Mein Abschied, das war's!

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Mango Man
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Beitrag von Mango Man »

Seth666 hat geschrieben:Jupp, sehr sehr genial geschrieben.

So einer wie du sollte bei den Diskussionen immer dabei sein, um den Politikern einmal die Fakten um die Ohren zu hauen.
Wie soll er das machen, wenn er davonrennt..?

Aber ja, in Zukunft heißt es dann wohl - God bless Amerika, dort is alles besser. Das Land der unbegrenzten Zocklichkeiten... Salute Germany, und ein Hoch auf George-"Ich winke Steve Wonder zu aber er reagiert nicht"-Bush.
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Max Headroom
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10 PRINT "Mal aus Spass..."

Beitrag von Max Headroom »

@agree:
(..)Es kann und wird nur besser! Lass dich doch von solchen Idioten wie Beckstein und Konsorten nicht auf die Palme bringen, die gehen in ein paar Jahren in Rente zu einem Zeitpunkt in dem wir in der Blüte unseres Lebens sind ;)
An dem Tage, wo die in Rente gehen, wird CryTek von Micro$oft mit 400 Mio Dollar pro Game "belohnt" werden. Deutschland wird "froh" sein, dass sie neben den Moorhuhn-Spielen, auch noch "Fussballmanager 2038" und "Die Siedler 921" besitzt... und, achja... BMW stellt den ersten, mit reinem Wasserstoff fahrenden, 3er vor. VW ist pleite gegangen, seit China ihre Fahrzeuge hier im vollen Gange vermarktet. Und RTL ist mit einem Comeback von Hans Meiser zur Nummer Eins unter allen Sendern Europas mutiert.
Ich währenddessen vegetiere als Cyberpunk unter einer Brücke und ziehe mir Halo 9 *unerlaubt* aber intravenös rein ;) Schöne heile Welt.
Es ist schlimm in diesem Land, dass alle immer so negativ denken und meinen sie währen volle Kanne am Arsch. Schaut euch mal um! Nehmt den Kopf aus dem Arsch!
Ich will ja nicht meckern, aber mit welchen Mitteln gehst *DU* gegen diese "Pessimistik" an ? Was machst *DU*, um das "Böse" in Deutschland zu besiegen ? Und sage mir bitte nicht, dass du jeden Morgen mit einem Lächeln aufstehst, dies zählt nicht ;)
(..)Die meisten von euch würde z.B. den Sudan wohl nicht einmal auf der Landkarte finden!
Absolut OT ! Das hat *rein garnichts* mit Becksteins Haltung zu tun !
Aber eben das wird nicht ewig so gehen, eben weil die kommende Generation nicht mehr zu den Leuten gehört die sich ohne zu Murren in den Arsch treten lassen und ständig mit dem Strom schwimmen. Das werden auch die "Alten" noch früh genug mitbekommen.
Vergiss es ! Ein "Computerspieler" wird alles andere als Bundeskanzler. Ein Videospieler kommt *nicht* in den Genuss, ganz offiziell und ohne Bedenken in den Medien verkünden zu dürfen, man schiesse Köpfe ab, kümmere sich aber im echtem Leben rührend um die Rente.
Schau dich doch in der Politik rum, *wer* dort alles das Sagen hat. Die "Politische Jugend" der SPD, CDU & Co. regelt allerhöchstens, ob in Schulhöfen auch Aschenbecher stehen dürfen oder nicht !
Viele von euch mögens nicht glauben aber schaut euch um zu Hause, auf den Strassen, in der Nachbarschaft usw.
Ist dies ein Scherz ? Was hat die Strasse und die Nachbarschaft mit dem zu tun, was Beckstein & Co. da verkünden tut ? Wem interessiert denn der Köter von Frau Müller, wenn in Südfranken eine Killerhund durch die Wälder streift und kleine Kinder frisst ? Was hat der Pudel meines Getränkeverkäufers damit zu tun, wenn Herr Dr. Hitmeagain offiziell ein Verbot von Gebissträger fordert ? :P
.....Die Veränderung, ja der Wechsel ist schon längst im Gange!
... und ich warte noch immer auf die Renovierung der Gartenlaube. Die zieht sich sein nahezu einem Jahrzehnt hin ;)

Nicht böse sein, agree, aber weder habe ich dich in den Medien erlebt, noch habe ich ein öffentliches Papier mit deinem Namen zu Gesicht bekommen. Hast du eine Partei zum Schutze der Ego-Shooter gegründet ? Bist du mitglied der Jungen Union ? Vielleicht sogar Parlametarier ?

Ich kann Jörg gut verstehen. Früher wurde man nur komisch angesehen, wenn man "Telespiele" spielte. Dann wurde man komisch angesehen, wo man sowas *beruflich* machte. Und nun wird man gesetzlich gejagt, weil man sowas schon in seiner Freizeit praktiziert. Ich darf im Fußball eine Blutgrätsche lernen, aber wenn ich einen Pixel anklicke, binn ich als Krimineller in der Datenbank markiert und das BKfiBU-System hat mich in der Mangel. Wenn Du weiterhin mit dem Lolly in der Hand über die positiven Veränderungen der Gesellschaft philosophieren möchtest, hindere ich dich keineswegs daran. Dann solltest du aber auch deinerseits die Leute tollerieren, die im "freiem" wilden Westen Amerikas oder fernen Ostens Japans ihr Hobby nachgehen wollen. Und seit China durch ihr Kripocrawler auch hier in Deutschland Fuß gefasst hat, ist es auch friedlicher geworden. Nur noch 3 Massaker im Jahr, und nur davon 2 in Schulen ! Das die faschistischen Übergriffe auf Ausländer nur um 22% zugenommen haben, steht auf einem anderen statistischen Blatt. Aber das hat hier nichts zu sagen, oder ? Wir philosophieren doch über den Aufwärtstrend in Deutschland ;)
S-Markt
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Beitrag von S-Markt »

Help hat geschrieben: Kunst? Ich frage mich, welches künstlerische Talent, hinter Doom 2 steckt, bei denen man "hängende Kinder" erschießen muss, um das Level zu beendent... oder das Kinder in Prey im Schacht verschwinden und als triefender Gullasch ausgespuckt werden... oder nehmen wir mal GTA - SA => unendliche Beispiele, ein Spiel mit permanentem Moralverfall. Dazu folgende Tat:


USA: GTA-Spieler klaut 100 Autos
18.11.2002, 13:34

Laut Medienberichten wurde im US-Bundesstaat Wisconsin ein neunzehnjähriger Jugendlicher festgenommen, der, motiviert durch das Computerspiel Grand Theft Auto, bis zu 100 Straftaten begangen haben soll. Dazu sollen Autodiebstahl und Raub gehören, berichtet der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Polizeiaussagen. Gegenüber US-Behörden soll der Jugendliche das Computerspiel explizit als Inspirationsquelle für seine Delikte genannt haben.


Dazu möchte ich unbedingt erwähnen, dass selbst das gelobte Land USA solche Spiele nicht außen vor lässt, sondern - wie wir alle wissen - es auch dort große Verbotsdiskussionen gab.

Es ist schon interessant, wie man Tatsachen einfach ausblendet und sich die Welt so zurecht legt, wie man sie mag.

"Gewaltverherrlichung" rückt auch in der Filmindustrie immer mehr auf Sendungen der Mittagszeit. Wo Rambo damals noch zur Mitternachtszeit lief, kommt es heute gegen Abend zur Primetime - mit einer paar geschnittenen Szenen -> lächerlich.

Man sollte sich mal generell Fragen, warum unsere Gesellschaft immer brutaler wird und dies vor allem bei Jugendlichen zu beobachten ist. Ich glaube nicht, dass PC-Spiele einfach so mit einem blauen Auge davon kommen, sondern auch sie einen Beitrag dazu leisten.


Es ist so einfach, Killerspiele als Sünde zu bezeichnen - genauso einfach, sich als Verfolgter einer gewalt- & "kunst"verhindernden Politik zu sehen.

Wenn die "moralische Integrität", wie es in der Kolumne so schön heißt, nicht gegeben ist, dann ist es besser sie im Namen der Industrie und tausenden von Jobs außen vor zu lassen, im Namen unserer Kinder, im Namen einer gewaltreichen Welt. Wen es an solche Orte zieht, der sollte auch mit ihren Problemen konfrontiert werden.
Dummes Gewäsch!

1. Was Kunst für mich ist, bestimme immer noch ich und nicht so ein dahergelaufener Kunstvorschreiber wie Du. Wie kommst Du überhaupt dazu Dir einzubilden, Du könntest mir vorschreiben, was Kunst ist?

2. Das stimmt, die USA haben auch über Verbote nachgedacht. Die Familienorganisationen in den USA haben auch Untersuchungen in Auftrag gegeben, die zum Ergebnis haben sollten, daß Computerspiele die Gewaltbereitschaft erhöhen. Leider sind diese Untersuchungen allesamt gescheitert. Einziges Ergebnis bei diesen Untersuchungen war, das die Gewaltbereitschaft zunimmt, je schlechter ein Jugendlicher gesellschaftlich gestellt ist.

3. Sich die Frage zu stellen, warum unsere Jugend immer gewalttätiger wird, ist idiotisch, denn die Antwort existiert schon lange. Aber wenn man sich so ein schönes Feind- und Weltbild wie Du geschaffen hat, wo die bösen Medien die Schuld tragen, dann passen natürlich die wirklichen Gründe da nicht mehr hinein. Menschen kümmern sich nicht mehr um Ihre Kinder. Schau auf die Straße. Dämliche Weiber lassen Ihre Gören auf der Straßenseite aussteigen und jammern dann rum, wenn das Kind unter dem Laster liegt. Arme Schweine wie Robert Steinhäuser und Sebastian B, die von unserem beschissenen Schulsystem zu Versagern abgestempelt werden, beschließen an dem Ort ihrer Entwürdigung mit einem Knall von dieser Erde zu verschwinden, anstatt sich wie die guten schlechten Schüler auf dem elterlichen Dachboden zu erhängen

Zitat:
Selbstmord rangiert in der bundesdeutschen Statistik nach Verkehrsunfällen bereits als zweithäufigste Todesursache unter Jugendlichen. In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich die Zahl der Selbstmorde junger Menschen fast verdreifacht. Mehr als 500 Kinder und Jugendliche setzen bei uns jedes Jahr ihrem Leben ein Ende. Über 15 000 Selbstmordversuche werden rechtzeitig entdeckt: Experten sprechen zudem von einer hohen Dunkelziffer.
Quelle:
http://www.praxis-jugendarbeit.de/andac ... tmord.html

Ehrlich, ich habe keine Lust auf mein Hobby zu verzichten, nur weil mein Hobby sich so schön als Feindbild für Dein beschissenes Weltbild eignet.
jimb0i
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Beitrag von jimb0i »

Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen.

(Aristoteles, gr. Philosoph, 384-322 v. Chr.)
johndoe-freename-104686
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Beitrag von johndoe-freename-104686 »

Ganz meine Meinung! Was soll man sich noch alles verbieten lassen bzw. vorschreiben lassen? Pressefreiheit, Internet, "Killerspiele".... Ist man in Deutschland als Erwachsener nicht mündig genug selbst zu entscheiden was man konsumiert? Scheinbar nicht, der Jugendschutz geht hierbei soweit, dass Erwachsene Menschen sich nicht nur von der Politik betrogen, was seit langem als Dauerzustand gilt, sondern regelrecht beformundet und verarscht fühlen. Und eine BRD maßt es sich an über andere Regime zu urteilen....einfach lächerlich...

Ich kann das durchaus verstehen und hoffe, dass Jörg nicht der einzige ist der seinem Unmut Taten folgen lässt.
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Jörg Luibl
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Beitrag von Jörg Luibl »

Sehr schönes Zitat.

Und jetzt noch ein schönes Wochenende!
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Stormrider One
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Beitrag von Stormrider One »

Wünsche dir viel glück und erfolg in dein leben ........

Was das thema betrift ,halte ich mich in distans....is mir halt zu blöd !

Wen aber den heutigen zochkern politik vom arsch vobei geht dan sind aber am einfachstens manipulierper(Ich weis, meine schreiben weise is grauserm)!!!




MFG
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Max Headroom
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20 GOTO 10

Beitrag von Max Headroom »

Ach, hätte ich fast vergessen... gute, wenn auch nicht *sehr* bissige Kolumne, Jörg ;)

Auch ein Respekt zu "Help", der uns hier mit seinem Blick über den Tellerrand hilfreich zur Seite steht. Und obwohl er scheinbar kritisch gegenüber der "Killerspiele" schreibt, fährt er teilw. mit dem selben Fahrzeug wie "wir Blutzocker" ;)

(..visuelle Gewaltdarstellung, Beispiel Hieronymus Bosch..)
Bilder sind doch etwas völlig anderes. Bei einem Bild kannst du wegschauen, bei einem Spiel musst du handeln, um weiter zu kommen. Sie erfordern ein überschreiten bestimmter moralischer Grenzen & Werte.
Bei einem Bild ist das interaktive Element nicht vorhanden, das stimmt. ein "Handeln" findet nur im Wegschauen statt. Aber ist dies bei einem Spiel nicht gegeben ? Wird man gezwungen, hinzusehen ? Ich behaupte mal... Nein. Wenn der Spieldesigner, das Hirn hinter dem Produkt, es für sinnvoll hällt, Gewalt explizit darzustellen, dann hat dieser Herr seine Gründe. Und in den meisten Fällen ist es dem Spieler freigestellt, sich die Gedärme am Boden in Nahaufnahme anzusehen, oder doch ohne Blick weiter in den Raum zu gehen. In den meisten Spielen ist es möglich, den Torso, den Kopf oder die Beine zu treffen, dies ist im "Moorhuhn"-Manier Pflicht, um das Spielziel zu erledigen. Man befindet sich in einer virtuellen Gefahrensituation. Der Gegner befindet sich vor mir. Entweder schiesst er zuerst, mit der Konsequenz: Leben verloren = Game Over, oder ich bin schneller. Bei Pac-Man gab's das gleiche Thema... entweder bin ich schneller mit den Pillen fressen, oder die Geister haben mich. Bei Rennspiele wie das gute alte "Pole Position" sieht es genauso aus: Entweder schlage ich den High-Score, oder ich bleibe "Verlierer". Man wird angespornt, BESSER zu sein als andere. Diese Motivation ist der Motor eines guten Spieles. Dies ist im Grunde genommen aus der Natur entliehen. Im realen Leben gibt es dieses Spiel schon seit langem. Ist man nicht gut in der Schule, sieht's schlecht aus mit der Bewerbung. Ist man nicht besser als sein Kollege, ist man bei der nächsten Beförderung schnell von der Liste gestrichen. Man kann aber im realem Leben nur hoffen, dass Freunde und/oder Bekannte einem da stützen. Man kann nur hoffen, dass man eine Chance bekommt. Aufgrund der Situation auf dem Arbeitsmarkt und dem Handeln in der Schule allerdings "etwas" fragwürdig, oder ? ;)
In einem Computerspiel ist es ein leichtes, sich abzureagieren. Und ist es mal verdammt schwer, sich durchzusetzen, kann man immer noch auf den Cheatmode setzen, FAQs durchblättern, "zusätzliche Gegner zwecks Punktzahl köpfen" oder einfach mal das ganze Ding ausschalten.

Die Frage lautet nicht, ob der moralische Aspekt in dieser Tat sich im Spiel wiederfindet. Auch sollte man nicht das Argument bringen, dass bluttriefende und abgetrennte Gliedmaßen nur was für "perverse" sei. Denn, irgendjemand hat sich was dabei gedacht. Irgendjemand hat den Pinsel geschwungen. Irgendwer hat die Kamera geführt und irgendwer hat sich bei dem Spieldesign und Programmierung was dabei gedacht.
Das Problem sehe ich einerseits in der grausamen Bevormundung durch den Staat - so wie Jörg es auch gesagt hat - und in der absolut laschen und lächerlichen USK-Einhaltung Seitens der Händler und Eltern.

"RAMBO - FIRST BLOOD", mit einem sich selbst operierenden Stallone (***** ACHTUNG ! NACHAHMUNGSGEFAHR ! NICHT MACHEN !!!! NUR GESCHULTE STUNTMÄNNER UND SCHAUSPIELER !!!! *****) hat einen anderen Status als ein pixeliger High-Score Spriter wie "Ikari Warriors" oder "Commandos" (*** OH GOTT !!! UNNÜTZE GEWALTDARSTELLUNG "" **). Doch... gibt man seinen 8-jährigen Sohn Rambo zum Geburtstag ? Schaut man sich mit der 10-jährigen Tochter "Stirb Langsam" an ? Schenkt man dem 13-jährigem Bub bedenkenlos die "Predator Uncut Box" ?
Obwohl diese Filme unnütze Gewaltdarstellung zeigen - sind sie *nicht* verboten. Die Eltern *wissen*, was ein Stallone ist und wie seine Filme sind. Aus diesem (aufgeklärtem) Grunde wissen sie, wie man das Kind davor schützen sollte. Andererseits haben sie als Erwachsene und Volljährige Menschen die Freiheit, sich diese Produkte bedenkenlos anzusehen. Ab einem gewissen Alter hat man das Recht, sich eine solche Film-DVD in's Regal zu stellen. Und als Elternteil hat man die Pflicht, den Nachwuchs gewisse Werte zu vermitteln, z.Bsp. das Bild, das solche Filme nur Filme sind und nur der Unterhaltung dienen. Diese Aufklärung haben wir nicht !!! Einzigst die USK vergibt versteckte "Tips", die wohl kaum groß erklärt wurden. Man kauft einfach das Ding, was der Sohnemann da will und übersieht wahrlich die Altersfreigabe. Im Grunde genommen habe ich, durch den Blindkauft und des Übersehens der Altersfreigabe, die Aufsichtspflicht der Eltern mit den Füßen getreten.
Wenn ich aber als 30+ Bewohner vor solchen "schädlichen" Produkten vom Staat bevormundet werde, sie schon pauschal verboten weren. Dann entzieht man mir die Freiheit, ein solches Produkt zu besitzen.
In sämmtlichen anderen Länder um uns herum ist es anscheinend kein Problem, "Amokläufer" und "Computerspieler" auseinander zu halten. Es sind schon viele Punkte aufgelistet worden, welche mit dem Massaker eher in Zusammenhang stehen als die reine visuelle Darstellung von Gewalt in den Medien.

Erschreckend ist aber (wie immer) die Ignoranz der Medien, "Aufklärungsarbeit" zu leisten. USK-Freigaben werden kaum auf RTL "beigebracht". Kein TV-Sender hat ein Bericht über die Schulproblematik gebracht. Und das, obwohl vor nicht allzulanger Zeit Gewaltvideos auf Handys in aller Munde waren. Ein zusammengeprügelter oder ein sich in den Selbstmord geflüchteter Azubi drückt auf die Tränendüse der Zuschauer und entfacht ein Feuer. Aber sind deshalb Handys verboten worden ? Wurde die Übertragungstechnik verbannt ? Haben die Kameras in den Handys eine automatische Gewalterkennung und melden es der Gewaltpolizei ? Der Hass des Amokläufers gegenüber den Mobbern seiner Klasse war im veröffentlichtem Brief nachzulesen. Davon war aber keine Zeile im TV diskuttiert worden. Alles konzentrierte sich auf das Unterhaltungsmedium "Computerspiel", und dort ganz speziell auf die populäre Ego-Shooter Familie. Würde ich eine Parallele ziehen wollen, müsste ich bei einem Amok-FAHRENDEN Freak eigentlich das Verbot von des "VW Golf" Fahrzeuges fordern. Der Mörder fuhr eins, genauso wie viele andere Mörder. Und es ist ein populäres Fahrzeug, viele andere Menschen sind ebenfalls davon "betroffen". Eines Tages könnten sie ebenso mit diesem Fahrzeug Amok fahren. Man würde täglich Bilder von Massenunfällen zeigen, in denen die Golf-Fahrzeuge involviert waren. Und ein Golf-Fahrer, der gerade gegen einen Manta-Fahrer ein Rennen fährt (in diversen TV-Filmen zu sehen) würde als sich ständig wiederholdendes Element in allen Medien breitgetreten.

Hier geht es aber nicht um EIN Computerspiel oder EIN Fahrzeug. Hier geht es um die Bevormundung eines volöjährigen und erwachsenen Bundesbürgers und der Abstempeln dieses Menschen als Verbrecher. CryTek würden gegen das Gesetz verstoßen. Herr Luibl würde mit einem simplen Test eines in USA, Japan, Östereich, Schweiz, Frankreich, England, Italien und Südkorea kommerziell sehr erfolgreichen Spieletitel (rein polemisch) mit einem Kinderschänder gleichgesetzt, verfolgt und mit viel Glück "nur" angezeigt. ~Schlage ich (m)eine Frau, kriege ich nur eine simple Verwarnung. Schlage ich jemand in einem Prügelspiel, komme ich in den Knast~. Brave New World sage ich da nur... Klar, es ist leicht zu sagen, dass man sich nur hinzusetzen braucht und in wenigen Tagen und Wochen sei das Thema "ausgesessen" - typisch Beamtendeutsch. Auch ist es ein leichtes, einfach auszuwandern. Aber das Bild des "Mörderspiel"-Spielenden Jugendlichen hat sich dank der hitzigen Diskussion längst bei Otto Normalverbraucher dort draussen eingebrannt. Eines Tages wird man den Penner dort drüben, der sich durch Ellenbogen-Technik in der Schlange vorgedrängelt hat, nicht mehr mit Ars**loch, Idi*t oder W*chser beleidigen, sondern mit "Killerspieler". Und die brave Schwester aus dem Altersheim, die in ihrer Freizeit klammheimlich und illegal einen CS-Frauenclan beigehört, senkt roten Hauptes den Kopf. Tja, einst musste man sich geducktem Hauptes entschuldigen, dass man diese elektronischen "Telespiele" spielt. In Zukunft wird man von der Gesellschaft gebrandmarkt, wenn man sie auch nur in einem Nebensatz erwähnt ;)
Hechtsuppe
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Beitrag von Hechtsuppe »

[offtopic]

@S-Markt:

Lies Dir Help's gesamte Beiträge durch. Er ist der einzige hier, der eine wirklich sachliche Haltung einnimmt und glaubhafte Argumente für ein Für und Wider anbringt.
S-Markt hat geschrieben: Dummes Gewäsch!

1. Was Kunst für mich ist, bestimme immer noch ich und nicht so ein dahergelaufener Kunstvorschreiber wie Du. Wie kommst Du überhaupt dazu Dir einzubilden, Du könntest mir vorschreiben, was Kunstist?
Wo hat er Dir vorgeschrieben, was Du unter Kunst zu verstehen hast? Er sagte lediglich, dass Doom 2 mit Nichten unter den Kunstbegriff fällt.

Du magst entscheiden was Du für Kunst hälst. Ist es aber deswegen auch wirklich Kunst? Warum haben Künstler wie Goethe, Schiller etc. an einer Objektivierung der Kunst gearbeitet?

"Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen." Schreibt Goethe. Nun sag mir bitte welches Computerspiel diesen Anspruch nur ansatzweise erfüllt? Aber natürlich, was zählt schon Goethe's Stimme. Vermutlich bist Du viel mehr Künstler als er, um Kunst erkennen zu können.
Ehrlich, ich habe keine Lust auf mein Hobby zu verzichten, nur weil mein Hobby sich so schön als Feindbild für Dein beschissenes Weltbild eignet.
Dieser Satz landet bestimmt beim nächsten CSU-Parteitag als unwiderruflicher Beweis für die verdummende Wirkung von Computerspielen.

@Help hat bestimmt kein beschissenes Weltbild. Beschissen sind nur Deine Umgangsformen.
Zuletzt geändert von Hechtsuppe am 08.12.2006 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
lopad
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Beitrag von lopad »

Stormrider One hat geschrieben: Wen aber den heutigen zochkern politik vom arsch vobei geht dan sind aber am einfachstens manipulierper(Ich weis, meine schreiben weise is grauserm)!!!
Den meisten unteranderem auch mir geht Politik nicht am Arsch vorbei. Leider sind die Computerspieler aber kein bisschen organisiert was halt dazu führt das die Politik fröhlich auf uns meckern kann. Schließlich ist es sehr unwarscheinlich das da irgendeine ernstzunehmende Reaktion kommt.

---------

Die Kolumne ist wirklich gut geschrieben :). Und gibt leider gottes so langsam die traurige Wahrheit wieder.
Wonderboii90
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Beitrag von Wonderboii90 »

edit
Zuletzt geändert von Wonderboii90 am 26.11.2017 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
Help
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Beitrag von Help »

S-Markt hat geschrieben: Ehrlich, ich habe keine Lust auf mein Hobby zu verzichten, nur weil mein Hobby sich so schön als Feindbild für Dein beschissenes Weltbild eignet.
Hi,

wir haben eins gemeinsam: unser Hobby. Und auf das möchte auch ich nicht verzichten. Ich verfolge sehr aufmerksam die Diskussionen in Foren/TV usw. Auch ich denke sehr viel darüber nach, welche Wirkungen PC-Spiele haben - und was sie uns letztenendes, neben den Spaß, vermitteln wollen. Sagen wir: ich wurde für Gewalt & Moral in Computerspielen sensibilisiert. Deswegen brachte ich das Beispiel "Medieval 2": Das Töten von wehrlosen, fliehenden, sich ergebenden (wenn auch virtuellen) Menschen. Nun, wenn man genug Abstand davon nimmt kann man sagen: Hey, nur Pixel, nur ein Spiel... aber wenn man mal überlegt, dass man unbarmherzig, unmenschlich und brutal sein muss (bezieht sich auch auf andere Games) um Vorteile, ja sogar den Sieg in einem Spiel davon zu tragen, stellt sich doch die Frage, was da eigentlich passiert.

Nun über Moral lässt sich sicherlich lange streiten. Jeder hat seine eigene Moral. Meine Moral sagt mir: Solche Dinge dürfen nicht belohnt werden, auch wenn ich 30, 40 oder 60 Jahre alt bin... wenn meine moralischen Werte sich gefestigt haben, wenn ich ein Mensch mit einem funktionierenden Umfeld / ein funktionierden "Leben" bin. Man muss Verantwortung zeigen.

Ich möchte niemand eine Kunst vorschreiben! Für mich ist das überschreiten meiner moralischen Werte, aufgrund von Aufmerksamkeit oder was auch immer, keine Kunst. Andere mögen ein Loblied singen, ich kann und tue das nicht.

Wie ich auch schon in einem andere Post kritisierte, sind Killerspiele sicherlich nicht allein Schuld an Amokläufen. Meiner Meinung nach sind sie nur ein Puzzlestück von vielen, die ihren Anteil an der Problematik tragen.

Das die Medien dieses Puzzle nun hervorheben ist insofern gut, dass Eltern sich hoffentlich mehr mit den Hobbys ihrer Kinder beschäftigen.

@ Max_Headroom

Das Problem an manchen Spielen ist, dass ich keine Wahl habe "wegzuschauen", sondern das ich Dinge tuen muss damit ich mein Ziel erreichen kann. Es gibt keine Alternativen... ein Spiel, dass diese moralischen Dinge meistert ist die Kotor (Knights of the old Republic) Reihe. Ein wechsel zwischen gut und böse... was ist richtig, was ist falsch? Ich möchte einem Konflikt ausweichen, muss mich ihm dann aber doch stellen. Oder ich suche den Konflikt und meine Gegner meiden ihn aus angst. Ein Wechselbad der Moral - das finde ich genial.

Ihr (4P) könntet ja zur Abwechlsung mal einen Artikel über Moral in PC-Spielen schreiben.

Die Killerspieldebatte ist, aus beiden Richtungen betrachtet, eh lächerlich. Das Verbot oder die "Schönrederei" von PC-Spielen schießt meiner Meinung nach am Ziel vorbei. Und das Zocker generell keine Amokläufer sind, ist wohl hinreichende bekannt.
jimb0i
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Beitrag von jimb0i »

Jiva hat geschrieben:
S-Markt hat geschrieben: Dummes Gewäsch!

1. Was Kunst für mich ist, bestimme immer noch ich und nicht so ein dahergelaufener Kunstvorschreiber wie Du. Wie kommst Du überhaupt dazu Dir einzubilden, Du könntest mir vorschreiben, was Kunstist?
Wo hat er Dir vorgeschrieben, was Du unter Kunst zu verstehen hast? Er sagte lediglich, dass Doom 2 mit Nichten unter den Kunstbegriff fällt.

Du magst entscheiden was Du für Kunst hälst. Ist es aber deswegen auch wirklich Kunst? Warum haben Künstler wie Goethe, Schiller etc. an einer Objektivierung der Kunst gearbeitet?

"Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen." Schreibt Goethe. Nun sag mir bitte welches Computerspiel diesen Anspruch nur ansatzweise erfüllt? Aber natürlich, was zählt schon Goethe's Stimme. Vermutlich bist Du viel mehr Künstler als er, um Kunst erkennen zu können.
.
Das Bedarf der näheren Erläuterung. So in dem Raum gestellt verstehe ich das nicht: Was bedeutet Objektivierung der Kunst? Und warum fällt Doom 2 nicht darunter? Warum fällt Goethes "Faust" darunter, falls es das tut? Oder Schillers "Räuber"?

Vermittlerin des Unausprechlichen? Auch hier bitte ich um Konkretisierung,, denn mit meinem naiven Verständnis davon würden mir durchaus einige Spiele dazu einfallen.

Ist zB. das Buch "Im Westen nichts Neues" Kunst oder nicht? Gewaltdarstellung pur. Wie stark muss der moralische Zeigefinger sichtbar sein, damit etwas als Kunst gilt?
Help
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Beitrag von Help »

jimb0i hat geschrieben:Wie stark muss der moralische Zeigefinger sichtbar sein, damit etwas als Kunst gilt?
Ich weiß es nicht. Ich verstehe das Erschießen eines hängenden Kindes und eine darauf folgende Belohnung nicht als Kunst.

Auch das Abtrennen von Gliedmaßen mag technisch "geil" sein, sensibilisiert aber nur für mehr Gewalt. Es ist wie bei Filmen: Eltern, die Filme brutal fanden, sind für mich heute "lächerlich". Mittlerweile spielen wir in einer ganz anderen Liga und die Gewalt, die nicht geschrieben, gefilmt oder gespielt wird, muss erst noch erfunden werden.
jimb0i
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Beitrag von jimb0i »

Help hat geschrieben:
jimb0i hat geschrieben:Wie stark muss der moralische Zeigefinger sichtbar sein, damit etwas als Kunst gilt?
Ich weiß es nicht. Ich verstehe das Erschießen eines hängenden Kindes und eine darauf folgende Belohnung nicht als Kunst.

Auch das Abtrennen von Gliedmaßen mag technisch "geil" sein, sensibilisiert aber nur für mehr Gewalt. Es ist wie bei Filmen: Eltern, die Filme brutal fanden, sind für mich heute "lächerlich". Mittlerweile spielen wir in einer ganz anderen Liga und die Gewalt, die nicht geschrieben, gefilmt oder gespielt wird, muss erst noch erfunden werden.

Naja, die Gladiatorenkämpfe im alten Rom waren auch nicht ohne. Und das war sogar echt und auch reine Volksbelustigung.

Ich habe Manhunt gespielt und fande das Spiel genial, so stark hat mich noch selten ein Spiel über die moralischen Abgründe von Menschen reflektieren lassen. Gerade WEIL ich die Taten "selbst" durchführen "musste". Das ist doch gerade das Tolle und Innovative an Videospielen.

Jugendschutz Ja, Bevormundung von Erwachsenen Nein.

Jetzt hör ich aber auf, sonst werd ich noch zum Spammer, schönes Wochenende und viel Spass beim Blutbaden und Blümchenschnuppern.