Was von der nächsten Generation übrig blieb

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muecke-the-lietz
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von muecke-the-lietz »

Sorgi hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Also dass Sarkasmus nichts in einer journalistischen Kolumne verloren hat, halte ich für absoluten Quatsch. Kolumnen dürfen böse und ätzend sein, sie dürfen dahin gehen, wo es weh tun, und wo nicht Teletubbie-Land ist und sich alle furchtbar lieb haben. Wahr ist für mich aber auch, dass Sarkasmus nicht zum Selbstzweck werden sollte, denn sonst dient er letztlich nur dazu, sich um eine ehrliche Meinung drum herum zu lavieren. Die Sache wird dann zur Versteckstrategie. Und inflationärer Gebrauch von Sarkasmus als schreiberisches Stilmittel kann natürlich nerven, weswegen es auch gut ist, dass hier auch andere Redakteure schreiben, die andere Herangehensweisen haben.

Darüber hinaus muss man aber auch mal festhalten, dass Sarkasmus eine absolut notwendige Verarbeitungs- und Überlebensstrategie ist, um bei all dem Irrsinn, der einen umgibt, nicht Selbstmord durch exzessives Tischkanten-Kopfschlagen zu begehen. :wink:
Heute glaube ich auch, dass ich das gestern so ausdrücken wollte.

Sorry, war auch ein bisschen stinkig, weil ich mit nem bekloppten Kollegen in nem Raum gesessen hab, und irgendwo mein Wut loswerden musste.

Ein gewisser Grad an Bösartigkeit ist natürlch absolut von Nöten, wenn man über den Start einer deratigen Generation schreiben möchte.
Das meinst du jetzt aber sarkastisch, oder?
Nein, war nur ein Scherz, nicht ernst nehmen. Schönes Wochenende allen Diskussionsteinehmern! ;-)
Nein, das war postmoderne Ironie. :wink:

Ebenfalls ein schönes WE - naja, was davon übrig ist...
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Nesta92
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von Nesta92 »

maho76 hat geschrieben:
Das würde ich nicht sagen. ...
es geht nicht darum dass vorne links gebremst wird, oder das WASD zum steuern benutzt wird. es geht um quicktime-events, es geht um schlauchlevel damit man ja nichts verpasst, es geht um zielmarker statt Erkundung und autosave-anywhere, es geht um (fehlende) herausforderung & schwierigkeitsgrad... spiel mal als klassikbeispiel das neue tombraider und das alte (erste). man musste SELBST abspringen und das Timing musste man SELBST bestimmen. aus heutiger sicht absolut unglaublich, oder?^^
von rätseln der alten adventures im vergleich zur Schnitzeljagd von heute reden wir besser mal nicht...
in shootern musste man wege suchen, und es gab keine Belohnungen oder Awards... warte, doch gab es: "ICH HAB DAS LEVEL GEPACKT! NACH 100 ANLÄUFEN HAB ICHS GEPACKT! GEIL!" oder "WOW! endlich wieder ne geile wumme!" (später als nach 3 Minuten für "all-easy-godmode", nämlich erst dann wenn du das ding schon 2 Level lang so richtig gut hättest GEBRAUCHEN können).
heute musst du künstlich installierte Awards vergeben weil die spiele so hirnlos und leicht sind dass du alles am Wegesrand aufsammeln kannst...

FLOWER ist das ehrlichste spiel dieser Generation, glaub mir. manchmal will man ja einfach nur entspannen...aber dann brauch ich auch keine blingbling-awards irgendwo in einer Rangliste im netz, was ja sowieso nur rubbel-die-knolle ist. wären games anspruchsvoll und für den spieler fordernd designed wären 95% vollauf mit dem erfolg IM spiel zufrieden und bräuchten nicht erfolge UMS spiel oder teure store-Accessoires zum pimpen.
Dies wurde aber vom Autor des Original-Post's genauso gesagt. Er redet von den Spieletipps und das die Steuerung selbsterklärend ist, nicht vom Gameplay. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Ich finde zwar deine Ausdrucksweise recht unangebracht, aber ich lasse mich auf deine Diskussion ein.

Ich empfinde die Gamerscores oder Trophäen an sich sind keine schlechte Idee, da auch dies eine Motivationsquelle sein kann. Es gibt Leute die deswegen Spiele dann noch einmal auf einen höheren Schwierigkeitsgrad durchspielen oder alle Sammelobjekte suchen. Ich selbst würde dies nicht mehr tuen, da Spiele wie Assassins Creed dies ins unermessliche führen, aber andere haben Spaß damit. Mich würde aber interessieren was dich daran stört, immerhin ist dies optional. Dies ist die selbe Diskussion ob Share-Button sinnvoll ist oder nicht. Man wird doch gar nicht gezwungen dieses Feature zu nutzen, aber es gibt andere die dieses Feature mögen.

Den fehlenden Schwierigkeitsgrad würde ich nicht direkt unterstreichen. Es gibt genug Spiele auf dem NES die wirklich utopisch schwer sind(Ninja Gaiden oder Castlevania um mal zwei zu nennen), dies aber auch wichtig ist. Die Spiele wären sonst recht kurz und nur der Schwierigkeitsgrad hält einen ab durch dieses Spiel zu flitzen. Ich persönlich finde das super. Diese beiden Spiele sind so brutal schwer das man wirklich Schweißausbrüche kriegt wenn man mit einem kleinen bisschen Leben noch den Boss killt, aber auch viel Frust ist dabei. Heutzutage ist dies Dark Souls oder I wanna be the guy. Nicht jeder hat so eine Frustresistenz, deshalb gibt es ja auch verschiedene Schwierigkeitsgrade.

Diese "früher war alles besser"-Geschichten sind oftmals quatsch. Bei Tomb Raider was du so lobst war es vor allem so schwer da die Steuerung fummelig war. Heute würde sowas jeder kritisieren.

Zu den Rätseln in Adventures kann ich nicht viel sagen. Ich selbst hab nur folgende Adventures gespielt: Monkey Island 1 & 2, Day of the Tentacle, Edna bricht aus und The Walking Dead. Wenn ich jetzt Monkey Island mit Edna bricht aus vergleiche, empfinde ich nicht grad schlechteres Rätsel-Design. Daher finde ich es übertrieben was du behauptest. Wenn man Telltale-Games meint, dann kann man wirklich nicht von schweren Rätseln reden, aber die Atmosphäre und die Story sind grandios. Da kann ich dann mit schwachen Rätseln leben.
Chckn
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von Chckn »

Und beide Konsolen können sich nur die Freaks kaufen, die ihren biologischen Auftrag zugunsten der eigenen Kaufkraft ignorieren.

Diese schöne neue Welt des Teilens, in der jeder Honk ein Video hochlädt.

.....fühlt sich das zwar immer noch nicht an wie diese nächste Generation, die ich angeblich gekauft haben soll.
3 Sätze die alles sagen was ich von diesen Konsolen halte. Danke Jörg !!!
johndoe755007
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von johndoe755007 »

Hehehe, tolle Kolumne, ein Jörg wie er leibt und lebt.

Von dem Standpunkt aus kann man das aber echt nachvollziehen. Die Spiele leiden unter der Featuritis, die sich in Form von Achievements, Share-Buttons und Ähnlichem breit macht.

"Ich will doch nur zocken!" schreit es da einen an, wenn die Konsole startet, 10 Minuten lang ein Update macht und dann das Spiel startet und das das nächste Update zieht. Silberling rein und los gehts? Hehehe, das war gestern. Und gerade, wenn der dramatische Höhepunkt des Spiels erreicht ist und ein bitteres Happy End unterlegt mit sanften Streichern über den Bildschirm gleitet, genau dann: machts popp. Achievement Unlocked! Sie haben das Spiel geschafft.

Aha. Danke.

Fairerweise muss man dann aber auch sagen, dass genug Leute Achievements wollen und sich für die Sammelicons auch mal dumm und dämlich zocken.
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Hacker88
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von Hacker88 »

Word.
Mit richtigem Gaming haben diese beiden Konsolenveröffentlichungen schon lange nix mehr zu tun. Ich freu mich ja auf den Tag, an dem sie offiziell Gamedaten an den Entwickler schicken, iwann wird das ausgeweitet auf BND und Konsorten und letztlich stehen die netten Herren in Uniform vor der Tür, wenn man ein indiziertes oder sonst wie geächtetes Spiel im Laufwerk hat. Bravo!
Zum Sharing will ich mich hier einfach mal gar nicht äusern... Viel Spaß mit euren leicht modifizierten PS3s und 360s!
PEACE
sokoll
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von sokoll »

PS: Wer sich für eine sozialkritische Sichtweise und dystopische Grundrichtung bezüglich Social Media, Sharing & Co. interessiert, kann ich nur Dave Egger's "The Circle" empfehlen. Nach der Lektüre bekommt man keine Lust mehr auf Facebook, Sharen, etc. und hofft nur, dass die am Ende im Buch propagierten drei Mantras nicht Realität werden.
johndoe1197293
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von johndoe1197293 »

Toller Artikel. Ich denke die größten Absurditäten der neuen Gen werden hier treffend umschrieben.
Es sind Dinge, die mir u.a. auch durch den Kopf gegangen sind, bei dem Gedanken daran, ob ich mir nun eine next gen Konsole zulege oder nicht. Ich bin für`s erste zu dem Schluß gekommen: nein danke! Wenn die beiden Konzerne meinen, mich vorerst mit mittelmäßigen bis schlechten Titeln, beschnittenen Spieleerfahrungen und allgemein jeder Menge unfertigen Dingen abzuservieren, dann möchte ich da nicht mitmachen.

Am witzigsten finde ich die ganzen Leute, die ihre Neuanschaffung nun mit der besseren Technik begründen wollen. Das sind genau die Leute, die in der ständigen Diskussion Konsole vs PC die einzigartige Spielerfahrung ihrer jeweiligen Konsolenexclusives der technischen Überlegenheit der PC Versionen vorgezogen haben und nicht müde wurden, dies als da einzig wahre zu proklamieren.
Und nun erfreuen sie sich der neuen Generation, indem sie vor den hübscheren Versionen von Call of Duty 749, Battlefield 264 und Assassins Creed 112 hocken. Ihr habt bekommen, was ihr wolltet. :lol:
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TimmyTallz
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von TimmyTallz »

Konsolenbashing vom Chef persönlich.

Chapeu Herr Luibl, ganz großes Tennis.
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Sorgi
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von Sorgi »

Nesta92 hat geschrieben:
maho76 hat geschrieben:
Das würde ich nicht sagen. ...
es geht nicht darum dass vorne links gebremst wird, oder das WASD zum steuern benutzt wird. es geht um quicktime-events, es geht um schlauchlevel damit man ja nichts verpasst, es geht um zielmarker statt Erkundung und autosave-anywhere, es geht um (fehlende) herausforderung & schwierigkeitsgrad... spiel mal als klassikbeispiel das neue tombraider und das alte (erste). man musste SELBST abspringen und das Timing musste man SELBST bestimmen. aus heutiger sicht absolut unglaublich, oder?^^
von rätseln der alten adventures im vergleich zur Schnitzeljagd von heute reden wir besser mal nicht...
in shootern musste man wege suchen, und es gab keine Belohnungen oder Awards... warte, doch gab es: "ICH HAB DAS LEVEL GEPACKT! NACH 100 ANLÄUFEN HAB ICHS GEPACKT! GEIL!" oder "WOW! endlich wieder ne geile wumme!" (später als nach 3 Minuten für "all-easy-godmode", nämlich erst dann wenn du das ding schon 2 Level lang so richtig gut hättest GEBRAUCHEN können).
heute musst du künstlich installierte Awards vergeben weil die spiele so hirnlos und leicht sind dass du alles am Wegesrand aufsammeln kannst...

FLOWER ist das ehrlichste spiel dieser Generation, glaub mir. manchmal will man ja einfach nur entspannen...aber dann brauch ich auch keine blingbling-awards irgendwo in einer Rangliste im netz, was ja sowieso nur rubbel-die-knolle ist. wären games anspruchsvoll und für den spieler fordernd designed wären 95% vollauf mit dem erfolg IM spiel zufrieden und bräuchten nicht erfolge UMS spiel oder teure store-Accessoires zum pimpen.
Dies wurde aber vom Autor des Original-Post's genauso gesagt. Er redet von den Spieletipps und das die Steuerung selbsterklärend ist, nicht vom Gameplay. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Ich finde zwar deine Ausdrucksweise recht unangebracht, aber ich lasse mich auf deine Diskussion ein.

Ich empfinde die Gamerscores oder Trophäen an sich sind keine schlechte Idee, da auch dies eine Motivationsquelle sein kann. Es gibt Leute die deswegen Spiele dann noch einmal auf einen höheren Schwierigkeitsgrad durchspielen oder alle Sammelobjekte suchen. Ich selbst würde dies nicht mehr tuen, da Spiele wie Assassins Creed dies ins unermessliche führen, aber andere haben Spaß damit. Mich würde aber interessieren was dich daran stört, immerhin ist dies optional. Dies ist die selbe Diskussion ob Share-Button sinnvoll ist oder nicht. Man wird doch gar nicht gezwungen dieses Feature zu nutzen, aber es gibt andere die dieses Feature mögen.

Den fehlenden Schwierigkeitsgrad würde ich nicht direkt unterstreichen. Es gibt genug Spiele auf dem NES die wirklich utopisch schwer sind(Ninja Gaiden oder Castlevania um mal zwei zu nennen), dies aber auch wichtig ist. Die Spiele wären sonst recht kurz und nur der Schwierigkeitsgrad hält einen ab durch dieses Spiel zu flitzen. Ich persönlich finde das super. Diese beiden Spiele sind so brutal schwer das man wirklich Schweißausbrüche kriegt wenn man mit einem kleinen bisschen Leben noch den Boss killt, aber auch viel Frust ist dabei. Heutzutage ist dies Dark Souls oder I wanna be the guy. Nicht jeder hat so eine Frustresistenz, deshalb gibt es ja auch verschiedene Schwierigkeitsgrade.

Diese "früher war alles besser"-Geschichten sind oftmals quatsch. Bei Tomb Raider was du so lobst war es vor allem so schwer da die Steuerung fummelig war. Heute würde sowas jeder kritisieren.

Zu den Rätseln in Adventures kann ich nicht viel sagen. Ich selbst hab nur folgende Adventures gespielt: Monkey Island 1 & 2, Day of the Tentacle, Edna bricht aus und The Walking Dead. Wenn ich jetzt Monkey Island mit Edna bricht aus vergleiche, empfinde ich nicht grad schlechteres Rätsel-Design. Daher finde ich es übertrieben was du behauptest. Wenn man Telltale-Games meint, dann kann man wirklich nicht von schweren Rätseln reden, aber die Atmosphäre und die Story sind grandios. Da kann ich dann mit schwachen Rätseln leben.
Castlevania hab ich als Zehnjähriger durchgespielt. Empfand es als hart aber fair. Wenn du jemand so richtig ärgern willst, dann nimm das schwerste Spiel: Ghost n Goblins fürs NES.

Tomb Raider 1 hatte zudem eine fummelige, aber sehr präzise Steuerung. Für ein Digitalpad zumindest. Davon abgesehen ein absoluter Meilenstein der Videospielgeschichte.
maho76
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von maho76 »

wenn die Steuerung an sich der kritikpunkt war (schwammig ja, aber mit übung absolut präzise Manöver und sprung/kletterkombos VON HAND möglich), geht es doch da vor allem darum dass sie, anstatt die Steuerung an sich zu verbessern, die gesamte Mechanik auf AUTO gestellt haben, schlicht weil schienenscripting einfacher ist als eine vernünftige FREIE klettersteuerung (+ passendem leveldesign) hinzukriegen, teils geschuldet den standard-engines und fehlendem customscripting (kann das heutzutage eigentlich überhaupt noch jemand, oder können die alle nur noch udk/cry-notch-klicken?^^)

und ja, natürlich gibt's auch heute noch firmen die sich mühe mit ihren Produkten geben, es ist doch aber echt signifikant dass es meist die kleinen Studios sind (und man die games einzeln aufzählen kann die es "richtig" machen), das schnitzeljagd-checkpoint-gameplay und schienen- und traumwandel-autoplay ist ja im allgemeinen ein AAA-Problem und sich durch die masse an absätzen in den spielerköpfen und im markt als gegeben etablieren kann.
und ja, es gibt natürlich auch sinnvolle achievements, 90% sind doch aber einfach spielirrevelvante Pokale ohne sinn und zweck, dazu da die durch leveldesign/gamedesignschwächen und dadurch ausbleibende spieltechnische langzeitmotivation zu kompensieren (dazu kommt natürlich noch die Einstellung der dadurch herangezüchteten spielergeneration, bitte alles sehen zu wollen ohne auch nur irgendwas dafür tun zu müssen (ÜBEN), wobei das ein gesellschaftliches Problem und kein reines gamerproblem ist, der markt passt sich da nur seiner Zielgruppe an, das muss ich zugeben).
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LordOfNosgoth
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von LordOfNosgoth »

Nesta92 hat geschrieben: Ich empfinde die Gamerscores oder Trophäen an sich sind keine schlechte Idee, da auch dies eine Motivationsquelle sein kann. Es gibt Leute die deswegen Spiele dann noch einmal auf einen höheren Schwierigkeitsgrad durchspielen oder alle Sammelobjekte suchen. Ich selbst würde dies nicht mehr tuen, da Spiele wie Assassins Creed dies ins unermessliche führen, aber andere haben Spaß damit. Mich würde aber interessieren was dich daran stört, immerhin ist dies optional. Dies ist die selbe Diskussion ob Share-Button sinnvoll ist oder nicht. Man wird doch gar nicht gezwungen dieses Feature zu nutzen, aber es gibt andere die dieses Feature mögen.

Den fehlenden Schwierigkeitsgrad würde ich nicht direkt unterstreichen. Es gibt genug Spiele auf dem NES die wirklich utopisch schwer sind(Ninja Gaiden oder Castlevania um mal zwei zu nennen), dies aber auch wichtig ist. Die Spiele wären sonst recht kurz und nur der Schwierigkeitsgrad hält einen ab durch dieses Spiel zu flitzen. Ich persönlich finde das super. Diese beiden Spiele sind so brutal schwer das man wirklich Schweißausbrüche kriegt wenn man mit einem kleinen bisschen Leben noch den Boss killt, aber auch viel Frust ist dabei. Heutzutage ist dies Dark Souls oder I wanna be the guy. Nicht jeder hat so eine Frustresistenz, deshalb gibt es ja auch verschiedene Schwierigkeitsgrade.

Diese "früher war alles besser"-Geschichten sind oftmals quatsch. Bei Tomb Raider was du so lobst war es vor allem so schwer da die Steuerung fummelig war. Heute würde sowas jeder kritisieren.

Zu den Rätseln in Adventures kann ich nicht viel sagen. Ich selbst hab nur folgende Adventures gespielt: Monkey Island 1 & 2, Day of the Tentacle, Edna bricht aus und The Walking Dead. Wenn ich jetzt Monkey Island mit Edna bricht aus vergleiche, empfinde ich nicht grad schlechteres Rätsel-Design. Daher finde ich es übertrieben was du behauptest. Wenn man Telltale-Games meint, dann kann man wirklich nicht von schweren Rätseln reden, aber die Atmosphäre und die Story sind grandios. Da kann ich dann mit schwachen Rätseln leben.
Ich wurde zwar nicht von dir angesprochen, melde mich aber trotztdem einfach mal zu Wort, weil du in deinem Post ein paar interessante Punkte ansprichst... ;)

Bezüglich der Trophäen bin ich (leider) irgendwie schizophren, denn auf der einen Seite verteufel ich diese blöden Dinger als billigen Ersatz für Inhalte, stumpfsinnige Grind-/Sammelaufforderungen und elektronische Schwanzprothesen, auf der anderen Seite habe ich mir auf der PS3 im Laufe der Zeit mittlerweile selber 22 Stück von diesen ePenis-Upgrades ge"gönnt". :lol:
Also gebe ich dir Recht insoweit, dass sie einen dazu animieren können, ein Spiel öfter zu spielen oder andere Strategien zu verwenden und in einem Spiel alles zu erreichen.
Genau dort setzt dann aber auch schon der Grund an, warum ich Trophäen verteufel. Denn hat man früher beim komplettieren eines Spielstandes noch erstrebenswerte Boni bekommen (Rüstungen in GoW, Bandanas/Verkleidungen in MGS, etc.), so wurde dies alles auf die DLC-Schiene umgelenkt und ich als Spieler bekomme nur noch ein olles, kurzes High-Signal und ne elektronische 1 ins Archiv geschrieben. :evil:
Zudem kann ich das Gefühl nicht leiden, wenn mir die Trophäen signalisieren, ich hätte ein Spiel noch nicht perfekt durch gespielt, nur weil ich drölfzig Scherben noch nicht eingesammelt (InFamous) oder nicht 500 Gegenstände erschaffen habe (Trine) - als Beispiele. Hinzu kommt, dass mittlerweile so gut wie jedes Spiel mindestens einen Online- oder Multiplayerteil besitzt, mit entsprechenden Erfolgen. Hier plädiere ich schon seit Ewigkeiten für eine Aufspaltung der Platintrophäen in die Bereiche Online- Mehrspieler und Einzelspieler. Dies hat mich u.a. bei Tomb Raider 2013 oder auch Burnout Paradise extrem angegast. Bei ersterem soll ich online drei mal den Prestige-Rang erreichen, um in einem eigentlichen reinen Einzelspieler-Spiel Platin zu bekommen??? Und in letzterem soll ich mir auch noch extra eine dusselige Eye-Kamera zulegen, um einen "Snapshot" von mir an einen Mitspieler senden zu können??? Aber sicher doch... Nun gut, dies sind aber zugegebenermaßen meine persönlichen Probleme, dass ich mich von Trophäen so bedrängen lasse. Nichts desto Trotz würde ich es willkommen heißen, wenn ich nicht nur einstellen könnte, ob jemand meine Erfolge sehen kann oder nicht, sondern wenn ich sie garnicht erst bekommen könnte. :Blauesauge:
Zu guter Letzt fällt mir noch ein, dass in Online-Partien auch schon der eine oder andere blöd angemacht worden sein soll, weil sein Gamerscore nicht hoch genug sei...sollte dies der Wahrheit entsprechen ist dies ein weiteres erbärmliches Phänomen, welches aus solch einem kompetitiven Unsinn heraus geboren wurde. ;) Da lobe ich mir einfach Nintendo, die ihren Kurs durchziehen und spiele auf meiner U ganz gemütlich AC4, ohne irgendwelche sinnbefreiten Einblendungen, weil ich mir zum zwanzigsten Mal mit der Piratenflagge die Nase geschnäuzt habe. ^^

Bezüglich der Schwierigkeitsgrade (SG im Folgenden genannt) hast du ja schon korrekt erwähnt, dass die Spiele früher sonst viel zu schnell zu Ende gewesen wären. Da heute Spiele allerdings schon obgleich ihrer Einfachheit mehrere Stunden dauern, wäre es glaube ich kein Gefallen, wenn der SG wieder so extrem angezogen werden würde. Stell dir doch nur mal ein Super Mario 64 vor. Wie viele Level gab es dort? Ziemlich viele jedenfalls. Und jetzt stell dir vor, du bräuchtest für jedes von ihnen dutzende Versuche und hättest für das gesamte Spiel nur drei Leben und keine Möglichkeit zum Zwischenspeichern. :lol: OK, sehr übertrieben, aber worauf ich hinaus will ist, dass es heute auch nicht mehr nötig ist, Spiele unfair schwer zu gestalten. Womit ich mich jetzt natürlich nicht dagegen aussprechen möchte, dass einige Spiele heute doch etwas zu leicht geraten sind.
Ein Punkt, den du auch schon erwähnt hattest, war die hakelige Steuerung von Spielen damals. Wenn ich da z.B. an Shadow Man 64 oder Metal Gear Solid 1+2 denke, bekomme ich noch immer einen Brechreiz. Sogar Hideo Kojima hatte angemerkt, dass sie in ihrer HD-Neuauflage von MGS2 absichtlich auf die modernere Steuerung aus Teil 4 bzw. Peace Walker verzichtet haben, da der SG sonst zu extrem darunter gelitten hätte. Ich für meinen Teil bin sehr dankbar darüber, dass wir uns heute eigentlich nicht mehr mit Steuerungen plagen müssen, sondern so gut wie alles angenehm flutscht. :)
Demons's Souls macht da, weil du es genannt hattest, einfach so extrem viel richtig. Wobei ich bei den Souls-Spielen auch nicht unbedingt von einem hohen SG sprechen würde, sondern eher von einer konsequenten Spielwelt. Man stirbt nunmal, wenn man von einer Klippe fällt oder einen ein turmhoher Gegner ein, zwei Mal erwischt. Es gibt halt zur Ausnahme einfach mal wieder ein paar wenige grundlegende Regeln zu beachten. Damit kommen ein paar wohl nicht mehr so ganz klar. Hält man diese aber ein, so kann man sich das Spiel extrem vereinfachen und landet eigentlich wieder auf dem Niveau von GoW oder DmC. Ich behaupte mal, heute stellen die Spiele einfach nur kaum noch Regeln auf, an die man sich zum Bestehen halten muss. Um AC erfolgreich durch zu spielen, muss man sich z.B. nur daran halten, immer zu kontern und nie aktiv die Sprungtaste zu drücken, wenn man nicht gerade auf Vogelscheiße steht (also ein Heuhaufen unter einem ist). Früher gab es halt mehr zu beachten.
Aber allgemein frage ich dich jetzt mal, wenn man auf Grund einer zu extremen Spielzeit keinen unfairen SG mehr einführen sollte und gleichzeitig nicht auf den Komfort einer anständigen Steuerung verzichten möchte (Auf diesen beiden Punkten beruht schließlich ein Gros des SG älterer Spiele), wie soll man dann heute in Spielen den SG erhöhen?

Der letzte Aspekt, der mir einfällt sind Rätsel. Ich habe in meiner Laufbahn schon wirklich viele Spiele gespielt, aber wirkliche Rätsel, die nicht daraus bestanden in einer verschachtelten Welt irgendwo ein Objekt zu finden und es anderswo einzusetzen oder diese typischen Kisten-Rätsel (Soul Reaver), sind mir bisher eher selten begegnet. Nehme ich jetzt Portal heraus, welches ja ein reines Parkour-Spiel ist, fällt mir spontan(!) jetzt nur Soul Reaver 2 oder Ocarina of Time ein und richtige Kopnüsse wären da jetzt auch nicht dabei.
Daher meine Frage, was für Spiele nehmt ihr immer als Messlatte, wenn ihr "wieder mehr Rätsel" fordert? Welche Art von Rätseln würdet ihr euch wünschen? Labyrinthe? Kisten? Suchen und Finden?
Ich bin sehr wohl auch für mehr Denkarbeit in Spielen, mir fällt nur nichts ein, wo dies bisher jemals groß gefordert war. :)
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Nesta92
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von Nesta92 »

LordOfNosgoth hat geschrieben:

Stimme dir fast überall zu. Die meiner Meinung nach ekelhaftesten GamerScore hatte Gears of War 2. Ich muss dazu sagen das ich das Spiel wirklich viel gespielt hab, aber die GS von diesem Spiel waren so unfassbar schrecklich. Da musste man täglich MP spielen um dann ansatzweise alle GS zu bekommen. Dazu kommt noch das ich in GoW2 immer eine schlechte Verbindung hatte. So etwas ist frustrierend. Bei Assassins Creed mag ich auch nicht das man tausende Sammelobjekte suchen muss und ich verbinde mit so etwas auch keinen Spaß. Hatte mir bei manchen Spielen aber auch schon die Trophys angeschaut um zu gucken was für Trophys ich kriegen kann und dabei Spaß hab und welche nicht. Bei Sammle dies und das weiß ich ja das es mir keinen Spaß macht :wink:.

Das Leute andere nur wegen den GS oder Trophys anpöbeln glaub ich sogar. Das sind aber meistens unreife Gemüter und sollte man einfach auf die Ignorieren-Liste packen. Es gibt solche und solche Personen. Ich hatte zum Beispiel an einen Abend mal The Journey(was ein tolles Spiel :D) noch einmal durchgespielt und hatte mit einer anderen fremden Person die man zugewiesen bekommt das komplette Spiel an einem Stück durchgespielt(ist ja nur knapp 2-3 Stunden). Hinzu kam das die Person mich anschrieb mit dem Text "Thanks for the Journey :)". Das sind dann schöne Gaming-Momente die für mich ein positives Licht auf die Community werfen lässt.

Spiele müssen nicht schwerer werden, sondern die Gameplay-Designer besser. Assassins Creed ist für mich ein gutes Beispiel wie man es falsch macht. Es kommt einfach kein Feeling auf das man ein Attentäter ist. Es gibt zu wenig Konsequenzen für das handeln und man kann jeden einfach so meucheln da die Welt aus Statisten besteht. Bei dem ersten AC wurden die richtigen Attentate groß geschrieben und sollten eine Herausforderung bieten. Ok die waren nicht so schwer, aber sie haben es versucht. Ab dem zweiten Teil war man der Über-Assassine und Verbrechen begehen war allen egal. Das sind keine Probleme vom reinen Schwierigkeitsgrad, sondern ganz stupide Designschnitzer.

Ich hatte erst in diesem Jahr MGS 1-4 nachgeholt und muss dir bei MGS1 zustimmen. Dieses Spiel hat meinen PS3-Controller fast die Garantie gekostet. Es ist eine so unfassbar schlechte Steuerung. Ich hab den letzten Part am MG gar nicht mehr hinbekommen, weil das ein Graus war. Bei MGS2 war es schon deutlich besser, aber erst mit MGS3 wirklich rund. Das schlimmste an MGS1 ist die Vertonung. Die ist so unfassbar schlecht, es bedarf keiner weiteren Worte :D.
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PickleRick
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von PickleRick »

Kurz und knackig:

1. Super Kommentar und ich verkaufe im Moment eh schon alle meine bestellten Next-Gen-Konsolen gewinnbringend weiter. Dsa Killzone-Bundle der PS4 kommt am 23.12. und wenn ich da auch so einen Gewinn machen kann, wie bei der PS4, dann ist die auch wieder weg. Bis dann irgendwas auf den "NextGen"-Konsolen kommen sollte, was ich wirklich brauche, spiele ich Nintendo.

2. Trophäen oder ähnliche "Sammelsysteme" sind nach In-Game-Käufen das Dümmste, was mir seit langem unter gekommen ist. Ich habe weder Zeit noch Lust auf diesen Platin-Quatsch, der bei manchen Spielen wohl Spaß machen soll, aber bei vielen, die ich kenne, einfach nur stumpfsinnig und verblödet daher kommt. Ich laufe sicher nicht dumm rum und sammle Dinge an Orten ein, die zwar da sind, aber spielerisch nichts zu bieten haben, außer dass ein Entwickler da ein Ding abgelegt hat, dass ich gefälligst einsammeln soll, wenn ich das Spiel "durchgespielt" haben möchte.
Trophäen sind nichts weiter, als eine Sinnlosigkeit verkauft als Mehrwert und ich kann die Faszination dieses Platin-Quatsches nicht im geringsten nachvollziehen!

Harsche Worte, ich weiß und wer diesen Trophäen, Game-Scores und Achievements Spaß abgewinnen kann, dem gönne ich ihm/ihr von Herzen, aber ich hab da noch nie irgendeine Motivation daraus gezogen!
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WilderWein
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von WilderWein »

Was mich am meisten stört bei Xbox One und PS4 ist das ich kein WOW verspüre wie noch damals von PS2 zur PS3. Irgendwie ist kein technischer Vortschritt zusehen.
Als damals die PS3 kam wollt ich diese sofort haben komme was wolle weil mich diese Konsole umgehauen hat damals was der Kasten alles kann, bei der PS4 und Xbox One ist das garnicht der Fall.
Das liegt bei mir nicht an den Spielen diese stagnieren doch auch schon seit Jahren. Es liegt an der Technik. Ich seh da kaum bis garkeinen Vortschritt.
Ich find beide Konsolen sehr enttäuschend bisher. Früher war alles besser :D
Smirrt
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Re: Was von der nächsten Generation übrig blieb

Beitrag von Smirrt »

Jörg zeigt uns deinen Controller :D

Ich zu meinem Teil muss sagen, dass die neue Generation mich irgendwie gar nicht flasht und mir dieses ganze Internet-Sharing-Trophäen-Sammelmaster-Let´sPlayer-13JährigersichcoolfühlenderweilerPs4/XboxONEhat Mist einfach nur abfucked.

Wie gerne hätte ich wieder Spielekassetten zurück, da musstest du einfach nur reinstecken oder ab und an pusten :D und dann konntest du sofort loslegen, ohne dass du erstmal 3974GB runterladen musst.

Natürlich die Nerds kommen jetzt an "Aber die Grafik voll geil ey " , dieses Gefühl Super Mario World zu zocken , könnte ich das wieder erleben, also die Zeit zurückdrehen, dann scheiß ich auf jede Grafik!

Und zu bedauern ist natürlich auch, dass die Konsolen dafür sorgen, dass die Entwicklung der PC Spiele nicht sehr vorranschreitet. Wir wären ohne Konsolen heutzutage mit der Grafik 1000x so weit wie die PS4 heute. Ich will aber natürlich nicht alle Konsolen schlecht reden. Meine persönlichen Helden sind PS1,PS2(Die Dicke! ) NES, SNES und N64. Der Rest ist für mich einfach crap und langweilig!

So und jetzt los hatet mich!