
Die Story ist denkbar einfach gehalten: Ein Paar entschließt sich einer Sekte beizutreten um Videomaterial und Informationen zu sammeln, die dann schließlich in einen Dokumentarfilm münden sollen.
Viel mehr bietet der Film ehrlich gesagt nicht, wobei hier eben vor allem der psychologische Aspekt im Vordergrund steht (wie sehr lässt man sich darauf ein?) und nicht unbedingt das Drumherum. Dahingehend funktioniert der Film auch überraschend gut, aber abseits davon wirkt es etwas orientierungslos.
So wirklich kategorisch einordnen, lässt sich der Film nicht. Einerseits gibt die Sekte dem Film natürlich einen mysteriösen Charakter. Andererseits bietet es jedoch auch eine fast durchweg ruhige Grundatmosphäre, die nur selten an Intensität gewinnt bzw. Ausreißer hat.
Mit etwas anderen Worten: Der Film plätschert so ein wenig vor sich hin, was mir jedoch seltsamerweise durchaus Spaß bereitet hat - eben wegen der interessanten Thematik.
Ein solider Indie-Film.

Ein Wissenschaftler verliebt sich in ein Model, welche zufälligerweise eine sehr spirituelle Person ist...
Liest sich nicht so besonders originell, aber bietet mMn das bessere Gesamtpaket, weil es wesentlich facettenreicher ist; im wahrsten Sinne des Wortes, da besagter Wissenschaftler seine Arbeit hauptsächlich in das menschliche Auge investiert, um eines Tages die Möglichkeit einer Reproduktion aufzuzeigen und somit Gottes Dasein faktisch auszuschließen.
Ein durch und durch unterhaltsamer Film, der bei mir - trotz geringem Budget - keine Anzeichen von Langeweile aufkommen ließ und zeitlich ungefähr genau in der Mitte des Films eine Szene aufbot, die mich möglicherweise nicht so schnell loslassen wird...
Ganz am Ende hat der Film sich einer recht billigen Taktik bedient, um die Story irgendwie halbwegs gut abzuschließen, aber nun gut...es sei ihnen gegönnt.

Hat mir wirklich gut gefallen. Toller Film.