rainji hat geschrieben:MoskitoBurrito hat geschrieben:
@ johndoe-freename-82135: ich nehme mal an die hast keine Ahnung, wie Cash-Shops in F2P-Spielen funktionieren, bzw. wie sich diese mit der Zeit verändert haben. GW2 wird einen Shop im Style von PoE, LoL, TF2 usw. haben, also spielerisch uninteressant, solange kein Content verkauft wird.
Ich habe sehr viel F2P Erfahrung. (RoM, CO, Archlord, Nostale, WoT, HdRO, STO) Zum Beispiel habe ich Runes of Magic in einer Top-Gilde gespielt.
Dort habe ich locker 3000-4000 € Cashshop-Währung ausgegeben, die ich ausschließlich über ingame-Handel erwirtschaften konnte.
Ich weiß also wie 'bescheuert' die Leute sein können. Bzw. wieviel echte € sie für vergleichbare geringe Mengen ingame-Gold handeln.
Hätte sich für mich in RoM nicht alles entsprechend gefügt, wäre mir dort der Endcontent ohne Shop verschlossen geblieben.
(Bei PoE bin ich in der Beta seit Nov. und kann garnicht abwarten den absolut ehrgeizigen Entwicklern ein wenig Verdienst zu zahlen.)
Die Items selbst (GW2) unterscheiden sich deutlich von RoM, da hast du sicherlich recht, aber:
Du hast scheinbar überlesen, dass ich sage (sinngemäß) "
Es ist egal, was für Items letztendlich im Shop sind"
Wenn spielentscheidende Items im AH für € kaufbar werden, und das passiert wenn man € für Gold tauschen kann, dann IST dies ein direkter Eingriff.
Es werden immer Leute ihr Gold für Gems ausgeben. Und Leute ihre Gems für Gold, egal wie "schlecht" der Kurs wird.
Und die Masse des umlaufenden Goldes wird daher prozentual bei den zahlenden Kunden liegen.
Wäre es weiterhin ein €-Shop ohne virtuelle Währung, und wäre der Gem/Gold Trade nicht vorhanden, dann wäre mir der Shop schnuppe. Aber so wird einfach die gesamte Marktwirtschaft beeinflußt.
A-Net will sich mit diesem Zug einfach den langfristigen Gem-Verkauf sichern. Denn gäbe es keinen Gem/Gold-Trade wären die zahlungsbereiten Kunden irgendwann gesättigt von den CS-Items.
Und zuviel Vorteil können sie sich für die CS-Items auch nicht erlauben (um diese attraktiver zu machen).
Also ermöglichen sie einen €-Gold-Einkauf, denn sind die CS-Items öde geworden, wird sich dem zahlenden Spieler im AH sicher längerfristig ein Item seiner Begierde zeigen.
Für mich bleibt es einfach eine riesen Frechheit das F2P Modell mit einem Box-Preis "
Bla bla keine fortlaufenden Gebühren" Modell zu mischen.
Dann hätte ich lieber ein Abo gezahlt, das wäre fairer (aber würde sicher weniger abwerfen für A-Net)
Und echte F2P sind immerhin so fair, dass man von vornerein Bescheid weiß was man bekommt, und eben "für lau" in der Anschnupper-Phase.
Ich will hier auch garnicht Schwarz-Weiß malen.
Bin selber total heiß auf GW2 und werde es trotz meiner Abneigung zur CashShop-Entscheidung im Vorverkauf beziehen.
Aber wenn man ein wenig über die Fanboy-Brille achaut, dann kann man die Gefahren des CS einfach nicht übersehen.
Wer dies abstreitet ist mMn vollkommen im Propaganda-Alles-Perfekt-Hype eingelullt.