the raid - 7/10
ja doch, knallt einem gut vor den latz

absolut rasante action und ein film der gar nicht versucht mehr zu sein als seine ultra simple prämisse hergibt. polizei und gangster hauen, schlitzen und ballern sich in einem grossen gemetzel praktisch non stop über den haufen. was einen allerdings bei der stange hält ist die geniale inszenierung des ganzen. wirklich schwer in worte zu fassen wie einen die kamera durch die szenen führt, dabei immer in bewegung bleibt, in den richtigen momenten nah dran ist und die dynamik der action nahezu perfekt einfängt. gemischt mit der genialen choreographie schaut das ganze einfach wahnsinnig beeindruckend aus. hat man vielleicht schon ähnlich in ong-bak gesehen... macht aber trotzdem laune. überraschend war allerdings der wirklich gelungene build up zur eigentlichen action. gerade am anfang (dann gelegentlich eingestreut) gibt es spannungsmomente wie in alten carpenter "belagerungs" szenarien. "precinct 13" kommt einem (tatsächlich...) unweigerlich in den sinn und sogar der soundtrack könnte der dazu passende moderne remix sein. obwohl die gewalt sehr stilisiert ist und die kämpfer ihr können zur schau stellen, geht es ziemlich grimmig zur sache. die klaustrophobische atmo trägt dazu ebenfalls bei.
richtig schlecht sind dann aber die meisten dialoge und schauspieler. das pacing ist zwar gelungen und es gibt immer im richtigen moment eine nötige verschnaufspause, aber leider merkt man in diesen pausen wie hölzern das meiste ausserhalb der action doch wirkt. aber the raid weiss glücklicherweise, dass der cast nicht zum schauspielern, sondern zum draufhauen da ist und hält sich nicht lange mit grossen worten auf.
unterm strich ist ist der hype zu gross und das action kino wird natürlich auch nicht neu definiert, aber zumindest wird der streifen seinem genre gerecht und wirft sämtlichen störenden ballast über bord. eine nette reduktion aufs wesentliche wenn auch nicht der ganz grosse knaller
