es gab mit 6 Days in Fallujah mal einen Versuch, ein realistische Kriegspiel zu machen, welches den Terror der Soldaten glaubwürdig rüberbringen sollte. Wurde sofort von Medien, linken wie konservativen, unter Beschuss genommen und versenkt, inklusive allen tollen Nebenaktionen, wie z.B. einen traumatisierten Soldaten vor der Kamera zum weinen zu bringen.
Hardcore_1982 hat geschrieben:Mich reizen bei Zombies ja eher die Horror Spiele wie die alten Resis oder Zombi U also es muß nicht allgemein als Entschuldigung benutzt werden sondern kann wirklich ein spannendes Spiel sein ohne Powerfantasy.
Einfach nur Zombies metzeln wird mir nach ein paar Minuten zu öde.
Zombies sind auch öde, weil sie für gewöhnlich selten guites Gameplay liefern. Deren eigentlicher Vorteil ist halt die Ähnlichkeit zu Menschen. Viele Horrorfilme nutzen Zombies ja glatt als Parodie für Menschen.

Es gab schließlich erst eine riesige Welle an Zombiespielen. So weit gesagt, Ich bin ebenfalls eher ein Fan von Horrorspielen, Zombies metzeln wird halt schnell langweilig, noch etwas, was es mit Hatred teilen dürfte.
adventureFAN hat geschrieben:@Zombies
Sie sind eben schon tot. Das ist der Knackpunkt.
Das ist nur eine Entschuldigung, um sich besser zu fühlen. Es hat schon seinen Grund, warum ausgerechnet menschenähnliche Feinde so beliebt sind.
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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Nein, es ist ein Fakt. Sie sind schon tot. So einfach ist das.
Das ist ein Unterschied der viel ausmacht. Du versuchst es jetzt einfach nur zu relativieren.

Zudem gibt es auch immer eine Backstory WARUM sie zu Zombies geworden sind.
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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

adventureFAN hat geschrieben:Nein, es ist ein Fakt. Sie sind schon tot. So einfach ist das.
Das ist ein Unterschied der viel ausmacht. Du versuchst es jetzt einfach nur zu relativieren.

Zudem gibt es auch immer eine Backstory WARUM sie zu Zombies geworden sind.
Ich relativiere hier nichts, Differenzierungen wie moralische Abstufungen hatte ich nicht einmal angesprochen.

Ich schreibe lediglich nieder, welchen Zwecke Zombies in vielen weniger auf Horror zentrierten Spielen erfolgreich erfüllen. Da gibts halt einen wichtigen Unterschied zwischen Zombies und Monstern, Aliens, Robotern oder Tieren. Dabei würden sich letztere für reines Gameplay sogar eher lohnen, weil sie mehr Freiheit erlauben.
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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Alles klar, Zombies wurden nur zu diesem Zweck geschaffen.
So ein Quatsch liest man echt nicht alle Tage.

Zumal es ja auch CoD, Battlefield & Co. gibt.
Nur dort ist halt Krieg das Szenario. Es gibt einen "Sinn"... auch wenn sich darüber durchaus streiten lässt.
Siehe Spec Ops: The Line ;D

Bei Harted werden ohne Grund einfach Zivilisten exekutiert, in Nahaufnahme. Dadurch steigt dann auch noch die Gesundheit.
Dort ist die Intention einfach nur sinnloser Menschenhass. Muss echt nicht sein.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Gast »

So Unrecht hat Temeter in dieser Hinsicht nicht. Bei Carmageddon 64 (ich glaube, dass es dieser Teil war) bspw. wurden auch menschliche Passanten durch menschenähnliche Zombies ersetzt, und das auch nur zu dem Zweck, um moralische Bedenken zu zerstreuen und so eine Veröffentlichung zu ermöglichen.
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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

adventureFAN hat geschrieben:Alles klar, Zombies wurden nur zu diesem Zweck geschaffen.
So ein Quatsch liest man echt nicht alle Tage.
KA was du da gelesen hast, aber aus meinem Post stammt dieser Quatsch definitiv nicht.

Es gibt einen klitzekleinen Unterschied zwischen einem strategischen und zielorientiertem Konflikt zweier bewaffneter Seiten und dem massenhaften Niedermähen von Zombies mittels einer vor einem Motorad angebrachten Walze. :wink:

Ich meine, ist das hier wirklich notwending?

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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Ja, weil es nunmal moralisch gesehen nicht verwerflich ist Zombies zu töten, besonders wenn sie selbst aggressiv sind.
Unterstützt meine Aussage doch nur. Es ist nunmal ein Unterschied wehrlose Zivilisten zu töten oder aggressive (und tote) Zombies.

Carmageddon find ich übrigens auch doof.
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NomDeGuerre
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von NomDeGuerre »

LePie hat geschrieben:So Unrecht hat Temeter in dieser Hinsicht nicht. Bei Carmageddon 64 (ich glaube, dass es dieser Teil war) bspw. wurden auch menschliche Passanten durch menschenähnliche Zombies ersetzt, und das auch nur zu dem Zweck, um moralische Bedenken zu zerstreuen und so eine Veröffentlichung zu ermöglichen.
Das ist ja vollkommen logisch. Ist das Blut erst grün, oder der Feind zum Cyborg geworden, dann ist nicht nur der Tag gerettet, sondern auch die zarte Seele des Spielers.
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Temeter 
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

adventureFAN hat geschrieben:Ja, weil es nunmal moralisch gesehen nicht verwerflich ist Zombies zu töten, besonders wenn sie selbst aggressiv sind.
Unterstützt meine Aussage doch nur. Es ist nunmal ein Unterschied.
Genau das ist meine Aussage. Mit Zombies ist das ganze viel, viel leichter verdaulich. Du bringst ja die ganzen logischen Erklärungen, mit denen man sich rechtfertigen kann. Welche allerdings nicht erklären, warum das ganze so viel Spaß macht.

Es sind btw keine wehrlosen Zivilisten in Hatred, die bewaffnen sich anscheinend recht schnell und sind aggressiv, egal ob es vom Boden aufgehobene Waffen oder ganze Waffenläden sind. Das Spiel scheint im Kern weniger über einen Amoklauf, als über GTA-typische Zerstörungsorgien und Gefechte gegen die Polizei zu sein.
LePie hat geschrieben:Bei Carmageddon 64 (ich glaube, dass es dieser Teil war) bspw. wurden auch menschliche Passanten durch menschenähnliche Zombies ersetzt, und das auch nur zu dem Zweck, um moralische Bedenken zu zerstreuen und so eine Veröffentlichung zu ermöglichen.
Jep. Zombies sind Menschen immer noch ähnlich genug, um etwas von dem ursprünglichen Idee übrigzulassen, lassen sich aber auch sehr viel einfach erklären. Anonsten gabst Flatout mit seinen Crashtest Dummies, die IMO mehr charme als die eigentlichen Fahrer hatten, oder Soldier of Fortune mit seinen Robotern. Wobei letzteres schon ziemlich seltsam war.
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adventureFAN
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Wer würde sich nicht versuchen zu wehren wenn ein Amokläufer herumläuft?
Zum Großteil werden aber hilflose Zivlisten grundlos und ohne irgendeine wirkliche Intention getötet.

Echt Ekelhaft.

Bei GTA ist es ja nur Beiwerk um für Authenzität zu sorgen.
Aber wer GTA NUR spielt um die ganzen Zivilisten über den Haufen zu schießen oder zu überfahren, der hat meiner Meinung nach ein psyschisches Problem.
Denn Hatred ist ja NUR darauf runtergebrochen.
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von Temeter  »

adventureFAN hat geschrieben:Wer würde sich nicht versuchen zu wehren wenn ein Amokläufer herumläuft?
Zum Großteil werden aber hilflose Zivlisten grundlos und ohne irgendeine wirkliche Intention getötet.

Echt Ekelhaft.

Bei GTA ist es ja nur Beiwerk um für Authenzität zu sorgen.
Aber wer GTA NUR spielt um die ganzen Zivilisten über den Haufen zu schießen oder zu überfahren, der hat meiner Meinung nach ein psyschisches Problem.
Denn Hatred ist ja NUR darauf runtergebrochen.
Meine Güte, jetzt sind wir schon wieder dabei, psychologische Ferndiagnose anhand von gespielten Spielen zu erstellen.

Whatever, lassen wir diese Diskussion lieber sein, sonst endet das wieder sonstwo. :ugly:
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von adventureFAN »

Na begründe mir doch, warum man das Spiel spielen sollte.
Wegen dem Gameplay? Der Charaktere? Der Story? Dem Soundtrack? Der Grafik?
Oder gar um einen Amoklauf nachzuspielen und größtenteils wehrlose Zivlisten zu töten?

Für mich haben Personen, die das Spiel wegen Letzterem spielen, nicht mehr alle Tassen im Schrank.
Meine Meinung. Sehr unsympatische Verhaltensweise.
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NomDeGuerre
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Re: Hatred: Die ersten zehn Minuten

Beitrag von NomDeGuerre »

adventureFAN hat geschrieben:Wer würde sich nicht versuchen zu wehren wenn ein Amokläufer herumläuft?
Zum Großteil werden aber hilflose Zivlisten grundlos und ohne irgendeine wirkliche Intention getötet.

Echt Ekelhaft.

Bei GTA ist es ja nur Beiwerk um für Authenzität zu sorgen.
Aber wer GTA NUR spielt um die ganzen Zivilisten über den Haufen zu schießen oder zu überfahren, der hat meiner Meinung nach ein psyschisches Problem.
Denn Hatred ist ja NUR darauf runtergebrochen.
https://www.youtube.com/watch?v=b4hV5qY ... u.be&t=24s

Warum genau ist das wichtig für die Authentizität? Und mal im Ernst.. GTA bietet Authentizität? Hat man auch ein psychisches Problem, wenn man die angebotenen Nebenmissionen Spielt? Darf man Trevor spielen, ohne seinen Anspruch auf auf das Menschsein zu verlieren?